1. FC Köln gegen Leverkusen: Was für und gegen einen Heimsieg spricht

Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlagev Die Spieler des 1. FC Köln nach der Niederlage gegen Leverkusen gegen Leverkusen
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1. FC Köln gegen Leverkusen: Was für und gegen einen Heimsieg spricht

Für den FC steht am Sonntag schon das zweite Heimspiel gegen einen rheinischen Rivalen in dieser Saison an. Beim 2:1-Derbysieg gegen Mönchengladbach behielten die Geißböcke drei Punkte im RheinEnergieStadion. Und trotz einiger Gegenargumente spricht manches dafür, dass der 1. FC Köln auch das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen gewinnen kann.

Mangelhafte Punktausbeute gegen Top-Teams auf der einen, Heimstärke und temporeiche Offensive auf der anderen Seite: Gelingt dem FC gegen Bayer ein Entwicklungsschritt?

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Wer es mit dem FC hält, bezeichnet Spiele gegen Leverkusen eher als Nachbarschaftsduell denn als Derby. Aber aller Begriffsdiskussionen zum Trotz bergen diese Begegnungen stets Brisanz. So war Köln sowohl im DFB-Pokal 2024/25 als auch im Liga-Heimspiel im April dieses Jahres nah dran, dem rheinischen Rivalen mal wieder ein Schnippchen zu schlagen. Dennoch zog der FC in beiden Partien den Kürzeren. Ohnehin setzte es für die Geißböcke in den jüngsten fünf Duellen gegen die Werkself nur Niederlagen. Das lag auch an Kölner Defiziten, die die Mannschaft bis heute nicht abstellen konnte.

Was gegen einen Erfolg im Nachbarschaftsduell spricht

Der Effzeh tut sich in Sachen Weiterentwicklung in mehreren Bereichen schwer. Erstens, und das ist einer der größten Kritikpunkte der Kölner Fans, ist bei den Geißböcken viel zu selten eine klare Spielidee erkennbar. Und das, obwohl Trainer René Wagner bereits seit 15 Bundesligaspielen im Amt ist, inklusive einer Sommerpause zur Vorbereitung. Zweitens ist Köln kaum in der Lage, gegen tiefstehende Gegner spielerische Lösungen zu finden (das Pokalspiel gegen Union mal ausgenommen). Das wurde beim 1:1 am vergangenen Wochenende in Berlin einmal mehr deutlich.

Nun wird Leverkusen am Sonntag in Müngersdorf wohl kaum den Bus vorm Tor parken. Aber hier kommt drittens ins Spiel: Der Effzeh zeigt gegen die Top-Teams der Liga zwar regelmäßig ansprechende Leistungen, vergisst dabei aber das Punktesammeln. Vergangene Saison verlor man sämtliche Begegnungen mit Bayern, Dortmund, Leipzig, Stuttgart und Leverkusen. Gegen letztere gelang Köln in der Rückrunde immerhin einer der stärksten Auftritte unter Wagner – trotzdem verlor man 1:2. Und in dieser Spielzeit unterlag der FC bereits 1:4 in Stuttgart. Will man am Sonntag (15:30 Uhr, RheinEnergieStadion) nicht wieder gegen einen starken Gegner leer ausgehen, müssen Team und Trainer in puncto Entwicklung einen Schritt nach vorn machen.

Warum der FC gegen Bayer erfolgreich sein kann

Möglich ist das durchaus. Schließlich werden sich dem FC gegen eine offensiv ausgerichtete Mannschaft wie Bayer vermutlich Räume bieten. Und das schmeckt dem talentierten FC-Angriff in der Regel deutlich besser als angerührter Beton. Dann können die schnellen Saïd El Mala und Linton Maina ihre Stärken nämlich voll ausspielen. Und auch den fußballerischen Qualitäten eines Mikey Moore kommt mehr Platz in der gegnerischen Hälfte zugute – sofern er diesmal wieder von Beginn an ran darf.

Die derzeitige Heimstärke könnte ebenfalls dafür sprechen, dass die Geißböcke am Sonntag gegen Leverkusen punkten. Denn bisher schnitt Köln mit acht Punkten aus vier Spielen zuhause ordentlich ab – auch wenn die Spiele größtenteils alles andere als hohe Fußballkunst boten. Aber immerhin schlug der FC mit Hoffenheim eines der spielstärkeren Bundesliga-Teams und setzte sich auch im Derby gegen Mönchengladbach durch. Warum also nicht gegen Leverkusen nachlegen? Zumal der rheinische Rivale in der aktuellen Spielzeit bislang Konstanz vermissen lässt. Zuletzt verlor Bayer zuhause 2:4 gegen Stuttgart. Auswärts gewann die Werkself nur eins ihrer vier Spiele. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Nachbarschaftsduell sind aus Kölner Sicht also gegeben.

Zwei Heimsiege gegen Leverkusen und Gladbach in einer Saison: Das glückte dem FC letztmals ausgerechnet im Abstiegsjahr 2018. Für eine Wiederholung in dieser Spielzeit braucht man aber eine andere Leistung als vergangene Woche bei Union. Zudem müsste der 1. FC Köln endlich einmal größere Durchschlagskraft gegen einen deutlich favorisierten Gegner an den Tag legen, als das zuletzt der Fall war.

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Zwei Langzeitverletzte beim 1. FC Köln: René Wagner gibt Updates zu Ellyes Skhiri und Timo Hübers

Timo Hübers und Ellyes Skhiri fallen weiterhin aus
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Zwei Langzeitverletzte beim 1. FC Köln: René Wagner gibt Updates zu Ellyes Skhiri und Timo Hübers

Mit ein wenig Verzögerung ist es am Sonntag so weit: Ragnar Ache kehrt in den Kader zurück. Zwar lichtet sich das Lazarett, es gibt aber weiterhin verletzte Spieler. Und bei einigen ist einfach noch nicht abzusehen, wann sie zurückkehren. Zu Ellyes Skhiri und Timo Hübers gab René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz der Geißböcke ein Update. Aber nur bei einem der beiden ist ein Ende der Leidenszeit mittelfristig abzusehen.

