Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma 

OF Said El Mala im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma 

Gegen RB Leipzig spielte Said El Mala noch durch, gegen den VfB Stuttgart kam der Youngster dann wieder nur als Joker. Das ist bestimmt nicht zufriedenstellend für den Shootingstar des 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

Die Leistungen in den vergangenen Wochen waren eher schwach, trotzdem fordern viele FC-Fans mehr Startelfeinsätze für den Linksaußen beim 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

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Es ist eines der wohl größten Diskussionthemen rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Sollte Said El Mala öfter in der Startelf stehen? Viele FC-Fans würden diese Frage wohl eindeutig mit Ja beantworten. Trainer Lukas Kwasniok sieht das aber eher anders. In den bisherigen 22 Liga-Spielen stellte er El Mala nur neunmal von Beginn auf und brachte ihn stattdessen 13 Mal von der Bank. Auch am vergangenen Wochenende kam der Youngster nur für 22 Minuten. Das ist bestimmt nicht die Einsatzzeit, die sich der Kölner Shootingstar vorstellt.

Brighton wohl weiter sehr interessiert

Die wohl aus seiner Sicht fehlende Spielzeit sorgt mit Sicherheit gleichzeitig nicht dafür, dass der 19-Jährige noch für eine längere Zeit in Köln bleiben möchte. Die Bild berichtete nun, dass Brighton & Hove Albion weiter sehr am Linksaußen interessiert sei und ihn gerne möglichst schnell verpflichten möchte. Auch solle sich El Mala einen Wechsel nach England durchaus vorstellen können. Das bringt Kwasniok in eine Zwickmühle. Denn eigentlich müsste der Trainer mehr auf das Top-Talent setzen, um die Chancen zu erhöhen, ihn über die aktuelle Spielzeit hinaus in der Domstadt zu halten. Zusätzlich ist es für den Marktwert des Youngsters nicht gerade zuträglich, wenn er die Entwicklung zu einem Stammspieler nicht schafft.

Allerdings gibt es auch Gründe dafür, warum Kwasniok ihn zum Beispiel am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart erst als Joker gebracht hat. In der Partie wollte der Coach den Gegner in viele Eins-gegen-Eins-Duelle verwickeln. In der Hinsicht ist El Mala aber eine Schwachstelle, da sein Defensivverhalten noch sehr ausbaufähig ist. Der 19-Jährige verteidigt etwa nicht mit dem gleichen Einsatz wie zum Beispiel ein Jakub Kaminski oder ein Jan Thielmann, die in der Startelf standen. Außerdem hat der Youngster in den vergangenen Wochen nur bestenfalls durchwachsene Leistungen gezeigt – durchaus verständlich bei einem so jungen Spieler. Eine Woche vor der Partie in Stuttgart stand der Linksaußen etwa die volle Spielzeit auf dem Platz, konnte aber keinen großen Einfluss auf die Begegnung nehmen. Zwar kam der Angreifer zu zwei guten Chancen nach Umschaltsituation, sein Abschluss war aber jeweils nicht gut genug.

El Mala muss den nächsten Schritt machen

Überhaupt blieb El Mala seit dem ersten FC-Spiel des Jahres in Heidenheim ohne Torbeteiligung. Der Linksaußen wirkte im Vergleich zum Saisonanfang etwas gehemmt. „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“, meinte daher Lukas Kwasniok schon Ende Januar vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Der Coach habe schon im Trainingslager das Gefühl gehabt, dass der Hype den Shootingstar beschäftigte. Ablegen konnte das Top-Talent das bis jetzt anscheinend noch nicht. Außerdem haben sich seine Gegenspieler inzwischen mehr auf ihn eingestellt haben. Das macht es für den 19-Jährigen schwieriger, in seine Situationen zu kommen als noch in den ersten Partien der Spielzeit. Dabei trifft der Youngster gleichzeitig noch zu oft die falsche Entscheidung und übersieht etwa besser positionierte Mitspieler.

Daher muss El Mala jetzt eigentlich den nächsten Schritt in dieser Hinsicht und in Bezug auf seine Defensivarbeit machen. Darin liegt aber der nächste Punkt in Kwasnioks Dilemma. Um sich weiterzuentwickeln, muss der 19-Jährige trotz der zuvor genannten Gründe, warum er nicht so oft in der Startelf steht, eigentlich möglichst viel spielen. Nur so kann er mehr Erfahrungen sammeln und sich dadurch verbessern. Außerdem ist der Angreifer, wenn er das Potential aus der Hinrunde abruft, ein Unterschiedsspieler für die Geißböcke. Gerade auch in Umschaltmomenten kann der Offensivspieler mit seinem Tempo wertvoll sein. Die Chancen, die sich dadurch für ihn zuletzt ergeben haben, hat er zwar in den vergangenen Wochen nicht genutzt. Aber gerade in so einer Phase, wo El Mala seit etwas längerer Zeit auf eine Torbeteiligung wartet, wäre es für einen jungen Spieler wie ihn wichtig, das Vertrauen des Trainers zu spüren.

Kwasniok weiter vor Dilemma

Somit steht Kwasniok in den kommenden Partien wieder vor dem Dilemma, wie er mit dem Youngster umgeht. Bis zu einem gewissen Grad geht es dabei auch um die Frage, wie kurz- oder langfristig der Coach denkt. Kurzfristig ist es für den Erfolg der Mannschaft vielleicht besser, El Mala als Joker zu bringen, zumindest wenn dessen Leistungsdelle anhält. Langfristig ist es für den Verein aber eventuell sinnvoller, trotz seiner ersten Schwächephase mehr auf El Mala in der Startelf zu setzen, um seine Entwicklung voranzutreiben und ihn vielleicht etwas länger in Köln zu halten. Oder um zumindest seinen Marktwert zu erhöhen, falls der Shootingstar trotzdem unbedingt schon im Sommer wechseln möchte. Wie Kwasniok mit diesem Dilemma umgeht, bleibt abzuwarten. Was viele Fans sich dagegen wünschen würden, wie der Trainer damit umgeht, ist ziemlich klar: mehr Spielzeit für den Shootingstar.


„Positiv bekloppte Stimmung“: Der 1. FC Köln lässt sich die Laune vom Regen beim Rosenmontagszug nicht verderben

Ragnar Ache, Lukas Kwasniok und Jörn Stobbe auf dem FC-Wagen
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„Positiv bekloppte Stimmung“: Der 1. FC Köln lässt sich die Laune vom Regen beim Rosenmontagszug nicht verderben

Wie jedes Jahr nimmt der FC auch dieses Jahr wieder am Rosenmontagszug teil. Auf dem Kölner Wagen bringen unter anderem Lukas Kwasniok, Said El Mala und Marina Hegering Kamelle unter die Jecken: So ist die Stimmung beim 1. FC Köln beim Rosenmontagszug.

Auch wenn die Stimmung beim FC sportlich nicht gerade auf einem Höhepunkt ist, lassen sich die Vertreter des Vereins auf dem Wagen der Geißböcke den Spaß am Karneval nicht verderben: So ist die Stimmung beim 1. FC Köln beim Rosenmontagszug.

