Fast drei Wochen ruht der Ball in der Bundesliga – die erste XXL-Länderspielpause steht an. Und damit kommt René Wagner in den Genuss einer zweiten Vorbereitung. Die erste verlief aufgrund von Verletzungen und späten Verpflichtungen suboptimal. Nun gibt es Zeit an Abläufen und Taktik zu arbeiten beim 1. FC Köln: René Wagner bekommt eine zweite Vorbereitung.
Der FC startet am Dienstag in die Länderspielphase. Drei Wochen bleiben dem Trainer Zeit, bestimmte Punkte aufzuarbeiten. An der Eingespieltheit kann das Team aber nicht komplett arbeiten. Denn wieder werden einige Spieler fehlen.

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Der Saisonauftakt war vielversprechend, zumindest stimmten die Ergebnisse gegen die Würzburg Kickers und die TSG Hoffenheim im Pokal. Doch die vergangenen Wochen waren dann wiederum ernüchternd. Einen Punkt holte der FC aus den jüngsten drei Spielen, traf aber bereits auf zwei Konkurrenten, die man möglicherweise bis zum Ende der Saison in der Tabellennachbarschaft haben wird. Die Enttäuschung ist nicht nur bei den Fans groß, auch den Protagonisten selbst war gerade nach dem Duell gegen Hamburg der Frust anzumerken. Es gibt zahlreiche Erklärungen für den holprigen Auftakt. Eine dürfte die fehlende Eingespieltheit des Teams sein. So kamen wichtige Säulen wie Ellyes Skhiri oder Mikey Moore erst relativ spät zur Mannschaft. Tatsächlich verlief die gesamte Vorbereitung alles andere als optimal. Anders als geplant reisten die Kölner nur mit wenigen Neuzugängen (Luka Lochoshvili, Reigan Heskey, Martin James und Paul Okon-Engstler) ins Trainingslager nach Kitzbühel.
Erschwerte Bedingungen
Aufgefüllt wurde die Mannschaft mit U21-Spielern. Einige der Wochen im Sommer fühlten sich mehr wie ein Provisorium an. Wagner selbst betonte nach dem Bremen-Spiel, dass es in dieser Phase dann für sein Team auch mal schwierig sei – gerade weil noch nicht alle Teile so zusammengespielt haben, so zumindest der Tenor. Themen habe der FC genug an denen zu arbeiten sei, erklärten die Verantwortlichen wiederum nach dem Spiel gegen den HSV – und der Eindruck von dem Spiel bestärkte diese These. Also wird man in Köln die XXL-Länderspielpause gerne annehmen. Wagner erklärte, dass man mit ihr auch erstmal Erfahrungen sammeln müsse. Tatsächlich ist es die erste XXL-Länderspielpause, der FC hat nun fast drei Wochen Zeit, Anlauf auf die zweite Saisonphase zu nehmen. Dort wartet bekanntlich direkt das Derby gegen Borussia Mönchengladbach.
Viel Zeit, um gewisse Dinge vielleicht aufzuholen. „Wir werden jetzt an Themen arbeiten müssen und Momente schaffen, in denen wir besser werden. Das werden wir tun“, sagte Wagner am Samstag. Am Tag der deutschen Einheit steht zudem ein Testspiel gegen Viktoria Köln an, auch dort wird Wagner die Chance haben, bestimmte Mittel auszuprobieren. Baustellen scheint es einige zu geben. Von der mangelnden Chancenverwertung über die fehlende Konstanz bis hin zu den Standards. Die Mannschaft soll sich besser einspielen, Abläufe werden angepasst. Doch auch dieses Mal gibt es natürlich ein kleines Aber. Denn der FC wird auch in den kommenden drei Wochen auf so manchen Stammspieler verzichten müssen, wieder nicht in voller Gänze trainieren können. Denn zahlreiche Leistungsträger sind mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. So wird Said El Mala zur A-Nationalmannschaft stoßen, Mikey Moore spielt bei der englischen U20 vor, Jahmai Simpson-Pusey bei der U21, genauso wie Rav van den Berg für den Nachwuchs der Niederlande.
Weitere Spieler wie unter anderem Isak Johannesson sind ebenfalls nominiert. Es wird also wieder nicht die komplette Mannschaft beisammen sein. Zwar bekommt René Wagner nun seine zweite Vorbereitung – es wird aber erneut eine unter erschwerten Bedingungen werden. Und mit dem Derby wartet wohl eine richtungweisende Partie.
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