Ende Oktober jährte sich die schwere Verletzung von Timo Hübers. Die Erinnerungen an das Spiel gegen Borussia Dortmund mögen so langsam verblassen, die schrecklichen Bilder sind bei vielen Fans aber noch im Kopf. Und bei dem Abwehrspieler wohl allemal. Hübers arbeitet hart an seiner Rückkehr. Dabei scheint diese aber nicht sicher. Auch Ellyes Skhiri hat sich verletzt, der Tunesier hofft auf eine baldige Genesung. Zu beiden äußerte sich René Wagner am Freitag.

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Die Verletzung von Timo Hübers hatte im Oktober vergangenen Jahres nicht nur die Spieler auf dem Feld geschockt. Auch bei den Fans sind die Szenen noch präsent. Eine genaue Diagnose hat der FC nie gegeben, die Bilder sprachen aber Bände. Der Innenverteidiger arbeitet seit mehr als einem Jahr also schon an seiner Rückkehr. „Wenn man hier steht, so wie heute gegen Union, dann will man da wieder hin“, hatte Hübers erst vor wenigen Tagen beim Pokal-Spiel der Kölner gegen Union Berlin gesagt. Doch wann das sein wird, ist aktuell nicht abzusehen. Denn Hübers Rekonvaleszenz ist auch von Rückschlägen geprägt. Im Sommer musste sich der Innenverteidiger einer zweiten Operation unterziehen. Nun heißt es wieder Reha, eine Rückkehr ist aktuell kein Thema. „Da es jetzt nicht unmittelbar ein Thema ist, denke ich da gar nicht viel drüber nach“, erklärte René Wagner. Zunächst müsse der Abwehrspieler seine Rehabilitation erfolgreich absolvieren und wieder das Vertrauen in sein Knie zurückgewinnen.

Timo Hübers und Ellyes Skhiri: Wagner gibt ein gemischtes Update

Der Weg hört sich also noch weit an. Und erst dann will sich auch Wagner Gedanken über die Rückkehr machen. „Ich glaube, der Junge braucht Zeit. Der braucht Ruhe“, sagt Wagner. „Hübi macht einen super Eindruck“, betonte der 38-Jährige. Der Innenverteidiger sei ein Spieler, der aufgrund seiner Persönlichkeit mit einer solchen Situation vergleichsweise gut umgehen könne. „Ich glaube, es ist nicht einfach, wenn man dann jeden Tag am Geißbockheim die Reha bewältigen muss und weiß, okay, das ist vielleicht eine Zeit, die noch ein paar Monate vor mir liegt“, erklärte Wagner. Zwischenzeitlich hatte man beim FC bekanntlich die Hoffnung, Hübers könne bereits zur Rückrunde wieder fit sein. Das hat sich längst zerschlagen. Nun geht es sogar um mehr als nur die baldige Genesung. „Er weiß, dass, wenn er jetzt nicht alles gibt in der Reha, dass es dann halt schwer wird für ihn, auch wieder zu dem Leistungsniveau zu kommen, bei dem er mal war.“

Ellyes Skhiri auf einem „sehr, sehr guten Weg“

Mehr als Abwarten bleibt dem Trainer nicht. „Ich hoffe nur das Beste für Hübi und, dass er zurückkommt und, dass er irgendwann wieder für uns auf dem Platz stehen kann“, sagte der FC-Coach. Schneller dürfte es zur Rückkehr von Ellyes Skhiri kommen. Der Tunesier erlitt im Derby einen Riss des Syndesmosebandes, fällt Monate aus. Doch das hindert den Mittelfeldspieler nicht daran, mit vollem Ehrgeiz zu arbeiten. „Wir haben heute Morgen noch darüber gesprochen, dass er auf einem sehr, sehr guten Weg ist“, sagte Wagner. „Ich glaube, aktuell tun wir gut daran, dass er erst einmal sauber seine Verletzung auskuriert“, erklärte der Trainer. Man müsse Skhiri die Zeit geben, „dass er auch sauber zurückkommen kann“. Die Hoffnung ist groß, dass der Routinier dann schon Anfang des kommenden Jahres wieder auf dem Platz stehen wird.

Damit zeichnet sich bei den beiden Langzeitverletzten ein unterschiedliches Bild ab. Während Skhiri zumindest auf eine Rückkehr auf den Trainingsplatz Anfang des kommenden Jahres hoffen darf, bleibt bei Hübers vorerst offen, wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Bei beiden hat die Genesung absoluten Vorrang.

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Warum Gideon Mensah beim 1. FC Köln auf der Bank sitzt: Für René Wagner die kniffligste Aufgabe, gleichzeitig eine rätselhafte

Gideon Mensah ist beim 1. FC Köln aktuell außen vor
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Warum Gideon Mensah beim 1. FC Köln auf der Bank sitzt: Für René Wagner die kniffligste Aufgabe, gleichzeitig eine rätselhafte

Gideon Mensah gehörte zu Beginn der Saison nicht nur einfach zum Stammpersonal, der Ghanaer war beim 1. FC Köln sogar einer der Stabilisatoren einer eher wackligen Defensive. Mittlerweile hat Borna Sosa dem Linksverteidiger den Rang abgelaufen. Und das ist angesichts seiner Leistungen eine erstaunliche Entwicklung. Der Trainer erklärte am Freitag, warum er dennoch auf den Kroaten setzt. Und doch bleiben Fragen.

Es ist eine unglaublich komplizierte Situation. Gideon Mensah kam als große Verstärkung nach Köln, avancierte zum Leistungsträger, war einer der wenigen guten Abwehrspieler in Begegnungen, in denen die Defensive besonders anfällig war und ist nun doch außen vor. Besonders ärgerlich: Es gibt keinen erkennbaren Grund für die Entwicklung.

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Möglicherweise freut sich Gideon Mensah besonders auf die bevorstehende Länderspielpause. Nicht nur, weil er dort wahrscheinlich Spielpraxis sammeln wird. Vielleicht auch, weil die vergangene Länderspielpause für ihn persönlich einen Bruch darstellte und er sich nun ganz sicher den nächsten wünscht. Denn bis zur vergangenen Unterbrechung war Mensah absoluter Stammspieler bei den Geißböcken. In den ersten vier Ligaspielen sowie im Pokal stand Mensah immer in der Startelf. Auch, wenn anders kommuniziert, der Eindruck Borna Sosa wäre der Backup des Ghanaers verstärkte sich. Doch ausgerechnet seit der Länderspielpause hat sich das Blatt gewendet. Denn in der Liga kam der Abwehrspieler seit dem nicht eine einzige Minute zum Einsatz. Mensah spielte noch im Pokal gegen Union, allerdings erst, als das Spiel bereits entschieden war – für neun Minuten.

