Zu viele Gegentore, René Wagner muss etwas verändern – Ist Joel Schmied ein Kandidat für die Derby-Startelf?

Joel Schmied im Training des 1. FC Köln
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Zu viele Gegentore, René Wagner muss etwas verändern – Ist Joel Schmied ein Kandidat für die Derby-Startelf?

Eine Minute Bundesliga, so sieht der aktuelle Leistungsnachweis von Joël Schmied in dieser Saison aus. Dabei durfte sich der Schweizer nach dem Abgang von Cenk Özkacar und dem anhaltenden Ausfall von Timo Hübers durchaus Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht haben. Stattdessen setzte René Wagner auf Jahmai Simpson-Pusey und Neuzugang Luka Lochoshvili. Doch nach neun Gegentoren in vier Spielen und mehreren individuellen Fehlern der beiden könnte ausgerechnet im Derby Schmieds Stunde schlagen.

Im Trainingslager im Sommer zeigte sich Joel Schmied immer wieder im Training, ging voran, übernahm Verantwortung auf dem Platz und stand neben Luka Lochoshvili in den Trainingspielchen in der Innenverteidigung. Viel deutete auf mehr Einsatzzeit hin, nur ist die auch zu Beginn dieser Saison überschaubar.

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Aktuell muss Schmied darum kämpfen, überhaupt in René Wagners Startelf zu stehen. Im Winter 2024 war es der FC, der um Schmied gekämpft hat. Die Kölner Verantwortlichen wollten den Kapitän des FC Sion unbedingt als einen der ersten Neuzugänge nach der Transfersperre verpflichten. Einfach so ziehen lassen wollte ihn Sion-Präsident Christian Constantin allerdings nicht. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Tage. Constantin forderte zunächst mindestens drei Millionen Euro Ablöse, Christian Keller wollte diese Summe nicht zahlen. Am Ende einigten sich die beiden Vereine offenbar auf rund zweieinhalb Millionen Euro. Auch Schmied selbst machte schnell deutlich, was er sich von seinem Wechsel erhoffte. Beim FC unterschrieb er einen Vertrag bis 2029 und sprach von seinem nächsten Karriereschritt.

Verletzungen bremsen Schmied immer wieder aus

Nach dem Aufstieg wurde Schmied zu einer festen Größe in Kwasnioks Dreierkette. Nach Timo Hübers schwerer Verletzung übernahm er sogar noch mehr Verantwortung und rückte zeitweise zum Abwehrchef auf. Doch ausgerechnet in dieser Phase erwischte es auch den Schweizer. Eine Oberschenkelverletzung setzte ihn mehrere Wochen außer Gefecht. Sein Comeback währte nur kurz. Nachdem er Anfang Februar wieder in den Kader zurückgekehrt war, musste Schmied wegen einer erneuten Muskelverletzung wieder pausieren. Immerhin kam er im Saisonendspurt noch zu einigen Minuten unter Kwasnioks Nachfolger Wagner. In der Sommervorbereitung wollte er dann wieder voll angreifen.

Wird Joël Schmied zum Profiteur in der FC-Abwehr?

In der Sommervorbereitung machte der ehemalige Schweizer Juniorennationalspieler einen guten Eindruck. Trotzdem zeichnete sich immer mehr ab, dass Wagner in der Innenverteidigung auf Simpson-Pusey und Lochoshvili setzen wird. Für Schmied blieb zum Saisonstart nur die Rolle des Herausforderers. Allerdings konnten die beiden gesetzten Innenverteidiger in den ersten Spielen nicht vollends überzeugen, dazu führten individuelle Fehler zu Gegentoren. Saisonübergreifend wartet der FC unter Wagner als Cheftrainer sogar noch gänzlich auf das erste Spiel ohne Gegentor. Nach dem bisherigen Saisonstart dürfte der FC-Coach also zumindest darüber nachdenken, ob er an seiner bisherigen Besetzung festhalten will. Gerade vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach steht Wagner unter Druck. Eine Niederlage dürfte die Diskussionen um seinen Namen vollends entfachen.

Ein möglicher Nutznießer könnte eben Schmied sein. Der Schweizer hat sich in dieser Saison bislang nichts zu Schulden kommen lassen. Von Unzufriedenheit über seine Situation ist nach außen zumindest auch nichts zu hören. Stattdessen wartet er geduldig auf seine Chance. Ob er diese ausgerechnet im Derby bekommt, wird sich am 11. Oktober zeigen. Für Schmied könnte es der Moment sein, auf den er nach einer turbulenten Zeit beim FC lange gewartet hat.

