Vom Stammspieler aufs Abstellgleis: Für Gideon Mensah blieb zuletzt nur noch die Bank

Gideon Mensah im Duell gegen Werder Bremen
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Vom Stammspieler aufs Abstellgleis: Für Gideon Mensah blieb zuletzt nur noch die Bank

Vor dem Auftakt in die neue Bundesliga-Saison hatten die meisten FC-Fans fest mit Gideon Mensah auf der linken Abwehrseite gerechnet. Nach der Verpflichtung von Borna Sosa hat sich das Blatt jedoch nun schnell gewendet. Die letzten beiden Partien saß der Ghanaer über die volle Spielzeit auf der Ersatzbank.

Sowohl im DFB-Pokal als auch in den ersten vier Bundesligaspielen stand Gideon Mensah noch in der Startelf. Während er zu Beginn der Saison noch einige Wackler in seinem Spiel hatte, wurde der ghanaische Nationalspieler zunehmend konstanter auf seiner linken Seite. Doch dann rotierte Mensah in den vergangenen beiden Partien auf die Ersatzbank und wurde nicht mal mehr als Joker von Trainer René Wagner eingewechselt. Was sind die Gründe für diese Umstellung?

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Der 1. FC Köln wurde in der abgelaufenen Transferperiode auf den letzten Drücker nochmal aktiv und sicherte sich am Deadline Day die Dienste von Borna Sosa. Der Kroate wechselte auf Leihbasis ans Geißbockheim und sollte den Konkurrenzkampf mit Mensah auf der linken Außenverteidigerposition ankurbeln. Nach bereits vier Spieltagen verdrängte Sosa ihn jedoch aus der Startelf. Der ehemalige Stuttgarter hatte seine Chance in der dreiwöchigen Länderspielpause genutzt und bei Wagner einen guten Eindruck im Training hinterlassen. Mensah war in diesem Zeitraum zunächst mit seiner Nationalmannschaft unterwegs, kehrte allerdings verhältnismäßig früh wieder in die Domstadt zurück. „Borna hat jetzt super drei Wochen gehabt, hier in der Länderspielpause. Er hat es sich verdient, zu starten. Ich glaube, Trainingsleistungen muss man auch belohnen“, erklärte Wagner damals nach dem 2:1-Erfolg gegen Gladbach. So richtig ließ sich aus dieser Aussage aber nicht ableiten, weshalb er jetzt genau den Vorzug vor Mensah erhielt.

Die Spiele gegen Borussia Mönchengladbach und gegen Eintracht Frankfurt haben aber bereits gezeigt, dass Sosa einen deutlich höheren offensiven Output generiert. Im Derby landete sein Freistoß über Umwege bei Isak Johannesson, der das zwischenzeitliche 1:0 erzielte. Gegen die Eintracht bereitete er mit einer starken Standard die Topchance von Marius Bülter in der 32. Minute vor. Seine Flanken bringen immer wieder Gefahr, während Mensah sich in den ersten Partien eher auf die Defensive konzentrierte. Gegen Frankfurt sprach zudem für Sosa, dass er als Schienenspieler aufgrund seines Offensivdrangs besser in der 3-5-2-Formation funktionieren würde als Mensah.

Ragnar Ache könnte von Sosa profitieren

Das Problem derzeit ist allerdings, dass Sosas Flanken bisher vergeblich nach einem Abnehmer im Zentrum suchen. Dem FC fehlt derzeit ein klassischer Mittelstürmer. Sobald Ragnar Ache jedoch wieder mit seiner Kopfballwucht in den Kader zurückkehrt, könnten die Flanken des Kroaten noch stärker zu einer Waffe werden. Dass Mensah in den vergangenen beiden Spielen auch nicht als Joker in die Partie kam, spricht ebenfalls dafür, dass der FC wohl Bedenken bezüglich seiner Offensivqualitäten hat. Wenn das Team wie gegen die Eintracht zurückliegt, dann wird in der Regel auf Einwechselspieler vertraut, die offensiven Output erzeugen können. Dazu gehört Mensah bis dato noch nicht.

Dieser Konkurrenzkampf ist auf der anderen Seite genau das, was der FC haben wollte. Die beiden Spieler bringen mit ihren unterschiedlichen Profilen auch eine gewisse Flexibilität für Wagner mit. Während Mensah eher ein Spieler mit Fokus aufs Verteidigen ist, bringt Sosa noch mehr Gefahr ins Offensivspiel der Geißböcke. Die aktuelle Lage deutet jedoch nicht darauf hin, dass Sosa unter Wagner gesetzt ist. Sowohl der Gegner als auch die taktische Herangehensweise können ausschlaggebend dafür sein, wer von beiden den Vorzug erhält. Gegen das Schalker Defensiv-Bollwerk könnte der FC-Coach jedoch erneut Sosa den Vorzug geben. In der Zukunft kann es dann schon wieder ganz anders ausssehen.

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Köln empfängt Schalke: Zwei Teams mit Offensiv-Problemen – doch die Muslic-Elf hat dem FC eine Sache voraus

René Wagner vom 1. FC Köln
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Köln empfängt Schalke: Zwei Teams mit Offensiv-Problemen – doch die Muslic-Elf hat dem FC eine Sache voraus

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln vor heimischer Kulisse den FC Schalke 04. Mit Blick auf die kommenden Wochen könnte das Duell ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften werden. Denn weder der Aufsteiger noch die Geißböcke konnten bislang wirklich überzeugen.

In der bisherigen Saison taten sich sowohl der 1. FC Köln als auch Schalke 04 mit dem Toreschießen noch etwas schwer und wirkten offensiv harmlos. Im Gegensatz zum FC stellen die Königsblauen jedoch bisher eine stabilere Defensive. Am Samstag (15.30 Uhr, im Liveticker bei Come-on-fc.com) kommt es nun zum direkten Duell der beiden Teams.

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Lediglich zwei Punkte trennen den FC (sieben Punkte) und Schalke 04 (fünf Punkte) aktuell in der Tabelle. Nach sechs Spieltagen lässt sich bei beiden Mannschaften noch nicht wirklich einordnen, in welche Richtung es in den kommenden Wochen gehen wird. Daher bringt das direkte Aufeinandertreffen eine besondere Brisanz mit. Ein offensives Spektakel sollten die Fans jedoch nicht erwarten. Die Geißböcke waren in der laufenden Spielzeit bislang nur achtmal vor dem Tor erfolgreich, Schalker sogar nur viermal. Beide Bundesligisten sind zudem von Verletzungsproblemen geplagt. Während der FC unter anderem auf Thijs Dallinga und Ellyes Skhiri verzichten muss, fällt beim Aufsteiger Stürmer Moussa Sylla für die Partie sicher aus. FC-Profi Ragnar Ache trainierte unter der Woche wieder teilintegriert mit der Mannschaft, ist am Samstag jedoch noch keine Option.

