Patrik Kristal und Fayssal Harchaoui – Das Herzstück der U21 des 1. FC Köln will nun mehr

Patrik Kristal und Fayssal Harchaoui sind Zukunftsversprechen des 1. FC Köln
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Patrik Kristal und Fayssal Harchaoui – Das Herzstück der U21 des 1. FC Köln will nun mehr

Fayssal Harchaoui und Patrik Kristal bildeten in der vergangenen Saison das Mittelfeld-Herzstück bei der U21 in der Regionalliga West. Der Trainer hält große Stücke auf das Duo, das wohl vor entscheidenden Wochen in der persönlichen Entwicklung steht beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Fayssal Harchoui und Patrik Kristal?

Der eine wurde U17-Weltmeister, der andere war schon mit 16 A-Nationalspieler und gilt als das größte Talent Estlands. Doch der von vielen Fans erhoffte Leistungsschub blieb zunächst aus. Jetzt streben die beiden Nachwuchsspieler nach Höherem.

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Die Erwartungshaltung an Fayssal Harchaoui wuchs 2023 schlagartig. Der gebürtige Bergheimer gewann seinerzeit mit Deutschland die U17-Weltmeisterschaft und stand von da an im Fokus von Fans und Medien. Harchaoui, der in der U17 auch drei Länderspiele für Marokko absolvierte, feierte im Juli 2024 seine Regionalliga-Premiere, doch nicht zuletzt auch eine Fußverletzung bremste das aufstrebende Talent aus. Erst im Saison-Endspurt kehrte der defensive Mittelfeldspieler noch dreimal auf die Regionalliga-Bühne zurück.

Wie geht es weiter mit Fayssal Harchaoui?

In der laufenden Saison änderte sich dies, Harchaoui wurde zum festen Bestandteil der U21 und war aus dem Mittelfeld-Zentrum kaum noch wegzudenken. 29 Spiele standen am Saisonende in der Statistik sowie ein Tor und eine Vorlage. Sein Trainer Evangelos Sbonias hält große Stücke auf sein Talent: „Er hat auf einer sehr komplizierten Position in einer sehr komplizierten Liga Woche für Woche solide bis sehr gute Leistungen abgeliefert. Deswegen hat er meiner Meinung nach einen großen Entwicklungsschritt gemacht, insbesondere in der Intensität und Arbeit gegen den Ball, aber auch bei Entscheidungsfindungen und Risikoabwägungen. Da hat er einen großen Schritt nach vorne gemacht. Fußball spielen und kreativ sein konnte er ja schon immer.“

Harchaoui selbst strebt weiter nach oben, doch zuletzt blieb die Tür zum Bundesliga-Kader zumeist verschlossen. Eine echte Perspektive für den Sprung nach oben scheint sich aktuell am Geißbockheim nicht abzuzeichnen. Die kommende Saison wird daher vorentscheidend für Harchaouis Zukunft beim FC. Sollte der 20-Jährige unter René Wagner keine Berücksichtigung finden, dürfte ein Abschied im Sommer-Transferfenster naheliegen – mindestens als Ausleihe für höherklassige Spielpraxis.

Kurzeinsätze für Patrik Kristal?

Etwas mehr Zeit hat da noch Patrik Kristal. Der zwölffache estnische Nationalspieler hat mit seinen gerade einmal 18 Jahren seit dem Wechsel ans Geißbockheim im Januar 2025 bereits 43 Einsätze in der Regionalliga West gesammelt. Wirbelte der nur 1,71 Meter große Spieler anfangs noch in der offensiven Dreierreihe, beorderte Sbonias den Esten im Saisonverlauf zurück auf die Sechs zumeist neben Harchaoui. „Er hat sich im Laufe der Zeit auch damit angefreundet“, sagt Sbonias, der bei Kristal regelrecht ins Schwärmen gerät: „Patrik ist noch ein U19-Spieler. Aber die Art und Weise, wie er Fußball spielt und wie er bei uns seit Monaten auftritt, lassen das vergessen. Mit Blick auf die Stabilität und die Defensive kann man fast schon sagen, dass er ab einem gewissen Zeitpunkt das Herzstück bei uns war – und das in dem Alter, das ist schon bemerkenswert.“

Und der U21-Trainer führt aus: „Wie er auftritt, wie er Fußball spielt, mit welcher Seriosität und Souveränität, auch neben dem Platz, das ist schon bemerkenswert. Er ist mittlerweile in eine Führungsrolle hineingewachsen und das als ein Spieler, den wir in jungen Jahren aus dem Ausland geholt haben und für den alles hier natürlich erst einmal schwierig zu bewältigen war.“

Nachdem Kristal die Eingewöhnung auf seiner ersten Auslandsstation gut gemeistert hat, ist er bereit für den nächsten Schritt. Ein weiteres Jahr Spielpraxis in der U21 dürfte Kristal zweifellos noch gut tun, sofern er parallel auch vermehrt im Lizenz-Bereich einbezogen wird in die Trainings- und Vorbereitungseinheiten. Kurzeinsätze in der Bundesliga sind, sollte sich die Entwicklung so fortsetzen, dann auch durchaus denkbar in der kommenden Saison.


