Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit

Nach wie vor ist er der FC-Shootingstar der Saison. In den vergangenen Partien war der Youngster aber deutlich weniger auffällig als noch in 2025 beim 1. FC Köln: Said El Mala ist auf der Suche nach der Leichtigkeit.

Sieben Tore, drei Vorlagen: Said El Mala spielt eine überragende Debüt-Saison in der Bundesliga. In den vergangenen Wochen baute der Youngster im Vergleich zu der Anfangszeit jedoch etwas ab und erlebt nun seine erste schwere Phase bei den Geißböcken.

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Einen Moment gab es gegen den VfL Wolfsburg dann doch noch, in dem Said El Mala seine ganze Qualität zeigte. In der letzten Minute des Spiels behauptete der Shootingstar auf der linken Seite gegen Saël Kumbedi den Ball, zog nach innen, dribbelte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und kam frei vor dem Wolfsburger Tor zum Abschluss. Wölfe-Keeper Kamil Grabara behielt jedoch im Duell die Oberhand. Aber auch ohne ein Tor war es eine typische El-Mala-Szene, in der der Youngster seine große Klasse zeigte. Allerdings war es für die vergangenen Partien des 19-Jährigen ebenfalls passend, dass der Ball nicht reinging. Denn sowohl gegen Wolfsburg als auch zuvor gegen Bayern München, Mainz 05 und den SC Freiburg blieb der Linksaußen ansonsten eher blass – und ohne Torbeteiligung.

„Nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“

Auf sich aufmerksam machen konnten in den Begegnungen andere Spieler wie zum Beispiel Linton Maina. El Mala dagegen hatte kaum auffällige Aktionen und konnte dem Kölner Angriff keine entscheidenden Impulse geben – so wie noch in weiten Teilen der Hinrunde oder zum Jahresauftakt in Heidenheim. Und wenn der Youngster mal in eine gefährliche Situation kam, wie in der Szene gegen Wolfsburg oder bei seiner Großchance nach einem Konter gegen Bayern, fehlte ihm die letzte Präzision im Abschluss. Auch seine gefürchteten Dribblings konnte der 19-Jährige kaum anziehen. Es ist die erste, kleine Schwächephase des Shootingstars im FC-Trikot.

So bemerkte sein Trainer Lukas Kwasniok bereits vor dem Wolfsburg-Spiel, dass El Malas Weg erstmals „ein bisschen ins Stocken“ geraten sei. Ein Grund dafür sei laut dem Coach der enorme Wirbel um den Linksaußen. Zwar gehe der Angreifer „sehr gut mit dieser Phase und mit diesem Hype um. Im Trainingslager hatte ich das erste Mal in einem Gespräch das Gefühl, dass es ihn ein wenig beschäftigt“, so Kwasniok. Und weiter: „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist.“ Und das gerade jetzt, wo mal wieder ein Angebot aus der Premier League den Wirbel wieder befeuert. Rund 25 bis 30 Millionen Euro soll Brighton laut „Sport Bild“ geboten haben.

Starke Form anderer kann Druck auf El Mala verringern

Dabei sind Schwächephase für Talente natürlich ganz normal und von Kwasniok auch angedeutet. So ist es zum einen etwas anderes, in der Bundesliga über 34 Spieltage konstant gute Leistungen abzuliefern als in der dritten Liga, wie es El Mala in der vergangenen Spielzeit bei Viktoria Köln getan hat. Zum anderen ist der Kölner Shootingstar immer noch erst 19 Jahre alt. Dass es für ihn speziell in einem so jungen Alter schwierig ist, mit dem Hype und der inzwischen größeren Erwartungshaltung umzugehen, ist nur allzu verständlich. Daher betonte auch Kwasniok, dass man versuche, „behutsam damit umzugehen. Denn natürlich macht das was mit einem. Wir alle haben das nie erlebt.“

Daher erscheint es umso wichtiger für die Geißböcke, dass sie in den vergangenen Partien auch ohne die genialen Momente des Top-Talents zwei Siege holen konnten. Durch die starke Form anderer Spieler wie Tom Krauß, Alessio Castro-Montes oder Maina fällt die Leistungsdelle bei El Mala nicht so sehr ins Gewicht. Denn zuvor war der Linksaußen an fast jedem Kölner Punktgewinnen mit einem Tor oder Vorlage beteiligt, häufig sogar entscheidend. Jetzt kann es Druck von den Schultern des 19-Jährigen nehmen, zu wissen, dass es nicht alleine auf ihn ankommt, die Spiele mit starken Leistungen zu Gunsten der Kölner zu kippen. Dadurch kann der Angreifer vielleicht bald schon wieder befreiter aufspielen sowie die leichte Schwächephase überwinden. Und dann wird er bestimmt trotzdem auch wieder ein Unterschiedsspieler für den FC sein.


Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

Luca Waldschmidt saß gegen Wolfsburg 90 Minuten auf der Bank
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Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

In fünf Spielen in 2026 kam Luca Waldschmidt bisher nur als Joker zum Einsatz – wenn überhaupt. Gegen Wolfsburg bekam der Angreifer das zweite Mal in diesem Jahr gar keine Minuten: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

90 Minuten saß Luca Waldschmidt am vergangenen Freitag gegen seinen Ex-Verein VfL Wolfsburg auf der Bank. Dabei gäbe es gerade sogar als zweite Spitze neben Ragnar Ache oder hinter den Spitzen passende Rollen im FC-System. Trotzdem setzt Lukas Kwasniok kaum auf den 29-Jährigen: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

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Es waren deutliche Aussagen direkt zu Jahresbeginn. In einem Interview mit dem „Express“ hatte Luca Waldschmidt Anfang Januar betont, dass manche Entscheidungen, die Trainer Lukas Kwasniok trifft, für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“ Ebenso deutlich wie die Aussagen des ehemaligen deutschen Nationalspielers war auch die Reaktion seines Coaches. Denn der strich den 29-Jährigen für den Jahresauftakt in Heidenheim aus dem Kölner Kader. Zwar holte Kwasniok den Angreifer für die darauffolgende Partie gegen Bayern München zurück in die Mannschaft und brachte ihn in der Schlussphase als Joker.

Bisher kaum Einsatzzeit in 2026

Trotzdem lässt sich nach fünf Kölner Pflichtspielen in 2026 festhalten: Verbessert hat sich Waldschmidts Situation nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. So sammelte der Stürmer in 2026 erst 33 Minuten Einsatzzeit. Gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag saß der Angreifer sogar 90 Minuten auf der Bank. Damit dürfte auch die Unzufriedenheit des 29-Jährigen inzwischen wieder größer geworden sein. Denn vor der Winterpause hatte Waldschmidt immerhin noch zweimal gegen St. Pauli und Bayer Leverkusen in der Startelf gestanden. Im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin hatte er aus Krankheitsgründen gefehlt. Jetzt scheint der flexible Offensivspieler aber kaum noch eine Rolle in Kwasnioks Planungen zu spielen.

Dabei hat es gerade in den vergangenen Partien im Kölner System eine Rolle gegeben, die sehr gut zum Profil des 29-Jährigen gepasst hätte. Denn seit Kwasnioks Umstellung zur zweiten Halbzeit gegen Mainz 05 agierte der FC in den vergangenen Partien in einem 4-4-2 mit einer Doppelspitze. Neben Zielspieler Ragnar Ache agierte Marius Bülter als sehr bewegliche zweite Spitze. Immer wieder weicht der ehemalige Hoffenheimer auf die Flügel aus oder lässt sich etwas tiefer fallen als sein Sturmpartner. So genießt Bülter in seiner Rolle viele Freiheiten und sucht sich die für ihn passende Räume.

Passende Rolle im System eigentlich vorhanden

Diese Position als zweite Spitze mit viel Freiheiten würde auch perfekt zu Waldschmidt passen. Der 29-Jährige hat nicht das Profil eines klassischen Stoßstürmers wie Ache, sondern lässt sich oft fallen, um am Spielaufbau beteiligt zu sein. Mit seinem starken linken Fuß und seiner Übersicht kann der ehemalige Wolfsburger sowohl mit Pässen durch die gegnerischen Linien als auch mit präzisen Flanken Chancen kreieren. Statt aber auf die Qualitäten des ehemaligen deutschen Nationalspieler zu setzen, vertraute Kwasniok zuletzt eben Bülter. Zum einen wahrscheinlich, weil der Sommerneuzugang aus Hoffenheim eine stärkere Physis mitbringt. Dadurch strahlt der 32-Jährige auch im Strafraum bei Flanken mehr Gefahr aus. Zum anderen dürften Waldschmidts Aussagen im Trainingslager seine Chancen bei Kwasniok nicht verbessert haben.