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Neun Gegentore und zu viele individuelle Fehler: Wackelt jetzt Wagners Abwehr-Duo?

Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey
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Neun Gegentore und zu viele individuelle Fehler: Wackelt jetzt Wagners Abwehr-Duo?

Mehr und mehr hat sich in der Vorbereitung herauskristallisiert, dass René Wagner in der Innenverteidigung mit Jahmai Simpson-Pusey und dem Neuzugang Luka Lochoshvili plant. Mit dieser Stamm-Innenverteidigung haben die Kölner aber schon neun Gegentore in vier Bundesliga-Spielen kassiert. Kein einziges Duell hat der FC dabei zu Null gespielt. Wenn dann selbst ein Team, das bis dato noch kein Tor geschossen hat, doppelt gegen den FC trifft, stellt sich natürlich die Frage beim 1. FC Köln: Muss man in der Innenverteidigung umdenken?

Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili sind unter René Wagner gesetzt. Dabei kassierte der FC aber schon neun Gegentore in vier Spielen – auch aufgrund von individuellen Fehlern. Und so stellt sich durchaus die Frage, ob der Kölner Coach nun umstellen muss.

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Tim Schmermbeck berichtet für come-on-fc.com aus Hamburg

Wenn man im Sommer an die Baustellen im Kader des 1. FC Köln dachte, ist einem die Innenverteidigung wohl nicht als Erstes in den Sinn gekommen. Zumal der FC relativ schnell bekannt gab, dass man Jahmai Simpson-Pusey fest verpflichten würde. Mit dem Engländer, Joel Schmied, Rav van den Berg, (dem verletzten) Timo Hübers und den Leih-Rückkehrern Julian Pauli und Elias Bakatukanda hatten die Kölner zu diesem Zeitpunkt sechs Innenverteidiger im Kader. Trotzdem entschied man sich in Köln dazu, auch noch Luka Lochoshvili vom 1. FC Nürnberg loszueisen. Er sollte Cenk Özkacar ersetzen, der zum Saisonendspurt die Innenverteidigung mit Simpson-Pusey bildete. Letzterer hinterließ vergangene Saison einen guten Eindruck. Mit guten Spieleröffnungen hatte er ab dem Winter eine wichtige Lücke geschlossen. Lochoshvilis Ansätze ähneln auf den ersten Blick denen von Özkacar, der Georgier sollte aber vor allem eine Waffe bei Standards werden – hinten, wie auch vorne.

Fehler, die zu Gegentoren führen

Doch schon in der Vorbereitung zeichnete sich ab, dass der FC erneut Probleme in der Defensive haben könnte. Allein beim Doppeltest gegen den SC Paderborn kurz vor Saisonstart kassierten die Kölner sieben Gegentore, inklusive eines Hattricks von Ex-FC-Profi Steffen Tigges. Auch in den ersten fünf Pflichtspielen behielt Marvin Schwäbe kein einziges Mal eine weiße Weste. Die Gegentore allein auf die Innenverteidigung zu schieben, wäre zu einfach gedacht. Trotzdem gab es in allen Spielen auch nicht zu übersehende Fehler der Innenverteidigung. Gegen Hoffenheim kam Simpson-Pusey gegen Neu-Nationalspieler Bambasé Conté zu spät und verursachte einen Elfmeter. Dieser führte zwar nicht zu einem Gegentor, es war aber nicht Simpson-Puseys erste unglückliche Grätsche im FC-Dress. Man erinnere sich noch an seine Rote Karte nach seiner Grätsche gegen Maxi Beier.

Lochoshvili sah unterdessen gegen den VfB Stuttgart nicht glücklich aus – wurde beim 0:1 von Bilal El Khannouss getunnelt und beim 0:3 von Ermedin Demirovic an der Seitenlinie abgekocht. Beim jüngsten Spiel gegen den HSV war es dann wieder der junge Engländer, der beim 0:2 schlecht aussah. Das führte sogar dazu, dass sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zu dessen schlechten Abwehrverhalten in der Situation äußern musste: „Es gehört auch dazu, dass du individuelle Fehler von einem jungen Spieler auch mal zulassen musst. Jahmai weiß auch, dass er beim zweiten Tor nicht glücklich aussah.“ Und das ausgerechnet in der Woche, in der Jahmai Simpson-Pusey erstmals für die englische U21-Nationalmannschaft nominiert wurde.