René Wagner: „Ohne dass Gideon etwas falsch gemacht hätte“

Mensahs größtes Problem: An der Leistung hat die Ausbootung nicht gelegen. „Gideon hat die ersten Spiele gut gespielt. Dann war es ein Bauchgefühl vor Gladbach, mit Borna zu beginnen“, erklärte der FC-Coach am Freitag auf der Pressekonferenz nach Nachfrage von come-on-fc.com. „Ohne dass Gideon etwas falsch gemacht hätte oder uns gezeigt hätte, dass er nicht in die Mannschaft gehört. Ganz im Gegenteil: Er ist im Training jeden Tag mit viel Energie dabei, hat auch diese Woche super trainiert.“ Nun hat Sosa die Nase vorne, ist Stammspieler und es gibt keine Anzeichen, dass sich das schon bald ändert. „Er hat das echt gut gemacht und ist aktuell einen Hauch vor Gideon, das haben wir in dieser Woche auch besprochen“, sagte der Kölner Coach, der dann noch bemerkenswert hinterherschob: „Das ist wahrscheinlich die kniffligste Position aktuell im Kader.“

Nun hofft Mensah sicherlich auf die kommende Länderspielpause. Denn René Wagner deutet an: „Im Fußball ist es manchmal so, dass auf einer Position zwei sehr, sehr gute Spieler spielen und sich der eine durchsetzt. Wir kennen alle den Fußball lange genug – das kann sich schnell ändern.“ Gegen Leverkusen wird das noch nicht der Fall sein. Aber vielleicht dann eben nach dem Break – dann gegen die Bayern. Und da wird auf die Defensive sicherlich einiges zukommen.

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Ragnar Ache zurück beim 1. FC Köln, Moore zurück in die Startelf? Malek El Mala eher nicht: René Wagners Sturm-Plan gegen Leverkusen

Ragnar Ache kehrt wieder in der Kader des 1. FC Köln zurück
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Ragnar Ache zurück beim 1. FC Köln, Moore zurück in die Startelf? Malek El Mala eher nicht: René Wagners Sturm-Plan gegen Leverkusen

Mit dem Duell gegen Bayer Leverkusen verabschiedet sich der FC am Sonntag in die nächste Länderspielpause. Said El Mala wird dabei wohl wieder für die A-Nationalmannschaft auflaufen. Doch der Fokus richtet sich nun erst einmal auf das brisante Duell. Und da vor allem auf die Position des Stürmers. Denn mit Ragnar Ache kehrt ein Angreifer wieder zurück. Und auch Malek El Mala kommt in den Kader, eine Einsatzgarantie gibt es aber laut René Wagner nicht.

Nach seiner Verletzung im Testspiel gegen Viktoria Köln kann es nun zum Comeback von Ragnar Ache kommen. Der Stürmer ist wieder fit und wird somit auch für die Begegnung gegen Leverkusen eine Option, beginnen wird der Stürmer aber offenbar genauso wenig wie Malek El Mala.

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Schon zwei Mal hatten die Fans der Geißböcke auf die Rückkehr von Ragnar Ache vergeblich gewartet. Denn eigentlich sollte der Angreifer den Kölnern schon wieder gegen Union zur Verfügung stehen. Doch das Comeback hat sich herausgezögert. Nun ist der Stürmer wieder im Training und wird zu einer Alternative für das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen. „Ich glaube, dass Ragnar auf jeden Fall in einem besseren Zustand ist als noch vergangene Woche. Deswegen ist er auf jeden Fall eine Option für den Kader“, sagte René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz. „Wir haben eine schwierige Entscheidung zu treffen fürs Wochenende und ja, bis dahin haben wir noch zwei Tage. Aber Ragnar ist auf jeden Fall in einem Zustand, dass er eine Option sein kann. Mindestens um reinzukommen und ja, dann auch einen Impact auf das Spiel zu haben.“

Kommt Mikey Moore beim 1. FC Köln von Beginn an?

Das ganz offensichtlich von der Bank. Ache ist „erstmal noch nicht“ für die Anfangsformation vorgesehen. „Das ist auch aufgrund der Wiederkehr von der Verletzung normal, dass man nicht dann quasi aus dem ersten wirklichen Teamtraining direkt in die Startelf rutschen kann“, so der Trainer. Dass der Kölner Stürmer nicht zwangsläufig ein Kandidat für die erste Elf ist, liegt nicht nur an seiner Rekonvaleszenz. Denn Ache wurde in der Zwischenzeit vertreten. Gerade Said El Mala überzeugte im Pokal gegen Union Berlin. Und zuletzt sorgte Bruder Malek El Mala mit seinem Treffer zum 1:1 gegen die Eiserenen für eine tolle. Geschichte. „Wie wir uns dann am Ende entscheiden, das werden wir dann am Sonntag sehen. Aber ich glaube, dass Malek nicht nur durch das Tor, sondern auch durch seine Leistung im Training sich natürlich auch verdient hat, im Kader zu bleiben“, so Wagner.

Das ist aber keine Einsatzgarantie und offenbar erst recht nicht von Beginn an. „Er muss jetzt weiterhin bei uns gut trainieren, weiter seine Leistung bringen und dann glaube ich, wird er vielleicht irgendwann mal Kandidat sein. Ob das jetzt am Wochenende schon der Fall sein wird, werden wir sehen, aber die Chancen im Spiel sind ziemlich gering“, so Wagner. Vermutlich wird es also erst einmal auf die Offensivreihe der vergangenen Wochen ankommen. Ob Mikey Moore von Beginn an dabei ist, ließ der Trainer offen. Aber: „Die Chance ist auf jeden Fall nicht gering, dass er starten wird.“

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Folgt auf El Mala der nächste Debütant? Nilas Yacobi könnte beim 1. FC Köln seine Chance erhalten

Nilas Yacobi vom 1. FC Köln
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Folgt auf El Mala der nächste Debütant? Nilas Yacobi könnte beim 1. FC Köln seine Chance erhalten

Es war die große Geschichte des vergangenen Wochenendes beim 1. FC Köln. Malek El Mala debütierte im Auswärtsspiel gegen Union Berlin in der Bundesliga und traf mit seinem zweiten Ballkontakt zum 1:1-Ausgleich. Keine Woche später bringt sich schon der nächste Nachwuchsstürmer in Position. Nilas Yacobi ist Schlüsselspieler der U21 und könnte jetzt seine Chance bei den Profis bekommen. Unter der Woche hat er jedenfalls schon mit der Mannschaft von René Wagner trainiert – nicht zum ersten Mal.