U19 des 1. FC Köln vor dem Finale in Hoffenheim: Mit historischem Triumph zurück nach Europa

David Fürst im Kreise der U19 des 1. FC Köln beim Spiel gegen Inter (2. v. r.)
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U19 des 1. FC Köln vor dem Finale in Hoffenheim: Mit historischem Triumph zurück nach Europa

Die U19 des 1. FC Köln kann am Sonntag (13 Uhr) Vereinsgeschichte schreiben: Noch nie wurde die A-Jugend der Geißböcke zweimal hintereinander Deutscher Meister. Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck ist im Endspiel auswärts bei der TSG Hoffenheim zu Gast und will Historisches schaffen: Die U19 des 1. FC trifft im Finale auf Hoffenheim.

Um das große Ziel der Titelverteidigung zu erreichen, ruft Trainer Stefan Ruthenbeck die FC-Fans im Vorfeld zur Unterstützung auf.

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Das große Saison-Finale wirft seine Schatten voraus: „Die Stimmung ist schon ein bisschen angespannt“, verriet Stefan Ruthenbeck, Trainer der U19 des 1. FC Köln, am Mittwochmittag, „da merkt man schon, dass der Fokus jetzt entsprechend da ist und dass die Jungs unbedingt das Spiel spielen wollen.“ Am Sonntagmittag trifft der FC im Endspiel auf die TSG Hoffenheim, die Partie wird im Sinsheimer Bundesliga-Stadion ausgetragen. Vor einem Jahr holte sich der FC die nationale Krone durch den Endspiel-Sieg in Leverkusen, diesmal soll die Titelverteidigung im Kraichgau her.

Titelverteidigung gegen Hoffenheim

Einige Spieler können sich damit ebenfalls zum zweiten Mal zum Meister küren. Assad Kotya-Fofana, Jonathan Friemel, Arian Römers und Fynn Schenten waren beispielsweise bereits vor einem Jahr in der BayArena in der Meisterelf. Einen eindeutigen Favoriten gebe laut Ruthenbeck für das Endspiel nicht: „Es ist ein 50-50-Spiel.“ Einzig der Heimvorteil könnte das Spiel möglicherweise zugunsten der TSG kippen lassen. Deswegen appellierte der Coach auch an den reisefreudigen FC-Anhang, seine Mannschaft am Sonntag vor Ort zu unterstützen: „Jetzt brauchen wir noch mal ein paar Leute, weil ich glaube, dass mit Hoffenheim ein Top-Gegner kommt und ich glaube, dass wir eine einmalige Chance haben für die Titelverteidigung und wir brauchen da die Unterstützung. Desto mehr Leute kommen, desto besser wird das. Ich gehe davon aus, dass wir eine gute Unterstützung bekommen werden.“

Das Duell Hoffenheim gegen Köln sei auch das Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Spielstile: „Hoffenheim definiert sich sehr viel über Ballbesitz. Wir sind da einen Tick variabler im Spielstil. Wir haben den Fokus auf Umschalt-Momente nach Balleroberungen, das ist bei Hoffenheim ein bisschen weniger. Hoffenheim ist bestückt mit deutschen Nationalspielern. Das ist eines der Top-3-NLZ in Deutschland, wir gehören aber auch dazu.“ Sollte dem 1. FC Köln die Titelverteidigung gelingen, würde dies gleichzeitig auch die erneute Qualifikation für die UEFA Youth League bedeuten, in der dem FC in dieser Saison ein Höhenflug gelang, der erst im Sechzehntelfinale im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion kurz vor Schluss bitter gegen Inter Mailand endete.

„Das ist schon stark“

„Der erste Gedanke, den ich nach dem Spiel hatte, war: Jetzt brauchen wir lange Zeit, um da wieder hinzukommen“, verriet Ruthenbeck, „und jetzt haben wir auf einmal im gleichen Jahr noch mal die Möglichkeit, Deutscher Meister zu werden und wieder Youth League zu spielen, das ist schon stark. Allein der Gedanke daran macht etwas mit einem. Aber ich versuche trotzdem das beiseite zu schieben, um mich wirklich komplett auf das Endspiel zu konzentrieren, das wird schon schwer genug.“

Doch sollte der FC am Sonntag die Meister-Trophäe in den Himmel recken dürfen, so wird der FC-Anhang auf den Tribünen sicherlich auch das Europapokal-Lied anstimmen. Aber davor stehen noch mindestens 90 intensive Minuten im Kraichgau.


Frauen des 1. FC Köln krönen ihre Rekord-Saison mit deutlichem Sieg in Jena

Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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Frauen des 1. FC Köln krönen ihre Rekord-Saison mit deutlichem Sieg in Jena

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben die Bundesliga-Saison mit einem deutlichen Auswärtssieg beim FC Carl Zeiss Jena beendet. Die Frauen des 1. FC Köln setzen sich in Jena mit 3:0 (3:0) durch und krönten damit ihre Rekord-Saison. Einen möglichen Tor-Rekord verpasste das Team jedoch.

Ohne Laura Feiersinger und Marina Hegering bestreiten die Kölnerinnen ihr letztes Saisonspiel erfolgreich, gewinnen in Jena 3:0. Es war sogar noch mehr drin.


Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre erste Elf im Vergleich zum 2:1-Heimerfolg gegen den Hamburger SV auf vier Positionen: Aurora Mikalsen, Adriana Achcinska, Laura Donhauser und Vanessa Leimenstoll ersetzten Lisa Schmitz, Marina Hegering, Sara Agrez, Amelie Bohnen. Laura Vogt übernahm diesmal die Kapitänsbinde beim FC. Die Kölnerinnen wurden ihrer Favoritenrolle schon in der Anfangsphase gerecht. Laura Donhauser war bei einem ungenauen Pass in der Jenaer Abwehr aufmerksam, schnappte sich die Kugel auf der rechten Seite und legte quer ins Zentrum zu Achcinska. Die polnische Nationalspielerin versenkte aus 16 Metern über die Unterkante der Latte ins Tor zum 1:0 für den FC (13.).

Andrade sorgt für die Vorentscheidung

Die FC-Frauen hielten das Tempo hoch. Sandra Jessen schlug den Ball auf der linken Seite nach vorne, Pauline Bremer verlängerte per Kopf in den Lauf von Lydia Andrade. Die Stürmerin bestätigte ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen, setzte sich im Laufduell gegen eine Jenaerin durch und schob ins lange Eck zum 2:0 für den FC (22.). Die Vorentscheidung folgte noch vor der Halbzeit. Achcinska spitzelte ihrer Gegenspielerin den Ball vom Fuß in den Lauf von Bremer, die freistehend vor der Torhüterin Hannah Etzold die Nerven behielt und ins kurze Eck zum 3:0 einschoss (39.). In der zweiten Hälfte sahen die knapp 900 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld keine Highlights mehr, das Spiel schleppte sich vielmehr dem Abpfiff entgegen. Die Kölnerinnen begnügten sich mit dem 3:0 und offenbarten keinen weiteren Torhunger mehr, sonst wäre an diesem Nachmittag sicherlich zum Abschluss ein weiterer Vereinsrekord möglich gewesen.

Die beste Chance vergab die eingewechselte Dora Zeller, die nach Zuspiel von Martyna Wiankowska knapp am Tor vorbeischoss (90.+1). So bleibt es jedoch beim 4:0 als höchstem Kölner Bundesliga-Sieg, aufgestellt am letzten Spieltag der Vorsaison zuhause gegen Turbine Potsdam. Mit 37 Punkten und dem siebten Platz in der Abschlusstabelle gelang dem 1. FC Köln aber auch so Historisches mit der besten Saison der Vereinsgeschichte.

1. FC Köln: Mikalsen – Leimenstoll, Degen (71. Hasenauer), Vogt, Imping, Jessen – Donhauser, Achcinska (57. Agrez) – Bremer (57. Zeller), Andrade (46. Wiankowska), Stolze (57. Ziemer). Tore: 0:1 Achcinska (13.), 0:2 Andrade (22.), 0:3 Bremer (39.). Zuschauer: 876.

Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter

Patrik Kristal für den 1. FC Köln
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Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter

Die FC-Reserve hat einen gelungenen Abschluss der Regionalliga West verpasst: Die U21 des 1. FC Köln ging am letzten Spieltag zuhause unter und verlor gegen die U23 des FC Schalke 04 deutlich mit 1:5 (0:1).

Trainer Evangelos Sbonias stand beim Duell gegen Schalke zum 100. Mal an der Seitenlinie, fünf Spieler wurden verabschiedet.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum Last-Minute-1:1 in Dortmund am Sonntag zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Ilias Elyazidi und Maik Akumu ersetzten Max Lippert und Luca Dürholtz. Für Sbonias selbst war das letzte Spiel der Saison ein Jubiläum: Für den 43-Jährigen war es seit Sommer 2023 das 100. Spiel als Coach der U21. Während für den Trainer nach der Sommerpause noch weitere Partien dazukommen werden, war es für ein Sechstett der letzte Arbeitstag am Geißbockheim. Sargis Adamyan, Mikail Özkan, Arda Süne, San-Luca Spitali, Bernie Lennemann und Artem Belousov verlassen den Verein.

Bittere zweite Halbzeit

Die Spieler wurden unter der Woche bereits bei einem Teamabend intern verabschiedet, bei dem neben Trainer Sbonias auch der Technische Direktor Lukas Berg einige Worte an die sechs richtete. Beim Duell gegen Schalke erfolgte noch die öffentliche Verabschiedung auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions vor 590 Zuschauern. Auf dem Rasen gelang der U21 jedoch an diesem Nachmittag wenig. Die Kölner starteten zwar gut in die Partie, Maik Akumu verpasste den Führungstreffer für die Gastgeber. Stattdessen ging es mit 0:1 in die Halbzeit, nachdem Ingyom Jung für die Königsblauen traf (19.).

Die zweite Hälfte wurde noch bitterer. Bereits 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöhte Yassin Ben Ball auf 0:2 (46.). Nilas Yacobi brachte die U21 nochmals heran (58.). Die drei Schalker Treffer in der Schlussphase besiegelten jedoch eine am Ende deutliche Heim-Niederlage der U21 (77./80./90.). „Nach unserem guten Start in das Spiel kassieren wir nach einem Fehler im Aufbau das erste Tor. Danach sind wir ein Stück weit zusammengebrochen und uns hat im ersten Durchgang die Gegenwehr gefehlt“, konstatierte Sbonias, „nach unserem Anschlusstreffer war es vom Gefühl her so, dass bei Schalke alles funktioniert hat und bei uns nichts. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Wir wollten unsere gute Serie zum Saisonende bestätigen und mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Dass Spiel heute soll aber nicht unsere gute Saisonleistung schmälern, wir haben viele Jungs super weiterentwickelt und freuen uns jetzt über die Pause und dann auf die neue Spielzeit.“

Die U21 rutschte durch die insgesamt 15. Saison-Niederlage im Abschluss-Ranking der Regionalliga noch hinter den Bonner SC und die U21 des SC Paderborn auf den zehnten Platz ab.

