Nächster Versuch: Der 1. FC Köln steht beim Spiel in München vor dem finalen Charaktertest

Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf mit Harry Kane
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Nächster Versuch: Der 1. FC Köln steht beim Spiel in München vor dem finalen Charaktertest

Wenig Kreativität, viel Krampf: Der FC hat sein letztes Heimspiel der Saison mit einem fahrigen Auftritt gegen Heidenheim verbockt. Am Samstag treffen die Domstädter nun bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit auf München. Dann wird Köln vor allem in Sachen Einstellung und Engagement ein anderes Gesicht zeigen müssen, will man den Saisonabschluss beim 1. FC Köln nicht komplett in den Sand setzen: Das Spiel gegen die Bayern wird zum Charaktertest.

Köln hat den Abstieg vorzeitig verhindert, weshalb die letzten Saisonspiele in erster Linie zur Charakterfrage werden. Auf die konnte der FC zuletzt keine überzeugende Antwort liefern, bekommt aber bei Bayern München eine weitere Chance.

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Simpson-Puseys Versäumnis kein Wachrüttler gegen Heidenheim

Ja, der 1. FC Köln hatte bereits vor seinem letzten Heimspiel den Klassenerhalt geschafft und das Saisonziel damit relativ sicher erreicht. Dafür gebührt dem Verein und allen Beteiligten Respekt. Trotzdem war vielen der sonst so jecken kölschen Fans nach der 1:3-Pleite gegen den 1. FC Heidenheim nicht zum Feiern zumute. Denn die Gäste aus Baden-Württemberg gaben die Party-Crasher, was aber nicht allein am zielstrebigen Auftritt der Frank-Schmidt-Truppe lag.

Vielmehr hatte man im Verlauf der Partie das Gefühl, dass sich die Kölner Mannschaft mehr oder weniger von Jahmai Simpson-Puseys Schlafmützigkeit hatte anstecken lassen. Der Defensiv-Spezialist war morgens zu spät zum Anschwitzen erschienen, woraufhin ihn Köln-Coach René Wagner aus dem Spieltagskader gestrichen hatte. Ein Weckruf für die Teamkollegen des Ausgemusterten? Leider nein!

Die Geißböcke waren anschließend nämlich auch auf dem Platz nicht so recht bei der Sache und zeigten sowohl spielerische als auch kämpferische Defizite. So gab selbst Marius Bülter, der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1, nach der Begegnung zu, „dass am Ende zwei, drei Prozent gefehlt haben, um das Ding unbedingt gewinnen zu wollen.“ Das ist durchaus bedenklich, weil das Spiel auch eine Frage der Einstellung war: Schließlich geht es im Abstiegskampf noch um viel für Heidenheim, St. Pauli und Wolfsburg. Letztgenannte dürften vom Kölner Auftritt am vergangenen Sonntag folglich ähnlich irritiert gewesen sein, wie der ernüchterte rot-weiße Anhang.

Köln mit soliden Auftritten gegen Bayern

Mit dem letzten Saisonspiel beim FC Bayern hat der 1. FC Köln nun erneut eine Begegnung vor der Brust, in der es – zumindest auf dem Papier – nicht mehr um viel geht. Und doch entscheidet auch dieser Auftritt darüber, mit welchem Jeföhl der Verein und die Fans aus dieser Spielzeit gehen. Denn eine ähnlich schwache Leistung wie gegen Heidenheim könnte in München böse bestraft werden. Und so wird auch diese Partie für die Domstädter zum Charaktertest, bei dem der Effzeh nun allerdings krasser Außenseiter ist. Sprich: Man hat beim Deutschen Meister nicht so viel zu verlieren wie im letzten Heimspiel.

Aber besteht wirklich eine realistische Chance auf einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss? Für die Kölner spricht, dass sie sich in dieser Saison gegen die bestplatzierten Mannschaften der Liga oft teuer verkauft haben und zeitweise sogar auf Augenhöhe agierten.

Auch in den bisherigen beiden Spielen gegen Bayern wusste der 1. FC Köln größtenteils zu überzeugen. Sowohl in der 2. Runde des DFB-Pokals als auch im Liga-Hinspiel hielten die Geißböcke ordentlich dagegen und gingen in beiden Begegnungen sogar mit 1:0 in Führung. Auch wenn man am Ende 1:4- und 1:3-Niederlagen hinnehmen musste, legte der FC engagierte Vorstellungen hin.

Partie in München eine Einstellungs- und Trainerfrage?