Sieben Tore und sieben Vorlagen in 13 Einsätzen in der Regionalliga. Das sind die aktuellen Zahlen von Yacobi für die U21 des 1. FC Köln. Im Sommer durfte der Angreifer bereits die Vorbereitung mit den Profis bestreiten, unter der Woche stand er erneut mit der Wagner-Truppe auf dem Rasen. Bekommt er nach El Mala nun ebenfalls die Chance in der Bundesliga?

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Viele Fans waren überrascht, dass Wagner El Mala und nicht Yacobi in den Profi-Kader beorderte. Obwohl der Bruder von Starspieler Said El Mala bisher eine gute Saison in der Regionalliga spielt, war es eigentlich Yacobi, der die Offensive mit seinen Toren am laufen hielt. Ob die Entscheidung aufgrund des Profils, des Nachnamens oder Wagners Gefühl getroffen wurde, wird sich wohl nicht klären lassen. Klar ist allerdings: Die Entscheidung für El Mala hat sich sofort ausgezahlt. Mit seinem Treffer an der Alten Försterei sicherte der Angreifer den Geißböcken einen wichtigen Punkt gegen direkte Konkurrenz.

Dennoch bleibt die Situation im Kölner Angriff kompliziert. Ragnar Ache könnte gegen Leverkusen wieder eine Option sein, kommt aber aus einer Verletzung. Said El Mala und Marius Bülter haben es zuletzt ordentlich gemacht, haben ihre Stärken dennoch woanders. Dass Wagner nicht zurückschreckt, auf Talente zu setzen, hat er in Berlin mit der El-Mala-Einwechslung bereits bewiesen und in dieser Woche mit der erneuten Beförderung von Yacobi ins Profitraining erneut bestätigt.

Nilas Yacobi: Vom Testspieltor zum Profitraining

Im Sommer 2023 wechselte Yacobi aus Kopenhagen nach Wolfsburg, zwei Jahre später schloss er sich dem FC an. In seiner ersten Saison am Rhein konnte der Angreifer direkt insofern überzeugen, dass Wagner ihm und einigen anderen Talenten in der Sommervorbereitung die Chance gab, sich bei den Profis zu zeigen. Im Testspiel gegen Real Sociedad traf der Däne sogar. Obwohl der 19-Jährige im Anschluss viel Lob erntete, ging es zunächst zurück zur U21. Trotzdem scheint die Aussicht auf eine Chance mit den Profis seinen Ehrgeiz geweckt zu haben. Seitdem war Yacobi in zehn von elf Partien direkt an einem Tor beteiligt. Seine Quote ist hervorragend und speziell seine Flexibilität und Vielseitigkeit zeichnen ihn aus. Der Ex-Wolfsburger strahlt Torgefahr aus, kann aber auch selbst seine Mitspieler in Szene setzen und Treffer vorbereiten.

Wie Thielmann 2019? Ein Debüt gegen Leverkusen hat beim 1. FC Köln Tradition

Wie sich die Konkurrenzsituation im Sturmzentrum in den nächsten Wochen tatsächlich gestaltet, bleibt abzuwarten. Die Ache-Rückkehr bietet neue Optionen, die Sturmflaute wird er alleine aber auch nicht beenden können. Obwohl speziell das Pokalspiel gezeigt hat, dass Said El Mala auch in der Zentrale funktionieren kann, stellt sich trotzdem nach wie vor die Frage, ob der Youngster auf seiner gewohnten linken Außenbahn nicht wertvoller für das Team ist. Yacobi hat bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht und könnte eine weitere Option darstellen. Plötzliche Debüts von Jugendspielern gegen Leverkusen wären zudem nichts Neues in Köln. Im Dezember 2019 stand Jan Thielmann unerwartet in der FC-Startelf im kleinen Derby, half beim 2:0-Sieg und ist seitdem aus dem Profi-Kader nicht mehr wegzudenken. Vielleicht wiederholt sich diese Geschichte am Sonntag mit Yacobi.

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Der 1. FC Köln am Scheideweg: Wiederholt sich Geschichte am Sonntag?

René Wagner und Thomas Kessler beim Training am Geißbockheim
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Der 1. FC Köln am Scheideweg: Wiederholt sich Geschichte am Sonntag?

Mit neun Punkten aus acht Spielen belegt der 1. FC Köln aktuell Platz 13 der Bundesliga. Trotzdem ist die Situation angespannt. In den kommenden beiden Partien gegen Bayer Leverkusen und den FC Bayern sind die Geißböcke der klare Außenseiter. Da Teile der Konkurrenz in direkten Duellen punkten werden, droht dem FC nach zehn Spielen ein Abstiegsplatz. Dennoch ist die Stimmung rund um den Verein aufgrund des deutlichen Siegs im Pokal und dem gewonnenen Derby vor einigen Wochen gar nicht so schlecht. Die Ausgangslage erinnert beinahe schon an eine Situation vor einigen Jahren. Damals konnte der FC den Kopf noch aus der Schlinge ziehen – gelingt das am Sonntag erneut?

Partien gegen Bayer Leverkusen bringen immer eine gewisse Brisanz mit. Am Sonntag geht es für den 1. FC Köln im Duell mit dem Nachbarn allerdings um mehr, als nur um drei Punkte. Der Ausgang könnte den weiteren Saisonverlauf nachhaltig beeinflussen. Auch die Zukunft von René Wagner könnte auf dem Spiel stehen.

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Der 1. FC Köln hat sich schon einmal in einer vergleichbaren Situation befunden. Nach 14 Spieltagen in der Saison 2019/20 wackelte der Stuhl des damaligen FC-Trainers Markus Gisdol. Das Heimspiel gegen die Werkself galt als letzte Bewährungsprobe. Trotzdem traf Gisdol eine mutige Personalentscheidung. Anstatt auf die erfahrenen Marcel Risse oder Louis Schaub zu setzen, ließ er im rechten Mittelfeld erstmals ein junges Talent aus der eigenen Jugend auflaufen. Der Name dieses 17-Jährigen war: Jan Thielmann.