1. FC Köln U21: Marutzki – Ajani (64. Lippert), Mausehund, Özkan, Neumann – Elyazidi (46. Süne), Harchaoui, Kristal (77. M. El Mala) – Akumu (46. Lennemann), Yacobi, Toure (64. Labenz). Tore: 0:1 Jung (19.), 0:2 Ben Balla (46.), 1:2 Yacobi (58.), 1:3/1:4 Ndiaye (77./80.), 1:5 Buzolli (90.). Zuschauer: 590.

Nach Feiersinger fehlt auch Hegering: Frauen des 1. FC Köln peilen in Jena die Revanche ohne Kapitänsduo an

Marina Hegering für den 1. FC Köln
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Nach Feiersinger fehlt auch Hegering: Frauen des 1. FC Köln peilen in Jena die Revanche ohne Kapitänsduo an

Die Frauen des 1. FC Köln treten am Sonntag (14 Uhr) zum Saison-Abschluss beim FC Carl Zeiss Jena an. Die Kölnerinnen haben mit dem Tabellenletzten und feststehenden Absteiger noch eine Rechnung offen.

Dabei müssen die FC-Frauen jedoch ohne ihr Führungsduo auskommen, denn nach Laura Feiersinger fällt nun auch noch Marina Hegering aus.


Das Heimspiel gegen den Hamburger SV war der letzte Auftritt für Marina Hegering in dieser Saison. Die Verteidigerin führte ihre Mannschaft am vergangenen Wochenende noch einmal als Kapitänin ins Franz-Kremer-Stadion. Beim Saison-Abschluss am Sonntag wird die 36-Jährige jedoch nicht mehr auf dem Rasen stehen, wie die Trainerin Britta Carlson gegenüber come-on-fc.com verriet: „Sie hatte die ganze Zeit leichte Probleme am Knie. Nichts Wildes, da haben wir sie vorher in die Pause geschickt.“

“Es geht auch um den eigenen positiven Saison-Abschluss“

Mit Laura Feiersinger fällt auch die Vize-Kapitänin weiterhin aus. Die Österreicherin stand zuletzt Ende März gegen Frankfurt (1:2) für den FC auf dem Rasen. „Sie ist aber wieder auf einem sehr guten Weg, aber da wollen wir auch nichts riskieren“, merkte Carlson an. Die Trainerin muss daher vor dem Saison-Abschluss in Jena eine neue Spielführerin bestimmen. Mit dem Gegner hat der FC derweil noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel setzte es eine 0:1-Niederlage. „Wir wissen, dass wir uns gegen Jena immer schwergetan haben in den letzten Spielen“, warnte Carlson davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, „insofern geht es da auch für uns ein bisschen um Wiedergutmachung. Aber es geht auch um den eigenen positiven Saison-Abschluss.“

Deswegen werde es auch keine große Rotation geben, um vielleicht die Spielerinnen aus der zweiten Reihe nochmals ins Schaufenster zu stellen. „Wir sind gerade gut eingespielt. Sicherlich wird auch die eine oder andere Spielerin noch mal eine Chance bekommen. Aber wir wollen da noch mal Vollgas geben, deswegen werden wir vielleicht ein, zwei Positionen vielleicht ändern, aber nichts Großes.“ Der kommende Gegner, der bereits als Absteiger feststeht, kassierte zuletzt zwei deutliche Niederlagen in Bremen (0:7) und davor zuhause gegen Freiburg (1:5) und wird sich daher sicherlich mit einem ordentlichen letzten Eindruck aus der Bundesliga verabschieden wollen.

“Wir trainieren bewusst weiter“

So enttäuschend die Saison für Jena in der Liga verlief, so sehr drehten sie im DFB-Pokal auf. Der Traditionsverein stieß hier bis ins Halbfinale vor und musste sich dort gegen den übermächtigen VfL Wolfsburg erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Die Sommerpause startet mit dem Abpfiff aber noch nicht für die Spielerinnen. In der kommenden Woche stehen noch lockere Einheiten am Geißbockheim sowie Leistungstestungen an, auf deren Basis die individuellen Trainingspläne für die Pause erstellt werden. „Wir trainieren bewusst weiter, weil die Nationalmannschaften auch noch Abstellungen haben mit der Nations League. Wir wollen auch die Sommerpause ein bisschen verkürzen, weil sie wieder sehr lang ist.“ Am 3. und 4. Juli stehen dann erneute Testungen zum Vorbereitungsstart an, ehe am 5. Juli die erste gemeinsame Trainingseinheit ansteht.

U21 des 1. FC Köln empfängt Schalke: Am Tag der Abschiede den achten Platz verteidigen

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
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U21 des 1. FC Köln empfängt Schalke: Am Tag der Abschiede den achten Platz verteidigen

Die U21 des 1. FC Köln empfängt am Samstag (14 Uhr) die U23 des FC Schalke 04 zum Abschluss der aktuellen Regionalliga-Saison. Die FC-Reserve will in den letzten 90 Minuten den achten Platz verteidigen, ehe mit dem Abpfiff für die Spieler die Sommerpause beginnt.

Für einige Spieler wird es der letzte Auftritt im FC-Trikot.