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Nach der alljährlichen Karnevalssitzung des 1. FC Köln am vergangenen Dienstag steht für den Verein am Montag die nächste Karnevals-Tradition an. Mit einem eigenen Wagen nehmen die Geißböcke am Rosenmontag an einem der größten Karnevalsumzüge im Rheinland teil. Und trotz der Niederlage gegen den VfB Stuttgart lassen sich die Kölner die Karnevalsstimmung nicht vermiesen, bevor es am Dienstag dann mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim weitergeht. So bringen unter anderem Lukas Kwasniok, Ragnar Ache und Said El Mala kräftig Kamelle unter die Jecken.

„Ein Teil des Ganzen zu sein, ist schon was ganz Besonderes“

„Ich freu mich extrem drauf, mir das Ganze auch von oben anschauen zu können. Ein Teil des Ganzen zu sein, ist schon was ganz Besonderes“, freute sich Kwasniok darum schon bevor der FC-Wagen gestartet war bei RTL. „Das wird eine positiv bekloppte Stimmung sein“, so der Coach weiter. Bereits bei seiner ersten Pressekonferenz als FC-Trainer hatte Kwasniok erklärt, dass er sich darauf freue, das erste Mal den Karneval in Köln mitzumachen. „Ich bin einfach happy, noch da zu sein. Erlebt ja nicht jeder Trainer, der hier im Juli beginnt. Insofern würde ich sagen, ist schon mal eine Leistung“, witzelte der Coach dann vergangene Woche bei der alljährlichen Karnevalssitzung der Geißböcke.

Ebenso erfreut wie Kwasniok zeigte sich vor der Fahrt auch El Mala bei RTL: „Ich bin happy, dabei zu sein. Ich freue mich sehr, mit dem Team, mit dem Staff auf dem Wagen zu sein und den Leuten Süßigkeiten zuzuwerfen. Ich glaube, das ist so ein einmaliges Ding, das für immer in Erinnerung bleibt.“ Etwas von der Euphorie auf den Straßen möchte der 19-Jährige dann mit in die nächsten Spiele nehmen: „Ich glaube, das zieht einen dann schon mit, wenn man sieht, wie man hier gefeiert und gepusht wird.“

Premiere für Präsident Jörn Stobbe

Neben der Männer- ist natürlich auch die Frauenmannschaft auf dem FC-Wagen vertreten. Kapitänin Marina Hegering, Co-Trainer Noah Eberhardt und Angreiferin Vanessa Leimenstoll machen die Fahrt vom Aufstellungsort Höhe Sachsenring an durch die Stadt mit. „Ich freue mich jetzt schon. Ich bin gespannt, wie lang es geht, wie viel Menschen man sieht. Es ist eine Ehre“, so Leimenstoll kurz vor der Fahrt. Dabei waren die Vertreter und Vertreterinnen der Geißböcke immerhin etwas gegen den Regen geschützt, wie die Angreiferin erklärte: „Wir haben Ponchos. Das hält schon.“

Ebenfalls dabei auf dem Wagen mit der Nummer 67 sind U19 Chefcoach Stefan Ruthenbeck und Ahmet Kücükoglu (Co-Trainer U19). Auch Präsident Jörn Stobbe und Geschäftsführer Philipp Liesenfeld lassen sich den Spaß nicht entgehen. Komplettiert wird die Besetzung mit zwei Mitgliedern des „Clubs der Legenden“, nämlich Harald Konopka und Herbert Zimmermann.

Für Präsident Stobbe ist der Auftritt auf dem Wagen derweil ebenfalls eine Premiere: „Ich erwarte viel Freude, das Wetter ist scheißegal. Oben bilden sich schon erste Freundschaften, der Oberbürgermeister ist direkt bei uns in der Nähe einen Wagen vor uns. Für Köln eine Riesensache.“


Der 1. FC Köln zeigt zuletzt Moral und Comeback-Qualitäten – aber es braucht mehr für Punkte

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Tor gegen RB Leipzig
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Der 1. FC Köln zeigt zuletzt Moral und Comeback-Qualitäten – aber es braucht mehr für Punkte

Auch gegen Leipzig hat der FC einen Rückstand aufgeholt – nicht das erste Mal in dieser Saison. Für einen Punktgewinn hat es aber nicht gereicht. Dennoch: Der 1. FC Köln zeigt Moral und Comeback-Qualitäten. Gegen den VfB sollen so auch Punkte erreicht werden.

Den ersten Rückstand konnten die Geißböcke noch aufholen, den zweiten dann aber – auch wegen des VARs – nicht mehr. Trotzdem bewiesen die Geißböcke nach der ersten Führung der Leipziger am vergangenen Sonntag zum wiederholten Mal dieses Jahr, dass sie zurückkommen können. Darauf könnte es auch in Stuttgart ankommen.

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Aufopferungsvoll hatte der 1. FC Köln am Sonntagnachmittag gekämpft, am Ende reichte es aber nicht für Punkte gegen RB Leipzig. Dabei wäre bei der 1:2-Niederlage ein Punktgewinn für den FC nicht unverdient gewesen. Denn die Geißböcke zeigten gegen die Leipziger eine gute Leistung und vor allem Moral – wieder einmal. So ließen sich die Kölner von der ersten Leipziger Führung nicht beirren und kamen in der 51. Minute zum Ausgleich durch Jan Thielmann. Und auch nach dem zweiten Treffer von Christoph Baumgartner für RB steckten die Domstädter nicht auf, sie erspielten sich mehrere Chancen auf das 2:2, schafften dieses am Ende aber auch wegen einer umstrittenen VAR-Entscheidung nicht.

Kölner Comeback-Qualitäten

Diese Moral, sich selbst nach Rückschlägen nicht beirren zu lassen, hat die Kölner Mannschaft speziell in den vergangenen Wochen immer mehr verinnerlicht. Denn durch das 1:1 von Thielmann war das Spiel gegen die Leipziger bereits das dritte von insgesamt sechs Pflichtspielen in diesem Jahr, in dem der FC (zwischenzeitlich) einen Rückstand aufholen konnte. Bereits zum Jahresauftakt beim 1. FC Heidenheim und gegen den 1. FSV Mainz 05 zeigten die Geißböcke Comeback-Qualitäten. Und während der Einsatz gegen RB am Ende nicht mit einem Punkt belohnt wurde, sah es bei den beiden anderen Begegnungen besser aus.

In Heidenheim reichte es immerhin noch zu einem Unentschieden. Dafür holten die Kölner gleich zwei Rückstände auf. Erst erzielte Eric Martel nur drei Minuten nach der ersten Führung der Gastgeber das 1:1. Kurz nach der Pause glich dann Said El Mala den erneuten Führungstreffer von Julian Niehues aus. Später in der Partie hatte der FC dann sogar noch Chancen auf den Sieg, ließ diese aber liegen. Das machten sie dann zwei Spiele danach gegen Mainz besser. Mit einem Doppelpack von Ragnar Ache drehten die Geißböcke die Begegnung. Zuvor hatte Stefan Bell das 0:1 erzielt.

