Seit Mittwoch ist das Sommertransferfenster in Deutschland offiziell geöffnet — und für den 1. FC Köln bedeutet das vor allem eines: Der Countdown läuft. Denn die Ausstiegsklausel von Jakub Kaminski ist befristet. Mitte Juli wird Klarheit herrschen.
An der Geschäftsstelle am Geißbockheim war am Mittwochvormittag nicht wirklich viel von Hektik zu spüren. Vereinzelnd hatte das neue Trikot der Geißböcke Fans in den Fanshop gelotst. Der ganz große Andrang wie etwa vor einem Jahr, als der FC das schwarze Ausweichtrikot präsentierte, blieb aus. Wie fleißig hinter den Türen der Geschäftsstelle gearbeitet wurde, blieb natürlich verborgen. Doch es könnte schon sein, dass die Intensivität ab Mittwoch noch einmal steigt. Nicht nur, weil der Vorbereitungsbeginn in den Startlöchern steckt. Vielmehr, weil das Transferfenster seit dem Morgen auch offiziell geöffnet hat. Für viele Clubs ist es der Startschuss in eine heiße Transferphase, für den FC ist es zudem ein Countdown.

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Transferfenster öffnet
Denn mit der Öffnung des Transferfensters kann jederzeit eine der drängendsten Fragen dieses Transfersommers beantwortet werden. Nun kann auch rein formell die Ausstiegsklausel bei Jakub Kaminski aktiviert werden. Die Kölner haben aufgrund der Klausel bekanntlich keine Handhabe. Einigen sich Kaminski und ein Interessent auf persönliche Bedingungen, muss der FC die 20 Millionen Euro akzeptieren — ob er will oder nicht. Gut möglich, dass er will. Denn 20 Millionen Euro würden dem FC auf dem Transfermarkt ein gutes Stück weiterhelfen, auch, wenn nicht die gesamte Einnahme in Transfer-Ausgaben fließen würden. Rein wirtschaftlich wäre der Verkauf ein gutes Geschäft. Der FC hatte den Polen bekanntlich für 5,5 Millionen Euro verpflichtet und würde nahezu das Vierfache zurückbekommen. Sportlich aber wäre es ein empfindlicher Verlust. Kaminski war in der Vorsaison der zweitbeste Scorer, nahezu auf jeder Position Leistungsträger, der eigentliche Königstransfer des vergangenen Sommers. Ein adäquater Ersatz wird nicht leicht zu finden sein.
Zieht Brighton die Klausel?
Nach wie vor gilt Brighton & Hove Albion als heißer Anwärter. Allerdings sollen auch andere Clubs ein Interesse signalisiert haben. Und dem Vernehmen nach steht der Deal noch nicht ganz so kurz bevor, wie kolportiert. Das kann sich aber minütlich ändern. Der FC muss zunächst nicht in Gespräche involviert werden. In Köln schielt man möglicherweise auf Mitte Juli. Denn dann soll laut einem Bericht der „Bild“ die Ausstiegsklausel ablaufen. Dann wäre die Ablöse frei verhandelbar. Der FC könnte deutlich mehr verlangen, aber auch auf den Vertrag pochen. Für Clubs wie Brighton, die den Polen bereits seit Wochen beobachten, ist das ein klarer Anreiz, jetzt zu handeln.
Kaminski selbst hat seinen Premier-League-Traum mehrfach öffentlich kommuniziert – zuletzt erst vor wenigen Wochen in einem polnischen Interview. „Momentan spiele ich für den 1. FC Köln und habe noch vier Jahre Vertrag. Wenn sich die Chance bietet, weiterzukommen, will jeder Spieler diese natürlich nutzen. Manchmal ergeben sich solche Gelegenheiten nur einmal in der Karriere. Mein Traum war es immer, in der Bundesliga zu spielen, aber nach 104 Spielen und vier Saisons ist die Premier League mein nächstes Ziel“, sagte Kaminski. So oder so wird man in Köln froh sein, wenn diese Entscheidung gefallen ist. Denn dann kann auch die eigene Kaderplanung vorangetrieben werden. Nun auch offiziell. Denn das Transferfenster hat seit Mittwoch offiziell geöffnet.