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Evangelos Sbonias konnte kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist: „Es kommt ein kurzes Gefühl auf: Wo ist die ganze Zeit hingegangen“, sagte der U21-Trainer im Gespräch mit come-on-fc.com vor dem anstehenden Saison-Finale. Hinter seiner Mannschaft liegt eine Saison mit vielen Aufs und einigen Abs, unterm Strich dürfte der Coach aber zufrieden sein mit der Bilanz seiner Schützlinge.

“Wir wollen unsere beste Leistung bringen am Ende der Saison“

Im letzten Auftritt geht es noch darum, den aktuellen achten Platz in der Tabelle zu verteidigen. Dafür soll gegen die U23 des FC Schalke, die aktuell auf dem dritten Rang liegt, ein Heimsieg zum Abschluss her: „Wir wollen unsere beste Leistung bringen am Ende der Saison. Wir haben jetzt eine sehr gute Phase nach einer nicht so guten Phase.“ Ein Selbstläufer werde dies jedoch nicht: „Wir spielen gegen einen sehr starken Gegner, der eine sehr stabile Saison gespielt hat in der es zwischendurch so aussah, als könnten sie um den Aufstieg mitspielen. Das ist ihnen nicht ganz gelungen, aber auch die letzten Ergebnisse waren sehr beeindruckend. Daher hängen die Trauben noch mal sehr hoch im Franz-Kremer-Stadion.“

Doch auch die U21 beeindruckte zuletzt am Sonntag noch beim 1:1 in Dortmund. „Deshalb erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe, ein hochklassiges Spiel. Darauf freuen wir uns“, sagte Sbonias. Der Coach kann dabei wieder auf Sargis Adamyan zurückgreifen, der in Dortmund seine Gelb-Sperre abgesessen hat.  Bernie Lennemann sei wieder im Training: „Da müssen wir aber schauen, wie der Muskel reagiert“, ließ der Trainer den Einsatz des Stürmers noch offen. Für Adamyan und Lennemann wird es mutmaßlich der letzte Spieltag für den FC sein. Bei dem Duo enden die Verträge Ende Juni, Verlängerungen dürfte es eher nicht geben. Auch bei Mikail Özkan, Arda Süne, San-Luca Spitali sowie den beiden Torhütern Tobias Trautner und Gavin Didzilatis laufen die Arbeitspapiere aus. Die Leihe von Max Lippert aus Bielefeld endet zudem. Der Samstag wird daher auch ein Tag der Abschiede.

Keine großen Rotationen

Eine große Rotation zugunsten der Spieler mit bislang weniger Einsatzzeiten sei nicht geplant: „Das ist nicht der Plan. Wir haben das natürlich im Blick und müssen den Spielverlauf abwarten. Die anderen Jungs haben sich das aber auch verdient. Ich habe deswegen nicht den Plan, groß zu rotieren. Es ist ein normales Spiel.“ Malek El Mala habe sein Comeback in Dortmund derweil gut verkraftet und könnte daher zum Saison-Abschluss weitere Einsatzminuten sammeln. Aus der U19 bleibt Maik Akumu  für die Offensive weiterhin bei der U21 und nimmt daher weiter nicht am U19-Höhenflug in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil.

U21-Coach Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln verriet: So kam es zum überraschenden El-Mala-Comeback beim BVB

Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln
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U21-Coach Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln verriet: So kam es zum überraschenden El-Mala-Comeback beim BVB

Die U21 des 1. FC Köln hat am vorletzten Spieltag einen Punkt für die Moral geholt – und hätte mit etwas mehr Spielglück und Konsequenz im Abschluss sogar drei Punkte aus der Roten Erde entführen können. Das sagt Evangelos Sbonias vom 1. FC Köln zum U21 Duell gegen den BVB.

Das Comeback von Malek El Mala rundete den Nachmittag ab. Der Trainer war nach dem Abpfiff entsprechend zufrieden.

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Am Ende wurde es noch richtig dramatisch: Die U21 hatte gerade das 1:1 erzielt und es lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Maik Akumu plötzlich im spitzen Winkel frei vor dem Dortmunder Tor auftauchte. Dortmunds Torwart Silas Ostrzinski wehrte den Schuss mit dem Fuß zur Ecke ab. Es hätte der späte Siegtreffer für die U21 sein können, der nicht gänzlich unverdient gewesen wäre. Bitter: In der Mitte standen gleich mehrere Kölner blank und hätten bei einem Querpass wohl nur noch einschieben müssen.

„Das ist schade“

„Er ist aus der U19, ein 2008er Jahrgang, das darf man nicht vergessen“, nahm der Trainer Evangelos Sbonias seinen Stürmer nach dem Abpfiff in Schutz, konstatierte aber auch: „Da muss er nur den Kopf hochnehmen, im Zentrum sind drei Leute frei. Wenn er querlegt, können wir uns belohnen mit dem 2:1. Das ist schade.“ Unmittelbar danach gab es noch eine Auseinandersetzung zwischen beiden Trainerbänken. Dortmunds Co-Trainer Marcel Schmelzer echauffierte sich lautstark in Richtung Kölner Bank, weil mit Patrick Göbel bei der Entstehung des FC-Angriffs ein Dortmunder Spieler angeschlagen liegengeblieben war. Dies war nach dem Schlusspfiff zwar schnell abgehakt, offenbarte aber, dass beide Mannschaften am Ende mit dem Punktgewinn nur bedingt zufrieden waren.