Moral ein Trumpf im Kampf um den Klassenerhalt

Diese Moral wird besonders Trainer Lukas Kwasniok sehr gefallen. So verlangt der Trainer von seinen Schützlingen immer als Grundlagen für den Erfolg maximalen Einsatzwillen und Leidenschaft. Dazu gehört für den Coach mit Sicherheit auch, nach Rückständen weiterzumachen und sich nicht hängen zu lassen. Und diese Einstellung impft Kwasniok seinen Spielern immer wieder ein. Selbst gegen einen starken Gegner wie RB lässt sich die Mannschaft nach Rückschlägen nicht hängen und zieht weiter ihr Spiel durch. Diese Einstellung kann im Kampf gegen den Abstieg zu einem wichtigen Trumpf werden. Denn gerade in engen Partien gegen Mannschaften wie eben Heidenheim und Mainz, die im Abstiegskampf stecken, kann es entscheidend sein, sich nicht von einem Rückstand aus der Bahn werfen zu lassen.

So sicherten die Comeback-Qualitäten den Domstädtern in diesen Partien zum einen vier Punkte und kosteten zum anderen den Gegnern zwei beziehungsweise drei. Allerdings haben die Geißböcke in diesem Jahr ebenfalls zweimal nach einer Führung noch verloren. Davon war jedoch ein Spiel gegen Bayern München. Und auch in der Begegnung gegen Freiburg ließen sich die Kölner nach dem Rückstand nicht hängen und hatten Chancen auf den Ausgleich – ähnlich wie zuletzt gegen Leipzig. So kann man den FC-Profis bei den Niederlagen trotz vorheriger Führung definitiv nicht fehlende Moral vorwerfen.

Comeback-Qualitäten auch gegen Top-Teams wichtig

Die Comeback-Qualitäten, die die Domstädter dieses Jahr bereits gezeigt haben, können aber nicht nur in Duellen gegen Abstiegskandidaten von Bedeutung sein. Gerade in den kommenden Partien gegen einige starke Gegner könnten sie auch wichtig werden. Denn in den nächsten vier Begegnungen treffen die Kölner auf die Top-Teams Stuttgart, Hoffenheim und Dortmund. Spiele, in denen der FC schnell mal in Rückstand geraten kann. Dann wird es für die Geißböcke darauf ankommen, dass sie die Comeback-Qualitäten und ihre Moral erneut zeigen – und sich dieses Mal wie gegen Heidenheim und Mainz auch dafür belohnen und nicht wie gegen Leipzig leer ausgehen.


Darum kann die Niederlage gegen Leipzig dem 1. FC Köln trotzdem Hoffnung machen

Luca Waldschmidt im Duell mit Max Finkgräfe
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Darum kann die Niederlage gegen Leipzig dem 1. FC Köln trotzdem Hoffnung machen

Gegen RB Leipzig unterlag der FC zum wiederholten Male in dieser Saison einem Top-Team. Allerdings konnten die Geißböcke am vergangenen Sonntag durchaus mithalten. Das macht Hoffnung für die nächsten Wochen: Der 1. FC Köln kann auch gegen Top-Teams bestehen.

Trotz der Niederlage zeigten die Kölner gegen Leipzig eine ordentliche Leistung. Die kann gerade für die kommenden Begegnungen mit mehreren Spitzenmannschaften Mut machen: Der 1. FC Köln kann auch gegen Top-Teams bestehen.

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Es war der nächste Eintrag in eine bisher schwache Bilanz: Gegen RB Leipzig verlor der 1. FC Köln erneut gegen ein Top-Team. Damit bleibt die Bilanz der Geißböcke gegen Spitzenmannschaften weiter sehr durchwachsen. In sieben Liga-Duellen mit den Mannschaften, die in der Liga aktuell in Top sechs stehen, hat der FC nur einen einzigen Sieg geholt. Der war in der Hinrunde gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Alle anderen Partien verloren die Kölner. Dazu kommt noch eine weitere Niederlage gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal. Auch wenn diese Spiele natürlich nicht die sind, die die Kölner für den Klassenerhalt gewinnen müssen, ist die Bilanz trotzdem ausbaufähig.

Leistung gegen Leipzig macht Mut

Und gerade in den kommenden Wochen stehen einige Begegnungen mit Spitzenmannschaften an. In den nächsten vier Spielen treffen die Kölner auf drei Mannschaften aus den Top sechs: den VfB Stuttgart, 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund. Wenn sich die Bilanz der Kölner gegen Top-Teams nicht verbessert und sie gegen den FC Augsburg, der zwischen Hoffenheim und Dortmund auf sie wartet, keine Punkte holen sollten, droht dem FC damit die nächste Negativspirale. Umso ärgerlicher ist es für die Geißböcke, dass sie gegen Leipzig nicht zumindest einen Punkt holen konnten. Denn der wäre durchaus drin gewesen.

Gleichzeitig macht aber gerade die Partie gegen RB auch Hoffnung für die nächsten Wochen. Denn die Domstädter haben gegen die Roten Bullen gezeigt, dass sie mit den Top-Teams mithalten können. So ließen die Kölner zwar einige Leipziger Chancen zu, hatten aber gleichzeitig selber genug Möglichkeiten, um einen Punkt aus der Begegnungen mitzunehmen. Dass sie das nicht geschafft haben, lag am Ende auch an der umstrittenen VAR-Entscheidung, durch die der FC in der 76. trotz Christoph Baumgartners Handspiel wegen Abseits keinen Strafstoß bekam. Zuvor hatten die Geißböcke bereits beim Stand von 0:0 in der Anfangsphase zwei gute Möglichkeiten durch Said El Mala, selber in Führung zu gehen.

Ache als wichtiger Faktor gegen Top-Teams

An den beiden Chancen des Youngsters lässt sich auch gut erkennen, wie die Kölner gegen Spitzenmannschaften erfolgreich sein können. Ein wichtiger Faktor ist dafür Ragnar Ache. Der machte das gesamte Spiel über viele Bälle als Zielspieler fest und gab seiner Mannschaft damit mehr Präsenz in der gegnerischen Hälfte und gute Kontermöglichkeiten. Etwa beim ersten Abschluss von El Mala. Nach einem weiten Kölner Befreiungsschlag behauptete Ache den Ball in der gegnerischen Hälfte und steckte auf den durchstartenden Linksaußen durch. Dessen Abschluss geriet jedoch zu harmlos. Über solche Umschaltmöglichkeiten kann der FC aber auch gegen die Top-Teams Gefahr ausstrahlen.

Ein weiteres Mittel gegen diese Mannschaft ist außerdem, dass sich die Domstädter nicht nur hinten reinstellen, sondern den Gegner immer wieder hoch anlaufen. Das birgt zwar ein gewisses Risiko, kann aber genauso zu Chancen wie der zweiten El-Mala-Möglichkeit führen. Bei dieser provozierten die Geißböcke durch frühes Stören einen schwachen Pass von Nicolas Seiwald, den Jakub Kaminski abfangen konnte. Darauf schalteten die Kölner erneut über Ache und Tom Krauß schnell um, sodass El Mala zum Abschluss kam. Neben der Möglichkeit für hohe Ballgewinne hatte das frühe Anlaufen gleichzeitig den Vorteil, dass die Geißböcke nicht zu sehr in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurden. Auch wenn es dadurch natürlich die Gefahr gab, überspielt zu werden.

Auch gegen Bayern schon gute Ansätze

Gute Ansätze zeigten die Kölner auch im Liga-Duell mit den Bayern Mitte Januar. Dort waren die Domstädter ebenfalls vor allem über Konter gefährlich. So fiel zum Beispiel die FC-Führung in der Partie durch einen starken Umschaltmoment von Linton Maina. Auf diese Spiele gegen Bayern und Leipzig kann Trainer Lukas Kwasniok gemeinsam mit seiner Mannschaft aufbauen. Zusätzlich müssen sie es aber noch schaffen, dass die Defensive – gerade bei Standardsituationen – noch sicherer steht. Speziell die Leipziger Führung nach einem Freistoß war nämlich ein vermeidbares Gegentor, das in Partien gegen Spitzenmannschaften weh tut.

