Schwäbe verhindert Schlimmeres: Zehn gute Minuten zu wenig für schwache Kölner beim starken VfB

Enttäuschte Kölner, jubelnde Schwaben
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Schwäbe verhindert Schlimmeres: Zehn gute Minuten zu wenig für schwache Kölner beim starken VfB

Im dritten Pflichtspiel gab es für den FC die ersten Niederlage der Saison – und dazu eine hoch verdiente. Am Ende konnten sich die Geißböcke bei Keeper Marvin Schwäbe bedanken, dass es nicht höher ausfiel. Der 1. FC Köln unterliegt dem VfB Stuttgart 1:4.

Ganze zehn Minuten sah es so aus, als könnten die Kölner doch noch mal etwas ausrichten. Dem war nicht so. Der FC verliert gegen Stuttgart verdient 1:4. Für den FC traf Marius Bülter zum zwischenzeitlichen 1:3. Trotz der vier Gegentore war Marvin Schwäbe bester Kölner Mann.

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Mit bitteren Vorzeichen trat der 1. FC Köln die Reise ins Schwabenland an. Sowohl Said El Mala als auch Doppelpacker Thijs Dallinga blieben krankheitsbedingt in Köln. Nach dem traumhaften Saison-Auftakt des Duos dämpfte der Ausfall der beiden die aufgekeimte Euphorie bereits vor der Partie gegen den VfB Stuttgart. Dahingegen sorgte der lang ersehnte Transfer von Mikey Moore für eine Welle der Begeisterung. In die Startelf schaffte es der Brite in seinem Debüt allerdings ebenso wenig wie Borna Sosa, der in Stuttgart direkt an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte.

Stattdessen vertraute René Wagner dem Altbewerten und brachte eine Flügelzange bestehend aus Jan Thielmann und Linton Maina auf den Rasen. Gerade Letzterer überzeugte sowohl gegen Würzburg als auch gegen Hoffenheim als belebendes Element von der Bank und verdiente sich so seinen Platz in der ersten Elf. Ansonsten vertraute der Coach derselben Mannschaft wie noch gegen die TSG.

Stuttgarter Sturmlauf trifft auf Kölner Überforderung

Von der selbstbewussten Leistung der vergangenen Woche war vom Start weg jedoch überhaupt nichts zu sehen. Der VfB Stuttgart ergriff prompt das Heft des Handelns und presste von Beginn an hoch. Die Dominanz der Hoeneß-Elf zeigte Wirkung auf die Kölner, die in der Anfangsphase ein Chancenfeuerwerk ertragen mussten und bereits in der achten Spielminute gehörig Dusel hatten. Nachdem Gideon Mensah einen Ball nicht wirklich klären konnte, kam Bilal El Khannous am linken Sechzehnereck in Ballbesitz.

Am zweiten Pfosten winkte der sträflich allein gelassene Vagnoman, der auch prompt mit der Flanke bedient wurde. Drei Meter vor dem leeren Tor setzte der 25-Jährige die Kugel allerdings nur an die Unterkante der Latte, der Ball prallte vor der Linie auf. Nur wenige Minuten später erzitterte das Aluminium erneut, wiederum nach einer Flanke vom linken Flügel. Dzenan Pejcinovic zielte aus fünf Metern Torentfernung aber zu ungenau und köpfte das Leder an den Querbalken. In der 19. Minute hatte dann Führich über links enorm viel Rasen vor sich, steuerte die Grundlinie an und legte den Ball clever in den Rückraum zu Undav. Der Deutsche Nationalspieler traf die Kugel aber nur unsauber, Schwäbe konnte das Spielgerät aus dem rechten Eck fischen.

Der brilliante Bilal El Khannous

In der Folge beruhigte sich die Cannstatter Drangphase ein wenig. Es sollte jedoch nur die Ruhe vor dem Sturm sein. Dieser Sturm manifestierte sich in der 39. Spielminute in Form von Bilal El Khannous. Aus einer statischen Situation rund um den Kölner Sechzehner kam der Marokkaner an den Ball, vor sich zahlreiche Gegenspieler. Unbeeindruckt davon stapfte der Edeltechniker los, degradierte Thielmann und Krauß zu Slalom-Stangen, verpasste Lochoshvili filigran einen Beinschuss und ließ auch Schwäbe im Kasten keine Chance mehr. Trocken vollendete El Khannouss diesen Geniestreich mit einem strammen Abschluss in die linke Torecke zur 1:0 Führung für die Gastgeber.

Damit ging es anschließend in die Pause. Der 1. FC Köln konnte sich glücklich schätzen, dass der Rückstand nur ein Tor betrug.

Wirkungswechsel zur Pause beleben das Spiel

So konnte es nicht weitergehen, erkannte auch René Wagner. Folgerichtig tauschte der 38-Jährige zur Pause gleich doppelt, brachte Moore und Skhiri – und der FC wirkte wie ausgewechselt. Beide machten unmittelbar auf sich aufmerksam. Der Flügelflitzer setzte zu einem ersten Dribbling an und holte einen Eckball raus, in dessen Folge Skhiri per Kopf am blitzschnell reagierenden Fabian Bredlow scheiterte. In der 53. und der 56. Minute durfte sich Moore dann ebenfalls mit dem Stuttgarter Schlussmann messen, der aber beide Male der Sieger blieb.

Eine bekannte Fußball-Weisheit besagt jedoch: Wenn du sie vorne nicht machst, bekommst du sie hinten rein. Genau das passierte dem 1. FC Köln inmitten des euphorischen Sturmlaufs. Einen langen Stuttgarter Ball pflückte El Khannous in Perfektion aus der Luft und spielte einen wohl temperierten Steckpass in den Sechzehner auf den einlaufenden Mittelstädt. Von der Grundlinie aus legte der Linksverteidiger zurück auf den Elfmeterpunkt zu Prömel, der in der 60. Spielminute routiniert zum 2:0 vollendete. Der Treffer zeigte Wirkung und bremste die Drangphase des FC unmittelbar aus. Stattdessen machte der VfB nach einem fahrlässigen Schwäbe-Fehlpass beinahe den Deckel auf die Partie. Der Kapitän bügelte seinen Fehler aber selbst aus, indem er den Abschluss von Pejcinovic mit starker Fußabwehr entschärfte.

Traumtor von Vagnoman

Die endgültige Entscheidung besorgte dann Ermedin Demirovic in der 75. Spielminute Der Bosnier ließ Lochosvhili im Laufduell extrem alt aussehen und wuchtete das Leder staubtrocken zum 3:0 in die Maschen. Für den FC sollte es in Minute 81 dennoch zum Ehrentreffer reichen. Reigan Heskey schickte im Zuge eines Konters Mikey Moore, der im Strafraum auf Bülter querlegte. Schlussendlich drückte aber nicht der Kölner Angreifer den Ball über die Linie, sondern der klärungswillige Ramon Hendriks. Spannung kam deshalb allerdings keine mehr auf, wofür auch Vagnoman sorgte. In der 91. Minute packte der Rechtsverteidiger den Volley aus und setzte der Partie so furios die Krone auf.

In der Endbilanz musste sich der 1. FC Köln dem VfB Stuttgart verdient mit 4:1 geschlagen geben. Über weite Teile der Partie agierte die Wagner-Elf viel zu passiv. In der besten Phase nach dem Seitenwechsel vergaben Skhiri und Moore die Chancen auf den Ausgleich, woraufhin die Cannstatter gnadenlos zuschlugen. Auch der Anschlusstreffer konnte nicht mehr für Spannung sorgen, wofür auch das Traumtor von Vagnoman sorgte.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah, Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes – Krauß (90. Rondic), Okon-Engstler (46. Skhiri) – Johannesson – Maina (75. Heskey), Ache (75. Bülter), Thielmann (46. Moore); Tore: 1:0 El Khannouss (39.), 2:0 Prömel (60.), 3:0 Demirovic (75.), 3:1 Bülter (81.), 4:1 Vagnoman

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Thijs Dallinga löst sein Versprechen beim 1. FC Köln und René Wagner ein

Thijs Dallinga jubelt nach seinem Tor für den 1. FC Köln
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Thijs Dallinga löst sein Versprechen beim 1. FC Köln und René Wagner ein

Er kam, sah und traf. Neuzugang Thijs Dallinga tritt auf die Bundesliga-Bühne und dreht das Spiel für seinen neuen Arbeitgeber. In der Domstadt scheint der Niederländer seinen Torriecher wiedererlangt zu haben, sehr zur Freude des Anhangs, der wieder jubeln darf beim 1. FC Köln: Thijs Dallinga gelingt der perfekte Bundesliga-Start.

Mit seinem Doppelpack gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag sicherte Thijs Dallinga dem FC drei Punkte und avancierte gleichzeitig folgerichtig zum Matchwinner.