S04-Coach Miron Muslic bangt zudem noch um Edin Dzeko und Dejan Ljubicic. Ersterer hatte sich beim Duell gegen Mainz eine tiefe Platzwunde zugezogen und trainierte am Dienstag nur individuell. Ljubicic fällt bereits seit mehreren Wochen mit einer Knieverletzung aus und machte keine großen Hoffnungen auf ein Comeback gegen seinen Ex-Klub. In der Defensive stehen die Königsblauen dagegen besser da als der FC. Bislang kassierte S04 nur sieben Gegentore, während die Kölner schon elf auf dem Konto haben. Besonders das 0:0 gegen den FC Bayern hat auf Schalke große Euphorie ausgelöst. Die starke Abwehr war bereits ausschlaggebend für den Aufstieg in der vergangenen Saison. In 34 Zweitligaspielen kassierte die Mannschaft gerade mal 31 Gegentore.

Beide Teams könnten zum Aufbaugegner werden

Die Muslic-Truppe agiert typischerweise in einer 3‑5‑2‑Formation. In derselben Grundordnung spielte der FC am vergangenen Freitag auch gegen die Frankfurter Eintracht. Die Mannschaft von René Wagner offenbarte allerdings sowohl mit einer Vierer- als auch mit einer Dreierkette immer wieder Lücken in der Defensive. Mit dem Gegentreffer gegen die Hessen kassierte der FC bereits zum 20. Mal in Folge mindestens einen Gegentreffer in der Bundesliga. Der Negativrekord des Klubs liegt bei 21 Bundesligapartien. Es bleibt also abzuwarten, ob der Kölner Übungsleiter gegen Schalke wieder auf eine Viererkette setzt, um für mehr offensiven Output zu sorgen, oder erneut Dreierkette wählt.

Fest steht jedoch: Beide Teams könnten für den jeweils anderen zum Aufbaugegner werden. Sollte der FC das Spiel für sich entscheiden, hätten die Domstädter zwei der letzten drei Spiele gewonnen. Im emotionalen Rheinland wäre das mit Sicherheit ein Stimmungsmacher. Die Schalker hingegen würden bei ihren fünf Punkten bleiben und vermutlich noch weiter in den Tabellenkeller rutschen. Sollten allerdings die Königsblauen die Partie für sich entscheiden, würde man auf Schalke nach drei sieglosen Spielen einen wichtigen Befreiungsschlag landen. Für beide Mannschaften wird es also auch mit Blick auf die kommenden Wochen ein entscheidendes Spiel. Denn nach einer Niederlage könnten andernfalls bei beiden Bundesligisten die kritischen Stimmen wieder lauter werden.

Auf den FC warten im Anschluss zwei Partien gegen Union Berlin. Am Dienstagabend kommen die Eisernen nach Müngersdorf zum DFB-Pokal. Fünf Tage später treffen die beiden Teams in Köpenick zum Ligaspiel erneut aufeinander. Ein Heimsieg gegen Schalke dürfte dem FC für diese Partien zusätzliches Selbstvertrauen geben.

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Nach Skhiri-Ausfall: Darum ist Tom Krauß jetzt umso wichtiger für den 1. FC Köln

Tom Krauß ist bisher im Zentrum des 1. FC Köln gesetzt
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Nach Skhiri-Ausfall: Darum ist Tom Krauß jetzt umso wichtiger für den 1. FC Köln

Der lange Ausfall von Ellyes Skhiri schmerzt den 1. FC Köln sehr. Umso bedeutsamer wird in den kommenden Wochen die Rolle von Ersatzmann Tom Krauß werden. Im Spiel gegen die Eintracht untermauerte der 25-Jährige bereits seine Wichtigkeit für die Truppe von Trainer René Wagner.

Beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt rückte Tom Krauß für den verletzten Ellyes Skhiri in die Startelf. Nach dem Ausfall des Tunesiers wird Krauß seine Rolle in den kommenden Wochen vermehrt übernehmen müssen. Der Sechser soll ein zentraler Baustein im Mittelfeld des 1. FC Köln werden.  

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Mit einer veränderten Grundordnung startete der FC gegen die Eintracht am vergangenen Freitag in die Partie. Durch die Umstellung auf eine Dreierkette wollte Wagner für mehr Stabilität sorgen, um „aus einem kompakteren Block einfacher umschalten zu können“. Besonders in der ersten Halbzeit konnte die Mannschaft diesen Plan gut umsetzen. Im Frankfurter Ballbesitz agierten die Kölner in einer 5‑3‑2‑Formation. Im Mittelfeld übernahm Krauß die zentrale Position, während Isak Johannesson und Linton Maina auf die Halbräume auswichen. Sobald die Eintracht den Ballbesitz in das Zentrum verlagerte, schaltete der FC ins Pressing um und störte die Gastgeber im Spielaufbau. Krauß schob aus dem Mittelfeldzentrum immer wieder nach vorn und erkämpfte sich gleich mehrmals den Ball. Den 25-Jährigen zeichnet sein schlaues Anlaufverhalten und Spielverständnis aus. Er setzt in den richtigen Momenten den Gegner unter Druck und provoziert Fehler.

Krauß ist wichtig für seine Teamkollegen

Im eigenen Spielaufbau reihte sich Krauß vor der Abwehrkette ein und bot Anspielstationen für seine Innenverteidiger-Kollegen. Bei gegnerischem Pressing schaffte Krauß durch seine Läufe immer wieder Räume für seine Nebenleute. Wenn die Frankfurter jedoch nicht auf vorderster Linie direkt Druck machten, ließ sich Krauß fallen und übernahm den Spielaufbau aus der letzten Reihe selbst. Mit einer Passgenauigkeit von gut 80 Prozent kam Krauß zwar nicht an den Durchschnittswert von Skhiri heran (94 Prozent), seine Zweikampfquote von 53 Prozent übertraf die des Tunesiers jedoch knapp.