Letzterer hatte zu Beginn der Transferperiode noch nicht ausgeschlossen, dass Spieler, die unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten sind, eventuell den Verein verlassen könnten. Dafür ist es für Waldschmidt wohl zu spät, nur wenige Transferfenster sind noch geöffnet. Dass der Stürmer aber noch auf die von ihm gewünschten Einsatzzeiten kommen wird, ist wohl nach den vergangenen Wochen eher unwahrscheinlich. Wenn jedoch die Anzahl an Minuten wirklich so gering wie in den vergangenen Wochen bleibt, wird nicht nur Waldschmidts Unzufriedenheit größer. Sie könnte sich gleichzeitig auf den Rest der Mannschaft auswirken. Eine knifflige Situation, die Kwasniok managen muss. Daher wird es spannend zu sehen seien, wie der Trainer mit der Situation um den Angreifer umgeht. Und ob er ihn darum in den nächsten Wochen vielleicht doch wieder mehr Chancen gibt – zum Beispiel eben als hängende Spitze neben Ache.


Machtwinner Linton Maina: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0

Linton Maina vom 1. FC Köln jubelt nach seinem Tor
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Machtwinner Linton Maina: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0

Nach viel Kampf und einer starken ersten Hälfte belohnten sich die Geißböcke am Freitagabend: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0. Matchwinner war dabei Siegtorschütze Linton Maina.

Das Duell gegen den VfL Wolfsburg war ein sehr wichtiges für den FC, denn mit den Wölfen kam eine in den vergangenen Wochen formschwache Mannschaft in die Domstadt. Diesen Umstand wussten die Geißböcke am Ende zu nutzen: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0.

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Im Duell gegen den VfL Wolfsburg setzte Trainer Lukas Kwasniok für seine Verhältnisse fast schon auf Kontinuität. Nur zwei Wechsel nahm der Coach im Vergleich zum Spiel gegen den SC Freiburg vor und damit deutlich weniger als in den vergangenen Wochen. Cenk Özkacar und Eric Martel rotierten für Jan Thielmann und Rav van den Berg in die Startelf. Damit setzte der Coach erneut auf eine Viererkette sowie im Angriff auf die Kombination aus Ragnar Ache und Marius Bülter. Bis zu den ersten offensiven Momenten dauerte es aber ein bisschen. Beide Mannschaften agierten erstmal abwartend und waren um Stabilität bemüht. Nach und nach übernahm dann der FC die Kontrolle. Und hatte in der 14. Minute den ersten gefährlichen Abschluss: Alessio Castro-Montes bekam auf der rechten Seite viel Zeit und Platz und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort legte Bülter zurück auf Ache, der jedoch ein Luftloch schlug.

FC bestimmt die Partie

Trotzdem blieben die Kölner dran. Nach einer Hereingabe von Kristoffer Lund von der Grundlinie hatte erneut Ache die Riesen-Chance auf die Führung. Seinen zu zentralen Kopfball konnte Wölfe-Keeper Kamil Grabara um den Pfosten lenken. Im Anschluss an die folgende Ecke schloss Lund aus dem Rückraum ab, sein Versuch wurde zu Bülter abgefälscht, für den der Winkel aber zu spitz wurde. Dadurch konnten die Wölfe klären. Diese blieben offensiv weiter harmlos. Bezeichnend dafür war ein schwacher Distanzschuss von Maximilian Arnold (19.). Auf der anderen Seite vergab Linton Maina die nächste gute Möglichkeit der Gastgeber, da er an der Strafraumkante noch entscheidend gestört wurde und verzog.

Kurz darauf sorgte Marvin Schwäbe mit einem misslungen Pass kurz für einen erhöhten Puls bei den Kölner Fans. Der direkte Versuch von Arnold landete aber ungefährlich nur beim Torhüter – da wäre mehr drin gewesen für die Wölfe. Und auch bei den Kölnern fehlte Lund bei einem Kopfball aus guter Position die Präzision. Besser machte es kurz darauf Maina: Nach einer schönen Passstafette über Sebastian Sebulonsen und Tom Krauß zog der Flügelspieler vom rechten Strafraumeck nach innen und zog ab. Sein leicht abgefälschter Abschluss schlug rechts im Wolfsburger Tor ein – die Führung für die Geißböcke! Und der Angreifer hatte kurz danach die Chance, den Doppelpack zu schnüren. Sein Versuch nach einer abgefälschten Hereingabe wurde jedoch geblockt. Ähnlich erging es Jakub Kaminski nur kurz darauf. Der Pole wurde davor schön von Bülter in Szene gesetzt (36.). Danach hatte dann Patrick Wimmer die beste Chance der Gäste in der ersten Hälfte: Nach einem schönen Zusammenspiel mit Christian Eriksen verzog der Wolfsburger aber aus leicht spitzem Winkel. Auf der anderen Seite wurde wiederum ein Abschluss von Bülter im Strafraum geblockt. Der Abpraller landete bei Lund, der von der Strafraumkante aber relativ deutlich verzog.

Wolfsburg steigert sich nach der Pause

Kurz vor der Pause gab es dann aus Kölner Sicht noch einen kleinen Aufreger: Krauß wurde bei einem Abschluss im Strafraum von Yannick Gerhardt getroffen. Da der Ex-Kölner aber vorher den Ball geblockt hatte, zeigte Schiedsrichter Martin Petersen nicht auf den Punkt – natürlich zum Unmut der Gastgeber. So ging es mit dem 1:0 in die Pause. Aus dieser kamen die Gäste mit mehr Schwung – und forderten dann selber einen Strafstoß. Kento Shiogai dribbelte zentral in den Strafraum und versuchte, auf Dzenan Pejcinovic quer zu legen. Der Ball sprang dabei an den angelegten Arm von Cenk Özkacar – eindeutig kein Elfmeter. Trotzdem blieben die Wölfe gefährlicher als in Durchgang Eins. Eine halbhohe Hereingabe von Wimmer von der Strafraumkante klärte Schwäbe unorthodox mit dem Fuß (49.).

In der 59. Minute hatte Pejcinovic die große Chance zum Ausgleich: Nach einem langen Ball war der Stürmer frei durch, schoss aber aus linker Position im Strafraum am langen Eck vorbei. Schiedsrichter Petersen entschied außerdem auf Abseits. Das hob Lund aber wohl auf – Glück für die Geißböcke. Insgesamt blieb die Partie nun deutlich ausgeglichener, weil sich der VfL präsenter in den Zweikämpfen zeigte. Aber die Kölner hielten dagegen: Bülter zog aus sehr spitzem Winkel links im Sechzehner ab, sein Versuch ging jedoch deutlich drüber. Ein paar Minuten später marschierte der starke Maina bei einem Konter von Strafraum zu Strafraum und schloss ab – knapp rechts vorbei (68.). Kurz danach kamen wieder die Wölfe sehr gefährlich vors Tor: Über Pejcinovic und Wimmer kam Adam Daghim halbrechts aus zehn Metern völlig frei zum Abschluss. Sein Schuss konnte aber im letzten Moment noch geblockt werden.

