Die U21 des 1. FC Köln konnte einen ernüchternden Abschluss der englischen Woche in buchstäblich letzter Sekunde verhindern. Marvin Ajani sorgte mit seinem Last-Minute-Ausgleich immerhin noch für einen Punkt gegen die U21 des SC Paderborn.
Trainer Manuel Hartmann ärgerte sich über die Gegentore, lobte aber das Miteinander in der Akademie, das ihm zwei Debütanten bescherte.

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Marvin Ajani war nach dem Schlusspfiff glücklich aufgrund seines Ausgleichstreffers – und erleichtert, dass die englische Woche mit drei Spielen in acht Tagen endlich vorbei war: „Das geht natürlich immer ein bisschen mehr in die Beine“, schmunzelte der Routinier nach dem Schlusspfiff, „mit der Punkteausbeute geht es für den Körper aber noch mal besser.“ Die U21 blieb in den drei Spielen ungeschlagen und holte insgesamt sieben Punkte. „Mit der Ausbeute sind wir sehr zufrieden, vor allem, nachdem es in der Zeit davor ein bisschen schlechter lief“, merkte Ajani an. Auf die Debütanten habe er als einer der Leader vor der Partie gar nicht viel einreden müssen: „Wir wissen alle, dass die talentiert sind. Da muss man denen auch nicht viel sagen, die haben einfach Bock auf heute gehabt.“
“Deswegen hat Stefan Ruthenbeck auf drei seiner Stammspieler verzichten müssen“
Besonders bemerkenswert: Mit Pierre Tampier-Eken sammelte einer der beiden Debütanten direkt einen Scorerpunkt mit seiner Flanke auf Ajani vor dem 2:2. Die beiden Neulinge profitierten dabei von den Personal-Engpässen auf ihren Positionen. Tampier-Eken stieß hinzu, nachdem mit David Fürst und Cenny Neumann gleich zwei Außenverteidiger verletzt ausfielen Milian Eggers stand sogar in der Startelf. Er wie auch Kevin Ekweribe rückten in den Kader auf, nachdem Malek El Mala ins Bundesliga-Aufgebot gegen Schalke berufen wurde und Jonas Arweiler das Abschlusstraining wegen muskulärer Beschwerden abbrechen musste.
„Deswegen hat Stefan Ruthenbeck auf drei seiner Stammspieler verzichten müssen. Das ist nicht selbstverständlich“, lobte der U21-Trainer Manuel Hartmann die Zusammenarbeit in der FC-Akademie, „ich kann es immer nur betonen, dass dieser Draht in der Akademie extrem eng ist, auch in der Verzahnung nach oben. Das ist ein Riesenvorteil, den wir immer wieder für unsere Talente nutzen können.“ Hartmann konnte mit dem 2:2 letztlich leben, auch wenn am Ende gerade in Überzahl auch mehr drin gewesen wäre: „Wenn jemand gesagt hätte, ihr holt sieben Punkte, hätte das jeder unterschrieben. Klar hätten wir uns neun gewünscht am Ende der Woche, aber nach so einem Spielverlauf müssen wir damit heute zufrieden sein.“
„Wir haben immer auch krasse Fehler drin“
Der Coach ärgerte sich jedoch einmal mehr über die frühen Gegentore seiner Mannschaft, diesmal gleich in beiden Hälften: „Wir haben immer auch krasse Fehler drin, das muss man einfach sagen. Die frühen Gegentore ärgern sehr, weil du immer etwas hinterherläufst, anstatt mal vorzulegen und es dann dominant runterzuspielen. Das kostet dann auch noch Körner.“ Letztlich gelang es der U21 aber einmal mehr, nach einem Rückstand zurückzukommen. Vor dem Team liegt nun eine komplette Trainingswoche, ehe es erst am Sonntagabend (18 Uhr) beim 1. FC Bocholt weitergeht.
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