Rote Karte gegen den 1. FC Köln: DFB spricht Strafe für Rav van den Berg aus

Rav van den Berg nach seiner Roten Karte
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Rote Karte gegen den 1. FC Köln: DFB spricht Strafe für Rav van den Berg aus

Für Lukas Kwasniok war die Szene am vergangenen Samstag die Spiel entscheidende. In der Schlussphase hatte der Innenverteidiger die Rote Karte gesehen. Nun gibt es das Urteil für den 1. FC Köln: Der DFB sperrt Rav van den Berg für zwei Spiele.

Nach einem Handspiel sah er die erste Rote Karte in dieser Spielzeit für den 1. FC Köln, nun gibt es das Urteil: Der DFB sperrt Rav van den Berg für zwei Spiele.

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Bis zum vergangenen Samstag gehörte der FC zu den fairsten Mannschaften der Liga. Doch mit der Roten Karte gegen Rav van den Berg sind die Kölner in der Fairplay-Liste auf den neunten Rang abgerutscht. Der Innenverteidiger hatte bekanntlich mit einem Handspiel einen Diagonalpass der Eisernen unterbunden. Möglicherweise wäre Berlins Livan Burcu durch gewesen. Schiedsrichter Christian Dingert hatte die Situation so eingeschätzt, als hätte van den Berg eine klare Torchance verhindert. Und genauso wird die Aktion auch vom DFB beurteilt. Zumindest hat der Verband den Innenverteidiger für zwei Spiele gesperrt.

Zwei Spiele Sperre

„Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Rav van den Berg vom Bundesligisten 1. FC Köln im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen belegt“, lautet das genaue Urteil des DFB. Bei einer Roten Karte wegen Handspiels wäre auch eine Strafe von einem Spiel Sperre möglich gewesen. Damit wird dem FC ein weiterer Innenverteidiger im Januar für die beiden ausstehenden Partien der Hinrunde fehlen. Die Kölner spielen noch gegen den 1. FC Heidenheim und gegen den FC Bayern München, bevor dann das erste Rückrundenspiel ein Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz ist.

Der FC ist also auch weiterhin in der hintersten Reihe extrem gebeutelt. Timo Hübers und Luca Kilian fallen nach ihren schweren Verletzungen noch Monate aus. Joel Schmied wird erst frühestens im Trainingslager in Spanien wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Wie schnell der Schweizer eine Option für die Startelf ist, wird sich dann erst zeigen. Dominique Heintz hat sich zuletzt nach einer Muskelverletzung wieder stark gezeigt. Cenk Özkacar kommt bei den Geißböcken dagegen noch nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus. In der gesamten Hinrunde musste Lukas Kwasniok im Grunde improvisieren, ließ mit Eric Martel, Tom Krauß und Sebastian Sebulonsen mehrere positionsfremde Spieler in der letzten Kette ran.


Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Rav van den Berg sieht die Rote Karte
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Die Rote Karte war unnötig und wird den FC in den Januar begleiten, spielentscheidend war sie nicht

Mit der Roten Karte gegen Rav van den Berg veränderte sich die Dynamik des Spiels der Geißböcke gegen Union. Möglicherweise war sie spielentscheidend für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

Lange war es ein typisches 0:0-Spiel gegen die Köpenicker. So richtig überlegen war keine der beiden Mannschaften am Samstagnachmittag im Kölner Stadion. Nach der Roten Karte für Rav van den Berg gab es in der Nachspielzeit noch den Gegentreffer für den 1. FC Köln: Der Platzverweis war unnötig und verschärft die Abwehr-Misere.