Im zweiten Durchgang drehten die Frankfurter dann auf und setzten den FC über längere Strecken ordentlich unter Druck. Das Mittelfeld-Trio zog sich weit zurück, wodurch Krauß direkt vor der Abwehrkette agierte. Dabei lief er wichtige Räume zu und schmiss sich in jeden Zweikampf. Mit seiner Mentalität und Erfahrung ist der 25-Jährige zudem ein wichtiger Kommunikator auf dem Platz – vor allem für die vielen jungen Spieler um sich herum. Diese Qualität war wohl auch einer der Gründe, warum die Geißböcke den gebürtigen Leipziger im Sommer fest verpflichteten.

Schlüsselspieler vor der Abwehr

Womöglich kommen die Qualitäten von Krauß in der Rolle von Skhiri sogar besser zum Vorschein, als wenn die beiden nebeneinander auf dem Platz stehen. Beide sind vorwiegend defensiv orientiert und koordinieren das Spiel gerne von hinten heraus. Besonders Krauß hat sich während seiner Zeit in Köln nicht durch offensive Gefahr ausgezeichnet (zwei Vorlagen in 34 Spielen). Zuletzt hatte Isak Johannesson deswegen den Vorzug erhalten, während für Krauß nur der Bankplatz blieb. Während der kommenden Wochen werden die beiden voraussichtlich gemeinsam auf dem Platz stehen, was der Kölner Nummer fünf zu Gute kommen könnte.

In einer Grundformation mit Viererkette kann sich der Isländer immer wieder offensiver in die Halbräume fallen lassen, wie er es auch beim Sieg gegen Borussia Mönchengladbach häufiger tat. In dieser Rolle konnte sich Johannesson stärker im Angriff einschalten und erzielte sogar einen Treffer selbst.  Währenddessen übernahm Skhiri den defensiven Part im Mittelfeld, den nun Krauß übernehmen wird. Ob Wagner in den kommenden Wochen eher auf Dreier- oder Viererkette setzen wird, wird sich zeigen. Tom Krauß dürfte in jedem Fall zu einem wichtigen Faktor für die Geißböcke werden.

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Mal Derbyheld, mal kaum zu sehen: Hat der 1. FC Köln ein Positionsproblem mit Isak Johannesson?

Isak Johannesson überzeugte gegen Frankfurt nicht
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Mal Derbyheld, mal kaum zu sehen: Hat der 1. FC Köln ein Positionsproblem mit Isak Johannesson?

Gegen Gladbach war Isak Johannesson noch einer der Derbyhelden, in Frankfurt blieb der Isländer dagegen weitgehend blass. Die Leistungsschwankungen des Mittelfeldspielers sind beim 1. FC Köln kein neues Phänomen. Ein möglicher Grund liegt in seiner Rolle: Während Johannesson in Düsseldorf als offensiver Achter überzeugte, muss er beim FC häufig deutlich defensiver agieren.

Noch vor knapp einer Woche war Isak Johannesson einer der Helden im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Mit seinem Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:0 schoss er sich in die Herzen der Kölner Fans. Am vergangenen Freitagabend sah die Welt dann wieder anders aus.

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Der Isländer tat sich beim Spiel gegen die Eintracht äußerst schwer, konnte kaum offensive Akzente setzen und gab lediglich einen Schuss in 68 Minuten Spielzeit ab. Seine Passgenauigkeit lag gerade mal bei 52 Prozent. Gerade im ersten Abschnitt, als der FC das Spiel gut im Griff hatte und auch die ein oder andere gute Torchance herausspielen konnte, war Johannesson nicht wirklich ein Faktor. Die Leistungsschwankungen des 23-Jährigen sind schon des Öfteren in seiner Zeit beim FC aufgefallen. Doch woran liegt das?

Isak Johannesson: Als Achter gefährlicher, als Sechser stärker eingebunden

Wie come-on-fc.com bereits in einer Analyse Ende August berichtete, fühlt sich der FC-Profi in einer offensiveren Position wohler. Während er in Köln häufig auf der Doppelsechs eingesetzt wird, wurde er zu seiner Zeit bei Fortuna Düsseldorf eher als Achter aufgestellt. Das klare Ergebnis: Sowohl die Anzahl an Schüssen pro 90 Minuten als auch die erwarteten Tore gingen im Vergleich zu seiner Fortuna-Zeit zurück. Allerdings schoss Johannesson in Düsseldorf auch die Elfmeter. Die Daten belegen, dass er in seiner neuen Rolle beim FC stärker aus der Tiefe in den Spielaufbau eingebunden wird, sich aber weder zu einem zweikampfstarken Defensivakteur entwickelt hat noch seine offensive Gefahr aus der Vergangenheit entfalten kann.

Im Spiel gegen die Eintracht setzte Trainer René Wagner auf einen defensiveren Ansatz mit einer 3-5-2-Formation. Daher war der Isländer auch gezwungen, mehr als klassischer Sechser aufzutreten, weshalb seine Qualitäten aus Düsseldorfer Tagen abhandenkommen. Dort kam er nämlich in seiner letzten Saison auf 17 Scorerpunkte (elf Tore, sechs Vorlagen) und erzielte mit seiner tollen Schusstechnik auch immer mal wieder Tore aus der Distanz. Sein Tor im Derby gegen die Borussia ließ diese Fähigkeiten endlich mal wieder aufblitzen.

Warum Johannesson beim FC auch von seinen Nebenleuten abhängt

Johannessons Rolle sowie Position beim FC ist aber schlichtweg auch vom Gegner abhängig. In Duellen, in denen die Kölner mehr Spielanteile haben und die andere Mannschaft auch mal hinten reindrücken, hat der Nationalspieler die Möglichkeit, offensiver zu agieren. Der FC wird in einigen Spielphasen aber immer wieder zu passiv, was gegen Frankfurt als auch gegen Borussia Mönchengladbach passiert ist. In diesen Druckphasen des Gegners tut sich der FC immer schwer, für Entlastung zu sorgen. Daher fielen auch in beiden Partien in diesen Phasen die Gegentore.

Ein Spieler mit der Cleverness von Ellyes Skhiri ist in solchen Duellen daher für den FC Gold wert. Der Tunesier bringt viel Erfahrung mit, kann das Spiel der Kölner beruhigen und auch mal ein taktisches Foul ziehen, um die Drangphase des Gegners zu unterbrechen. Im Derby bekleidete Skhiri erstmals gemeinsam mit Johannesson das Mittelfeld-Zentrum, was gut funktioniert hat. Der Ex-Frankfurter kann das Spiel aus der Tiefe gut aufbauen, wodurch sich Johannesson mehr nach vorn orientieren kann. Mit Skhiri an seiner Seite muss Johannesson nicht sämtliche Aufgaben im Spielaufbau aus der Tiefe übernehmen. Der erfahrene Tunesier kann sich die Bälle vor der Abwehr abholen und das Kölner Spiel strukturieren. Für Johannesson entstehen dadurch Freiheiten, sich häufiger in höheren Räumen anzubieten. Sein monatelanger Ausfall schmerzt dem Klub daher sehr.