Die Herausforderer stehen in den Startlöchern

In der U21-Nationalmannschaft seines Landes ist van den Berg bereits eine feste Größe. Er führte die Jong Oranje auch schon als Kapitän auf den Platz und wurde für die anstehende U-21 Europameisterschafts-Qualifikation nominiert. Beim FC hat er allerdings bisher noch nicht wirklich stattgefunden. Nach einer verletzungsgebeutelten ersten Saison hat man sich beim FC den Durchbruch in dieser Saison erhofft. Immerhin legte man für ihn die für FC-Verhältnisse immer noch sehr hohe Summe von 8,5 Millionen auf den Tisch. Zuletzt reichte es für den Innenverteidiger sogar nicht mal mehr für einen Kaderplatz. Eine für ihn sicherlich sehr frustrierende Situation, vor allem, wenn es bei den Stammspielern nicht gut läuft. Fragt sich, ob Wagner jetzt umdenken und van den Berg eine neue Chance geben muss.

Spätestens, wenn van den Berg bei der U-21-Nationalmannschaft zu seinen ersten Pflichtspielminuten kommen sollte und dort mit Leistung überzeugt. Aber auch dann muss er wohl erstmal an Innenverteidiger Nummer drei vorbei – Joel Schmied. Der besonnene Schweizer hat nicht viel mehr Minuten als van den Berg vorzuweisen, kam aber immerhin schon zu seinen ersten Bundesligaminuten. Auch ihn haben in der vergangenen Saison mehrere Verletzungen ausgebremst. Trotzdem hat er sich nach Özkacars Abgang sicherlich Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht. Eine mögliche Unzufriedenheit bekommt man von außen allerdings nicht mit. Und vielleicht reicht das schon, sich mit seiner Rolle zu arrangieren, im Training immer alles zu geben und eben da zu sein, wenn er gebraucht wird, um einen der beiden bisherigen Stamminnenverteidiger zu verdrängen. Möglicherweise bereits im Derby gegen Mönchengladbach. Und dann gibt es hoffentlich ein Ergebnis, das jeder Verteidiger liebt: „Drei Punkte und zu Null.“

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Und wieder einmal Aufbaugegner: Der 1. FC Köln unterliegt dem Hamburger SV

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Und wieder einmal Aufbaugegner: Der 1. FC Köln unterliegt dem Hamburger SV

Der FC wollte sich mit einem Sieg in die Länderspielpause verabschieden, doch es gab den nächsten Rückschlag. Gegen den noch tor- und punktlosen Hamburger SV kassierten die Geißböcke eine bittere Niederlage. Bitter, weil der FC eigentlich viel richtig machte. Der 1. FC Köln verliert beim Hamburger SV 1:2.

Hamburger SV gegen den 1. FC Köln. Das klingt schon allein von der Ansetzung nach Bundesliga pur. Vor anderthalb Jahren gemeinsam in die Bundesliga aufgestiegen, wollen beide Clubs diese Saison den nächsten Schritt in Richtung Etablierung gehen. Während der FC vor dem Spiel mit 4 Punkten einen soliden Saisonstart hinlegte, war es für den HSV ein Saisonstart zum Vergessen: 0 Punkte und dabei kein einziges eigenes Tor in den ersten drei Spielen. Nun aber verabschiedet sich der HSV mit breiterer Brust in die Länderspielpause, während der FC den nächsten Dämpfer hinnehmen muss.

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Der HSV schob die Favoritenrolle zu Beginn klar dem FC zu. Das Heimteam ließ sich gegen den Ball weit in die eigene Hälfte zurückdrängen, während der FC, wie schon gegen Bremen, vorne alles anlief. Auch die erste Chance des Spiels gehörte den Kölnern. Dallinga traf nach Mainas Vorlage aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz (6.). Gegen den tiefen Hamburger Block versuchte der FC immer wieder, mit vielen kurzen Pässen spielerische Lösungen zu finden. Dallinga löste sich dafür öfters aus der Sturmspitze, um sich den Ball zu holen. Said El Mala blieb dagegen zum Start noch blass und glücklos im Dribbling. Sein neuer kongenialer Offensivpartner Mikey Moore war hingegen wieder mal einer der Auffälligsten. Seinen Schuss aus rund 30 Metern musste Heuer Fernandes per Faustabwehr zur Ecke klären (26.).

