Said El Mala traf gegen Union Berlin doppelt, sein Bruder Malek musste erneut von der Bank zuschauen. Am Sonntag könnten die beiden erstmals gemeinsam für die Profis des 1. FC Köln auflaufen. Damit würde sich ausgerechnet in Berlin eine Geschichte wiederholen, die rund 40 Jahre zurückliegt.
Schon zweimal standen Said und Malek El Mala gemeinsam im Profikader des 1. FC Köln, doch auf dem Platz gab es bislang kein Wiedersehen. Das könnte sich am Sonntag gegen Union Berlin ändern. Die letzte bekannte Parallele führt zu Klaus und Thomas Allofs, die 1987 ebenfalls in Berlin gemeinsam für die Geißböcke spielten.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.
Die Unterschiede hätten wohl kaum größer sein können und doch waren die Szenen an sich sehr ähnlich. Nach seinem zweiten Treffer gegen den 1. FC Union Berlin nahm Said El Mala Anlauf und dann jubelnd auf dem Rasen Platz. Nur wenige Meter entfernt jubelte Bruder Malek, allerdings eher auf der Ersatzbank. Wie schon gegen den FC Schalke 04 kam der U21-Angreifer auch gegen den 1. FC Union Berlin am Dienstagabend nicht zum Einsatz. „Ich habe ihn ein bisschen aufgemuntert, dass er nicht reinkam“, sagte Said El Mala. „Es geht weiter, das weiß er auch.“ Für den älteren der beiden El-Mala-Brüder ist die Kader-Nominierung tatsächlich der nächste Schritt. Denn bislang war der Tenor beim FC, man glaube an die Qualität des Angreifers, Malek müsse aber erst einmal über einen geraumen Zeitpunkt fit bleiben und sich bei der U21 beweisen. Den 21-Jährigen warfen in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Verletzungen zurück.
Mehr zum Thema:
>> Warum Malek El Mala noch nicht gespielt hat
>> Nächster Interessent für Said El Mala?
Said und Malek El Mala beim 1. FC Köln: Wann spielen die Brüder gemeinsam?
Nun die ersten Kader-Nominierungen. Gerade beim 5:0 gegen Union Berlin hätten viele Fans den Spieler gerne gesehen, gerade als das Ergebnis schon recht eindeutig war. Doch das Stück Fußball-Romantik muss noch warten. „Malek ist jetzt glücklicherweise seit vier Wochen verletzungsfrei und hat zuletzt sehr hart an sich gearbeitet. Er gibt bei uns im Training immer Gas und ist wie Said ein Junge, der total fokussiert und ganz klar im Kopf ist“, sagte dem Wagner dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Malek hat sich den Kaderplatz verdient – und das ganz sicher nicht nur, weil wir damit vielleicht eine tolle Brüder-Geschichte schreiben können. Malek klopft immer stärker an. Bei uns wird keinem Spieler ein Einsatz geschenkt, jeder muss ihn sich verdienen.“ Andere Spieler scheinen sich den Einsatz also eher verdient zu haben. Möglicherweise ändert sich die Situation nun.
Klaus und Thomas Allofs: Die Brüder beim 1. FC Köln
Zwar könnte es sein, dass Ragnar Ache am Sonntag wieder in den Kader rückt, aber dennoch könnte es dann mit dem Brüder-Zusammenspiel an der Alten Försterei soweit sein. Und dann würde sich ausgerechnet in Berlin nach 40 Jahren Kölner Geschichte wiederholen. Denn zum ersten Mal nach 1987 würden wieder unter Umständen wieder Brüder gemeinsam für die Geißböcke auf dem Platz stehen. Klaus und Thomas Allofs gehörten in den 1980er-Jahren zu den bekannten Brüderpaaren des deutschen Fußballs. Beide standen beim 1. FC Köln unter Vertrag und liefen gemeinsam für die Geißböcke auf. Während Klaus bereits seit 1981 für den FC spielte, wechselte Thomas 1982 ebenfalls nach Köln. Bis zu Klaus‘ Abschied 1987 gehörten beide zum Kölner Profikader. Und gegen Blau-Weiß Berlin standen die beiden 1987 eben letztmals gemeinsam auf dem Platz. Klaus Allofs erzielte gegen das Tabellenschlusslicht sogar den 1:1-Ausgleich. Anschließend trennten sich die Wege.
Brüderpaare beim gleichen Verein sind in der Liga eine Seltenheit. Zuletzt gelang das Lukas und Felix Nmecha beim VfL Wolfsburg bis 2023, zuvor liefen unter anderem die Schlotterbeck-, Eggestein- und Bender-Brüder gemeinsam auf. Einen ähnlichen Fall wie bei den El Malas gab es bei der TSG Hoffenheim mit den Philipp-Brüdern: Beide standen gemeinsam im Kader, allerdings kam nur einer zum Einsatz. Said und Malek El Mala könnten am Sonntag in Berlin nun einen Schritt weitergehen. Ob das aber angesichts einer noch möglichen Genesung von Ache wahrscheinlich ist, steht auf einem anderen Blatt. Doch: „Seine Zeit kommt, da bin ich mir sehr sicher“, hatte Said El Mala erst kürzlich gesagt.
Verpasse keinen Artikel mehr und markiere come-on-fc.com als bevorzugte Quelle