Die Leistungsschwankungen Johannessons lassen sich sicherlich nicht allein mit seiner Position erklären. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass der Isländer seine größten Stärken in einer offensiveren Rolle entfalten kann. Gerade der Ausfall von Ellyes Skhiri könnte deshalb zum Problem werden. Denn dem FC fehlt damit nicht nur ein erfahrener Mittelfeldspieler, sondern möglicherweise auch genau der Partner, der Johannesson die nötigen Freiheiten verschaffen könnte.

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„Ich würde mich sehr freuen“: Ex-FC-Profi Ljubicic hofft auf Comeback gegen Köln

Ex-FC-Profi Ljubicic hofft auf Comeback gegen Köln
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„Ich würde mich sehr freuen“: Ex-FC-Profi Ljubicic hofft auf Comeback gegen Köln

Der 1. FC Köln trifft am kommenden Samstag auf den FC Schalke 04. Dabei wäre es eigentlich zu einem Wiedersehen mit Ex-FC-Profi Dejan Ljubicic gekommen. Der Österreicher laboriert derzeit aber noch an einer Verletzung und dämpfte am vergangenen Wochenende die Erwartungen auf eine schnelle Rückkehr.

Nach einer turbulenten Zweitligasaison kehrte der 1. FC Köln im Sommer 2025 unter Friedhelm Funkel zurück in die Bundesliga. Zu den Aufstiegshelden gehörte damals unter anderem Dejan Ljubicic, der im Anschluss den Klub jedoch verließ. Nur ein Jahr später konnte er mit dem FC Schalke 04 erneut den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse feiern. Ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub am Wochenende ist aktuell jedoch unwahrscheinlich.

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122 Spiele (16 Tore/acht Vorlagen) absolvierte Ljubicic in vier Jahren für den FC, ehe er den Klub Richtung Dinamo Zagreb verließ. Der Österreicher wollte sich noch einmal auf der internationalen Bühne beweisen und mit den Kroaten in der Europa League spielen. Sein Kapitel bei Dinamo fand jedoch ein schnelles Ende. Nach nur einem halben Jahr kehrte Ljubicic nach Deutschland zurück und wechselte zu Schalke 04 in die 2. Bundesliga. Wie „Sky“ damals berichtete, waren familiäre Gründe ausschlaggebend für die schnelle Rückkehr. Die kroatische Zeitung „Sportske novosti“ schrieb hingegen, dass aus dem Spielerumfeld zu vernehmen sei, dass Ljubicic mit dem Spielstil von Dinamo unzufrieden war. Dies sei offensichtlich gewesen und auch von Fans kritisiert worden.

Wechsel-Gerüchte um Ljubicic im vergangenen Sommer

Bei den Schalkern um Trainer Miron Muslic gehörte der Mittelfeldspieler sofort zum Stammpersonal. Mit vier Treffern und drei Vorlagen in der Rückrunde verhalf er den Königsblauen zur Rückkehr in die Bundesliga. Zum Ende der Transferperiode im vergangenen Sommer machten sich dann erneut Wechsel-Gerüchte um den 29-Jährigen breit. In einer Medienrunde dementierte Ljubicic diese Gerüchte jedoch und stand anschließend beim Bundesliga-Auftakt gegen den FC Augsburg in der Startelf. Am dritten Spieltag gegen Union Berlin zog sich der Ex-Kölner dann eine Knieverletzung zu. Ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klub am kommenden Samstagnachmittag ist weiterhin fraglich.

Ljubicic dämpft Hoffnung auf ein schnelles Comeback

Am Rande des Schalker Heimspiels gegen Mainz 05 gab Ljubicic ein Update zu seiner Rückkehr. „Mir geht es schon wieder viel besser“, verriet er gegenüber Sky. Gleichzeitig blickte er skeptisch auf ein mögliches Comeback gegen die Kölner: „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich nächste Woche dabei bin. Aber das wird eher schwieriger. Wir müssen von Tag zu Tag schauen.“ Eine schnelle Rückkehr würden die Königsblauen begrüßen, denn mit Moussa Sylla fällt bereits ein weiterer Offensivspieler für die Partie aus. Ebenfalls bangt S04 um Stürmer Edin Dzeko. Der Routinier erlitt im Spiel gegen Mainz eine tiefe Platzwunde am Kopf und musste daraufhin genäht werden. Ob er gegen den FC spielen kann, ist aktuell noch offen.

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Stürmer-Not beim FC: War die Leihe von Youssoupha Niang ein Fehler?

Youssoupha Niang spielt mittlerweile für St. Pauli
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Stürmer-Not beim FC: War die Leihe von Youssoupha Niang ein Fehler?

Mit Thijs Dallinga und Imad Rondic fehlen dem 1. FC Köln aktuell zwei Stürmer verletzungsbedingt. Ragnar Ache ist zumindest wieder teilintegriert, braucht aber auch noch Zeit. Eine weitere Option, die hätte in der Offensive auflaufen können, wäre Youssoupha Niang gewesen. Der Angreifer ist derzeit an den FC St. Pauli ausgeliehen. Hätten die Kölner den 20-Jährigen im Sommer lieber behalten sollen?

Für Youssoupha Niang läuft es beim FC St. Pauli bislang richtig gut. Der Stürmer stand in vier von von sechs möglichen Zweitliga-Partien in der Startelf und kam in den anderen beiden Partien als Joker zum Einsatz.

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Auch wenn es mit dem Toreschießen bislang noch nicht funktioniert hat, ist die Spielpraxis für den 20-Jährigen elementar wichtig für seine Entwicklung. Gemeinsam mit Abdoulie Ceesay bildet Niang seit drei Partien das Offensiv-Duo bei St. Pauli. „Das hat sich jetzt so ein wenig ergeben mit Youss, der geradlinig ist, der auch brutale Power hat, am Gegner vorbeiziehen kann und beim Anlaufen richtig gut ist“, lobte Trainer Marcel Rapp den Youngster nach dem 2:0-Erfolg gegen den Karlsruher SC.

