Im Verein zweite Wahl, in der Nationalmannschaft gesetzt: Warum die Länderspielpause für Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler so wichtig ist

Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler bei ihren Nationalmannschaften (Fotos: Vaughn Ridley/Getty Images; Albert Perez/Getty Images)
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Im Verein zweite Wahl, in der Nationalmannschaft gesetzt: Warum die Länderspielpause für Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler so wichtig ist

Der eine kam zuletzt nur von der Bank, der andere war am vergangenen Spieltag nicht mal im Kader: Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler haben beim FC momentan einen schweren Stand. Doch gerade deshalb kommt die Länderspielpause genau zum richtigen Zeitpunkt für die Profis des 1. FC Köln: Zwei Profiteure der Wohlfühloase Nationalmannschaft.

Im Moment müssen sich Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler im Mittelfeldzentrum der Geißböcke hinten anstellen. Bei ihren Nationalmannschaften sieht das jedoch anders aus. Dort können sich die beiden auch für mehr beim 1. FC Köln empfehlen.

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Nach den Eindrücken der vergangenen beiden Partien des 1. FC Köln zu urteilen hat Trainer René Wagner seine bevorzugte Kombination im zentralen Mittelfeld anscheinend erstmal gefunden. Denn sowohl gegen Werder Bremen als auch gegen den HSV starteten auf der Doppelsechs Tom Krauß und Ellyes Skhiri. Und die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass der Coach dem Duo im Derby gegen Borussia Mönchengladbach erneut das Vertrauen schenken wird. Das dürfte zwei andere Spieler bei den Geißböcken bestimmt nicht freuen. Denn für Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler würde das bedeuten, dass sie nur die dritte beziehungsweise vierte Wahl im Zentrum sind. Beide kamen in den vergangenen beiden Partien maximal zu Joker-Einsätzen, Okon-Engstler stand in Hamburg nichtmal im Kader.

Gesetzt in den Nationalmannschaften

Da passt es für die die zwei Mittelfeldspieler sehr gut, dass sie in der Länderspielpause eine andere Bühne haben, um sich zu zeigen. Denn während sie beim FC zuletzt auf weniger Einsatzzeit kamen, sind sie in ihren Nationalmannschaften gesetzt. Okon-Engstler trat mit Australien zweimal gegen Brasilien an. Beim ersten Duell am vergangenen Freitag hatten die Socceroos den Rekordweltmeister am Rande einer Niederlage, kassierten erst in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1. Dabei zeigte der Kölner Sommerneuzugang eine ordentliche Leistung, wurde erst in der 84. Minute, also vor dem Gegentreffer, ausgewechselt. Im zweiten Spiel am gestrigen Dienstag schlugen sich die Australier erneut ordentlich, verloren aber dennoch 2:4. Okon-Engstler stand dabei 80 Minuten auf dem Platz und lieferte eine gute Leistung ab.

Johannesson wiederum kam mit Island nicht über ein 1:1 gegen Estland hinaus. Der 23-Jährige zog bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute im Mittelfeldzentrum die Fäden. So legte er seinen Mitspielern vier Torschüsse auf. Ein sehr guter Wert, auch wenn daraus keine Treffer wurden. Am Dienstagabend hatte Johannesson dann erneut die Gelegenheit, sich zu zeigen. Denn Island spielte am zweiten Spieltag der Nations League gegen Luxemburg, gewann mit 3:0 Toren. Johannesson stand die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Zum Ende der Länderspielpause geht es zusätzlich noch gegen Bulgarien und erneut Estland. Somit hat der Mittelfeldspieler noch einige Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.

Spielpraxis und Selbstvertrauen

Dabei profitieren sowohl der Isländer und der Australier von den Einsatzzeiten in ihren Nationalmannschaften als auch der 1. FC Köln. Denn bei ihren Nationen können die beiden die Spielpraxis sammeln, die sie in den vergangenen Wochen bei den Kölnern nicht genug bekommen haben. Außerdem können sie sich mit guten Leistungen in der Nationalmannschaft natürlich auch für mehr bei den Geißböcken empfehlen. Trainer René Wagner wird mit Sicherheit ein Auge darauf werfen, wie sich seine Schützlinge in den Länderspielen schlagen. So können Johannesson und Okon-Engstler ihm nicht nur im Training, sondern auch in Pflichtspielen zeigen, welchen Wert sie potentiell für das Kölner Spiel haben können.

Zusätzlich holen sich die zwei Mittelfeldspieler durch ihre Einsätze Selbstvertrauen. Für beide scheint die Nationalmannschaft eine Art Wohlfühloase zu sein, in der sie frei aufspielen können. Dieses gewonnene Selbstvertrauen müssen sie dann mit in die Domstadt nehmen, um den Konkurrenzkampf neu anzufachen. Und vielleicht schaffen sie es dann bis zur nächsten Länderspielpause Mitte November, nicht nur in der Nationalmannschaft die erste Wahl zu sein.

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René Wagner in der Zwickmühle: Der 1. FC Köln und die fehlende Kreativität im Mittelfeldzentrum

Tom Krauß ist bisher im Zentrum des 1. FC Köln gesetzt
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René Wagner in der Zwickmühle: Der 1. FC Köln und die fehlende Kreativität im Mittelfeldzentrum

Gegen den HSV hatte der FC zwar einige Torchancen, trotzdem tat man sich gegen die tief stehenden Hanseaten häufig schwer. Besonders aus der Mittelfeldzentrale fehlte es an spielerischen Ideen beim 1. FC Köln: Wer soll die Kreativität aus dem Zentrum geben?

Aktuell scheint sich René Wagner auf Tom Krauß und Ellyes Skhiri als Doppelsechs festgelegt zu haben. Die Kombination hat jedoch vor allem mit dem Ball ihre Limitierungen. Das könnte gerade im anstehenden Derby gegen Borussia Mönchengladbach zum Problem werden. Dem FC fehlen im Ballbesitz die Ideen.

