Generalprobe gegen den Aufsteiger: Der 1. FC Köln trifft am Sonntag in zwei Spielen auf den SC Paderborn

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Generalprobe gegen den Aufsteiger: Der 1. FC Köln trifft am Sonntag in zwei Spielen auf den SC Paderborn

Eine Woche bevor der 1. FC Köln mit dem Pokalspiel in Würzburg offiziell in die Saison startet, steht für das Team von René Wagner noch ein letzter Test auf dem Programm. 1. FC Köln: Die Geißböcke testen gegen den SC Paderborn.

Das Warten hat bald ein Ende. Die Saisonvorbereitung läuft auf Hochtouren und die Tage bis zum Pokalspiel in Würzburg werden weniger. Bevor es endlich wieder losgeht, kommt es für den 1. FC Köln noch zu einem letzten Härtetest. Am kommenden Sonntag fährt der FC für einen Doppel-Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum frischgebackenen Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn.

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Auf dem Plan stehen zweimal 90 Minuten, die womöglich sehr aufschlussreich sein können. Wer sind die Gewinner der Vorbereitung? Und wie schlagen sich die Neuzugänge? Alles Fragen, die in diesem letzten Test beantwortet werden könnten. Gespielt werden in Paderborn ab 12:30 Uhr die ersten und ab 14:30 die zweiten 90 Minuten. Auch wenn beide Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, gibt es trotzdem einen Liveticker.

In den bisherigen Testspielen sind die Kölner ordentlich aufgetreten, jedoch ohne zu glänzen. Auf einen 5:0-Sieg gegen den Bezirksligisten Rheinsüd Köln, folgte ein 8:0-Erfolg gegen Bergisch Gladbach und ein 2:2 zum Abschluss des Trainingslagers in Kitzbühel gegen Hertha BSC. Am vergangenen Freitag und Samstag gab es dann noch jeweils ein Testspiel gegen Real Sociedad, die die Kölner mit 2:0 beziehungsweise 2:1 für sich entscheiden konnten. Mit der Partie gegen den SC Paderborn kommt es für den FC im letzten Test erstmalig in dieser Saison zum Aufeinandertreffen mit einem anderen Team aus der Bundesliga. Die Spiele gegen den Aufsteiger können also bereits ein erster Fingerzeig sein, wie die Vorbereitung unter René Wagner verlaufen ist und wie weit der FC im Vergleich zur Ligakonkurrenz schon ist.

Junge Paderborner Mannschaft mit Ex-Kölner Kultstürmer

Nach sechs Jahren in der 2. Bundesliga ist der SC Paderborn zurück in der Bundesliga. In einer dramatischen Relegation gegen den VfL Wolfsburg konnte sich der SCP nach Verlängerung durchsetzen und damit nach 2014 und 2019 zum dritten Mal ins deutsche Fußballoberhaus aufsteigen. Der Klassenerhalt in Liga 1 ist den Ostwestfalen bisher jedoch noch nie gelungen. Um das zu ändern, setzen Cheftrainer Ralf Kettemann und sein Trainerteam um Ex-Kapitän Uwe Hünemaier auf eine eher unerfahrene Truppe, die im Schnitt gerade einmal 24,6 Jahre alt ist. Erstmalig gegen seinen alten Verein auflaufen wird Steffen Tigges, der von 2022 bis 2025 das FC-Trikot getragen hat und für die Kölner in 71 Spielen neun Tore erzielte, bevor er den Club im letzten Sommer in Richtung Paderborn verlassen hat.

Weitere Namen, die dem einen oder anderen FC-Fan bekannt vorkommen könnten, sind Raphael Obermair und Laurin Curda. Obermair war damals einer der Wunschspieler von Lukas Kwasniok, als er vom SC nach Köln wechselte. Paderborn wollte jedoch nicht verkaufen, weshalb kein Deal zustande kam. Curda, der mit seinem Tor in der Verlängerung die Paderborner erst in die Bundesliga geschossen hatte, wurde in diesem Sommer mit einigen Bundesligisten, unter anderem wohl auch dem FC, in Verbindung gebracht. Diese Gerüchte kühlte jedoch alle wieder ab, sodass der Rechtsaußen nach aktuellem Stand in der kommenden Saison für den SC Paderborn in der Bundesliga aufläuft. Das Testspiel gegen Köln ist auch für den SCP der letzte Härtetest, bevor sie eine Woche später mit dem Pokalspiel beim 1. FC Phoenix Lübeck in die Saison starten.


Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten

Thomas Kessler am Telefon
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Top-Talent als Ablenkung: Wie die Gerüchte um Mikey Moore das eigentliche Problem des 1. FC Köln überschatten

Während sich auf der Zugangsseite alles um Mikey Moore dreht, bleiben auf einer anderen Kaderbaustelle Fragezeichen. Zwei Wochen vor Saisonstart fehlt weiterhin ein Sechser auf Bundesliganiveau beim 1. FC Köln: Lenkt der Talente-Hype von Problemen ab?

Alle reden über Mikey Moore, dabei tickt beim FC eine ganz andere Uhr: Auf der Sechs herrscht weiterhin Fehlanzeige – und die Zeit bis zum Saisonstart schwindet.

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Seit Tagen dominiert im Hinblick auf Neuverpflichtungen ein Thema rund um den 1. FC Köln: Die mögliche Ausleihe von Mikey Moore von Tottenham Hotspur. Der 18-Jährige gilt als vielversprechendes Talent und soll für den FC in der kommenden Saison eine wichtige Rolle spielen. Laut Transfer-Journalist Florian Plettenberg fehle für den Transfer nur noch die endgültige Freigabe von Spurs-Coach Roberto De Zerbi. Ansonsten seien sich die Vereine und der Spieler einig. Was dabei in den Hintergrund rückt, ist eine ganz andere Problematik: Zwei Wochen vor Saisonstart fehlt den Kölnern immer noch ein Sechser auf Bundesliganiveau.

