Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Marius Bülter vom 1. FC Köln
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Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Nach einem bockstarken Saisonstart konnte Marius Bülter im weiteren Saisonverlauf nur selten überzeugen. Rechtzeitig vor der Partie gegen Werder meldete sich der 33-jährige nun mit seiner Vorarbeit zum 2:2 in Frankfurt zurück. Und eine besondere Statistik macht Hoffnung, dass der Stürmer im Abstiegskrimi eine wichtige Rolle spielen könnte beim 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.

Viele seiner bisherigen Spiele gegen Werder Bremen dürfte Marius Bülter in guter Erinnerung behalten haben. Kann der FC-Stürmer im Abstiegskracher gegen die Hanseaten zum entscheidenden Trumpf für die Geißböcke werden?

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Nach zwei Spieltagen hatte es Marius Bülter erst einmal allen gezeigt, die seinen Transfer von der TSG 1899 Hoffenheim zum 1. FC Köln kritisch gesehen hatten. Im Auftaktspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 köpfte der 1,88 Meter große Offensivspieler eine Waldschmidt-Flanke mustergültig zum 1:0-Sieg in die Maschen. Eine Woche später schoss Bülter beim 4:1-Heimerfolg über den SC Freiburg nicht nur das 2:0, sondern bereitete zudem die Tore von Jakub Kaminski und Jan Thielmann vor. Und auch beim 3:3 am dritten Spieltag in Wolfsburg zeigte er eine ordentliche Leistung.

Schwierige Phase nach überragendem Start

„Bülti“ hatte also einen sehr entscheidenden Anteil daran, dass die Geißböcke ihr Punktekonto als Aufsteiger zu Saisonbeginn ordentlich füllen konnten. Nicht nur für den 1. FC Köln, sondern auch für den Neuzugang selbst ein Auftakt nach Maß. Und der ließ hoffen, dass der gebürtige Ibbenbürener dauerhaft die so dringend benötigte Verstärkung für die Kölner Offensive sein würde. Aber wie heißt es eben manchmal in Kölle: „Et bliev nix wie et wor“. 

Nach einer verletzungsbedingten Pause an den Spieltagen fünf und sechs konnte sich der flexible Offensivspieler in der Hinrunde nur noch mit einer Torvorlage (beim 1:1 gegen den FC Augsburg) und einem Treffer (beim 3:4 gegen Eintracht Frankfurt) in die Scorer-Listen eintragen. Ansonsten folgte viel Leerlauf mit durchwachsenen bis schwachen Leistungen und zum Teil wenig Einsatzzeiten. So konnte auch Bülter nicht verhindern, dass der FC von den vergangenen 19 Bundesligaspielen gerade einmal zwei gewinnen konnte und bis auf Platz 15 abrutschte.

Bülter im Abstiegskampf zurück zu alter Stärke?

Trotzdem könnte er im anstehenden Abstiegsendspiel gegen Werder Bremen einer der zentralen Akteure werden. Dafür spricht zum einen, dass der 33-Jährige am vergangenen Spieltag in Frankfurt nur eine Minute nach seiner Einwechslung das 2:2 durch Alessio Castro-Montes vorbereitete. Die Formkurve des Stürmers könnte also gerade rechtzeitig zum Saison-Endspurt wieder nach oben zeigen. Zum anderen ist das Team von der Weser so etwas wie Bülters Lieblingsgegner unter den aktuellen Bundesligisten. Bereits fünfmal traf er in bisher elf Begegnungen gegen die Hanseaten (dreimal für Hoffenheim und zweimal für Union Berlin), davon sogar zweimal per Doppelpack. Gelänge es dem Angreifer, seine beeindruckende Bremen-Bilanz am Sonntag aufzupolieren, könnte das ein entscheidender Beitrag für den so dringend benötigten FC-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt sein. 

Und weil mit Saïd El Mala der Top-Torjäger des 1. FC Köln wegen einer Sprunggelenksblessur am Mittwoch und Donnerstag nicht mit der Mannschaft trainieren konnte und noch nicht feststeht, ob der Youngster rechtzeitig fit wird, dürften die Geißböcke um jede treffsichere Alternative im Angriff froh sein. Ein Bülter als Werder-Schreck, der an seine gute Form zu Saisonbeginn anknüpfen kann, wäre da Gold wert.


Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

Florian Kainz vom 1. FC Köln
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Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

Florian Kainz wird seine Karriere im Sommer nach über 25 Jahren beenden. Für den Österreicher, der im Januar 2019 von der Weser an den Rhein gewechselt war, wird sich am Wochenende ein Kreis schließen. 1. FC Köln: Florian Kainz‘ Reise in die Vergangenheit

Mitte März hat der dienstälteste Spieler im Kader des 1. FC Köln seinen Abschied vom Profifußball verkündet (come-on-fc.com berichtete). Nun begegnet der Österreicher auf Bundesliga-Abschiedstournee seinem Ex-Verein.