„Wir haben endlos viele Torchancen gehabt. Du musst heute zwei, drei Tore machen“, ärgerte sich Sbonias über die verpassten Gelegenheiten in der ersten Hälfte aber insbesondere in der Schlussphase. Luiz Labenz hatte den Ausgleich allein zweimal auf dem Fuß, ehe er im dritten Anlauf endlich fiel. Für den 20-Jährigen war es eine besondere Genugtuung, schaffte der Stürmer doch bisher nicht den erhofften Durchbruch am Geißbockheim. „Es freut mich für ihn, er hatte eine komplizierte Saison“, kommentierte Sbonias hinterher. Labenz war dabei Wiederholungstäter: Im November traf der Offensivspieler ebenfalls als Joker zum 2:2-Ausgleich in Rödinghausen. Damals gewann die U21 am Ende sogar noch, dieser Schlusspunkt blieb dem Team diesmal verwehrt.

“Es ist wichtig, auch für die Entwicklung“

„Es ist wichtig, auch für die Entwicklung, für den Aufwand, der betrieben wird, wenigstens einen Punkt mitzunehmen“, unterstich Sbonias das Positive. Das Comeback von Malek El Mala sorgte ebenfalls für gute Laune. Viel deutete darauf hin, dass der Stürmer in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen würde. Doch Sbonias überraschte mit El Mala auf der Ersatzbank und der Einwechslung in der Schlussphase: „Jetzt ging es, es war die Woche okay. Das freut uns natürlich“, sagte Sbonias.

Gut möglich, dass El Mala zum Saison-Abschluss zuhause gegen Schalke weitere Einsatz-Minuten bekommen wird. Zumal mit dem Schlusspfiff am Samstagnachmittag auch die Sommerpause beginnen wird, ehe am 22. Juni die Vorbereitung auf die neue Saison bei der U21 startet.

Bei El-Mala-Comeback: U21 Des 1. FC Köln holt Last-Minute-Punkt in Überzahl beim BVB

Malek El Mala wird dem 1. FC Köln vorerst fehlen
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Bei El-Mala-Comeback: U21 Des 1. FC Köln holt Last-Minute-Punkt in Überzahl beim BVB

Die U21 des 1. FC Köln hat beim Comeback von Malek El Mala in der Nachspielzeit noch einen Punkt bei der U23 von Borussia Dortmund gerettet: Der eingewechselte Luiz Labenz erzielte in der Nachspielzeit in Überzahl den hochverdienten Ausgleich für die FC-Talente. Die U21 des 1. FC Köln spielt remis gegen den BVB II.

Am Sonntagnachmittag trafen die Talente des 1. FC Köln auf die Youngster des BVB. Für die gewünschten drei Zähler reichte es allerdings nicht.

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U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Rödinghausen zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Max Lippert und Luca Dürholtz ersetzten den muskulär angeschlagenen Bernie Lennemann und den gelbgesperrten Sargis Adamyan. Malek El Mala stand überraschend erstmals seit November wieder im Kader und kam in der Schlussphase als Joker ins Spiel.

Chancen auf beiden Seiten

Die Kölner starteten forsch in das Duell in der Roten Erde und setzten den ersten Offensiv-Akzent. Marvin Ajani scheiterte freistehend mit seinem wenig platzierten Kopfball an Dortmunds Torwart Silas Ostrzinski (4.). Fayssal Harchaoui prüfte kurz danach Ostrzinski mit einem strammen Distanzschuss, den der Schlussmann aber abwehren konnte (10.). Und Luca Dürholtz hätte nach einer hohen Hereingabe von der rechten Seite am zweiten Pfosten die Kölner Führung erzielen müssen, schoss aber freistehend neben das Tor (14.).

Die Dortmunder kamen nur zaghaft und wenig gefährlich vor das FC-Tor, dafür landete ein Schlenzer von Ajani auf dem BVB-Gehäuse (27.). Die beste Chance des Spiels besaßen jedoch die Gastgeber. Max Lippert spielte einen Fehlpass quer vor dem eigenen Strafraum, der bei Ousmane Diallo landete. Dessen Schuss klatschte an den Pfosten und prallte danach von Mikolaj Marutzkis Rücken zur Ecke ins Aus (35.). Auf der Gegenseite lud ein Ballverlust von Dortmunds Ismael Mansaray Nilas Yacobi zu einem Abschluss aus der Distanz ein, bei dem sich Dortmunds Torwart Ostrzinski strecken musste, um den Ball um den Pfosten zu lenken (41.).

BVB geht in Führung, Köln gleicht aus

Die Kölner gaben das Heft des Handelns nach der Pause zunehmend aus den Händen, die Gastgeber wurden druckvoller. Die Konsequenz war der Führungstreffer für den BVB. Elias Benkara köpfte einen Freistoß von der rechten Seite am ersten Pfosten zum 1:0 ins Netz (62.). Der Treffer wurde jedoch vom halbherzigen Rauslaufen Marutzkis begünstigt, der am Ball vorbeiflog.

