Gideon Mensah gehörte zu Beginn der Saison nicht nur einfach zum Stammpersonal, der Ghanaer war beim 1. FC Köln sogar einer der Stabilisatoren einer eher wackligen Defensive. Mittlerweile hat Borna Sosa dem Linksverteidiger den Rang abgelaufen. Und das ist angesichts seiner Leistungen eine erstaunliche Entwicklung. Der Trainer erklärte am Freitag, warum er dennoch auf den Kroaten setzt. Und doch bleiben Fragen.
Es ist eine unglaublich komplizierte Situation. Gideon Mensah kam als große Verstärkung nach Köln, avancierte zum Leistungsträger, war einer der wenigen guten Abwehrspieler in Begegnungen, in denen die Defensive besonders anfällig war und ist nun doch außen vor. Besonders ärgerlich: Es gibt keinen erkennbaren Grund für die Entwicklung.

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Möglicherweise freut sich Gideon Mensah besonders auf die bevorstehende Länderspielpause. Nicht nur, weil er dort wahrscheinlich Spielpraxis sammeln wird. Vielleicht auch, weil die vergangene Länderspielpause für ihn persönlich einen Bruch darstellte und er sich nun ganz sicher den nächsten wünscht. Denn bis zur vergangenen Unterbrechung war Mensah absoluter Stammspieler bei den Geißböcken. In den ersten vier Ligaspielen sowie im Pokal stand Mensah immer in der Startelf. Auch, wenn anders kommuniziert, der Eindruck Borna Sosa wäre der Backup des Ghanaers verstärkte sich. Doch ausgerechnet seit der Länderspielpause hat sich das Blatt gewendet. Denn in der Liga kam der Abwehrspieler seit dem nicht eine einzige Minute zum Einsatz. Mensah spielte noch im Pokal gegen Union, allerdings erst, als das Spiel bereits entschieden war – für neun Minuten.
René Wagner: „Ohne dass Gideon etwas falsch gemacht hätte“
Mensahs größtes Problem: An der Leistung hat die Ausbootung nicht gelegen. „Gideon hat die ersten Spiele gut gespielt. Dann war es ein Bauchgefühl vor Gladbach, mit Borna zu beginnen“, erklärte der FC-Coach am Freitag auf der Pressekonferenz nach Nachfrage von come-on-fc.com. „Ohne dass Gideon etwas falsch gemacht hätte oder uns gezeigt hätte, dass er nicht in die Mannschaft gehört. Ganz im Gegenteil: Er ist im Training jeden Tag mit viel Energie dabei, hat auch diese Woche super trainiert.“ Nun hat Sosa die Nase vorne, ist Stammspieler und es gibt keine Anzeichen, dass sich das schon bald ändert. „Er hat das echt gut gemacht und ist aktuell einen Hauch vor Gideon, das haben wir in dieser Woche auch besprochen“, sagte der Kölner Coach, der dann noch bemerkenswert hinterherschob: „Das ist wahrscheinlich die kniffligste Position aktuell im Kader.“
Nun hofft Mensah sicherlich auf die kommende Länderspielpause. Denn René Wagner deutet an: „Im Fußball ist es manchmal so, dass auf einer Position zwei sehr, sehr gute Spieler spielen und sich der eine durchsetzt. Wir kennen alle den Fußball lange genug – das kann sich schnell ändern.“ Gegen Leverkusen wird das noch nicht der Fall sein. Aber vielleicht dann eben nach dem Break – dann gegen die Bayern. Und da wird auf die Defensive sicherlich einiges zukommen.
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