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Woran erkennt man einen Spieler, der in seiner neuen sportlichen Heimat angekommen ist? Vielleicht daran, dass er direkt nach Schlusspfiff den Sieg vor den Fans auf der Süd feiert und mit seinem Sohn auf dem Arm über den Platz schlendert? Oder daran, dass sein nomineller Konkurrent Ragnar Ache der erste Gratulant nach Spielende ist. Beides trifft auf Neuzugang Thijs Dallinga zu, der sich bei seinem neuen Klub sichtlich wohl fühlt. So wohl, dass er eben mal so seine Torflaute aus der Vorsaison ablegte und den angereisten Hoffenheimern mit einem Doppelpack die sicher geglaubten drei Punkte aus der Hand riss. Dabei stach vor allem die Eiseskälte des Torjägers heraus, die man in der Domstadt seit der Zeit eines gewissen Anthony Modeste nicht mehr bestaunen durfte. „Wir haben zwei Chancen bekommen. Zum Glück war ich kaltschnäuzig genug, um beide zu verwandeln. So einen Start wünscht du dir als Stürmer. Ich konnte dem Coach zeigen, dass ich bereit bin, Tore zu schießen“, sagte der Angreifer.

„Das kostet“

Mit der Verpflichtung des Niederländers scheint Thomas Kessler nach den Eindrücken des ersten Spieltags einen guten Fang gemacht zu haben. Dabei hebt der Sportdirektor vor allem die Möglichkeit hervor, Ragnar Ache ohne Qualitätsverlust auswechseln zu können: „Dann haben wir einen, der das Eins-zu-eins übernehmen kann. Er bringt dann eine Körperlichkeit mit, er hat die Qualität in der Box. Aber als Stürmer musst du die dann auch nutzen. Wir sind sehr froh, dass wir ihn verpflichten konnten.“

Da ist Kessler wahrlich nicht der Einzige beim FC, der sich über den neuen Knipser freut. „Thijs ist ein super Junge. Vom ersten Tag an hat er perfekt reingepasst“, fand auch Said El Mala. „Er kann einen Ball festmachen, aber in der Box ist er einfach eiskalt.“ Was der Doppelpack zu bedeuten hat, weiß Said El Mala selbstverständlich auch: „Das kostet!“ Manche Dinge ändern sich wohl nie, egal ob man nun Kreisliga oder Bundesliga spielt.


Wie bewertet ihr den FC gegen Hoffenheim?

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Said El Mala
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Jan Thielmann
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Ragnar Ache
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Ellyes Skhiri
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Thijs Dallinga
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Linton Maina
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Joel Schmied
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Marius Bülter
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Für mich und das Team ist es ein perfekter Start

Jedoch sind die Dallinga-Treffer nicht nur für die Mannschaftskasse wichtig. Gegen Hoffenheim brachten erst seine Treffer die Mannschaft auf die Siegerstraße, nachdem bereits alles auf einen Erfolg der eiskalten TSG hinzudeuten schien. Damit markiert der Erfolg bereits den zweiten Sieg nach einem Rückstand innerhalb dieser ersten Pflichtspielwoche. „Für mich und das Team ist es ein perfekter Start. Wir gewinnen in der vergangenen Woche zwei Spiele, nachdem wir in beiden zurücklagen. Das ist sehr positiv“, bilanzierte Dallinga die bisherige Ausbeute. „Thijs hat die Woche schon über gezeigt, dass er brandgefährlich ist, wenn er in die Box kommt und da hat er mir auch das Versprechen gegeben, wenn er da ankommt, dann wird er auch Tore machen“, verriet Wagner. „Das hat er dann auch eindrucksvoll bewiesen. Jetzt heißt es, dran zu bleiben. Das wird er aber auch run.“

Die Sehnsucht nach einem Knipser

Dabei befriedigte die Leistung des Mittelstürmers gegen Hoffenheim eine kollektive Kölner Sehnsucht. Seit Jahren, besser gesagt seit dem Abgang von Anthony Modeste in Richtung China, existierte in der Domstadt der dringliche Wunsch nach einem eiskalten Torjäger. Einem Torjäger, der mindestens zweistellig trifft. Obwohl Ragnar Ache viel für das Spiel der Mannschaft beiträgt und sich in jedem Duell aufackert, ist er bislang nicht dieser eine Stürmer – wohl auch verletzungsbedingt. Vielmehr wurde die Last des Toreschießens in den vergangenen Spielzeiten auf viele Schultern verteilt. Der Einstand des Strafraumräubers Dallinga weckte jedoch diese bereits vergessen geglaubte Sehnsucht und macht Lust auf mehr.

Lust auf mehr hat auch der Mann des Spiels, der seinen Auftritt vor dem heimischen Publikum sichtlich genießen konnte. „Ich habe viele gute Geschichten über die Kölner Fans gehört. Sie haben diese heute bewiesen und es ist schön, für sie zwei Tore geschossen und das Spiel gewonnen zu haben. Ich hatte Gänsehaut, als ich getroffen habe. Das hoffe ich, noch häufig zu erleben.“

Die Qual der Wahl

Fraglich ist nun, ob Dallinga für die Spielzeit von Ache zur Gefahr werden könnte. Beides sind Spieler mit einem Anspruch auf die Startelf, zudem sind sich beide spielerisch in einigen Punkten sehr ähnlich. Natürlich könnte man beide zusammen in einem Doppelsturm aufstellen, dies würde aber zu Lasten eines Mittelfeldspielers geschehen. Wie sich René Wagner auch entscheiden wird, irgendjemand wird immer auf der Bank Platz nehmen müssen. „Es ist doch schön, dass der Trainer die Qual der Wahl hat“, sagte Kessler, der nach dem ersten Spieltag mit Genugtuung auf seine Transfers blicken kann.

Wie hat der 1. FC Köln gegen Hoffenheim gespielt?

Der FC hat am Samstagnachmittag 3:2 gegen die TSG Hoffenheim gewonnen. Die Kölner Tore gingen auf das Konto von Said El Mala und dem Doppelpacker Thijs Dallinga. Die Kölner nehmen somit drei Punkte aus dem ersten Bundesliga-Duell der Saison mit.

Was sagt Dallinga zu seinen Toren?

„Für mich und das Team ist es ein perfekter Start. Wir gewinnen in der vergangenen Woche zwei Spiele, nachdem wir in beiden zurück lagen. Das ist sehr positiv.“

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

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Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison

Thijs Dallinga jubelt nach seinem Debüt-Treffer für den 1. FC Köln
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Doppelpacker Dallinga dreht das Spiel – der 1. FC Köln startet mit drei Punkten in die Saison

Dank eines Doppelpacks von Thijs Dallinga ist der FC mit einem Sieg in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Der 1. FC Köln gewinnt gegen die TSG Hoffenheim 3:2. Dabei liefen die Kölner gleich doppelt einem Rückstand hinterher.

Zweites Spiel, zweiter Sieg – nach dem glücklichen Pokal-Erfolg über die Würzburger Kickers haben die Geißböcke auch in der Liga den ersten Sieg eingefahren. Gegen hoch gehandelte Sinsheimer gewann der FC 3:2. Die Führung von Adam Daghim glich Said El Mala aus, das 1:2 durch Ozan Kabak drehte Thijs Dallinga mit einem Doppelpack.

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Schon kilometerweit vor dem Stadion konnte man die Vorfreude auf die neue Bundesliga-Saison förmlich greifen. Die Euphorie der heimischen Fans kannte trotz des fragwürdigen Auftritts gegen Würzburg keine Grenzen. Aus diesem leitete René Wagner einen entscheidenden Schluss ab: Johannesson muss offensiver spielen. Folgerichtig wurde der Isländer zu Beginn gegen Hoffenheim von einer Doppel-Sechs abgesichert, wodurch Paul Okon-Engstler durchaus überraschend in die Startelf rutschte. Der junge Australier übernahm damit den Platz von Marius Bülter in der ersten Elf. Ansonsten vertraute der Cheftrainer demselben Personal wie noch im Pokalspiel am Montag. Auf Seiten der TSG nahm Toptalent Nathan De Cat zunächst auf der Bank Platz.

Die Südkurve war von Beginn an buchstäblich heiß, schon vor Anpfiff waberte dichter roter Rauch durch die müngersdorfer Nachmittagsluft. Die daraus resultierende kurze Verzögerung des Anpfiffs irritierte die Männer in Weiß keineswegs. Die Mannschaft positionierte sich im Ballbesitz vom Start weg enorm hoch, sowohl Mensah als auch Castro-Montes lauerten sofort auf Höhe der letzten Hoffenheimer Kette. Gegen den Ball formierte sich der FC in einem kompakten 4-3-3.

Angezündete Kölner dominieren die Anfangsphase

Der Beginn der Partie war mit dem in Würzburg nicht zu vergleichen. Schnell wurden die Räume hinter der Sinsheimer Abwehr offenbart, so auch ein erstes Mal in der fünften Spielminute. Über das Bindeglied Ragnar Ache fand ein langer Ball den durchstartenden Said El Mala, dessen abgeblockter Abschluss die erste Chance der Partie markierte. Keine zwei Minuten später sorgte eine Kölner Ecke abermals für Gefahr, aus einem unübersichtlichen Gestocher im Sechzehner konnten sich die Gäste jedoch befreien. Diese taten sich in den Anfangsminuten sichtlich schwer, was auch an der konsequenten Zweikampfführung der Geißböcke lag. Zudem wirkten sie fast schon eingeschüchtert von der atemberaubenden Atmosphäre. In der elften Minute wagten sich die Kraichgauer in Folge eines Freistoßes dann aber doch mal nach vorne, Neuzugang Wimmer kam aus halbrechter Position im Strafraum relativ frei zum Abschluss. Zum Glück aus FC-Sicht bekam Ache seinen Kopf in die Schussbahn gehalten und klärte so für seinen Schlussmann.