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es für Köln gegen die Top-Mannschaften bislang wenig zu holen gab. Ausgenommen der 1:0-Erfolg in der Hinrunde bei Hoffenheim – allerdings weilte die TSG zu diesem Zeitpunkt noch in der zweiten Tabellenhälfte. Sollte der FC nun ausgerechnet bei der Meisterfeier des FC Bayern punkten, wäre das mindestens überraschend.

Wichtiger als das Resultat wird aber ohnehin die Art und Weise sein, mit der sich der 1. FC Köln in München präsentiert. Schließlich geht’s auch noch um was: Die sportliche Zukunft einiger Leihspieler bei den Geißböcken ist noch offen (come-on-fc.com berichtete). Und auch René Wagners Trainerstuhl dürfte nach dem schwachen Auftritt gegen Heidenheim etwas wackliger geworden sein.

Allerding steht der Coach nicht nur bei Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, sondern wohl auch bei großen Teilen der Kölner Mannschaft hoch im Kurs. Die hat nun mit einem wachen und leidenschaftlichen Auftritt bei den Bayern nochmal die Gelegenheit, ihre Sympathie für Wagner auch auf dem Platz zu demonstrieren und die Saison trotz vorzeitigem Klassenerhalt angemessen zu Ende zu spielen.

Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die Mannschaft des 1. FC Köln feiert mit den Fans in der Kurve
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Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die leidigen Rechenspiele der letzten Wochen haben ein Ende – zumindest fast. Mit sechs Zählern Vorsprung auf Wolfsburg und St. Pauli sowie dem deutlich besseren Torverhältnis ist dem FC der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Trotzdem dürfte das bevorstehende Heimspiel gegen Heidenheim alles andere als ein lauer Frühlingskick werden – und das hat mehrere Gründe für den 1. FC Köln: Deswegen wird das Duell gegen Heidenheim noch spannend.

Während der FC praktisch gerettet ist, geht es für den 1. FC Heidenheim am Sonntagabend im RheinEnergieStadion im Abstiegskampf noch um alles. Aber auch für die Domstädter steht beim letzten Heimauftritt in dieser Saison noch etwas auf dem Spiel.

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Köln kann Revanche nehmen

Erstens ist da noch eine offene Rechnung aus der Saison 2023/24: Als der FC am letzten Spieltag in Heidenheim antrat, war ein Kölner Klassenerhalt noch möglich. Hätte man beim damaligen Aufsteiger mit mindestens zwei Toren Unterschied gewonnen und Union Berlin gleichzeitig sein Heimspiel gegen Freiburg mit einer Zwei-Treffer-Differenz verloren, wäre der 1. FC Köln in letzter Minute auf den 16. Platz gesprungen. Dann wäre die Rettung über die Relegation gegen Elversberg noch greifbar gewesen. Doch der 3. Paragraph des kölschen Grundgesetzes „Et hätt noch emmer joot jejange“ war den Geißböcken einmal mehr nicht hold: Während Union sein Spiel gewann, schickte Heidenheim Köln mit 4:1 endgültig in Liga Zwo und qualifizierte sich selbst für die Conference League.

Im Duell der beiden Vereine am kommenden Wochenende ist erneut sportlicher Überlebenskampf angesagt – diesmal allerdings in erster Linie für die Truppe um Trainer-Legende Frank Schmidt. Die Heidenheimer haben aktuell drei Zähler Rückstand auf St. Pauli und Wolfsburg: Die treffen am letzten Spieltag aber noch aufeinander, sodass mindestens einer der beiden Kontrahenten noch punkten wird.

Heißt: Heidenheim braucht in Köln mindestens einen Zähler – und je nachdem, wie St. Pauli am Samstag in Leipzig und Wolfsburg gegen Bayern spielt, sogar zwingend drei – um seine Chancen auf den Relegationsplatz zu wahren. Diese Konstellation verspricht einen heißen Tanz in Müngersdorf. Revanchiert sich der so gut wie gerettete 1. FC Köln dabei mit einem Sieg für die Klatsche Anno 2024, wäre der Heidenheimer Abstieg besiegelt.

FC will versöhnlichen Saisonabschluss

Zweitens dürfte dem Effzeh daran gelegen sein, die Klasse aus eigener Kraft zu halten. Dafür fehlt lediglich ein Punkt. Wahrscheinlich will die Mannschaft ihren Fans im letzten Heimspiel der Saison aber eher einen Heimsieg schenken. Schließlich war die rot-weiße Anhängerschaft nicht gerade begeistert, dass ihr Herzensclub zuletzt bei Union Berlin eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab.

