Augsburg: Einst Angst- dieses Mal wieder Aufbaugegner?

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Augsburg: Einst Angst- dieses Mal wieder Aufbaugegner?

Fast zehn Jahre konnte der FC gegen Augsburg nicht gewinnen. Ausgerechnet in der ärgsten Abstiegsnot gelang die Wende. Das würden die Kölner gerne wiederholen. Doch Augsburg ist das Team der Stunde.

Am Sonntag ist die Mannschaft von Timo Schultz zu Gast beim FCA. Keine leichte Aufgabe für den 1. FC Köln: Der FCA – einst Angst- dieses Mal wieder Aufbaugegner?

Neun Spiele in Folge hatten die Kölner nicht mehr gewonnen. Als der FC damals im April 2021 erst Leipzig empfang und nur drei Tage später nach Augsburg reisen sollte, glaubte rund um das Geißbockheim wohl niemand mehr an so etwas wie den Klassenerhalt. Vielleicht Friedhelm Funkel, der die Kölner von Markus Gisdol überraschend spät übernommen hatte. Zwar betrug der Rückstand zu Hertha BSC und damit zum Relegationsplatz nur drei Punkte, doch es warteten eben die Begegnungen gegen den Tabellenzweiten aus Leipzig und gegen den Angstgegner aus Augsburg auf den FC. Funkel zauberte mit Jonas Hector in der Offensive einen Meistergriff gegen Leipzig aus dem Hut, vor allem aber durchbrach der Trainer-Routinier mit den Kölnern eine viel zu lange Serie.

FC mit guter Bilanz gegen Augsburg

13 Jahre hatten die Geißböcke nicht mehr und zehn Jahre nicht mehr gegen den FC Augsburg gewonnen. Die Fuggerstädter, die vermeintliche graue Maus, waren für die Kölner so etwas wie ein rotes Tuch. Augsburg hat dem FC schmerzhafte Pleiten zugeführt. Unter anderem die 0:1-Niederlage 2015, als Marvin Hitz so lange den Elfmeterpunkt malträtierte, dass Anthony Modeste beim Strafstoß wegrutschte und verschoss sowie das 0:3 im September 2017, als der FC nach den beiden Auftaktniederlagen auf die Wende beim FCA hoffte.

An jenem Abend vor zweieinhalb Jahren hatten trotz des Überraschungserfolgs über Leipzig nur wenige drei weitere Punkte auf dem Zettel. Doch ausgerechnet der nach Verona abgewanderte Ondrej Duda erwischte einen seiner wenigen besonderen Tage in Köln, brachte den FC mit einem Traumtor in Führung und erzielte später das 3:0, Florian Kainz hatte auf 2:0 erhöht. Zwar verkürzte Augsburg noch mal, doch der FC konnte nach einer Dekade wieder gegen den FCA gewinnen.

Und seitdem hat sich das Blatt gewendet. Von den vergangenen sechs Spielen hat der FC nur eins verloren, aber vier gewonnen. So im Oktober 2022, der FC hatte erstmals unter Steffen Baumgart drei Pflichtspiel-Niederlagen in Serie innerhalb einer Spielzeit kassiert, gegen den FCA gelang die Wende. Steffen Tigges traf beim 3:2 doppelt, auch Denis Huseinbasic war erfolgreich. Auch in der vergangenen Saison gab es zwei Siege gegen Augsburg. Unter anderem beim 3:1-Erfolg in Augsburg am Ostersamstag. Ein Angstgegner sind die Fuggerstädter schon lange nicht mehr, dafür aber ein Aufbaugegner? Zwar spricht die Serie der vergangenen Jahre für die Geißböcke, damit hört es aber auch wieder auf.

Augsburg im Aufwind

Die Form der beiden Teams könnte jedenfalls nicht unterschiedlicher sein. Der FC dümpelt weiterhin im Tabellenkeller vor sich hin, sammelt zu wenig Punkte. Augsburg ging es zu Beginn der Spielzeit ähnlich. Der FCA gewann von den ersten acht Pflichtspielen nur eins, für Enrico Maaßen war Schluss, Jess Thorup übernahm und Augsburg ist mittlerweile die Mannschaft der Stunde, das viertbeste Team der Rückrunde, sogar besser als die Bayern. Es wird eine schwere Aufgabe für die Kölner, ein Erfolg ist aber alles andere als ausgeschlossen.


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Leihspieler und Nachwuchskräfte: Wer würde dem FC Stand jetzt weiterhelfen?

Wer kann dem FC im Sommer als Verstärkung helfen?
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Leihspieler und Nachwuchskräfte: Wer würde dem FC Stand jetzt weiterhelfen?

Durch die Transfersperre ist der FC gezwungen, Lücken im Kader vor allem durch junge Spieler aufzufüllen. Dies sieht Christian Keller allerdings auch als Chance. Die Rückkehr von sechs Leihspielern steht im Sommer bevor.

Neben Marvin Obuz, Jonas Urbig und Tim Lemperle kehren auch Maxi Schmid, Mathias Olesen und Nikola Soldo nach Ende der Spielzeit zurück. Doch wer kann dem FC im Sommer als Verstärkung helfen?