Die U21 wurde in der Schlussphase aber wieder aktiver und zeigte mehr Zug zum gegnerischen Tor. Die Gastgeber dezimierten sich derweil selbst: Der bereits verwarnte Jonas Feddersen sah nach einem Foul an Arda Süne die Gelb-Rote Karte (79.). Die Kölner drückten in Überzahl auf den Ausgleich. Arda Süne und Luiz Labenz verpassten bei einer Doppelchance den mittlerweile verdienten Ausgleich, beide Schüsse wurden kurz vor der Torlinie geblockt (83.). Nur Sekunden später landete ein Schuss von Labenz am Lattenkreuz (84.). Ein Unentschieden wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Und der Treffer fiel noch spät: Arda Süne passte den Ball von der rechten Seite ins Zentrum, Cenny Neumann verlängerte und Luiz Labenz drückte die Kugel zum hochverdienten 1:1 über die Linie (90.+3).

Für die U21 endet die Regionalliga-Saison am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die U23 des FC Schalke 04.

1. FC Köln U21: Marutzki – Neumann, Mausehund, Özkan, Lippert – Kristal (82. Elyazidi), Harchaoui – Toure (63. Akumu), Dürholtz (63. Süne), Ajani (82. Labenz) – Yacobi (75. M. El Mala). Tore: 1:0 Benkara (62.), 1:1 Labenz (90.+3). Zuschauer: 1296. Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Benkara (79.).

Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Spielerinnen des 1. FC Köln vor dem Duell gegen Leipzig
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Auf Schmitz-Patzer folgt Zellers Joker-Tor: Frauen des 1. FC Köln jubeln zum Heim-Abschied spät gegen den HSV

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben auch das zweite Heimspiel innerhalb von sieben Tagen gegen einen Gegner aus dem Norden gewonnen: Auf das 3:0 gegen Werder Bremen folgte ein 2:1 (1:0) gegen den HSV: Die Frauen des 1. FC Köln gewinnen gegen den Hamburger SV.

Dora Zeller erzielte spät in der Nachspielzeit den verdienten und umjubelten Siegtreffer für den FC. Zuvor hatte Lisa Schmitz mit einem Patzer den Ausgleich für den HSV ermöglicht.

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Kölns Trainerin Britta Carlson schickte dieselbe Startelf aufs Feld, die sieben Tage zuvor in Müngersdorf einen Gala-Auftritt gegen Bremen (3:0) hinlegte. Die Gäste aus dem Norden wurden bereits am Freitagabend auf dem Hotel-Sofa in Köln den größten Druck im Kampf um den Klassenerhalt los. Da die auf dem ersten Abstiegsplatz stehende SGS Essen beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 verlor, wäre der am rettenden Ufer stehende HSV mit mindestens drei Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis in den letzten Spieltag gegangen. Der Ligaverbleib war damit für den Aufsteiger schon vor dem Anpfiff nahezu greifbar.

Köln die spielbestimmende Mannschaft

Die Kölnerinnen versuchten dem Spiel von Anfang an den Stempel aufzudrücken, kamen dabei allerdings zunächst zu keinen gefährlichen Aktionen rund um den Hamburger Strafraum. Die Gäste wiederum spielten forsch mit, holten einer Vielzahl ruhender Bälle im Angriffsdrittel heraus, aus denen sie aber kein Kapital schlagen konnten. Ein flacher Distanzschuss von Anna-Lena Stolze vom Sechzehner genau in die Arme von Hamburgs Torfrau Lea Paulick war die beste Offensiv-Aktion der Anfangsphase (18.). Kurz danach hätte Lydia Andrade jedoch zwingend die Kölner Führung erzielen müssen. Eine Hamburgerin rutschte im Mittelkreis im Zweikampf mit Andrade aus und die Kölner Stürmerin konnte unbedrängt aufs HSV-Tor zulaufen. Der Schweizerin versagten aber offenbar die Nerven, sodass ihr Flach-Schuss genau in den Beinen von Paulick landete (23.).

Die Kölnerinnen waren mittlerweile die spielbestimmende Mannschaft – und Andrade machte ihren Aussetzer kurz danach wett. Laura Vogt köpfte in den Lauf von Stolze, die den Ball an Hamburgs Torfrau vorbeilegte, Andrade drückte ihn mühelos über die Linie zum 1:0 (30.). Die Kölner Überlegenheit war auch nach der Halbzeit sichtbar, allerdings entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Unterbrechungen und gelben Karten auf beiden Seiten. Den 1895 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion boten sich derweil kaum gefährliche Aktionen in den beiden Strafräumen.

Spätes Tor verhilft zum Dreier

Pauline Bremer ließ das eigentlich sichere 2:0 liegen, als sie – analog zu Andrade in der ersten Hälfte – frei aufs Tor zulief, aber ebenfalls mit ihrem Schuss an Paulick scheiterte und auch bei den Nachsetzern an der Hamburger Keeperin hängenblieb (67.). Und das Pech blieb der Stürmerin treu: Nach Zuspiel von Laura Vogt flog Bremers Schuss knapp am Hamburger Tor vorbei (74.). Die Gäste wurden in der Schlussphase bissiger, was sich nicht nur in einem Platzverweis eines Hamburger Betreuers auf der Ersatzbank widerspiegelte (78.). Ein Patzer von Lisa Schmitz bescherte dem HSV schließlich den Ausgleich. Kölns Torfrau segelte unter einem Freistoß von Mia Büchele aus dem Mittelfeld durch und Annaleen Böhler köpfte mühelos zum 1:1 am langen Pfosten ein (83.).