Machst du sie vorne nicht, kriegst du sie hinten

Während der FC das Spiel dominierte, wurde der HSV nie wirklich gefährlich. Wenn es mal Offensivaktionen gab, dann über Vieira. Mit einem Weitschuss per Freistoß kam er zumindest zu Hamburgs erstem Torschuss. Dieser war allerdings viel zu harmlos und kein Problem für Schwäbe. Der FC wurde dafür gegen Ende der ersten Halbzeit immer stärker. Vor allem durch die Flügelspieler Linton Maina und den endlich aufblühenden El Mala. Zunächst verpasste der Kölner Shootingstar eine Maina-Flanke nur knapp mit dem Kopf, bevor er dann mit seinem klassischen El-Mala-Schuss an Heuer Fernandes scheiterte. Die dickste Chance hatte dann aber Thijs Dallinga. Nach einer maßgenauen Flanke von Gideon Mensah, kam er aus fünf Metern frei zum Kopfball. Heuer Fernandes konnte den Ball mit einem starken Reflex gerade noch so abwehren (38.). Während die Spieler gedanklich schon in der Kabine waren und René Wagner vermutlich schon die Halbzeitansprache überlegte, traf Hamburg zum 1:0 (44.) aus dem buchstäblichen Nichts. Nach einer Ecke von Albert Gronbaek sah sich in der Kölner Hintermannschaft keiner in der Verantwortung, Nicolás Capaldo zu decken. Dieser hatte dann keine Mühe mehr Marvin Schwäbe per Kopf zu überwinden.


Deine FC-Noten
Bewerte die Spieler nach dem Spiel
1 = sehr gut · 6 = ungenügend
Marvin Schwäbe
Ø –
Gideon Mensah
Ø –
Luka Lochoshvili
Ø –
Jahmai Simpson-Pusey
Ø –
Alessio Castro-Montes
Ø –
Ellyes Skhiri
Ø –
Tom Krauß
Ø –
Said El Mala
Ø –
Mikey Moore
Ø –
Linton Maina
Ø –
Thijs Dallinga
Ø –
Borna Sosa
Ø –
Ragnar Ache
Ø –
Isak Johannesson
Ø –
Luca Waldschmidt
Ø –
Marius Bülter
Ø –
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Eine Abtastphase wie in der ersten Halbzeit war es in der zweiten Häfte wahrlich nicht mehr. Beide Teams kamen mit mächtig Feuer aus der Kabine. Moore hatte den Ausgleich schon früh auf dem Fuß (47.). Kurz darauf kam es zu einer Slapstick-Aktion des FC. Schwäbes Weitschussversuch traf Jahmai Simpson-Pusey am Rücken, wodurch der Ball Groenbaek vor die Füße fiel. Schwäbe konnte den Fehler gerade noch so wieder ausbügeln (49.). Gegen den Schuss von Yussuf Poulsen zwei Minuten später war er dann aber machtlos. Nach einem schön und vor allem schnell ausgespielten Konter musste Poulsen nach einer scharfen Groenbaek-Flanke nur noch den Fuß reinhalten (51.).

Kein Durchkommen gegen den Hamburger Block

Nach dem 2:0 zeigte sich ein ähnliches Bild wie zu Beginn ersten Halbzeit. Der HSV ließ die Kölner kommen und die probierten mit viel Ballbesitz gegen den tiefen Hamburger Block durchzukommen. Wagner wechselte in diese Phase Ragnar Ache, Borna Sosa und Isak Johannesson ein, die Mitte der zweiten Halbzeit neuen Schwung reinbringen sollten. Für Sosa war es der erste Einsatz im FC-Dress. Richtig zwingend wurde es aber auch durch den Dreifachwechsel nicht. Die erste größere Chance nach dem Gegentor hatte der FC eher aus Zufall. Ein abgeblockter Sosa-Freistoß fällt über Umwege El Mala vor die Füße. Sein abgefälschter Schuss verfehlte den Pfosten nur knapp (74.).

Der HSV kam hingegen durch den Druck der Kölner immer wieder zu aussichtsreichen Kontern, die sie aber nicht clever genug ausspielten. Aber auch per Standards blieb der HSV gefährlich. Einen Freistoß von Vieira konnte Schwäbe gerade noch so über die Latte lenken (78.). Viel mehr machen musste der HSV auch nicht mehr. Bis Ellyes Skhiri mit einer genauen Flanke Ragnar Ache in der Spitze fand, der zum 1:2 einnickte (90.+1). Doch der Anschlusstreffer fiel zu spät.