Das Debüt des Eigengewächses ist wohl eben so unvergessen, wie der spätere Spielverlauf. Nach einem Leverkusener Platzverweis traf Jhon Cordoba in der 73. Minute zur 1:0-Führung, kurz darauf folgte ein weiterer Platzverweis, bevor Sebastiaan Bornauw in der 84. Minute auf 2:0 erhöhte und damit den Heimsieg endgültig sicherte. Daran anschließend folgten sieben Siege aus den nächsten neun Spielen, die nicht nur Gisdol den Job sicherten, sondern die Geißböcke auch in der Liga hielten. Womöglich kann das anstehende Spiel gegen den Nachbarn von der anderen Rheinseite wieder so eine Euphorie entfachen.

Schlechte Karten in Fernduellen

Die Abstände sind nach etwa einem Viertel der Saison noch sehr klein. Zwischen Platz acht und 16 liegen lediglich vier Punkte und ein Spieltag kann alles auf den Kopf stellen. Aktuell sind die Geißböcke ein Teil dieser Gruppe, das kann sich allerdings bald schon geändert haben. Mit Bayer Leverkusen und dem FC Bayern stehen den Domstädtern zwei anspruchsvolle Aufgaben bevor. Niederlagen gegen diese beiden europäischen Spitzenmannschaften sind zwar keine Schande, könnten in der aktuelle Situation jedoch die weitere Saison entscheidend beeinflussen.

Mit Hamburg gegen Gladbach und Hoffenheim gegen Schalke treten an diesem Spieltag gleich mehrere Konkurrenten im direkten Duell gegeneinander an. Die entsprechenden Mannschaften haben also die Gelegenheit am FC vorbeizuziehen oder ihren Vorsprung auszubauen. Nach der Länderspielpause reist der FC nach München, wo mit dem Rekordmeister, der stärkste Gegner der Liga wartet. Erneut gilt ein Punktgewinn als unwahrscheinlich, während andere Teams die Chance haben zu punkten. Bei einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf Rang 17, ist ein Abstiegsplatz nach zehn Spieltagen nicht auszuschließen. Sollte dieses Szenario eintreten, dann könnten auch die Tage von Wagner als Cheftrainer gezählt sein. Vielleicht kommt es aber auch ganz anders.

Einzelne Spiele überschatten das Hauptgeschäft

Obwohl der FC vor einigen Herausforderungen steht, ist die Stimmung bei den Kölner Fans in Ordnung. Gründe dafür dürften vor allem der Derbysieg vor rund einem Monat und der furiose Auftritt im Pokal sein. Solche Spiele können Probleme überschatten und die Laune hochhalten. Das Derby gilt für viele Fans als das wichtigste Spiel der Saison. Dennoch können auch gegen den Rivalen vom Niederrhein nur drei Punkte erzielt werden. Gegen andere direkte Konkurrenten wie den HSV, Schalke 04 und Werder Bremen wurde hingegen nicht gewonnen. Punkte, die zum Saisonende fehlen können.

Ähnliches gilt für das Pokalspiel. Der 5:0-Sieg hat gezeigt, dass der FC Spiele dominieren und gewinnen kann. Pokalspiele sind zudem etwas besonderes und bleiben in Erinnerung. Für das Ligageschäft bringen sie trotzdem nicht viel. Ex-Kapitän Jonas Hector erklärte kürzlich in seinem Podcast „Schlag & Fertig“, dass Pokalwettbewerbe für ihn immer eher lästig waren. Sein Hauptargument: Sie lenken vom Hauptgeschäft ab und das ist nun mal die Liga. Hector soll Steffen Baumgart sogar gebeten haben, ihn in der Conference League zu schonen, damit er am Wochenende uneingeschränkt fit ist. Ähnliches könnte auch gerade am Geißbockheim passieren. Durch den Erfolg im Pokal und den Sieg gegen den größten Rivalen wird ausgeblendet, wie ernst die Situation um den FC ist bzw. wie ernst sie bald schon sein kann. Ein Sieg gegen Leverkusen würde helfen, diese Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen.

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Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala über die „Riesenklub“-Gerüchte und seinen Champions-League-Traum

Said El Mala beim Training der DFB-Elf
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Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala über die „Riesenklub“-Gerüchte und seinen Champions-League-Traum

Für Said El Mala vom 1. FC Köln läuft es aktuell rund. Mit fünf Scorerpunkten liegt der Kölner auf Platz zwei im mannschaftsinternen Vergleich, Bruder Malek feierte sein Bundesliga-Debüt und zum zweiten Mal in Folge wurde der 20-Jährige nun von Jürgen Klopp für den DFB-Kader nominiert. Im Sky-Interview äußerte sich El Mala unter anderem zu seiner Nominierung.

Der Aufstieg des Kölner Shootingstars war kometenhaft, der Hype hält an – und Said El Mala liefert. Die erneute Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft bestätigt die gute Form des Spielers der Geißböcke.

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„Said ist Said“, sagte Jürgen Klopp am Donnerstag und brachte es damit auf den Punkt. Egal in welcher Art und Weise man diese Worte auslegen mag, der Kölner Youngster ist ein Ausnahmespieler – und scheint es aktuell auch zu bleiben. Denn nachdem der 20-Jährige in der vergangenen Länderspielpause sein DFB-Debüt in Klopps XXL-Kader feiern durfte, nominierte dieser ihn nun für den 24 Mann starken deutschen Kader. Im Interview mit Sky Sport erzählte El Mala vom Gespräch mit dem Nationaltrainer. “Es ist ganz entspannt. Er ruft dich an und sagt dir, dass du wieder dabei bist“, sagt der gebürtige Krefelder erstaunlich unaufgeregt. „Diesmal hat er mich darauf angesprochen, dass es ihn gefreut hat, dass mein Bruder reingekommen ist (ins Spiel des 1. FC Köln bei Union Berlin, Anm. der Red.) und ein Tor gemacht hat und es ihn gefreut hat, wie wir gemeinsam gejubelt haben. Das habe ich auch direkt Malek erzählt, der hat sich auch sehr gefreut.“

Said El Mala über seine neue Rolle beim 1. FC Köln 

Bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz traf der ältere El-Mala-Bruder als Joker und sicherte den Kölnern so immerhin noch einen Punkt in Berlin. Der jüngere Said ist bei den Geißböcken gesetzt, auch wenn sich seine Rolle – nicht zuletzt auch aus personellen Gründen – etwas gewandelt hat. „Ich habe meine Position ein bisschen verändert. Das tut mir sehr, sehr gut. Ich fühle mich sehr wohl da“, so Said El Mala. Auch Klopp sieht in der Veränderung einen Gewinn. „Er spielt in Köln eine leicht angepasste Position. Das tut ihm gut. Einem Jungen, der sein Leben lang auf einer Position gespielt hat, tut es sicher gut, das Spielfeld aus einer anderen Perspektive zu sehen, um dann den Fußball-IQ zu erhöhen“, so der Nationaltrainer.