Mit drei Punkten gegen Heidenheim könnte man die kölsche Seele also wieder versöhnlich stimmen. Das wäre zudem in einer Saison, in der die Domstädter ihr Ziel „Klassenerhalt“ erreicht hätten, ohne auch nur ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz zu stehen, ein würdiger Abschluss – zumindest zuhause. Denn ein erfolgreicher Schlusspunkt am letzten Spieltag beim FC Bayern München ist wohl – bei allem Respekt vor Heidenheim – eine ungleich schwerere Herausforderung.

Drittens werden die letzten Partien einer Spielzeit oft auch zum Charaktertest. Als der 1. FC Köln am 34. Spieltag in der Saison 2019/20 in Bremen 1:6 unterging und die Werderaner so noch an Düsseldorf vorbei auf den Relegationsplatz kletterten, hallte diese Packung in der Sommerpause spürbar nach. Zumal in den sozialen Medien teils auch „Wettbewerbsverzerrung“-Rufe laut wurden. Derartigen Vorwürfen aus Richtung St. Pauli und Wolfsburg durch einen erfolgreichen Auftritt gegen Heidenheim vorzubeugen, dürfte also im Interesse des FC sein.

Ein Heimsieg könnte Wagners Position weiter stärken

Viertens würde sich ein Sieg gegen Heidenheim auch gut in der Bewerbungsmappe von René Wagner machen. Der FC-Trainer sammelt noch Argumente für eine Weiterbeschäftigung über die aktuelle Spielzeit hinaus. Zwar hat der 37-Jährige das Saisonziel mit seinem Team so gut wie erreicht und steht zudem offenbar hoch in der Gunst von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, abschließend geklärt ist die Trainerfrage derzeit allerdings noch nicht (come-on-fc.com berichtete).

Last but not least ist eine bessere Tabellenposition auch für die zu erhaltenen Fernsehgelder von Bedeutung. Je besser der FC abschneidet, desto mehr Prämien fließen – vor allem perspektivisch – in die Kölner Kassen. Ein weiterer Grund, warum für den 1. FC Köln trotz praktischer Rettung am Sonntag noch etwas auf dem Spiel steht und sich eine Revanche gegen Heidenheim auszahlen könnte.


Kölns Försterei-Fluch: Warum der 1. FC Köln trotz schlechter Bilanz bei Union punkten kann

Spielt Tom Krauß wieder gegen Union Berlin
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Kölns Försterei-Fluch: Warum der 1. FC Köln trotz schlechter Bilanz bei Union punkten kann

Nein, viel zu lachen hatte der FC in der Bundesliga gegen Union Berlin bislang wahrlich nicht. In den fünf Begegnungen im Stadion An der Alten Försterei holten die Domstädter bei vier Niederlagen gerade mal ein mageres Pünktchen. Und doch gibt es Chancen für den 1. FC Köln: Das sind Mutmacher gegen Union Berlin.

Ein Sieg, zwei Unentschieden, acht Niederlagen: Die Bundesligabilanz des 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin liest sich ziemlich mau. Und trotzdem spricht einiges dafür, dass die Geißböcke bei den Eisernen zumindest nicht als Verlierer vom Platz gehen werden.

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Köln auswärts mehr als zwei Monate unbesiegt

Bekanntlich sind Statistiken immer nur so aussagekräftig wie man sie liest. So hat der FC seit elf Spielen auswärts nicht mehr gewonnen. Auf der anderen Seite ist der FC bei Auswärtsspielen wiederum aber auch schwer zu schlagen. Seit der 0:2-Niederlage Ende Februar in Augsburg haben die Geißböcke 1:1 beim Hamburger SV, 2:2 bei Eintracht Frankfurt und 1:1 beim FC St. Pauli gespielt. Und das hat gute Gründe: Dabei zeigten die Kölner Mentalitätsmonster nämlich in allen drei Spielen Comeback-Qualitäten und kämpften sich jeweils nach einem Rückstand zurück.

Klar, spielerische Offenbarungen waren diese Begegnungen größtenteils nicht. Aber die Mannschaft legte genau die Tugenden an den Tag, auf die es auswärts und im Abstiegskampf ankommt: Einsatzbereitschaft, Teamgeist, mentale Stärke und Moral. Genau diese Eigenschaften wird es auch An der Alten Försterei brauchen, um dort zu punkten. Und die letzten Resultate auf fremden Plätzen machen Hoffnung, dass dem EffZeh das auch gelingen wird.

FC-Joker um Waldschmidt als späte Trümpfe

Köln kann in dieser Saison stets nochmal nachlegen. Bisher zeichneten eingewechselte FC-Spieler schon für 13 Tore verantwortlich: Das ist Vereinsrekord. Ob Alessio Castro-Montes in Frankfurt oder Luca Waldschmidt auf St. Pauli und gegen Bayer Leverkusen: Die FC-Joker stechen regelmäßig und hatten in den letzten Wochen großen Anteil daran, dass die Geißböcke regelmäßig Punkte eingefahren haben.