Trotzdem können die FC-Fans nach dem vergangenen Wochenende mit zumindest etwas mehr Zuversicht in die kommenden Begegnungen gehen. Denn mit Leistungen wie gegen Bayern und Leipzig kann für die Geißböcke durchaus etwas drin sein gegen Stuttgart, Hoffenheim und Dortmund. Und vielleicht sieht die Kölner Bilanz gegen Top-Teams nach den kommenden Begegnungen ja zumindest etwas besser aus.


Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit

Nach wie vor ist er der FC-Shootingstar der Saison. In den vergangenen Partien war der Youngster aber deutlich weniger auffällig als noch in 2025 beim 1. FC Köln: Said El Mala ist auf der Suche nach der Leichtigkeit.

Sieben Tore, drei Vorlagen: Said El Mala spielt eine überragende Debüt-Saison in der Bundesliga. In den vergangenen Wochen baute der Youngster im Vergleich zu der Anfangszeit jedoch etwas ab und erlebt nun seine erste schwere Phase bei den Geißböcken.

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Einen Moment gab es gegen den VfL Wolfsburg dann doch noch, in dem Said El Mala seine ganze Qualität zeigte. In der letzten Minute des Spiels behauptete der Shootingstar auf der linken Seite gegen Saël Kumbedi den Ball, zog nach innen, dribbelte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und kam frei vor dem Wolfsburger Tor zum Abschluss. Wölfe-Keeper Kamil Grabara behielt jedoch im Duell die Oberhand. Aber auch ohne ein Tor war es eine typische El-Mala-Szene, in der der Youngster seine große Klasse zeigte. Allerdings war es für die vergangenen Partien des 19-Jährigen ebenfalls passend, dass der Ball nicht reinging. Denn sowohl gegen Wolfsburg als auch zuvor gegen Bayern München, Mainz 05 und den SC Freiburg blieb der Linksaußen ansonsten eher blass – und ohne Torbeteiligung.

„Nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“

Auf sich aufmerksam machen konnten in den Begegnungen andere Spieler wie zum Beispiel Linton Maina. El Mala dagegen hatte kaum auffällige Aktionen und konnte dem Kölner Angriff keine entscheidenden Impulse geben – so wie noch in weiten Teilen der Hinrunde oder zum Jahresauftakt in Heidenheim. Und wenn der Youngster mal in eine gefährliche Situation kam, wie in der Szene gegen Wolfsburg oder bei seiner Großchance nach einem Konter gegen Bayern, fehlte ihm die letzte Präzision im Abschluss. Auch seine gefürchteten Dribblings konnte der 19-Jährige kaum anziehen. Es ist die erste, kleine Schwächephase des Shootingstars im FC-Trikot.

So bemerkte sein Trainer Lukas Kwasniok bereits vor dem Wolfsburg-Spiel, dass El Malas Weg erstmals „ein bisschen ins Stocken“ geraten sei. Ein Grund dafür sei laut dem Coach der enorme Wirbel um den Linksaußen. Zwar gehe der Angreifer „sehr gut mit dieser Phase und mit diesem Hype um. Im Trainingslager hatte ich das erste Mal in einem Gespräch das Gefühl, dass es ihn ein wenig beschäftigt“, so Kwasniok. Und weiter: „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist.“ Und das gerade jetzt, wo mal wieder ein Angebot aus der Premier League den Wirbel wieder befeuert. Rund 25 bis 30 Millionen Euro soll Brighton laut „Sport Bild“ geboten haben.

Starke Form anderer kann Druck auf El Mala verringern

Dabei sind Schwächephase für Talente natürlich ganz normal und von Kwasniok auch angedeutet. So ist es zum einen etwas anderes, in der Bundesliga über 34 Spieltage konstant gute Leistungen abzuliefern als in der dritten Liga, wie es El Mala in der vergangenen Spielzeit bei Viktoria Köln getan hat. Zum anderen ist der Kölner Shootingstar immer noch erst 19 Jahre alt. Dass es für ihn speziell in einem so jungen Alter schwierig ist, mit dem Hype und der inzwischen größeren Erwartungshaltung umzugehen, ist nur allzu verständlich. Daher betonte auch Kwasniok, dass man versuche, „behutsam damit umzugehen. Denn natürlich macht das was mit einem. Wir alle haben das nie erlebt.“

Daher erscheint es umso wichtiger für die Geißböcke, dass sie in den vergangenen Partien auch ohne die genialen Momente des Top-Talents zwei Siege holen konnten. Durch die starke Form anderer Spieler wie Tom Krauß, Alessio Castro-Montes oder Maina fällt die Leistungsdelle bei El Mala nicht so sehr ins Gewicht. Denn zuvor war der Linksaußen an fast jedem Kölner Punktgewinnen mit einem Tor oder Vorlage beteiligt, häufig sogar entscheidend. Jetzt kann es Druck von den Schultern des 19-Jährigen nehmen, zu wissen, dass es nicht alleine auf ihn ankommt, die Spiele mit starken Leistungen zu Gunsten der Kölner zu kippen. Dadurch kann der Angreifer vielleicht bald schon wieder befreiter aufspielen sowie die leichte Schwächephase überwinden. Und dann wird er bestimmt trotzdem auch wieder ein Unterschiedsspieler für den FC sein.


Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

Luca Waldschmidt saß gegen Wolfsburg 90 Minuten auf der Bank
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Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

In fünf Spielen in 2026 kam Luca Waldschmidt bisher nur als Joker zum Einsatz – wenn überhaupt. Gegen Wolfsburg bekam der Angreifer das zweite Mal in diesem Jahr gar keine Minuten: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

90 Minuten saß Luca Waldschmidt am vergangenen Freitag gegen seinen Ex-Verein VfL Wolfsburg auf der Bank. Dabei gäbe es gerade sogar als zweite Spitze neben Ragnar Ache oder hinter den Spitzen passende Rollen im FC-System. Trotzdem setzt Lukas Kwasniok kaum auf den 29-Jährigen: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

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Es waren deutliche Aussagen direkt zu Jahresbeginn. In einem Interview mit dem „Express“ hatte Luca Waldschmidt Anfang Januar betont, dass manche Entscheidungen, die Trainer Lukas Kwasniok trifft, für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“ Ebenso deutlich wie die Aussagen des ehemaligen deutschen Nationalspielers war auch die Reaktion seines Coaches. Denn der strich den 29-Jährigen für den Jahresauftakt in Heidenheim aus dem Kölner Kader. Zwar holte Kwasniok den Angreifer für die darauffolgende Partie gegen Bayern München zurück in die Mannschaft und brachte ihn in der Schlussphase als Joker.