Brutale Hoffenheimer Effizienz

Von nun an gestaltete sich die Partie ausgeglichener, die Chancendichte nahm erkennbar ab. Das Szenario erweckte den Anschein eines kollektiven Durchschnaufens nach einem intensiven Beginn. Aus dieser Phase erwachten die Hoffenheimer in der 27. Spielminute mit brutaler Effizienz. In Folge eines strittigen Freistoßes aus dem Halbfeld spielten sich die Gäste um den Kölner Sechzehner fest, an der rechten Strafraumkante kam Adam Daghim an die Kugel. Ohne viel Kraft aber mit der Präzision eines Chirurgen legte der Neuzugang das Leder punktgenau ins kurze Eck. Marvin Schwäbe streckte sich vergebens, das 0:1 konnte auch er nicht verhindern. Nach der Gäste-Führung plätscherte das Geschehen gemächlich vor sich hin, das Team von Christian Ilzer übernahm in dieser Phase die Kontrolle. Aus dem Nichts stellten die Hoffenheimer jedoch selbst urplötzlich ein Geschenk an die Gastgeber aus.

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Bewerte die Spieler nach dem Spiel
1 = sehr gut · 6 = ungenügend
Marvin Schwäbe
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Gideon Mensah
Ø –
Luka Lochoshvili
Ø –
Jahmai Simpson-Pusey
Ø –
Alessio Castro-Montes
Ø –
Tom Krauß
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Paul Okon-Engstler
Ø –
Isak Johannesson
Ø –
Said El Mala
Ø –
Jan Thielmann
Ø –
Ragnar Ache
Ø –
Ellyes Skhiri
Ø –
Thijs Dallinga
Ø –
Linton Maina
Ø –
Joel Schmied
Ø –
Marius Bülter
Ø –
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Ein katastrophaler Fehlpass in der eigenen Hälfte brachte Said El Mala in Aktion, der frei vor Baumann zum Abschluss kam. Da fehlte dem 19-Jährigen jedoch die Abgezocktheit, im erfahrenen Schlussmann fand er seinen Meister. Diese Großchance sollte die letzte des ersten Abschnitts gewesen sein, in welchem die Kölner nach energischem Beginn zusehends die Kontrolle abgaben und sich kaum noch vielversprechende Gelegenheiten erspielten. Es ist nun also an René Wagner, die Flamme für den zweiten Durchgang erneut zu entfachen.

Furioser Start, grandioser Schwäbe

Flammen brannten zunächst in der Kölner Südkurve, wie schon zu Beginn des Spiels wurden die 22 Akteure mit Rauchzeichen begrüßt. Das Personal blieb auf beiden Seiten zunächst unverändert. Und scheinbar übertrug sich die Flamme tatsächlich von den Fans auf den Rasen. In der 51. Spielminute ertönte das erste Trömmelche der neuen Saison. Seine starke Form untermauernd steckte Johannesson die Kugel im Mittelfeld auf Said El Mala durch, der auf einmal viele Meter Rasen vor sich hatte. Unvergleichglich drang der Youngster in den Sechzehner ein, bat die Hoffenheimer Innenverteidigung zum Tänzchen und versenkte trocken ins lange Eck.

Etwas zu motiviert agierte in der Folge des 1:1 Jahmai Simpson-Pusey. Ungestüm fällte er in der 56. Minute im eigenen Strafraum den Hoffenheimer Angreifer Conte, der sich mit dem Rücken zum Tor um den Engländer herumwand. Einen erneuten Stimmungsdämpfer wollte Kapitän Schwäbe aber auf keinen Fall hinnehmen. Obwohl Moerstedt den Strafstoß nicht schlecht platzierte, war der Keeper zur Stelle und hexte den Versuch aus der rechten Ecke. Zwei Minuten später bekam das sinsheimer Talent abermals die Chance, scheiterte jedoch wieder an dem zu Hochform auflaufenden Schwäbe. Auch Luka Lochoshvili zeigte im Anschluss seinen Wert für die Wagner-Elf. Der Georgier grätschte zunächst eine Großchance im letzten Moment ab (61.), bevor er auf der anderen Seite einen Eckball nur knapp am Kasten von Baumann vorbeiköpfte (64.).

Kölsches Comeback nach Rückstand

Den Einschlag zum 1:2 konnten die beiden wenig später aber doch nicht verhindern. Vorlagen-Spezialist Vladimir Coufal servierte einen Eckball in der 67. Spielminute präzise auf den Schädel von Ozan Kabak, der die Gäste-Führung wiederherstellte.

Doch auch davon ließen sich die Geißböcke nicht aus der Fassung bringen. Dabei war es ausgerechnet der eingewechselte Thijs Dallinga, der in Müngersdorf seinen verloren geglaubten Torriecher wiedererlangte. Im Stile eines Strafraumräubers befand sich der Niederländer in der 72. Minute zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wie schon im letzten Spiel wurde der ebenfalls eingewechselte Linton Maina mit einem Steckpass in die tiefe gefunden und glänzte mit einer punktgenauen Vorlage. Flach und scharf legte der Flügelflitzer das Leder auf den eingelaufenen Dallinga zurück, der trocken zum 2:2 einnetzte.

Von nun an schnupperten plötzlich wieder die Kölner an der Führung. Während Tom Krauß noch kläglich vergab, machte es Dallinga besser. Als hätte er nie ein Formtief durchgemacht, schweißte der Neuzugang das Leder aus 14 Metern aus einem wilden Durcheinander sowas von trocken in die Maschen und drehte die Partie in der 82. somit vollständig.

Köln am Freitag in Stuttgart

Bei den Kraichgauern war die Luft in der Folge raus, auch die Einwechselspieler brachten die TSG nicht mehr auf die Anzeigetafel. Somit beendet Florian Badstübner die Partie mit einem Spielstand von 3:2 für den 1. FC Köln. Ein furioser Heimerfolg des Teams von René Wagner, das vor allem aus der grandiosen Stimmung im heimischen Stadion viel Energie ziehen konnte und sich den Rückschlägen unbeeindruckt entgegenstellte. Einfacher wird es für den FC aber nicht, am kommenden Freitag ist man beim VFB Stuttgart zu Gast. Diese wollen das Debakel gegen den Rekordmeister schnellstmöglichst aus den Köpfen verbannen und auch in diesem Jahr wieder die Champions-League-Plätze angreifen.

1. FC Köln: Schwäbe – Mensah, Lochoshvili, Simpson-Pusey, Castro-Montes Schmied (90.+2) – Krauß (Bülter 90.), Okon- (Skhiri 66.) – El Mala (Maina 66.), Johannesson, Thielmann – Ache (Dallinga 66.); Tore: Daghim 0:1 (26.), El Mala 1:1 (51.), Kabak 1:2 (67.), Dallinga 2:2 (72.), 3:2 (82.)


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Den FC erwartet eine schwere Aufgabe, auch, weil es in Köln noch viele Fragezeichen gibt

René Wagner ließ eine Handvoll Nachwuchsspieler bei den Profis mittrainieren
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Den FC erwartet eine schwere Aufgabe, auch, weil es in Köln noch viele Fragezeichen gibt

Das Warten hat ein Ende, die Bundesliga ist zurück. Am Samstagnachmittag begrüßt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim im RheinEnergieSTADION. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen beider Teams nach den Pokalauftritten kaum sein. Nach dem blauen Auge gegen Würzburg könnte der FC nun ein blaues Wunder erleben. So will der 1. FC Köln das Duell gegen Hoffenheim angehen.

Die Vorfreude war groß, die Enttäuschung wohl noch größer. Mit Ach und Krach gelang den Kölnern die Wende im DFB-Pokalspiel gegen den Drittligisten aus Würzburg. Nach dem Spiel standen vor allem viele Fragezeichen, wie etwa die Frage nach einer konkreten Spielidee. Viel Zeit, um Antworten zu finden, blieb jedoch nicht, denn am Samstag wartet schon die nächste Herausforderung am Horizont – und die hat es gewaltig in sich.

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Fast schon mühelos, im sprichwörtlichen „Stile einer Spitzenmannschaft“, bewältigten die Sinsheimer ihre Pflichtaufgabe im Pokalspiel gegen den Regionalligisten Erzgebirge Aue mit 4:0. Dabei sollte man selbstverständlich nicht zu viel Gewichtung auf die Ergebnisse der ersten Pokalrunde legen. Unterm Strich haben der FC und die TSG dasselbe erreicht: Sie sind eine Runde weitergekommen. Doch auch die Hoffenheimer wurden innerhalb der Saisonvorbereitung bereits in die Schranken gewiesen.