Niang durfte in der vergangenen Saison sowohl unter Ex-Coach Lukas Kwasniok als auch unter René Wagner bereits Bundesligaluft schnuppern. Zweimal stand der junge Stürmer in der Startelf, zudem kam er achtmal von der Bank. Im vergangenen Sommer entschieden sich die FC-Verantwortlichen jedoch, Niang in die 2. Bundesliga an St. Pauli zu verleihen. In Hamburg sollte das Eigengewächs wichtige Spielpraxis und Erfahrungen sammeln. Angesichts der aktuellen Lage bei den Geißböcken muss jedoch die Frage erlaubt sein, ob bei der Kaderplanung in der Offensive nicht einen Fehler gemacht wurde. Aktuell steht man in Köln ohne nominellen Stürmer da.

Niang als zusätzliche Option in der Kölner Offensive

Der gleichzeitige Ausfall von Ragnar Ache und Thijs Dallinga traf den FC hart. Dahinter steht als dritte Option für das Sturmzentrum lediglich Imad Rondic bereit. Der Bosnier konnte allerdings seit seinem Wechsel nach Köln seine Qualitäten nie wirklich unter Beweis stellen und fehlte zuletzt ebenfalls. Marius Bülter wird unter Wagner primär auf den Außenbahnen eingesetzt, spielte aufgrund der aktuellen Lage allerdings immer wieder neben Said El Mala in der vordersten Linie. Der 33-Jährige ist allerdings kein klassischer Stürmer. Wie die Rolle von Niang bei einem Verbleib aktuell aussehen würde, ist rein spekulativ. Auch wenn es vielleicht nicht für die Startelf reichen würde, dürfte er dennoch zumindest eine große Rolle von der Bank spielen. Der gebürtige Bonner bringt einige Eigenschaften mit, die dem Team gut zu Gesicht stehen würden. Er ist jung, hungrig und flexibel einsetzbar.

In der Vorbereitung machte Niang durch starke Leistungen auf sich aufmerksam und traf unter anderem in den Testspielen gegen den FC Rheinsüd und Bergisch Gladbach. Sogar ein möglicher Durchbruch als Stammspieler wurde immer wieder diskutiert. Trotzdem entschieden sich Wagner und sein Team am Ende bekanntlich für eine Leihe als bessere Option. Rund zwei Monate später steht der FC ohne Stürmer da. Weder Bülter, noch der aktuell fehlende Rondic werden diese Lücke vollständig schließen können. Für Niang hätte es die Möglichkeit sein können, sich in der Bundesliga zu beweisen. Vereinsintern werden große Stücke auf den Angreifer gehalten. Welche Rolle er nach seiner Rückkehr einnimmt, wird sich noch zeigen.

Wagner setzt auf junge Talente

Dass Wagner keine Scheu hat, auf junge und talentierte Spieler zu setzen, zeigt unter anderem der Umgang mit Jahmai Simpson-Pusey und Mikey Moore. Neuzugang Reigan Heskey spielte zuletzt ebenfalls wieder eine größere Rolle. In Frankfurt durfte der junge Engländer in der Schlussphase ran und hatte noch die Chance zum Ausgleich. Von der aktuellen Situation hätte Niang zwar profitieren können – allen voran aber der FC selbst. Seine Schnelligkeit könnte im Umschaltspiel der Kölner eine Waffe sein – besonders, wenn Wagner wie gegen die Eintracht eine defensivere Ausrichtung wählt und auf Konter setzt.

Niang wurde beim FC in der vergangenen Saison auch schon auf der rechten Außenbahn eingesetzt und hätte dort den Konkurrenzkampf ankurbeln können. Auf der Position hat momentan Linton Maina die Nase vorn. Der Außenspieler ist aktuell Topscorer bei den Kölnern und verdrängte Jan Thielmann direkt zu Beginn der Spielzeit aus der Startelf. Thomas Kessler deutete bereits an, für den Platz im Sturmzentrum im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden zu wollen. Womöglich steht auch eine frühzeitige Leih-Rückkehr im Raum.

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Mikey Moore nur auf der Bank: Wagners überraschender Plan geht nicht auf

Mikey Moore stand gegen Frankfurt nicht in der Startelf des 1. FC Köln
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Mikey Moore nur auf der Bank: Wagners überraschender Plan geht nicht auf

Nach drei Startelfeinsätzen in Folge musste Mikey Moore gegen Eintracht Frankfurt überraschend auf der Bank Platz nehmen. René Wagner entschied sich für eine defensivere Grundordnung und setzte im Angriff auf andere Qualitäten. Zunächst schien der Plan aufzugehen. Doch als der FC offensiv zunehmend Probleme bekam, konnte auch der eingewechselte Engländer die Niederlage nicht mehr verhindern.

Ein wenig Ball hochalten, ein paar müde Pässe. Als Mikey Moore sich am Freitagabend mit der Mannschaft auf dem Platz aufwärmte, wirkte der Engländer ein wenig lustlos. Nach drei Startelf-Einsätzen in Folge beförderte Trainer René Wagner den Youngster zunächst auf die Bank. Das hatte vor allem taktische Gründe.

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Mit seiner Aufstellung hatte Wagner vor dem Duell bei Eintracht Frankfurt einige Fans überrascht. Die Kölner begannen mit einer Dreierkette, bestehend aus Luka Lochoshvili, Joel Schmied und Jahmai Simpson-Pusey. Und wenn hinten einer mehr gebraucht wird, muss in der Offensive einer weichen. Der Leidtragende war daher Mikey Moore. Wagner begründete seine Entscheidung vor Anpfiff wie folgt: „Wir wollen schauen, dass wir aus einem kompakteren Block einfach umschalten können. Dass wir mit schnellen Spielern umschalten können und haben mit Bülti einen Spieler, der zwischen den Linien schwimmen kann.“

Warum Wagner gegen Frankfurt auf Mikey Moore verzichtete

Während Moore im ersten Abschnitt auf der Ersatzbank nicht besonders glücklich wirkte, machte der FC in den ersten 45 Minuten ein ordentliches Spiel. Hinten standen die Geißböcke kompakt, vorne gab es die ein oder andere gute Gelegenheit, unter anderem durch Marius Bülter. Als im zweiten Abschnitt die Frankfurter die Intensität erhöhten und es dem FC gerade nach vorn an Kreativität fehlte, bekam Moore dann noch gut zwanzig Minuten, in denen jedoch nicht viel klappen wollte. Dem 19-Jährigen versprangen immer wieder die Bälle und in der Entstehung des entscheidenden Gegentreffers zum 0:1 kam er nicht mehr rechtzeitig in den Zweikampf. Einen großen Vorwurf kann man Moore jedoch nicht machen. Die Fehlerkette begann sicherlich an anderer Stelle.