Bisher kaum Einsatzzeit in 2026

Trotzdem lässt sich nach fünf Kölner Pflichtspielen in 2026 festhalten: Verbessert hat sich Waldschmidts Situation nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. So sammelte der Stürmer in 2026 erst 33 Minuten Einsatzzeit. Gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag saß der Angreifer sogar 90 Minuten auf der Bank. Damit dürfte auch die Unzufriedenheit des 29-Jährigen inzwischen wieder größer geworden sein. Denn vor der Winterpause hatte Waldschmidt immerhin noch zweimal gegen St. Pauli und Bayer Leverkusen in der Startelf gestanden. Im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin hatte er aus Krankheitsgründen gefehlt. Jetzt scheint der flexible Offensivspieler aber kaum noch eine Rolle in Kwasnioks Planungen zu spielen.

Dabei hat es gerade in den vergangenen Partien im Kölner System eine Rolle gegeben, die sehr gut zum Profil des 29-Jährigen gepasst hätte. Denn seit Kwasnioks Umstellung zur zweiten Halbzeit gegen Mainz 05 agierte der FC in den vergangenen Partien in einem 4-4-2 mit einer Doppelspitze. Neben Zielspieler Ragnar Ache agierte Marius Bülter als sehr bewegliche zweite Spitze. Immer wieder weicht der ehemalige Hoffenheimer auf die Flügel aus oder lässt sich etwas tiefer fallen als sein Sturmpartner. So genießt Bülter in seiner Rolle viele Freiheiten und sucht sich die für ihn passende Räume.

Passende Rolle im System eigentlich vorhanden

Diese Position als zweite Spitze mit viel Freiheiten würde auch perfekt zu Waldschmidt passen. Der 29-Jährige hat nicht das Profil eines klassischen Stoßstürmers wie Ache, sondern lässt sich oft fallen, um am Spielaufbau beteiligt zu sein. Mit seinem starken linken Fuß und seiner Übersicht kann der ehemalige Wolfsburger sowohl mit Pässen durch die gegnerischen Linien als auch mit präzisen Flanken Chancen kreieren. Statt aber auf die Qualitäten des ehemaligen deutschen Nationalspieler zu setzen, vertraute Kwasniok zuletzt eben Bülter. Zum einen wahrscheinlich, weil der Sommerneuzugang aus Hoffenheim eine stärkere Physis mitbringt. Dadurch strahlt der 32-Jährige auch im Strafraum bei Flanken mehr Gefahr aus. Zum anderen dürften Waldschmidts Aussagen im Trainingslager seine Chancen bei Kwasniok nicht verbessert haben.

Letzterer hatte zu Beginn der Transferperiode noch nicht ausgeschlossen, dass Spieler, die unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten sind, eventuell den Verein verlassen könnten. Dafür ist es für Waldschmidt wohl zu spät, nur wenige Transferfenster sind noch geöffnet. Dass der Stürmer aber noch auf die von ihm gewünschten Einsatzzeiten kommen wird, ist wohl nach den vergangenen Wochen eher unwahrscheinlich. Wenn jedoch die Anzahl an Minuten wirklich so gering wie in den vergangenen Wochen bleibt, wird nicht nur Waldschmidts Unzufriedenheit größer. Sie könnte sich gleichzeitig auf den Rest der Mannschaft auswirken. Eine knifflige Situation, die Kwasniok managen muss. Daher wird es spannend zu sehen seien, wie der Trainer mit der Situation um den Angreifer umgeht. Und ob er ihn darum in den nächsten Wochen vielleicht doch wieder mehr Chancen gibt – zum Beispiel eben als hängende Spitze neben Ache.


Machtwinner Linton Maina: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0

Linton Maina vom 1. FC Köln jubelt nach seinem Tor
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Machtwinner Linton Maina: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0

Nach viel Kampf und einer starken ersten Hälfte belohnten sich die Geißböcke am Freitagabend: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0. Matchwinner war dabei Siegtorschütze Linton Maina.

Das Duell gegen den VfL Wolfsburg war ein sehr wichtiges für den FC, denn mit den Wölfen kam eine in den vergangenen Wochen formschwache Mannschaft in die Domstadt. Diesen Umstand wussten die Geißböcke am Ende zu nutzen: Der 1. FC Köln gewinnt gegen den VfL Wolfsburg 1:0.

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Im Duell gegen den VfL Wolfsburg setzte Trainer Lukas Kwasniok für seine Verhältnisse fast schon auf Kontinuität. Nur zwei Wechsel nahm der Coach im Vergleich zum Spiel gegen den SC Freiburg vor und damit deutlich weniger als in den vergangenen Wochen. Cenk Özkacar und Eric Martel rotierten für Jan Thielmann und Rav van den Berg in die Startelf. Damit setzte der Coach erneut auf eine Viererkette sowie im Angriff auf die Kombination aus Ragnar Ache und Marius Bülter. Bis zu den ersten offensiven Momenten dauerte es aber ein bisschen. Beide Mannschaften agierten erstmal abwartend und waren um Stabilität bemüht. Nach und nach übernahm dann der FC die Kontrolle. Und hatte in der 14. Minute den ersten gefährlichen Abschluss: Alessio Castro-Montes bekam auf der rechten Seite viel Zeit und Platz und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort legte Bülter zurück auf Ache, der jedoch ein Luftloch schlug.

FC bestimmt die Partie

Trotzdem blieben die Kölner dran. Nach einer Hereingabe von Kristoffer Lund von der Grundlinie hatte erneut Ache die Riesen-Chance auf die Führung. Seinen zu zentralen Kopfball konnte Wölfe-Keeper Kamil Grabara um den Pfosten lenken. Im Anschluss an die folgende Ecke schloss Lund aus dem Rückraum ab, sein Versuch wurde zu Bülter abgefälscht, für den der Winkel aber zu spitz wurde. Dadurch konnten die Wölfe klären. Diese blieben offensiv weiter harmlos. Bezeichnend dafür war ein schwacher Distanzschuss von Maximilian Arnold (19.). Auf der anderen Seite vergab Linton Maina die nächste gute Möglichkeit der Gastgeber, da er an der Strafraumkante noch entscheidend gestört wurde und verzog.

Kurz darauf sorgte Marvin Schwäbe mit einem misslungen Pass kurz für einen erhöhten Puls bei den Kölner Fans. Der direkte Versuch von Arnold landete aber ungefährlich nur beim Torhüter – da wäre mehr drin gewesen für die Wölfe. Und auch bei den Kölnern fehlte Lund bei einem Kopfball aus guter Position die Präzision. Besser machte es kurz darauf Maina: Nach einer schönen Passstafette über Sebastian Sebulonsen und Tom Krauß zog der Flügelspieler vom rechten Strafraumeck nach innen und zog ab. Sein leicht abgefälschter Abschluss schlug rechts im Wolfsburger Tor ein – die Führung für die Geißböcke! Und der Angreifer hatte kurz danach die Chance, den Doppelpack zu schnüren. Sein Versuch nach einer abgefälschten Hereingabe wurde jedoch geblockt. Ähnlich erging es Jakub Kaminski nur kurz darauf. Der Pole wurde davor schön von Bülter in Szene gesetzt (36.). Danach hatte dann Patrick Wimmer die beste Chance der Gäste in der ersten Hälfte: Nach einem schönen Zusammenspiel mit Christian Eriksen verzog der Wolfsburger aber aus leicht spitzem Winkel. Auf der anderen Seite wurde wiederum ein Abschluss von Bülter im Strafraum geblockt. Der Abpraller landete bei Lund, der von der Strafraumkante aber relativ deutlich verzog.