Gedoppelt, gedreifacht: El Mala will unberechenbarer werden 

Und Said strebt bereits nach Neuem: „Ich möchte auf meiner Position noch ein bisschen unberechenbarer werden, sodass die Gegner sich nicht drauf einstellen. Ich glaube, letztes Jahr war ich noch nicht auf dem Schirm, da ging es noch gut. Jetzt ist man auf dem Schirm von den Mannschaften und den Spielern und da wird man schon gedoppelt oder gedreifacht.“ Für die Zeit bei der Nationalelf hat sich der Kölner klare Ziele gesetzt: „Ich kenne meine Themen, daran habe ich in der letzten Zeit gearbeitet. Ich freue mich sehr darauf, nächste Woche anzureisen und will wieder Gas geben wie beim letzten Mal.“ Dazu versuche er, locker zu bleiben. „Bei den ersten beiden Malen war ich natürlich nervös und angespannt. Ich glaube, das ist normal, aber ich kenne die Abläufe jetzt mittlerweile und ich glaube, dass ich das jetzt schon ein bisschen einfacher sehe.“

Der Traum von der Champions League

Wie erfolgreich der Kölner auf internationalem Parkett agieren wird und wie viel Einsatzzeit ihm Klopp zugesteht, werden die beiden anstehenden Länderspiele zeigen. Auch, ob El Mala weiterhin an seine Erfolge anknüpfen kann. Für das Erreichen seiner Zukunftsziele hat der 20-Jährige allerdings noch genug Zeit. „Träume gibt es immer. Ich will irgendwann viel erreichen. Ich will irgendwann Champions League spielen. Und wann der Moment kommt, das kann ich nicht sagen. Das wird irgendwann passieren“, gibt sich El Mala selbstbewusst. Möglich, dass der Traum schneller in Erfüllung geht als gedacht. Denn bekanntlich bringen sich bereits die ersten Vereine in Stellung.

Erst vor wenigen Tagen war der Spieler wieder mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht worden. „Das ist ein Riesenklub. Und ich habe es auch gelesen. Aber was ich damit anfange, weiß ich nicht“, sagt El Mala. „Ich habe es letztes Jahr auch schon oft gesagt, wo die ganzen Gerüchte reinkamen, dass ich mich einfach nur hierauf konzentrieren möchte. Ich möchte einfach gut spielen, meine Leistungen bringen, dem FC helfen, so wie die mir helfen. El Mala wolle die Stadtund den Verein glücklich machen. Aber: „Ich habe mich für Köln entschieden, weil ich mich einfach wohlgefühlt habe. Ich wollte nicht raus hier“, so der 20-Jährige. „Natürlich hat man sich alles angehört, das ist ja auch normal. Aber ich habe viel mit dem Vorstand gesprochen, mit dem Trainer. Ich habe die Planung an der Mannschaft gehört. Und wie ich es jetzt so sehe, ist das genauso umgesetzt worden. Wir haben mehr Zocker bekommen, die man auch einfach braucht.“ Vor allem aber scheint der FC diesen Zocker zu brauchen.

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Kein Standard-Gegentor mehr: Hat der 1. FC Köln seine alte Schwäche abgestellt?

Wieder ein Gegentreffer nach einer Standardsituation
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Kein Standard-Gegentor mehr: Hat der 1. FC Köln seine alte Schwäche abgestellt?

21 Gegentore nach Standards kassierte der 1. FC Köln in der vergangenen Saison, so viele wie kein anderer Bundesligist. Auch der Start in die neue Spielzeit lief kaum besser. Seit der Länderspielpause hat sich das Bild gewandelt: Manndeckung bei Ecken, eine besetzte Strafraumkante und die Dreierkette zeigen Wirkung.

Der FC und seine Anfälligkeit nach gegnerischen Standards sind schon seit langer Zeit ein Thema bei den Geißböcken. Zuletzt konnte sich die Mannschaft in der Defensive aber stabilisieren, kassierte wettbewerbsübergreifend in den vergangenen drei Spielen nur einen Gegentreffer – und dieser fiel nicht durch einen Standard.

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Die Zahlen aus der Saison 2025/26 waren erschreckend. Sage und schreibe 21 Gegentore kassierten die Kölner nach Standards, sieben davon durch Elfmeter. Keine Mannschaft aus der Bundesliga war in dieser Statistik so schwach wie der FC. Im Februar 2026 zogen der damalige Coach Lukas Kwasniok und Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler personelle Konsequenzen. Sie entließen Co-Trainer Hannes Dold vor dem Duell gegen RB Leipzig, der bis zu dem Zeitpunkt für die Standards zuständig war. Der heutige Chefcoach René Wagner sowie Frank Kaspari übernahmen damals die Dold-Aufgabe, bekamen das Problem kurzzeitig auch in den Griff. Die Zuteilung in der Hintermannschaft wirkte koordinierter und die Rollenverteilung klarer. In den folgenden vier Spielen kassierten die Kölner kein Standard-Gegentor. Doch auch sie bekamen die Anfälligkeit nach Standards nicht langfristig in den Griff. So zog sich diese Schwäche bis in die laufende Spielzeit hinein.

