Luca Waldschmidt, Jan Thielmann und Joel Schmied mussten im Derby erstmal auf der Bank Platz nehmen
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Kaum Minuten: Warum Waldschmidt und Thielmann bei Wagner außen vor sind, ihnen Frankfurt aber liegt

Im Derby bekamen Luca Waldschmidt und Jan Thielmann jeweils nur ein paar Minuten Einsatzzeit. Beide haben momentan einen schweren Stand unter Trainer René Wagner – und das trotz der Offensiv-Ausfälle beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter für Thielmann und Waldschmidt?

Auf gerade Mal zwölf beziehungsweise zehn Einsatzminuten kamen Jan Thielmann und Luca Waldschmidt in den vergangenen drei Partien. Am Freitag wartet allerdings ein Gegner auf die Geißböcke, der beiden Profis liegt.

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Es ist eine Situation, die sie sich vor dem Saisonstart wohl kaum so vorgestellt haben: Im Rheinischen Derby mussten Jan Thielmann und Luca Waldschmidt für einen großen Teil der Partie mit der Bank vorlieb nehmen. Ersterer wurde erst in der 78. Minute eingewechselt, Letzterer sogar nur in der Nachspielzeit. Zu wenig für die Ansprüche der beiden. Aber so wenig sie es sich auch vor der Spielzeit ausgemalt haben, wird ihnen ihre Position auf der Bank mittlerweile sehr bekannt vorkommen. Denn in den Wochen zuvor kamen beide ebenfalls nur wenig bis gar nicht zum Einsatz. Während Thielmann in den ersten Spielen der Saison noch immer in der Startelf war, stand der Rechtsaußen gegen Werder Bremen und den HSV sogar komplett ohne Einsatzminuten im Kader. Waldschmidt wiederum verpasste die ersten Wochen wegen muskulärer Probleme und wurde von Wagner wegen seines Trainingsrückstands gegen Werder nicht für den Spieltagskader nominiert. In Hamburg war der Angreifer zwar wieder mit dabei, durfte sich aber nur neun Minuten in der Schlussphase zeigen.

Bank statt großem „Impact“ oder Führungsrolle

Dass der 30-Jährige mit seiner Situation nicht zufrieden ist, hatte er zumindest nach dem Kader-Aus gegen Bremen deutlich gemacht. „Das fühlt sich für mich scheiße an“, meinte der Routinier im FC-Podcast. Seiner Meinung sei er wieder fit genug gewesen und hätte seinen „Impact“ gerne eingebracht. Auch wenn der frühere deutsche Nationalspieler inzwischen wieder im Kader war, dürfte er mit seinen beiden Kurzeinsätzen bestimmt ebenfalls nicht glücklich sein. Gerade im Derby war der Bankplatz für Waldschmidt besonders bitter: Durch die Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga gab es im Sturmzentrum eine Lücke, die der Offensivspieler hätte füllen können. Schließlich verfügt der 30-Jährige über viel Erfahrung in der Sturmspitze. Trotzdem entschied sich Wagner für Said El Mala in der vordersten Linie und Marius Bülter auf der rechten Seite und nicht für den gelernten Stürmer.

Ähnlich unglücklich dürfte auch Thielmann mit seiner Rolle sein. Denn eigentlich hatte das Eigengewächs in dieser Saison mehr Verantwortung übernehmen wollen, wie sein sein Trainer in der Vorbereitung erwähnte. „Jan versucht gerade alles dafür, dass er mehr Führung übernehmen kann. Und da stehen wir ihm nicht im Weg, ganz im Gegenteil. Wenn sich Spieler in Positionen reindrängen, dann sollen sie es tun“, so Wagner. In die Startelf hat Thielmann zuletzt für seinen Coach jedoch anscheinend nicht genug gedrängt. So wird es für den 24-Jährigen natürlich auch schwierig, mehr Verantwortung zu übernehmen, wenn er nur eine Nebenrolle spielt.

Gute Tor- und Vorlagen-Quoten gegen die Eintracht

Damit sind Thielmann und Waldschmidt in einer schwierigen Situation. Sie müssen sich über das Training und ihre Joker-Einsätze empfehlen, um wieder eine Option von Anfang an zu werden. Am Freitag wartet allerdings mit Eintracht Frankfurt ein Gegner, an den beide gute Erinnerungen haben. Waldschmidt wurde in der Jugend der Adler ausgebildet und absolvierte für sie seine ersten Bundesligaeinsätze. Das hielt ihn in der Vergangenheit allerdings nicht davon ab, gegen die Eintracht einige Torbeteiligungen zu sammeln. So gelangen ihm bereits drei Vorlagen gegen seinen Ex-Verein, so viele wie gegen kein anderes Team. Dazu kommt noch ein Treffer, der ihm vor knapp elf Monaten bei der 3:4-Niederlage der Geißböcke gegen die Frankfurter gelang.

Und auch Thielmann verbindet einige gute Erinnerungen an den kommenden Gegner. Denn auch wenn es „nur“ zwei Tore und eine Vorlage sind, hat der 24-Jährige gegen kein Team mehr Torbeteiligungen als gegen die Eintracht. Und bei den Treffern war außerdem ein richtiges Traumtor dabei. Am 3. Spieltag der Saison 2022/23 sicherte das Kölner Eigengewächs dem FC nach einer zu kurzen Frankfurter Klärung mit einem überragenden Volley aus rund 18 Metern immerhin noch einen Punkt – und das als Joker. Ein ähnlich starker Joker-Einsatz gegen die Eintracht am Freitag dürfte den Rechtsaußen bestimmt um einiges näher an die Startelf bringen.

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