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Es hatte ein bisschen was von einer Dauerschleife in der ersten Halbzeit zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV am vergangenen Samstag. Die Rothosen zogen sich die meiste Zeit tief in die eigene Hälfte zurück, während der FC immer wieder probierte, eine Lücke in diesem dichten Block zu finden. Das gelang ihnen auch hin und wieder, häufig vor durch Einzelleistungen von Mikey Moore oder Said El Mala. Bei der Großchance von Thijs Dallinga kurz vor dem Hamburger Führungstreffer, wurde der Niederländer von einer präzisen Flanke von Gideon Mensah gefunden. Der FC hatte also seine Abschlüsse, Zählbares kam dabei allerdings nicht heraus. Dennoch blieb besonders ein Bereich im Kölner Spiel, der für noch mehr spielerische Lösungen sorgen sollte, in der Chancenkreation eher blass: das Mittelfeldzentrum.

Kaum Ideen aus dem Zentrum

Dort liefen wie schon im Spiel zuvor gegen Werder Bremen Tom Krauß und Ellyes Skhiri auf. Ein Duo, das seine Stärken primär im Spiel gegen und nicht mit dem Ball hat. Dementsprechend hatten die beiden gerade gegen den tiefen Hamburger-Block zu wenige Ideen, um diesen zu knacken. Es kamen kaum spielerische Akzente aus der Kölner Zentrale. Das führte dazu, dass sich die Geißböcke phasenweise sehr schwer taten, Gelegenheiten und Torchancen herauszuspielen. Gerade Krauß konnte in dieser Hinsicht nicht überzeugen. Als aggressiver Leader hat er zwar einen großen Wert für die Mannschaft, aber speziell in Partien, in denen der FC mehr Ballbesitz hat, könnten seine spielerischen Limitierungen zum Problem werden.

Skhiri auf der anderen Seite zeigt zumindest immer wieder Ansätze, wie bei seiner Flanke zum Kölner Anschlusstreffer durch Ragnar Ache kurz vor Schluss. Der Tunesier weist mit überragenden 97,5 Prozent nach vier Spieltagen momentan die beste Passquote der Liga auf, das könnte jedoch auch daran liegen, dass der Sechser eher das Risiko meidet und lieber den sichereren Pass wählt, anstatt die Tiefe zu suchen. Dabei braucht es gegen einen tief stehenden Gegner gerade solche Pässe, die das Tempo des Spiels ändern und es nicht zu statisch werden lassen. Ansonsten kann der Gegner in der Defensive Lücken zu leicht schließen, sofern sich solche überhaupt ergeben.

Ähnliche Herausforderung im Derby

Im Derby nach der Länderspielpause gegen Borussia Mönchengladbach könnten die Kölner vor einer ähnlichen Herausforderung wie in Hamburg stehen. Die Elf vom Niederrhein dürfte nach 16 Gegentoren an den ersten vier Spieltagen, ähnlich wie der HSV, speziell darauf bedacht sein, die Verteidigung zu stabilisieren. Dafür haben sie mit Alexander Blessin einen neuen Trainer verpflichtet, der aus seiner Zeit bei St. Pauli dafür bekannt ist, viel Wert auf eine gute Defensive zu legen. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Borussia dem FC in Müngersdorf den Ball überlässt, zunächst tief steht und auf Umschaltsituationen lauert.

In dem Fall braucht es aus Kölner Sicht auch mehr Lösungen aus dem Mittelfeldzentrum. Nur dürfte die Frage sein, wie sehr Trainer René Wagner seinen Alternativen auf der Sechs vertraut. Mit Isak Johannesson haben die Geißböcke einen Spieler in den Reihen, der für die nötige Kreativität steht. Allerdings kämpft der Isländer seit seinem Wechsel in die Domstadt im vergangenen Sommer mit Leistungsschwankungen und fehlender Konstanz. Außerdem fühlt sich der 23-Jährige am wohlsten in einer etwas offensiveren Rolle. So fallen auch seine Schwächen in der Defensive weniger ins Gewicht. Diese dürften auch ein Grund sein, warum in den vergangenen beiden Spielen Krauß und Skhiri den Vorzug erhielten.

Schwierige Entscheidung für Wagner

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Einsatz von Paul Okon-Engstler. Der 21-Jährige wäre spielerisch gerade im Vergleich zu Krauß ein Upgrade. In der Vorbereitung hatte der Mittelfeldspieler außerdem bereits angedeutet, dass er das Potential für die Bundesliga hat. Gegen den HSV schaffte es der Sommerneuzugang jedoch nicht einmal mehr in den Spieltagskader. Ein eindeutiger Hinweis darauf, dass der australische Nationalspieler in der Rangordnung derzeit hinter den anderen drei Kandidaten steht. So braucht Okon-Engstler für Wagner wohl noch etwas Zeit, um sich an das Niveau in der höchsten deutschen Spielklasse anzupassen.

Damit steht der Coach allerdings vor einer Zwickmühle: Spielerisch kann er zumindest nicht vollständig zufrieden sein mit seinem Zentrum. Gleichzeitig bergen die Alternativen Risiken und haben andere Nachteile. Daher ist es gut möglich, dass der Trainer auch im Derby auf des bekannte Duo vertraut und vielleicht darauf setzt, dass Skhiri das Angedeutete weiter bestätigt. Ansonsten müsste der Rest der Mannschaft die spielerischen Defizite vermehrt auffangen. Glücklicherweise stehen gerade in der Offensive mit Spielern wie Said El Mala und Mikey Moore gleich mehrere Kreativspieler auf dem Rasen. Ohne das Zentrum wird es trotzdem nicht gehen.

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Wagners Anspruch, andere Statistik: Dem 1. FC Köln fehlt ausgerechnet das, was ihn letzte Saison auszeichnete

Mikey Moore im Zweikampf um den Ball
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Wagners Anspruch, andere Statistik: Dem 1. FC Köln fehlt ausgerechnet das, was ihn letzte Saison auszeichnete

Eigentlich verlangt René Wagner von seinem Team eine hohe Einsatzbereitschaft, vor allem gegen den Ball. Wie die Statistik zeigt, konnte die Mannschaft das noch nicht komplett umsetzen trotz Wagners Forderungen: Dem 1. FC Köln fehlt die Intensität.