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Acht Spieltage bleiben noch bis zum Saisonende. Einem Saisonende, nach dem der FC aufgrund der Transfersperre bekanntlich keine externen Veränderungen am Kader vornehmen kann. Nach Bekanntwerden der Sperre nannte Christian Keller den ersten Plan, wie er die Situation auffangen will: „Wir können jetzt Dinge angehen, die wir in einer normalen Situation nicht angegangen wären. Vielleicht sind wir jetzt auch gezwungen, mehr auf junge Spieler zu setzen,“ sagte Keller Ende Dezember. „Vielleicht muss jetzt der Mut erzwungen werden, auch mal Spieler reinzuschmeißen, bei denen man normalerweise vielleicht gesagt hätte, sie sind nicht so weit. Vielleicht muss man es jetzt einfach mal machen.“

Sechs Leihspieler kehren im Sommer zurück

Zudem kommen im Sommer auch sechs Leihspieler zurück: „Das ist schon relativ viel. Natürlich haben wir diese Spieler verliehen, damit sie im Sommer 2024 zurückkommen und um einen Bundesligaplatz konkurrieren werden“, betonte Keller. „Sie werden alle im Sommer zurückkommen und dann schauen wir, wie weit sie sind.“ Doch wer könnte den Geißböcken im Sommer als Verstärkung des Kaders wirklich weiterhelfen?

Meiko Wäschenbach und Elias Bakatukanda: Die U21-Spieler des 1. FC Köln stehen offenbar in der Warteschlange für den Einsatz in der ersten Bundesliga. Beide Spieler sammelten bei der Reserve ordentlich Einsatzzeit. In 19 (Bakatukanda) und 18 (Wäschenbach) Spielen diese Saison in der Regionalliga West kommen die Youngster auf 1521 beziehungsweise 1279 Spielminuten. Bakatukanda erzielte zwei Tore, Wäschenbach hat vier Vorlagen auf seinem Konto. Die Nachwuchstalente waren die einzigen, Nicht-bundesligaerprobten Youngster, die den FC ins Trainingslager nach Algorfa begleiten durften. Ein Fingerzeig für eine künftige Verstärkung des Kaders für die kommende Saison? Möglich, allerdings betonte Trainer Timo Schultz mehrfach, dass sich die jungen Spieler erst in der U21 beweisen sollen.

Marvin Obuz: Die Kölner Leihgabe macht momentan besonders auf sich aufmerksam. Der Rechtsaußen kommt bereits auf sieben Tore und 13 Vorlagen. Bei Rot-Weiß Essen ist der Kölner Stammspieler und absolvierte in der aktuellen Saison 2453 Spielminuten. Der 22-Jährige kommt auf eine Startelf-Quote von 93 Prozent und ist an 44 Prozent der Tore des Traditionsvereins beteiligt. Für RWE ist die Leihgabe eine absolut lohnenswerte Investition. Allerdings spielt Essen bekanntlich in der 3. Liga, der Sprung in die Bundesliga bekanntlich nicht ohne. Sollte Obuz im Sommer dann zum FC zurückkehren, könnte er durchaus zum Hoffnungsträger werden. Wenn er seine Form denn beibehält.

Jonas Urbig: Der ausgeliehene Kölner Torhüter bestritt gerade erst das U21 Spiel mit der Nationalmannschaft gegen den Kosovo. Die Tatsache, dass er seinen Kasten sauber hielt, ist wohl vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass Urbig wenig zu tun bekam und einen ruhigen Abend erlebte. Der Kölner Nachwuchs-Torwart könnte für den FC-Kader in der kommenden Saison durchaus eine wichtige Rolle spielen. Sollten die Kölner in die zweite Bundesliga absteigen, ist ein Verbleib der aktuellen Nummer eins Marvin Schwäbe nicht sicher. Bei einem Vereinswechsel stünde Urbig dann in erster Reihe, um Stammtorwart des 1. FC Köln zu werden.

Andere Leihspieler wohl eher im erweiterten Kader

Tim Lemperle: Der 22-Jährige ist zusammen mit Jonas Urbig an Greuther Fürth verliehen. Anders als Urbig kann Lemperle allerdings nicht vollends überzeugen. Zwar ist der Mittelstürmer ebenfalls Stammspieler bei den Kleeblättern, die Torbilanz ist jedoch mager. Der Kölner Leihspieler kommt auf gerade einmal vier Tore und drei Assists. Seit Anfang Dezember gegen den 1. FC Magdeburg hat Lemperle nicht mehr getroffen. Zuletzt war er gegen Hansa Rostock aufgrund einer Muskelverletzung nicht mit von der Partie. Ob Lemperle sich im Sommer nach einer möglichen Rückkehr gegen die Kölner Konkurrenz durchsetzen kann, hängt vor allen Dingen von der zukünftigen Ligazugehörigkeit des FC, den daraus resultierenden Abgängen und den Aufstellungsentscheidungen des Trainers ab. Verlässt zum Beispiel Davie Selke im Falles eines Abstiegs den Verein und wird so ein Platz in der Offensive frei? Bevorzugt der Coach die Doppel- oder stellt er eher nur eine Spitze auf? Lemperles Einsatz in der ersten Mannschaft ist also möglich, aber auf keinen Fall gesetzt.

Maxi Schmid: Momentan ist Maxi Schmid Leihspieler bei Roda Kerkrade. Der Angreifer kommt in dieser Saison auf sechs Tore und drei Vorlagen. Zuletzt hatte Schmid zehn Spiele lang nicht mehr eingenetzt und wurde nur noch in den letzten Spielminuten eingewechselt. Gegen NAC Breda gelang ihm allerdings vergangenen Samstag ein Treffer. Ob er das Allheilmittel für den FC werden kann, wenn er in der niederländischen Liga nicht über die Rolle des Jokers hinauskommt, ist fraglich.