Konstanz auf und neben dem Platz

Wer austeilen will, muss auch einstecken können – und eingesteckt haben die Sinsheimer. So zum Beispiel beim Doppeltest gegen die Tottenham Hotspur, wovon der erste mit 3:0 an die Nordlondoner ging. Ironischerweise könnte der Hauptverantwortliche für diese Niederlage schon bald mit dem Geißbock auf der Brust auflaufen. Mikey Moore schnürte gegen das Team von Christian Ilzer einen Doppelpack, die Chancen für eine Wiederholung dessen am Samstag sind allerdings aus zeitlichen Gründen dann doch sehr gering. Da kann die Ilzer-Elf nochmal durchschnaufen.

Diese hat im Vergleich zum FC ihre Transfers bereits frühzeitig eingetütet, wobei die Achse der Mannschaft nach der erfolgreichen letzten Saison zusammengehalten werden konnte. Konstanz findet man bei den Kraichgauern überdies nicht nur auf dem Platz. Obwohl man in der Saison 2024/25 nur um Haaresbreite den Relegationsplatz verfehlte, schenkte man Trainer Christian Ilzer weiterhin das Vertrauen. Besser hätten die Verantwortlichen kaum entscheiden können. Mit einem überragenden fünften Platz sprengte die TSG sämtliche Erwartungen und konnte sich zudem für die UEFA Europa League qualifizieren.

„Sie sind in ihrer Idee Fußball zu spielen nochmal einen Schritt weitergekommen“

René Wagner warnte auf der Pressekonferenz vor dem Duell ausdrücklich vor der Qualität der Hoffenheimer: „Es ist eine Mannschaft, die sich nach dem letzten Jahr gefestigt hat. Sie haben auf den Positionen, wo sie Verstärkung brauchten, nachgelegt, haben sich verjüngt und haben Geschwindigkeit und Dynamik im Kader.“ Diese hört vor allem auf den Namen Adam Daghim. Der 20-jährige Däne kam in diesem Sommer für 13 Millionen Euro aus Salzburg. Letzte Saison spielte der Angreifer leihweise für den VFL Wolfsburg, wo er mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 36 km/h geblitzt wurde.

Des Weiteren verstärkten sich die Sinsheimer mit heißbegehrten Talenten wie Nathan De Cat (17), Mats Rots (20) und Cajetan Lenz (20) sowie mit dem etablierten Bundesligaspieler Patrick Wimmer. „Sie sind in ihrer Idee Fußball zu spielen nochmal einen Schritt weitergekommen“, fand René Wagner. „Das hat man auch in den Vorbereitungsspielen gesehen, wo aber nicht alles funktioniert hat, auch da wurden Spiele verloren.“ Viel zu bedeuten hat das für den Trainer jedoch nicht: „Das gehört zu einer Vorbereitung dazu. Am Ende wird die Mannschaft aber viel Intensität, viel Tiefe und viel Leidenschaft, auch gegen den Ball, dabeihaben. Darauf haben wir uns eingestellt“, so Wagner weiter.

Aus FC-Sicht hat man sich hoffentlich besser eingestellt als auf die Partie gegen Würzburg. Mit einer derartigen Leistung wäre ein Erfolg gegen die TSG Hoffenheim undenkbar, zumal bei den Gästen lediglich die Ausfälle des rotgesperrten Tim Lemperle und des verletzten Andrej Kramaric ins Kontor schlagen. Ansonsten erwartet die Köllner am Samstag die geballte Power aus dem Kraichgau. Personell kann Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Timo Hübers und Sebastian Sebulonsen fehlen weiterhin und auch Luca Waldschmidt fällt mit muskulären Problemen aus.

Mögliche Aufstellung der TSG: Baumann – Coufal, Kabak, Hajdari, Rots – Avdullahu, Burger – De Cat, Wimmer – Hlozek, Daghim

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Schon wieder der Pokal-Held: Isak Johannesson rettet erneut den 1. FC Köln

Isak Johannesson jubelt mit dem 1. FC Köln
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Schon wieder der Pokal-Held: Isak Johannesson rettet erneut den 1. FC Köln

Lange Zeit tun sich die Kölner beim Drittligisten aus Würzburg extrem schwer. Dann nimmt einer das Zepter des Handelns in die Hand: Mit einem Doppelpack dreht der 23-jährige Isländer die Partie für das Team von René Wagner, das nochmal mit einem blauen Auge davongekommen ist. Es geht also weiter für den 1. FC Köln: Isak Johannesson wird erneut der Pokal-Held.

Man möchte fast sagen: Er hat es schon wieder getan. Durch die Tore von Isak Johannesson stehen die Kölner in der zweite Runde des DFB-Pokals und haben einen Sieg gegen Würzburg eingefahren.

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Aus Würzburg berichtet Elias Schnaubelt für come-on-fc.com

Einfach mal wieder souverän die erste Runde des DFB-Pokals überstehen, ein Traum für viele FC-Fans, der auch dieses Mal nicht in Erfüllung ging. Wie schon in den vergangenen Spielzeiten bekleckerten sich die Kölner zum Saisonauftakt nicht gerade mit Ruhm. Dabei lieferte vor allem die nicht erkennbare Spielidee Grund zur Sorge. Als die Würzburger Kickers zu allem Überfluss auch noch in Führung gingen und wenig Chancen zuließen, zeichnete sich die Katastrophe bereits am Horizont ab. Jedoch weigerte sich Isak Johannesson, dieses Schicksal zu akzeptieren. Im Stile eines Mittelstürmers besorgte der 23-Jährige den Ausgleich, bevor er das Spiel mit einem wunderschönen Schlenzer vollends zu Gunsten des FC drehte. Nicht, ohne zu zittern und mit einer Prise Aluminiumglück, überstanden die Geißböcke die nachfolgende Drangphase und schleppten sich erfolgreich bis zum Schlusspfiff.

Isak Johannesson wird erneut der Kölner Pokal-Held

Matchwinner Johannesson fand nach der Partie relativierende Worte: „Wir hatten eine gute erste Halbzeit, das Tor war ein bisschen unglücklich. Aber wir hatten gute Chancen. Wir sind sehr glücklich, dass wir in die nächste Runde gekommen sind.“ Dabei hätte der Abend ohne Johannesson ziemlich bitter für den 1. FC Köln enden können, denn auch bis zum Ausgleich bahnte sich ein Treffer nicht unbedingt an. Dass der Isländer aber immer für große Pokalmomente gut sein kann, stellte der Nationalspieler bereits in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis. In der ersten Runde des DFB-Pokals traf man vor einem Jahr auf den Angstgegner Jahn Regensburg. Viele hatten die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok nach einer überzeugenden Vorbereitung inklusive eines beeindruckenden 4:0-Erfolgs gegen Atalanta Bergamo hoch auf dem Zettel. Allerdings verlangte der Drittligist den Kölnern alles ab und führte bis spät in die Nachspielzeit mit 1:0.

In Minute 90+6 glich Eric Martel aus, bevor Johannesson in Minute 90+9 den erlösenden Siegtreffer erzielte. Damals wie heute manifestierte sich der Isländer als Retter in höchster Not, der liefern kann, wenn es darauf ankommt. Folgerichtig wurde er nach seinem Doppelpack gegen die Würzburger Kickers zum Man-of-the-match gekürt. Dabei könnte diese Auszeichnung den Mittelfeldspieler nun vor logistische Aufgaben stellen: „Die Trophäe kommt vielleicht in Island ins Wohnzimmer, genau weiß ich das noch nicht.“ Bestimmt wird der 23-Jährige einen schönen Platz dafür finden, im besten Fall kommen in dieser Saison noch weitere Trophäen dazu.


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Findet Isak Johannesson unter René Wagner seine Position?

Zu Beginn der vergangenen Spielzeit wechselte Johannesson als einer der besten Spieler der zweiten Liga von Fortuna Düsseldorf zum Nachbarn nach Köln. Für eine Ablöse von 5,5 Millionen Euro sicherten sich die Kölner die Dienste eines Spielers, der soeben elf Tore und sechs Vorlagen in der 2. Bundesliga aufgelegt hatte. Gerade durch den persönlich erfolgreichen Einstand gegen Regensburg erhoffte man sich beim FC einen vergleichbaren Output des Mittelfeldspielers. Unter Lukas Kwasniok konnte Johannesson allerdings nie sein volles Können unter Beweis stellen, am Ende standen lediglich sechs Torbeteiligungen in Liga und Pokal. Dabei stellt sich aber auch die Frage, ob der Isländer auf seiner bessten Position eingesetzt wurde. Während er bei Düsseldorf noch häufig als offensiver Achter, manchmal sogar als Zehner, auflaufen durfte, spielte er beim FC häufig einen Part auf der Doppel-Sechs. Dabei ging viel seines offensiven Potenzials verloren, während gleichzeitig seine Schwachpunkte im Defensivspiel sichtbar wurden.

Im 4-2-3-1-System von René Wagner existiert nun die Rolle des Spielers hinter den Spitzen. Da man mit Ellyes Skhiri kürzlich einen weiteren Sechser verpflichtete, könnte sich eine offensivere Positionierung von Jóhannesson als interessantes Gedankenspiel entpuppen. Mehr Freiheiten nach vorne und weniger Aufgaben in der Defensive könnten den Mittelfeldmann maximieren. Dann könnten die FC-Fans schon bald den Spieler bestaunen, der einst die 2. Bundesliga mit seinem Spielwitz verzaubert hat.