Als alles nach einer Punkteteilung und dem damit verbundenen sicheren Klassenerhalt des HSV aussah, schlug der FC nochmals zu. Pauline Bremer setzte sich auf dem linken Flügel durch und legte die Kugel ins Zentrum. Die eingewechselte Dora Zeller traf aus der Drehung mit Wucht in den Winkel zum 2:1 (90.+7). Über die gesamte Spieldauer war der Heimsieg für die Gastgeberinnen komplett verdient. Nach dem Schlusspfiff wurde es besonders emotional, als mit Adriana Achcinska, Sara Agrez, Sylwia Matysik, Aurora Mikalsen und Martyna Wiankowska fünf Spielerinnen vom Vizepräsidenten Ulf Sobek und Nicole Bender-Rummler, Direktorin Frauen- und Mädchenfußball, verabschiedet wurden.

Die Saison endet für die FC-Frauen nächste Woche Sonntag (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim als Absteiger feststehenden Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena.

1. FC Köln: Schmitz – Imping (66. Wiankowska), Degen, Hegering, Agrez (90. Hasenauer), Jessen – Vogt, Bohnen – Bremer, Andrade (75. Zeller), Stolze (46. Achcinska). Tore: 1:0 Andrade (30.), 1:1 Böhler (83.), 2:1 Zeller (90.+7). Zuschauer: 1895.

„So etwas noch nie gesehen“: Kurioses U21-Spielende des 1. FC Köln bot auch für Trainer Sbonias etwas Neues

Evangelos Sbonias: Trainer der U21 des 1. FC Köln
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„So etwas noch nie gesehen“: Kurioses U21-Spielende des 1. FC Köln bot auch für Trainer Sbonias etwas Neues

Der U21 ist ein Entwicklungsschritt geglückt. Das Team drehte nicht nur den Rückstand zuhause gegen den SV Rödinghausen in einen späten 2:1-Erfolg, sondern überstand danach auch die Nachspielzeit diesmal ohne Nackenschlag. Die Stimmen zum Spiel der U21 des 1. FC Köln gegen Rödinghausen.

Die Schlussphase des Duells gegen den SV Rödinghausen bot auch für Trainer Evangelos Sbonias ein Novum.

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Marvin Ajani avanciert auf der Zielgeraden der Saison zum Torjäger. Der 32-Jährige, der nach der Auswechslung von Mikail Özkan in den Schlussminuten sogar die Kapitänsbinde übernahm, drehte die Partie mit seinem Doppelpack. Nach dem Treffer in Velbert gelangen Ajani damit in den vergangenen beiden Spielen insgesamt drei Tore. Dabei begann der Deutsch-Nigerianer diesmal als Außenverteidiger, half der Mannschaft am Ende aber auch offensiv mit seiner Erfahrung. Und danach half der Akteur mit, dass die Nachspielzeit diesmal, anders als so oft in den vergangenen Wochen, ohne Rückschlag ablief.

“Am Ende war es ein Sonntagsschuss“

„Wir haben uns schon in der Halbzeit gesagt, dass sie wahrscheinlich in der zweiten Hälfte ein bisschen die Kraft verlieren werden. Am Ende haben sie sich ja schon eher aufs Defensive konzentriert, da haben wir versucht, jede Möglichkeit zu nutzen“, berichtete der Kölner Matchwinner hinterher auf Nachfrage von come-on-fc.com, „am Ende war es ein Sonntagsschuss und der indirekte Freistoß ist ja auch nicht mal eben so drin. Die Lücke muss man ja auch erst mal finden. Am Ende ist es auch Glück, kann ja auch genauso schnell geblockt werden.“

Die Entstehung des Siegtreffer war in der Tat kurios, entsprang sie doch einer unerlaubten Doppelberührung des Balls durch den Gäste-Torwart, der beim Abstoß ausrutschte und dem dadurch das Missgeschick passierte. Das wiederum war auch ein Novum für den Kölner Trainer Evangelos Sbonias: „Ich glaube, ich habe so etwas noch nie in meiner Karriere gesehen, Doppelberührung bei einem Boden-Abstoß.“

“Das war eine tolle Energie-Leistung“

Der Coach war insbesondere auch begeistert, dass seine Mannschaft die Führung auch über die Zeit brachte: „Das war eine tolle Energie-Leistung. In der ersten Hälfte war es ein Spiel auf hohem Niveau von beiden Mannschaften. Leider ist es ein Fehler, der uns in Rückstand geraten lässt. Wir haben uns in der Halbzeit noch mal sortiert und sind hochdominant rausgekommen. Wir haben die zweite Hälfte so bespielt, dass der Gegner gefühlt ab der 70. Minute ein bisschen weggeklappt ist, dann haben wir zur richtigen Zeit die Tore gemacht.“

Die U21 gewann das zweite Heimspiel in Folge und ist nunmehr seit drei Spielen ungeschlagen – so schnell kann sich die Gefühlslage drehen, nachdem vor kurzem erst der Negativlauf mit fünf Pleiten in Folge endete. Somit wird die U21 die Saison damit sehr wahrscheinlich in den Top 10 beenden, mehr als der aktuelle achte Rang ist nach diesem Spieltag rechnerisch aber nicht mehr möglich. Die Sportfreunde Siegen sind als Siebter zwei Spiele vor dem Ende sieben Zähler entfernt. Dennoch bietet die Saison am Sonntag eine weitere Chance für ein Ausrufezeichen, wenn die U21 zum letzten Auswärtsspiel bei der U23 von Borussia Dortmund antreten muss.