Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore mit breiter Brust gegen das Schlusslicht: Ist das der Schlüssel im Derby?

Sie kommen mit reichlich Rückenwind zurück, der Gegner steckt dagegen tief in der Krise. Said El Mala und Mikey Moore wollen im Derby gegen Gladbach den Unterschied machen. Die Voraussetzungen könnten für die beiden Youngster kaum reizvoller sein.

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Die Vorfreude auf das Derby war Mikey Moore am Donnerstag in der Mixed Zone des FC bereits anzuhören. Der Engländer weiß, welche Bedeutung das Spiel für die Kölner Fans hat, kennt aber auch aus England und Schottland die Bedeutung von wichtigen Rivalitäten. Alleine das legendäre Old firm spielte der Offensivmann sechs Mal. Für die Rangers und gegen Celtic traf er in diesen Spielen zwei Mal. „Er hat es im letzten Jahr erlebt. Er ist ein junger Spieler, der diese Erfahrung schon in einem anderen Land machen durfte, diese Spiele zu spielen. Und darf es jetzt hier in Deutschland tun und er freut sich drauf“, sagte René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz. „Wir erwarten von ihm, dass er seine Qualität auf den Platz bekommt, dass er gefährlich wird und dass er mit dem Selbstvertrauen, dass er sich bei der U20 geholt hat, zurückkommt und auch für uns trifft.“

El Mala und Moore: Mit Rückenwind gegen Gladbachs wacklige Defensive

Das Selbstvertrauen dürfte besonders groß sein. Denn Moore hatte bei der englischen U20 nicht nur Minuten gesammelt. Der 19-Jährige kam mit zwei Toren, einer Vorlage und einer gewonnen Elite League zurück. „Wir haben ihn geholt, damit er gefährlich wird. Genauso soll er aber auch assistieren können“, so Wagner weiter. Das hat er in La Nucia tatsächlich unter Beweis gestellt, am Donnerstag deutete der Spieler an, dass er nichts gegen seinen ersten Bundesliga-Treffer ausgerechnet im Derby hätte. Nach den erfolgreichen Spielen mit den Three Lions auf der Brust dürfte der Youngster der Tottenham Hotspur vor Selbstbewusstsein strotzen.

Ein Schlüssel gegen die Fohlen? Fakt ist, dass der Elf vom Niederrhein zuletzt genau das fehlte, eben jenes Selbstvertrauen. Gladbachs Defensive wackelte schon arg, fing sich die meisten Großchancen und dann auch Tore der Liga. Verunsicherung machte sich breit und dürfte der Kölner Offensive eigentlich in die Karten spielen. Gerade die unterschiedlichen Qualitäten der beiden Offensivspieler könnten dabei zum Trumpf werden. Während El Mala mit seinem Tempo und seinen Dribblings immer wieder den direkten Weg zum Tor sucht, kann Moore mit seiner engen Ballführung und seinen kreativen Zuspielen auch auf engstem Raum für Gefahr sorgen. Für eine Gladbacher Hintermannschaft, die bislang enorme Probleme mit der defensiven Stabilität hat, könnte diese Mischung zur nächsten Herausforderung werden.

Warum El Mala und Moore im Derby besonders gefährlich werden könnten

Auch der zweite Part des kongenialen Duos scheint sich auf Länderspielreise die nötige Motivation geholt zu haben. Said El Mala hatte für die deutsche Nationalmannschaft debütiert. „Er kam mit der Erfahrung, zwei Mal gespielt zu haben zurück. Das hat schon auch was mit ihm gemacht“, sagte Wagner. „Er hat gespürt, wie schon es ist, für das eigene Land zu spielen. Er weiß, was für ihn jetzt wichtig ist.“ So erklärte der Trainer weiter, dass der 20-Jährige auch bei der Nationalmannschaft seine „Themen bearbeitet“ habe. „Für uns war es in Summe eine Supersache.“ Tatsächlich sollen sich die beiden Offensivspieler immer besser ergänzen. Am Geißbockheim erhofft man sich von dem kongenialen Duo geniale Dinge. Gerade die spielerischen Elemente der beiden könnten gegen die aktuelle Schießbude der Liga entscheidend sein. Denn mit bereits 16 Gegentreffern, also im Schnitt vier pro Spiel, ist eine gewisse Wahrscheinlichkeit eines Treffers durchaus gegeben.

Und beide haben eine gewisse Verbindung zu diesem Spiel. Moore traf nicht nur im Derby in Schottland. Wie berichtet hat der Offensivspieler auch in den nordlondoner Derbys – wenn auch in der Jugend – gegen Arsenal und Chelsea getroffen. Dagegen hat El Mala bekanntlich eine Historie bei den Gladbachern. Der Youngster wurde einst bei der Borussia ausgebootet, spielte im Nachwuchsleistungszentrum keine Rolle mehr. Nun gibt es das Wiedersehen mit einem Nationalspieler, mit einem Topstar. einem Spieler dessen Marktwert alleine 40 Prozent des Kaderwerts der Fohlen ausmacht. Es spricht also durchaus einiges dafür, dass die beiden Kölner Offensivspieler ein wenig zaubern. Nur gibt es natürlich auch eine andere Wahrheit. Auch der FC ist in dieser Spielzeit nicht gerade für seine Torgefahr bekannt, hat wie berichtet enorme Effizienzprobleme. Die wollen El Moore am Sonntag ablegen.

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