Hat Isak Johannesson schon mal für den FC im Pokal getroffen?

In der vergangenen Saison traf der Isländer gegen Regensburg in der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand aus Kölner Sicht. Und rettete den FC nach schwacher Leistung.

Auf welcher Position könnte Johannesson unter Wagner spielen?

Der Isländer ist zentraler Mittelfeldspieler. Dabei allerdings eher offensiv ausgerichtet. Die direkte Konkurrenz ist Paul Okon-Engstler. Auf der defensiven Sechs sind beim FC aktuell Ellyes Skhiri und Tom Krauß vorgesehen. Es soll noch ein weiterer kreativer Spieler unter Vertrag genommen werden.

Wie geht es für den 1. FC Köln jetzt weiter im Pokal?

Auch in der 2. Runde gibt es wieder zwei Töpfe. Im ersten die Teams der 1. und 2. Bundesliga, die „Amateure“ im zweiten. Allerdings hat sich das Gleichgewicht verschoben. Es werden wieder Mannschaften aus Topf2 gegen Mannschaften aus Topf1 gezogen. Sollte der Amateur-Topf „leer“ sein, wird es also auch zu Begegnungen zwischen Teams aus den ersten beiden Ligen kommen.

Wann ist die Auslosung der 2. Runde im Pokal?

Da Bayern München und Borussia Dortmund am Wochenende den Supercup ausgetragen haben, fehlen noch zwei Pokal-Begegnungen der ersten Runde. Die werden Anfang September nachgeholt. Daher wird die Auslosung erst am 5. September im Rahmen der Sportschau stattfinden.

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Doppelpacker Johannesson führt den FC in die 2. Runde

Isak Johannesson vom 1. FC Köln
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Doppelpacker Johannesson führt den FC in die 2. Runde

Dass die Aufgabe schwer werden würde, hatte René Wagner schon geahnt. Dass die Kölner so zittern mussten, war aber wohl nicht geplant. Der 1. FC Köln gewinnt 2:1 in Würzburg. Und das Dank des Doppeltorschützen Isak Johannesson.

Mit einem starken Isak Johannesson und einer gehörigen Portion Glück haben sich die Geißböcke in die 2. Runde des DFB-Pokals gezittert. Der FC setzte sich in Würzburg knapp durch. Der Gastgeber war sogar durch David Abrangau in Führung gegangen, nach dem Wechsel drehte Isak Johannesson die Partie. In der letzten Minute trafen die Kickers den Pfosten.

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Rotation ist nicht mehr, die Experimente sind vorbei. Dass die Saison nun so richtig losgehen sollte, verriet bereits der Blick auf die Startelf von René Wagner. Mit einer nominellen A-Elf und höchstens mit der Überraschung, dass Marius Bülter begann, startete der FC in die erste Runde des DFB-Pokals gegen die Würzburger Kickers. Nur eine Nummer suchten die Fans vergeblich: Die 13. Die ist zwar fort, Said El Mala jedoch nicht. Der Vertragsverlängerer lief heute erstmals mit der glorreichen 10 auf dem Rücken auf, persönlich abgesegnet von Prinz Poldi. Auf Seiten der Kickers überraschte vor allem der Bankplatz vom formstarken Ivan Franjic, der noch am vergangenen Drittliga-Spieltag doppelt traf.

Die Partie startete verhalten, wurde aber aus dem Nichts von Ragnar Ache aufgeweckt. Dieser schädelte in der achten Spielminute eine Ecke von Alessio Castro-Montes präzise ins linke untere Eck, hatte die Rechnung jedoch ohne Kickers-Keeper Rajkovacic gemacht, der den Versuch gerade so um den Pfosten lenken konnte. Eine Minute später musste er abermals parieren, diesmal einen abgefälschten Versuch von Said El Mala, der beinahe als Bogenlampe im Netz gelandet wäre.

Ping-Pong-Tor zur Würzburger Führung

Ein Querschläger landete in der Folge jedoch im anderen Tor. In der 18. Spielminute, in Folge eines Freistoßes, flankte Tim Kraus den Ball mit viel Effet in den Kölner Strafraum. Unter diesem seegelte Simpson-Pusey hindurch, das Leder prallte gegen den Oberkörper von David Abrangau und fand gegen die Laufrichtung von Marvin Schwäbe seinen Weg in die Maschen. Die Führung für die Gastgeber, die nicht unverdient daherkam.


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Isak Johannesson
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Marius Bülter
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Jan Thielmann
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Said El Mala
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Ragnar Ache
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Ellyes Skhiri ab 75′
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Thijs Dallinga ab 75′
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Linton Maina ab 75′
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Joel Schmied ab 82′
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Okon-Engstler ab 89′
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Zähe Kost bis zur Pause

In der 22. Spielminute äußerten dann die mitgereisten FC-Fans ihren Unmut, jedoch nicht über die Leistung ihrer Mannschaft, sondern gegen den DFB. Tennisbälle wurden auf den Rasen geworfen, zudem erschien ein Banner gegen die Ansetzung von Montagsspielen. Die daraus resultierende kurze Unterbrechung konnte das Team von René Wagner allerdings nicht nutzen, denn das Spiel lief genauso weiter. Auch Said El Mala erwischte keinen glücklichen Arbeitstag. Der Linksaußen verlor vermehrt Eins-gegen-Eins Duelle und auch seinen Abschlüssen fehlte der letzte Punch. Die Würzburger Kickers verteidigten indes leidenschaftlich um den eigenen Strafraum herum, warfen sich voller Überzeugung in jeden Zweikampf. Offensivaktionen blieben aber auch bei den Gastgebern Mangelware, weshalb bis zum Pausenpfiff kaum etwas Erwähnenswertes mehr passierte. Unter dem Strich ein erschreckend schwacher erster Durchgang vom FC, René Wagner blieben 15 Minuten, um die Mannschaft zur zweiten Halbzeit wachzurütteln.

Treffer aus dem Nichts belebt das Kölner Spiel

Diese begannen beide Cheftrainer zunächst ohne personelle Wechsel, was auf Kölner Seite durchaus überraschte. Auch schien René Wagner nicht die passenden Worte gefunden zu haben, denn am Spiel der Kölner änderte sich zunächst nichts. Generell war kein Matchplan zu erkennen, oft wurde einfach nur der lange Ball in Richtung Ache gewählt. Spielerische Elemente blieben vollends aus. So benötigten die Gäste folgerichtigig eine Zufallsaktion, um zurück ins Spiel zu kommen. In der 62. Spielminute passierte genau das. Der FC gewann einen Einwurf im letzten Würzburger Drittel, welcher schnell eingeworfen wurde. Zunächst verpasste Ache die Hereingabe von Bülter, doch Jóhannesson war zur Stelle und stolperte den Ball zum 1:1 ins lange Eck.

In der Folge war plötzlich Leben im Kölner Spiel. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich zappelte der Ball erneut im Netz, allerdings stand Jóhannesson im Abseits, wodurch ihm der Doppelpack verwehrt blieb. Ragnar Ache zündete in Minute 71 einen satten Flachschuss, wurde jedoch abermals von Rajkovacic im Tor der Kickers aufgehalten. Es dauerte bis zur 74. Spielminute, bis René Wagner erstmals das Personal auf dem Rasen tauschte. Neben den Neuzugängen Ellyes Skhiri und Thijs Dallinga kam auch Linton Maina in die Partie. Letzterer sollte dem Spiel direkt seinen Stempel aufdrücken. Aus einer Belagerungsphase rund um den Würzburger Sechzehner fand der Routinier von der rechten Außenbahn mit einem cleveren Schnittstellenpass den eingelaufenen Jóhannesson.

Pfosten rettet den FC

Noch einmal ließ er sich nicht bitten. Aus 14 Metern halbrechs drehte der Isländer sich mit dem ersten Kontakt in Richtung Tor auf und nahm Maß. Zwischen Ball und Pfosten hätte in dieser 77. Minute kein Blatt Papier mehr gepasst. Der präzise Abschluss aufs lange Eck klatschte an den Innenpfosten und sprang von dort zum 2:1 über die Linie.

In der Schlussphase mussten die Kickers alles riskieren, was in Kontersituationen für den FC mündete. Die beste davon beförderte jedoch Dallinga in der 88. Minute über den Querbalken. Nach einem aufopferungsvollen Spiel fehlten den Würzburgern zum Ende das letzte Glück. Einen Freistoß aus gut 22 Metern entschärfte Schwäbe, doch eine dicke Chance gab es noch. In der dritten Minute der Nachspielzeit segelte nochmals eine Flanke in den Kölner Sechzehner, am langen Eck kam ein Würzburger zum Abschluss. Das Stadion hielt den Atem an, doch der Abschluss knallte nur ans Aluminium.

Das sollte die letzte Aktion gewesen sein. Ein erlösender Schlusspfiff beendete die Zitterpartie des 1. FC Köln. Kein überzeugender Auftritt, doch am Ende steht der Einzug in die nächste Pokalrunde. Bis zum Saisonstart am kommenden Wochenende steht René Wagner noch vor einigigen Aufgaben.

