Die Fußballerinnen des 1. FC Köln befinden sich nach dem ersten Spieltag der Rückrunde plötzlich in Reichweite der Europapokal-Plätze. Am Montagabend (18 Uhr) steht eine Reifeprüfung beim VfL Wolfsburg an. Dort dürfte Irina Fuchs im FC-Tor wieder besonders im Fokus stehen: Die Frauen des 1. FC Köln sind zu Gast in Wolfsburg.
FC-Keeperin Irina Fuchs blickt vor dem anstehenden Duell gegen die Frauen des VfL im Gespräch auf ihre turbulenten Monate in Köln zurück und nennt ihr Erwartungen für das anstehende Spiel. Die Frauen des 1. FC Köln sind zu Gast in Wolfsburg.

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Im Tor schien der 1. FC Köln im Sommer gut aufgestellt zu sein. Mit Aurora Mikalsen hatte sich der Winter-Transfer des Vorjahres als Glücksgriff erwiesen. Dazu holte der FC im Sommer Lisa Schmitz aus Wolfsburg. Mit Paula Hoppe als Eigengewächs schien die Torwart-Position gut besetzt zu sein, auch wenn Mikalsen zu Saisonbeginn noch angeschlagen war. Doch noch vor dem Saisonstart verletzte sich auch Paula Hoppe und es war direkt klar, dass das Talent längerfristig fehlen würde. Die Verantwortlichen reagierten schnell und verpflichteten Irina Fuchs vom FC Basel. Die Schweizerin startete wenige Tage vor ihrem 20. Geburtstag das Abenteuer, erstmals ins Ausland zu wechseln. Fuchs war als Nummer drei hinter Mikalsen und Schmitz eingeplant.
Irina Fuchs zahlt das in sie gesetzte Vertrauen zurück
Doch nach Mikalsen verletzte sich auch noch Lisa Schmitz und so schlug im Oktober plötzlich die Stunde der Irina Fuchs. Die Schweizerin feierte ihr Debüt just im Derby gegen Bayer Leverkusen (2:2). „Ich war schon überrascht, weil ich nie damit gerechnet hatte, dass ich so schnell nach dem Transfer auch im Tor stehe“, äußerte die Torhüterin im Gespräch mit dieser Redaktion rückblickend und ergänzte: „Ich habe mir vor dem Spiel dann gar nicht so viele Gedanken gemacht und von Tag zu Tag gedacht.“ Dabei habe sich Fuchs nach ihrem Wechsel durchaus umstellen müssen: „Es ist hier alles einen Tick schneller und körperlicher. Zudem ist es hier beim 1. FC Köln auch noch einmal deutlich professioneller als in der Schweiz. Die Voraussetzungen hier sind auch viel besser. Ich habe in den ersten Wochen etwas gebraucht, um mich an dieses Tempo zu gewöhnen.“
Fuchs beeindruckte jedoch mit konstanten Leistungen und zahlte so das Vertrauen der Trainerin Britta Carlson zurück. Und nach dem gehaltenen Elfmeter gegen Freiburg in der Nachspielzeit, der am vergangenen Wochenende den 1:0-Sieg zum Jahresstart sicherte, ernannte Carlson die Schweizerin auch öffentlich für die nähere Zukunft zur Nummer eins, obwohl Schmitz und Mikalsen mittlerweile wieder im Training sind: „Ich freue mich sehr darüber, auch dass ich vom Staff und Verein so ein Vertrauen erhalte“, kommentierte die Keeperin. Der Austausch mit ihren Rivalinnen um den Platz zwischen den Pfosten sei sehr gut: „Sie unterstützen mich sehr, das spüre ich. Wir sind zusammen ein sehr gutes Torwart-Team.“
“Wir treffen auf einen sehr starken Gegner“
Ob sie heimlich in Richtung Champions-League-Plätze schiele? Immerhin stünde der FC bereits auf diesem Platz, hätte er das Heimspiel vor Weihnachten gegen Jena gewonnen. Fuchs blieb bescheiden: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und so viele Punkte wie möglich sammeln.“
Am Montagabend in Wolfsburg wird sie zweifellos wieder im Fokus stehen: „Wir treffen auf einen sehr starken Gegner, der wahrscheinlich viel in unserer Hälfte sein wird. Wir wollen dagegenhalten und durch Umschalt-Momente unsere Chancen kreieren. Und es wird bei Wolfsburgs Offensivpower mit Sicherheit auch der eine oder andere Schuss auf unser Tor kommen.“ Sollte in Niedersachsen ein Achtungserfolg gelingen, dürfte die Frage nach dem Europapokal sicher so schnell nicht verstummen.