Schon seit längerem ist öffentlich bekannt, dass der 1. FC Köln in diesem Sommer nach einem defensiven Mittelfeldspieler sucht. Mit Eric Martel und Denis Huseinbasic haben zwei Optionen für diese Position den Verein im Sommer verlassen. Und auch Florian Kainz, der nach der letzten Saison seine Karriere beendet hat, kam gelegentlich in dieser Rolle zum Einsatz. Als erster Neuzugang wurde schon vor einigen Wochen Paul Okon-Engstler präsentiert. Neben Tom Krauß und Isak Johannesson gehört er allerdings zu den einzigen Kandidaten für diese zentrale Position. An anderen Spielern wie Ellyes Skhiri oder Edson Alvarez war der FC interessiert, am Ende gab es aber keine Einigung. Dennoch scheint es, als würde ein bisschen darüber hinweg gesehen werden, obwohl das erste Pflichtspiel immer näher rückt. Der Grund dafür ist die bevorstehende Verpflichtung des jungen Engländers Mikey Moore auf Leihbasis.

Offensivtalent statt Schlüsselspieler

Auch wenn Mikey Moore ein hochtalentierter Spieler ist, dem eine große Karriere bevorstehen könnte, lenkt sein anstehender Wechsel doch von einem zentralen Problem am Geißbockheim ab. Aktuell stehen im FC-Kader nur drei Kandidaten für die beiden Positionen im Zentrum. Mit Neuzugang Gil Neves sowie den Nachwuchsspielern Kristiyan Irmiev und Patrik Kristal stehen zwar drei Alternativen bereit. Ob sie allerdings sofort Optionen für den Bundesligakader sind, ist eher unwahrscheinlich. Auch Profifußballer benötigen Eingewöhnungszeit. Für Spielertransfers im Sommer gilt als Faustregel: Je früher der Spieler mit seiner neuen Mannschaft trainieren kann, desto besser. Besonders die Wichtigkeit der Teilnahme am Trainingslager wird immer wieder hervorgehoben. So früh wie möglich soll der Kader beisammen sein, um Abläufe einzustudieren und sich aneinander zu gewöhnen.

Bahnt sich ein Paniktransfer an?

All das sind Dinge, die mit dem neuen Sechser, den der Verein noch immer sucht, nun während der Saison stattfinden müssen. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Positionen im Fußball und auch im Spielsystem der Geißböcke. Gesucht wird ein erfahrener Mittelfeldspieler, der dem Kölner Team Stabilität verleiht. Bisher konnte mit einem solchen Kandidaten keine Einigung erzielt werden. Möchte der FC das Risiko eines Paniktransfers kurz vor Ende der Transferphase vermeiden, müssen die Verantwortlichen wohl Kompromisse eingehen. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass ein weniger erfahrener Spieler das bereits ohnehin junge Trio im zentralen Mittelfeld ergänzt. Eine andere Option wäre die Verpflichtung eines Spielers von außerhalb der Bundesliga. Ob sich ein erfahrener Spieler aus dem Ausland oder der 2. Bundesliga sofort im deutschen Oberhaus zurechtfindet, ist jedoch ebenfalls unklar.

Gerade solche Kompromisse möchte Trainer René Wagner auf jeden Fall vermeiden. „Weil die Personalie so wichtig sein kann, lassen wir uns Zeit – und wenn die richtige Personalie nicht dabei ist, dann können wir es halt nicht machen“ so der Coach nach dem Spiel gegen Real Sociedad. „Wenn wir uns nicht sicher sind oder wenn der Spieler sich nicht sicher ist, dann machen wir nichts, was uns auf der Position nicht gefällt. Dann müssen wir Geduld haben, bis der Spieler sich für uns zeigt – und dann schlagen wir zu.“ Außerdem betonte der Coach, dass gerade die jungen Talente im Verein auf der Position sich reinhängen und anbieten.

Ob sich der FC mit dieser Personalie womöglich verzockt, wird sich im Laufe der Saison zeigen. Sollte zeitnah kein Spieler für die Sechs verpflichtet werden, bleibt nur noch zu hoffen, dass eines der Talente überrascht – oder Mikey Moore das vielleicht auch kann.


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Medienberichte: BVB geht „all-in“ im Poker um Said El Mala

Said El Mala wird nicht nach Brentford wechseln
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Medienberichte: BVB geht „all-in“ im Poker um Said El Mala

Bis zu 55 Millionen Euro: Der BVB soll sein Angebot für El Mala noch einmal kräftig aufstocken. Das Berichten Medien am Samstagmittag. Geht der Wechsel-Poker nun in die entscheidende Runde? 1. FC Köln: Dortmund bereitet verbessertes Angebot für El Mala vor

Nachdem Dortmund gestern mit einem Angebot unterhalb der vom 1. FC Köln geforderten Schwelle abgeblitzt war, sollen die Schwarz-Gelben nun an einem Angebot für El Mala arbeiten, das der FC und Thomas Kessler nicht ausschlagen können.

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Borussia Dortmund bereitet laut Informationen des „Express“ ein All-in-Angebot für den Kölner Superstar El Mala vor. Nachdem sich die Schwarz-Gelben mit ihren bisherigen Offerten beim FC bislang keine Freunde gemacht hätten, solle nun ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt werden. Der Express will zudem wissen, dass Dortmund inzwischen 48 Millionen Euro an fixer Ablöse biete. Hinzu kämen zwei Millionen Euro an leicht erreichbaren Boni. Darüber hinaus enthalte das Angebot weitere fünf Millionen Euro an schwerer erreichbaren Bonuszahlungen, etwa bei Länderspieleinsätzen für die deutsche Nationalmannschaft. Im besten Fall könnten dem FC demnach also 55 Millionen Euro winken.