Dabei hätte gerade Moores Spielweise dem FC möglicherweise helfen können. Während El Mala und Maina besonders mit ihrem Tempo gefährlich werden, verfügt der Engländer über die technischen Möglichkeiten, auch gegen einen kompakt stehenden Gegner Lösungen zu finden. Er kann sich zwischen den Linien anbieten, Gegenspieler im Dribbling binden und mit einem überraschenden Pass Räume öffnen. Allerdings ist das zunächst nur eine theoretische Überlegung. Dass Moore in seiner Einsatzzeit selbst kaum Akzente setzen konnte, zeigt, dass der 19-Jährige die offensiven Probleme der Kölner nicht im Alleingang hätte lösen können.

Allerdings erwischt der gebürtige Londoner insgesamt einen eher unglücklichen Abend. Nachdem das Offensiv-Juwel in den vergangenen drei Partien zwar immer wieder gute Akzente zeigte, jedoch keinen weiteren Scorerpunkt liefern konnte, kam die Entscheidung aufgrund der System-Umstellung überraschend. Das Tempo gab wohl den Ausschlag. Und da haben Said El Mala und Linton Maina aktuell wohl die Nase vorn. Marius Bülter sollte sich dagegen zwischen den Linien bewegen und die Bälle festmachen oder weiterleiten. Moore bringt andere Qualitäten mit. Der Engländer sucht häufig spielerische Lösungen, kann mit seiner Technik auf engem Raum Situationen auflösen und Chancen vorbereiten. Für den gewählten Matchplan waren offenbar andere Eigenschaften gefragt.

Da die Kölner sich aber kaum zwingende Torchancen erspielten, darf zumindest die Frage erlaubt sein, ob der FC mit einem Moore von Beginn an, andere Lösungen gefunden hätte. Der xGoals-Wert von 0,5 war jedenfalls alles andere als bemerkenswert.

Moore dürfte gegen Schalke wieder in die Startelf zurückkehren

Doch der Bankplatz gegen die Eintracht wird wohl kaum ein Fingerzeig für die kommenden Wochen sein. Wagners taktische Herangehensweise passt sich dem Gegner an. Und dass die Entscheidung gegen Moore ein Fehler war, lässt sich aus der Niederlage allerdings kaum ableiten. Schließlich funktionierte Wagners Plan zumindest über weite Strecken der ersten Halbzeit. Die Kölner verteidigten kompakt und kamen selbst zu guten Möglichkeiten. Erst nach dem Seitenwechsel verlor der FC zunehmend den Zugriff auf die Partie. Die Frage ist deshalb weniger, ob Moore zwingend hätte beginnen müssen, sondern ob Wagner auf die veränderte Spielsituation früher hätte reagieren können. Der Engländer kam erst in der 68. Minute ins Spiel.

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1. FC Köln: Vom Überraschungs-Reservisten zu einem der Derbyhelden – Tom Krauß nutzt seine Chance

Tom Krauß vom 1. FC Köln
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1. FC Köln: Vom Überraschungs-Reservisten zu einem der Derbyhelden – Tom Krauß nutzt seine Chance

Erstmals in dieser Saison musste Tom Krauß beim 1. FC Köln auf der Bank Platz nehmen. Doch nach der Verletzung von Ellyes Skhiri wurde der Mittelfeldspieler im Derby gegen Gladbach zu einem entscheidenden Faktor. Nun könnte sich seine Rolle erneut verändern.

Erstmals saß Tom Krauß in dieser Saison zunächst auf der Bank. Doch der Mittelfeldspieler lieferte genügend Argumente, warum er mehr als eine Option ist. Durch die Verletzung von Ellyes Skhiri führt kein Weg mehr an dem Spieler vorbei.

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Lange war über die Alternative zum verletzten Sturm-Duo Ragnar Ache und Thijs Dallinga diskutiert worden. Doch Veränderungen nahm FC-Coach René Wagner im Duell gegen Mönchengladbach auch auf anderen Positionen vor – und das durchaus überraschend. So wurde Tom Krauß aus der ersten Elf rotiert. Der Mittelfeldspieler war bislang unumstritten, sogar einer der Konstanten beim FC. Ein Spieler, der nicht immer mit technischer Finesse, aber immer mit Leidenschaft und Willen überzeugt. So auch im bisherigen Saisonverlauf. Am Sonntag war nun zunächst erst einmal Bank angesagt. Für den gebürtigen Leipziger startete Isak Johannesson, der seine Aufstellung mit einem Traumtor rechtfertigte. Viel Einsatzzeit war für Krauß indes wohl nicht vorgesehen. Doch durch die Verletzung von Ellyes Skhiri änderte sich die Perspektive. Krauß musste noch vor der Halbzeit ran.

Nach dem ersten Bankplatz: Tom Krauß wird beim 1. FC Köln zum Derby-Faktor

Sein Spiel sei dieses Mal daher „ein bisschen anders“ gewesen. „Heute kam ich mal von der Bank. Das ist für mich auch absolut in Ordnung, dass ich dann von dort meine Leistung bringe“, sagte der Mittelfeldspieler. Und genau diese brachte er auch. Krauß ging voran, zeigte in Sachen Willen und Leidenschaft seine großen Qualitäten und war gleich an mehreren Szenen entscheidend beteiligt. Kurz vor dem Führungstreffer zum 2:1 blockte Krauß Gladbachs Hashioka weg und machte Platz für Said El Mala, der sehenswert einnetzte. “ Für mich ist es ganz klar kein Foul. Er kann sich ja nicht in Luft auflösen“, erklärte der Torschütze später. „Ich hab den Weg für Said frei geräumt“, war die Sichtweise von Krauß. Die Gäste monierten nach dem Block ein Foulspiel, doch Schiedsrichter Florian Badstübner hielt die Aktion auch nach einem kurzen Austausch mit dem Video-Assistent-Referee nicht für strafwürdig.

Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat für den FC weitreichende Konsequenzen

In der letzten Viertelstunde erhöhten die Gladbacher dann nochmal den Druck und drängten auf den Ausgleich. Die Kölner verteidigten mit dem Stadion im Rücken jedoch alles leidenschaftlich weg – so auch Krauß. Der 25-Jährige lief unermüdlich die Räume zu, warf sich in jeden Zweikampf und verhinderte in der 88. Minute mit einem Kopfball sensationell den möglichen späten Ausgleich durch Zento Uno. Krauß lieferte damit innerhalb eines einzigen Spiels Argumente für sich – und das ausgerechnet in einer Begegnung, die für ihn zunächst einen Rückschritt bedeutet hatte. Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat für den FC weitreichende Konsequenzen. Der erfahrene Mittelfeldspieler ist für Wagners Mannschaft eine wichtige Größe im Zentrum. Seine Präsenz, seine Erfahrung und sein Spielverständnis lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.

Doch der Trainer weiß nun zumindest, dass er auf einen Spieler zurückgreifen kann, der seine Chance unter schwierigen Umständen genutzt hat. Durch Skhiris Ausfall entsteht eine Lücke, die Krauß wieder schließen soll. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass der Mittelfeldspieler normalerweise neben Skhiri spielt. Es muss also noch weitere Optionen geben. „Er hat das Stadion wie gegen Mainz in der letzten Saison angezündet. Er hatte einen super Impact auf die Mannschaft, gerade nach der Verletzung von Ellyes. Er hat sich für die Jungs aufgeopfert. Daher ein Sonderlob an Tom“, sagte René Wagner. Der Trainer weiß, was er an dem 25-Jährigen hat.

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Mit Selbstvertrauen ins Derby? Viele FC-Profis schoben in der Länderspielpause Frust

Luka Lochoshvili holte zwei Punkte in vier Spielen
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Mit Selbstvertrauen ins Derby? Viele FC-Profis schoben in der Länderspielpause Frust

Die Fans des 1. FC Köln fiebern nach der Länderspielpause dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach entgegen. Nachdem Said El Mala und Mikey Moore am Dienstag wieder ins Training eingestiegen waren, trudeln in den kommenden Tagen dann auch die anderen Nationalspieler wieder am Geißbockheim ein. Die meisten mit wenig aufgefrischtem Selbstvertrauen.

Die Länderspielpause ist vorbei – die FC-Profis kehren ans Geißbockheim zurück, um sich auf das wichtige Derby am kommenden Sonntag (15.30 Uhr; Liveticker bei come-on-fc.com) gegen Borussia Mönchengladbach vorzubereiten. Nicht alle Nationalspieler holten sich frisches Selbstvertrauen.

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Said El Mala ließ die Herzen der FC‑Fans höherschlagen, als er am vergangenen Donnerstag gegen Serbien (2:0) sein DFB-Debüt feiern durfte und damit zum 44. deutschen Nationalspieler in der Kölner Klubhistorie wurde. Auch wenn er sowohl gegen die Serben als auch gegen die Griechen noch ein wenig nervös wirkte und nicht so viele Akzente im Spiel setzen konnte, darf man sich auf die zukünftige DFB-Karriere des Shootingstars freuen. Denn jeder in der Domstadt weiß, wozu der 20-Jährige imstande ist. Genau das weiß auch Bundestrainer Jürgen Klopp, der El Mala in beiden Partien als erste Einwechslung (gegen Griechenland mit Nick Woltemade) ins Spiel brachte.

Mikey Moore trifft zwei Mal für England

Für Mikey Moore, Isak Johannesson und Reigan Heskey war die Länderspielpause ein voller Erfolg. Der junge Moore war mit der U20 unterwegs, führte seine Mannschaft bei den Siegen gegen Italien, Frankreich und Deutschland als Kapitän auf den Platz. In den drei Partien traf er gleich zweimal und steuerte einen Assist bei, weshalb der 19-Jährige nun mit ordentlich Selbstvertrauen ans Geißbockheim zurückgekehrt ist. Nicht umsonst gilt Moore als eines der größten Talente auf der Insel. Die Isländer um Johannesson starteten zunächst mit einem Unentschieden gegen Estland. Im Anschluss folgten zwei Siege und ein weiteres Remis, wobei der FC-Profi in allen Partien in der Startelf stand. In Gruppe C in der Nations League steht der 23‑Jährige mit seiner Nationalmannschaft nun auf dem ersten Rang. Und auch für Reigan Heskey lief die Länderspielreise mit der englischen U19-Nationalmannschaft zufriedenstellend. Drei Siege in vier Spielen konnte seine Mannschaft verbuchen. In zwei Partien stand Heskey in der Startelf. Beim 2:1 gegen die USA gelang dem Sohn von England-Legende Emile Heskey sogar ein Treffer.

Bank-Frust für Rav van den Berg und Jahmai Simpson-Pusey

Weniger gut lief es dagegen für Rav van den Berg, Jahmai Simpson-Pusey, Paul Okon-Engstler und Luka Lochoshvili. Van den Berg, der ohnehin derzeit einen schweren Stand beim FC hat, hatte auf Spielpraxis bei der niederländischen U21-Nationalmannschaft gehofft, um etwas Selbstvertrauen zu tanken. Doch genau das Gegenteil trat ein. Der Innenverteidiger stand beim ersten Duell gegen Norwegen nicht mal im Kader und kam gegen Slowenien und Bosnien-Herzegowina nicht zum Einsatz. Ähnlich erging es auch Simpson-Pusey, der ebenfalls beim ersten Spiel der englischen U21-Nationalmannschaft nicht berücksichtigt wurde und im zweiten Spiel auf der Bank schmorte. Gegen Irland durfte der 20-Jährige am Dienstagabend dann aber von Beginn an ran, kassierte mit seiner Mannschaft jedoch eine Pleite.

Im Gegensatz zu van den Berg ist Simpson-Pusey allerdings unter FC-Coach René Wagner in Köln gesetzt in der Innenverteidigung. Für den Niederländer – dem ein wenig Spielpraxis im Testspiel gegen Viktoria Köln vielleicht gutgetan hätte, wäre er in Köln geblieben – war es eine Länderspielpause zum Vergessen. Lochoshvili kam dagegen für Georgien zwar in allen vier Partien zum Einsatz, sammelte mit seiner Truppe aber lediglich zwei Zähler und steht in Gruppe F der Nations League auf dem letzten Platz. Und Okon-Engstler absolvierte mit Australien zwei Freundschaftsspiele gegen Brasilien, wobei er sowohl beim 1:1 als auch bei der 2:4-Pleite in der Startelf stand.