Unter René Wagner hat vor allem Waldschmidt seine Rolle als späte Offensivwaffe von der Bank angenommen und spielt zurzeit stark auf. Seine spielerische Finesse und feine Schusstechnik könnten auch gegen die robusten Berliner Abwehrhünen einen Unterschied machen. Aber egal welche Reservisten der FC-Trainer im Verlauf des Spiels am Samstag noch auf den Rasen schicken wird: Union dürfte gewarnt sein.

Stabile Formkurve, spielerische Verbesserungen

Zudem präsentieren sich die Kölner Richtung Saisonende insgesamt in einer guten Verfassung. Kommunikativ scheint es zu passen zwischen Wagner und seiner Truppe. Der FC hat von den letzten sechs Spielen nur eins verloren und zeigte sich im Nachbarschaftsduell gegen Bayer trotz Niederlage auch spielerisch verbessert.

Der xGoals-Wert, also die Qualität der erspielten Torchancen, konnte sich in den vergangenen Wochen – von der schwachen Partie gegen St. Pauli mal abgesehen – ebenfalls sehen lassen: Gegen Leverkusen lagen die „Expected Goals“ von Köln bei 2,67, in Überzahl gegen Bremen bei 4,31 und in Frankfurt bei 3,01.

Mit diesen überzeugenden Werten als Mutmacher im Gepäck muss der FC nun auch gegen einen unbequemen Gegner wie Union Berlin versuchen, spielerische Lösungen zu finden und die teils hochkarätigen Torgelegenheiten etwas konsequenter zu nutzen. Gelingt das in Kombination mit der derzeitigen Auswärts-Stabilität, spricht wenig dagegen, dass der 1. FC Köln an der bislang ungeliebten Alten Försterei etwas Zählbares mitnehmen kann.

Abstiegskampf, geplatzte Träume, packende Duelle: 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen in den vergangenen zehn Jahren

Die Abwehr des 1. FC Köln im Pokalspiel gegen Leverkusen
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Abstiegskampf, geplatzte Träume, packende Duelle: 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen in den vergangenen zehn Jahren

Nicht nur aufgrund der geographischen Nähe beider Clubs sind Partien zwischen dem FC und Bayer besonders brisant. In den Nachbarschaftsduellen stand und steht oft viel auf dem Spiel. So auch am Samstag: Die Geißböcke brauchen noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt, der Werksverein will in die Champions League. Ein Blick auf die jüngere Historie des Aufeinandertreffens zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen.

18 Siege, 25 Remis, 30 Niederlagen: In der Bundesliga durchkreuzte der FC mehrfach Bayers Meisterpläne, musste aber auch manch bittere Pille schlucken. Allerdings waren die Domstädter in den vergangenen zehn Jahren in wichtigen Spielen gegen „Lev“ immer wieder erfolgreich.

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In der Saison 2016/17 trennte sich der 1. FC Köln zweimal Unentschieden vom rheinischen Nachbarn (1:1 zuhause, 2:2 auswärts) und feierte mit dem Einzug in die Europa League den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Die Lieder von Kopenhagen, Mailand und Teneriffa verstummten aber allzu schnell wieder: In der Spielzeit 2017/18 stürzte der FC krachend ab.

Von der Europa League in Liga Zwei – und wieder nach oben

Dabei machte ausgerechnet das Rückrundenspiel gegen Bayer Hoffnung, dass der berühmte Bock vielleicht doch noch umgestoßen und der sechste Bundesligaabstieg verhindert werden könnte: Der FC setzte sich nämlich zuhause durch Tore von Yuya Osako und Simon Zoller mit 2:0 durch. Damit gaben die Geißböcke nicht nur die rote Laterne an den HSV ab, sondern verkürzten den Abstand auf den Relegationsplatz zudem auf fünf Punkte. Und das bei noch sieben ausstehenden Spielen. Der Sieg im Nachbarschaftsduell blieb für Köln allerdings der letzte Dreier in einer Saison, nach der man sich aus der Bundesliga als Schlusslicht verabschiedete.