Gerade im Kampf gegen den Abstieg sind Grundlagen wie die Laufbereitschaft einer Mannschaft sehr wichtig. Nicht umsonst äußerte der Trainer unlängst den Wunsch, die fitteste Mannschaft der Liga zu stellen. In einiger dieser Statistiken hinkt der FC aber zum Saisonstart noch hinterher.

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Wenn man bei Trainern nachfragt, für was für einen Spielstil ihre Mannschaft stehen soll, ist dieses Wort wohl eines der am häufigsten genannten: Intensität. Auch FC-Coach René Wagner hat den Begriff bereits benutzt. „Und generell geht es um Intensität. Wir waren letztes Jahr eine der intensivsten Mannschaften und das werden wir beibehalten“ meinte der Coach schon zu Beginn der Vorbereitung auf die Frage, worauf bei Neuzugängen geachtet werde. Und an diesem Anspruch an sein Team hat sich seitdem nichts geändert. Allerdings zeigt die Statistik, dass es seiner Mannschaft noch schwer fällt, dem auch gerecht zu werden.

Schwache Kölner Laufdaten

Denn gerade die läuferischen Daten, die die Bundesliga veröffentlicht, belegen, dass der FC noch deutlichen Nachholbedarf hat. So liegen die Geißböcke mit Blick auf die Laufdistanz gerade mal auf Platz 14 mit 464 Kilometern. Im Schnitt liefen sie damit pro Spiel knapp acht Kilometer weniger als Bayern München, die in dieser Statistik Spitzenreiter sind. In Sachen Sprints sind die Kölner mit Rang zwölf immerhin im unteren Mittelfeld. Aber damit immer noch deutlich entfernt von Wagners Ziel, eine der intensivsten Mannschaften der Liga zu sein.

Noch extremer wird es, wenn man auf die Anzahl der intensiven Läufe schaut: Dort belegen die Geißböcke den vorletzten Platz. Nur Mainz 05 hat in dieser Saison noch weniger intensive Läufe. Damit zeigt sich ein deutliches Missmatch zwischen dem Anspruch, den Wagner an sein Team hat, und der Realität. Statt eine der intensivsten Mannschaften zu sein, bewegen sich die Kölner statistisch in dafür wichtigen Bereichen maximal im unteren Mittelfeld. Und das zeigt sich nicht nur läuferisch.

Klare Baustellen für Wagner

So schneiden die Domstädter beim Portal „Fotmob“ in einigen Bereichen gegen den Ball schwach ab. Sie stehen zum Beispiel nur auf Rang 14 bei den Ballgewinnen im letzten Drittel pro Spiel. Auch bei den abgefangenen Pässen pro Partie sowie den Tacklings pro Spiel haben die Geißböcke noch eine Menge Nachholbedarf. Nur Platz 16 beziehungsweise 17 sind in diesen Kategorien für den FC drin. Dabei verlangt Wagner eigentlich von seiner Mannschaft, aggressiv und mutig nicht nur mit, sondern auch gegen den Ball zu sein. Ein Musterbeispiel dafür dürften vor allem die ersten circa 20 Minuten gegen Werder Bremen gewesen sein. Diese Art von Spiel jedoch wirklich umzusetzen, gelingt den Kölnern bisher höchstens phasenweise, wie die Statistik belegt.

Damit zeigen sich klare Baustellen, an denen der FC arbeiten muss, um zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Wobei die Werte natürlich noch mit Vorsicht genossen werden müssen, da die Grundlage mit vier Spielen noch sehr gering ist. Trotzdem lässt sich eine erste Tendenz nach dem Saisonstart schon festhalten. Und diese überrascht schon angesichts der eigentlichen Ankündigungen und Ziele des Trainers. Wagner muss nun schnell die Ursache finden, warum die Mannschaft seine Vorstellungen noch nicht ausreichend umsetzen kann. Denn gerade im nächsten Spiel gegen Borussia Mönchengladbach ist angesichts der Derby-Atmosphäre eine hohe Intensität noch mehr als sonst gefordert.


Trifft Dallinga nicht, macht es eben Ache – und umgekehrt: Der 1. FC Köln hat wieder zwei Sturmoptionen

Thijs Dallinga tat sich gegen den HSV schwer (Foto: Selim Sudheimer/Getty Images)
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Trifft Dallinga nicht, macht es eben Ache – und umgekehrt: Der 1. FC Köln hat wieder zwei Sturmoptionen

Während Thijs Dallinga gegen den HSV eine schwache Leistung zeigte, konnte Ragnar Ache mit einem Treffer im Duell um den Stammplatz im Sturm punkten. Das zeigt, dass der FC im Gegensatz zur vergangenen Saison in der Sturmspitze nachlegen kann: Der Konkurrenzkampf belebt den Sturm des 1. FC Köln.

In der vergangen Saison war Ragnar Ache automatisch gesetzt, wenn die Geißböcke mit einem klassischen Stürmer spielen wollten. Denn der Angreifer war der einzige Spieler mit diesem Profil im Kader. Mit Thijs Dallinga hat der FC jedoch nun eine zweite Option und damit einen richtigen Konkurrenzkampf in der Sturmspitze. Aber spätestens gegen den HSV zeigte sich, dass Ache diesen Kampf annimmt.

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Es war ein Muster, dass es in dieser Saison schon einmal gegeben hatte – nur unter umgekehrten Vorzeichen. Während am ersten Spieltag Ragnar Ache sich lange erfolglos gegen die Hoffenheimer Defensive abmühte und darum Thijs Dallinga für ihn eingewechselt wurde und im Anschluss traf, war es am vergangenen Samstag gegen den HSV genau andersherum. Denn dieses Mal war der Sommerneuzugang zuerst auf dem Platz, blieb jedoch glücklos. So vergab er unter anderem in der 38. Minute die Riesenchance zur Führung, als Daniel Heuer Fernandes seinen zu unplatzierten Kopfball mit einem starken Reflex parierte. Darum ersetze ihn Mitte der zweiten Hälfte Ache. Und der 28-Jährige machte es kurz vor Schluss besser, als er mit einem Kopfball noch den Anschluss erzielte. Auch wenn der Treffer zu spät kam und die Geißböcke die Niederlage nicht mehr abwenden konnten, zeigte sich immerhin, dass Köln wieder zwei ordentliche Optionen im Sturm hat und nicht nur von einem Spieler abhängig ist.