Gideon Mensah reist vorzeitig ab

Ziemliches Chaos gab es bei Gideon Mensah. Mit Ghana legte der FC-Profi einen kompletten Fehlstart in die Qualifikation für den Afrika-Cup hin, verlor sowohl gegen die Elfenbeinküste als auch gegen Gambia. Im Anschluss, nach dem überraschenden Trainer-Aus bei den Black Stars, wurde das Testspiel gegen Marokko abgesagt. Es soll Streit um Prämien gegeben haben. Mensah kehrte daraufhin vorzeitig in die Domstadt zurück.

Insgesamt lässt sich zusammenfassen: Von Euphorie, über Bank-Frust bis zu vorzeitiger Abreise war bei den FC-Profis alles dabei. In den kommenden Tagen werden nun auch die letzten Nationalspieler in Köln zurückerwartet. Dann heißt es: vollen Fokus auf das so wichtige Derby gegen Borussia Mönchengladbach.


So spielen die Profis des 1. FC Köln

Said El Mala

🇩🇪 Deutschland

  • vs. Serbien1. Okt2:0
  • bei Griechenland4. Okt0:0

Isak Johannesson

🇮🇸 Island

  • vs. Estland26. Sep1:1
  • bei Luxemburg29. Sep3:0
  • vs. Bulgarien3. Okt3:0
  • bei Estland6. Okt0:0

Luka Lochoshvili

🇬🇪 Georgien

  • vs. Nordirland25. Sep0:1
  • vs. Ukraine28. Sep0:0
  • bei Ungarn2. Okt0:1
  • bei Nordirland5. Okt0:0

Paul Okon-Engstler

🇦🇺 Australien

  • vs. Brasilien25. Sep1:1
  • vs. Brasilien29. Sep2:4

Gideon Mensah

🇬🇭 Ghana

  • bei Elfenbeinküste24. Sep0:2
  • vs. Gambia29. Sep2:4

Jahmai Simpson-Pusey

England England (U21)

  • vs. Kasachstan25. Sep4:2
  • vs. Slowakei2. Okt0:0
  • bei Irland6. Okt1:3

Mikey Moore

England England (U20)

  • bei Italien25. Sep3:1
  • vs. Frankreich29. Sep2:1
  • vs. Deutschland3. Okt2:1

Reigan Heskey

England England (U19)

  • bei Irland25. Sep1:0
  • vs. Norwegen29. Sep2:1
  • vs. Belgien5. Okt0:1

Rav van den Berg

🇳🇱 Niederlande (U21)

  • bei Norwegen25. Sep0:0
  • bei Slowenien2. Okt4:2
  • vs. Bosnien & Herzegowina6. Okt4:0

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Said El Mala in der Endauswahl: FC-Youngster darf vom Golden Boy träumen und trainiert wieder – Wagner testet U19-Stürmer

Said El Mala und Mikey Moore wieder im Training
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Said El Mala in der Endauswahl: FC-Youngster darf vom Golden Boy träumen und trainiert wieder – Wagner testet U19-Stürmer

Zwischen Geißbockheim und internationaler Auszeichnung: Said El Malas Karriere geht weiter steil nach oben. Nach seiner starken Premierensaison beim 1. FC Köln und dem kürzlichen Debüt bei der deutschen Nationalmannschaft hat der 20-Jährige es nun in die Endauswahl für den Golden-Boy-Award geschafft.

Der Trainingsplatz füllt sich am Geißbockheim. Bei der Einheit am Dienstagvormittag gab es bereits die nächsten Rückkehrer: Said El Mala und Mikey Moore waren wieder mit dabei. Genauso wie ein weiteres neues Gesicht: U19-Angreifer Kevin Ekweribe darf sich ebenfalls zeigen. El Moore kehrten mit viel Selbstvertrauen von der Länderspielreise zurück, einer hat sogar eine Auszeichnung im Blick. Said El Mala hat es in die Endauswahl für den Golden-Boy-Award geschafft und gehört damit zu den letzten verbliebenen 25 Talenten auf der Liste.

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Seit 2003 vergibt die italienische Zeitung „Tuttosport“, in diesem Jahr gemeinsam mit transfermarkt.de, eine Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler Europas. Die Talente müssen ab 2006 geboren sein und im Bewertungszeitraum in einer der europäischen Top-Ligen aktiv sein.

Said El Mala unter den letzten 25 beim Golden Boy 2026

Nach einer starken Premierensaison mit 13 Toren und fünf Assists wurde El Mala im Kalenderjahr 2026 für den Award nominiert. Eine Jury aus Sportjournalisten verschiedener Länder konnte für die U21-Talente abstimmen. In der ersten Runde im Mai konnten auch noch Fans an der Abstimmung teilnehmen. Jeden Monat wurden dann die Letztplatzierten gestrichen. Bei einer Gala Anfang Dezember wird der glückliche Gewinner bekannt gegeben.

Es handelt sich nicht um einen offiziellen Titel, aber um eine renommierte Auszeichnung. Erstmals konnten es monatlich auch neue Spieler in die Liste schaffen. Das finale Wort am Ende der Wahl hat dann die Jury. Neben El Mala sind mit Lennart Karl und Finn Jeltsch noch zwei weitere deutsche Youngsters in der Endauswahl vertreten. Aus der Bundesliga kommen noch Konstantinos Kartestas und Joane Gadou vom BVB hinzu. Mikey Moore war auch in den vorherigen Listen vertreten, schaffte es aber nicht in die 25.

El Malas Leistungen hatten in der vergangenen Saison für Furore gesorgt und das Interesse von zahlreichen Top-Klubs im Sommer geweckt. Der 20-Jährige war in Deutschland in der Sommer-Transferperiode zwischenzeitlich das Gesprächsthema Nummer eins. Letztlich entschied er sich jedoch für einen Verbleib am Geißbockheim und feierte zuletzt sein Debüt bei der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klopp.

Podolski schaffte es 2005 unter die besten drei

2024 war mit Max Finkgräfe letztmals ein FC-Profi für den Award nominiert. Die Kölner Fans stimmten zu Beginn fleißig ab für den Außenverteidiger, der die erste Runde mit 50 Prozent aller Stimmen zunächst gewann. Doch dann flog er aus der Wertung, als der FC in die 2. Bundesliga abstieg. Denn an der Wahl dürfen nur Spieler der ersten Liga teilnehmen. Der bislang einzige FC-Spieler, der es unter die besten drei schaffte, war Lukas Podolski. Das Kölner Eigengewächs belegt 2005 den dritten Platz hinter Wayne Rooney und Lionel Messi.

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