Wolfsburg mit Chancen auf den Ausgleich

Ein Kopfball von erneut Daghim stellte Schwäbe dieses Mal dagegen vor keine Herausforderung (76.). Auf der anderen Seite zog der eingewechselte Said El Mala von links nach innen, sein Abschluss aus etwa 18 Metern ging aber am langen Eck vorbei. So blieb es erstmal bei der knappen FC-Führung. Und danach kamen wieder die Wölfe: Gerhardt zielte von der Strafraumkante nach einer flachen Flanke aber deutlich zu hoch. Nach einem Wolfsburger Konter wurde es dann erneut brandgefährlich im Kölner Strafraum. Pejcinovics Abschluss aus guter Position war jedoch zu schwach und genau auf Schwäbe. Und die Kölner schwammen weiter in der Defensive. Auch Shiogais wuchtiger Abschluss von der Strafraumkante führte aber nicht zum Ausgleich, sondern flog übers Tor (88.). Den Last-Minute-Treffer verhinderte Schwäbe in der Nachspielzeit gleich doppelt: Erst stark im Eins-gegen-Eins gegen erneut Shiogai und kurz danach bei einem Schuss von Daghim. El Mala wiederum vergab auf der anderen Seite die Entscheidung. Aber es war die letzte Aktion des Spiels. So blieb es beim 1:0-Erfolg für die Geißböcke.

Für die geht es in einer etwas über einer Woche am Sonntag (8.2.) weiter. Dann erwarten die Domstädter um 15:30 Uhr RB Leipzig.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar, Martel, Sebulonsen – Lund (86. van den Berg), Kaminski (75. El Mala), Krauß, Castro-Montes – Maina (75. Thielmann), Ache (86. Niang), Bülter (66. Johannesson); Tore: Maina (29.); Gelbe Karten FC: Ache


Nach schwachen Leistungen: Kristoffer Lund muss um seinen Stammplatz kämpfen – und um die Verpflichtung

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln
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Nach schwachen Leistungen: Kristoffer Lund muss um seinen Stammplatz kämpfen – und um die Verpflichtung

Gegen den SC Freiburg zeigte Kristoffer Lund eine eher mäßige Leistung – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Weil seine Konkurrenten inzwischen stärker aufspielen, droht der Linksverteidiger nun seinen Stammplatz zu verlieren beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund muss sich steigern – auch für eine feste Verpflichtung.

Seit seinem ordentlichen Saisonstart kommt der Sommerneuzugang nicht mehr richtig in Schwung beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund muss sich steigern, um seinen Stammplatz zu behalten.

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Am zweiten Spieltag dieser Saison gegen den SC Freiburg zeigte Kristoffer Lund, warum ihn der FC verpflichtet hatte. Der Linksverteidiger spulte ein großes Pensum ab und war in der Defensive sicher. So war der Sommerneuzugang mehrmals noch zur Stelle bei (potenziell) gefährlichen Situationen. Gleichzeitig harmonierte der gebürtige Däne in der Offensive sehr gut mit Marius Bülter und Jakub Kaminski, setzte auch dort einige Akzente. Es war ein Spiel, das Lust auf mehr machte. Das Problem dabei: So stark wie im zweiten Ligaspiel trumpfte Lund danach bislang nicht nochmal auf. Für seine bisherigen Leistungen war eher das Rückrunden-Spiel gegen die Breisgauer am vergangenen Wochenende der bessere Vergleichswert. Dort wirkte der 23-Jährige defensiv immer mal wieder wackelig und konnte nach vorne keine Akzente setzen – wie schon einige Male in dieser Spielzeit.

Schwache Leistungen häufen sich

So erhielt siebenmalige US-Nationalspieler in den vergangenen sieben Partien, bei denen er mindestens 30 Minuten gespielt hat, immer maximal die come-on-fc-Note Drei Minus (gegen Mainz und Bayern). Ansonsten gab es zweimal eine Vier Minus (in Bremen und Freiburg) und dreimal sogar nur eine Fünf Plus (gegen Mönchengladbach, Frankfurt sowie Union). Dabei zeigte Lund häufiger Schwächen und Unsicherheiten in der Defensive. Zuletzt gegen den SC Freiburg lief ihm etwa in der 20. Minute vor einer guten Chance für Igor Matanovic Flankengeber Lukas Kübler im Rücken weg. Dazu geführt hatten auch Abstimmungsprobleme mit Linton Maina. Beim Siegtreffer der Breisgauer sah der Abwehrspieler ebenfalls nicht gut aus. Er machte zu wenig Druck auf Niklas Beste bei dessen Hereingabe.

Gleichzeitig kann Lund seine Aussetzer in der Defensive nicht durch besondere offensive Stärken kompensieren. Denn dort kann der 23-Jährige meistens viel zu wenig Akzente setzen. Selbst wenn der gebürtige Däne auf der linken Schiene in einer Fünferkette gespielt hat, also etwas offensiver als gegen Freiburg, schaffte er es meistens nicht, den Kölner Angriff gefährlich zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende kam Lund etwa auf gerade mal 0,05 Expected Assists. Insgesamt hat der Linksverteidiger in seiner Zeit in der Domstadt erst eine Vorlage erzielt und noch keinen Treffer.

Stammplatz und WM-Chancen auf der Kippe

Dabei wäre es für den 23-Jährigen gerade jetzt aus mehreren Gründen wichtig, sich zu steigern und die guten bis ordentlichen Leistungen vom Saisonanfang zu bestätigen. Denn während Lund über die Spielzeit hinweg mit seinen Leistungen eher abgebaut hat, hat sich mit Alessio Castro-Montes ein Konkurrent deutlich besser präsentiert. Gegen Freiburg spielte Letzterer zwar als Rechtsverteidiger, ist aber ebenfalls auf links einsetzbar und eingeplant. Gerade wenn Trainer Lukas Kwasniok mit der Rückkehr von Dominique Heintz, Jahmai Simpson-Pusey und Joel Schmied nach ihren Verletzungen bald wieder mehr defensive Optionen hat, droht Lund die Bank. Dann wird nämlich der seit Wochen als Aushilfs-Innenverteidiger spielende Sebastian Sebulonsen wieder zu einer Option auf der rechten Schiene. Dafür könnte Castro-Montes nach links ausweichen. Dabei hat der Belgier nach den Leistungen der vergangenen Wochen wahrscheinlich die Nase vor Lund.

Für diesen würde das aber bedeuten, dass sich seine letzten WM-Hoffnungen wohl in Luft auflösen würden. Denn ohne einen Stammplatz und mit den davor durchwachsenen Leistungen wäre wohl auch die letzte Chance für den siebenmaligen US-Nationalspieler dahin, noch für das Heim-Turnier nominiert zu werden. Dafür müsste der Sommerneuzugang sich jetzt über gute Leistungen empfehlen, da er bereits seit über einem Jahr nicht mehr im Kader der USA stand. Zuletzt wurde er für Freundschaftsspiele im Oktober 2024 in den Kader der Nationalmannschaft berufen.

Steigerung für feste Verpflichtung nötig?

Zusätzlich geht es für Lund um seine Zukunft beim 1. FC Köln. Der Schienenspieler ist bekanntlich nur von seinem Stammverein Palermo FC ausgeliehen. Die Geißböcke besitzen zwar eine Kaufoption, doch ob sie diese wirklich ziehen, ist nach den bisherigen Leistungen des 23-Jährigen fraglich. Sollte der Linksverteidiger sich in den kommenden Wochen wirklich nicht steigern und seinen Stammplatz verlieren, ist es gut möglich, dass sich der FC lieber nach Alternativen umschaut. Spannend wird dabei zu sehen, wie Lund auf die Situation und den im Vergleich zu Hinrunde härteren Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen reagiert. So könnte der frühere dänische U-Nationalspieler daraus auch zusätzliche Motivation ziehen und durch den Druck von etwa Castro-Montes selber ein neues Level erreichen. Auch wenn es momentan nach den Leistungen der vergangenen Wochen wohl eher nicht danach aussieht.


Krasse Bilanz: Zum ersten Mal seit Spieltag 1 wieder Punkte ohne El-Mala-Torbeteiligung beim 1. FC Köln

Said El Mala blieb gegen den FSV Mainz 05 blass
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Krasse Bilanz: Zum ersten Mal seit Spieltag 1 wieder Punkte ohne El-Mala-Torbeteiligung beim 1. FC Köln

Schon oft hat Said El Mala dem FC diese Saison mit Toren und Vorlagen zu Punkten verholfen. Tatsächlich zeigte sich die Mannschaft meist extrem abhängig von den Leistungen des Youngsters – bis zum Spiel gegen Mainz: Der 1. FC Köln kann es doch noch ohne Punktelieferant Said El Mala.