Wolfsburg steigert sich nach der Pause

Kurz vor der Pause gab es dann aus Kölner Sicht noch einen kleinen Aufreger: Krauß wurde bei einem Abschluss im Strafraum von Yannick Gerhardt getroffen. Da der Ex-Kölner aber vorher den Ball geblockt hatte, zeigte Schiedsrichter Martin Petersen nicht auf den Punkt – natürlich zum Unmut der Gastgeber. So ging es mit dem 1:0 in die Pause. Aus dieser kamen die Gäste mit mehr Schwung – und forderten dann selber einen Strafstoß. Kento Shiogai dribbelte zentral in den Strafraum und versuchte, auf Dzenan Pejcinovic quer zu legen. Der Ball sprang dabei an den angelegten Arm von Cenk Özkacar – eindeutig kein Elfmeter. Trotzdem blieben die Wölfe gefährlicher als in Durchgang Eins. Eine halbhohe Hereingabe von Wimmer von der Strafraumkante klärte Schwäbe unorthodox mit dem Fuß (49.).

In der 59. Minute hatte Pejcinovic die große Chance zum Ausgleich: Nach einem langen Ball war der Stürmer frei durch, schoss aber aus linker Position im Strafraum am langen Eck vorbei. Schiedsrichter Petersen entschied außerdem auf Abseits. Das hob Lund aber wohl auf – Glück für die Geißböcke. Insgesamt blieb die Partie nun deutlich ausgeglichener, weil sich der VfL präsenter in den Zweikämpfen zeigte. Aber die Kölner hielten dagegen: Bülter zog aus sehr spitzem Winkel links im Sechzehner ab, sein Versuch ging jedoch deutlich drüber. Ein paar Minuten später marschierte der starke Maina bei einem Konter von Strafraum zu Strafraum und schloss ab – knapp rechts vorbei (68.). Kurz danach kamen wieder die Wölfe sehr gefährlich vors Tor: Über Pejcinovic und Wimmer kam Adam Daghim halbrechts aus zehn Metern völlig frei zum Abschluss. Sein Schuss konnte aber im letzten Moment noch geblockt werden.

Wolfsburg mit Chancen auf den Ausgleich

Ein Kopfball von erneut Daghim stellte Schwäbe dieses Mal dagegen vor keine Herausforderung (76.). Auf der anderen Seite zog der eingewechselte Said El Mala von links nach innen, sein Abschluss aus etwa 18 Metern ging aber am langen Eck vorbei. So blieb es erstmal bei der knappen FC-Führung. Und danach kamen wieder die Wölfe: Gerhardt zielte von der Strafraumkante nach einer flachen Flanke aber deutlich zu hoch. Nach einem Wolfsburger Konter wurde es dann erneut brandgefährlich im Kölner Strafraum. Pejcinovics Abschluss aus guter Position war jedoch zu schwach und genau auf Schwäbe. Und die Kölner schwammen weiter in der Defensive. Auch Shiogais wuchtiger Abschluss von der Strafraumkante führte aber nicht zum Ausgleich, sondern flog übers Tor (88.). Den Last-Minute-Treffer verhinderte Schwäbe in der Nachspielzeit gleich doppelt: Erst stark im Eins-gegen-Eins gegen erneut Shiogai und kurz danach bei einem Schuss von Daghim. El Mala wiederum vergab auf der anderen Seite die Entscheidung. Aber es war die letzte Aktion des Spiels. So blieb es beim 1:0-Erfolg für die Geißböcke.

Für die geht es in einer etwas über einer Woche am Sonntag (8.2.) weiter. Dann erwarten die Domstädter um 15:30 Uhr RB Leipzig.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar, Martel, Sebulonsen – Lund (86. van den Berg), Kaminski (75. El Mala), Krauß, Castro-Montes – Maina (75. Thielmann), Ache (86. Niang), Bülter (66. Johannesson); Tore: Maina (29.); Gelbe Karten FC: Ache


Nach schwachen Leistungen: Kristoffer Lund muss um seinen Stammplatz kämpfen – und um die Verpflichtung

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln
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Nach schwachen Leistungen: Kristoffer Lund muss um seinen Stammplatz kämpfen – und um die Verpflichtung

Gegen den SC Freiburg zeigte Kristoffer Lund eine eher mäßige Leistung – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Weil seine Konkurrenten inzwischen stärker aufspielen, droht der Linksverteidiger nun seinen Stammplatz zu verlieren beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund muss sich steigern – auch für eine feste Verpflichtung.

Seit seinem ordentlichen Saisonstart kommt der Sommerneuzugang nicht mehr richtig in Schwung beim 1. FC Köln: Kristoffer Lund muss sich steigern, um seinen Stammplatz zu behalten.

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Am zweiten Spieltag dieser Saison gegen den SC Freiburg zeigte Kristoffer Lund, warum ihn der FC verpflichtet hatte. Der Linksverteidiger spulte ein großes Pensum ab und war in der Defensive sicher. So war der Sommerneuzugang mehrmals noch zur Stelle bei (potenziell) gefährlichen Situationen. Gleichzeitig harmonierte der gebürtige Däne in der Offensive sehr gut mit Marius Bülter und Jakub Kaminski, setzte auch dort einige Akzente. Es war ein Spiel, das Lust auf mehr machte. Das Problem dabei: So stark wie im zweiten Ligaspiel trumpfte Lund danach bislang nicht nochmal auf. Für seine bisherigen Leistungen war eher das Rückrunden-Spiel gegen die Breisgauer am vergangenen Wochenende der bessere Vergleichswert. Dort wirkte der 23-Jährige defensiv immer mal wieder wackelig und konnte nach vorne keine Akzente setzen – wie schon einige Male in dieser Spielzeit.

Schwache Leistungen häufen sich

So erhielt siebenmalige US-Nationalspieler in den vergangenen sieben Partien, bei denen er mindestens 30 Minuten gespielt hat, immer maximal die come-on-fc-Note Drei Minus (gegen Mainz und Bayern). Ansonsten gab es zweimal eine Vier Minus (in Bremen und Freiburg) und dreimal sogar nur eine Fünf Plus (gegen Mönchengladbach, Frankfurt sowie Union). Dabei zeigte Lund häufiger Schwächen und Unsicherheiten in der Defensive. Zuletzt gegen den SC Freiburg lief ihm etwa in der 20. Minute vor einer guten Chance für Igor Matanovic Flankengeber Lukas Kübler im Rücken weg. Dazu geführt hatten auch Abstimmungsprobleme mit Linton Maina. Beim Siegtreffer der Breisgauer sah der Abwehrspieler ebenfalls nicht gut aus. Er machte zu wenig Druck auf Niklas Beste bei dessen Hereingabe.

Gleichzeitig kann Lund seine Aussetzer in der Defensive nicht durch besondere offensive Stärken kompensieren. Denn dort kann der 23-Jährige meistens viel zu wenig Akzente setzen. Selbst wenn der gebürtige Däne auf der linken Schiene in einer Fünferkette gespielt hat, also etwas offensiver als gegen Freiburg, schaffte er es meistens nicht, den Kölner Angriff gefährlich zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende kam Lund etwa auf gerade mal 0,05 Expected Assists. Insgesamt hat der Linksverteidiger in seiner Zeit in der Domstadt erst eine Vorlage erzielt und noch keinen Treffer.

