Wieder einmal gab es beim FC am Sonntag Ärger über eine VAR-Entscheidung. Schiedsrichter Frank Willenborg verwehrte dem FC einen Handelfmeter aufgrund einer Abseitsstellung. Die war aber nicht so eindeutig, wie es den Anschein hatte. Der 1. FC Köln schiebt wieder VAR-Frust.
Elfmeter oder nicht? Schiedsrichter Frank Willenborg wollte dem FC keinen Elfmeter zusprechen, obwohl Christopher Baumgartner den Ball eindeutig mit der Hand stoppte. Der Schiedsrichter entschied aber auf Abseits und sorgte damit für Ärger bei den Geißböcken.

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Lukas Kwasniok hatte sich schon im November vergangenen Jahres deutlich positioniert. „Ich hasse den VAR“, hatte der Kölner Coach nach der Derby-Niederlage gegen Mönchengladbach gesagt. Gleich zwei Elfmeter hatte damals Schiedsrichter Deniz Aytekin gegen die Kölner gegeben. Kwasniok erklärte damals, dass er den VAR durchaus für sinnvoll halte, allerdings nur bei Schwarz-Weiß-Entscheidungen wie beispielsweise Abseits. Dass es aber auch eben bei jenen Aktionen keine Schwarz-Weiß-Entscheidungen gibt, musste der Kölner Trainer dann gegen RB erfahren. Der FC lag 1:2 zurück als Doppeltorschütze Christopher Baumgartner zehn Minuten vor Spielende den Ball mit der Hand vor der Linie stoppte. Doch der von den 50.000 anwesenden Fans erhoffte Elfmeterpfiff blieb aus.
„Das ist eine Frechheit“
Schiedsrichter Frank Willenborg klopfte sich auf die Brust, als wollte er sagen, Baumgartner habe die Kugel mit dem Körper gespielt. Bei der nächsten Unterbrechung wurde die Szene dann doch überprüft. Auch für den Unparteiischen bestand wohl kein Zweifel, dass der Spieler den Ball mit der Hand vor dem Ausgleich stoppte. Die Konsequenz Elfmeter und auch die Rote Karte. Denn der Österreicher hatte wohl ein klares Tor verhindert. Doch Willenborg entschied anders. Abseits! „Das ist eine Frechheit“, war Jan Thielmann entrüstet. „Du kannst die Abseitslinie ziehen, wie du willst – ob du die dann zwei Zentimeter weiter links oder rechts ziehst. Im Endeffekt wurde sie gezogen, jetzt heißt es Abseits. Ich glaube, das ist, um den Schiedsrichtern das Leben ein bisschen zu erleichtern und zu sagen: Es war eine faktische Abseitsentscheidung.“
Tatsächlich wurde die Linie gezogen, tatsächlich war darauf zu erkennen, dass die Ferse von Sebastian Sebulonsen einen Hauch im Abseits stand – nach der gezogenen Linie. „Du kannst mir nicht erzählen, dass das Abseits ist. Die Linie wird da einfach hingezogen. Tut mir leid, da muss es irgendeine andere Regelung geben, das ist für mich kein Abseits“, sagte Eric Martel und Tom Krauß wollte lieber nichts sagen, bevor er etwas falsche von sich gebe. „Wenn man die Szene sieht, ist es einfach nur sehr, sehr bitter“, erklärte er dann doch. Die gezogene Linie war nun mal der technische Beweis für eine Abseitsstellung. Und doch musste Willenborg die Szene überprüfen. „Dann ging es darum, dass geklärt werden musste, ob David Raum den Ball kontrolliert oder unkontrolliert geklärt hat“, sagte Thomas Kessler.
Sollte der Nationalspieler den Ball kontrolliert geklärt haben, wäre es keine Abseitsstellung des Kölners gewesen. Das sah Willenborg offenbar nicht gegeben. „Ich sage es mal so: Jeder, der ab und zu mal am Kopfballpendel war, kann schon einordnen, dass ein Nationalspieler sehr wohl in der Lage ist, den Ball sehr kontrolliert wegzuköpfen“, sagte Lukas Kwasniok. „So kommt Sebulonsen, der minimal im Abseits stand, in diese Situation. Ich hatte eine andere Wahrnehmung, kann es aber nicht mehr ändern.“ Aber wie sagte Kwasniok im November nach der Niederlage gegen Mönchengladbach in Bezug auf den VAR: „Ich bleibe dran!“
