In den Begegnungen gegen die Bayern und Mainz war er einer der besten Kölner, hatte am Erfolg gegen die Rheinhessen einen großen Einfluss. Damit gibt der Sechser eine Bewerbung ab. Tom Krauß erhöht beim 1. FC Köln den Konkurrenzkampf.
Lukas Kwasniok bezeichnete ihn später als Gamechanger. Tatsächlich veränderte sich die Spieldynamik nach seiner Einwechslung. Tom Krauß erhöht beim 1. FC Köln den Konkurrenzkampf. Und das offensichtlich auch auf bisherige Stammspieler wie Eric Martel.

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Im Fokus standen mit Doppeltorschütze Ragnar Ache oder Neuverpflichtung Jahmai Simpson-Pusey nach den aufreibenden 90 Minuten gegen Mainz andere. Den Unterschied machte beim 2:1-Erfolg aber auch ein zentraler Mittelfeldspieler: Tom Krauß kam zur zweiten Halbzeit für Eric Martel und der 24-Jährige veränderte die Spieldynamik. Schon gegen die Bayern war der Sechser einer der absoluten Lichtblicke und hatte sich eigentlich einen Einsatz von Beginn an verdient. Doch zum einen hatte Lukas Kwasniok Sorge vor einer Verschlechterung der leicht lädierten Hüfte des Spielers, zum anderen kehrte mit Martel einer der absoluten Leistungsträger der aktuellen Saison nach abgesessener Sperre zurück.
Krauß für Kwasniok der Gamechanger
„Bis gestern Mittag war er noch in der Startelf“, sagte Lukas Kwasniok über Neuzugang Krauß nach dem Mainz-Spiel. „Ich habe mich dann aber entschlossen, mehr Körpergröße auf das Feld zu bringen und wollte ihn lieber am Ende des Spiels auf dem Platz haben.“ So kam mit Martel ein Spieler, auf den man wohl nur ungerne verzichtet. Doch der 23-Jährige war gegen Mainz nicht so recht bei der Sache, fand nicht ins Spiel und ließ sich beim 0:1 ungewöhnlich leicht vernaschen. Martels Auftritt wirkte insgesamt fahrig und auch deswegen war die Begegnung für den Mittelfeldspieler nach 45 Minuten beendet. So kam eben Krauß und wurde für den Kölner Coach zum „Gamechanger“. Kwasniok lobte vor allem die Energie, die der 24-Jährige in die Begegnung brachte.
Und so stellt sich natürlich durchaus die Frage, ob Krauß nicht auch gegen den SC Freiburg einen Startelf-Platz verdient hat. Nach den vergangenen beiden Spielen eigentlich schon. Eigentlich, weil Krauß den Kölner Trainer wohl in eine gewisse Not bringt. Denn auch in der Innenverteidigung hat Kwasniok keinen großen Grund, die Mannschaft umzustellen. Was würde also mit Eric Martel passieren, wenn Krauß in der Startelf steht? Eine Frage, die angesichts der aktuellen Vertragssituation des Kölner Sechsers durchaus interessant sein könnte. Immerhin läuft Martels Kontrakt im kommenden Sommer aus und zumindest nach außen ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, wie es dann für den gebürtigen Bayer in der kommenden Spielzeit weitergeht. Zuletzt hieß es, dass diese erst nach der Schließung des Winter-Transferfenster fallen werde.
Wie geht es weiter mit Eric Martel?
Martel hatte im Trainingslager in Bad Waltersdorf im Sommer angekündigt, dass er die Entwicklung in der Hinrunde abwarten wolle. Abwarten, wohin die Reise der Geißböcke, aber auch seine eigene Reise beim FC geht. Bislang war der 23-Jährige unumstrittener Stammspieler, stand immer in der Startelf (abgesehen von der Gelb-Sperre gegen die Bayern). Die Rolle von Martel in der Anfangsformation scheint plötzlich gar nicht mehr so sicher zu sein. Und die sportliche Entwicklung? Die Kölner stehen nach dem 2:1-Erfolg über Mainz mit 20 Zählern und Rang zehn nach dem 18. Spieltag ordentlich da. Allerdings werden die stürmischen Wochen vor Weihnachten und um den Jahreswechsel sicherlich auch an dem Sechser nicht einfach vorbei gegangen sein. Aktuell scheint noch alles möglich.
Krauß kratzt zumindest an der zentralen Position in der Formation der Geißböcke. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Montag berichtet hat, braucht der 24-Jährige nur noch einen Einsatz, damit die Kaufpflicht des FC greift – wenn die Kölner denn die Klasse halten. Daran wird der FC natürlich alles setzen und ein Tom Krauß in dieser Form wohl in der Anfangsformation.
