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1. FC Köln gegen Leverkusen: Was für und gegen einen Heimsieg spricht

Für den FC steht am Sonntag schon das zweite Heimspiel gegen einen rheinischen Rivalen in dieser Saison an. Beim 2:1-Derbysieg gegen Mönchengladbach behielten die Geißböcke drei Punkte im RheinEnergieStadion. Und trotz einiger Gegenargumente spricht manches dafür, dass der 1. FC Köln auch das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen gewinnen kann.

Mangelhafte Punktausbeute gegen Top-Teams auf der einen, Heimstärke und temporeiche Offensive auf der anderen Seite: Gelingt dem FC gegen Bayer ein Entwicklungsschritt?

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Wer es mit dem FC hält, bezeichnet Spiele gegen Leverkusen eher als Nachbarschaftsduell denn als Derby. Aber aller Begriffsdiskussionen zum Trotz bergen diese Begegnungen stets Brisanz. So war Köln sowohl im DFB-Pokal 2024/25 als auch im Liga-Heimspiel im April dieses Jahres nah dran, dem rheinischen Rivalen mal wieder ein Schnippchen zu schlagen. Dennoch zog der FC in beiden Partien den Kürzeren. Ohnehin setzte es für die Geißböcke in den jüngsten fünf Duellen gegen die Werkself nur Niederlagen. Das lag auch an Kölner Defiziten, die die Mannschaft bis heute nicht abstellen konnte.

Was gegen einen Erfolg im Nachbarschaftsduell spricht

Der Effzeh tut sich in Sachen Weiterentwicklung in mehreren Bereichen schwer. Erstens, und das ist einer der größten Kritikpunkte der Kölner Fans, ist bei den Geißböcken viel zu selten eine klare Spielidee erkennbar. Und das, obwohl Trainer René Wagner bereits seit 15 Bundesligaspielen im Amt ist, inklusive einer Sommerpause zur Vorbereitung. Zweitens ist Köln kaum in der Lage, gegen tiefstehende Gegner spielerische Lösungen zu finden (das Pokalspiel gegen Union mal ausgenommen). Das wurde beim 1:1 am vergangenen Wochenende in Berlin einmal mehr deutlich.

Nun wird Leverkusen am Sonntag in Müngersdorf wohl kaum den Bus vorm Tor parken. Aber hier kommt drittens ins Spiel: Der Effzeh zeigt gegen die Top-Teams der Liga zwar regelmäßig ansprechende Leistungen, vergisst dabei aber das Punktesammeln. Vergangene Saison verlor man sämtliche Begegnungen mit Bayern, Dortmund, Leipzig, Stuttgart und Leverkusen. Gegen letztere gelang Köln in der Rückrunde immerhin einer der stärksten Auftritte unter Wagner – trotzdem verlor man 1:2. Und in dieser Spielzeit unterlag der FC bereits 1:4 in Stuttgart. Will man am Sonntag (15:30 Uhr, RheinEnergieStadion) nicht wieder gegen einen starken Gegner leer ausgehen, müssen Team und Trainer in puncto Entwicklung einen Schritt nach vorn machen.

Warum der FC gegen Bayer erfolgreich sein kann

Möglich ist das durchaus. Schließlich werden sich dem FC gegen eine offensiv ausgerichtete Mannschaft wie Bayer vermutlich Räume bieten. Und das schmeckt dem talentierten FC-Angriff in der Regel deutlich besser als angerührter Beton. Dann können die schnellen Saïd El Mala und Linton Maina ihre Stärken nämlich voll ausspielen. Und auch den fußballerischen Qualitäten eines Mikey Moore kommt mehr Platz in der gegnerischen Hälfte zugute – sofern er diesmal wieder von Beginn an ran darf.

Die derzeitige Heimstärke könnte ebenfalls dafür sprechen, dass die Geißböcke am Sonntag gegen Leverkusen punkten. Denn bisher schnitt Köln mit acht Punkten aus vier Spielen zuhause ordentlich ab – auch wenn die Spiele größtenteils alles andere als hohe Fußballkunst boten. Aber immerhin schlug der FC mit Hoffenheim eines der spielstärkeren Bundesliga-Teams und setzte sich auch im Derby gegen Mönchengladbach durch. Warum also nicht gegen Leverkusen nachlegen? Zumal der rheinische Rivale in der aktuellen Spielzeit bislang Konstanz vermissen lässt. Zuletzt verlor Bayer zuhause 2:4 gegen Stuttgart. Auswärts gewann die Werkself nur eins ihrer vier Spiele. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Nachbarschaftsduell sind aus Kölner Sicht also gegeben.

Zwei Heimsiege gegen Leverkusen und Gladbach in einer Saison: Das glückte dem FC letztmals ausgerechnet im Abstiegsjahr 2018. Für eine Wiederholung in dieser Spielzeit braucht man aber eine andere Leistung als vergangene Woche bei Union. Zudem müsste der 1. FC Köln endlich einmal größere Durchschlagskraft gegen einen deutlich favorisierten Gegner an den Tag legen, als das zuletzt der Fall war.

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