Start der langen Länderspielpause

Die Bundesliga verabschiedet sich jetzt in ihre allererste XXL-Länderspielpause. Für Saïd El Mala geht es in Klopps zweitem Kader am 1. Oktober gegen Serbien und am 4. Oktober gegen Griechenland. Nach der Länderspielpause heißt es für den FC: Derby! Am 11. Oktober geht es gegen die Fohlen aus Mönchengladbach. Bis zum Spiel am 11. Oktober wird Mönchengladbach dann auch ihren neuen Cheftrainer gefunden haben.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah (64. Sosa), Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes (67. Johannesson) – Skhiri, Krauß (82. Waldschmidt) – El Mala, Moore, Maina (82. Bülter) – Dallinga (64. Ache); 1:0 Capaldo (43.), 2:0 Poulsen (49.), 2:1 Ache (90. +1)

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Der Club der 100 Spiele wird dünner: Wer sind die neuen Identifikationsfiguren?

Marvin Schwäbe freut sich mit seinen Teamkollegen über den Sieg gegen den VfL Wolfsburg
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Der Club der 100 Spiele wird dünner: Wer sind die neuen Identifikationsfiguren?

Der sportliche Verlust von Florian Kainz, Dominique Heintz, Eric Martel und Denis Huseinbasic lässt sich, auch in Anbetracht der Neuzugänge, sicherlich verkraften. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass der FC mit diesen Abgängen nicht nur reichlich an Erfahrung verliert,
sondern auch Spieler, die tragende Säulen für den Verein waren. Wer wird die neue Identifikationsfigur beim 1. FC Köln?

Mit weit über 100 Pflichtspielen für den FC hat unter anderem Eric Martel die Kölner diesem Sommer verlassen. Auch weitere Lücken wurden gerissen. Doch wer füllt diese und wird zur neuen Identifikationsfigur der Geißböcke?

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Die Verbliebenen: Konstanz im Tor

Im aktuellen Kader befinden sich nur sechs Spieler, die seit mehr als drei Saisons ununterbrochen beim 1. FC Köln spielen. Das sind Jan Thielmann, Marvin Schwäbe, Timo Hübers, Linton Maina, Luca Waldschmidt und Matthias Köbbing. Letztgenannter ist zwar bei Mitspielern und Fans gleichermaßen beliebt und stellt sich wie kaum ein anderer jedes Jahr aufs Neue in den Dienst der Mannschaft, hat allerdings auch noch kein Pflichtspiel für den FC absolviert. Als richtige Identifikationsfigur scheidet er somit aus. Torwartkollege Marvin Schwäbe ist hingegen der Inbegriff von Identifikationsfigur und das nicht nur aufgrund seines Kapitänsamts.

Als Herausforderer von Urgestein Timo Horn hat er sich den Platz im Tor mit Leistung erobert. Hat auch gegenüber Jonas Urbig am Ende nicht den Kürzeren gezogen. Auch in den eher schwierigen Saisons hat man seine Leistung immer ausgeklammert, wenn es darum ging, die Schuldigen auszumachen: „An ihm lag es nicht“. Der Vertrag läuft allerdings im kommenden Sommer aus. In der zurückliegenden Transferperiode vernahm man auch vereinzelt Meldungen, der FC wäre auch bereit, Schwäbe bei einem guten Angebot abgeben zu wollen. Der Transfermarkt ist aber jetzt geschlossen, Marvin Schwäbe weiterhin die Nummer 1 im Kölner Tor und zumindest noch in der kommenden Saison eine Identifikationsfigur des FC.

Schwankende Leistungen


Thielmann, Maina und Waldschmidt teilen alle ein ähnliches Schicksal. Die Leistungen schwanken zwischen Genie und Wahnsinn. Von allen erhofft man sich Jahr für Jahr, dass der Knoten doch endlich platzen muss. Gerade Thielmann, Eigengewächs, Deutscher B-Jugend-Meister, Kabinen-DJ, wäre als Kölsche Identifikationsfigur prädestiniert. Man hat bei ihm aber eher das Gefühl, dass er den Status des ewigen Talents nicht mehr loswird. In keiner Saison hat er mehr als drei Tore geschossen. Auch bei ihm vernahm man, dass man ihm bei einem möglichen Wechsel keine Steine in den Weg gelegt
hätte.