Ein Knackpunkt bleibe laut Express die von Köln geforderte Weiterverkaufsklausel: Der FC wolle sich zehn Prozent ab dem ersten Euro sichern lassen, während Dortmund lediglich zehn Prozent vom Weiterverkaufswert abzüglich der eigenen Ausgaben zugestehen wolle. El Mala soll den Informationen der Zeitung nach einen Fünfjahresvertrag erhalten und mit einem Bruttogehalt von gut fünf Millionen Euro beim BVB einsteigen. Zudem sei ihm in Dortmund die prestigeträchtige Rückennummer 10 in Aussicht gestellt worden. Ziel sei es, den Deal spätestens bis zum Supercup gegen die Bayern am 22. August abzuschließen.

El Mala mit klarer Präferenz

Auch die Transferexperten von Sky berichten von einem verbesserten Angebot der Dortmunder. Aus internen Kreisen sei zu hören, dass ein weiteres Angebot bevorstehe. Das bislang letzte Angebot habe laut Sky Sport bei einer Fixsumme von knapp unter 40 Millionen Euro gelegen, mit Boni habe das Gesamtpaket rund 45 Millionen Euro betragen. Auf Spielerseite gebe es demnach eine klare Präferenz: El Mala und seine Familie wollen zum BVB und hätten diesen Wunsch auch intern beim 1. FC Köln hinterlegt. Köln habe dem Spieler allerdings klar kommuniziert, ihn nur bei Erreichen der Wunschablöse ziehen zu lassen.


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Nächstes Angebot- Dortmund legt im Poker um El Mala nach

Said El Mala soll auf der Liste der TSG Hoffenheim stehen
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Nächstes Angebot- Dortmund legt im Poker um El Mala nach

Der Transfer-Wahnsinn um El Mala geht in die nächste Runde. Medienberichten zufolge bereitet Borussia Dortmund offenbar drittes Angebot vor für den Starspieler des FC Köln: Transfer-Wahnsinn um El Mala nimmt wieder Fahrt auf

Wie Sky Experte Patrick Berger am Donnerstagmittag auf der Plattform X berichtete, bereite der BVB ein drittes Angebot vor.

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Im Poker um Said El Mala zeichnet sich die nächste Offerte aus Dortmund ab. Wie Sky Experte Patrick Berger am Donnerstagmittag auf der Plattform X berichtete, bereite der BVB ein drittes Angebot vor. Dieses solle eine Fixsumme von rund 40 Millionen Euro umfassen, hinzu kämen weitere Bonuszahlungen. Dortmund setze darauf, den 1. FC Köln mit einer „attraktiven und fair gestalteten Bonusstruktur“ doch noch zu überzeugen. Zum Vergleich: Das bisher letzte Angebot der Borussia belief sich auf 34 Millionen Euro fix plus zehn Millionen Euro an möglichen Boni. Der FC halte jedoch weiterhin an seiner Forderung von 50 Millionen Euro fest, zumal von Brentford bereits ein Paket über 55 Millionen Euro vorgelegen habe.

Weiterhin keine Einigung in Aussicht

El Mala selbst habe laut Berger klargemacht, dass er den Wechsel grundsätzlich anstrebe, und dies auch intern beim FC entsprechend platziert. Zwischen den beiden Vereinen habe es zuletzt erneut Gespräche gegeben, bei denen sich die Vorstellungen leicht angenähert haben sollen. Eine Einigung sei damit aber noch nicht in Sicht, die Differenz zwischen den Preisvorstellungen bleibe weiterhin deutlich. Am Mittwoch äußerte BVB-Sportdirektor Nils-Ole Book zudem, dass man beim BVB nach dem Abgang von Karim Adeyemi auf weiterhin auf der Suche nach einem geeigneten Ersatz wäre: „[…] ein bisschen Schnelligkeit und ein bisschen 1-gegen-1-Dribbling ist für uns mit Sicherheit noch ein Element, nach dem wir uns umschauen“, teilte der 40-Jährige mit. Ob sich die Kölner Verantwortlichen von dem verbesserten Angebot weichkochen lassen, bleibt abzuwarten.


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1. FC Köln: Welche Strategie steckt hinter den Verpflichtungen der 18-jährigen Talente?

Thomas Kessler im Trainingslager des 1. FC Köln
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1. FC Köln: Welche Strategie steckt hinter den Verpflichtungen der 18-jährigen Talente?

Mit Gil Neves soll nach Reigan Heskey und Martin James schon der dritte 18-Jährige Spieler zum FC wechseln. Alle drei stammen aus den Nachwuchsabteilungen der größten Clubs Europas, alle drei bringen aber auch keine nennenswerte Profierfahrung mit. Und dennoch deutet viel auf eine Strategie beim 1. FC Köln: Welche Idee steckt hinter der Talente-Verpflichtung?

Die Transferstrategie der Domstädter scheint darauf ausgelegt zu sein, entwicklungsfähige Nachwuchsakteure von internationalen Topklubs ins Visier zu nehmen. Welche Idee steckt hinter der Verpflichtung dieser Toptalente?

