Der FC hat den Negativrekord abgewendet, sich aber nicht für den aufopferungsvollen Kampf belohnt. Der 1. FC Köln kommt gegen den FC Schalke 04 nicht über ein 0:0 hinaus. Zwar behielten die Geißböcke die weiße Weste, in der Offensive fand der FC aber einmal mehr keine Lösung. Das torlose Remis ging also absolut in Ordnung.
Zwar haben die Geißböcke erstmals unter René Wagner kein Gegentor kassiert, die Enttäuschung nach dem 0:0 gegen den FC Schalke 04 war beim 1. FC Köln dennoch groß. Gegen den Aufsteiger aus Gelsenkirchen sollte eigentlich ein Sieg eingefahren werden.

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So schnell wie sie kam, so schnell war die Dreierkette beim FC auch schon wieder passé. Zumindest gegen den FC Schalke setzte René Wagner wieder auf die gewohnte, aus vier Akteuren bestehende Defensive, was sicherlich auch mit den still und heimlich ausgehenden Optionen in der Abwehr zu tun hat. Immerhin trug Joël Schmidt aus der Partie gegen die Eintracht keine längere Verletzung davon und nahm gegen Königsblau auf der Bank Platz. Dort leistete El Mala dem Schweizer Gesellschaft, allerdings handelte es sich nicht um Said. Tatsächlich war es Malek El Mala, der es erstmals in dieser Saison in einen Bundesliga-Spieltagskader schaffte. Die Formierung in der Viererkette bedeutete aber auch einen zusätzlichen Mann in der Offensive. Gegen das solide Schalker Defensivbollwerk wollte Wagner so viele Angreifer wie möglich auf dem Rasen haben.
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El Mala und Jóhannesson sorgen für die ersten Chancen
Aber auch mit zehn Angreifern hätten die Domstädter die Schalker Festung nicht überrennen können. Wie zu erwarten war der Beginn der Begegnung von Zweikämpfen und Ballverlusten geprägt. Bei den Offensivaktionen handelte es sich lediglich um Stückwerk. Passenderweise führte innerhalb der ersten Viertelstunde auf beiden Seiten beinahe ein Querschläger zur Führung. Aus dieser fußballerischen Magerkost befreiten sich zunächst die Kölner. Nach siebzehn Minuten testete El Mala von links in den Strafraum ziehend Loris Karius flach im langen Eck. Der ehemalige Liverpooler konnte die Kugel nur nach vorne abwehren, wo Bülter als erster an die Kugel kam und auf Jóhannesson querlegte. Der Isländer schob das Spielgerät ins verwaiste Schalker Tor, stand aber zuvor klar im Abseits, weswegen auch prompt die Fahne hochging. Der Mittelfeldspieler hatte nun aber scheinbar Lunte gerochen und zündete nur eine Minute später einen Strahl aus rund zwanzig Metern, der Karius abermals zur Flugeinlage veranlasste. Den Nachschuss setzte El Mala knapp am linken Torpfosten vorbei.
El Mala vergibt die Führung kurz vor der Pause
Anstatt diese Doppelchance jedoch als Initialzündung für weitere Offensivbemühungen zu nutzen, beschränkten sich beide Mannschaften in der Folge wieder aufs Mindeste. Kurz vor der Pause sorgte der Zusammenprall der Schalker Soufiane El-Faouzi und Robin Gosens für unschönen Szenen. Die beiden waren mit den Köpfen aneinander gerasselt, mussten minutenlang behandelt und schlussendlich gemeinsam ausgewechselt werden. Dieser unglückliche Unfall blieb bis tief in die Nachspielzeit das letzte Erwähnenswerte in einem äußerst zähen und umkämpften ersten Durchgang.
In Minute 45+7 war dann aber Timo Becker gedanklich bereits in der Halbzeit und schenkte den Ball dreißig Meter vor dem Kasten gegen Maina her. Der Flügelspieler marschierte schnellen Schrittes über den linken Flügel zur Grundlinie. Im Zentrum war El Mala eingelaufen, der am Fünfmeterraum auf den Querpass wartete. Dieser kam auch, allerdings legte Maina das Leder halbhoch quer, wodurch sein Mitspieler die Kugel nur noch mit dem Knie erwischte und über das Tor bugsierte. Somit ging die erste Halbzeit torlos zu Ende.
Viel Ballbesitz, kaum Gefahr: Der FC findet keine Lösungen
Entgegen aller Hoffnung gestaltete sich der Start in die zweite Hälfte noch viel ereignisloser als der Beginn der Partie. Der FC dominierte zwar den Ballbesitz und schnürte die Schalker tief um den eigenen Sechzehner herum ein, gelangte jedoch nicht in die wirklich gefährlichen Räume. So verstrichen zahlreiche Minuten der Bedeutungslosigkeit. Die erste größere Möglichkeit gehörte anschließend den Gästen. Aouchiche legte im Strafraum der Kölner clever mit der Hacke auf Dina Ebimbe ab, dessen flachen Abschluss Jahmai Simpson-Pusey gerade so noch mit einer beherzten Grätsche abwehren konnte.
Die Antwort der Geißböcke erfolgte eine Viertelstunde vor Schluss. Aus dem Mittelfeld chippte Jóhannesson das Leder gefühlvoll hinter die Schalker Kette auf Bülter. Der herauseilende Karius konnte den Querpass auf El Mala im Sechzehner verhindern, allerdings sprang der Ball vom Schlussmann an den Rand des Sechzehners vor die Füße von Luca Waldschmidt. Dieser zog mit dem ersten Kontakt ab, scheiterte jedoch an einem Verbund aus Karius und der Schalker Hintermannschaft, die sich kollektiv in den Schuss des Angreifers warfen.
Keiner will so richtig auf Sieg spielen
In der Schlussphase konnten und wollten beide Mannschaften nicht mehr so richtig, zumindest legte das die anhaltende Chancenarmut nahe. Auch die zahlreichen Wechsel auf Kölner Seite zeigten keine Wirkung mehr.
Am Ende trennten sich beide Teams mit einem torlosen Unentschieden. Die Kölner können sich durchaus vorwerfen lassen, dass sie den Schalkern immer wieder die Zeit gegeben haben, sich in einem sortierten Block zu formieren. Diesen dann bespielen zu müssen ist eine der undankbarsten Aufgaben der gesamten Liga, wovon auch die Bayern ein Lied singen können. Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Domstädtern jedoch nicht. Bereits am Dienstag wartet die nächste große Herausforderung auf die Elf von René Wagner. Im DFB-Pokal sind die Eisernen aus Berlin zu Gast, bevor am Sonntag dann die Begegnung beider Mannschaften in der Bundesliga folgt. Dann geht es für den FC allerdings nach Köpenick.
1. FC Köln: Schwäbe – Sosa, Lochoshvili, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Krauß, Johannesson – Bülter, Moore (66. Waldschmidt), Maina – El Mala; Tore: Fehlanzeige
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