Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Passiert beim 1. FC Köln noch etwas am Deadline Day?

Nahezu ein Dutzend Spieler hat Thomas Kessler im Sommer verpflichtet. Im Winter ist erst ein Akteur dazugekommen. Bis Montagabend haben die Geißböcke Zeit, die Bilanz noch ein wenig aufzupolieren. Dann endet der Deadline Day: Gibt es noch Transfers beim 1. FC Köln?

Überraschend ruhig ist es in den Tagen vor dem Deadline Day in Köln geblieben. Dabei kann es durchaus noch Veränderungen geben. Sowohl auf der Zu- als auch auf der Abgangsseite.

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Am Samstag brodelte die Gerüchteküche in Köln dann kurz vor dem Deadline Day am Montag doch noch einmal hoch. Silas Andersen wurde mit den Geißböcken in Verbindung gebracht. Der Mittelfeldspieler von Häcken würde sicherlich eine gute Alternative zu Eric Martel darstellen. Nur ist zum einen gar nicht geklärt, ob die Kölner wirklich eine Alternative jetzt schon brauchen, zum anderen haben sich die FC-Bosse laut dänischen Medien ohnehin eine Abfuhr geholt. Andersen soll vorerst in Schweden bleiben, heißt es. Zumindest vorerst. In diesem Winter würde nur etwas in Frage kommen, wenn denn dann schon etwas ganz Besonderes passiert, so der Tenor des schwedischen Erstligisten. Und dass die Geißböcke in diesem Winter zu ganz besonderen Mitteln greifen, scheint eher unwahrscheinlich.

In der Innenverteidigung gut besetzt

Dennoch scheinen die Kölner sich konkret nach einem Sechser umzuschauen. Denn vor Andersen stand Englands Dan Neil, vom Profil ein sehr ähnlicher Spieler, im FC-Fokus. Die Frage ist allerdings für wann. Tatsächlich erklärten zuletzt Lukas Kwasniok und Thomas Kessler, dass man durchaus noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden wolle. Die Voraussetzungen: Es muss finanziell möglich sein, es muss qualitativ Sinn machen und wenn dann auch noch die Option auf eine potenzielle Verbesserung (also auch eine wirtschaftliche Entwicklung) besteht, dann steigen die Chancen auf einen weiteren Transfer. Der Bedarf auf der Sechs ist eigentlich überschaubar. Gerade durch die Formsteigerung von Tom Krauß haben die Kölner Alternativen. Dass Kessler also noch bis Montagabend für einen defensiven Mittelfeldspieler tief in die Tasche greift, würde nur unter bestimmten Umständen Sinn ergeben.

Eigentlich nur, wenn noch ein Sechser dann auch abgegeben wird. Einen Abgang von Eric Martel hatten die Kölner Verantwortlichen in diesem Winter ausgeschlossen. Tatsächlich will man sich erst nach dem Ende des Transferfensters zusammensetzen und über die Zukunft sprechen – zumindest nach außen ist das die Erzählweise. Dass der FC sich nach Alternativen umschaut, ist richtig und wichtig. Dass er diese aber jetzt schon für diesen Winter verpflichtet, wäre eher untypisch – wenn auch nicht ausgeschlossen. In Frage käme vielleicht Denis Huseinbasic. Wirklich glücklich wird der Mittelfeldspieler mit seiner Situation nicht sein. Die Frage ist allerdings, ob es eine Nachfrage gibt. Das gilt auch für andere Spieler, die den FC vielleicht verlassen wollen.

Es gibt Baustellen

Sicher gibt es aber im Kader auch noch ganz andere Baustellen. Dabei erscheint aber gerade die Problemzone Innenverteidigung nicht die größte Not darzustellen. Im Gegenteil, schon in den kommenden Wochen wird es ein Überangebot geben, das den ein oder anderen Spieler enttäuscht zurücklassen könnte. Gut tun würde dem FC wohl eher ein Spieler, der vor dem defensiven Mittelfeld die spielerische Verbindung zur vordersten Kette herstellt. Möglicherweise aber auch ein weiterer Wingback, der den Druck auf Kristoffer Lund erhöht oder auf der rechten Seite eine Alternative wäre. Denn Sebastian Sebulonsen macht seine Rolle als Aufshilfs-Innenverteidiger recht gut. Auch im Angriff oder auf der rechten Offensivseite würden weitere Optionen durchaus Sinn ergeben.

Am Freitagabend deutete der neue Geschäftsführer Sport der Kölner an, dass er sich in Gesprächen befände. Das bedeutet aber nicht, dass es ganz sicher einen Transfer geben wird. In der jüngeren Vergangenheit wurde Kessler jedenfalls nicht müde zu betonen, dass der Winter-Transfermarkt ein schwerer sei und die Qualität des Kaders so aber reiche. Ungewohnt ruhig ist es zudem in der Kölner Gerüchteküche. Bis Montagabend 20 Uhr haben die Geißböcke dennoch die Chance, den Kader etwas auszuweiten. Das ganz große Transferrad wird Kessler sicher aber nicht drehen. Viel wird auch mit potenziellen Abgängen zu tun haben – wenn es diese überhaupt gibt.


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