Mehr Optionen als in der Vorsaison

Das war schließlich ein bekanntes Problem in der Vorsaison. Mit Ache hatte der FC nur einen klassischen Stürmer im Kader. Wenn der verletzt oder außer Form war, wurde es direkt eng. Jetzt hat Trainer René Wagner die Wahl: Bringt er mit Dallinga eher einen Spieler, der seine Stärken besonders im Strafraum hat, oder mit Ache einen klassischen Zielspieler? Auch scheint es, als würden sich die beiden Angreifer gut abwechseln. Hat der eine einen schlechten Tag, springt eben der andere mit Toren ein. Das hat gegen Hoffenheim und den HSV bereits gut funktioniert. Nur beim Heimspiel gegen Bremen erwischten beide einen gebrauchten Abend.

Dabei war der Treffer gegen die Hanseaten für Ache sehr wichtig. Denn in den vorherigen Spielen der Saison hatte der 28-Jährige noch nicht überzeugen können. Vor allem auch nicht gegen den VfB Stuttgart am zweiten Spieltag, als er das letzte Mal die Chance von Anfang an bekommen hatte, weil sein Konkurrent krankheitsbedingt ausgefallen war. Da der Angreifer sich aber nicht empfehlen konnte, bekam zuletzt Dallinga den Vorzug für die erste Elf.

Ache gegen Gladbach zurück in der Startelf?

Nun hat Ache wieder Ansprüche auf mehr angemeldet und gezeigt, dass er sich im Konkurrenzkampf behaupten kann. Ein wichtiges Zeichen in Richtung seines Trainers. Das außerdem zu einem guten Zeitpunkt kommt. Denn zum einen hat sich der Angreifer so vor der langen Länderspielpause noch ein Erfolgserlebnis abgeholt, das ihm Rückenwind geben sollte. Und zum anderen hat sich Dallinga in den vergangen beiden Partien nicht gerade in den Vordergrund spielen können.

Dadurch könnte Ache im Derby gegen Borussia Mönchengladbach nach der Länderspielpause wieder in der Startelf stehen. Dann muss der Stürmer jedoch direkt wieder eine gute Leistung zeigen. Ansonsten droht ihm erneut die Bank. Dabei könnte der Konkurrenzkampf beide Angreifer beflügeln. Und falls die erste Wahl gegen Gladbach keine gute Leistung zeigt, hat Wagner die Gewissheit, dass der andere bei seiner Einwechslung um so motivierter sein wird und die Wahrscheinlichkeit nicht so gering ist, dass er dann das Tore schießen übernimmt.


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Liveticker zum Bundesliga-Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV: Ache verkürzt auf 1:2

Thijs Dallinga jubelt nach seinem Tor für den 1. FC Köln
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Liveticker zum Bundesliga-Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV: Ache verkürzt auf 1:2

Am Samstagnachmittag steht für die Kölner das vierte Bundesliga-Pflichtspiel der Saison auf dem Plan. Gegen den HSV wird die Aufgabe trotz der Tabellensituation keine leichte für die Geißböcke. Alle Infos im Liveticker zum Bundesliga-Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV.

Für die Geißböcke steht am Samstag das zweite Auswärtsspiel der Bundesliga-Saison an. Dann ist die Mannschaft von Trainer René Wagner im Volksparkstadion zu Gast. Anpfiff ist um 15:30 Uhr.

come-on-fc.com berichtet live aus dem Hamburger Volksparkstadion

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des 4. Spieltags und der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV. Für René Wagner und sein Team steht das vierte Bundesliga-Pflichtspiel der neuen Saison an. Der FC muss sich auf einen stürmischen und drängenden HSV einstellen. René Wagner erwartet nichts anderes. „Dann wird es unsere Aufgabe sein, sie trotzdem wieder vor Probleme zu stellen, zu versuchen, ihre Schwächen auszunutzen und unsere Stärken ins Spiel zu bekommen“, so der Coach. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Jungs dann auch das Vertrauen haben, weiter auch aggressiv nach vorne zu spielen, weiter auch immer wieder den Weg zum Tor zu suchen.“



Idealer Gegner für das erste Zusammenspiel? Warum beim HSV die Zeit für Said El Mala und (!) Mikey Moore gekommen sein muss

Mikey Moore und Said El Mala vom 1. FC Köln
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Idealer Gegner für das erste Zusammenspiel? Warum beim HSV die Zeit für Said El Mala und (!) Mikey Moore gekommen sein muss

In Hamburg könnten die Kölner Hoffnungsträger Said El Mala und Mikey Moore erstmals gemeinsam auflaufen. Mit den Hanseaten wartet dabei ein bisher defensivschwacher Gegner und damit eine gute Ausgangsposition für das Duo des 1. FC Köln: Der HSV als guter erster Gegner für Said El Mala und Mikey Moore.

Zwölf Gegentore in drei Spielen hat der HSV bereits kassiert. Für das Kölner Duo Said El Mala und Mikey Moore könnten die Hanseaten damit der ideale Gegner sein, um gemeinsam ihre Stärken auszuspielen. Aber es droht auch ein Risiko für den 1. FC Köln.

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Am Samstag könnte es endlich soweit sein: Seit der Verpflichtung von Mikey Moore warten Fans und Verantwortliche des 1. FC Köln darauf, dass der Engländer gemeinsam mit Said El Mala in der Kölner Offensive wirbelt. Zuerst verpasste jedoch letzterer das Spiel gegen den VfB Stuttgart krankheitsbedingt und war eine gut eine Woche später gegen Werder Bremen noch nicht wieder fit genug für die Startelf. So wurde der der 20-Jährige erst in der Schlussphase für eben Moore eingewechselt. Nun ist El Mala aber wieder eine Startelfoption, wie Trainer René Wagner bestätigte: „Said ist wieder 100 Prozent fit und hat die Woche voll trainiert.“ Somit steht dem ersten gemeinsamen Auflaufen anscheinend nichts mehr im Wege. Dabei dürfte gerade der HSV ein Gegner sein, gegen den das Duo direkt für Furore sorgen kann.