Kein FC-Spieler hat in dieser Bundesliga-Saison mehr Torbeteiligungen als Said El Mala: Zusammengenommen zehn Tore und Vorlagen hat der Youngster bereits erzielt. Damit ist der 19-Jährige an zahlreichen Punktgewinnen beteiligt – die Offensive aber auch oft von den genialen Momenten des Shootingstars abhängig. Das war beim Rückrundenauftakt am vergangenen Wochenende anders: Der 1. FC Köln kann es doch noch ohne Youngster Said El Mala.

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Es ist wohl mit das größte Diskussionsthema rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Soll Said El Mala von Beginn an auflaufen oder ist sein Einfluss als Joker größer? Lukas Kwasniok war oft vom letzteren überzeugt – zum Unmut vieler FC-Fans. Dass das Thema aber überhaupt so hoch kocht, liegt natürlich an den herausragenden Leistungen des 19-Jährigen in dieser Saison. Auf sieben Tore und drei Vorlagen kommt der Shootingstar bereits. Damit hat der Youngster die meisten Torbeteiligungen aller Kölner Profis in der Liga. Und viele seiner Tore waren dabei wirklich spektakulär. Denn wenn der Linksaußen ins Dribbling geht, hält das ganze Stadion den Atem an. Es lässt sich ganz klar festhalten: El Mala ist einer der Schlüsselspieler der Geißböcke in dieser Saison. Seine überragenden Werte haben aber auch noch eine andere Seite für die Domstädter.

Punktgewinne fast nur mit Beteiligung des Shootingstars

Denn der Linksaußen ist zwar ein absoluter Gewinn für die Mannschaft, gleichzeitig ist der FC jedoch sehr abhängig vom 19-Jährigen. Der Erfolg der Kölner hängt maßgeblich davon ab, ob der „Highlight-Spieler“ mal wieder mindestens einen seiner genialen Momente hat. Wenn El Mala trifft oder eine Vorlage gibt, gibt es die Punkte für die Geißböcke. Wenn nicht, sieht es meistens schlecht aus. Denn gerade gegen tief stehende Gegner taten sich die Domstädter oft schwer, sich Chancen herauszuspielen. In einigen Begegnungen war der Youngster dann der einzige, der mit seinen Dribblings mal ein Mittel gegen gut gestaffelte Defensiven gefunden hat.

Wie groß diese Abhängigkeit ist, zeigt sich an einem Fakt: Seit dem Sieg am ersten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es bis zum vergangenen Wochenende keinen Punktgewinn für die Kölner in der Liga ohne eine Torbeteiligung von Said El Mala. Und während der 19-Jährige am zweiten Spieltag gegen Freiburg noch „nur“ das zwischenzeitliche 4:0 erzielte, sich ohne sein Tor also wohl nicht mehr viel am FC-Sieg geändert hätte, sah es danach in fast allen Spielen anders aus. Denn bereits am dritten Spieltag gegen Wolfsburg bereitete er mit einem überragenden Solo das zwischenzeitliche 2:2 von Isak Johannesson vor. Gegen Hoffenheim, Augsburg, Bremen und St. Pauli erzielte El Mala jeweils das einzige Tor der Geißböcke. Alleine in den Partien sicherte der Linksaußen den Domstädtern so gesehen sechs Punkte. Zuletzt traf der deutsche U21-Nationalspieler gegen Heidenheim zum wichtigen 2:2-Endstand.

Gute zweite Hälfte gegen Mainz trotz schwachem El Mala

Für die Kölner hieß es also extrem häufig in dieser Saison: Ohne El Mala keine Punkte. Zumindest bis zum vergangenen Wochenende. Denn da gab es dann das erste Liga-Spiel seit dem ersten Spieltag, an dem der FC ohne Torbeteiligung von El Mala punktete – wie zu Saisonbeginn erneut gegen Mainz. Der Linksaußen stand zwar über die komplette Partie auf dem Platz, blieb jedoch blass und trat kaum mal gefährlich in Erscheinung. Trotzdem kamen die Kölner in der zweiten Hälfte gegen die tief stehenden 05er zu einigen guten Chancen. Gerade über Flanken strahlten die Geißböcke Gefahr aus, konnten sich aber auch einige Male gut durch die Mainzer Reihen kombinieren.

Statt El Mala machten einige andere Spieler auf sich aufmerksam. Zum Beispiel Doppeltorschütze Ragnar Ache, der nach seiner Einwechslung in der Pause der überragende Mann auf dem Platz war. Mit seiner Physis und Lufthoheit machte der Angreifer viele Bälle fest und veränderte die Statik des Kölner Spiels. Mit ihm war außerdem ein Abnehmer für Flanken im Spiel. Beim Ausgleich kam diese von Alessio Castro-Montes. Der Belgier machte auch abgesehen von seiner Vorlage eine gute Partie und überzeugte mit seiner Kreativität. Damit setzte der Schienenspieler seinen Aufwärtstrend aus dem Winter-Trainingslager, in dem er einer der Gewinner war, weiter fort. Und auch Tom Krauß und Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey konnten – wie schon in ihren vorherigen Einsätzen in diesem Jahr – überzeugen.

Köln braucht auch andere Ideen in der Offensive

Mit dem Erfolg gegen Mainz hat der FC gezeigt, dass er auch ohne El Mala gut spielen und vor allem punkten kann. Allerdings muss die Mannschaft das nun regelmäßig zeigen. Denn El Mala kann und wird zwar ein wichtiger Faktor bleiben, jedoch wird der 19-Jährige hin und wieder Spiele wie gegen die 05er oder zuvor gegen die Bayern haben, in denen er seine Stärken nicht so ausspielen kann. Das ist gerade für sein noch sehr junges Alter normal. Dann brauchen die Geißböcke andere Ideen für ihr Offensivspiel – wie am vergangenen Wochenende. Außerdem werden die Kölner sonst schnell leicht auszurechnen, wenn sie für Punktgewinne so abhängig vom Youngster sind wie in der Hinrunde. Der 2:1-Sieg gegen Mainz könnte daher ein wichtiger Schritt gewesen sein, auf dem Kwasniok mit seiner Mannschaft aufbauen kann. Auch wenn wohl niemand im FC-Umfeld etwas dagegen hat, wenn El Mala auch in Zukunft Spiele für die Kölner entscheidet.


Lange Durststrecke: Muss Jan Thielmann um seinen Stammplatz beim 1. FC Köln fürchten?

Jan Thielmann wurde gegen Mainz 05 erst spät eingewechselt
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Lange Durststrecke: Muss Jan Thielmann um seinen Stammplatz beim 1. FC Köln fürchten?

Bisher galt beim FC in dieser Saison in der Liga immer: Ist Jan Thielmann fit, steht er in der Startformation. Gegen Mainz am vergangenen Wochenende saß der Angreifer dann aber lange auf der Bank beim 1. FC Köln: Muss Jan Thielmann nun um seinen Stammplatz kämpfen?

Nach einigen durchwachsenen Auftritten stand das Eigengewächs das erste Mal in dieser Saison nicht in der Startelf des 1. FC Köln: Muss Jan Thielmann um seinen Stammplatz bei den Geißböcken kämpfen? Gegen Mainz wurde der Angreifer erst in der Schlussphase eingewechselt.

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Bisher war Jan Thielmann einer der Dauerbrenner beim 1. FC Köln. Immer wenn der 23-Jährige fit war, stand er in der Liga auch von Anfang an auf dem Platz. Denn der Angreifer und sein Trainer Lukas Kwasniok sind eigentlich ein perfektes Match. Der Coach fordert von seinen Schützlingen immer maximalen Einsatz und Leidenschaft. Tugenden, die Thielmann wie kaum ein anderer verinnerlicht hat und vorlebt. Am vergangenen Wochenende gegen den FSV Mainz 05 saß der Flügelspieler dann aber das erste Mal in der Bundesliga zu Beginn auf der Bank. Erst in der 83. Minute kam das Kölner Eigengewächs für Alessio Castro-Montes ins Spiel. Zeigen konnte er sich in der kurzen Zeit aber nicht mehr.