Mathias Olesen: Für den Mittelfeldspieler läuft es zur Zeit alles andere als rund. Vor seinem Wechsel zum Schweizer Erstligisten Yverdon Sport FC stand er beim FC zuletzt nicht mehr im Kader. Nach nur fünf Einsätzen als Leihspieler musste Olesen beim Schweizer Verein krankheitsbedingt aussetzen, kam nach einem Kurzeinsatz aber zurück und spielte gegen den FC Lugano eine Halbzeit. Auch bei der Nationalmannschaft Luxemburgs feiert Olesen keine Erfolge. Der 23-Jährige stand zwar im Spiel gegen Georgien in der Startelf, das Team verlor das Spiel jedoch 0:2 und der EM-Traum der Luxemburger platzte. Ob Olesen den Durchbruch beim FC noch einmal schaffen wird, ist schwer abzusehen.

Nikola Soldo: Der 23-Jährige ist wohl der Verlierer der Leihen. Bisher spielte Soldo unter dem neuen Trainer Friedhelm Funkel nicht, stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader. Der Innenverteidiger spielt bei Kaiserslautern keine Rolle. Für alle drei Parteien ist dies eine schwierige Situation. Die vom FC häufig als Win-Win-Win-Situation beschriebenen Leihen werden bei Soldo eher zu einer Loose-Loose-Loose-Situation. Der FC erhoffte sich Spielpraxis, Kaiserslautern einen guten Innenverteidiger und Soldo wollte sich empfehlen. Bislang hat er aber keine Minute gespielt. Einzig im Falle eines Kölner Abstiegs und dem Weggang von Jeff Chabot sowie dem Vertragsende von Dominique Heintz könnte es für den 23-Jährigen noch einmal interessant werden. Denn dann bleiben dem FC in der Defensive nur noch Timo Hübers, Luca Kilian und Elias Bakatukanda.

DFB-Team: U21 mit FC-Duo zurück an der Spitze

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DFB-Team: U21 mit FC-Duo zurück an der Spitze

Mit einem verdienten 2:0-Erfolg über den Nachwuchs von Israel hat die deutsche U21 am Dienstagabend die Tabellenführung der Gruppe D in der EM-Quali zurückerobert. Eric Martel und Jan Thielmann standen erneut in der Startelf.

Vier Tage nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den Kosovo hat der deutsche Nachwuchs sich erfolgreich zurückgemeldet. Die U21 des DFB gewinnt gegen Israel 2:0.

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Die U21 des DFB befindet sich wieder auf Kurs EM-Qualifikation. Die Mannschaft von Bundestrainer Antonio Di Salvo setzte sich am Dienstagabend gegen den Nachwuchs von Israel durch. Angeführt von Kapitän Eric Martel gewann die DFB-Auswahl 2:0. Neben Martel stand auch Jan Thielmann erneut in der Startelf, spielte wie schon am vergangenen Freitag auf der rechten Abwehrseite. Während Martel 90 Minuten durchspielte, wurde Thielmann erst wenige Minuten vor Spielende ausgewechselt. Die beiden FC-Profis werden wohl schon am Mittwoch wieder in Köln zurückerwartet. Sie dürften mit ordentlich Selbstvertrauen zurückkommen.

Gruda und Röhl erfolgreich

Die deutsche Auswahl von der ersten Minute an das Spiel bestimmende Team und hätte früh durch Bremens Nick Woltemade in Führung gehen können. Das übernahm dann der Mainzer Brajan Gruda (14. Minute). Deutschland machte auch nach der Führung weiter Druck, von Israel war dagegen offensiv kaum etwas zu sehen. Das Bild änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Einen weiteren Versuch von Gruda lenkte Torhüter Eliasi noch an den Pfosten, den Abpraller netzte dann der Freiburger Merlin Röhl (56.) aus kurzer Distanz ein.  Zwar war auch Israel nach dem Wechsel deutlich aktiver, wirklich gefährlich wurde das Team aber nicht mehr. Es blieb beim 2:0-Erfolg.

Da zuvor bereits Bulgarien überraschend gegen Polen gewann, hat sich die DFB-Auswahl wieder an die Tabellenspitze gesetzt. Deutschland führt die Gruppe D mit 16 Punkten an, Polen hat 15 Zähler, allerdings ein Spiel mehr absolviert als die Auswahl von Antonio Di Salvo. Als Spitzenreiter verabschieden sich die Teams in die Sommerpause. Die Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt für das Endturnier 2025, die weiteren Gruppenzweiten spielen in Playoffs um die weiteren Tickets. Für den FC dürfte aktuell aber die Freude überwiegen, dass Thielmann und Martel gesund nach Köln zurückkehren und das mit einem Erfolg und somit Selbstvertrauen im Gepäck.


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Einzelkritik

Winterkritik

Sargis Adamyan: „Es ist mehr Konkurrenzkampf“

Sargis Adamyan zeigt unter Timo Schultz eine deutlich bessere Form und erhielt mehr Einsatzzeit.
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Sargis Adamyan: „Es ist mehr Konkurrenzkampf“

Sargis Adamyan zeigt unter Timo Schultz eine deutlich bessere Form und erhielt mehr Einsatzzeit. Für den Armenier die Chance, sich zu beweisen und in den Konkurrenzkampf zu treten.