Timo Hübers schwere Verletzung war auch ein Grund, warum der FC in der vergangenen Saison ins Straucheln geraten ist. Der Mannschaft fehlte ihr Abwehrchef spürbar. Hübers Qualitäten als Führungsspieler und Identifikationsfigur sind unbestritten. Nicht umsonst hat er die Mannschaft eine Saison lang als Kapitän auf den Platz geführt. Trotzdem muss man sich, so weh es auch tut, fragen, ob Hübers nach der schweren Verletzung überhaupt noch einmal zu seinem alten Niveau zurückfinden, im schlimmsten Fall sogar, ob er überhaupt noch einmal spielen kann. Aber auch neben dem Platz ist Hübers eng mit der Mannschaft verbunden, ist mit ins Trainingslager gefahren und arbeitet kontinuierlich an seinem Comeback. Den Traum, ihn nochmal im FC-Trikot auf dem Platz zu sehen, teilt er mit den Fans.

Der Rückkehrer

Bei seiner Entscheidung, zum 1. FC Köln zurückzukehren, dürfte Ellyes Skhiri sicherlich auch der 27. Mai 2023 in Erinnerung gekommen sein. Beim emotionalen Abschied von Timo Horn und Jonas Hector wurde plötzlich auch er von den Fans zur Südkurve geordert und lautstark gefeiert. Flaco hatte sich das Standing in den vier Jahren im FC-Dress aber auch reichlich verdient. Nicht als Lautsprecher, sondern mit seinen Leistungen. Keiner ist so viel gelaufen wie er, Einsatzwille von der ersten bis zur letzten Minute und mit sieben Toren in seiner letzten Bundesligasaison war er plötzlich auch torgefährlich. Ihn nicht adäquat ersetzt bekommen zu haben, war auch einer der Gründe für den Abstieg in der darauffolgenden Saison.

Umso größer ist jetzt die Freude über seine Rückkehr. Auch wenn diese nicht allein auf seine sportliche Leistung in der jüngeren Vergangenheit zurückzuführen ist. Bei Eintracht Frankfurt war er in der letzten Saison eher als Rotationsspieler unterwegs, dazu hat er mit Tunesien eine WM zum Vergessen gespielt. Aber genau das macht ihn zu einem Topkandidaten als alte neue Identifikationsfigur. Der verlorene Sohn, der genau da zu alter Stärke findet, wo seine Karriere erst so richtig Fahrt genommen hat. Das ist genau das, was die Fans sehen wollen. Und spätestens, wenn er dann noch einmal ein Tor im Stil seines allerersten Bundesligators gegen Freiburg erzielt, ist er auch beim letzten Fan zurück im Herzen.

Der Goldjunge

In diesen Herzen hat er bereits einen sehr großen Platz eingenommen. Und würde man unter FC-Fans eine Umfrage nach der größten Identifikationsfigur machen, fiele sein Name wohl am häufigsten – Saïd El Mala. Und dafür hat er nur eine Saison gebraucht. Wobei, wenn man ehrlich ist, haben seine ersten 44 Minuten dafür ausgereicht. So lange hat es nämlich gedauert, bis er sein erstes Tor für den FC erzielt hat. Und nicht nur irgendwie, sondern mit einem Strahl genau in den Knick. Eine Art von Tor, das wir nicht zum letzten Mal bestaunen durften. El Mala erfüllt die Sehnsucht, die FC-Fans seit Lukas Podolski hegen.

Einen Spieler in den eigenen Reihen zu sehen, der Dinge kann, die kaum ein anderer kann. Ein Spieler, der, wenn er am Ball ist, immer und aus jeder Situation ein Tor erzielen könnte. Ein Spieler, der einfach zu gut für diesen Verein ist, der dennoch dessen Trikot trägt. Und dass dieses Trikot jetzt die Nummer 10 ziert, ist kein Affront gegenüber Podolski, sondern im Gegenteil – die Bestätigung, dass dieser Spieler genau das mitbringt und auslöst, was einst Podolski ausmachte. An El Malas Rolle als Identifikationsfigur gibt es also keine Zweifel. Das Problem: Selbst die größten Optimisten müssen sich wohl eingestehen, dass dies die letzte Saison der neuen Nummer 10 in Köln sein wird. Aber bis dahin heißt es einfach: Genießen und bestaunen. Und wer weiß, vielleicht spielt sich ja schon in dieser Saison eine neue Identifikationsfigur in die Herzen der FC-Fans.

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

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