Borna Sosa und Sebastian Sebulonsen laufen häufig gemeinsam auf beim 1. FC Köln (Foto Sosa: Alex Grimm/Getty Images)
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Bisher nur im Duo: Der 1. FC Köln und seine Außenverteidiger-Pärchen

Gegen Eintracht Frankfurt entschied sich Trainer René Wagner wie schon am vorherigen Spieltag für Borna Sosa und Sebastian Sebulonsen als Außenverteidiger. Dabei scheint sich hinter der Kombination mehr zu verbergen als nur einzelne Entscheidungen: Der Coach hat bisher feste Außenverteidiger-Pärchen.

René Wagner hat beim 1. FC Köln im Moment die Qual der Wahl auf den Außenverteidiger-Positionen. Links stehen ihm Gideon Mensah und Borna Sosa, rechts Alessio Castro-Montes und Sebastian Sebulonsen zur Verfügung. Bisher scheint es jedoch, als ob sich der Trainer nicht für einzelne Spieler, sondern für feste Kombinationen entscheiden würde.

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Eigentlich hatte Gideon Mensah in seinen ersten Spielen beim 1. FC Köln einen guten Eindruck hinterlassen. Abgesehen vom Pokalspiel gegen Würzburg konnte der Sommerneuzugang in jeder Partie überzeugen. In der Defensive hielt der 28-Jährige seine Seite dicht und schaltete sich zudem immer wieder gefährlich in die Offensive ein. Trotz der späten Leihe von Borna Sosa hatte der Ghanaer bis zur Länderspielpause die Nase vorn und schien gesetzt. Und eigentlich hätte man auch vermuten können, dass sich daran im Derby nichts ändern würde. Dennoch stand gegen Mönchengladbach überraschenderweise Sosa in der Anfangsformation. Für Mensah blieb, wie auch eine Woche später in Frankfurt, über die gesamten 90 Minuten nur der Bankplatz. Womöglich liegt das jedoch gar nicht an ihm selbst, sondern an dem, was auf der rechten Außenverteidiger-Position passierte.

Wagner setzt auf zwei Außenverteidiger-Pärchen

Denn mit dem Blick auf die rechte Seite ergibt sich ein Muster. Immer, wenn dort wie an den ersten vier Spieltagen Alessio Castro-Montes startete, spielte Mensah auf links. Nach der Länderspielpause fehlte der Belgier jedoch zunächst verletzt. Für ihn begann Sebastian Sebulonsen, der sich in den ersten Wochen noch von einer Oberschenkelverletzung erholt hatte und danach nicht am 29-Jährigen vorbeigekommen war. Durch den Ausfall von Castro-Montes war gegen die Borussia Sebulonsen die logische Lösung. Gleichzeitig kam auf der Gegenseite Sosa zu seinem Startelf-Debüt, wobei Wagner ins besondere die Trainingsleistung des Kroaten während der Pause lobte. Dieses Duo bekam dann auch gegen die Eintracht den Vorzug. Somit starteten immer entweder Sebulonsen und Sosa zusammen oder Castro-Montes und Mensah.

Dieses Muster scheint kein Zufall zu sein. Eher wirkt es so, als hätte Wagner klare Außenverteidiger-Pärchen. Diese Vermutung liegt zumindest nahe – und ergibt auch beim Blick auf die Profile der Spieler Sinn. Denn der Coach lässt immer einen Außenverteidiger auflaufen, der seine Stärken mehr in der Offensive hat, und einen, der defensive Stabilität liefert. So begann gegen die SGE am vergangenen Freitag auf der linken Seite Borna Sosa, der wesentlich mehr Offensivdrang hat als Mensah. Auf rechts wiederum spielte Sebulonsen, der sich zwar auch gelegentlich in die Offensive einschaltet, im Vergleich zu Castro-Montes seine Stärken jedoch mehr im Verteidigen hat.

Balance durch unterschiedliche Spielertypen

Durch diese Pärchen, in denen sich die Spieler jeweils ergänzen, sorgt Wagner dafür, dass die Balance beim FC stimmt. Wenn er auf beiden Seiten auf offensivstarke Profis setzten würde, könnten die Geißböcke in der Defensive noch größere Probleme bekommen. Bei zwei defensivstarken Außenverteidigern wiederum würde wohl etwas Wucht im Angriff fehlen. Wobei der Coach je nach Spielsituation durchaus bereit ist, die Konstellation anzupassen. So kam etwa gegen Bremen beim Stand von 1:0 für den FC Sebulonsen für Castro-Montes ins Spiel, vermutlich, um die Defensive zu stärken. Oder andersherum gab es zum Ende der Partie gegen die Eintracht die Kombination aus Sosa und dem Belgier, weil man sich wegen des Rückstands offensiver ausrichten musste.

Wie sehr Wagner an den Außenverteidiger-Kombinationen festhält, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Dann warten mit Schalke 04 und Union Berlin zwei Mannschaften, die ihre Stärken speziell in der Defensive haben. Für den Coach stellt sich die Frage, ob er die Balance mit den Außenverteidigern fortführt oder eventuell doch zwei offensivere Außenverteidiger bringt, um die gegnerischen Abwehrreihen zu knacken. Den Eindrücken der ersten Spiele nach zu urteilen ist jedoch Ersteres deutlich wahrscheinlicher.

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