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„Meistert diese Aufgabe sehr gut“: Schwäbe fordert vor dem Derby mehr Zeit für Trainer René Wagner

Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach gibt es aus Teilen des FC-Umfelds bereits einiges an Kritik gegen Coach René Wagner. Rückendeckung erhält dieser vom Kapitän des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe bleibt überzeugt von René Wagner.

Während FC-Trainer René Wagner im Derby am Sonntag schon unter Druck steht, glaubt Torwart Marvin Schwäbe weiter an die Arbeit des Trainerneulings.

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Ungefähr fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass Marvin Schwäbe sein Bundesliga-Debüt beim 1. FC Köln absolvierte. Damals vertrat der Keeper den verletzten Timo Horn – ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Ein perfekter Start für Schwäbe, denn der FC gewann damals mit 4:1 gegen den Rivalen. „Beim Bundesligadebüt im Derby zu Hause zu gewinnen – das ist mir natürlich noch ganz besonders in Erinnerung“, erinnerte sich der Torwart nun im Interview mit dem „Kicker“. Danach machte der mittlerweile 31-Jährige einiges mit: Er eroberte sich den Stammplatz von Horn, spielte mit dem FC in der Conference League, stieg mit den Geißböcken ab und wieder auf. Trotz des Auf und Abs sieht der Keeper seinen Club heute besser aufgestellt als noch vor fünf Jahren: „Es gab natürlich sportliche Rückschläge. Aber wenn ich mir das Geißbockheim anschaue, die neuen Büros und die Kabinen oder die Athletikhalle, dann muss ich sagen: Es hat sich viel getan.“

„Nicht sofort nervös werden“

Am Sonntagnachmittag steht für Schwäbe mal wieder ein Rheinisches Derby an. Und auch wenn der Kapitän den Verein heute weiter als zu seiner Anfangszeit sieht, ist schon wieder eine Menge Druck auf dem Kölner Kessel. Denn nach nur vier Punkten aus vier Spielen steht Trainer René Wagner bei Teilen der Anhänger schon in der Kritik. Die Nummer Eins der Geißböcke ist dagegen überzeugt vom Coach. „Man muss nicht immer auf alles eingehen, was gesprochen wird. Es gibt viele Meinungen, die mal hin und mal her wiegen. Das hat aber oft nichts mit den Fakten zu tun. Für René ist der FC die erste Station als Cheftrainer, das ist Fakt. Aber ich finde, er meistert diese Aufgabe sehr gut. Es kommuniziert sehr gut mit uns und ist dabei auf Augenhöhe“, lobte der 31-Jährige.

Der Kapitän forderte dagegen mehr Zeit für Wagner und dass man „nicht sofort nervös werden“ solle. „Wir würden ehrlich gesagt auch gar nicht so viel über ihn reden, wenn wir in Hamburg in der ersten Hälfte, in der wir den HSV an die Wand gespielt haben, zwei Tore gemacht hätten. So wird das ein Thema, weil uns die Punkte fehlen“, meinte der Torwart. Diese Zähler müssen die Geißböcke nun im Derby holen, damit die Kritik nicht noch lauter wird.

Problemzone Standards

Dafür müssen sich die Geißböcke gegen den Rivalen aber vor allem in einer altbekannten Schwäche verbessern: den Standards. Denn gegen den HSV sorgte genau eine solche Situation für den Kölner Rückstand. Dabei hatte der FC eigentlich einen klaren Plan, wie Schwäbe im „Kicker“-Interview skizzierte: „Für das HSV-Spiel hatten wir uns zurechtgelegt, zwei große Spieler an den ersten Pfosten zu positionieren, wenn sich dort vor der Ausführung der Ecke ein Pulk aus HSV-Spielern bilden sollte. Die beiden sollten sich dann um diesen Bereich kümmern. Meine Aufgabe war es, den Bereich hinter den beiden großgewachsenen Spielern abzusichern, sollte der Ball darüber fliegen.“

Der Ball flog jedoch hoch über den Pulk, ohne dass Schwäbe eingriff. Dementsprechend gab es nach der Partie auch Kritik am Keeper. Der wies zu seiner Verteidigung darauf hin, dass er geblockt wurde. „Fabio Vieira ist nicht der größte Spieler, dennoch kann er mich am Herauslaufen hindern“, so der FC-Kapitän. Zusätzlich sei das Verhalten der Defensivspieler nicht optimal gewesen: „Bevor die Ecke ausgeführt wurde, sind unsere Jungs am ersten Pfosten nach vorn geprescht. So aber war dieser Bereich ungedeckt. Das darf uns nicht passieren, das war Teil unserer Analyse.“ Gegen die Borussia wird es nun darauf ankommen, die analysierten Fehler auch abzustellen. Und dann mit einem Derbysieg dafür zu sorgen, dass Wagner die von Schwäbe geforderte Zeit auch wirklich bekommt.

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