Monatelange Durststrecke in der Offensive

Dass Thielmann nun das erste Mal in der Liga nicht in der Startformation stand, war aber eigentlich gar nicht so überraschend. Denn der 23-Jährige konnte gerade in den vergangenen Wochen nicht immer überzeugen. Seine Leistungen schwankten zwischen durchschnittlich und durchwachsen. Wirklich gute Partien gab es nur wenige. So wartet der Angreifer auch seit seinem Tor gegen RB Leipzig am vierten Spieltag auf eine Torbeteiligung. Gerade offensiv konnte der Flügelspieler dem Kölner Spiel kaum Impulse geben. Vor allem wenn der FC gegen tief stehende Gegner spielen musste, kam vom Eigengewächs im Angriff oft zu wenig.

Allerdings musste Thielmann aufgrund des großen Verletzungspechs beim 1. FC Köln in den vergangenen Begegnungen häufig auf der rechten Schiene spielen und nicht auf seiner Lieblingsposition weiter vorne. In der ungeliebten Rolle konnte man ihm in Sachen Wille und Einsatz nichts vorwerfen. Auch im Trainingslager in La Nucia beeindruckte der Spieler mit Einsatz. Offensive Gefahr strahlte der gelernte Rechtsaußen von dieser Position aber eben meistens nicht aus. Und auch wenn das Eigengewächs in dieser Rolle etwas defensiver agiert, kann ein Außenverteidiger in einer Fünferkette schon einen gewissen Einfluss auf die Offensive nehmen. Gerade dann, wenn die Position mit Thielmann ein gelernter Angreifer besetzt.

Konkurrenz schläft nicht

Während der 23-Jährige also nur selten überzeugen konnte, haben sich andere Spieler mehr in den Vordergrund gespielt. Zudem dürfte Sebastian Sebulonsen bald wieder als Rechtsverteidiger in der Fünferkette eingeplant sein, wenn sich die Personalsituation in der Innenverteidigung mit der sich langsam abzeichnenden Rückkehr von Joel Schmied und Dominique Heintz verbessert. In der Offensive muss sich Thielmann unter anderem gegen Jakub Kaminski, der gegen Mainz auf Rechtsaußen startete, oder Linton Maina, der im Spiel gegen die Bayern überzeugte, behaupten. Und auch Marius Bülter oder Luca Waldschmidt könnten dort auflaufen, wenn Kwasniok eher auf Spieler setzen möchte, die im Spiel zentraler und weniger auf der rechten Seite agieren.

Die Konkurrenz wartet nur auf ihre Chance. Helfen würde Thielmann dabei bestimmt ein Ende seiner inzwischen vier Monate langen Durststrecke ohne Torbeteiligung. Wenn ihm das gelingt, dürfte der Bankplatz zu Beginn gegen Mainz wohl eine Ausnahme bleiben. Denn das Kwasniok an für sich von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, zeigt sich alleine daran, dass Thielmann immer gespielt hat, wenn er fit war.


Ausnahme oder Entwicklungsschritt? Der 1. FC Köln gewinnt erstmals ein Spiel mit mehr Ballbesitz

Ragnar Ache im Spiel gegen den FSV Mainz 05
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Ausnahme oder Entwicklungsschritt? Der 1. FC Köln gewinnt erstmals ein Spiel mit mehr Ballbesitz

Gegen Mainz 05 kam es beim FC zu einer Premiere in dieser Saison: Trotz mehr Ballbesitz gewannen die Geißböcke das Spiel. Und das sogar mit einigen schön herausgespielten Chancen in der zweiten Halbzeit: Der 1. FC Köln überzeugt erstmals auch mit viel Ballbesitz.

Bisher in der Saison taten sich die Geißböcke immer schwer, wenn der Gegner ihnen den Ball überließ. Gegen Mainz war das in der zweiten Hälfte erstmals anders: Der 1. FC Köln überzeugt erstmals auch mit viel Ballbesitz. Ist die zweite Halbzeit ein Zeichen für einen Entwicklungsschritt oder wird sie doch eher die Ausnahme bleiben?

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Die Erleichterung am vergangenen Samstag war groß bei allen im FC-Umfeld. Nach acht sieglosen Partien konnte der FC gegen Mainz endlich wieder mal drei Punkte einfahren. Aber nicht nur deswegen war der Sieg gegen die 05er ein besonderer: Zum ersten Mal in dieser Spielzeit gewannen die Geißböcke, obwohl sie mehr Ballbesitz als der Gegner hatten. 59 zu 41 Prozent zeigte die Statistik am Ende für die Kölner an. Und gerade in der zweiten Hälfte wussten die Domstädter auch etwas mit dem Ballbesitz anzufangen. Bei allen anderen vier Siegen zuvor in dieser Saison hatte dagegen der Gegner noch mehr Spielanteile gehabt.

Häufig Probleme gegen tief stehende Gegner

Wenn sich die anderen Mannschaften jedoch mehr zurückzogen und dem FC das Spiel überließen, taten sich die Kölner immer schwer. Sie kamen nur zu wenigen Chancen, weil ihnen die Kreativität im Spiel mit dem Ball fehlte. So fanden sie gegen gut gestaffelte Defensiven kaum Lücken. Häufig waren die Geißböcke in diesen Spielen davon abhängig, dass vor allem Said El Mala einen genialen Moment hatte. Dann knackte zumindest der Youngster mal mit einem Dribbling die gegnerische Abwehr. Passierte dies nicht, blieben die Domstädter weitestgehend harmlos. Gleichzeitig hatten sie häufiger Schwierigkeiten, wenn der Gegner dann schnell umschaltete. Diese Probleme im eigenen Ballbesitz und in der Absicherung waren ein Grund für die lange Zeit ohne Sieg.

Und auch in der ersten Halbzeit gegen die Mainzer zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Geißböcke konnten sich kaum nennenswerte Möglichkeiten herausspielen. Sie kamen nur vereinzelt zu Abschlüssen, die etwas Gefahr ausstrahlten. In der zweiten Hälfte änderte sich das jedoch. Plötzlich drückten die Kölner und hatten viele gute Situationen. Schon vor dem Ausgleich kam zum Beispiel Marius Bülter zu gleich zwei guten Möglichkeiten. Und auch Ragnar Ache hätte sogar schon früher den Doppelpack schnüren können. Bei einem Schuss aus elf Metern in der 65. Minute zielte der 27-Jährige aber hauchzart am Tor vorbei. So fanden die Kölner im zweiten Durchgang die Lösungen gegen die Mainzer Defensive, nach denen sie zuvor noch so erfolglos gesucht hatten.

Umstellung auf Viererkette ein Erfolgsfaktor

Ein Grund für die starke zweite Hälfte waren die Umstellungen von Lukas Kwasniok in der Pause. So brachte der Trainer zum einen mit Tom Krauß, Kristoffer Lund und eben Ache gleich drei neue Leute, von denen vor allem der Stürmer überragte. Durch ihn veränderte sich die Statik im Kölner Spiel. Sowohl in der Luft als auch am Boden machte der 27-Jährige viele Bälle fest und gab dem Angriff der Geißböcke so mehr Durchschlagskraft. Dabei bestritt der Doppelpacker in nur einer Hälfte 22 Zweikämpfe am Boden, von denen er 55 Prozent gewann, und 13 Luftzweikämpfe mit einer starken Erfolgsquote von 69 Prozent. Zum anderen stellte sein Trainer mit den Wechseln von einer Fünfer- auf eine Viererkette um. Eine Maßnahme, die sich bezahlt machte. In der neuen Formation lief der Ball flüssiger durch die eigenen Reihen und der FC konnte Mainz noch häufiger und mehr in die Defensive drängen.

Dadurch erhöhten die Kölner den Druck auf die 05er. Durch den zusätzlichen Mann in der Offensive, der durch das Auflösen der Fünferkette frei wurde, fanden die Domstädter aber auch in diesen Momenten Lösungen. Gerade über Flanken entstand häufig Gefahr, da sie mit Ache und Bülter gleich zwei physisch starke Angreifer in der Offensive hatten. Außerdem waren die Geißböcke nach der Umstellung deutlich präsenter bei zweiten Bällen und im Gegenpressing. Zum Beispiel beim Ausgleich war der Ausgangspunkt eine gute Balleroberung durch Innenverteidiger Sebastian Sebulonsen auf der rechten Seite, bei der der Norweger stark nach vorne verteidigte. Weil die Geißböcke, wie sich an der Szene zeigt, auch gegen den Ball aufmerksam waren, schafften sie es, die meisten Mainzer Umschaltmomente zu unterbinden.