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Der 1. FC Köln scheint seine Transferstrategie im Vergleich zu den letzten Jahren verändert zu haben. Im Fokus stehen auch junge Talente, wobei die Abwehrspieler Luka Lochoshvili und Gideon Mensah die Ausnahmen bilden. Zusätzlich haben in dieser Sommervorbereitung einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs die Chance erhalten, sich bei den Profis zu zeigen. Der FC verfolgt offenbar das Ziel, eine Art „Schattenkader“ aufzubauen. Die Idee dahinter scheint klar zu sein: Junge, talentierte Spieler früh verpflichten, bevor sie sportlich oder finanziell außer Reichweite sind. Ein solches Modell funktionierte bereits im vergangenen Winter beim Transfer von Jahmai Simpson-Pusey. Der bei Manchester City ausgebildete junge Innenverteidiger hat direkt eine wichtige Rolle in der Kölner Abwehrkette übernommen und ist sofort zum Stammspieler avanciert. Wie schnell die Sommerneuzugänge bei den Profis Fuß fassen und welche Younggoats womöglich auch in die Profimannschaft drängen, wird spannend zu beobachten sein.

Bundesligabühne oder Regionalligastadion?

Klar ist, dass nicht alle Talente sofort den Sprung in den Spieltagskader der Profis schaffen werden. In Köln weiß man, dass das Wichtigste für einen jungen Spieler Spielzeit und das Sammeln von Erfahrung im Herrenbereich ist. Dafür soll auch in Zukunft eng mit der Regionalligamannschaft und Trainer Manuel Hartmann zusammengearbeitet werden. Auch wenn speziell die internationalen Neuverpflichtungen grundsätzlich für den Profikader vorgesehen sind, können auch Einsätze in der U21 Teil des Entwicklungsprozesses sein. Insbesondere Keeper Martin James, der in diesem Sommer ablösefrei von PSG an den Rhein gewechselt ist, dürfte hier seine Spielzeit sammeln.

Dass der Weg über die Zweitvertretung irgendwann auch zu den Profis führen kann, scheint Patrik Kristal aktuell zu zeigen. Der mittlerweile 18-jährige Mittelfeldspieler, der schon 14 Mal für die Nationalmannschaft Estlands aufgelaufen ist, wurde im Januar 2025 aus der estnischen Liga verpflichtet. Die Perspektive war eindeutig: Gute Leistungen in der Regionalliga und dann zu den Profis. Im Trainingslager in Kitzbühel konnte Kristal durch starke Auftritte auf sich aufmerksam machen und womöglich für höhere Aufgaben empfehlen.

Ein spannender Mix

Der FC plant offenbar nicht nur mit Soforthilfen, sondern auch mit mittelfristigen Verstärkungen. Hinter dem Profikader wird auf einige junge Spieler gesetzt, die langsam an das Bundesliga-Team herangeführt werden sollen. Diese „Schattenelf“ setzt sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen. Auf der einen Seite stehen die Talente aus der eigenen Jugend, die aktuell ihre ersten Schritte im Herrenbereich gehen wie Jonathan Friemel, David Fürst oder Maik Akumu. Dazu kommen Eigengewächse, die schon erste Erfahrungen gesammelt haben und sich nun endgültig in der Bundesliga etablieren wollen. Die Kombination aus Spielern aus den eigenen Reihen und talentierten, vielversprechenden jungen Kickern aus aller Welt, stellt einen spannenden Mix dar, der den Fans des 1. FC Köln in Zukunft viel Freude bereiten könnte.


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Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt.

Transfer-Coup Mikey Moore: So sinnvoll ist die Leihe ohne Kaufoption

Mikey Moore soll auf der Liste der Kölner stehen
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Transfer-Coup Mikey Moore: So sinnvoll ist die Leihe ohne Kaufoption

Per Leihgeschäft soll Mikey Moore aus Tottenham nach Köln wechseln. Allerdings ohne Kaufoption. Doch macht ein Deal dieser Art Sinn für die Geißböcke? 1. FC Köln: Für und Wider des Moore-Transfers.

Der 1. FC Köln steht Medienberichten zufolge kurz vor der Ausleihe von Mikey Moore. Eine Kaufoption für den jungen Offensivspieler von Tottenham soll es nicht geben. Dennoch scheinen die Verantwortlichen von dem Schritt überzeugt. Was sind die positiven Aussichten bei dieser Leihe und welche Risiken bringt sie auch mit sich?

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Nach Reigan Heskey steht der 1. FC Köln offenbar kurz vor der Verpflichtung eines weiteren englischen Top-Talents. Der Verein arbeitet an einer Ausleihe von Mikey Moore von den Tottenham Hotspur. Der 18-Jährige ist in der vergangenen Saison für die Glasgow Rangers aufgelaufen und soll in dieser Saison Spielpraxis in einer Top-5-Liga sammeln. Eine Kaufoption soll der FC nicht haben, sodass Moore den Verein nach Saisonende wieder verlassen würde. Trotzdem hätte ein solches Leihgeschäft viele positive Aspekte für den FC. Laut Transfermarkt.de beträgt Moores Marktwert 18 Millionen Euro. Damit wäre er auf Anhieb der zweitwertvollste Spieler im Kölner Profikader. Lediglich Said El Mala wird von dem Portal höher geführt (45 Millionen). Genau diesen El Mala könnte Moore beim FC beerben. Sollte der FC-Shootingstar den Verein in diesem Sommer noch verlassen, hätte man in Köln direkt Ersatz parat.

Moore bevorzugt den linken Flügel, kann aber auch im offensiven Mittelfeld spielen. Auch wenn es nur für eine begrenzte Zeit ist, hat der 1. FC Köln die Chance, seinen Wunschspieler zu verpflichten und damit auch aufzuzeigen, wie attraktiv der Verein für junge Spieler von Top-Vereinen plötzlich ist. Nach einer starken Saison in Schottland gab es auch andere Interessenten für den Spieler. Unter anderem sollen Tottenham Angebote von bis zu 30 Millionen Euro vorgelegen haben. Am Ende, so verdichten sich die Indizien, wird es wohl der FC. Der Verein kann sich damit den Ruf erarbeiten, für junge Talente aus aller Welt ein attraktiver Standort zu sein. Sollte Moore an seine bisherige Entwicklung anknüpfen, haben die Kölner Verantwortlichen einen außergewöhnlichen Spieler verpflichtet, der den FC im Kampf um den Klassenerhalt deutlich verstärken kann – wenn auch nur für ein Jahr. Die Geißböcke würden diesen Deal aber wohl nicht eingehen, wenn sie nicht von einer Soforthilfe überzeugt wären.