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Eigentlich hatte Rav van den Berg einen mindestens soliden Abend abgerissen. Der Innenverteidiger der Kölner, der in den vergangenen Wochen so ein wenig als Hoffnungsträger der Kölner Abwehrmisere diente, kam auf die meisten Ballkontakte der Viererkette, baute das Spiel mit zahlreichen Pässen auf, von denen überragende 98 Prozent auch den Mitspieler fanden. Dann verpennte der Niederländer ein Abspiel von Marvin Schwäbe, bog den Fehler aber mit einer Grätsche geradeso noch aus. Anschließend folgte die folgenschwere Fehleinschätzung des Abfangens eines Diagonalpasses. Van den Berg unterband den Pass mit einem Handspiel, sah zur Überraschung der Zuschauer umgehend die Rote Karte. Nach Ansicht der Fernsehbilder eine mindestens vertretbare Entscheidung.

Lies auch: DFB spricht Strafe für Rav van den Berg aus

„Eine hundertprozentige Torchance“

Zwar wies van den Berg immer wieder daraufhin, den Ball mit der Schulter gespielt zu haben, doch die Bilder waren eindeutig. „Ich habe den Schiedsrichter nach dem Spiel kurz darauf angesprochen.
Er sagt zu mir, dass der Spieler blank alleine aufs Tor zuläuft. Ich habe ehrlicherweise nicht die gleiche Wahrnehmung gehabt“, sagte Thomas Kessler später. „Er sagt zu mir, es ist für ihn eine hundertprozentige Torchance, wenn er den Arm nicht dazu nimmt. Was soll ich jetzt anders dazu sagen, außer dass ich ihm das ja glauben muss.“ Tatsächlich gab es keinen Grund, die Rote Karte zurückzunehmen. „Wenn ich es jetzt so sehe auf dem Bild, dann geht er klar zur Hand und wenn der Schiri sagt, der geht danach allein aufs Tor, dann ist es eine Rote Karte“, sagte Dominique Heintz.

In Unterzahl war es für die Geißböcke natürlich fortan schwer. Für Lukas Kwasniok war sie am Ende des Tages „spielentscheidend“. Doch zur Wahrheit gehört eben auch, dass der FC bereits nach gut 20 Minuten den Faden zunehmend verloren hatte, ihn in der zweiten Halbzeit schon gar nicht mehr fand. So hatte Leopold Querfeld die Führung schon nach einer Stunde auf dem Kopf, aber Marvin Schwäbe rettete weltklasse. Die Kölner fanden dagegen in der Offensive überhaupt kein Mittel mehr, steigerten den xGoals-Wert von 0,3 zur Pause nur noch auf 0,5, während Union im Schlussdrittel erst in der letzten halben Stunde des Spiels in Erscheinung trat. Die Rote Karte veränderte sicherlich die Dynamik des Spiels, aber ob sie Spiel entscheidend war, ist im Nachhinein nicht zu klären.

Und wieder fehlt ein Innenverteidiger

Fakt ist, Union war in dieser Phase schon am Drücker, dem FC unterliefen in der Rückwärtsbewegung zunehmend Fehler und die Offensive war harmlos. Allerdings war die Kölner Hintermannschaft bei der gegnerischen Ecke absolut unsortiert. „Du kannst natürlich auch eine Standardsituation verteidigen. Aber gerade das Tor fällt aus dem Rückraum. Da rückt dann einer ins Zentrum, weil ein Mann weniger auf dem Platz ist und der Ball fällt ihm dann genau vor die Füße“, sagte Kessler. Sicher hätte sich der FC aber auch in Unterzahl besser sortieren können. So oder so wird van den Berg den Kölnern nun erst einmal fehlen. Wie lange ist noch unklar. Eine Rote Karte zieht bekanntlich mindestens ein Spiel Sperre mit sich. Bei der Verhinderung einer klaren Torchance kann es auch mehr geben.

Ein bitterer Rückschlag. Denn der FC ist bekanntlich besonders in der Defensive gebeutelt. Gerade ist Dominique Heintz als dritter nomineller Innenverteidiger wieder in den Kader zurückgekehrt. Joel Schmied wird frühestens im Trainingslager wieder eingreifen können. Ob es für Heidenheim schon reicht, erscheint aber mehr als fraglich. Die Rote Karte war also nicht nur unnötig und für die Begegnung gegen Union besonders ungünstig, sie wird dem FC auch zum Jahresbeginn noch wehtun.