Mehr Kreativität im Passspiel

Neben den Einwechslungen und Umstellungen gibt es noch einen weiteren Faktor für die gute spielerische Leistung. So hatte der FC vor allem zwei Spieler auf dem Feld, die in der Hinrunde noch keinen Einfluss genommen hatten beziehungsweise nehmen konnten. Zum einen Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey, der wie schon in seinen Einsätzen zuvor überzeugte. Der 20-Jährige dirigierte die Kölner Abwehr und war mit seinem starken Stellungsspiel und gutem Zweikampfverhalten entscheidend daran beteiligt, dass Mainz in der zweiten Hälfte kaum Chancen hatte. Darüber hinaus war der Engländer mit seinen Qualitäten am Ball wichtig für das Aufbauspiel. So kommt der Innenverteidiger mit 58 auf die meisten Pässe im Spiel. Von denen kamen starke 91 Prozent an. Daher lobte auch Sportdirektor Thomas Kessler den Abwehrspieler: „Das ist schön, dass er zeigt, dass er fußballerisch sehr gut ist, das wussten wir vorher, aber es ist auch schon ein Stück weit beeindruckend, dass er es auch schafft, hier in so einem Stadion.“

Ebenso viele Pässe wie Simpson-Pusey spielte Alessio Castro-Montes. Der Sommerneuzugang scheint nach einem halben Jahr in Köln angekommen zu sein. Der Belgier bringt den Geißböcken nochmal mehr Kreativität. Diese Qualität lobte Kwasniok bereits vor dem ersten Spiel nach der Winterpause gegen Heidenheim: „Er bringt einfach ein anderes Attribut mit. Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position.“ Dass er diese Stärke inzwischen einbringen kann, unterstrich der Außenspieler gegen Mainz. Mit einer schönen Flanke legte der 28-Jährige Ragnar Ache den Ausgleich auf. Zusätzlich zu seinen starken Hereingaben kann Castro-Montes aber genauso mit guten Pässen Chancen einleiten. Zu sehen etwa in der 50. Minute, als der Belgier Bülter mit einem schönen Steckpass schickte. Der Winkel für den Angreifer wurde aber etwas zu spitz. Trotzdem ein starker Pass, bei dem der Schienenspieler seine Übersicht zeigte.

Ausnahme oder Entwicklungsschritt?

Die entscheidende Frage nach der Partie ist aber, ob der FC eine Leistung wie in der zweiten Hälfte in Zukunft öfter abrufen kann gegen tiefer stehende Gegner. Dafür spricht, dass die Kölner mit der Viererkette anscheinend ein System gefunden haben, dass in solche Situationen besser funktionieren kann. So können die Geißböcke in Partien mit viel Ballbesitz mehr offensiven Druck aufbauen, als es ihnen bisher meistens mit der Fünferkette gelungen ist. Darauf kann Kwasniok mit seiner Mannschaft aufbauen. Wichtig ist jedoch auch, dass die gegen Mainz wichtigen Spieler wie Simpson-Pusey, Castro-Montes und Ache ihre Leistungen bestätigen. Ob sie das schaffen, bleibt natürlich abzuwarten. Aber zumindest zeigen ihre vergangenen Einsätze in eine gute Richtung. Wenn ihnen das gelingt, ist die Chance hoch, dass der Sieg gegen Mainz nicht der einzige bleibt, bei dem der FC mehr Ballbesitz hatte.


Mit Mut, den richtigen Umstellungen und „der Süd“ erzwingt der 1. FC Köln den Sieg

Ragnar Ache bejubelt seinen Siegtreffer gegen Mainz 05
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Mit Mut, den richtigen Umstellungen und „der Süd“ erzwingt der 1. FC Köln den Sieg

Nach acht Spielen konnte der FC mal wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Nach einer schwachen ersten Hälfte brachte Lukas Kwasniok mit einem Dreier-Wechsel die Wende: Der 1. FC Köln erzwingt gegen Mainz sein Glück.

Nach einem Rückstand zeigte die Mannschaft von Lukas Kwasniok gegen Mainz Moral: Der 1. FC Köln erzwingt gegen Mainz 05 sein Glück. So können die Geißböcke dank Doppelpacker Ragnar Ache nach acht sieglosen Spielen wieder jubeln.

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Es gibt wohl kaum eine Szene, die besser zeigt, wie sehr die Geißböcke in der zweiten Hälfte gegen Mainz alles reinwarfen, als der Siegtreffer von Ragnar Ache. Luca Waldschmidts gute Ecke verlängerte Marius Bülter an den zweiten Pfosten. Dort lenkte zwar Danny da Costa den Ball zuerst ans Aluminium, aber Ache verwertete den Abpraller etwas glücklich mit dem Gesicht zum 2:1. Eine Szene, die gleich in mehrerlei Hinsicht eine enorme Symbolkraft hat: Zum einen, weil ausgerechnet der Neuzugang aus Kaiserslautern den Ball über die Linie drückte. Der Doppelpack war die Erlösung für den Angreifer nach seinem bislang schwierigen Start in Köln. „Als Stürmer werden wir immer nach Toren beurteilt. Wenn man keine Tore schießt, dann kommen gewisse Berichte, gewisse Sachen in die Welt. Und das macht natürlich auch ein bisschen was mit dem Selbstvertrauen, man zweifelt. Dann geht der in Heidenheim nicht rein. Dann denkt man nach. Jetzt mit den zwei Toren tut das natürlich sehr sehr gut“, so der 27-Jährige.

Zum anderen wegen der Art und Weise des Treffers: Der Angreifer erzwang mit wortwörtlich vollem Körpereinsatz das Glück der Kölner, das in den vergangenen Partien so oft gefehlt hatte. Außerdem sorgte ausgerechnet eine Standardsituation, sonst eine große FC-Schwäche auf beiden Seiten des Spielfeldes, für den ersten Dreier seit Anfang November. Und damit für Erleichterung bei Mannschaft und Verantwortlichen.

Schwache erste Hälfte

Dabei war die Leistung der Geißböcke in der ersten Hälfte noch deutlich schwächer als in der starken zweiten. Zwar hatten die Kölner einige Torannäherungen, wirklich zwingend wurden sie dabei aber nicht. Ganz anders als die Mainzer, die zumindest ein paar große Chancen hatten. Und eine nutzten sie im Anschluss an einen Einwurf in Person von Stefan Bell. Der Mainzer legte sich den Ball an Eric Martel vorbei und schloss mit Wucht unter die Latte ab. „In der ersten Halbzeit haben wir kaum Chancen zugelassen, aber eben auch wenig kreiert. Wir waren einfach zu passiv“, kritisierte Alessio Castro-Montes.

Und die Kölner konnten sich bei Keeper Marvin Schwäbe bedanken, dass sie zur Pause nicht schon höher zurücklagen. So parierte der Schlussmann unter anderem stark im Eins-gegen-Eins einen Abschluss von Silas. So gab es zur Pause schon einige Unmutsbekundungen von den Rängen. „Du hattest zum ersten Mal das Gefühl, dass die Jungs in ihrem Handeln nicht so richtig frei sind. Die ersten 20 bis 25 Minuten haben sie es schon versucht. Aber mit dem 0:1 hat man schon gemerkt, dass das Selbstvertrauen nicht mehr da war“ meinte Trainer Lukas Kwasniok.

Umstellungen zur zweiten Halbzeit zeigen Wirkung

In der Pause fand der Coach aber genau die richtigen Worte, um seine Schützlinge aufzubauen. „Wenn du dann mit Pfiffen in die Halbzeit verabschiedet wirst und dass dann auch irgendwie zu recht, dann gilt es in der Pause ruhig und sachlich zu bleiben. Vor allem wenn du das Gefühl hast, dass die Jungs Support brauchen“, so der Trainer. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie nicht gewollt haben. Sie waren etwas gehemmt. Wir haben dann umgestellt und ihnen gesagt, dass sie mutig sein sollen. Doch wenn du ihnen von Mut erzählst, dann musst du auch selbst mutig sein.“ Also stellte Kwasniok um und vollzog zur zweiten Halbzeit gleich drei Wechsel. Mit den Einwechslungen von Kristoffer Lund, Tom Krauß und eben Ache stellte der Coach außerdem auf Viererkette um.