Der 30-Jährige Mittelstürmer will zusammen mit seinen Teamkollegen des 1. FC Köln in den verbleibenden Partien noch einmal Gas geben. Das sagt Sargis Adamyan zu seiner Position, dem Trainingslager und der Rückkehr von Davie Selke.

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Sargis Adamyan ist einer der großen Gewinner des Trainerwechsels. Zunächst als Königstransfer betitelt, konnte der Mittelstürmer zu Beginn seiner Kölner Zeit nur selten überzeugen. Unter Steffen Baumgart spielte der Armenier keine Rolle, wurde mehrfach als Wechselkandidat gehandelt. Doch es fand sich offenbar kein Abnehmer. Der Trainerwechsel scheint sich allerdings positiv auf den 30-Jährigen ausgewirkt zu haben, denn Adamyans Formkurve zeigt deutlich nach oben. Und das hat laut dem Offensivspieler auch einen Grund. „Es hat alles wieder bei Null angefangen. Ich konnte mich wieder beweisen,“ sagte der Mittelstürmer am Dienstagmittag. Im Duell gegen RB Leipzig erzielte der Armenier sogar sein erstes Tor in der Liga in dieser Saison. Adamyan spielt unter Schultz plötzlich eine unerwartet wichtige Rolle.

Adamyan zum Trainingslager und der Rückkehr von Davie Selke.

Doch gerade an der Torausbeute mangelt es der kompletten Mannschaft des FC bekanntlich in dieser Saison. Vor allem der Abschluss im letzten Drittel zeigte sich immer wieder als Problemfeld der Geißböcke. Flanken kamen erst gar nicht an, die Torschüsse blieben zu ungefährlich oder zu unpräzise. „Es wird darauf ankommen, dass wir den letzten Schuss nutzen,“ sagte Adamyan. Auch daran soll im Trainingslager in Algorfa intensiv gearbeitet worden sein. „Wir haben gut gearbeitet. Wir waren mit der Mannschaft zusammen. Das ist auch immer ganz wichtig,“ sagte der Armenier. „Wir haben uns auf den Endspurt eingeschworen, bis Mai wollen wir alles geben.“ Das ist auch dringend nötig. Denn der FC steht derzeit auf einem direkten Abstiegsplatz, hat einen Punkt Rückstand auf Mainz und somit auf den Relegationsplatz. Das rettende Ufer ist mit dem VfL Bochum sogar sieben Punkte entfernt.

“Es ist mehr Konkurrenzkampf“

Hoffnung kann dem FC die Rückkehr von Davie Selke machen. Der Mittelstürmer ist nach seiner Fußverletzung aus dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim wieder auf dem Weg zurück zu seiner Form. „Wir freuen uns alle, dass Davie zurückkommt,“ betonte Adamyan. Bereits die vergangenen beiden Spieltage wurde Selke gegen Ende eingewechselt, für mehr reichte es wohl noch nicht. Den direkten Konkurrenzkampf sieht Adamyan zu Selke ohnehin nicht. „Er ist ja ein klarer Neuner, ich kann eher drumherum spielen“, sagt der 30-Jährige.

Die Verstärkung des Kaders durch die Rückkehr von Linton Maina und Dejan Ljubicic sowie Max Finkgräfe, Luca Waldschmidt und Mark Uth (wenn auch vorerst nur im individuellen Training mit Athletiktrainer Leif Frach) sieht Adamyan ebenfalls positiv: „Es ist super, dass wir wieder mehr Leute zur Verfügung und auch mehr Optionen für den Trainern haben.“ Timo Schultz musste den Kader während der Verletzungsmisere und auch aufgrund von Sperren einzelner Spieler immer wieder neu zusammensetzen. Und noch einen positiven Effekt hat die Rückkehr der fehlenden Spieler: „Es ist mehr Konkurrenzkampf,“ erkannte Adamyan. Ob dieser die Leistungen der Kölner noch einmal nach oben treibt, wird sich in den kommenden Begegnungen zeigen.



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Mark Uth wieder zurück am Ball

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Mark Uth wieder zurück am Ball

Hoffnung bei Mark Uth: Der 32-Jährige trainierte am Dienstag zwar individuell – aber zum ersten Mal seit Januar wieder mit dem Ball. Wann der gebürtige Kölner wieder ins Mannschaftstraining eingreifen kann, ist offen.

Das Kurztrainingslager im spanischen Algorfa kam offenbar noch zu früh, jetzt gibt es Hoffnung: Mark Uth trainiert wieder am Ball.

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Aufatmen bei Mark Uth? Der 32-Jährige trainierte am Dienstagvormittag wieder auf dem Platz. Während die Mannschaft auf dem Platz arbeitete, absolvierte der gebürtige Kölner eine individuelle Einheit – allerdings wieder am Ball. Uth hatte sich im Testspiel gegen Rot-Weiss-Essen Anfang des Jahres eine Bänderverletzung im Knie zugezogen. Zunächst waren die Verantwortlichen von einer eher harmlosen Blessur, einer schnellen Genesung ausgegangen. Man hatte gehofft, dass der Offensivspieler bereit nach wenigen Wochen wieder auf dem Platz stehen würde. Zuletzt hatte aber Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung betont, dass es bei dem Heilungsprozess einen Rückschlag gegeben hätte. In seinem Podcast „Schlag und Fertig“ deutete Jonas Hector zwischen den Zeilen an, dass Uth möglicherweise zu schnell zu viel wollte. Die Genesung lässt seit Monaten auf sich warten.