Als solches ging der FC nach dem direkten Wiederaufstieg gut anderthalb Jahre später wieder in die Begegnung mit der Werkself. Vor der Partie in Müngersdorf lagen die Kölner mit acht Pünktchen aus 14 Spielen erneut auf Platz 18 – und schafften erneut einen 2:0-Heimsieg gegen Bayer. Bei dem engagierten Auftritt der Kölschen erzielten Jhon Córdoba und Sebastiaan Bornauw die Tore. Und diesmal läutete der Erfolg die rot-weiße Wende im Abstiegskampf ein. Der 1. FC Köln gewann auch die drei folgenden Partien und sicherte sich am Ende der Saison 2019/20 mit 36 Punkten und dem 14. Tabellenplatz den Klassenerhalt.

Zurück nach Europa – und zurück in die 2. Liga

Nachdem Leverkusen die folgenden drei Duelle klar gewinnen konnte, schlug 2021/22 wieder die Stunde der Geißböcke. Beim Hinspiel im RheinEnergieStadion machte Köln dank eines Modeste-Doppelpacks aus 0:2 ein 2:2. Und beim Rückspiel bereiteten die Geißböcke dem Team vom Bayer-Kreuz noch mehr Kopfschmerzen als Ex-FC-Coach Steffen Baumgart den 1:0-Sieg quasi von der Bank brachte: Dejan Lubicic stand erst wenige Minuten auf dem Platz, als er eine Flanke nach innen schlug, die der ebenfalls erst kurz zuvor eingewechselte Kingsley Schindler volley in die Maschen wuchtete. Wichtige Punkte im Kampf um den siebten Tabellenplatz, den der FC auch am Saisonende innehatte und sich mit seiner ersten Conference-League-Qualifikation in die Fußball-Geschichtsbücher eintrug.

Historisch wurde es durch den 2:1-Erfolg bei Bayer (nach einer 1:2-Pleite im Hinspiel) auch in der folgenden Spielzeit: Denn zwei Auswärtssiege in Leverkusen hintereinander hatten die Kölner in der Bundesliga bis dato noch nicht geschafft. Unterdessen würden alle, die es mit dem „feinen Klub“ aus Kölle halten, das Kapitel „Saison 2023/24“ am liebsten aus der Vereinshistorie streichen: Der FC verlor beide Nachbarschaftsduelle (0:3 auswärts, 0:2 zuhause) und stieg am Ende zum siebten Mal aus der Bundesliga ab, während Leverkusen ungeschlagen Deutscher Meister wurde.

Duell im DFB-Pokal: Sekunden fehlten zur FC-Sensation

Trotz des Abstiegs spielten die Kölner aber auch im folgenden Jahr bei Bayer. Im Viertelfinale des DFB-Pokals machten die Geißböcke ihr bestes Saisonspiel und führten nach Toren von Damion Downs und einem überragenden Linton Maina bereits mit 2:0. Köln hatte den Dom in d’r Täsch, Leverkusen dafür den Papst. Tief in der Nachspielzeit schaffte die Werkself noch den Ausgleich und gewann am Ende 3:2 nach Verlängerung.

In Erinnerung bleibt aber eine leidenschaftliche Leistung eines aufopferungsvoll kämpfenden FC. Mit einem ähnlichen Auftritt (inklusive verbesserter Defensive) könnte die Wagner-Truppe am kommenden Samstag den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen. Das Hinspiel gewann Leverkusen 2:0 – genug Gründe für eine Revanche hat der 1. FC Köln also allemal.


Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

Florian Kainz gegen St. Pauli
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Brisanz und Besonderheiten: Ein Blick auf wegweisende Duelle zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli

Kaum hat der FC das erste Kapitel der Endspiele um den Klassenerhalt erfolgreich geschrieben, wird schon das nächste aufgeschlagen. Nach dem Sieg gegen Werder treten die Geißböcke bei St. Pauli an. Und ein Blick in die Bundesliga-Geschichtsbücher zeigt: Zum Saisonende gab es schon manches Mal entscheidende Duelle zwischen den Paulianern und dem 1. FC Köln: Erneut ein richtungsweisendes Spiel gegen St. Pauli.

Mit 21 Siegen, sieben Unentschieden und vier Niederlagen ist die Pflichtspielbilanz des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli ziemlich positiv. In den häufig umkämpften Partien stand des Öfteren Abstiegskampf auf dem Programm – allerdings nicht immer.