Genau die richtigen, mutigen Entscheidungen. Denn nach der Pause war der FC die deutlich aktivere Mannschaft – und kam endlich auch zu einigen großen Chancen. Besonders das Zusammenspiel von Ache und Bülter funktionierte in einigen Situationen hervorragend. „Nach dem Wechsel hatten wir nichts mehr zu verlieren und sind All-in gegangen. Wir haben alles reingeworfen und uns am Ende belohnt“, bewertete Castro-Montes die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. So erzwangen die Gastgeber letztendlich zuerst den Ausgleich, bei dem der Belgier eine schöne Vorlage lieferte, und kurz vor Schluss auch noch den Siegtreffer.

Erlösender Erfolg

Dabei fiel mit dem ersten Dreier nach acht sieglosen Spielen auch einiges von den Spielern ab. „Das war heute schon sehr erlösend. Im Stadion war es schon ein bisschen unruhig. Wir haben uns vorgenommen, weiterzumachen, alles zu geben, 120 % zu geben und zu probieren, das Spiel zu drehen und am Ende des Tages hat es auch geklappt“, erklärte etwa Ache. Und auch Marvin Schwäbe war ob des erkämpften Sieges erleichtert: „Wir sind natürlich gerade überglücklich, dass die lange Leidenszeit, wo wir natürlich alles gegeben haben und nicht belohnt wurden, heute ein Stück weit belohnt wurde. […] Wir wollten es unbedingt. Und es ist umso schöner, dass wir das dann auch zu Hause erleben durften.“

Während Kwasnioks Worte und Umstellungen zur Halbzeit daran einen maßgeblichen Anteil hatten, betonte der Coach selber nach Anpfiff noch einen anderen Faktor. „Ich hatte schon das Gefühl, dass die Süd heute das Spiel auf unsere Seite gezogen hat. Gerade in der zweiten Halbzeit haben sie nicht von uns gelassen und waren unser 12. Mann und haben das Stadion wieder zum Leben erweckt“, bedankte sich der Trainer bei den Fans, die ihn zuletzt auch kritisiert hatten. Um diese zumindest sportlich wieder zufrieden zu stellen, haben die Kölner jetzt einen Schritt gemacht. Mit viel Einsatz, mutigen Entscheidungen und am Ende dem nötigen Quäntchen Glück. Letzteres hatte die Mannschaft aber selber erzwungen und sich damit eben auch verdient.


Mit Herz und Mentalität: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten

Jubel nach der Kölner Führung zum 1:0
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Mit Herz und Mentalität: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten

Zum Jahresauftakt wartet direkt ein potentiell wegweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt auf die Geißböcke. Beim Vorletzten Heidenheim sollen nach sechs sieglosen Partien endlich wieder drei Punkte her: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten.

Nach dem enttäuschenden Jahresabschluss 2025 braucht der FC zum Start ins neue Jahr wieder ein Erfolgserlebnis. Dafür fordert Trainer Lukas Kwasniok auch den nötigen Einsatz von seiner Mannschaft: So will der 1. FC Köln in Heidenheim punkten.

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Am Ende des Trainingslagers im spanischen La Nucia ließ sich die Sonne nach ein wenig Regen in den Tagen zuvor doch blicken: Bei angenehmen 15 Grad konnten Trainer Lukas Kwasniok und seine Mannschaft am Donnerstag die letzten Einheiten im Trainingslager absolvieren, bevor es am Freitag dann direkt nach Süddeutschland geht. Dort müssen sich die Spieler schnell auf ganz andere Begebenheiten einstellen. Denn beim Spiel am Samstag in Heidenheim werden die Temperaturen eher um den Gefrierpunkt herum sein. Kwasniok sieht in der Umstellung aber kein Problem: „Das sind alles Profisportler, die bei 15 und bei 0 Grad in der Lage sind, ihre Bestleistung abzurufen“, so der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel auf der Ostalb.

Einstellung für Kwasniok entscheidend

Damit neben den Temperaturen aber nicht bald auch die Stimmung rund ums Geißbockheim eisig wird, ist es für den FC sehr wichtig, nach sechs sieglosen Partien zum Jahresende beim FCH mal wieder drei Punkte zu holen. Dass das aber für die Geißböcke ein hartes Stück Arbeit wird, zeigt der Trend der vergangenen vier Spiele der Heidenheimer. Denn auch wenn der 17. der Tabelle seine letzten beiden Begegnungen vor der Winterpause verlor, gab es vorher zwei wichtige Siege gegen den SC Freiburg und Union Berlin. „Sie haben hinten raus besser gepunktet, aber im Summe haben sie weniger Punkte geholt als wir. Aber gefühlt stehen sie schon vor uns“, meinte darum Kwasniok.

Deshalb erwartet der Coach am Samstag ein umkämpftes Spiel – und vollen Einsatz von seinen Schützlingen: „Es wird kein Zuckerschlecken werden und dann musst du deinem Mann stehen. Aber ich glaube schon, dass wir auch Jungs haben, die sich genau auf diese Art von Spiel auch freuen. Fußball ist auch Herz, Mentalität, Zweikampf, sich mal einen Cut holen, mal eine Gelbe Karte holen.“ Mit dieser Einstellung soll dann die Trendwende gelingen. Die Mentalität hatte Kwasniok bei seiner Mannschaft jedoch noch zu Beginn des Trainingslagers kritisiert. Nach einer Ansprache habe es aber eine klare Steigerung gegeben. „Ich hatte da so ein bisschen eine andere Auffassung. Dann sagst du das denen und dann sind sie Profifußballer und liefern. Und da war schon ordentlich Schmackes dahinter. Insofern bin ich da sehr zufrieden“, erklärte er.

Gute Chancen für Castro-Montes

Dabei ist es gut möglich, dass der Trainer am Samstag auf einen Profi zurückgreift, der bisher in der Spielzeit sehr blass war. So ist Alessio Castro-Montes einer der Gewinner des Trainingslagers und drängte sich für mehr Einsatzzeit auf. „Er scheint jetzt angekommen zu sein“, sagte Kwasniok daher über den 28-Jährigen Sommerneuzugang, der seit seinem Wechsel bei 14 möglichen Einsätzen gerade mal auf insgesamt 90 Minuten Spielzeit kommt. In La Nucia überzeugte der Schienenspieler nun aber nicht nur mit dem von seinem Trainer gefordertem Einsatzwillen, sondern auch mit anderen Qualitäten. „Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position. Und deswegen haben wir ihn ja auch verpflichtet“, so sein Coach. Diese Anlagen kann Castro-Montes gegen Heidenheim dann vielleicht sogar von Beginn an zeigen.

Einen Hinweis darauf, dass eine Startelfnominierung für den 28-Jährigen durchaus wahrscheinlich ist, gab es bereits von Kwasniok. Demnach seien vor allem die Profis Kandidaten für die erste Elf, die im Testspiel gegen den FC Lugano in der ersten Halbzeit aufliefen. In dieser bekam Castro-Montes den Vorzug vor etwa Kristoffer Lund auf der linken Schiene. So ist es gut möglich, dass der Belgier seine Chance bekommt, dem bisherigen Stammspieler Lund den Platz streitig zu machen.

Kaderplatz für Talent Schenten

Ebenfalls im Testspiel in der Startelf stand mit Fynn Schenten eine Nachwuchshoffnung der Kölner. Und auch wenn es in der Bundesliga wahrscheinlich noch nicht für die Startelf reicht, sicherte ihm Kwasniok zum zweiten Mal einen Platz im Kader bei einem Pflichtspiel zu. Der Youngster ist für seinen Trainer „eine zusätzliche Option, die man reinwerfen kann und die einer Mannschaft in der Bundesliga situativ weh tun kann.“ So darf sich der Angreifer also Hoffnung auf ein baldiges Debüt machen.