Uth vom Verletzungspech verfolgt

Nach der längeren Pause gab es in den Sozialen Medien bereits heftige Diskussionen über ein mögliches Karriere-Aus des Offensivspielers. Dem schob Sportchef Christian Keller einen Riegel vor, als er nach dem Leipzig-Spiel erklärte, dass er mit der Rückkehr des gebürtigen Kölners rechne. Karriere-Ende? „Da sind wir weit davon weg“, sagte Keller damals. Auch Timo Schultz sprach zuletzt davon, dass Uth möglicherweise diese Saison noch auf einige Kurzeinsätze kommen könne. Das schnelle Comeback ist zwar nicht abzusehen, Uth der Rückkehr aber ganz offensichtlich schon einen großen Schritt näher.

Schon die vergangene Spielzeit war für den Kölner eine Seuchensaison. Der ehemalige Nationalspieler war aufgrund einer Verletzung mehrfach operiert worden und kam nur auf fünf Einsätze. Im Sommer hatte er intensiv am Comeback gearbeitet. Auch schon vor der Saisonvorbereitung. Uth hinterließ bei den ersten Testspielen und in den ersten Einheiten einen vielversprechenden Eindruck, doch schon im ersten Pflichtspiel warf den 32-Jährigen eine Verletzung zurück. Im Oktober gab Uth das nächste Comeback, erneut ein vielversprechendes, so sehr, dass Uth der Hoffnungsträger wurde, um dann Anfang des Jahres erneut auszufallen. Ins Kurztrainingslager nach Algorfa war Uth noch nicht mitgereist. Zuletzt standen eher Jogging-Einheiten auf dem Programm.



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Können einige Profis vom Trainingslager profitieren?

Welcher FC-Profi von dem Trainingslager profitieren könnte.
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Können einige Profis vom Trainingslager profitieren?

Spieler auf Länderspielreise, andere angeschlagen oder verletzt – auch wenn das Trainingslager-Fazit von Timo Schultz durchaus positiv ausfällt, war gerade die Personaldecke des erweiterten Kreis der Startelf eine eher dünne. Profitieren konnten davon aber wohl nur wenige aus der zweiten Reihe.

Timo Schultz zeigte sich nach dem Trainingslager in Algorfa durchaus zufrieden. Dabei waren spielerische Aspekte mit seiner Stammelf kaum möglich. In den Vordergrund werden sich auch nicht viele Akteure gespielt haben. Welcher FC-Profi von dem Trainingslager profitieren könnte.

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Eric Martel, Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Leart Pacarada auf Länderspielreise, Max Fingräfe, Dejan Ljubicic und Linton Maina verletzt oder krank und damit nicht einsatzfähig – gleich sieben Feldspieler fehlten dem 1. FC Köln bei den Trainingseinheiten mit der Mannschaft im Trainingslager im spanischen Algorfa. Sieben Akteure, die also bei den Einheiten zum Thema Ballbesitz und Einspielen nicht zur Verfügung standen und die auch nicht beim 2:2 im Testspiel gegen den isländischen Erstligisten Breidablik Kopavogur zum Einsatz kamen. Eigentlich sollte sich somit gleich mehreren Spielern aus der zweiten Reihe die Chance geboten haben, den Fokus von Trainer Timo Schultz in Bezug auf die Mannschaft ein wenig zu verschieben.

Heintz wohl weiterhin zweite Reihe

Eigentlich, denn mit großen Veränderungen ist auch nach den sechs Tagen unter der spanischen Sonne nicht zu rechnen. Die Innenverteidigung der Kölner steht, Jeff Chabot und Timo Hübers sind gesetzt. Dahinter lauert Luca Kilian. Dominique Heintz ist auf dieser Position keine Alternative. Elias Bakatukanda zwar ein großes Talent, aber keins, dass im Abstiegskampf eine realistische Chance gegen das Stamm-Innenverteidiger-Duo haben wird. Perspektivisch gehört dem 19-Jährigen die Zukunft in Köln. Je nach Abschluss der Saison könnte die Perspektive auch sehr schnell beginnen. Wie es mit Dominique Heintz dann weitergeht, ist Stand jetzt offen. Der Vertrag läuft bekanntlich im Sommer aus. Am Freitag war der 30-Jährige, der unter Schultz erst zwei Minuten gespielt hat, nicht immer sattelfest. An Max Finkgräfe und Leart Pacarada gibt es aktuell jedenfalls kaum ein Vorbeikommen.

Auf den Außen gab es im Testspiel zunächst keine besonders großen Überraschungen. Florian Kainz und Faride Alidou spielten auf den Flügeln. Ein Szenario, dass es so auch in der Liga geben kann. Zumal gerade einmal mehr die Frankfurter Leihgabe ihre Torgefahr unter Beweis gestellt hat. Beide absolvierten – wenn auch im Fall von Kainz mit Verspätung – die Einheiten in Spanien. Im Zentrum dürfte dagegen die zweite Reihe ran. Die abwesenden Huseinbasic und Martel wurden von Jacob Christensen und Benno Schmitz vertreten. Vor allem der Däne spielt sich zunehmend in den Kreis der Startelf-Kandidaten, wurde schon mehrfach von Timo Schultz in höchsten Tönen gelobt. Tatsächlich könnte der 22-Jährige der große Profiteur des Trainingslagers werden. Martel dürfte auch weiterhin als Kölner Konstante gesetzt sein.

Christensen der Gewinner von Algorfa?