Arbeit ohne Lohn?

Ein Leihkonstrukt ohne Kaufoption bietet auf der anderen Seite immer potenzielle Risiken. Moore, der am kommenden Dienstag seinen 19. Geburtstag feiert, würde mit der Empfehlung einer guten Saison in Schottland nach Köln kommen. Ob er in der Bundesliga jedoch auf Anhieb einschlägt, ist ungewiss. Auch wenn eine europäische Topliga der nächste logische Schritt in seiner Entwicklung ist, bleibt dennoch fraglich, wie schnell er sich an die neue Liga und das Niveau anpassen kann. Gerade bei einer kurzen Leihe bleibt in der Regel nur wenig Eingewöhnungszeit, da sich der aufnehmende Verein eine Soforthilfe verspricht. Auch wenn Moore schon vieles mitbringt, so ist er immer noch ein junger Spieler, der sich in Köln entwickeln soll. Dabei könnte er gleichzeitig eigenen Jugendspielern, die auf ähnlichen Positionen spielen, die Einsatzzeiten wegnehmen. Anstatt auf Spieler wie Youssoupha Niang, Maik Akumu oder Nilas Yacobi zu setzen, würde Moore wohlmöglich den Talenten aus dem eigenen Nachwuchs die Spielzeit wegnehmen.

Die Vuskovic-Problematik

Während Moore zum Saisonende nach London zurückkehrt, könnte die Entwicklung der vereinsinternen Talente womöglich aufgrund mangelnder Spielzeit stagnieren. Selbst wenn Moore eine herausragende Saison spielen würde, bleibt die Frage, inwieweit der FC davon nachhaltig profitiert. Ein vergleichbares Modell gab es bei den Spurs in der vergangenen Saison mit Innenverteidiger Luka Vuskovic. Der Kroate hat die Saison beim Hamburger SV verbracht und ist dort zeitnah zum Abwehrchef, Leistungsträger und Publikumsliebling avanciert. Schnell war klar, dass der HSV nicht in der Lage sein würde, die geforderte Ablösesumme zu bezahlen. Die Konsequenz: Vuskovic wechselte im Sommer für viel Geld nach Brighton und die Hamburger hatten das Nachsehen. Ein Schicksal, das auch dem 1. FC Köln blühen kann.


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1. FC Köln: Mensah will die 14 – Hector bleibt entspannt

Jonas Hector beim Spiel des 1. FC Köln gegen Hoffenheim
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1. FC Köln: Mensah will die 14 – Hector bleibt entspannt

Der FC-Neuzugang Gideon Mensah hat bereits von einem Treffen mit dem ehemaligen Kapitän berichtet. Wie er heute mitteilte, sieht er die Angelegenheit beim 1. FC Köln gelassen: Entspannte Nummer für Jonas Hector

Die Rückennummer 14 gilt seit Jonas Hector beim 1. FC Köln als ikonisch. Ab dieser Saison trägt sie Neuzugang Gideon Mensah. Hector berichtet im Podcast „Schlag & Fertig“, wie es dazu kam.

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Bereits bei einem ersten Interview im Trainingslager machte Gideon Mensah klar, dass ihm die Bedeutung der Rückennummer in Köln bewusst ist. „Ich weiß, dass es eine historische Nummer für den Verein ist. Als ich danach gefragt habe, wurde gesagt, man müsse noch mit einem Spieler sprechen“, sagte Mensah in Kitzbühel. Er ergänzte aber auch: „Wenn du als neuer Spieler kommst und die 14 trägst, dann hast du eine große Verpflichtung. Ich bin bereit dafür.“ Nun äußerte sich Hector selbst in seinem Podcast „Schlag und Fertig“, den er gemeinsam mit Fabian Köster führt, zur Neuvergabe seiner Nummer. Auf Nachfrage von Köster, ob es für ihn etwas Besonderes sei, antwortete der Ex-Kapitän: „Für mich ist das gar kein Ding“. Während andere Spieler extremen Wert auf ihre Rückennummer legen, zeigt Hector dabei wenig Eitelkeit. „Das ist ja auch nicht meine private Nummer. Die habe ich jetzt auch nicht aus dem Saarland mitgebracht“, fügte der 43-malige deutsche Nationalspieler hinzu.

Heute noch mit der 14 im Einsatz

Für Hector war die Zahl auf seinem Rücken nie von großer Bedeutung. In der neuesten Folge seines Podcasts berichtete er, wie er zu seiner legendären 14 gekommen ist. Als er als junger Spieler nach Köln kam, war er zunächst sehr zurückhaltend. „Da wurde eben die Liste aufgemacht […] und da habe ich natürlich unter den ersten Elf mal gar nichts gewählt“, erinnerte er sich. So kam er zu seiner Nummer und hat sie auch nie wieder abgegeben. Auch heute steht Jonas Hector noch regelmäßig mit „seiner“ Rückennummer auf dem Platz. Bei den alten Herren des SV Auersmacher, seinem Heimat- und Jugendverein, ist er noch aktiv. Auch wenn seine Nummer für ihn nicht wichtig ist, findet sie doch immer wieder den Weg auf sein Trikot. „Das ist mir völlig egal welche Nummer ich anhabe, aber ein Kumpel von mir gibt mir immer die 14“, erzählte er lachend. Ein Trikotsammler war er sowieso nie. Das einzige Trikot, das er noch zu Hause hat, ist das von seinem letzten Spiel, natürlich mit der 14 auf dem Rücken.