Vier Standard-Gegentore in sechs Spielen: Der schwache Saisonstart

Vor der Saison holte sich Wagner dann Kevin McKenna in seinen Trainerstab. Er, so wie Analyse-Coach Denis Huckestein, sollten die Standardanfälligkeit in den Griff bekommen. In den ersten sechs Bundesliga-Duellen konnte man davon jedoch wenig sehen. Fünf Gegentreffer nach Standards standen schon wieder auf dem Konto der Kölner, vier davon kassierte man nach gegnerischen Ecken. Beim Spiel gegen die TSG besetzte der FC nach einer Ecke die Strafraumkante nicht. So landete der Ball über Umwege bei Adam Daghim, der das 1:0 erzielte. Den zweiten Gegentreffer erzielte Ozan Kabak nach einer Ecke. Im Sechzehner stimmte bei den Domstädtern die Zuteilung nicht. Der türkische Nationalspieler konnte sich einfach so gegen zwei Kölner im Kopfballduell durchsetzen. Auch gegen Werder Bremen besetzte der FC bei gegnerischen Ecken nicht immer die Strafraumkante. Dadurch eroberten die Gäste häufig die zweiten Bälle. Ebenfalls rückte die Mannschaft gleich mehrere Male nach Klärungsaktion zu langsam aus dem Sechzehner heraus.

Beim 1:1 kontrollierte Jahmai Simpson-Pusey dann nach einer Ecke den Ball im Strafraum nicht ordentlich. Niclas Füllkrug schaltete am schnellsten und netzte ein. Die Kölner Spieler sahen gefühlt nur zu. Im Volksparkstadion köpfte HSV-Profi Nicolas Capaldo am vierten Spieltag nach einem Eckball vollkommen frei zur Führung ein. Wieder einmal stimmte die Zuteilung in der Hintermannschaft nicht. Die FC-Profis standen einfach zu weit von ihren Gegenspielern weg. Wagner ließ sich nach dem Spiel seinen Missmut über die Standardanfälligkeit auch deutlich anmerken: „Warum das Gegentor fällt, wissen wir. Wir haben nicht so gestanden, wie wir besprochen haben. Das müssen wir mit den Jungs besprechen. Unter Stress macht man Fehler. Es tut mir weh, weil ich sehe, mit wie viel Akribie die Jungs daran jede Woche arbeiten.“ Nach einer schwachen Vorsaison – in Bezug auf die Standards – war von einer Verbesserung bis dato nichts zu erkennen.

Mann gegen Mann: Was der 1. FC Köln bei Standards verändert hat

In der Länderspielpause ließ der FC-Coach dann Standards bis zum Abwinken trainieren. McKenna und Huckestein unterbrachen immer wieder die Einheiten, um Anpassungen vorzunehmen. Und tatsächlich haben diese gefruchtet. In den fünf Spielen nach der Länderspielreise kassierten die Kölner wettbewerbsübergreifend eben kein Standardtreffer mehr. Eben nur nach einem Einwurf: Im Duell mit der Eintracht kombinierten sich die Hessen nach einem Einwurf durch die Hintermannschaft der Kölner und erzielten den spielentscheidenden Treffer. Doch abseits davon ist eine klare Steigerung bei gegnerischem Standard zu erkennen.

Beispielsweise verteidigten die Kölner beim Spiel gegen Schalke bei Ecken Mann-gegen-Mann. Zudem wurde immer mindestens ein Spieler an die Strafraumkante gestellt. Dadurch sollen zweite Bälle abgefangen und Konter eingeleitet werden. Im Spiel gegen die Borussia gab es eine klarere Rollenverteilung und es wurde enger am Gegenspieler abgesichert. Zuvor verteidigte der FC auch gerne mal im Raum. Dadurch entstanden häufig mehr Absprachefehler im Strafraum. Die Mann-gegen-Mann-Verteidigung funktioniert da deutlich besser. Auch im Zweikampfverhalten zeigten die Kölner ein besseres Durchsetzungsvermögen, sowohl in der Luft als auch am Boden. Beim Bundesligaspiel gegen Union verursachte der FC sogar nur zwei Ecken über die gesamte Spielzeit. Durch die Umstellung auf die Dreierkette verfügt das Team zudem über einen Defensivmann mehr. Das erleichtert die Zuteilung bei gegnerischen Standards.

Nur eine Phase? Die Tendenz zeigt sich erst im Winter

Im Schnitt lässt der FC in dieser Saison sechs Ecken pro Spiel zu, der Ligadurchschnitt liegt bei 5,3. Die Kölner reihen sich in dieser Statistik also im gesunden Mittelfeld ein. Elfmeter verursachte der Klub lediglich einen gegen die TSG Hoffenheim. Marvin Schwäbe parierte den Strafstoß von Max Moerstedt sogar. Insgesamt kann festgehalten werden, dass sowohl die Rollenverteilung nach Standards als auch die Zuteilung zu den Gegnern klarer definiert wirken als noch vor der Länderspielpause. Eine deutliche Tendenz wird sich jedoch erst in Richtung Winterpause abzeichnen. Dann lässt sich klarer erkennen, ob die stabilere Defensive nur eine Phase war oder doch durch die Anpassungen des Trainerstabs langfristig von Erfolg gekrönt ist.

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In einer früheren Fassung des Textes wurde der Gegentreffer nach einem Einwurf als Standard-Gegentor gezählt. So wird der Treffer auch in einigen Statistiken gezählt. Wir orientieren uns aber an der DFL. Somit gab es keinen Gegentreffer nach der Länderspielpause.

So erklärt Jürgen Klopp die Nominierung von Said El Mala: „Said ist Said“

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So erklärt Jürgen Klopp die Nominierung von Said El Mala: „Said ist Said“

Die große Enthüllungs-Show gab es dieses Mal nicht, den großen Kader bei der DFB-Elf aber auch nicht. Aber für den 1. FC Köln immerhin einen großen Grund zur Freude. Am Donnerstag hat der DFB den Kader für die deutsche Nationalmannschaft für die kommenden Spiele bekannt gegeben. Und Said El Mala ist wieder dabei. Und Bundestrainer Jürgen Klopp hat auch erklärt, warum er wieder auf den Kölner Youngster setzt.

Said El Mala wird auch in der kommenden Woche wieder zur Nationalmannschaft fahren. Das hat der DFB am Donnerstag bekannt gegeben. Seine Nominierungen erklärte der Bundestrainer allerdings dieses Mal nicht auf einer Pressekonferenz, sondern in einem vom DFB veröffentlichten TV-Interview.