Je nach den Plänen mit Dejan Ljubicic ist die Position neben dem Kapitän der U21-Nationalmannschaft aber offen. Es könnte auf einen Dreikampf zwischen Christensen, Ljubicic und Huseinbasic hinauslaufen. Da U21-Nationalspieler Eric Martel erst am Donnerstag wieder zur Mannschaft zurückkehrt und somit nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft bleiben, wäre die Doppelsechs Ljubicic und Christensen zumindest keine ausgeschlossene Variante, wenn auch eine eher unwahrscheinliche. In der Offensive drängt sich zunehmend Damion Downs auf. Der Youngster traf auch gegen Breidablik Kopavogur. Die Startelf dürfte dennoch einen Tick zu früh kommen. Zumal Downs zuletzt auch angeschlagen war.

In Algorfa sammelten auch Davie Selke und Sargis Adamyan weitere Argumente. Zudem drängt auch Jan Thielmann zurück ins Team. Zuletzt war bei dem Kölner Eigengewächs auch über eine Position als Rechtsverteidiger spekuliert worden. Diese Rolle bekleidet Thielmann bei der U21.



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Medienbericht: Finkgräfes Vertrag verlängert

Der Vertrag von Max Finkgräfe hat sich bereits längst verlängert.
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Medienbericht: Finkgräfes Vertrag verlängert

In der vergangenen Woche sorgte seine verfrühte Abreise aus dem Trainingslager bei dem ein oder anderen Fan noch für kleine Sorgenfalten. Diese Woche gibt es eine bessere Nachricht. Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat sich der Vertrag von Max Finkgräfe verlängert.

Lange war über eine Vertragsverlängerung spekuliert und die Kölner Verantwortlichen für den fehlenden Vollzug kritisiert worden. Dabei berichten nun Medien: Der Vertrag von Max Finkgräfe hat sich bereits längst verlängert.

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Die Trainingseinheit war individuell, sie war aber von nicht wenigen Fans erhofft worden. Max Finkgräfe stand am Montag zum Trainingsauftakt wieder auf dem Platz und arbeitete mit Leif Frach an seiner schnellen Rückkehr. Der Youngster hatte das Trainingslager in Algorfa in der vergangenen Woche frühzeitig verlassen. Aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden machte das Arbeiten unter der spanischen Sonne keinen Sinn. Finkgräfe reiste zurück nach Köln, wurde gründlich untersucht und soll dem Vernehmen nach noch diese Woche wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen. Ein Einsatz gegen den FC Augsburg ist bislang noch nicht sicher, aber durchaus möglich. Und aus Kölner Sicht auch durchaus wünschenswert.

Finkgräfes Vertrag hat sich offenbar bis 2026 verlängert

Bei drei Siegen, 18 Punkten und 20 Toren aus 26 Ligaspielen sowie dem 17. Tabellenplatz, fällt die Suche nach einem Gewinner der Saison recht schwer. Ein Anwärter ist aber eben Finkgräfe. Der 19-Jährige galt schon vor der Spielzeit als das Talent, das am ehesten den Durchbruch bei den Profis schaffen würde. Und das gelang Finkgräfe eindrucksvoll. Dass der Youngster im Testspiel gegen den SC Germania Reusrath im Oktober plötzlich die Kapitänsbinde trug, kam dennoch überraschend. Damals wurde aber ziemlich schnell bekannt, dass ihm diese Ehre aufgrund einer Veränderung seines Vertrags zu Teil wurde. Denn Finkgräfe war durch seine damaligen vier Einsätze zum Profi aufgestiegen. Eine entsprechende Klausel ist in Finkgräfes bis 2025 laufenden Vertrag verankert.

Nun greift offenbar die nächste Klausel. Denn wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, hat sich der Vertrag von Finkgräfe um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2026 verlängert – und das ligaunabhängig. Demnach wurde der Kontrakt verlängert, weil Finkgräfe mittlerweile auf die benötigte Anzahl an Bundesliga-Einsätzen kommt. Mittlerweile stand der Defensivspieler 19 Mal für die Profis auf dem Feld. Davon zuletzt zwölf Mal in Serie in der Startelf. Gegen die TSG Hoffenheim erzielte der 19-Jährige im Februar seinen ersten Bundesliga-Treffer. Unter Timo Schultz ist Finkgräfe Stammspieler, der gebürtige Mönchengladbacher hat sich gegen die Routiniers Leart Pacarada und Dominique Heintz durchgesetzt. Unter Steffen Baumgart hatte Finkgräfe zwar sein Bundesliga-Debüt gefeiert, im Herbst spielte der 19-Jährige aber hauptsächlich in der U21.



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Leichte Entwarnung bei Finkgräfe

Max Finkgräfe nimmt wieder am Training teil
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Leichte Entwarnung bei Finkgräfe

Der 1. FC Köln ist am Montagnachmittag in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim FC Augsburg am kommenden Sonntag gestartet. Leichte Entwarnung gibt es bei Max Finkgräfe. Der Youngster nahm an der Einheit teil.

Mit der Trainingseinheit am Montag startete der FC in die Vorbereitung für das Auswärtsspiel gegen Augsburg. Es gibt eine leichte Entwarnung bei Max Finkgräfe.

