Fünf Pflichtspiele hat der 1. FC Köln seit dem Saisonstart absolviert. Nun bleiben zwei Wochenenden ohne Begegnung um Punkte, ehe es im Derby gegen Borussia Mönchengladbach weitergeht. Zeit für Rene Wagner und seine Mannschaft, um die ersten Wochen aufzuarbeiten. Denn der Saisonstart hat einige Erkenntnisse geliefert, an denen der FC in den kommenden Wochen arbeiten sollte.
Trotz des noch frühen Saisonzeitpunkts lassen sich bereits einige Entwicklungen erkennen. Dabei geht es nicht nur um die Ergebnisse, sondern auch um die Auftritte der Mannschaft und die Veränderungen innerhalb des Kaders.

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1. Defensive und Standards bleiben beim FC eine Baustelle
Die letzte Kette bleibt beim 1. FC Köln auch in dieser Spielzeit ein Thema. Vor allem ein Schwachpunkt zieht sich wie ein roter Faden auch über die Sommerpause hinaus. Denn bereits in der vergangenen Saison hatten die Geißböcke immer wieder Probleme bei Standardsituationen. Und daran hat sich bislang wenig geändert. Bereits fünf Gegentore kassierte der FC nach Standards. Heißt: Im Schnitt gibt es einen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Der Wert ist noch schwächer als in der Vorsaison als es 0,6 Gegentore gab, Insgesamt fehlt es der Defensive noch an der nötigen Stabilität und Konsequenz. Immer wieder leisten sich die Kölner kleinere Fehler und Aussetzer, die von den Gegnern bestraft werden.
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2. Es fehlt die nötige Konstanz
Das Spiel gegen Hamburg war kein schlechtes und doch scheint auch diese Begegnung ein Muster zu offenbaren: Der FC schafft es bislang nicht, seine Leistung über die komplette Spielzeit konstant auf den Platz zu bringen. Stattdessen wechseln sich gute und schwächere Phasen regelmäßig ab. Gegen Hoffenheim war die erste Halbzeit noch schwächer, nach der Pause steigerten sich die Kölner deutlich und drehten die Partie. Auch beim VfB Stuttgart war die erste Hälfte schwach, ehe der FC nach dem Seitenwechsel besser wurde. Gegen Werder Bremen zeigte sich das Bild umgekehrt: Einer guten ersten Halbzeit folgte eine deutlich schwächere zweite Hälfte. Beim Hamburger SV spielte der FC erstmals über beide Halbzeiten ordentlich. Trotzdem gab es auch hier einige Schwächephasen.
3. Die Neuzugänge spielen bereits eine große Rolle
Die Sommer-Neuzugänge haben beim FC deutlich weniger Eingewöhnungszeit benötigt als vielleicht erwartet. Luka Lochoshvili und Gideon Mensah standen bislang in jedem Spiel in der Startelf. Dazu kamen gegen Werder Bremen und den Hamburger SV mit Mikey Moore, Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga gleich drei weitere Neuzugänge beziehungsweise Rückkehrer zum Einsatz. In den vergangenen beiden Spielen bestand die Anfangsformation damit zu fast der Hälfte aus neuen Spielern. Trotz der kurzen gemeinsamen Zeit konnten die Neuzugänge bereits zeigen, was sie dem FC geben können. Mensah hat sich auf der linken Seite festgespielt, Dallinga sorgte gegen Hoffenheim mit seinem Doppelpack direkt für ein Ausrufezeichen. Auch Moore und Skhiri haben in ihren ersten Einsätzen bereits angedeutet, welche Qualitäten sie einbringen können.
4. Die Konkurrenz im Kader ist groß
Die Konkurrenz innerhalb des Kaders ist deutlich größer geworden und sorgt gleichzeitig für neue Möglichkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist Linton Maina. Der Offensivspieler schien nach der vergangenen Saison bereits weitgehend abgeschrieben, kämpfte sich nach einer guten Vorbereitung aber zurück und stand zuletzt in drei Ligaspielen in Folge in der Startelf. Gegen Hoffenheim bereitete Maina die Wende mit seiner Vorlage vor, gegen Werder Bremen erzielte er zwischenzeitlich die Führung. Die Konkurrenz führt gleichzeitig dazu, dass Wagner harte Entscheidungen treffen muss. Nicht jeder Spieler schafft es derzeit in den Kader. Rav van den Berg und Paul Okon-Engstler sind Beispiele dafür. Für den Trainer bedeutet die große Auswahl mehr Möglichkeiten, für die Spieler aber auch einen deutlich härteren Kampf um Einsatzzeiten.
5. Kein einfacher Weg
Mit den Begegnungen gegen Werder Bremen und den Hamburger SV haben die Geißböcke früh in der Saison bereits zwei Konkurrenten gespielt. Die Punkteausbeute ist mit einem Zähler aber ernüchternd. Zwar ist die Spielzeit noch jung, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Weg zum Saisonziel Klassenerhalt kein Selbstläufer wird. Immerhin gab es gegen die TSG einen Erfolg, den vielleicht nicht jeder vorab auf dem Zettel hatte. Vier Punkte aus vier Spielen ist unterm Strich okay, doch es wäre sicherlich mehr möglich gewesen.
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