Für den 18-Jährigen könnten Said El Mala oder Ragnar Ache beginnen. Noch keine Option für einen Einsatz von Anfang an wird dagegen Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey sein. „Ich glaube daran, ihn ankommen zu lassen, die Namen der Jungs zu lernen. Es ist ja nicht nur, dass du den Verein wechselst, sondern auch die Sprache lernen musst. Deswegen ist er auf jeden Fall mit im Kader, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er beginnen wird“, so Kwasniok. So müssen die Kölner erstmal ohne ihren bisher einzigen Zugang in dieser Transferperiode in eine vielleicht richtungsweisendes Begegnung gehen. Denn sollte den Kölnern auch gegen den 17. die Trendwende nicht gelingen, dürfte es rund um das Geißbockheim bald wirklich eisig werden.


Lukas Kwasniok vor dem Pflichtspielstart 2026: „Es wird ein harter Kampf bis zum Schluss!“

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok vor dem Pflichtspielstart 2026: „Es wird ein harter Kampf bis zum Schluss!“

Einem Tag nach dem Ende des Trainingslagers in La Nucia steht für den FC am Samstag eine sehr wichtige Partie an. Mit dem 1. FC Heidenheim wartet der 17. der Bundesliga auf die Geißböcke. Dort soll es wieder einen Sieg geben für den 1. FC Köln: Kwasniok richtet den Fokus auf den Klassenerhalt.

Nach sechs sieglosen Pflichtspielen in Folge wollen die Geißböcke am Wochenende gegen den 1. FC Heidenheim unbedingt wieder gewinnen. Dafür schläft der Trainer den Blick auf das Wesentliche beim 1. FC Köln: Kwasniok richtet den Fokus auf den Klassenerhalt.

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Vier Niederlagen, zwei Unentschieden: Die Bilanz des 1. FC Köln aus den letzten sechs Spielen vor der Winterpause war mehr als ausbaufähig. Zufrieden war nicht nur Trainer Lukas Kwasniok mit der Ausbeute definitiv nicht. Trotzdem betonte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem ersten Liga-Spiel des neuen Jahres gegen den 1. FC Heidenheim, dass man sich von dieser Phase nicht zu sehr beeinflussen lassen dürfe. „Wir werden uns nicht von Phasen leiten lassen, sondern wir lassen uns leiten von der Gesamtperfomance über einen langen Zeitraum. Ich glaube einfach, dass wir eine gute Ausgangssituation für die restlichen 19 Spiele haben. Das ist das A und O“, so der Trainer. In der Partie gegen den FCH sieht Kwasniok direkt eine Chance: „Wir können gleich zeigen, wir haben diese Punkte nicht geschenkt bekommen, sondern die haben wir uns hart erarbeitet und mit harter Arbeit können wir auch weiter punkten.“

„Harter Kampf bis zum Schluss“

Dabei betont der Coach auch, dass die Geißböcke mit Platz 11 auch historisch betrachtet nicht schlecht dastehen. „In den letzten 32 Jahren ist der 1. FC Köln dreimal einstellig in der Bundesliga eingelaufen. Und wenn wir den 11. Platz als Aufsteiger nicht zu schätzen und zu würdigen wissen, dann wird das hier ein dauerhaftes Problem sein. Wir müssen einfach akzeptieren und respektieren, dass andere Mannschaften in den vergangenen Jahren einfach an diesem großen Tanker vorbeigekommen sind. Unsere Aufgabe mit meiner Unterschrift war, diesen Verein in der Bundesliga zu etablieren. Und da sind wir jetzt nach der Vorrunde sehr, sehr gut im Wind. Und wir werden versuchen, das in der Rückserie fortzuführen“ meinte Kwasniok.

Dabei sieht er einen „harten Kampf bis zum Schluss“ auf den Verein zukommen. Bereits bereits das Duell gegen den 1. FC Heidenheim werde ein schweres Spiel: „Das wird kein Zuckerschlecken und dann musst du deinem Mann stehen. Aber ich glaub schon, dass wir einfach auch Jungs haben, die sich genau auf diese Art von Spiel auch freuen.“ Daher sieht der Coach seine Mannschaft für die Partie mit dem FCH bereit.

Kader-Debüt für Simpson-Pusey

Eine Option für das Spiel könnte auch Jahmai Simpson-Pusey sein. Mit dem Engländer hat der FC während des Trainingslagers schonmal einen Spieler verpflichtet, der die Innenverteidigung der Kölner verstärken sollen. Direkt starten wird der 20-Jährige aber wohl nicht: „Ich glaube daran, ihn ankommen zu lassen, die Namen der Jungs mal zu lernen. Es ist ja nicht nur, dass du den Verein wechselst, sondern der Sprache auch nicht mächtig bist. Deswegen ist er auf jeden Fall mit im Kader, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er beginnen wird“, so Kwasniok.

Ebenfalls im Kader stehen wird erneut Talent Fynn Schenten, der sich im Trainingslager empfehlen konnte. So erneuerte der Coach sein Lob von nach dem Testspiel gegen Lugano auch auf der Pressekonferenz vor der Partie in Heidenheim: „Genau dieses Profil, Tiefgänger mit körperlicher Wucht und extremen Tempo, das haben wir in der Form nicht. Da spielt das Alter dann keine Rolle, sondern das Profil ist entscheidend plus die gezeigte Leistung. Darum ist er für uns eine zusätzliche Option, die man reinwerfen kann. Und die einer Mannschaft auch in der Bundesliga situativ weh tun kann.“ Das möchte Kwasniok aber nicht als Kritik an anderen Angreifern wie Ragnar Ache verstanden wissen: „Auch wenn das dann immer eine gewisse Interpretation auch mit sich bringt, wenn ich einen Stürmer lobe, dass man vielleicht auf der anderen Seite interpretiert, dass ein Anderer oder Andere kritisiert werden, das ist mitnichten so.“

Castro-Montes ein Gewinner des Trainingslagers

Ein weiterer Gewinner des Trainingslager sei Alessio Castro-Montes. Der Sommerneuzugang konnte sich in La Nucia empfehlen, nachdem er bisher in der Spielzeit durch seine späte Verpflichtung einen schweren Start in der Domstadt hatte. Jetzt konnte er seinen Trainer aber überzeugen. „Er hat sich vorgenommen, auch wenn es nur eine Woche Trainingslager ist, ein bisschen weg vom Geißbockheim, neues Umfeld, ich nutze einfach diese Woche, um auf mich aufmerksam zu machen voller Selbstvertrauen. Und er bringt einfach ein anderes Attribut mit. Er hat natürlich eine gewisse Spielstärke, eine gewisse Kreativität von der Wing-Back-Position. Und deswegen haben wir ihn ja auch verpflichtet. Und er scheint jetzt angekommen zu sein“, sagte Kwasniok über seinen Schützling.

Einen kleinen Hinweis auf die Startelf am Samstag in Heidenheim hat es bereits beim Testspiel gegen Lugano gegeben. So seien laut dem Coach vor allem die Spieler, die im Test in der ersten Halbzeit auf dem Platz standen, Kandidaten für einen Platz in der ersten Elf. „Bis auf ein, zwei Personalien wissen auch schon, wie wir aufdribblen werden jetzt in Heidenheim. Und da werden vermehrt die Jungs dabei sein, die in der ersten Halbzeit auf dem Platz standen“, so Kwasniok.

Weitere Transfers möglich

Weiteren Verstärkungen für seine Mannschaft im weiteren Verlauf der Transferperiode würde der FC-Coach offen gegenüberstehen. Die müssten jedoch dafür die Qualität des Kaders erhöhen: „Wenn wir das Gefühl haben, wir müssen nochmal was nachlegen und eine Tür geht auf, dann machen wir das. Wenn nicht, weil die Jungs einfach sehr gut performen, dann hat sich die Frage erübrigt. Dann ist es so, dass wir das Gefühl haben, mit denen packen wir es. Bisher haben sie es unter Beweis gestellt, dass sie es können.“ Ob seine Spieler das auch weiter unter Beweis stellen können, wird sich dann schon gegen Heidenheim zeigen. Ein Beenden der Serie von sechs sieglosen Partien wäre auf jeden Fall ein gutes Zeichen.