Stammplatz und WM-Chancen auf der Kippe

Dabei wäre es für den 23-Jährigen gerade jetzt aus mehreren Gründen wichtig, sich zu steigern und die guten bis ordentlichen Leistungen vom Saisonanfang zu bestätigen. Denn während Lund über die Spielzeit hinweg mit seinen Leistungen eher abgebaut hat, hat sich mit Alessio Castro-Montes ein Konkurrent deutlich besser präsentiert. Gegen Freiburg spielte Letzterer zwar als Rechtsverteidiger, ist aber ebenfalls auf links einsetzbar und eingeplant. Gerade wenn Trainer Lukas Kwasniok mit der Rückkehr von Dominique Heintz, Jahmai Simpson-Pusey und Joel Schmied nach ihren Verletzungen bald wieder mehr defensive Optionen hat, droht Lund die Bank. Dann wird nämlich der seit Wochen als Aushilfs-Innenverteidiger spielende Sebastian Sebulonsen wieder zu einer Option auf der rechten Schiene. Dafür könnte Castro-Montes nach links ausweichen. Dabei hat der Belgier nach den Leistungen der vergangenen Wochen wahrscheinlich die Nase vor Lund.

Für diesen würde das aber bedeuten, dass sich seine letzten WM-Hoffnungen wohl in Luft auflösen würden. Denn ohne einen Stammplatz und mit den davor durchwachsenen Leistungen wäre wohl auch die letzte Chance für den siebenmaligen US-Nationalspieler dahin, noch für das Heim-Turnier nominiert zu werden. Dafür müsste der Sommerneuzugang sich jetzt über gute Leistungen empfehlen, da er bereits seit über einem Jahr nicht mehr im Kader der USA stand. Zuletzt wurde er für Freundschaftsspiele im Oktober 2024 in den Kader der Nationalmannschaft berufen.

Steigerung für feste Verpflichtung nötig?

Zusätzlich geht es für Lund um seine Zukunft beim 1. FC Köln. Der Schienenspieler ist bekanntlich nur von seinem Stammverein Palermo FC ausgeliehen. Die Geißböcke besitzen zwar eine Kaufoption, doch ob sie diese wirklich ziehen, ist nach den bisherigen Leistungen des 23-Jährigen fraglich. Sollte der Linksverteidiger sich in den kommenden Wochen wirklich nicht steigern und seinen Stammplatz verlieren, ist es gut möglich, dass sich der FC lieber nach Alternativen umschaut. Spannend wird dabei zu sehen, wie Lund auf die Situation und den im Vergleich zu Hinrunde härteren Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen reagiert. So könnte der frühere dänische U-Nationalspieler daraus auch zusätzliche Motivation ziehen und durch den Druck von etwa Castro-Montes selber ein neues Level erreichen. Auch wenn es momentan nach den Leistungen der vergangenen Wochen wohl eher nicht danach aussieht.


Krasse Bilanz: Zum ersten Mal seit Spieltag 1 wieder Punkte ohne El-Mala-Torbeteiligung beim 1. FC Köln

Said El Mala blieb gegen den FSV Mainz 05 blass
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Krasse Bilanz: Zum ersten Mal seit Spieltag 1 wieder Punkte ohne El-Mala-Torbeteiligung beim 1. FC Köln

Schon oft hat Said El Mala dem FC diese Saison mit Toren und Vorlagen zu Punkten verholfen. Tatsächlich zeigte sich die Mannschaft meist extrem abhängig von den Leistungen des Youngsters – bis zum Spiel gegen Mainz: Der 1. FC Köln kann es doch noch ohne Punktelieferant Said El Mala.

Kein FC-Spieler hat in dieser Bundesliga-Saison mehr Torbeteiligungen als Said El Mala: Zusammengenommen zehn Tore und Vorlagen hat der Youngster bereits erzielt. Damit ist der 19-Jährige an zahlreichen Punktgewinnen beteiligt – die Offensive aber auch oft von den genialen Momenten des Shootingstars abhängig. Das war beim Rückrundenauftakt am vergangenen Wochenende anders: Der 1. FC Köln kann es doch noch ohne Youngster Said El Mala.

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Es ist wohl mit das größte Diskussionsthema rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Soll Said El Mala von Beginn an auflaufen oder ist sein Einfluss als Joker größer? Lukas Kwasniok war oft vom letzteren überzeugt – zum Unmut vieler FC-Fans. Dass das Thema aber überhaupt so hoch kocht, liegt natürlich an den herausragenden Leistungen des 19-Jährigen in dieser Saison. Auf sieben Tore und drei Vorlagen kommt der Shootingstar bereits. Damit hat der Youngster die meisten Torbeteiligungen aller Kölner Profis in der Liga. Und viele seiner Tore waren dabei wirklich spektakulär. Denn wenn der Linksaußen ins Dribbling geht, hält das ganze Stadion den Atem an. Es lässt sich ganz klar festhalten: El Mala ist einer der Schlüsselspieler der Geißböcke in dieser Saison. Seine überragenden Werte haben aber auch noch eine andere Seite für die Domstädter.

Punktgewinne fast nur mit Beteiligung des Shootingstars

Denn der Linksaußen ist zwar ein absoluter Gewinn für die Mannschaft, gleichzeitig ist der FC jedoch sehr abhängig vom 19-Jährigen. Der Erfolg der Kölner hängt maßgeblich davon ab, ob der „Highlight-Spieler“ mal wieder mindestens einen seiner genialen Momente hat. Wenn El Mala trifft oder eine Vorlage gibt, gibt es die Punkte für die Geißböcke. Wenn nicht, sieht es meistens schlecht aus. Denn gerade gegen tief stehende Gegner taten sich die Domstädter oft schwer, sich Chancen herauszuspielen. In einigen Begegnungen war der Youngster dann der einzige, der mit seinen Dribblings mal ein Mittel gegen gut gestaffelte Defensiven gefunden hat.

Wie groß diese Abhängigkeit ist, zeigt sich an einem Fakt: Seit dem Sieg am ersten Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es bis zum vergangenen Wochenende keinen Punktgewinn für die Kölner in der Liga ohne eine Torbeteiligung von Said El Mala. Und während der 19-Jährige am zweiten Spieltag gegen Freiburg noch „nur“ das zwischenzeitliche 4:0 erzielte, sich ohne sein Tor also wohl nicht mehr viel am FC-Sieg geändert hätte, sah es danach in fast allen Spielen anders aus. Denn bereits am dritten Spieltag gegen Wolfsburg bereitete er mit einem überragenden Solo das zwischenzeitliche 2:2 von Isak Johannesson vor. Gegen Hoffenheim, Augsburg, Bremen und St. Pauli erzielte El Mala jeweils das einzige Tor der Geißböcke. Alleine in den Partien sicherte der Linksaußen den Domstädtern so gesehen sechs Punkte. Zuletzt traf der deutsche U21-Nationalspieler gegen Heidenheim zum wichtigen 2:2-Endstand.

