Etienne Borie von der U21 des 1. FC Köln
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Diese FC-Talente kämpfen erneut um René Wagners Aufmerksamkeit

Für einige ist es die zweite Chance, für andere ein längeres Bewerbungsschreiben an René Wagner. Durch die vielen Nationalspieler haben gleich sieben Youngster des 1. FC Köln die Möglichkeit, sich in den Fokus des Kölner Trainers zu spielen. Doch die Ausgangslage im Werben um mehr ist höchst unterschiedlich.

Im Sommer hat unter anderem David Fürst einen guten Eindruck hinterlassen, doch auch die anderen Nachwuchshoffnungen der Geißböcke zeigten sich in den vergangenen Tagen im Training von René Wagner und hoffen auf mehr. Im Sommer waren ebenfalls sechs Talente bei den Profis unterwegs, hinterließen auch im Trainingslager einen guten Eindruck. Doch der Weg zu den Profis ist nach wie vor ein weiter.

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René Wagner war schon im Sommer voll des Lobes als er über die Nachwuchshoffnungen der Geißböcke sprach. Die Youngster haben sich komplett reingeworfen, alles gegeben. Sechs Spieler hatte der Kölner Coach mit nach Kitzbühel genommen, aber auch während der gesamten Vorbereitung bei den Profis gehabt. Dass es von dem halben Dutzend aktuell keiner in den Kader schafft, liegt vor allem an der Qualität der ersten Mannschaft. Alle Positionen sind eigentlich doppelt besetzt. Und doch gibt es den ein oder anderen Spieler, der sich mittelfristig durchaus die Hoffnung auf mehr machen darf.

Jonathan Friemel

Auf den ersten Blick ist die Spielzeit des gelernten Linksverteidigers in dieser Saison alles andere als beeindruckend. Nicht mal die Hälfte aller Spiele (in Minuten gemessen) hat der Abwehrspieler für die U21 der Geißböcke auf die Platte gebracht. Der zweite Blick verrät aber schon deutlich mehr. Denn Friemel verbrachte die Vorbereitung bei den Profis. Der 19-Jährige blieb nicht nur bis zum Ende der Vorbereitung, Friemel saß sogar bei den ersten beiden Pflichtspielen, dem Pokalfight gegen Würzburg und dem 3:2-Erfolg über die TSG Hoffenheim auf der Bank. Daraus kann man allerdings nicht ableiten, dass der Youngster dadurch auch die besten Karten unter den Nachwuchsspielern hat. Friemel wurde zunächst in den Kader berufen, weil dem FC ein Backup für Gideon Mensah fehlte. Der ist nun gefunden und Friemel seit Ende August wieder fest in der U21.

David Fürst

Der Rechtsverteidiger war im Sommer eine der größeren Entdeckungen. Friemel löste seine Aufgaben stark, blieb für sein doch junges Alter von 19 Jahren routiniert und spielte sich in den Fokus. Fürst kehrte dennoch ein wenig früher als Friemel zurück zur U21. Und seitdem der 19-Jährige wieder bei der Mannschaft von Manuel Hartmann weilt, ist er bereits Stammspieler. Der rechte Abwehrspieler ist bereits sehr weit und in Köln setzt man große Stücke auf die Nachwuchshoffnung. Vom Profikader ist der Youngster aber aufgrund der Konkurrenz doch recht weit entfernt. Aktuell sind Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes gesetzt, zweiterer aber verletzt.

Assad Kotya-Fofana

Der Innenverteidiger geriet erst in den vergangenen Tagen in die Schlagzeilen. Allerdings in erster Linie, weil er einen Profivertrag unterschrieben und damit seinen Verbleib bei den Geißböcken verlängert hat. Beim FC hält man von dem Abwehrspieler, der schon zwei Mal ein Endspiel um die Junioren-Meisterschaft stand, viel. Dass sich Kotya-Fofana jetzt erstmals bei den Profis beweisen darf, hängt aber in erster Linie mit den Nationalspielern zusammen. So muss der Nachwuchs die entstandenen Lücken schließen. Mit Rav van den Berg, Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili sind drei Innenverteidiger aktuell nicht am Geißbockheim. Kehren die drei zurück, rückt mehr Zeit bei der ersten Mannschaft für den 19-Jährigen wieder ein Stück weit weg. Immerhin: Der Eindruck im Test gegen die Viktoria war ein guter.

Luis Stapelmann

Das gilt auch für den nächsten Defensivspieler der U21. Der 19-Jährige war in der Regionalliga zu Beginn der Saison eine feste Größe. Nun darf sich der Innenverteidiger erstmals bei den Profis beweisen. Im Sommer war das Talent nicht mit dabei. Ob das aber auch die erste Wahl des Youngsters war, ist zumindest offen. Denn der Abwehrspieler stand auch auf der Abrufliste der deutschen U20-Nationalmannschaft. Das Debüt wird es für den Kölner noch nicht geben. Denn mit der Begegnung gegen England und Mikey Moore am Samstag endete die Länderspielreise der U20.

Luc Dabrowski

Auch der 20-Jährige darf sich erstmals bei den Profis beweisen. Die Nominierung überrascht tatsächlich, denn der Innenverteidiger kam bei der U21 in dieser Spielzeit nur selten zum Einsatz. Die Konkurrenz ist groß. Dabrowski kommt auf einen Einsatz bei neun Kader-Nominierungen. Gegen Bergisch Gladbach durfte der Abwehrspieler über 90 Minuten ran. Anschließend hieß es aber wieder zuschauen.

Etienne Borie

Der Mittelfeldspieler gilt schon seit langer Zeit als eins der größeren Kölner Talente. Doch der Durchbruch wollte bislang auch aufgrund von Verletzungen noch nicht gelingen. Auch zuletzt fiel der Karlsruher wieder länger aus. Seit einigen Wochen ist er wieder mit dabei und am vergangenen Samstag erzielte der 20-Jährige auch sein erstes Tor in dieser Spielzeit. Nun darf er sich wieder einmal bei den Profis zeigen.

Fayssal Harchaoui

Harchaoui wurde 2023 mit Deutschland U17-Welt- und Europameister, trainierte 2025 unter Kwasniok zeitweise bei den Profis, wurde in diesem Sommer von Wagner aber nicht in dessen Nachwuchsgruppe aufgenommen. So wirklich klar scheint der Weg des Mittelfeldspielers nicht. In der U21 kommt er mittlerweile auf mehr als 40 Einsätze in der Regionalliga. Der 20-Jährige profitiert aktuell von den Ausfällen von Nilas Yacobi und Kristyan Irmiev.

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