Die schwarze Serie geht weiter: Die Frauen des 1. FC Köln können gegen den VfL Wolfsburg nicht gewinnen. Das 0:3 (0:1) am Mittellandkanal war die 16. Niederlage im 18. Aufeinandertreffen bei zwei Unentschieden.
Pauline Bremer ließ die mögliche Führung liegen, scheiterte am Pfosten. In der zweiten Hälfte kam der VfL-Express jedoch ins Rollen und ließ dem FC keine Chance.

Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startelf im Vergleich zum 3:1 in der Vorwoche gegen den Hamburger SV auf einer Position: Carlotta Imping ersetzte die verletzte Beke Sterner. Den Kölnerinnen war das Selbstbewusstsein anzumerken und beinahe hätte der FC einen Traumstart erwischt. Wolfsburgs Camilla Küvers Rückpass zur Torhüterin geriet zu kurz, Pauline Bremer sprintete zum Ball und Richtung Tor, doch der Schuss landete nur am Pfosten. Der Abpraller landete über Lydia Andrade bei Vanessa Leimenstoll. Nach deren Flanke von der linken Seite stand Carlotta Imping blank am zweiten Pfosten, doch die aufgerückte Rechtsverteidigerin verzog und schoss deutlich über das Tor (7.).
Unhaltbarer Gegentreffer für die Frauen des 1. FC Köln
Und die Gäste blieben tatsächlich am Drücker. Laura Vogt flankte kurz danach in den Sechzehner, Küver trat über den Ball und ermöglichte Lydia Andrade dahinter die Abschluss-Chance, doch die Stürmerin schoss knapp am Tor vorbei (10.). Hinten bewahrte Lisa Schmitz ihr Team vor dem Rückstand, parierte den Schuss von Kessya Bussy aus spitzem Winkel (14.). Die Wolfsburgerin war zuvor Amelie Bohnen davongelaufen.
Die Gastgeberinnen kamen danach besser ins Spiel und wurden die tonangebende Mannschaft, ohne dabei zwingende Torchancen zu erspielen. Ein Aussetzer der Kölner Hintermannschaft bescherte dem Favoriten die Führung. Vanessa Leimenstoll trat bei einer hohen Flanke an den Strafraum zunächst über den Ball, der bei Marina Hegering landete. Die Kapitänin spielte zu leichtsinnig zurück zu ihrer Teamkollegin. Ella Peddemors reagierte blitzschnell, schnappte sich die Kugel und vollstreckte unhaltbar zum 1:0 für den VfL (38.).
Unter dem Strich eine verdiente Kölner Niederlage
Die Gäste waren nach dem Seitenwechsel wieder mutiger und suchten den Weg nach vorne. Umso bitterer: Die Wölfinnen sorgten nach einem ruhenden Ball für die Vorentscheidung. Ella Peddemors verwandelte einen Freistoß aus eigentlich unmöglich spitzem Winkel links neben dem Sechzehner über die Unterkante der Latte ins Tor zum 2:0 für Wolfsburg (59.). Und der Favorit legte direkt nach. Küver stieg nach einer Ecke in der Mitte am höchsten und köpfte unhaltbar für Schmitz zum 3:0 ein (62.).
Der VfL sorgte nun für Dauer-Druck. Die eingewechselte Cora Zicai scheiterte an der Latte (68.). Wenige Sekunden später parierte Lisa Schmitz stark aus kurzer Distanz gegen den Schuss von Svenja Huth. Einen kleinen personellen Lichtblick gab es in der Schlussphase. Kathrin Hendrich feierte nach zweieinhalb Monaten ihr Comeback. Bemerkenswert: Die Nationalspielerin holte sich schon nach wenigen Sekunden die gelbe Karte ab für ein Foul an der Seitenlinie gegen Huth (75.).
Unterm Strich stand eine verdiente Kölner Niederlage. Die Domstädterinnen konnten ihre mutige Phase diesmal nicht lange aufrechterhalten und musste sich der Qualität des Gegners geschlagen geben. Für die FC-Frauen geht am kommenden Samstag (13 Uhr) weiter mit dem Heimspiel im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen RB Leipzig.
1. FC Köln: Schmitz – Imping (81. Schiffarth), Degen, Bohnen (74. Hendrich), Hegering, Leimenstoll – Feiersinger (67. Donhauser), Vogt – Elsen – Andrade (67. Zawistowska), Bremer. Tore: 1:0/2:0 Peddemors (38./59.), 3:0 Küver (62.).