Gute zweite Hälfte gegen Mainz trotz schwachem El Mala

Für die Kölner hieß es also extrem häufig in dieser Saison: Ohne El Mala keine Punkte. Zumindest bis zum vergangenen Wochenende. Denn da gab es dann das erste Liga-Spiel seit dem ersten Spieltag, an dem der FC ohne Torbeteiligung von El Mala punktete – wie zu Saisonbeginn erneut gegen Mainz. Der Linksaußen stand zwar über die komplette Partie auf dem Platz, blieb jedoch blass und trat kaum mal gefährlich in Erscheinung. Trotzdem kamen die Kölner in der zweiten Hälfte gegen die tief stehenden 05er zu einigen guten Chancen. Gerade über Flanken strahlten die Geißböcke Gefahr aus, konnten sich aber auch einige Male gut durch die Mainzer Reihen kombinieren.

Statt El Mala machten einige andere Spieler auf sich aufmerksam. Zum Beispiel Doppeltorschütze Ragnar Ache, der nach seiner Einwechslung in der Pause der überragende Mann auf dem Platz war. Mit seiner Physis und Lufthoheit machte der Angreifer viele Bälle fest und veränderte die Statik des Kölner Spiels. Mit ihm war außerdem ein Abnehmer für Flanken im Spiel. Beim Ausgleich kam diese von Alessio Castro-Montes. Der Belgier machte auch abgesehen von seiner Vorlage eine gute Partie und überzeugte mit seiner Kreativität. Damit setzte der Schienenspieler seinen Aufwärtstrend aus dem Winter-Trainingslager, in dem er einer der Gewinner war, weiter fort. Und auch Tom Krauß und Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey konnten – wie schon in ihren vorherigen Einsätzen in diesem Jahr – überzeugen.

Köln braucht auch andere Ideen in der Offensive

Mit dem Erfolg gegen Mainz hat der FC gezeigt, dass er auch ohne El Mala gut spielen und vor allem punkten kann. Allerdings muss die Mannschaft das nun regelmäßig zeigen. Denn El Mala kann und wird zwar ein wichtiger Faktor bleiben, jedoch wird der 19-Jährige hin und wieder Spiele wie gegen die 05er oder zuvor gegen die Bayern haben, in denen er seine Stärken nicht so ausspielen kann. Das ist gerade für sein noch sehr junges Alter normal. Dann brauchen die Geißböcke andere Ideen für ihr Offensivspiel – wie am vergangenen Wochenende. Außerdem werden die Kölner sonst schnell leicht auszurechnen, wenn sie für Punktgewinne so abhängig vom Youngster sind wie in der Hinrunde. Der 2:1-Sieg gegen Mainz könnte daher ein wichtiger Schritt gewesen sein, auf dem Kwasniok mit seiner Mannschaft aufbauen kann. Auch wenn wohl niemand im FC-Umfeld etwas dagegen hat, wenn El Mala auch in Zukunft Spiele für die Kölner entscheidet.


Lange Durststrecke: Muss Jan Thielmann um seinen Stammplatz beim 1. FC Köln fürchten?

Jan Thielmann wurde gegen Mainz 05 erst spät eingewechselt
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Lange Durststrecke: Muss Jan Thielmann um seinen Stammplatz beim 1. FC Köln fürchten?

Bisher galt beim FC in dieser Saison in der Liga immer: Ist Jan Thielmann fit, steht er in der Startformation. Gegen Mainz am vergangenen Wochenende saß der Angreifer dann aber lange auf der Bank beim 1. FC Köln: Muss Jan Thielmann nun um seinen Stammplatz kämpfen?

Nach einigen durchwachsenen Auftritten stand das Eigengewächs das erste Mal in dieser Saison nicht in der Startelf des 1. FC Köln: Muss Jan Thielmann um seinen Stammplatz bei den Geißböcken kämpfen? Gegen Mainz wurde der Angreifer erst in der Schlussphase eingewechselt.

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Bisher war Jan Thielmann einer der Dauerbrenner beim 1. FC Köln. Immer wenn der 23-Jährige fit war, stand er in der Liga auch von Anfang an auf dem Platz. Denn der Angreifer und sein Trainer Lukas Kwasniok sind eigentlich ein perfektes Match. Der Coach fordert von seinen Schützlingen immer maximalen Einsatz und Leidenschaft. Tugenden, die Thielmann wie kaum ein anderer verinnerlicht hat und vorlebt. Am vergangenen Wochenende gegen den FSV Mainz 05 saß der Flügelspieler dann aber das erste Mal in der Bundesliga zu Beginn auf der Bank. Erst in der 83. Minute kam das Kölner Eigengewächs für Alessio Castro-Montes ins Spiel. Zeigen konnte er sich in der kurzen Zeit aber nicht mehr.

Monatelange Durststrecke in der Offensive

Dass Thielmann nun das erste Mal in der Liga nicht in der Startformation stand, war aber eigentlich gar nicht so überraschend. Denn der 23-Jährige konnte gerade in den vergangenen Wochen nicht immer überzeugen. Seine Leistungen schwankten zwischen durchschnittlich und durchwachsen. Wirklich gute Partien gab es nur wenige. So wartet der Angreifer auch seit seinem Tor gegen RB Leipzig am vierten Spieltag auf eine Torbeteiligung. Gerade offensiv konnte der Flügelspieler dem Kölner Spiel kaum Impulse geben. Vor allem wenn der FC gegen tief stehende Gegner spielen musste, kam vom Eigengewächs im Angriff oft zu wenig.

Allerdings musste Thielmann aufgrund des großen Verletzungspechs beim 1. FC Köln in den vergangenen Begegnungen häufig auf der rechten Schiene spielen und nicht auf seiner Lieblingsposition weiter vorne. In der ungeliebten Rolle konnte man ihm in Sachen Wille und Einsatz nichts vorwerfen. Auch im Trainingslager in La Nucia beeindruckte der Spieler mit Einsatz. Offensive Gefahr strahlte der gelernte Rechtsaußen von dieser Position aber eben meistens nicht aus. Und auch wenn das Eigengewächs in dieser Rolle etwas defensiver agiert, kann ein Außenverteidiger in einer Fünferkette schon einen gewissen Einfluss auf die Offensive nehmen. Gerade dann, wenn die Position mit Thielmann ein gelernter Angreifer besetzt.

Konkurrenz schläft nicht

Während der 23-Jährige also nur selten überzeugen konnte, haben sich andere Spieler mehr in den Vordergrund gespielt. Zudem dürfte Sebastian Sebulonsen bald wieder als Rechtsverteidiger in der Fünferkette eingeplant sein, wenn sich die Personalsituation in der Innenverteidigung mit der sich langsam abzeichnenden Rückkehr von Joel Schmied und Dominique Heintz verbessert. In der Offensive muss sich Thielmann unter anderem gegen Jakub Kaminski, der gegen Mainz auf Rechtsaußen startete, oder Linton Maina, der im Spiel gegen die Bayern überzeugte, behaupten. Und auch Marius Bülter oder Luca Waldschmidt könnten dort auflaufen, wenn Kwasniok eher auf Spieler setzen möchte, die im Spiel zentraler und weniger auf der rechten Seite agieren.

Die Konkurrenz wartet nur auf ihre Chance. Helfen würde Thielmann dabei bestimmt ein Ende seiner inzwischen vier Monate langen Durststrecke ohne Torbeteiligung. Wenn ihm das gelingt, dürfte der Bankplatz zu Beginn gegen Mainz wohl eine Ausnahme bleiben. Denn das Kwasniok an für sich von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, zeigt sich alleine daran, dass Thielmann immer gespielt hat, wenn er fit war.