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Duelle um Meisterschaft und UEFA-Cup-Teilnahme

Vor dem 34. Spieltag der Saison 1977/78 war für den 1. FC Köln alles angerichtet: Ein Sieg auf St. Pauli sollte doch zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft locker reichen. Zwar lag Borussia Mönchengladbach punktgleich hinter dem FC auf dem zweiten Tabellenplatz, hatte aber das deutlich schlechtere Torverhältnis. Klare Verhältnisse also? Denkste! Der Titel stand für den Effzeh plötzlich auf Messers Schneide: Die Elf vom Niederrhein zerlegte Borussia Dortmund mit 12:0 und war drauf und dran, den Geißböcken das Kölsch zu versalzen. Das schmeckte Köln-Coach Hennes Weisweiler freilich so gar nicht. Und weil ein knapper FC-Sieg am Millerntor unter diesen Umständen nicht mehr gereicht hätte, machte er seinen Profis weiter Dampf. Mit Erfolg: Die Kölner Mannschaft legte nach und dank eines 5:0-Auswärtssieges war der Meister-Braten am Ende dann doch gar.

Weniger Erfolg hatten die Rheinländer bei ihrem Trip an die Elbe am 31. Spieltag der Saison 1990/91. Der 1. FC Köln lag als Tabellenfünfter klar auf UEFA-Cup-Kurs, als er bei den akut abstiegsbedrohten Kiez-Kickern baden ging. Die gewannen nämlich nach Toren von Jan Kocian und Dirk Zander 2:0. So wurde der FC am Ende nur Siebter und verpasste die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb. Allerdings schwammen auch St. Pauli trotz der Punkte gegen die Geißböcke am Ende die Felle davon: Man scheiterte in der Relegation an den Stuttgarter Kickers und stieg in die 2. Bundesliga ab.

Von Abstiegsk(r)ampf und Aufstiegsfeiern

Das Abstiegsgespenst geisterte in der Spielzeit 1995/96 auch durch die Domstadt, als im Müngersdorfer Stadion am 29. Spieltag der FC St. Pauli gastierte. Die Millerntor-Truppe hatte zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte mehr auf dem Konto als der 1. FC Köln, bei dem mit Bodo Illgner, Olaf Janßen und Toni Polster der Kult-Faktor auf dem Platz hoch war. In einer allerdings eher krampfigen statt kultigen Partie erlöste kurz vor Spielelende Holger Gaißmayer die Geißböcke mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg. Der Torschütze wurde ein paar Wochen später endgültig zum FC-Retter, weil sein Tor in Rostock den Klassenerhalt bedeutete. Der FC St. Pauli sicherte sich mit Platz 15 ebenfalls den Ligaverbleib.

Für die Rettung reichte es bei beiden Vereinen in der Saison 2001/02 unterdessen nicht mehr. Am 31. Spieltag trafen sich die beiden Krisenclubs zum Kellerduell in Köln. Zwar schoss Ex-Pauli-Stürmer Mathias Scherz die Geißböcke in der Nachspielzeit zu einem 2:1-Erfolg, wodurch die Domstädter ihre Minimal-Chance auf den Klassenerhalt wahrten. Am Ende ging es für den FC aber zusammen mit den Paulianern runter in Liga Zwei.

Und dort setzten die Teams nur ein Jahr später ihre brisanten Begegnungen kurz vor Saisonende einfach fort. Dabei behielt der EffZeh nach Toren von Carsten Cullmann und Francis Kioyo sowie einem Gegentreffer von Fabian Gerber zuhause erneut knapp die Oberhand. Der 2:1-Sieg führte am 30. Spieltag zur vorzeitigen Kölner Rückkehr ins Fußball-Oberhaus, während St. Pauli den bitteren Gang in die Regionalliga antreten musste.

Die nun anstehende Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln steht einmal mehr im Zeichen des Abstiegskampfes. Ein wegweisendes Spiel allemal. Ob es auch wieder Stoff für die Fußball-Geschichtsbücher bietet, wird sich am Freitag zeigen.


Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Marius Bülter vom 1. FC Köln
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Bülters beeindruckende Bremen-Bilanz: Schlägt der Werder-Schreck am Sonntag wieder zu?

Nach einem bockstarken Saisonstart konnte Marius Bülter im weiteren Saisonverlauf nur selten überzeugen. Rechtzeitig vor der Partie gegen Werder meldete sich der 33-jährige nun mit seiner Vorarbeit zum 2:2 in Frankfurt zurück. Und eine besondere Statistik macht Hoffnung, dass der Stürmer im Abstiegskrimi eine wichtige Rolle spielen könnte beim 1. FC Köln: Marius Bülter trifft auf seinen Lieblingsgegner.

Viele seiner bisherigen Spiele gegen Werder Bremen dürfte Marius Bülter in guter Erinnerung behalten haben. Kann der FC-Stürmer im Abstiegskracher gegen die Hanseaten zum entscheidenden Trumpf für die Geißböcke werden?