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Simpson-Pusey, Soforthilfe und Teilzeit-Agent

Reigan Heskey und Jahmai Simpson-Pusey kennen sich schon aus Manchester
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Simpson-Pusey, Soforthilfe und Teilzeit-Agent

Vom Bankdrücker bei Celtic zum Ruhepol in der Kölner Abwehr: Jahmai Simpson-Pusey blickt auf sein erstes FC-Jahr zurück – und verrät, wie er persönlich half, Reigan Heskey nach Köln zu lotsen. 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey- Fußballer, Dealmaker und Wahrsager

Erst Bankdrücker bei Celtic, dann Stammspieler beim FC: Jahmai Simpson-Pusey sprach mit dem Kicker über seinen Weg nach Köln – und wie er Reigan Heskey mit einem Anruf überzeugte.

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Jahmai Simpson Pusey geht in seine zweite Saison beim 1. FC Köln. In der vergangenen Saison mauserte sich der Engländer zur Stammkraft in der Hintermannschaft der Geißböcke. Das Talent wurde unter dem ehemaligen FC-Coach Lukas Kwasniok an das Geißbockheim gelotst und gleich zum Rückrundenauftakt gegen Heidenheim ins kalte Wasser geworfen. In einem Interview mit dem Kicker blickt der 20-Jährige nun mit etwas Abstand auf seine erste Spielzeit in der Domstadt zurück. Die ersten Bundesliga-Minuten seien eine echte Herausforderung für ihn gewesen: „Ich brauchte erst einmal diese Spielpraxis, denn das ist etwas völlig anderes als Training. Ansonsten hat es sich sofort gut angefühlt – abgesehen davon, dass ich mir nach diesen drei Spielen eine Verletzung zugezogen habe.“

Nach einer glücklosen Leihe in Schottland bei Celtic Glasgow schloss sich Simpson-Pusey dem FC an. Unter Coach Brandon Rogers kam er dort kaum zum Zug und verbrachte den Großteil der Zeit auf der Bank. Einen Umstand, den er bis heute nicht nachvollziehen kann: „Es ist nie einfach, so etwas rückblickend zu beurteilen. Als ich dort angekommen bin, wurden jede Menge unterschiedliche Anforderungen an mich gestellt. Ich habe sie immer erfüllt und die Dinge getan, die verlangt wurden, aber ich habe nicht das zurückbekommen, was ich mir erwartet hätte. Deshalb würde ich einfach sagen, dass es nicht gepasst hat. So ist es manchmal im Fußball, dieses halbe Jahr ist ebenso Teil meiner Karriere“, schlussfolgerte er.

„Ich war schon immer so“

Die Leihe nach Köln entpuppte sich für alle Beteiligten als Erfolgsgeschäft. Der Spieler etablierte sich in der Anfangsformation, Köln verpflichtete ein vielversprechendes Talent für die letzte Kette und war von dessen Qualitäten derart überzeugt, dass der Verein ihn fest verpflichtete. Und die „Skyblues“ aus Manchester sicherten sich eine Rückkaufoption. Dass er über die Leihe hinaus bei den Domstädtern bleibt, hat insbesondere mit seiner großen Stärke zu tun: Er ist ein absoluter Ruhepol auf dem Feld. „Ich war schon immer so. Ich mag es nicht, mich zu sehr zu stressen, auch in Alltagssituationen außerhalb des Fußballs. Und genauso ist es auf dem Platz, wo ich einfach versuche, ruhig zu bleiben. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht gut spiele, wenn ich mich im Spiel zu sehr stresse. Aber sobald ich diese Gelassenheit habe, bringe ich meine besten Leistungen.“ Womit sich der Engländer als neuer Führungsspieler im Mannschaftsgefüge Wagners in Position bringt.

Fußballer, Dealmaker und Wahrsager

Bekannt ist auch, dass Simpson-Pusey ein Ass im Ärmel war für den Coup um das Talent Reigan Heskey. Im Werben um dessen Dienste unterstützte JSP-Geschäftsführer Thomas Kessler und trug seinen Teil dazu bei, den Flügelspieler vom 1. FC Köln zu überzeugen: „Ja, ich habe ihn angerufen, denn ich kenne ihn, seit er noch ein kleines Kind war.“ Neben seinen Tätigkeiten als hauptamtlicher Fußballer versucht sich JSP zudem als Wahrsager. Er ist überzeugt, dass Heskey eine ähnliche Entwicklungskurve bei den Geißböcken nehmen wird wie er selbst: „Er wird diese Saison durchstarten. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Fans schon Videos von ihm angesehen haben und gespannt sind. Ich kann sagen, dass er sehr, sehr gut ist, und ich glaube, dass er in Zukunft auch im Seniorenfußball sehr gute Leistungen beim FC zeigen wird.“


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Neue Hierarchie beim FC: Wer übernimmt jetzt die Rolle des Führungsspielers beim 1. FC Köln?

Wer übernimmt beim FC die Führungsrolle?
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Neue Hierarchie beim FC: Wer übernimmt jetzt die Rolle des Führungsspielers beim 1. FC Köln?

Nach den Abgängen von Spielern wie Eric Martel in diesem Sommer muss sich die Hierarchie bei den Geißböcken erst einmal neu bilden. Einigen Spielern ist das Hineinwachsen in eine solche Rolle zuzutrauen, während andere eher stille Leistungsträger sind. Wer übernimmt jetzt Verantwortung beim 1. FC Köln?