1.FC Köln: Schwäbe – Mensah (75. Skhiri), Simpson-Pusey, Lochoshvili (82. Schmied), Castro-Montes, Johannesson, Krauß – El Mala, Bülter, Thielmann (75. Dallinga) – Ache (75. Maina); Tore: 1:0 Abrangau (18.), Johannesson 1:1, 2:1 (62., 77.); Karten: Ache (1)


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Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Das Warten nimmt kein Ende – Doch die Zeit läuft dem 1. FC Köln davon

Das Transfergeschäft ist ein kompliziertes und selten verläuft alles genau nach Plan. Dennoch sorgt das Ausbleiben von Neuzugängen auf vakanten Positionen für einen erhöhten Puls beim Kölner Anhang. Doch liegt das an Versäumnissen seitens der Vereinsführung oder steckt dahinter vielleicht doch eine Strategie mit einer Prise Opportunismus? Der 1. FC Köln und das Warten auf Transfers.

Die Zeit tickt unaufhörlich weiter und beim FC scheint man sich im Kreis zu drehen. Vor einigen Wochen wurde der Name Ellyes Skhiri das erste Mal heiß diskutiert, dann kühlte das Interesse wieder ab. Zahlreiche andere Namen kursierten in der Folge in der Gerüchteküche, lange Zeit ging es um Mexiko-Kapitän Edson Álvarez oder um Unions Mittelfeldmotor Rani Khedira. Letzterer wird nun jedoch seinen Vertrag bei den Eisernen erfüllen, der Mexikaner soll nach Sociedad wechseln, Eric Smith ist nun neu im Gespräch, aber nicht so richtig heiß. Die wahrscheinlichste Option scheint erneut Ellyes Skhiri zu sein. Wieso machte man diesen Deal also nicht bereits vor Wochen fix?

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Jeder seriös arbeitende Verein hat stets mehr als einen Plan parat. Sicherlich würde niemand auf Entscheidungsebene eingestehen, dass man einen Plan B oder gar Plan C verpflichtet hat. Dennoch geschieht dies häufig und ist auch nur allzu verständlich. Der FC hatte gehofft, einen größeren Fisch an Land zu ziehen, hat sich gleichzeitig auch die Option Skhiri warmgehalten. Sollte die Rückkehr des Tunesiers in die Domstadt gelingen, wäre man unter dem Strich wohl zufrieden. Zu lange sollte man sich allerdings auch nicht Zeit lassen, denn selbstverständlich möchte auch ein Spieler lieber früher als später Gewissheit über seine sportliche Zukunft haben.

Die Verkettung der einzelnen Transfers

Dabei spielt natürlich auch immer die Frage nach dem Budget eine entscheidende Rolle. Lange deutete vieles darauf hin, dass ein Abgang von Said El Mala zu Borussia Dortmund eine enorme Summe freimachen würde. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte dies wiederum viele weitere Transfers in Gang gesetzt. Oftmals muss im Transfergeschäft erst eine Sache passieren, damit eine andere folgen kann. Eine weitere Möglichkeit wären Vorgriffe auf prognostizierte Abgänge, um nicht unvermittelt mit einer klaffenden Lücke im Kader dazustehen. So könnte beispielsweise Reigan Heskey als mittelfristiger Vorgriff auf einen El Mala-Abgang verpflichtet worden zu sein, der findet sich aktuell aber erst einmal in einem mehr als anspruchsvollen Konkurrenzkampf um Spielzeit wieder. Kein Wunder, der Spieler ist 18. Offenbar bergen auch Vorgriffe immer eine gewisse Gefahr.

Je näher das Ende des Transferfensters rückt, desto mehr kann man mit seinem bestehenden Kader planen – sollte man meinen. Ein Trugschluss allerdings, der oftmals die kleineren Fische im großen Teich des Transfermarktes wie ein Schlag trifft. Nun ist es nämlich nicht so, dass der Deadline Day vor Saisonbeginn stattfindet. Vielmehr beginnt die Saison in den großen europäischen Ligen bereits, während das Transferfenster noch geöffnet ist. Das hat zur Folge, dass Klubs nach ein bis zwei Spieltagen Defizite in ihrem Kader ausmachen und dann nochmal auf große Shoppingtour gehen. Wer kann also ausschließen, dass kurz vor Ende der Transferperiode ein englischer Verein eine abstruse Summe für Said El Mala auf den Tisch legt, bei der die Kölner nicht ablehnen können? Falls nicht vorher schon RB Leipzig zuschlägt.

Der Deadline-Day: Nicht des Kölners liebster Tag

So oder so ist das Ende einer Transferphase für jeden Verein die Chance, sich opportunistisch zu zeigen und günstige Marktgelegenheiten wahrzunehmen. Historisch gesehen ist der 1. FC Köln allerdings kein Verein, der gerne bis kurz vor spät auf Gelegenheiten lauert und dann erfolgreich auf dem Markt agiert. Das jüngste Beispiel dafür ist die Leihe von Felipe Chávez im vergangenen Wintertransferfenster. Das damals 18-jährige Talent wechselte von den Bayern in die Domstadt, um dort auf Spielpraxis zu kommen. Leider verlief die Leihe nicht wie geplant, der junge Peruaner kam lediglich auf sieben Kurzeinsätze in der Rückrunde. Nikola Soldo, Imad Rondic – es gibt bekanntlich noch mehr Last-Minute-Beispiele.

Die kurioseste Kölner Anekdote zum Deadline-Day gab es bekanntlich 2011. Damals sollte ein gewisser Eric Maxim Choupo-Moting per Leihe vom Hamburger SV nach Köln wechseln. Richtig, der Spieler, der in der Folge für Paris Saint-Germain sowie den FC Bayern München auflief und zahlreiche Titel gewinnen konnte. Als alle Seiten sich bereits auf den Transfer geeinigt hatten, machte die Technik dem Transfer einen Strich durch die Rechnung. Auf den letzten Drücker, um 17:49 Uhr, schickte der Vater und Berater Choupo-Motings den unterschriebenen Vertrag per Fax nach Köln. Die erste Seite kam auch an, die entscheidende zweite Seite mit der Unterschrift jedoch nicht. Diese lies sich bis nach 18 Uhr Zeit. Obwohl man sich auf Kölner Seite beeilte und das Dokument schleunigst an die DFL weiterschickte, kam der Vertrag erst um 18:13 Uhr dort an. Die Deadline war um 18 Uhr. Der Transfer platzte bekanntlich.

Am Fax Gerät sollte es in der heutigen Zeit hoffentlich nicht mehr scheitern. Dennoch wären die Kardiologen so mancher FC-Fans sicherlich erfreut darüber, wenn frühzeitig alle wichtigen Baustellen geschlossen wären.


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Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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Zwischen klimpernden Kassen und weniger Konstanz – Der 1. FC Köln erlebt das Dilemma der Transformation zum Entwicklungsclub

Thomas Kessler beim Vorbereitungsauftakt am Montag
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Zwischen klimpernden Kassen und weniger Konstanz – Der 1. FC Köln erlebt das Dilemma der Transformation zum Entwicklungsclub

Der Kader des FC ist auch in dieser Saison wieder gespickt mit jungen und talentierten Spielern. Ein Versprechen in die Zukunft, könnte man vermuten. Allerdings machen genau diese Spieler oft bereits nach kurzer Zeit wieder den Abflug, spülen damit aber auch dringend benötigtes Geld in die Kölner Kassen: Der 1. FC Köln erlebt die Vor- und Nachteile eines Entwicklungsclub.

Mit Jakub Kaminski gab es diesen Sommer schon einen lukrativen Verkauf für den 1. FC Köln, mit Said El Mala bahnt sich ein weiterer an. Das bringt eine Menge Geld, aber auch Nachteile mit sich.

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Ein jeder Verein befindet sich in einem konstanten Zwiespalt. Zum einen liegt der Fokus auf dem maximalen sportlichen Erfolg im Hier und Jetzt. Zum anderen tickt die Zeit als unaufhaltsame Kraft, niemand kann sich ihr widersetzen. Auch die besten Spieler werden alt und junge Talente müssen frühzeitig integriert werden. Es ist kein Novum, dass ein Verein diesen stetigen Umbruch zu lange aufschiebt. Nur um dann plötzlich mit einem Kader voller Teilzeit-Senioren konfrontiert zu sein.

Millionen durch Verkäufe

Der 1. FC Köln hat aus der Not eine Tugend gemacht. Aufgrund der Transfersperre und des Abstiegs 2023/24 wurde man mehr oder weniger zu seinem Glück gezwungen. Junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bildeten eine wichtige Achse im Zweitligakader. Die Rechnung ging vollends auf. Allen voran begeisterten Damion Downs und Tim Lemperle als gut harmonierendes Sturmduo, in der Defensive präsentierte sich zudem Julian Pauli. Nach dem Aufstieg folgte, was unweigerlich kommen musste: Southampton legte acht Millionen Euro auf den Tisch und verpflichtete Damion Downs. Sein kongenialer Partner Tim Lemperle schloss sich ablösefrei der TSG Hoffenheim an. Und zusätzlich wurde Max Finkgräfe ein roter Bulle. Jonas Urbig wechselte für nahezu zehn Millionen zu den Bayern. Schmerzliche Verluste auf der einen Seite, allerdings konnte man in kurzer Zeit Spieler weiterentwickeln und teilweise zu Geld machen – und der FC fand augenscheinlich Gefallen daran.

