Mikey Moore vom 1. FC Köln
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Mikey Moore trifft besonders gerne in Derbys – Jetzt soll der erste Treffer gegen Gladbach folgen: „Zu 100 Prozent der richtige Zeitpunkt“

Mit Mikey Moore haben die Kölner offensichtlich ein ganz großes Talent diesen Sommer an Land gezogen. Bislang fehlen noch die Tore. Dazu holte sich der Offensivspieler in der Länderspielphase viel Selbstvertrauen bei der U20 der Three Lions. Doch es spricht noch etwas ganz anderes für das erste Tor im Rheinderby.

Dass Mikey Moore über viel Talent verfügt, steht in Köln nach wenigen Wochen außer Frage. Nur bei den Torbeteiligungen will es in der Domstadt noch nicht klappen. Das soll sich im Derby ändern. Und die Chancen stehen nicht schlecht, denn Tore gegen Rivalen kann der Spieler.

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Fünf Wochen weilt Mikey Moore nun beim 1. FC Köln, allerdings dann auch wieder nicht so richtig. Denn nur gute zwei Wochen nach seiner Ankunft in der Domstadt ging es für den 19-Jährigen bereits wieder in das englische Umfeld – wenn auch nach Spanien. Moore trat mit der englischen U20 bei der Elite League in La Nucia an, jenem Ort, an dem sich der FC im vergangenen Winter den Feinschliff für die Rückrunde holen wollte. Und der Turnierverlauf war für den Offensivspieler maximal erfolgreich. Moore erzielte zwei Tore, bereitete einen Treffer vor, war aber an weiteren Toren in der Entstehung beteiligt. Viel wichtiger aber: Am Ende der beiden Wochen durfte der Engländer den Pokal als Kapitän der U20 in die Höhe stemmen. „Wir hatten drei wirklich gute Spiele. Wir hatten eine gute Zeit. Ich habe ein paar Tore gemacht, das war echt gut. Jetzt freue ich mich aber zurück zu sein“, sagte Moore am Donnerstag am Rande der Einheit am Geißbockheim. „Ich hoffe, dass ich so weitermache.“

Mikey Moore weiß wo das Derby-Tor steht

Moore wird also mit viel Selbstvertrauen in das Derby am kommenden Sonntag gehen. In sein erstes Rheinderby, aber nicht die erste Rivalität, die er erlebt. Bei Tottenham spielte er in der Jugend schon das Nord-London-Derby gegen Arsenal, auch die Duelle gegen Chelsea sind umkämpft und bei den Rangers bestritt er sechs Mal das legendäre Old Firm. „Ich kann mich glücklich schätzen, einige gespielt zu haben. Es sind beeindruckende Momente“, sagt Moore am Donnerstag beim Training. Bemerkenswert: Gegen alle Rivalen hat er bereits getroffen – auch im Old Firm. „Das Tor in einem der größten Derbys der Welt zu schießen, ist natürlich etwas besonderes. Es fühlt sich unglaublich an“ Der Spieler hat also bewiesen, dass er unter Druck funktioniert. Nun steht Gladbach vor der Tür und auch gegen die Fohlen soll es mit dem ersten Treffer gelingen. „Es wäre zu 100 Prozent der richtige Zeitpunkt. Das Spiel bedeutet den Menschen hier so viel. Ich wäre mehr als glücklich, am Wochenende mein erstes Tor zu schießen und dem Team damit zu helfen“, sagte Moore. „Es ist das große Spiel. Ich bin bereit dafür.“

Nah dran am ersten Treffer für den FC, war er bereits. So hätte der Offensivspieler auch gegen Hamburg treffen müssen. „Brutal geärgert habe ich mich zuletzt über die Riesenchance von Mikey Moore in Hamburg. Ich wusste, wenn wir aus der Halbzeit kommen und schnell das 1:1 machen, gewinnen wir das Spiel. Ich will einfach daran glauben, dass bei ihm neun von zehn solcher Chancen drin sind“, sagte René Wagner im Interview mit come-on-fc.com. Aber auch der Spieler selbst hätte die Kugel natürlich nur zu gerne im Tor untergebracht. Das erscheint allerdings nur eine Frage der Zeit. Gerade im Duo mit Said El Mala strahlt der junge Engländer enorme Qualität aus. Das Zusammenspiel klappt bereits, ist aber ausbaufähig. „Es macht Spaß, mit ihm zu spielen. Er ist ein so guter Spieler, der seine Qualitäten auf den Platz bringt. Er ist ein feiner Kerl“, sagt Moore. „Ich hoffe, dass wir noch eingespielter sein werden und der Mannschaft so helfen können.“

Kann Mikey Moore im Sturm spielen?

Gerade nach den Ausfällen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache muss die Offensive funktionieren. „Das ist schon ein großer Verlust für uns und nie schön, wenn ein Teammitglied ausfällt“, sagt der Engländer. „Wir haben eine Menge guter Jungs, die jetzt da sein können. Wer am Ende das Tor schießt, ist nicht so wichtig, wenn wir gewinnen. Wir müssen Verantwortung übernehmen und hoffen, dass wir der Mannschaft mit Toren helfen können.“ Ob Moore die Alternative im Sturmzentrum sein wird, ist noch offen. Die falsche Neun hat er in der Jugend bereits gespielt. „Ich habe noch keine Ahnung, wo ich spielen werden. Das müssen wir sehen“, sagt Moore. In Köln fühlt sich das Talent wohl. „Ich habe schon sehr früh mit dem Club damals gesprochen. Der Trainer hat mir früh erklärt, wo und wie er mich sieht“, sagt der Spieler. „Es ist schon nett, wenn sich mehrere Clubs um dich bemühen. Ich habe schon früh gesagt, dass ich komme, wenn es das grüne Licht gibt. Ich bin froh, hier zu sein.“

Und doch ist es sehr unwahrscheinlich, dass der 19-Jährige auch kommende Saison das Trikot mit dem Geißbock auf der Brust tragen wird. Tottenham hat den Spieler bekanntlich nur ohne Kaufoption verliehen, denn bei den Lilywhites hält man große Stücke auf Moore. Das Talent soll bei den Spurs den großen Durchbruch in der Premier League feiern, Tottenham lehnte im Sommer gleich mehrere Angebote ab. Angebote, die sich im Bereich von mehr als 30 Millionen Euro bewegt haben sollen. Und auch Leihangebote gab es einige. Doch Moore entschied sich bewusst für den FC. Nun freut er sich auf das anstehende Derby. „Ich will keine großen Ankündigungen machen, aber ich hoffe, dass wir gewinnen werden und dass ich treffen werde“, sagt der Youngster.

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