Linton Maina jubelt über seinen Treffer
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Gladbachs große Schwäche könnte für den 1. FC Köln zur Derby-Chance werden

Borussia Mönchengladbach hat vor dem Derby gegen den 1. FC Köln ein auffälliges Problem: Sieben der bislang 16 Gegentore fielen in der Schlussviertelstunde. Ausgerechnet diese Schwäche könnte den Geißböcken in die Karten spielen. Denn die Kölner haben bereits gezeigt, wie gefährlich ihre Einwechselspieler werden können.

Ein Derby ist kein normales Spiel. Die aktuelle Form rückt in den Hintergrund und die Partien sind emotionaler als alle anderen. Der Sieger kann sich bei seinen Fans einen Kredit erspielen, für den Verlierer fällt die Kritik dafür umso härter aus. Beide Clubs hätten diesen Befreiungsschlag aktuell dringend nötig. Während die Gäste unter ihrem neuen Trainer Alexander Blessin zeigen wollen, dass sie noch Spiele gewinnen können, könnte für das Team von René Wagner ein anderer Aspekt entscheidend werden. Gladbach kassiert den Großteil ihrer Gegentreffer in der zweiten Halbzeit, gleichzeitig ist der FC genau dann gefährlich.

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Beide rheinischen Vereine hatten sich den Saisonstart wohl anders vorgestellt. Die Geißböcke belegen mit vier Punkten Platz 13, Gladbach ist als einziges Team noch ohne Punktgewinn und damit Träger der roten Laterne. Die Partie am Sonntag könnte Aufschluss darüber geben, wie die nächsten Wochen verlaufen werden. Jetzt ist allerdings schon klar: Das Derby zählt gleich aus mehreren Gründen mindestens doppelt. Dafür wird nicht nur der Spielbeginn, sondern auch die Schlussphase entscheidend werden. Für den FC könnte genau hier die Chance liegen.

Sieben Gegentore in der Schlussviertelstunde: Gladbachs Schwäche

In den bisherigen vier Partien kassierten die Fohlen bereits 16 Gegentore. Schaut man sich den Zeitpunkt dieser Treffer genauer an, ist ein klares Muster erkennbar. Zehn Tore fielen in der zweiten Halbzeit und alleine sieben in der Schlussviertelstunde. Dem Team vom Niederrhein fehlt bisher der lange Atem, weshalb sie hinten raus Probleme bekommen. Gegen Elversberg verspielten die Kölner Rivalen kurz vor Ende noch eine Führung und mussten sich mit 4:3 geschlagen geben. Der FC erzielte hingegen einen großen Teil seiner Treffer im zweiten Durchgang. Zudem bewies Wagner bisher ein glückliches Händchen bei seinen Einwechslungen. Eingewechselte Spieler waren bisher an vier Treffern beteiligt und erzielten davon drei selbst. Nur beim 1. FSV Mainz 05 fielen bisher mehr Tore im Zusammenhang mit Spielern, die zunächst auf der Bank saßen. Diese Qualität könnte Köln am Wochenende einen späten Derbysieg bescheren – knappe Siege sind bekanntlich am schönsten.

Welche Joker könnten für den 1. FC Köln das Derby entscheiden?

Ein Derby bietet Spielern die Chance, sich auf ewig in die Herzen der Fans zu spielen. Akteure wie Elvis Rexhbecaj oder Kingsley Schindler werden bis heute mit entscheidenden Toren gegen Rivalen in Verbindung gebracht. Selbst Vereinslegende Marcel Risse wird zunächst mit seinem Traumtor gegen Gladbach assoziiert. Wer kann diese Rolle am Sonntag einnehmen?

Trotz der schmerzhaften Ausfällen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga verfügt der FC in der Offensive über viel Qualität. Nationalspieler Said El Mala, Derbyspezialist Mikey Moore oder Flügelflitzer Linton Maina strahlen stets Torgefahr aus. Sie alle dürften jedoch in der Anfangsformation stehen. Ein spielentscheidender Treffer nach Einwechslung ist beispielsweise Jan Thielmann zuzutrauen. Der Offensivspieler hat seinen Platz in der Startelf zwar zuletzt verloren, kann sich jedoch durch Kampf und Fleiß in jedes Spiel reinarbeiten. Marius Bülter ist ebenfalls ein Kandidat, der in der Vergangenheit schon bewiesen hat, dass er eine Partie spät entscheiden kann. Womöglich kommt auch der große Moment von Imad Rondic. Diese Geschichte wäre wohl zu schön, um wahr zu sein. Häufig sind es auch die Spieler, bei denen man es am wenigsten erwartet. Am Ende dürfte es Spielern, Verantwortlichen und Fans wohl egal sein, wann das Tor fällt und wer es erzielt. Das Wichtigste ist: Die Punkte müssen in Köln bleiben.

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