Erstes Spiel für die englische U20, direkt Kapitän, direkt getroffen. Es läuft bei Mikey Moore und das wird man beim 1. FC Köln gerne sehen. Nun wartet auf den Youngster der Geißböcke mit Frankreich die nächste große Bühne.
Mit Mikey Moore hat Thomas Kessler einen starken Offensivspieler an den Rhein gelotst. Bislang erfüllt der Engländer die Erwartungen. Am Nachmittag steht das nächste internationale Spiel an. Dann gegen die U20 von Frankreich.

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Der Stolz war Mikey Moore schon anzusehen, als er die englische U20 am vergangenen Freitagmittag mit der Kapitänsbinde aufs Feld führte. Beim Nachwuchs der Three Lions schlüpft der 19-Jährige nicht nur in ein anderes Jersey mit anderer Nummer (11), der Offensivspieler übernimmt eine andere Rolle. Er ist der Leader des Teams und das bei seinem Debüt. Moore gab eine besondere Premiere gegen Italien ab. Der Spielführer erzielte das zwischenzeitliche 2:0, war Dreh- und Angelpunkt in der Offensive. Nun folgt der zweite Auftritt und der Gegner hat es ebenfalls in sich. England trifft im spanischen La Nucia auf Frankreich. So richtig viele Zuschauer waren bei den bisherigen Spielen im Estadi Olímpic Camilo Cano nicht anwesend, dennoch hat das Duell gegen die Equipe tricolore etwas von großer Bühne. Denn beide Mannschaften sind mit Spielern gespickt, die bereits wichtige Faktoren ihrer Vereinsmannschaften sind, zum Teil zweistellige Millionen-Marktwerte erreichen, wie Angers Peter Prosper (12 Mio.) oder ManUs Ayden Heaven (30 Mio.).
Starker Auftritt bei den Three Lions
Mikey Moore braucht sich in dieser Liste nicht verstecken. Der 19-Jährige hat in seinem ersten Spiel genauso Spuren hinterlassen wie in den ersten Wochen beim FC. In Köln wird man die Spiele des englischen Nachwuchses mit Stolz, aber auch gesteigertem Interesse verfolgen. Denn es spricht viel dafür, dass sich der Youngster auf der aktuellen Reise den nächsten Funken Selbstvertrauen für mehr beim FC holt. Moore hat bei den Three Lions eine Leader-Position übernommen, geht voran und das bislang über die linke Seite.
Beim FC spielt er eine zentrale Rolle, er übernimmt den klassischen Spielmacher. Und damit eine Position, die es so in Köln länger nicht mehr gegeben hat. Dass Moore über die linke Seite kommt, ist keine Überraschung. Schon bei Tottenham wurde der Rechtsfuß immer wieder auf dem linken Flügel eingesetzt, er wird als nomineller Flügelspieler in den Kaderlisten aufgeführt. Die „Bild“ berichtete zuletzt, dass man Moore in Köln dagegen die Rolle des Zehners zugesagt habe.
Öffentlich haben sich die Kölner Verantwortlichen weniger eindeutig festgelegt. René Wagner betonte vielmehr die Vielseitigkeit seines Neuzugangs. „Das Schöne ist, dass er alles kann. Auf der Zehn spielen, zweite Spitze und auf beiden Seiten auf der Außenbahn“, sagte der Kölner Coach unlängst. Ihm ginge es vor allem darum, dass Moore und Said El Mala sich weiter einspielen. Zweiterer scheint natürlich ein weiterer Grund für Moores Spielmacher-Rolle zu sein. Denn in ihrem grundsätzlichen Profil gibt es durchaus Überschneidungen. Sowohl El Mala als auch Moore suchen das Eins-gegen-Eins und können vom linken Flügel mit dem rechten Fuß Richtung Tor ziehen. Würde Wagner beide Talente für diese Position einplanen, müsste sich der Trainer regelmäßig zwischen den beiden Topspielern entscheiden. Somit gehört die linke Seite der Nummer zehn, die Zehner-Position damit also der Nummer „47“. Denn auf der rechten Seite dürfte sich Linton Maina vorerst festgespielt haben.
Wenig Zeit, viel Impact
Für den FC gehen die internationalen Spiele des Talents aber weit über die Frage der Position hinaus. Denn viel Zeit bleibt den Kölnern bei der in Tottenham erhofften und genau beobachteten Entwicklung des Spielers bekanntlich nicht. Moore ist nur für eine Spielzeit ausgeliehen. Eine im Vertrag verankerte Kaufoption gibt es nicht und tatsächlich auch keine realistische Chance, dass Köln trotzdem einen Kauf eintüten könnte. Moore wird wieder zu den Lilywhites zurückkehren. Wenn überhaupt bestünde die Möglichkeit, die Leihe ein wenig auszudehnen.
Doch über etwaige Vertragsdetails ist nichts bekannt, würde wohl auch nur funktionieren, wenn sich Moore nicht so schnell wie erhofft weiterentwickelt. Und das will man in Köln nun auch nicht. Für den FC besteht die Aufgabe daher darin, aus der gemeinsamen Zeit sportlich möglichst viel herauszuholen – unabhängig der Position. Aber ganz sicher abhängig vom Zusammenspiel mit Said El Mala. Und der bekommt wohl ebenfalls seine Chance auf ganz großer Bühne.
FC-Profis im Länderspiel-Einsatz
Said El Mala
🇩🇪 Deutschland
- vs. Serbien
- bei Griechenland
Isak Johannesson
🇮🇸 Island
- vs. Estland
- bei Luxemburg
- vs. Bulgarien
- bei Estland
Luka Lochoshvili
🇬🇪 Georgien
- vs. Nordirland
- vs. Ukraine
- bei Ungarn
- bei Nordirland
Paul Okon-Engstler
🇦🇺 Australien
- bei Brasilien
- bei Brasilien
Gideon Mensah
🇬🇭 Ghana
- bei Elfenbeinküste
- vs. Gambia
- bei Marokko
Jahmai Simpson-Pusey
England (U21)
- vs. Kasachstan
- vs. Slowakei
- vs. Irland
Mikey Moore
England (U20)
- bei Italien
- vs. Frankreich
- vs. Deutschland
Reigan Heskey
England (U19)
- bei Irland
- vs. Norwegen
- vs. Belgien
Rav van den Berg
🇳🇱 Niederlande (U21)
- bei Norwegen
- vs. Slowenien
- vs. Bosnien & Herzegowina