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Nach zwei Spieltagen hatte es Marius Bülter erst einmal allen gezeigt, die seinen Transfer von der TSG 1899 Hoffenheim zum 1. FC Köln kritisch gesehen hatten. Im Auftaktspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 köpfte der 1,88 Meter große Offensivspieler eine Waldschmidt-Flanke mustergültig zum 1:0-Sieg in die Maschen. Eine Woche später schoss Bülter beim 4:1-Heimerfolg über den SC Freiburg nicht nur das 2:0, sondern bereitete zudem die Tore von Jakub Kaminski und Jan Thielmann vor. Und auch beim 3:3 am dritten Spieltag in Wolfsburg zeigte er eine ordentliche Leistung.

Schwierige Phase nach überragendem Start

„Bülti“ hatte also einen sehr entscheidenden Anteil daran, dass die Geißböcke ihr Punktekonto als Aufsteiger zu Saisonbeginn ordentlich füllen konnten. Nicht nur für den 1. FC Köln, sondern auch für den Neuzugang selbst ein Auftakt nach Maß. Und der ließ hoffen, dass der gebürtige Ibbenbürener dauerhaft die so dringend benötigte Verstärkung für die Kölner Offensive sein würde. Aber wie heißt es eben manchmal in Kölle: „Et bliev nix wie et wor“. 

Nach einer verletzungsbedingten Pause an den Spieltagen fünf und sechs konnte sich der flexible Offensivspieler in der Hinrunde nur noch mit einer Torvorlage (beim 1:1 gegen den FC Augsburg) und einem Treffer (beim 3:4 gegen Eintracht Frankfurt) in die Scorer-Listen eintragen. Ansonsten folgte viel Leerlauf mit durchwachsenen bis schwachen Leistungen und zum Teil wenig Einsatzzeiten. So konnte auch Bülter nicht verhindern, dass der FC von den vergangenen 19 Bundesligaspielen gerade einmal zwei gewinnen konnte und bis auf Platz 15 abrutschte.

Bülter im Abstiegskampf zurück zu alter Stärke?

Trotzdem könnte er im anstehenden Abstiegsendspiel gegen Werder Bremen einer der zentralen Akteure werden. Dafür spricht zum einen, dass der 33-Jährige am vergangenen Spieltag in Frankfurt nur eine Minute nach seiner Einwechslung das 2:2 durch Alessio Castro-Montes vorbereitete. Die Formkurve des Stürmers könnte also gerade rechtzeitig zum Saison-Endspurt wieder nach oben zeigen. Zum anderen ist das Team von der Weser so etwas wie Bülters Lieblingsgegner unter den aktuellen Bundesligisten. Bereits fünfmal traf er in bisher elf Begegnungen gegen die Hanseaten (dreimal für Hoffenheim und zweimal für Union Berlin), davon sogar zweimal per Doppelpack. Gelänge es dem Angreifer, seine beeindruckende Bremen-Bilanz am Sonntag aufzupolieren, könnte das ein entscheidender Beitrag für den so dringend benötigten FC-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt sein. 

Und weil mit Saïd El Mala der Top-Torjäger des 1. FC Köln wegen einer Sprunggelenksblessur am Mittwoch und Donnerstag nicht mit der Mannschaft trainieren konnte und noch nicht feststeht, ob der Youngster rechtzeitig fit wird, dürften die Geißböcke um jede treffsichere Alternative im Angriff froh sein. Ein Bülter als Werder-Schreck, der an seine gute Form zu Saisonbeginn anknüpfen kann, wäre da Gold wert.


Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

Florian Kainz vom 1. FC Köln
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Kainz vor Karriereende: Köln gegen Bremen als emotionales Highlight?

Florian Kainz wird seine Karriere im Sommer nach über 25 Jahren beenden. Für den Österreicher, der im Januar 2019 von der Weser an den Rhein gewechselt war, wird sich am Wochenende ein Kreis schließen. 1. FC Köln: Florian Kainz‘ Reise in die Vergangenheit

Mitte März hat der dienstälteste Spieler im Kader des 1. FC Köln seinen Abschied vom Profifußball verkündet (come-on-fc.com berichtete). Nun begegnet der Österreicher auf Bundesliga-Abschiedstournee seinem Ex-Verein.

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Als Friedhelm Funkel am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit der Mission „Bundesligaaufstieg“ nochmal auf den Trainersessel beim 1. FC Köln zurückkehrte, fand plötzlich auch Florian Kainz zurück zu alter Stärke. Der sympathische Österreicher schoss beide Kölner Tore beim 2:1-Auswärtssieg in Nürnberg und legte anschließend beim 4:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern einen weiteren Treffer nach. Damit hatte Kainz maßgeblichen Anteil daran, dass es nach dem FC-Abstieg in der Spielzeit 2023/24 ein Jahr später mit der sofortigen Rückkehr ins Fußball-Oberhaus klappte.