Er galt als verlängerter Arm der Trainer, war das Sprachrohr gegenüber dem Schiedsrichter, wenn Marvin Schwäbe nicht in der Nähe weilte – Eric Martel war einer der Leader der Mannschaft in der vergangenen Saison. Auch Florian Kainz war ein ähnlicher Führungsspieler und das Wort von Dominique Heintz dürfte ebenfalls Gewicht gehabt haben. Nun werden neue Leader gesucht.

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Wie in jedem Sommer hat sich auch dieses Jahr der Kader des 1. FC Köln stark verändert. Während auf der Zugangsseite vermehrt auf junges Talent gesetzt wurde, hat der Verein auf der anderen Seite einiges an Erfahrung und Führungsstärke abgegeben. Dementsprechend stellt sich die Frage, welche Spieler in der kommenden Spielzeit die Aufgabe als Sprachrohr auf dem Platz übernehmen können. Zwei unumstrittene Führungsspieler beim FC sind Kapitän Marvin Schwäbe und Innenverteidiger Timo Hübers. Da Schwäbe jedoch als Torwart häufig einen weiten Weg zu seinen Mitspielern hat und Hübers nach seiner schweren Verletzung in der letzten Saison noch einige Zeit braucht, fehlt auf dem Platz eine klare Führungsfigur.

Ein Spieler, dem eine solche Entwicklung zugetraut werden kann ist Abräumer Tom Krauß. Als defensiver Mittelfeldspieler ist er häufig mitten im Geschehen. Darüber hinaus kann er durch seine aggressive und intensive Zweikampfführung seine Mitspieler um sich herum jederzeit mitreißen. In der vergangenen Saison ist Krauß in zahlreichen Rollen aufgelaufen. Ein Zeichen, dass er wichtig für die Mannschaft ist, wenn auch auf ungewohnter Position. Nach dem Wechsel von Eric Martel nach Mainz in diesem Sommer ist Krauß aktuell der einzige klassische Sechser im Kölner Kader. Zwar sollen die Verantwortlichen nach der Skhiri-Absage weiterhin die Augen offen halten, nach aktuellem Stand könnte Krauß jedoch gute Chancen haben, in seiner zweiten Saison beim FC zu einem absoluten Führungsspieler und Wortführer heranzureifen.

Führung durch Erfahrung oder jugendliche Unbekümmertheit?

Viele Fans verbinden Anführer auf dem Platz mit erfahrenen Spielern. Routiniers, die schon alles erlebt haben, junge Spieler anleiten können und stets die Ruhe bewahren. Eine solche Rolle könnte in der Saison 2026/27 Marius Bülter annehmen. Mit seinen 33 Jahren und weit über 200 Spielen in Liga 1 und 2 gehört er zu den erfahrensten Profis im Kölner Aufgebot. Auch wenn er in der letzten Saison nicht immer unumstrittener Stammspieler war, hat er mehrfach bewiesen, dass auf ihn jederzeit Verlass ist. Eine Qualität, die gerade in einem jungen Team enorm wichtig ist. Mit einigen entscheidenden Toren hat er zudem, speziell zu Beginn der Saison, dem FC wichtige Punkte gesichert. Diese Tore und seine Rolle von der Bank können auch in der neuen Spielzeit von großer Bedeutung für den 1. FC Köln sein.

Bereits vor der abgelaufenen Saison verlängerte Jan Thielmann seinen Vertrag bei den Domstädtern. Damals verkündete Geschäftsführer Kessler, dass Thielmann aufgrund seines Status als dienstältester FC-Spieler Führungsanspruch auf dem Platz geltend machen solle. Davon war in der abgelaufenen Spielzeit jedoch nur wenig zu sehen, wie der Flügelspieler zuletzt selbstkritisch eingestand. Unter der Fittiche von Trainer Wagner, dem ein enger Draht zu seiner Mannschaft attestiert wird, kann Thielmann vielleicht endlich die Rolle ausfüllen, die ihm die Verantwortlichen schon längst zugedacht haben. „Wir haben darüber gesprochen, dass jeder seine Rolle finden muss“, sagt Wagner. „Es gibt Spieler die führen, weil sie jede Aufgabe zu 100 Prozent erfüllen, es gibt Spieler, die eher mit Sprache führen und Spieler, die führen weil sie die Mannschaft neben dem Platz zusammenhalten. So muss jeder Spieler seine Nische finden.“

Simpson-Pusey: Vom Talent zur Führungsfigur?

Ein weiterer Akteur, der deutlich weniger erfahren ist, bei dem eine solche Entwicklung aber trotzdem vorstellbar wäre, ist Jahmai Simpson-Pusey. Als er im Winter zunächst per Leihe nach Köln kam, deutete er in den ersten Spielen direkt seine Qualitäten an und war von Beginn an ein zentraler Bestandteil der Kölner Hintermannschaft. Spätestens nach seiner festen Verpflichtung im Sommer von Manchester City ist klar: am Rhein hält man große Stücke auf den jungen Engländer. Trotz der Konkurrenzsituation in der Kölner Innenverteidigung gilt Simpson-Pusey als gesetzt. Dass er auf dem Platz Verantwortung übernehmen kann, hat er auch schon unter Beweis gestellt. Als Kapitän der U21 von City hat er die Mannschaft angeführt und wurde am Ende des Jahres zum Spieler der Saison gewählt. Ob Simpson-Pusey nach den Abgängen im Sommer in diese neue Rolle hineinwachsen kann, wird sich erst im Laufe der Saison zeigen.