Kölner Hoffnungsträger gegen schwache HSV-Defensive

Denn die Hamburger erwischten einen katastrophalen Start in die Saison. Nach drei Partien sind die Rothosen noch ohne Punkt und Tor bei gleichzeitig zwölf kassierten Treffern. Während am vergangenen Spieltag bei der 0:5-Niederlage in Leipzig offensiv zumindest einige Ansätze erkennbar waren, spielte die Defensive wie bereits eine Woche zuvor gegen Mainz 05 indiskutabel. Und könnte damit der ideale erste Gegner für die Kombination El Mala und Moore sein. Denn mit ihrer Dynamik und Dribblingstärke sollten sie in der Lage sein, die HSV-Verteidigung immer wieder ins Wanken zu bringen.

Dabei könnte das gemeinsame Debüt der beiden Youngster im Spiel gegen die Hamburger aus diesem Grund genau zum richtigen Zeitpunkt kommen. Denn sollte sich die Defensive der Hanseaten wie in den Vorwochen präsentieren, wären sie ein sehr guter Gegner, damit Moore und El Mala sich aneinander gewöhnen und so die Stärken ihres Zusammenspiels besser austesten können. Dabei könnte auch der spielerische Ansatz des HSV dem Offensivduo in die Karten spielen. Denn gegen RB versuchten die Rothosen in der Anfangsphase hoch zu pressen und phasenweise, wenn auch mit wenig Erfolg, das Spiel von hinten heraus aufzubauen. Dadurch könnten sich für El Mala und Moore Räume ergeben, die sie mit ihrem Tempo nutzen können. Davon könnte auch der zuletzt starke Linton Maina als weiterer Offensiver profitieren.

Schwächen gegen den Ball

Trotzdem bleiben für die Kölner auch einige Tücken. So hätte eine offensive Dreierreihe bestehend aus El Mala, Moore und Maina gegen den Ball deutliche Schwächen. Das könnte dem HSV mit Spielern wie dem am Deadline Day zurückgeholten Fabio Vieira in die Karten spielen und dafür sorgen, dass der Knoten in der Offensive der Hanseaten platzt. Außerdem ist die Defensive der Hamburger mit Blick auf die erwarteten Gegentore eigentlich sogar auf einem Level mit der der Geißböcke. So waren bei den Rothosen sieben, bei den Kölnern 6,8 Gegentreffer erwartbar.

Dabei hatten die Hamburger immer wieder mit individuellen Fehlern zu kämpfen und luden die Gegner zu Großchancen ein. Sollten sie es schaffen, diese abzustellen, könnten die Hanseaten zumindest rein statistisch besser dastehen. Ob dies jedoch gelingt, ist angesichts der zu erwartenden Verunsicherung nach zwei 0:5-Niederlagen in Folge fraglich. Zumal El Mala und Moore mit ihrer Qualität auch solche individuellen Fehler provozieren können. Für den FC wäre es deshalb sehr wichtig, wenn die beiden gegen den HSV endlich das erste Mal gemeinsam wirbeln können.

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Harte Entscheidungen durch einen fitten Kader – René Wagner: „Am Ende sind wir im Profisport“

René Wagner auf der PK nach dem Bremen-Spiel des 1. FC Köln
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Harte Entscheidungen durch einen fitten Kader – René Wagner: „Am Ende sind wir im Profisport“

Am Samstagnachmittag bestreitet der FC gegen den Hamburger SV sein letztes Spiel vor der Länderspielpause. Dafür stehen Trainer René Wagner alle Spieler bis auf den Langzeitverletzten Timo Hübers zur Verfügung beim 1. FC Köln: René Wagner hat für Hamburg die Qual der Wahl.

Für das Spiel gegen den HSV muss Trainer René Wagner wie vor einer Woche harte Entscheidungen treffen, wer mit nach Hamburg fährt. Denn bis auf Timo Hübers steht dem Coach der volle Kader zur Verfügung.

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Es war ein ziemlicher Rückschlag für Rav van den Berg. Der Königstransfer von vor einem Jahr stand gegen Werder Bremen nicht im Kader des 1. FC Köln, weil Trainer René Wagner bei einer Viererkette nur drei Innenverteidiger mitnehmen wollte. Für den Niederländer das eindeutige Zeichen, dass er in der Abwehrzentrale nur die vierte Wahl ist. Und auch gegen den HSV könnte es für den 22-Jährigen wieder eng werden, weil sein Coach durch einen fitten Kader erneut harte Entscheidungen treffen muss. „Da wird es immer wieder Situationen geben, wo er auch nicht im Kader sein wird“, deutete Wagner einen möglichen nächsten Rückschlag für den Innenverteidiger an. Der Defensivspieler müsse sich im Training anbieten. „Dann geht es um Trainingsleistungen und um Sachen, die wir jeden Tag beobachten. Und da weiß Rav, an welchen Themen er arbeiten soll“ so sein Trainer. Und weiter: „Am Ende sind wir im Profisport und müssen den bestmöglichen Kader auswählen.“

„Super Situation“

Diese Entscheidung, was der bestmögliche Kader ist, wird für den Coach beim HSV-Spiel erneut eine schwere. Denn bis auf den Langzeitverletzten Timo Hübers steht Wagner wieder der ganze Kader zur Verfügung. Auch Said El Mala, der am Donnerstagmorgen von Jürgen Klopp in den DFB-Kader berufen wurde, ist vollständig fit, nachdem er gegen Bremen noch nur eingewechselt wurde. Dabei freute sich Wagner auch über die Nominierung des Youngsters. „Es hat jetzt doch ein bisschen länger gedauert bis er endlich mal wieder dabei ist und hoffentlich auch dieses Mal mit einem Einsatz belohnt wird“, erklärte der Trainer. „Wir freuen uns natürlich alle, dass wir jetzt einen deutschen Nationalspieler bei uns im Kader haben.“