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Nachdem der 1. FC Köln ohne die vier Nationalspieler Eric Martel, Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Leart Pacarada sowie weiteren Leistungsträgern wie Max Finkgräfe, Dejan Ljubicic, Linton Maina und Marvin Schwäbe die Mannschafts-Trainingseinheiten im Kurztrainingslager absolvierte, gibt es zum Beginn der Vorbereitung auf das Augsburg-Spiel am Sonntag eine leichte personelle Entwarnung. Während drei der Nationalspieler erst am Donnerstag zurück erwartet werden, standen Maina und Ljubicic nach überstandener Erkältung am Montag mit der Mannschaft wieder auf dem Platz. Allerdings ging Linton Maina nach 40 Minuten joggen. Auch Denis Huseinbasic ist bereits wieder am Geißbockheim.

Max Finkgräfe trainiert individuell

Bei Max Finkgräfe gab es derweil leichte Entwarnung. Der Linksverteidiger war aus dem Trainingslager in Algorfa aufgrund von Rückenbeschwerden früher abgereist und sollte in Köln behandelt werden. Am Montag stand Finkgräfe wieder auf dem Platz, trainierte mit dem Physiotherapeuten Leif Frach individuell. Auch Marvin Schwäbe war nach der Geburt seines Kindes wieder mit von der Partie. Nicht dabei war Steffen Tigges, der sich krank gemeldet hatte. Für diese Woche sind weitere Trainingseinheiten für Dienstag und Mittwoch geplant. Donnerstag ist trainingsfrei. Freitag und Samstag kommt dann der Feinschliff für das Spiel in Augsburg.



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Ein Brustlöser für die Leistungsträger?

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Ein Brustlöser für die Leistungsträger?

In der vergangenen Spielzeit fingen einige Mittelfeldspieler die Flaute im Sturm auf, in der aktuellen Saison laufen die gleichen Akteure der Musik hinterher. Das Trainingslager in Algorfa soll der Beginn der Wende sein.

Florian Kainz und Dejan Ljubicic waren in der vergangenen Saison maßgeblich am frühen Klassenerhalt beteiligt. In dieser Spielzeit sind die beiden Stammspieler überhaupt kein Faktor. Das soll sich nach dem Trainingslager beim FC ändern.

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Die Tage rund um die Abfahrt ins Trainingslager ins spanische Algorfa siedelten sich bei Florian Kainz irgendwo zwischen privater, purer Freud und sportlichem Leid an. Auf der einen Seite die Geburt von Kainz zweitem Nachwuchs, auf der anderen die Ausbootung aus der Nationalmannschaft. Nach den Leistungen in der bisherigen Bundesliga-Saison kam die Nicht-Nominierung wohl nicht wirklich überraschend. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ verriet Kainz, dass das Gespräch mit dem ÖFB-Cheftrainer Ralf Rangnick gut verlaufen sei. „Der Trainer hat gesagt, dass er weiß, was er an mir hat, dass er mich sehr schätzt und dass er noch ein, zwei andere Spieler anschauen will“, sagte der Kölner Kapitän. „Ich muss meine Leistung bringen, alles andere kann ich nicht beeinflussen.“

Kainz: „Uns ist allen aber auch bewusst, wie die Situation ist“

Doch gerade die Leistungen lassen in dieser Saison bislang meist auf sich warten. Ein starker Auftritt gegen Borussia Mönchengladbach im Hinspiel, ein guter beim 1:1 gegen Heidenheim und dann wird es schon dünn mit den überzeugenden Auftritten. Ähnlich wie bei Dejan Ljubicic, der in der vergangenen Saison ebenfalls überzeugte und in dieser Spielzeit die Form bis heute nicht gefunden hat. Wie schwer der Leistungsabfall wiegt, zeigt eine einfache Statistik. Die beiden Österreicher erzielten in der Liga in der vergangenen Saison elf Treffer bereiteten elf weitere vor. Der abgewanderte Ellyes Skhiri steuerte ebenfalls sieben Tore bei. Alleine diese drei Spieler fingen die schon in der vergangenen Spielzeit offensichtliche Sturmproblematik auf. Umso wichtiger wäre eine gute Form der beiden Österreicher für das Saisonfinale.

Und auch wenn das Trainingslager in Algorfa für den FC personell eher durchwachsen verlaufen ist, soll es zumindest im mentalen Bereich zu einer Veränderung führen. Nicht umsonst suchten Trainer, aber auch der Spielführer die Gespräche mit den Mitspielern. „Es kann unsere große Stärke werden, dass wir intern einen guten Teamgeist und gute Charaktere in der Mannschaft haben. Wir nehmen alle die Situation an, wie sie ist, und versuchen, gemeinsam da rauszukommen“, sagte Kainz. „Uns ist allen aber auch bewusst, wie die Situation ist und dass wir jetzt liefern müssen. Wir müssen uns gut auf die Phase vorbereiten, die jetzt kommt. Das nimmt jeder Spieler gut an. Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen.“ Dazu wird aber eine Leistungssteigerung nötig sein. Gerade von den vermeintlichen Leistungsträgern.

Positive Energie, unbedingter Wille

Dazu gehören nach ihrer Genesung auch Davie Selke und Luca Waldschmidt. Zwar ist Selke mit fünf Treffern der gefährlichste Kölner Spieler, der Stürmer überzeugte aber wahrlich nicht bei all seinen Einsätzen, fiel zudem lange verletzt aus. Auch Waldschmidt ist beim FC noch nicht so richtig angekommen. Zwei Tore erzielte der 27-Jährige bislang, bereitete zwei weitere vor. Beide Offensivspieler sollen Richtung Ende der Saison noch wichtige Faktoren werden. Dazu müssen sie aber auch ihre Leistung von vor der Verletzung deutlich steigern. „Wir werden die letzten Spiele mit positiver Energie, unbedingtem Willen und mehr Härte angehen“, sagte Kainz. Der Grundstein soll in Algorfa gelegt worden sein.