Aber auch neue Spieler wie Luka Lochoshvili und Gideon Mensah sollen oder können in jene Rollen hereinwachsen. Der Innenverteidiger „Locho“ – genauso wie Joel Schmied – zeigten in Kitzbühel, dass sie auf dem Platz eine Führungsposition übernehmen können. Klar ist jedoch schon jetzt: Beim 1. FC Köln wird sich eine neue Führungsachse bilden.


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Generalprobe des 1. FC Köln gegen Schwergewicht: San-Sebastián-Test soll letzte Fragen klären

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Generalprobe des 1. FC Köln gegen Schwergewicht: San-Sebastián-Test soll letzte Fragen klären

Auch in diesem Jahr empfängt der FC vor Saisonstart einen namenhaften Gegner zum Härtetest in Müngersdorf. Diesmal heißt der Gegner Real Sociedad San Sebastián. Gegen die Basken sollen sich letzte Fragen zu Personal und Spielanlage klären beim 1. FC Köln: Real Sociedad als letzte Generalprobe.

Die neu formierte Kölner Mannschaft kann sich dabei zwei Wochen vor dem Saisonstart noch einmal mit einem internationalen Topgegner messen.

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Wie bereits in den vergangenen Jahren testet der 1. FC Köln kurz vor Saisonstart noch einmal im RheinEnergieStadion gegen einen internationalen Topgegner. Nach Testspielen gegen den FC Nantes, dem AC Mailand und Atalanta Bergamo ist dieses Jahr Real Sociedad zu Gast in Köln. Am Samstag um 15:30 wird die Partie zwischen dem FC und den Basken mit dem aus der Bundesliga bekannten Trainer Pellegrino Matarazzo angepfiffen. Nach vierwöchiger Vorbereitung spielen die Kölner erstmals in dieser Saison in ihrem Wohnzimmer in Müngersdorf. Für einige Spieler zum ersten, für andere womöglich auch zum letzten Mal. Nach den bisherigen Testspielen gegen Rheinsüd Köln, Bergisch Gladbach und Hertha BSC steht dem FC am Samstag zum ersten Mal ein Schwergewicht von internationaler Klasse gegenüber.

Das Testspiel bietet den FC-Profis nicht nur die Gelegenheit, sich mit Spielern wie Takefusa Kubo oder Weltmeister Mikel Oyarzabal zu messen. Gleichzeitig können sie sich im Kampf um die Startplätze für den Saisonauftakt empfehlen. Während es auf einigen Positionen schon klar zu sein scheint, wer gesetzt ist, sind andere Positionen im Kölner Kader noch umkämpft. Eine davon ist die Innenverteidigung. Mit Joel Schmied, Rav Van den Berg, Sommerneuzugang Luka Lochoshvili und dem fest verpflichteten Jahmai Simpson-Pusey gibt es gleich mehrere Kandidaten für die erste Elf. Auch Leih-Rückkehrer Julian Pauli wird sich nach seiner erfolgreichen Zeit in Dresden in der letzten Saison wohl kaum mit der Rolle als fünfter Innenverteidiger zufrieden geben. Die Verteilung der Einsatzzeiten am Samstag könnte schon ein Indiz für die aktuelle Rangordnung sein. Gleiches gilt für die Offensive. Auch hier hat sich noch keine klare Angriffsformation herausgebildet.

Debüts und mögliche Abschiede

Voraussichtlich erstmals auf dem Müngersdorfer Rasen auflaufen werden die Sommerneuzugänge Gideon Mensah, Luka Lochoshvili, Reigan Heskey und Paul Okon-Engstler. Der Einsatz von Torwart Martin James, der kürzlich von PSG nach Köln gewechselt ist, wäre hingegen eher überraschend. Während der Vorbereitung hat Trainer René Wagner auch einigen Spielern aus dem Kölner Nachwuchs die Möglichkeit gegeben, sich zu beweisen. Am Ende standen sechs Younggoats im Kölner Aufgebot für das Trainingslager. Während Kristiyan Irmiev und Nilas Yacobi am vergangenen Wochenende schon wieder mit der U21 in der Regionalliga auf dem Platz standen, waren Jonathan Friemel, David Fürst, Patrik Kristal und Maik Akumu nicht im Einsatz. Ob sie am Samstag die Chance erhalten, sich gegen die Spanier zu präsentieren, oder doch am Freitagabend in der Regionalliga gegen die Amateure von Borussia Dortmund auflaufen, wird sich wohl erst im Laufe der Woche entscheiden.

Auch wenn der Saisonstart nicht mehr fern ist, hat das Transferfenster noch einige Wochen geöffnet. Es ist bekannt, dass der FC durchaus auf einigen Positionen noch weiteren Handlungsbedarf sieht und dementsprechend noch einmal aktiv werden könnte. Auf der Seite der möglichen Abgänge dominiert nach wie vor Said El Mala seit Wochen die Schlagzeilen. Borussia Dortmund gilt weiterhin als wahrscheinlichster Abnehmer, auch wenn sich die Clubs bisher noch nicht auf ein Ablösepaket einigen konnten. Auch bei weiteren Spielern wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina sollen die Kölner wohl grundsätzlich bereit sein, die Spieler ziehen zu lassen, sollte ein entsprechendes Angebot vorliegen. Bislang ist dies jedoch noch nicht der Fall. Endgültige Gewissheit über die Zukunft von El Mala und Co. gibt es jedoch erst am 01. September um 20 Uhr, wenn das Transferfenster endgültig geschlossen ist.

Ticketverkauf boomt

Dennoch bleibt es ein realistisches Szenario, dass das Spiel gegen San Sebastián am Samstag der letzte Auftritt von El Mala und Co. sein könnte. Vielleicht ist der große Ansturm auf die Tickets für den Test auch deshalb zu erklären: Am Dienstag verkündete der Verein, bereits 30.000 Tickets verkauft zu haben.


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