Ebenfalls wieder eine Option ist Luca Waldschmidt. Der Angreifer war wie van den Berg ebenfalls nicht für das Werder-Spiel nominiert worden, weil er aus einer kurzen Ausfallzeit kam. Ob der Offensivspieler jedoch mit nach Hamburg fährt, ließ Wagner noch offen. Generell zeigte sich der Coach über die vielen Optionen trotz der anstehenden harten Entscheidungen sehr erfreut: „Es ist wichtig, zu erwähnen, dass das für uns eine super Situation ist. Wir hatten letztes Jahre Phasen, in denen viele Spieler verletzt waren. Das haben wir auch letzten Sommer besprochen und Sachen verändert.“ Diese Anpassungen scheinen zu greifen.

Sebulonsen oder Castro-Montes?

Gegen Hamburg könnte außerdem auf der Rechtsverteidiger-Position Sebastian Sebulonsen wieder in die Startelf rutschen. Der Norweger hatte mit seiner Einwechslung am vergangenen Wochenende sein Comeback nach einer wochenlangen Verletzungspause gegeben. Nun ist der Norweger wieder bereit für mehr und könnte Alessio Castro-Montes aus der Startelf verdrängen. „Seb steht voll im Saft, ist eine Option und die werden wir besprechen im Trainerteam“, ließ sich Wagner noch nicht konkreter in die Karten schauen. So könnte es damit jedoch im Vergleich zur Partie gegen Bremen Veränderungen in der Startelf geben.

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Nach schwierigem Start in Lissabon: Jakub Kaminski wird gegen die AC Mailand zum Matchwinner

Jakub Kaminski muss bei Benfica erst noch in Schwung kommen (Foto: Gualter Fatia/Getty Images)
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Nach schwierigem Start in Lissabon: Jakub Kaminski wird gegen die AC Mailand zum Matchwinner

Nach seinem Abgang vom 1. FC Köln fiel Jakub Kaminski der Start in Lissabon schwer. Der Linksaußen kam zuletzt nur auf wenig Spielzeit. Jetzt könnte es aber Aufwind geben für den Ex-Spieler des FC: Kaminski wird in der Europa League gegen Mailand zum Matchwinner.

Anders als beim 1. FC Köln muss Jakub Kaminski bei Benfica Lissabon um seinen Platz in der Startelf kämpfen. In der Europa League gab der Pole nun aber eine Bewerbung für mehr Spielzeit ab.

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So richtig rund lief es für Jakub Kaminski seit seinem Abgang vom 1. FC Köln im Sommer bisher noch nicht. Bei Benfica Lissabon war er zwar zu Beginn in den ersten beiden Qualifikationsspielen für die Europa League noch in der Startelf und konnte gegen den FC St. Gallen auch eine Vorlage beisteuern. Danach musste der Pole jedoch meistens mit der Bank vorlieb nehmen. So hat der 24-Jährige nach sechs Spieltagen erst einen Einsatz in der Liga vorzuweisen. Gegen CS Marítimo wurde er für den verletzten Rechtsverteidiger Alexander Bah eingewechselt. In der Offensive, wo Kaminski eigentlich seine größten Stärken hat, musste er sich bisher hinter der Konkurrenz um Rafa Silva, Gianluca Prestianni und Andreas Schjelderup anstellen. Zumindest bis zum Mittwochabend.

Vorlage und Tor in Mailand

Denn da erhielt der Linksaußen mal wieder in der Europa League die Chance, sich von Beginn an zu zeigen. Und die nutzte der 24-Jährige eindrucksvoll. Mit einer Vorlage zum 0:1 und einer schönen Direktabnahme zum 0:2 war der Pole für seine Mannschaft der Matchwinner im Mailänder San Siro. Dabei spielte der variable Offensivspieler nicht nur wegen seiner Torbeteiligungen für Benfica-Trainer Marco Silva eine entscheidende Rolle. „Wir haben einige besondere taktische Feinheiten vorgenommen, insbesondere hinsichtlich der Positionierung von Kaminski ohne Ball. Die Spieler haben das in den zwei Trainingstagen hervorragend verinnerlicht und auf dem Platz umgesetzt“, so der Coach. So spielte Kaminski im eigenen Ballbesitz als Linksaußen, ließ sich bei gegnerischen Ballbesitz jedoch häufig fallen und spielte eher als Linksverteidiger in einer Fünferkette. „Die taktische Leistung, die er heute gezeigt hat, fast als Teil einer Fünferkette, verdeutlicht seine Vielseitigkeit“, lobte sein Trainer ihn daher anschließend.

Kaminski selbst zeigte sich nach dem Spiel zufrieden. „Ich bin sehr glücklich, wir haben im San Siro mit 2:0 gewonnen, es war eine großartige Leistung der Mannschaft. Wir haben Geschichte geschrieben, denn Benfica hat noch nie gegen Milan gewonnen“ freute sich der Ex-Kölner. Der 24-Jährige zeigte sich jedoch mit Blick auf seine ersten Wochen in Portugal auch selbstkritisch: „Es ist normal, dass man mich kritisiert, wenn ich nicht gut spiele. Jeder Fan und Journalist kann das tun. Das ist kein Problem für mich. Ich weiß, dass meine Form etwas nachgelassen hat. Ich muss auch körperlich noch an meiner Verfassung arbeiten“ so der Mittelfeldspieler.