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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.
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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Ähnlich wie beim FC will es aber nicht bei allen rund laufen. Zwei Spieler sitzen auf der Tribüne, einer ausschließlich auf der Bank und einer sammelt lieber Karten statt Scorerpunkte.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im vergangenen Sommer verlassen haben, fällt durchwachsen aus. Während Ellyes Skhiri mit Frankfurt um einen Platz in der Europa League spielt, spielen andere Akteure bei ihren Vereinen überhaupt keine Rolle. So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

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Ellyes Skhiri: Die Enttäuschung war riesig, als Tunesien im Winter beim Africa-Cup bereits nach der Gruppenphase die Segel streichen musste. Während die Nationalmannschaft Tunesiens aktuell beim Vier-Länder-Turnier in Kairo weilt, ist Skhiri mit Rückenproblemen in Frankfurt geblieben. Ob er zum kommenden Spiel fit wird, ist offen. In der Liga kämpft der Mittelfeldspieler mit Eintracht Frankfurt um das internationale Geschäft und hat ganz gute Karten. Die Eintracht belegt aktuell den sechsten Tabellenplatz und hat fünf Punkte Vorsprung auf Rang sieben. Was die Platzierung bedeutet, zeigt sich voraussichtlich erst am Ende der Saison. Bei der Eintracht ist Skhiri absoluter Leistungsträger und Stammspieler. Die Torgefährlichkeit aus Köln ist dem Tunesier mit fünf Toren in 32 Spielen ein wenig abhanden gekommen.

Kingsley Schindler: Die Bilder lassen gerade wenig Zweifel zu. Kingsley Schindler genoss vor wenigen Tagen noch die Sonne. Bei Instagram postete der gebürtige Hamburger jüngst Pool-Fotos. Auf dem Platz ist der Rechtsverteidiger zur Zeit bei Spielen seines Arbeitgebers Samsunspor nicht zu sehen. Markus Gisdol hat den türkischen Club aus der Abstiegszone geführt und wird von den Fans gefeiert. Schindler ist nur selten Teil der Party. Der gebürtige Hamburger stand nach der Rückkehr vom Afrika-Cup nicht einmal im Kader. Seit Dezember hat Schindler nicht mehr für den türkischen Erstligisten gespielt. Auch vor der Ausbootung war der 30-Jährige bei Samsunspor nur noch Ergänzungsspieler. Zu Beginn der Spielzeit gehörte Schindler noch zum Stammpersonal.

Pedersen trotz Leihe erneut ausgemustert

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das aber nur eine Momentaufnahme. Nach längerer Durststrecke hat sich Verona zuletzt wieder gefangen. Duda hat aber nur zwei weitere Scorerpunkte gesammelt. Beeindruckend: Im Winter saß der Slowake gleich drei (!) Sperren innerhalb von fünf Wochen ab. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler Grund zur Freude. Die Slowakei hat sich für die EM in Deutschland qualifiziert und trifft unter anderem auf Belgien und Rumänien. Beim Freundschaftsspiel gegen Österreich am Samstag kassierte die Slowakei eine Niederlage. Duda stand in der Startelf.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen ganz offensichtlich nicht. Ganze vier Mal stand Pedersen in dieser Spielzeit für Swansea in der Liga auf dem Platz, 13 Mal befand sich der Linksverteidiger noch nicht einmal im Kader. Kein Wunder, dass sich im Winter ein Wechsel anbahnte. Pedersen war auch beim FC Schalke im Gespräch, doch sagte offenbar ab. Der Däne zog einen Wechsel innerhalb der Liga zu Sheffield Wednesday vor. Nach zwei Einsätzen zu Beginn des Jahres sitzt Pedersen nun ein weiteres Mal nur noch auf der Tribüne.

Sebastian Andersson: Wer hätte das vor einem Jahr gedacht. Sebastian Andersson ist zurück – und das als Stammspieler beim 1. FC Nürnberg. Gegen Greuther Fürth erzielte der Stürmer nach knapp zwei Jahren wieder ein Tor. Und das ausgerechnet gegen seinen alten Weggefährten Jonas Urbig. Mittlerweile sind es zwei Treffer und eine Vorlage in neun Spielen. In jeder der Begegnungen stand der Schwede in der Startelf.

Katterbach gab Profi-Comeback

Timo Horn: Seit Anfang Januar hat auch der gebürtige Kölner wieder eine fußballerische Heimat gefunden. Der Keeper ist aktuell Ersatzkeeper bei RB Salzburg. In Österreich sitzt Horn bislang erwartungsgemäß als Nummer zwei nur auf der Bank. Der Traum, wieder als Nummer eins eines Erstligisten aufzulaufen, hat sich bislang nicht ergeben.

Noah Katterbach: Der Linksverteidiger wechselte erst kurz vor Ende der Transferphase wie erwartet zum Hamburger SV. Nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr war bei den Hanseaten nicht unbedingt sofort mit Einsatzzeit zu rechnen. Zunächst saß der Linksverteidiger auch nur auf der Tribüne. Am 22. Spieltag feierte Katterbach gegen Hansa Rostock sein Comeback, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Mittlerweile kommt der 22-Jährige auf vier Einsätze. Allerdings verletzte er sich bei seinem zweiten Startelf-Spiel und fiel zuletzt wieder aus.