„Kainzi“ zeigte sich gerade zum Ende einer größtenteils durchwachsenen Zweitligasaison quirlig, spielfreudig und eiskalt vor dem gegnerischen Tor: Stärken, die ihn während des Großteils seiner siebeneinhalb Jahre beim 1. FC Köln zu einem Leistungsträger machten. In Kölle schien sich der Mittelfeldspieler stets wohlzufühlen und mit dem FC ging er „durch et Füer“: Zwei Aufstiegen (jeweils als Zweitliga-Meister) und einer Conference-League-Teilnahme steht in Kainz‘ Köln-Karriere ein Abstieg gegenüber. Bis zum heutigen Tag absolvierte er 204 Pflichtspiele für den FC (28 Tore/42 Vorlagen) und er übernahm in der Spielzeit 2023/24 sogar für ein Jahr die Kapitänsbinde von Jonas Hector nach dessen Karriereende.

Abschiedssaison mit Licht und Schatten

In der aktuellen Saison, seiner letzten als Profi-Fußballer, kam Florian Kainz hingegen nie richtig in Tritt. Bei vielen Spielen wurde der Offensivakteur, der in seiner Karriere auch 28 Länderspiele für Österreich absolvierte, von Ex-FC-Trainer Lukas Kwasniok gar nicht erst berücksichtigt. Und wenn „Kainzi“ dann mal ran durfte, war er irgendwie Sinnbild für das ganze FC-Team in einer von Licht und Schatten geprägten Spielzeit. Bei Highlights wie dem direkt verwandelten Freistoß in der Hinrunde gegen den Hamburger SV (4:1) oder der Vorarbeit per Ecke zum 3:3 im Rückrundenderby gegen Borussia Mönchengladbach war Kainz‘ Klasse noch einmal Balsam für die kölsche Seele.

Unterdessen verursachte das Hinspiel gegen den FC St. Pauli eher Schnappatmung beim rot-weißen Anhang. Und daran hatte unter anderem auch Kainz seinen Anteil: Bei einem Konter in den Schlussminuten vergab er die große Chance zum entscheidenden 2:0, statt auf den vor dem leeren Tor postierten Isak Johanesson abzulegen. In der Folge kassierte der FC quasi mit dem Abpfiff noch den 1:1-Ausgleich. Zwei verpasste Zähler, die dem 1. FC Köln vor dem nun anstehenden Spiel gegen Werder Bremen eine ungleich bessere Ausgangsposition verschafft hätten. Eine Partie, die unabhängig von ihrer Brisanz im Abstiegskampf auch für Florian Kainz emotional eine ganz besondere sein dürfte.

Kommt Kainz im Abstiegsendspiel zum Zuge?

Schließlich war „Kainzi“, der seine Karriere als 17-jähriger bei SK Sturm Graz begonnen hatte und mit diesem Verein 2011 auch österreichischer Meister wurde, zur Saison 2016/17 von SK Rapid Wien zu den Werderanern gewechselt: Seine erste Station als Profifußballer in Deutschland. Während seiner zweieinhalb Jahren in Bremen spielte Kainz in der Bundesliga und im DFB-Pokal insgesamt 59-mal. Dabei brachte er es auf acht Tore und zehn Vorlagen, bevor er sich im Winter 2019 den Domstädtern anschloss. Käme er am Wochenende für den FC gegen Bremen zum Einsatz, wäre das im Hinblick auf Kainz‘ Karriere gewissermaßen eine runde Sache. Und es steht wohl außer Frage, dass ein Vollblut-Sportler wie der gebürtige Grazer auf einen solchen Abstiegs-Kracher brennen würde.

Zumal der 33-Jährige in seinem Instagram-Abschiedspost vor ein paar Wochen angedeutet hatte, dass er gerne noch einmal die Ärmel hochkrempeln würde, bevor er im Sommer „Servus“ sagt: „Bis dahin werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten alles dafür tun, damit wir unsere Ziele mit diesem großartigen Klub erreichen.“ Ob er diese Möglichkeit – zumindest als Einwechselspieler – noch einmal bekommt, weiß vermutlich nur FC-Coach René Wagner. Vielleicht ist das Kapitel Köln für Florian Kainz aber tatsächlich noch nicht zu Ende geschrieben und er kann nochmal ein Ausrufezeichen auf dem Platz setzen. So, wie er es im Laufe seiner bewegten Karriere schon oft getan hat. Zu gönnen wäre es „Kainzi“ allemal.