Topspiel am Wochenende

Die Leistung in Mailand dürfte dem Polen dafür aber eine Menge Rückenwind geben. So konnte Kaminski endlich wieder zeigen, warum sein neuer Club im Sommer 17 Millionen Euro für ihn noch Köln überwies. Trotzdem könnte die Lage für ihn zumindest in der Liga kompliziert bleiben. Denn sein Trainer sieht ihn weniger geeignet für Partien, in denen Benfica gegen einen tief stehenden Gegner spielen muss, da dies weniger zu seinen Stärken passe: „In anderen Spielsituationen, in denen wir den Gegner stärker unter Druck setzen, wird das für ihn nicht mehr so gut funktionieren, und es liegt an uns, entsprechend den Erfordernissen zu agieren.“ Da Lissabon jedoch als einer der größten Vereine in Portugal in der Liga meistens Favorit ist, dürften solche Situationen häufiger vorkommen – und könnten dafür sorgen, dass Kaminski trotz seines starken Auftritts weiterhin regelmäßig auf der Bank Platz nehmen muss.

Zumindest am kommenden Wochenende könnte es jedoch direkt nochmal eine Chance für den 24-Jährigen geben. Denn dann muss Benfica als Tabellenzweiter im Topspiel bei Spitzenreiter Porto ran. Eine Partie, die deutlich offener ist als gegen die meisten anderen Gegner in Portugal. Und in der Kaminski daher für seinen Trainer vielleicht wieder eine spannende Option ist.

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Der gesuchte Stürmer ist gefunden: Der 1. FC Köln verpflichtet Thijs Dallinga

Der FC leiht Thijs Dallinga aus
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Der gesuchte Stürmer ist gefunden: Der 1. FC Köln verpflichtet Thijs Dallinga

Am vergangenen Dienstag hatte es die ersten Gerüchte gegeben, keine Woche später ist der Deal also offiziell: Der 1. FC Köln verpflichtet Thijs Dallinga vom FC Bologna. Damit schließen die Geißböcke die Vakanz im Sturm neben Ragnar Ache und verfügen über eine echte Konkurrenz.

Vor zwei Jahren wechselte Thijs Dallinga für 16 Millionen Euro Ablöse zum FC Bologna. Dort wurde der Angreifer jedoch nicht glücklich. Jetzt wagt der Niederländer einen Neustart beim 1. FC Köln.

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Lange hatten die FC-Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Thomas Kessler nach einem weiteren Zielspieler im Angriff neben Ragnar Ache gesucht. Dann ging es plötzlich ganz schnell. Nach den ersten Gerüchten am Dienstag steht nun fest: Thijs Dallinga füllt die Kaderlücke im Sturm der Geißböcke. Der Niederländer wechselt auf Leihbasis mit Kaufoption vom FC Bologna zum 1. FC Köln. Damit haben die Kölner nicht wie ursprünglich angenommen nur einen Back-up für Ache verpflichtet, sondern einen Konkurrenten, der den 28-Jährigen herausfordert. „Wir freuen uns sehr, dass sich Thijs für den FC entschieden hat. Er ist ein Stürmer, den wir intensiv beobachtet haben und der viele Eigenschaften mitbringt, die wir für unsere Offensive gesucht haben“, sagte Thomas Kessler. „Thijs verfügt über eine starke Präsenz im Strafraum, gute Bewegungen vor dem Tor und arbeitet gleichzeitig sehr mannschaftsdienlich gegen den Ball.“

„Ich hatte sehr gute Gespräche mit René Wagner“

Dallinga selbst möchte in Köln seiner Karriere, die in den vergangenen beiden Jahren in Bologna ins Stocken geraten war, wieder Schwung verleihen. „Ich hatte sehr gute Gespräche mit René Wagner, der mich davon überzeugt hat, dass es die richtige Entscheidung ist, nach Köln zu kommen. Der FC ist ein richtig cooler Club mit großartigen Fans – und ich wollte schon immer in der Bundesliga spielen, darauf freue ich mich sehr. Ich möchte möglichst viele Tore machen, um dem Club damit zu helfen, seine Ziele zu erreichen“, so der Kölner Neuzugang.

Starke Zeit bei Toulouse

Dallinga wurde 2000 in Groningen geboren und durchlief die Jugend von FC Emmen, bevor er 2018 zu Jong Groningen wechselte. Nach ein paar Kurzeinsätzen bei den Profis folgte 2021 der entscheidende Schritt seiner Karriere: Ablösefrei wechselte er zu Excelsior Rotterdam — und explodierte förmlich. Mit bedruckenden 32 Toren und acht Vorlagen schoss der 1,90 Meter große, kopfballstarke Stürmer seinen Verein zum Aufstieg in die erste niederländische Liga. Dadurch wurde außerdem der FC Toulouse auf ihn aufmerksam und holte ihn für 2,5 Millionen Euro in die Ligue 1. Eine Investition, die sich auszahlen sollte. In zwei Jahren gelangen Dallinga in 86 Pflichtspielen 37 Tore und acht Vorlagen – unter anderem jeweils eins in zwei Partien in der Europa League gegen den FC Liverpool.

Tatsächlich hatte sich der Angreifer erneut für mehr empfohlen. 16 Millionen Euro war er daher dem FC Bologna im Sommer 2024 wert. Dort sollte der Niederländer den nach Manchester United abgewanderten Joshua Zirkzee ersetzen. „Mit seiner Erfahrung aus verschiedenen europäischen Topligen und seinem Profil erweitert er unsere Möglichkeiten im Angriff und sorgt für zusätzliche Qualität sowie Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders“, sagt Kessler. Den ganz großen Erwartungen konnte Dallinga aber nicht entsprechen. Gerade mal fünf Tore und sechs Vorlagen in 54 Spielen in der Serie A sprechen eine deutliche Sprache. Nun wagt der 26-Jährige einen neuen Anlauf beim FC in der Bundesliga.


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Waldschmidts Doppelpack reicht nicht: Tigges führt Paderborn zum Sieg im zweiten Spiel des Sonntags

Luca Waldschmidt erzielte auch gegen Paderborn wieder zwei Tore
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Waldschmidts Doppelpack reicht nicht: Tigges führt Paderborn zum Sieg im zweiten Spiel des Sonntags

In der späteren Partie der Geißböcke gegen den SC Paderborn am Sonntag setzte es erneut eine Niederlage: Der 1. FC Köln spielt im zweiten Test gegen den SC Paderborn 4:3.

Auch im zweiten Spiel am Sonntag unterlagen die Geißböcke in Paderborn. In einer Partie mit starken Offensiven und schwachen Defensiven verlor der FC mit 4:3.