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Und genau darin erklärte Jürgen Klopp auch, warum er sich für den Shootingstar der Geißböcke entschieden hat. „Said ist Said“, sagt Klopp mit einem breiten Lächeln. „Man kann sich ja alles mögliche noch vorstellen, was da in der Zukunft noch kommt. Er spielt in Köln eine leicht angepasste Position. Das tut ihm gut.“ Tatsächlich hat El Mala zuletzt immer öfter eine Rolle in der vordersten Kette eingenommen. Das allerdings auch ein wenig aus der Not geboren. Denn bekanntlich waren mit Thijs Dallinga und Ragnar Ache die beiden nominellen Zielstürmer ausgefallen. Auch Imad Rondic stand zuletzt nicht zur Verfügung. Zwar ist El Mala wahrlich kein Zielstürmer, doch Wagner passte die Funktion des Youngsters an. „Einem Jungen, der sein Leben lang auf einer Position gespielt hat, tut es sicher gut, das Spielfeld aus einer anderen Perspektive zu sehen, um dann den Fußball-IQ zu erhöhen. Das wäre bei allen Spielern das gleiche, bei Said ist das jetzt der Fall“, sagt Klopp.

Said El Mala hofft auf weitere Einsätze

El Mala war im September bereits zum zweiten Mal für die DFB-Elf nominiert worden. Bei seiner ersten Einladung vor einem Jahr wurde der Offensivspieler vom damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht berücksichtigt. Zunächst saß El Mala auf der Bank, anschließend ging es (abgesprochen) zur U21. Der Angreifer machte sich auch Hoffnungen auf einen Platz im WM-Kader, doch der Traum ging ebenfalls nicht in Erfüllung. Erst im Oktober feierte der 20-Jährige dann sein Debüt, avancierte damit zum 44. Kölner Nationalspieler. Dass er es nun wieder in die Auswahl geschafft hat, war aber keine Selbstverständlichkeit. Zum einen wählte Klopp für seinen ersten Kader in neuer Funktion 44 Spieler aus, dieses Mal nur 24. Zum anderen war die Leistung El Malas insgesamt durchwachsen. Karim Adeyemi überzeugte beispielsweise in beiden Begegnungen. Doch der Spieler des FC Barcelona ist nicht mit dabei. Nun darf der Kölner auf weitere Einsätze hoffen.

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Zweite Klopp-Nominierung: Said El Mala vom 1. FC Köln wurde erneut für den DFB berufen

Said El Mala und Bundestrainer Jürgen Klopp (Foto: Alex Grimm/ getty images)
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Zweite Klopp-Nominierung: Said El Mala vom 1. FC Köln wurde erneut für den DFB berufen

Said El Mala vom 1. FC Köln wurde zum zweiten Mal für die deutsche Nationalmannschaft berufen. Nach seinem Debüt im Oktober steht der Kölner Angreifer nun auch im zweiten Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp. In den beiden Partien gegen Serbien (13. November, 20:45 Uhr, Belgrad) und die Niederlande (16. November, 20:45 Uhr, Berlin) soll El Mala helfen, den Einzug in das Nations-League-Viertelfinale zu sichern.

Obwohl sein Einstand noch nicht der glücklichste war, setzt Klopp erneut auf den FC-Angreifer, der sich zuletzt wieder verbessert zeigte. Die Konkurrenz in der deutschen Offensive ist groß und El Mala muss sich auf seiner Position mit Spielern wie Florian Wirtz, Wael Mohya und Derry Scherhant messen. Dass der Youngster trotzt Kaderverkleinerung weiterhin Teil des Aufgebots ist, zeigt jedoch, dass der Bundestrainer von seinen Stärken überzeugt ist.

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Bereits zur Weltmeisterschaft im Sommer wurde er von vielen Fans gefordert, jetzt scheint Said El Mala endgültig seinen Weg in die Nationalmannschaft gefunden zu haben. Nach seinem Debüt im 44-Mann-Kader im Oktober, steht der Offensivspieler nun erneut auf der Liste der nominierten Spieler. Gegen Serbien und die Niederlande kann der 20-Jährige seine Länderspiele drei und vier absolvieren. In welcher Rolle das passieren wird und auf wie viel Einsatzzeit er dabei überhaupt kommt, wird sich noch zeigen. Die Berufung an sich ist dabei aber schon ein Zeichen, dass Jürgen Klopp von dem Kölner überzeugt ist. In der deutschen Offensive könnte er mit Spielern wie Kai Havertz, Florian Wirtz und Niclas Füllkrug zusammenspielen, der erstmals wieder dabei ist.

Zweite Chance nach überschaubarem Debüt

Das erste Spiel des kommenden DFB-Lehrgangs findet am 13. November in Belgrad gegen Serbien statt. Im Hinspiel lief El Mala erstmals für Deutschland auf. Beim 2:0-Sieg in München wurde er zur Halbzeit für Serge Gnabry eingewechselt, konnte im Anschluss jedoch nicht wirklich überzeugen. Der Dribbler wirkte wenig ins Spiel eingebunden und nicht eingespielt mit seinen neuen Teamkollegen. Beim 0:0 in Griechenland wenige Tage später kam der Kölner Fanliebling in der 63. Minute in die Partie, konnte aber erneut keinen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie nehmen. Gleichzeitig zeigte sein Konkurrent Derry Scherhant in beiden Spielen eine vielversprechende Leistung, die ihn für viele Fans und Experten zum Gewinner der beiden Partien machten.

In der Zeit seitdem ist jedoch einiges passiert. El Mala befreite sich aus seinem kleinen Formloch und zeigt wieder, warum er für den FC in der letzten Saison so unverzichtlich war. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach entschied er die Partie, im Pokalspiel gegen Union Berlin glänzte der Angreifer mit zwei Toren und einer Vorlage. Seit der Übernahme von René Wagner ist El Mala gesetzter Stammspieler in Köln. In der Nationalmannschaft könnten allerdings wieder Qualitäten gefordert sein, die er vor allem unter Lukas Kwasniok immer wieder zeigte. Beim ehemaligen FC-Coach saß der Rechtsfuß oft zunächst auf der Bank, nur um dann in der zweiten Halbzeit nach Einwechslung das Spiel zu entscheiden. Diese Rolle könnte El Mala jetzt auch beim DFB einnehmen. Die Nominierung zeigt aber eins ganz klar: Egal in welcher Rolle, Klopp will den Kölner dabeihaben.

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