In diesem Sommer überragt der 17 Millionen Euro schwere Abgang von Jakub Kaminski. Das stellt nach nur einer Saison des Polens in Weiß und Rot einen beeindruckenden return on investment dar. Zudem will RB laut Medienberichten bis zu 60 Millionen Euro für Said El Mala offerieren (inklusive Boni), der somit nach ebenfalls nur einer Saison beim FC zum Rekordabgang avancieren würde. Das Investment in die Entwicklung von Spielern zahlt sich bislang vollends aus.

„Wir wollen mit dem FC eine Nische besetzen“

Der aktuelle Kader strotzt abermals vor talentierten Spielern. In jeder Achse der Mannschaft finden sich Akteure, bei denen nur noch auf den nächsten großen Schritt gewartet wird – Und somit auf den nächsten großen Transfer. Dabei scheint es, als entwickle sich der FC Stück für Stück zum Ausbildungsverein, den sich ein Christian Keller einst gewünscht hat. Welche Vorteile das mit sich bringt, ist schnell erfasst. Zum einen ist da die Chance auf exorbitante Ablösesummen, die jeder Verein gerne in seinen Finanzbüchern liest. Durch cleveres Agieren auf dem Markt können diese innerhalb eines kurzen Zeitraums generiert werden, was das Spekulieren auf junge Spieler umso attraktiver macht.

Zum anderen profiliert sich der 1. FC Köln mit jedem weiteren Talent auch immer mehr als interessante Adresse für eben diese Spieler. Transfers haben immer auch eine Signalwirkung inne. Realistischerweise gibt es für den FC bei dieser Riege an Spielern auch nur einen sehr begrenzten Zeitraum, in welchem man die Chance auf eine Verpflichtung hat. „Wir wollen mit dem FC eine Nische besetzen, da wir bei der Verpflichtung von Spielern in Konkurrenz zu allen anderen Clubs stehen“, erklärte Tim Steidten, Direktor Recruiting und Kaderplanung, die Transferaktivitäten. Um dieser Konkurrenz aus dem Weg zu gehen, muss man sehr früh dran sein, ansonsten sind die Talente bereits zu umworben und nicht mehr bezahlbar. Je jünger ein Spieler ist und je weniger er bisher auf der großen Bühne zeigen konnte, desto größer ist selbstverständlich aber auch das Risiko.

Die Frage nach der Identität

Als Fan ist es unbestritten auch schön, junge und aufregende Spieler im eigenen Stadion auflaufen zu sehen. In einer Art hoffnungsvollen Naivität malt man sich häufig aus, dass das umworbene Talent ja vielleicht doch noch einige Jahre beim Verein bleibt. Hier und da gibt es mal so Spieler wie einen Jonas Hector, doch das ist die Ausnahme. Bei der Verpflichtung eines Neuzugangs hört man häufig die Floskel des „perfekten nächsten Schritts“, doch nie sagt jemand: „Ich bin am Ziel angekommen. Hier will ich für viele Jahre bleiben.“ Durch die ständigen Umbrüche im Kader stellt sich auch die Frage nach der Identität. Möchte man ein Verein sein, in dem alle zwei Jahre die Hälfte des Kaders ausgetauscht wird. Oder blicken nicht viele Vereine heimlich etwas neidisch auf den SC Freiburg, wo die Konstanz im und um das Team das Wichtigste ist. Zumal der sportliche Erfolg den Breisgauern Recht gibt. Und was passiert eigentlich, wenn die nachrückende Riege an Talenten nicht die Qualität ihrer Vorgänger besitzt, gleichzeitig aber auch ein stabiles Gerüst an Routiniers fehlt?

Viele Vereine haben den Weg des Ausbildungsvereins bereits bestritten. Fakt ist aber auch: Die meisten wollen irgendwann wieder davon wegkommen. Der Wunsch nach Konstanz kehrt ab einem gewissen Punkt immer wieder ein. Nichtsdestotrotz kann es im Moment der richtige Weg für den 1. FC Köln sein, wobei man die Wichtigkeit eines funktionierenden Gerüsts an Spielern nicht außer Acht lassen sollte. Wer hoch bauen möchte, der benötigt ein stabiles Fundament, damit das Konstrukt nicht zusammenbricht.

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>> Darum können die Kaminski-Millionen nicht voll ausgegeben werden


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Jetzt oder nie – Der verzwickte Poker um Mikey Moore beim 1. FC Köln

Mikey Moore soll auf der Liste der Kölner stehen
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Jetzt oder nie – Der verzwickte Poker um Mikey Moore beim 1. FC Köln

Kommt er oder kommt er nicht? Der Name Mikey Moore ist eine der Konstanten des Kölner Transfersommers. Doch Stand jetzt ist der 19-Jährige nach wie vor Spieler von Tottenham Hotspur. Viel Zeit bleibt nicht mehr und zunächst muss noch ein anderer Spieler den Stein ins Rollen bringen für den 1. FC Köln: Der verzwickte Transfer-Poker um Mikey Moore. Der FC droht, eine einmalige Chance zu verpassen.

Wer wissen möchte, wie verwoben jeder einzelne Spielertransfer mit dem weltweiten Geschehen auf dem Transfermarkt ist, der fragt am besten beim griechischen Traditionsverein PAOK Saloniki nach. Auch der FC hat eine Teilschuld daran, dass die griechischen Fans ihren Shootingstar Giannis Konstantelias an den BVB verloren haben. Wäre Said El Mala zu Schwarzgelb gewechselt, wäre dieser Transfer diesen Sommer wohl nicht passiert. Aber so kommt es eben manchmal: Der erste Dominostein gerät ins Wanken und plötzlich fallen zahllos weitere. Im Moment befindet sich der 1. FC Köln in lauernder Wartestellung, wartend darauf, dass der nächste Stein fällt. Doch so langsam wird die Zeit knapp.

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Am Samstag bestreiten die Tottenham Hotspur ihren Saisonauftakt gegen Brentford. Während die Londoner ordentlich Tiefe auf den Defensivpositionen geschaffen haben, bleibt ein klar kommuniziertes Transferziel bis heute bestehen. Die Lilywhites liebäugeln stark mit einer Verpflichtung des Brasilianers Savinho von Manchester City. Obwohl sich Spieler und Verein schon länger einig sein sollen, hakt der Transfer noch. Ein weiterer Name, der in Verbindung mit den Spurs fiel, ist Cody Gakpo vom FC Liverpool. Dabei wird eines deutlich: Tottenham will einen Statement-Transfer auf dem Flügel tätigen. Dass dieser aber auch tatsächlich gelingt, ist alles andere als sicher. Ein Neuzugang müsste bis Freitag registriert werden, um gegen Brentford auflaufen zu dürfen. Sollte das nicht gelingen, stehen die Chancen widerum gut für Mikey Moore. Trainer Roberto de Zerbi will Moore nicht abgeben, solange keine Alternative verpflichtet wurde. Kein Savinho für Tottenham bedeutet auch: Kein Moore für Köln.

Moore wittert seine Chance

Dabei ist der 19-Jährige für die Nordlondoner keine Notlösung. Seine Qualitäten stellte der Flügelspieler erst kürzlich beim Testspiel gegen die TSG Hoffenheim unter Beweis, als ihm zwei Tore gelangen. Überdies ein Beweis für die Positionsflexibilität des Youngsters, denn dort lief er auf dem rechten Flügel auf, während er sonst bevorzugt über die linke Seite attackiert. Von besagtem linkem Flügel zerlegte der Rechtsfuß in der Vorsaison bereits die ein oder andere Abwehrkette. Auf Leihbasis spielte Moore für den 55-maligen schottischen Meister, die Glasgow-Rangers. Aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen erhielt er den „PFA Scotland Men’s Young Player of the Year Award“, wurde zum besten jungen Spieler der Saison gekürt.

Mikey Moore ist ein Talent der obersten Riege. In der Saisonvorbereitung bei den Spurs überzeugte er auf ganzer Linie und darf sich daher realistische Chancen auf Einsatzzeiten in der kommenden Saison machen. Die Verpflichtung eines Statement-Transfers würde diese erheblich einschränken, womit er beim FC deutlich mehr Gelegenheit bekommen könnte, sich zu präsentieren. Es ist von einer einjährigen Leihe ohne Kaufoption die Rede. Klassischerweise ein eher unattraktives Modell für den aufnehmenden Klub, da kaum eine Chance auf einen Verbleib über diese eine Saison hinaus besteht. Warum es sich dennoch als gewinnbringend herausstellen könnte, beweist ein Blick in den Norden Deutschlands.

Wird Moore der kölsche Vuskovic?