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Um allen Spielern nochmal genug Einsatzzeit vor dem Pflichtspielstart zu geben, gab es nach der 2:3-Niederlage am Sonntagmittag am Nachmittag direkt noch eine Partie gegen den SC Paderborn. Bei dieser durfte sich eine vollständig neue Elf im Vergleich zum ersten Spiel beweisen. Diese sollte es besser machen – gegen einen allerdings ebenfalls veränderten Gegner. Beim FC gab es jedoch eine kurzfristige Änderung: Für Julian Pauli, der eigentlich vorgesehen war, startete der im ersten Spiel eingewechselte Jonathan Friemel.

Frühe Paderborner Führung

Nach knapp einer Minute wurde es schon das erste Mal gefährlich im FC Sechzehner. Nach einer langen Ecke köpfte Clemens Lippmann aufs Tor, Ron-Robert Zieler war aber auf dem Posten. Kurz darauf setzte Ruben Müller einen Freistoß vom linken Strafraumeck knapp vorbei. Nach etwas über 10 Minuten wäre dann auch der FC fast zum ersten Abschluss gekommen. Paderborns Keeper Markus Schubert war allerdings nach einem schöne Chipball von Patrik Kristal knapp vor Marius Bülter am Ball. In der 15. Minute sorgte dann ein Kölner Aussetzer für die Führung der Ostwestfalen. Reigan Heskey spielte einen katastrophalen Fehlpass, sodass ausgerechnet der Ex-Kölner Steffen Tigges frei durch war und das 1:0 besorgte.

Der FC ließ sich davon aber nicht unterkriegen. Nach einer Ecke hätte Rav van den Berg fast den direkten Ausgleich geschafft. Schubert musste sich strecken, um den Kopfball über die Latte zu lenken. Auch ein Schuss vom linken Strafraumrand von Heskey und ein Lupfer von Luca Waldschmidt brachten nicht den Kölner Treffer. Den besorgte dann direkt danach Isak Johannesson. Nach einem Querpass von Youssoupha Niang ließ Waldschmidt im Zentrum durch, sodass der Isländer mit einem präzisen Schuss den Ausgleich besorgte (21.). Und knapp zehn Minuten später legte der FC nach. Eine schöne Flanke von David Fürst verwandelte Waldschmidt in der Mitte sehenswert.

Traumtor von Waldschmidt

Zwei Minuten später zeigten sich die Ostwestfalen mal wieder gefährlich. Ruben Müller köpfte nach einer Ecke knapp vorbei. Kurz darauf konnte van den Berg gerade noch retten, weil Kennedy Okpala freistehend nach einer Flanke von links den Ball nicht richtig traf. Fast direkt im Anschluss musste Zieler einen Distanzschuss aus dem Winkel kratzen. Auf der anderen Seite scheiterte Niang an Schubert und Friemel verzog nach einem schönen Ballgewinn nur knapp von der Strafraumkante. Auch Waldschmidt traf völlig frei von der Sechzehnerkante nur die Latte. Die letzte Chance der ersten Hälfte gehörte dann wieder Paderborn: Laurin Ulrich schickte Deniz Zeitler, der aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz traf. So gingen die Kölner wie schon bei der Partie am Sonntagmittag gegen den SCP mit einer Führung in die Pause.

Zur zweiten Hälfte kam im Kölner Tor dann der junge Neuzugang Martin James für Zieler und dürfte sich direkt mit einer überragenden Doppelparade auszeichnen. Erst hielt er nach einer flachen Hereingabe gegen Tigges und parierte dann auch noch den Nachschuss von Okpala. Dann sorgte auf Kölner Seite Waldschmidt für das Tor des Tages. Nach einem Doppelpass mit Johannesson schlenzte der Angreifer den Ball wunderschön von der rechten Strafraumkante ins lange Eck (50.). Und das Spiel gönnte sich keine Pause. Ungefähr zwei Minuten später versenkte auf der anderen Seite Steffen Tigges die Kugel im Tor, indem der Ex-Kölner eine scharfe Hereingabe ins Tor verlängerte (52.).

Dreierpack Tigges

Dabei blieb es nicht, denn die Paderborner glichen sogar durch Felix Götze, der sich im Strafraum durchsetzte und in die lange Ecke abschloss, aus. Die Kölner wiederum verpassten bei Abschlüssen von Waldschmidt und Bülter im Anschluss die erneute Führung. Auf der anderen Seite parierte James einen Distanzschuss von Götze. Besser machte es erneut Tigges: Nach einer Dreifachchance, bei der erst James hielt, dann der Pfosten und im Anschluss Fürst auf der Linie retteten, vollendete der Angreifer danach aus kurzer Distanz. So schnürte der Stürmer gegen seinen Ex-Verein einen Dreierpack.

Darauf wurden die Kölner wieder aktiver. In der 81. verpasste Bülter den Ausgleich, scheiterte aus spitzem Winkel an Schubert. Ein paar Minuten später hätte der SCP wiederum fast erhöht: James bügelte mit einer starken Parade für Pauli aus, der über einen langen Ball drüberschlug. So blieb es beim 4:3 für die Ostwestfalen, weil im Anschluss nichts mehr passierte. Die Kölner verpatzten damit beide Generalproben für den Pflichtspielauftakt.

Der steht für die Geißböcke nun in etwas über einer Woche auf dem Programm. Am Montag, 24. August (18 Uhr, im Liveticker auf come-on-fc.com), treffen die Domstädter im Pokal auf die Würzburger Kickers.

1. FC Köln: Zieler (46. James) – Friemel (46. Pauli), Schmied, van den Berg, Fürst – Kristal (81. Neves) , Johanneson – Niang, Waldschmidt (61.), Heskey (81. Ari Akumu) – Bülter

Gelbe Karten 1. FC Köln: /

Tore: 1:0, 3:2, 4:3 Tigges (15., 52., 68.); 1:1 Johannesson (21.); 1:2, 1:3 Waldschmidt (30.; 50.); 3:3 Götze (57.)


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