In wenigen Tagen steht das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Mönchengladbach auf dem Bundesliga-Spielplan. Nicht nur sportlich wird sich auf das Spiel vorbereitet. Auch die Polizei hat vor der als Risikospiel eingestufte Begegnung alle Hände voll zu tun. Dabei setzt sie auf ein neues Konzept und trifft erste Maßnahmen.
Emotionen pur verspricht das Derby am kommenden Sonntag im Kölner Stadion (15:30, Liveticker bei come-on-fc.com). Und das bedeutet in aller Regel auch mehr Arbeit für die Polizei. Zumal die Begegnung natürlich als Risikospiel eingestuft wurde. ie Polizei Köln hat nun Einzelheiten ihres Einsatzkonzepts veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht dabei die erneuerte Stadionallianz NRW, die erstmals bei einem Kölner Derby in ihrer neuen Form zum Einsatz kommt.

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Die im Juli überarbeitete Vereinbarung zwischen dem nordrhein-westfälischen Innenministerium, den Vereinen der ersten drei Profiligen, der Landespolizei und der Bundespolizei soll die Zusammenarbeit rund um Fußballspiele verbessern. Dabei geht es insbesondere um eine frühzeitige Abstimmung, eindeutige Zuständigkeiten und mehr Eigenverantwortung der Vereine. So sollen die Veranstalter mit ihren Ordnungsdiensten, Fanbeauftragten und Sicherheitsbeauftragten für die Sicherheit in den Stadien sorgen. Im Vorfeld des Derbys hat die Polizei bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Gegen acht Angehörige der Kölner Fanszene und drei Anhänger von Borussia Mönchengladbach wurden Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbote für den Spieltag ausgesprochen. Darüber hinaus führte die Polizei mit 50 weiteren Kölner Fußballanhängern sogenannte Gefährderansprachen durch.
Polizei beobachtet beim Derby An- und Abreisewege
Am Spieltag selbst wollen die Einsatzkräfte insbesondere die An- und Abreisewege sowie bekannte Treffpunkte der Fans beobachten. Bei konkreten Gefahren oder Straftaten kündigt die Polizei ein konsequentes Einschreiten an. Gleichzeitig sieht die neue Stadionallianz vor, dass sich die Polizei bei Fußballspielen stärker im Hintergrund hält. Die Verantwortung für die Sicherheit innerhalb des Stadions liegt weiterhin beim Veranstalter, also beim 1. FC Köln. Der Verein übernimmt diese Aufgabe unter anderem mit seinen Ordnungsdiensten sowie Fan- und Sicherheitsbeauftragten. „Das Derby lebt von Emotionen, Leidenschaft und einer gesunden sportlichen Rivalität. Es ist unser absolutes Hauptaugenmerk, gemeinsam den passenden Rahmen dafür zu organisieren: ein stimmungsvolles und sicheres Fußballfest für alle Fans im RheinEnergieSTADION“, sagt FC-Geschäftsführer Philipp Türoff.
„Wir stehen dazu im engen und vertrauensvollen Austausch mit dem Gastverein und den zuständigen Sicherheitskräften. Die neuen Stadionallianzen NRW setzen stark auf die Eigenverantwortung der Clubs und Fans. Das ist ein Vertrauensvorschuss, den wir als 1. FC Köln befürworten und dem wir verantwortungsvoll gerecht werden wollen“, so der Geschäftsführer weiter. Die Polizei bleibt dagegen für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zuständig. Durch die engere Zusammenarbeit soll der Einsatz der Polizeikräfte zielgerichteter erfolgen.
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