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Als Friedhelm Funkel am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit der Mission „Bundesligaaufstieg“ nochmal auf den Trainersessel beim 1. FC Köln zurückkehrte, fand plötzlich auch Florian Kainz zurück zu alter Stärke. Der sympathische Österreicher schoss beide Kölner Tore beim 2:1-Auswärtssieg in Nürnberg und legte anschließend beim 4:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern einen weiteren Treffer nach. Damit hatte Kainz maßgeblichen Anteil daran, dass es nach dem FC-Abstieg in der Spielzeit 2023/24 ein Jahr später mit der sofortigen Rückkehr ins Fußball-Oberhaus klappte.

„Kainzi“ zeigte sich gerade zum Ende einer größtenteils durchwachsenen Zweitligasaison quirlig, spielfreudig und eiskalt vor dem gegnerischen Tor: Stärken, die ihn während des Großteils seiner siebeneinhalb Jahre beim 1. FC Köln zu einem Leistungsträger machten. In Kölle schien sich der Mittelfeldspieler stets wohlzufühlen und mit dem FC ging er „durch et Füer“: Zwei Aufstiegen (jeweils als Zweitliga-Meister) und einer Conference-League-Teilnahme steht in Kainz‘ Köln-Karriere ein Abstieg gegenüber. Bis zum heutigen Tag absolvierte er 204 Pflichtspiele für den FC (28 Tore/42 Vorlagen) und er übernahm in der Spielzeit 2023/24 sogar für ein Jahr die Kapitänsbinde von Jonas Hector nach dessen Karriereende.

Abschiedssaison mit Licht und Schatten

In der aktuellen Saison, seiner letzten als Profi-Fußballer, kam Florian Kainz hingegen nie richtig in Tritt. Bei vielen Spielen wurde der Offensivakteur, der in seiner Karriere auch 28 Länderspiele für Österreich absolvierte, von Ex-FC-Trainer Lukas Kwasniok gar nicht erst berücksichtigt. Und wenn „Kainzi“ dann mal ran durfte, war er irgendwie Sinnbild für das ganze FC-Team in einer von Licht und Schatten geprägten Spielzeit. Bei Highlights wie dem direkt verwandelten Freistoß in der Hinrunde gegen den Hamburger SV (4:1) oder der Vorarbeit per Ecke zum 3:3 im Rückrundenderby gegen Borussia Mönchengladbach war Kainz‘ Klasse noch einmal Balsam für die kölsche Seele.

Unterdessen verursachte das Hinspiel gegen den FC St. Pauli eher Schnappatmung beim rot-weißen Anhang. Und daran hatte unter anderem auch Kainz seinen Anteil: Bei einem Konter in den Schlussminuten vergab er die große Chance zum entscheidenden 2:0, statt auf den vor dem leeren Tor postierten Isak Johanesson abzulegen. In der Folge kassierte der FC quasi mit dem Abpfiff noch den 1:1-Ausgleich. Zwei verpasste Zähler, die dem 1. FC Köln vor dem nun anstehenden Spiel gegen Werder Bremen eine ungleich bessere Ausgangsposition verschafft hätten. Eine Partie, die unabhängig von ihrer Brisanz im Abstiegskampf auch für Florian Kainz emotional eine ganz besondere sein dürfte.

Kommt Kainz im Abstiegsendspiel zum Zuge?

Schließlich war „Kainzi“, der seine Karriere als 17-jähriger bei SK Sturm Graz begonnen hatte und mit diesem Verein 2011 auch österreichischer Meister wurde, zur Saison 2016/17 von SK Rapid Wien zu den Werderanern gewechselt: Seine erste Station als Profifußballer in Deutschland. Während seiner zweieinhalb Jahren in Bremen spielte Kainz in der Bundesliga und im DFB-Pokal insgesamt 59-mal. Dabei brachte er es auf acht Tore und zehn Vorlagen, bevor er sich im Winter 2019 den Domstädtern anschloss. Käme er am Wochenende für den FC gegen Bremen zum Einsatz, wäre das im Hinblick auf Kainz‘ Karriere gewissermaßen eine runde Sache. Und es steht wohl außer Frage, dass ein Vollblut-Sportler wie der gebürtige Grazer auf einen solchen Abstiegs-Kracher brennen würde.

Zumal der 33-Jährige in seinem Instagram-Abschiedspost vor ein paar Wochen angedeutet hatte, dass er gerne noch einmal die Ärmel hochkrempeln würde, bevor er im Sommer „Servus“ sagt: „Bis dahin werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten alles dafür tun, damit wir unsere Ziele mit diesem großartigen Klub erreichen.“ Ob er diese Möglichkeit – zumindest als Einwechselspieler – noch einmal bekommt, weiß vermutlich nur FC-Coach René Wagner. Vielleicht ist das Kapitel Köln für Florian Kainz aber tatsächlich noch nicht zu Ende geschrieben und er kann nochmal ein Ausrufezeichen auf dem Platz setzen. So, wie er es im Laufe seiner bewegten Karriere schon oft getan hat. Zu gönnen wäre es „Kainzi“ allemal.