Es ist nicht lange her, da begeisterte ein Teenager die Fans in ganz Deutschland. Luka Vuskovic marschierte kurz vor Saisonbeginn in die Mannschaft des HSV und spielte mit der Autorität eines Spielers, dem nichts und niemand etwas anhaben kann. Ob der Junge bereit für den Profifußball in einer Top-Fünf-Liga war, fragt man wohl besser all die Routiniers, die am kroatischen Felsen abgeprallt sind. Binnen einer Saison wurde Vuskovic Publikumsliebling, Leader und unverzichtbarer Leistungsträger. Ob die Rothosen auch ohne den Kroaten die Klasse gehalten hätten? Fraglich. Schnell wurde auch allen klar: Der ist zu gut für den HSV. Eine feste Verpflichtung war faktisch unmöglich. In diesem Sommer erfolgte der Wechsel für 60 Millionen nach Brighton.

Mikey Moore könnte sich als ebenso erfolgreiche Verpflichtung für die Kölner herausstellen. Die TSG Hoffenheim, eine der besten Mannschaften der vergangenen Bundesliga-Saison und Auftaktgegner der neuen Saison, durfte bereits eine Geschmacksprobe des U19-Nationalspielers kosten. Im Team von René Wagner wäre Moore neben El Mala der nächste Unterschiedsspieler. Einer, der den Verlauf der Saison maßgeblich mitbestimmen könnte. Und jemand, der sich als Anekdote in die Liste der großartigen Spieler in der Geschichte des 1. FC Köln eintragen könnte, so wie auch Vuskovic beim Hamburger SV.

Trotz der unübersehbaren Differenzen der Spielerprofile, liegen die Parallelen zwischen Vuskovic und Moore auf der Hand. Beide sind oder waren Spieler der Tottenham Hotspur. Beide sind absolute Ausnahmetalente. Und beide sind definitiv für mehr bestimmt. Für den HSV gab es nur dieses eine Zeitfenster, einen Spieler dieses Kalibers verpflichten zu können. Sollte Moore nicht diesen Sommer zum FC wechseln, sondern sich anderswo beweisen dürfen, so gilt genau dasselbe. Nach dieser Saison dürfte der Spieler zu groß für den 1. FC Köln sein. Es heißt ganz klar: Jetzt oder nie.


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Harter Arbeiter und „Strafraumräuber“ Thijs Dallinga – Die Marktmöglichkeit, die der FC nutzen musste

Thijs Dallinga soll beim FC auf der Liste stehen
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Harter Arbeiter und „Strafraumräuber“ Thijs Dallinga – Die Marktmöglichkeit, die der FC nutzen musste

Mit Thijs Dallinga hat sich dem FC nun eine Marktgelegenheit geboten, die sich als absoluter Transfercoup herausstellen könnte. Denn der 26-Jährige hat in seiner Karriere schon einige Eigenschaften gezeigt, die ihn sehr spannend machen für den 1. FC Köln: Das ist Thijs Dallinga.

Vor einer Woche ploppten die Gerüchte das erste Mal auf, schon kurz darauf verdichteten sich die Anzeichen und nun ist es offiziell. Thijs Dallinga verstärkt den FC. Damit bekommen die Geißböcke einen Stürmer, der sich in seiner Karriere schon einiges erarbeitet hat.

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Neben vielen Talenten, die heutzutage bereits in jungen Jahren auf den größten Bühnen des Weltfußballs auftauchen, gibt es auch diejenigen, die sich durch harte Arbeit Schritt für Schritt ihre Sporen verdienen. Thijs Dallinga galt laut niederländischen Medien in seinen ersten Jahren nicht gerade als absoluter Ausnahmekönner, doch der junge Niederländer machte das durch seinen Arbeitseifer wett. Dadurch gelang ihm der Durchbruch in der zweithöchsten niederländischen Spielklasse, bei Excelsior. Dallinga erzielte 36 Tore und legte neun weitere vor, womit er maßgeblich zum Aufstieg in die Eredevise beitrug. Danach ging es für ihn in die Ligue 1 zum FC Toulouse, wo er seinen Torriecher unter Beweis stellen konnte und 37 Tore sowie acht Vorlagen in zwei Spielzeiten verbuchte. Dabei halfen ihm einige Eigenschaften, die sein ehemaliger Jugendtrainer Be de Jonge 2024 im Interview mit „Tutto Bologna Web“ besonders betonte. Dallinga sei sehr lernbegierig sowie bescheiden und bodenständig.

„Strafraumräuber“ Dallinga

Werte, die auf all seinen Stationen angepriesen wurden. Sobald ein Spieler zu einem neuen Club wechselt, liest man oft positive Worte seitens des aufnehmenden Vereins. Viel aussagekräftiger sind jedoch die Worte des abgebenden Vereins. Dallingas Ex-Verein Toulouse spricht in den höchsten Tönen vom Mittelstürmer, lobt insbesondere dessen Engagement und Professionalität. Und auch Riccardo Orsolini, Mitspieler bei Bologna, hob gegenüber „Bologna Sport News“ vor allem den Lern- und Arbeitswillen des Niederländers hervor. Gleichzeitig bezeichnet er ihn als „rapace d’area“, einen „Strafraumräuber“.

Spannenderweise wurde der Angreifer in seiner Zeit bei Toulouse in einem Interview mit dem Medienteam der Ligue 1 nach seiner Vorstellung eines perfekten Stürmers gefragt. Laut Dallinga müsse er sich mit Ball am Fuß wohlfühlen und in der Lage sein, am Spiel seiner Mannschaft teilzunehmen. Des Weiteren sollte er auch in der Lage sein, hinter der gegnerischen Abwehr in die Tiefe zu gelangen. Ständig müsse er die Aufmerksamkeit der Verteidiger beanspruchen. Kurz gesagt: Ein Angreifer, der ein bisschen alles kann. Sein Vorbild sei diesbezüglich Erling Haaland. Auf die Rückfrage, was ihm selbst noch zu diesem Spielertyp fehle, zeigte sich der 26-Jährige selbstkritisch. Er wolle noch besser in der Luft werden, zudem aggressiver in den direkten Duellen.

Kein Erfolg bei Bologna

Diesen Spielertyp, der alles ein bisschen kann, hat man sich in Bologna von ihm erhofft. Im Sommer 2024 hinterließ Joshua Zirkzee dort mit seinem Wechsel zu Manchester United eine klaffende Lücke. Der Landsmann von Dallinga schaltete sich unter Thiago Motta extrem häufig in den Spielaufbau ein, eine große Stärke von ihm. Diese hoffte man mit dem Transfer von Dallinga aufzufangen. Hier zeigt sich jedoch, dass die Bezeichnung als „Strafraumräuber“ durch seinen Teamkollegen Orsolini auch ein Problem mit sich bringt.

Denn es stellte sich nach kurzer Zeit in Bologna heraus, dass der Stürmer den mitspielenden Part des abgewanderten Zirkzee nicht auf einem ähnlichen Niveau ausfüllen konnte. In der anspruchsvollen Spielweise von Thiago Motta sowie später Vincenzo Italiano konnte der Stürmer nicht wie erhofft glänzen. Zudem spielte im Verein ein weiterer vielversprechender Mittelstürmer. Es dauerte nicht lange, bis Konkurrent Santiago Castro den Stammplatz für sich gewinnen konnte. Der junge Argentinier entwickelte sich bemerkenswert gut. So gut, dass in diesem Sommer der teure Wechsel zur AS Roma folgte. Im Gegenzug sicherten sich die Italiener leihweise die Dienste von Rom-Stürmer Artem Dovbyk – folglich ist erneut kein Platz für Dallinga.

Beim FC zurück zur alten Stärke?

Es ist jedoch keine Schande, nicht die Spielmacher-Fähigkeiten eines Joshua Zirkzee zu besitzen. Dagegen verfügt „Strafraumräuber“ Dallinga über die Fähigkeit, Tore mit dem ersten Kontakt zu erzielen. Im Interview mit Ligue 1 äußerte er sich, übersetzt ins Deutsche, so dazu: „Es ist nicht etwas, das ich explizit suche, aber es ist der schnellste Weg, eine Aktion zu beenden. Es lässt den Verteidigern oder dem Torhüter wenig Zeit, um zu antizipieren. Es ist schwieriger für sie.“

Unter dem Strich ergibt sich das Bild eines vielversprechenden Torjägers, der seine Treffsicherheit schon vermehrt unter Beweis gestellt hat. Bei Bologna scheiterte Dallinga an den hohen Anforderungen bezüglich der Einbindung ins Kombinationsspiel und sah sich gleichzeitig mit einem hochveranlagten Konkurrenten konfrontiert. Beim 1. FC Köln hingegen wird wohl nicht zu erwarten sein, dass der Mittelstürmer allzu viele Aufgaben im Aufbau übernehmen muss. Substrahiert man diesen Punkt von den Anforderungen an Dallinga, so könnte sich der Niederländer als potente Option für den Sturm erweisen, zumal Ragnar Ache in der Vergangenheit öfter mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Das Modell einer Leihe mit Kaufoption minimiert außerdem das Risiko des Transfers, was Dallinga zu einer Marktmöglichkeit macht, die der FC kaum ausschlagen kann. Und sollte es Dallinga gelingen, an seine erfolgreichen Saisons anzuschließen, so könnten sich bald viele Vereine fragen: Warum haben wir den eigentlich nicht geholt?

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