Mit ein wenig Verzögerung ist es am Sonntag so weit: Ragnar Ache kehrt in den Kader zurück. Zwar lichtet sich das Lazarett, es gibt aber weiterhin verletzte Spieler. Und bei einigen ist einfach noch nicht abzusehen, wann sie zurückkehren. Zu Ellyes Skhiri und Timo Hübers gab René Wagner am Freitag auf der Pressekonferenz der Geißböcke ein Update. Aber nur bei einem der beiden ist ein Ende der Leidenszeit mittelfristig abzusehen.
Ende Oktober jährte sich die schwere Verletzung von Timo Hübers. Die Erinnerungen an das Spiel gegen Borussia Dortmund mögen so langsam verblassen, die schrecklichen Bilder sind bei vielen Fans aber noch im Kopf. Und bei dem Abwehrspieler wohl allemal. Hübers arbeitet hart an seiner Rückkehr. Dabei scheint diese aber nicht sicher. Auch Ellyes Skhiri hat sich verletzt, der Tunesier hofft auf eine baldige Genesung. Zu beiden äußerte sich René Wagner am Freitag.

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Die Verletzung von Timo Hübers hatte im Oktober vergangenen Jahres nicht nur die Spieler auf dem Feld geschockt. Auch bei den Fans sind die Szenen noch präsent. Eine genaue Diagnose hat der FC nie gegeben, die Bilder sprachen aber Bände. Der Innenverteidiger arbeitet seit mehr als einem Jahr also schon an seiner Rückkehr. „Wenn man hier steht, so wie heute gegen Union, dann will man da wieder hin“, hatte Hübers erst vor wenigen Tagen beim Pokal-Spiel der Kölner gegen Union Berlin gesagt. Doch wann das sein wird, ist aktuell nicht abzusehen. Denn Hübers Rekonvaleszenz ist auch von Rückschlägen geprägt. Im Sommer musste sich der Innenverteidiger einer zweiten Operation unterziehen. Nun heißt es wieder Reha, eine Rückkehr ist aktuell kein Thema. „Da es jetzt nicht unmittelbar ein Thema ist, denke ich da gar nicht viel drüber nach“, erklärte René Wagner. Zunächst müsse der Abwehrspieler seine Rehabilitation erfolgreich absolvieren und wieder das Vertrauen in sein Knie zurückgewinnen.
Timo Hübers und Ellyes Skhiri: Wagner gibt ein gemischtes Update
Der Weg hört sich also noch weit an. Und erst dann will sich auch Wagner Gedanken über die Rückkehr machen. „Ich glaube, der Junge braucht Zeit. Der braucht Ruhe“, sagt Wagner. „Hübi macht einen super Eindruck“, betonte der 38-Jährige. Der Innenverteidiger sei ein Spieler, der aufgrund seiner Persönlichkeit mit einer solchen Situation vergleichsweise gut umgehen könne. „Ich glaube, es ist nicht einfach, wenn man dann jeden Tag am Geißbockheim die Reha bewältigen muss und weiß, okay, das ist vielleicht eine Zeit, die noch ein paar Monate vor mir liegt“, erklärte Wagner. Zwischenzeitlich hatte man beim FC bekanntlich die Hoffnung, Hübers könne bereits zur Rückrunde wieder fit sein. Das hat sich längst zerschlagen. Nun geht es sogar um mehr als nur die baldige Genesung. „Er weiß, dass, wenn er jetzt nicht alles gibt in der Reha, dass es dann halt schwer wird für ihn, auch wieder zu dem Leistungsniveau zu kommen, bei dem er mal war.“
Ellyes Skhiri auf einem „sehr, sehr guten Weg“
Mehr als Abwarten bleibt dem Trainer nicht. „Ich hoffe nur das Beste für Hübi und, dass er zurückkommt und, dass er irgendwann wieder für uns auf dem Platz stehen kann“, sagte der FC-Coach. Schneller dürfte es zur Rückkehr von Ellyes Skhiri kommen. Der Tunesier erlitt im Derby einen Riss des Syndesmosebandes, fällt Monate aus. Doch das hindert den Mittelfeldspieler nicht daran, mit vollem Ehrgeiz zu arbeiten. „Wir haben heute Morgen noch darüber gesprochen, dass er auf einem sehr, sehr guten Weg ist“, sagte Wagner. „Ich glaube, aktuell tun wir gut daran, dass er erst einmal sauber seine Verletzung auskuriert“, erklärte der Trainer. Man müsse Skhiri die Zeit geben, „dass er auch sauber zurückkommen kann“. Die Hoffnung ist groß, dass der Routinier dann schon Anfang des kommenden Jahres wieder auf dem Platz stehen wird.
Damit zeichnet sich bei den beiden Langzeitverletzten ein unterschiedliches Bild ab. Während Skhiri zumindest auf eine Rückkehr auf den Trainingsplatz Anfang des kommenden Jahres hoffen darf, bleibt bei Hübers vorerst offen, wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Bei beiden hat die Genesung absoluten Vorrang.
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