Nach seinem Traumeinstand gegen Hoffenheim galt Thijs Dallinga als Hoffnungsträger für die Saison. Vier Pflichtspiele später könnte die Zeit des Niederländers beim FC jedoch schon wieder vorbei sein. Nach seiner Kreuzbandverletzung im Testspiel gegen Viktoria Köln fällt der Stürmer einige Monate aus. Ob er nach seiner Rückkehr noch einmal für die Geißböcke auflaufen kann, ist noch unklar.
Während des gesamten Transfersommers suchten die FC-Verantwortlichen nach einem neuen Stürmer, der Ragnar Ache im Zweifel ersetzen kann. Mit Thijs Dallinga wurde dieser kurz vor dem Saisonauftakt präsentiert, wobei der Neuzugang schnell seine Qualitäten unter Beweis stellte. Gegen Hoffenheim traf er direkt doppelt und verdrängte Ache zuletzt sogar aus der Startelf. Durch die Verletzung ist seine Zukunft beim FC jedoch vorerst ungewiss.

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Der vergangene Samstag war ein bitterer Tag für den 1. FC Köln. Die Geißböcke verpassten nicht nur den Sieg gegen Viktoria Köln, sie verloren auch gleich beide ihrer etatmäßigen Stürmer. Thijs Dallinga musste den Platz nach etwa 30 Minuten gestützt verlassen, sein Kollege Ragnar Ache wurde daraufhin eingewechselt, kehrte aber ebenfalls nach einigen Griffen an den Oberschenkel nicht aus der Pause zurück. Beide machten sich anschließend direkt auf den Weg ins Krankenhaus für weitere Untersuchungen. Während Ache in einigen Wochen zurückerwartet wird, könnte Dallinga mit seinem Kreuzbandriss für den Rest der Saison ausfallen. Keine ideale Ausgangslage für einen Leihspieler.
Hohe Kaufoption
Nach seiner erfolgreichen Zeit in Frankreich investierte Bologna 2024 viel Geld in den Niederländer. In Italien konnte er sich allerdings nicht durchsetzen und knüpfte nie an seine Torausbeute an. Der Wechsel in die Bundesliga bot dem 26-Jährigen daher die Chance auf einen Neuanfang. Seine Zeit in Köln hätte zudem kaum vielversprechender beginnen können. Mit zwei Toren am 1. Spieltag sicherte sich Dallinga sofort seinen Platz in der Anfangsformation. Ob seine bisherigen vier Einsätze für den FC allerdings schon ausreichen, um nach Saisonende die Kaufoption in Höhe von elf Millionen Euro zu ziehen, ist wohl unwahrscheinlich. Stattdessen könnten die Verantwortlichen im Winter noch einmal aktiv werden. Da der FC aufgrund der langen Ausfallzeit das Gehalt des Angreifers nur in den ersten sechs Wochen selbst zahlen muss, dürfte im Winter das nötige Budget zur Verfügung stehen.
Die Stürmersituation beim 1. FC Köln
Durch die beiden Ausfälle steht René Wagner nun vor einer Herausforderung. Es gibt einige Kandidaten für die Rolle des Mittelstürmers im Kader, keiner von diesen hebt sich jedoch direkt hervor. Als klassischer Neuner steht nur Imad Rondic im Kader. Der Bosnier wurde vor der Saison zunächst aussortiert, kehrte später ins Mannschaftstraining zurück und feierte wenige Tage danach auch seine Premiere in der Bundesliga. Die erste Wahl dürfte er dennoch nicht sein. Marius Bülter und Said El Mala haben in der vergangenen Saison die Position ebenfalls schon bekleidet, obwohl sich beide auf der linken Seite wohler fühlen. Luca Waldschmidt hat seine Stärken insbesondere neben oder hinter einem klaren Zielspieler. Bis Sonntag hat Wagner noch Zeit für einen ersten Lösungsansatz. Wer im Derby stürmt, könnte sich also erst kurz vor dem Spiel entscheiden.
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