Es war ein frustrierender Abend für die U21 des 1. FC Köln im Leimbachstadion: Die FC-Reserve hätte sich für einen fußballerisch starken Auftritt auf schwerem Geläuf mindestens mit einem Punkt belohnen müssen, kassierte am Ende aber zum dritten Mal in 2026 einen Treffer in letzter Sekunde und stand so mit leeren Händen da.
Trainer Evangelos Sbonias legte den Fokus hinterher auf die positiven Aspekte des Abends. Denn auch diese gab es gegen die Siegener.

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Die U21 des 1. FC Köln kommt nach der Winterpause von den Ergebnissen her nicht richtig in Tritt. Die FC-Talente haben bereits neun Spiele absolviert – und davon gerade einmal zwei gewinnen können. Zwei weitere Spiele endeten unentschieden, gleich fünf gingen jedoch verloren. In der Rückrunden-Tabelle steht die U21 sogar nur knapp über der Abstiegszone. Trainer Evangelos Sbonias richtete den Fokus jedoch kurz nach dem Abpfiff im Leimbachstadion weg von den nackten Ergebnissen und hin zu den fußballerischen Leistungen seiner Mannschaft. Und damit hatte der Coach auf jeden Fall auch einen validen Punkt, denn seine Schützlinge zeigten auf dem schwer zu bespielenden Rasen in Siegen starke fußballerische Ansätze und hätten sich eigentlich mit dem Siegtreffer belohnen müssen.
“Vielleicht wollen die Jungs am Ende zu viel“
Stattdessen kam jedoch – wie schon in Wuppertal – der Gegner in der Nachspielzeit zum Siegtreffer. „Vielleicht wollen die Jungs am Ende zu viel, weil sie so viel investiert haben“, überlegte der Coach kurz nach dem Schlusspfiff, „dann müsste man so ein Ergebnis dann vielleicht auch einfach mitnehmen. Aber sie wollen das Spiel unbedingt ziehen. Und dann zieht es leider momentan der Gegner.“ Sbonias urteilte weiter: „Da fehlt so ein bisschen noch die Entwicklung, fehlt so ein bisschen noch der letzte Punch im letzten Drittel.“ Der Trainer betonte im gleichen Atemzug: „Man muss auch ganz ehrlich sagen, dass wir gerade auch brutal bestraft werden. Das Spielglück fehlt uns momentan auch.“
Mit Blick auf die Ergebnisse verwies der Trainer auch auf die erschwerte Kader-Situation seit der Winterpause: „Man muss sehen, dass wir jede Woche mit etwas anderem Personal spielen. Wenn man das so einordnet, dann glaube ich schon, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Da die U21 in der Tabelle seit Wochen wie zementiert auf dem achten Platz liegt ohne Perspektive nach oben und Gefahr von unten, liegt der Fokus vermehrt in der Entwicklung der eigenen Talente. Mit David Fürst, Jonathan Friemel, Fynn Schenten, Luis Stapelmann und Maik Akumu feierten zuletzt zahlreiche Spieler aus der U19 bereits ihre Debüts in der Regionalliga West. Das bedeutet aber zugleich, dass der Trainer seine erste Elf ständig neu zusammensetzen muss. In Siegen etwa änderte Sbonias sogar seine Taktik, wechselte von der Dreier- zu einer Viererkette in der Abwehr. Hinzu kommen auch immer wieder Verletzungen und Sperren.
Für die U21 geht es am Oster-Samstag mit dem Heimspiel gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf weiter.
