Mit Mark Uth und Jan Thielmann sind in den vergangenen Wochen zwei Langzeitverletzte in den Kader zurückgekehrt. Ein Leidtragender könnte der Doppeltorschütze von Mittwochabend Denis Huseinbasic sein.
Mit einer ordentlichen Halbzeit und zwei sehenswerten Toren spielte sich Denis Huseinbasic am Mittwoch gegen Porz in den Vordergrund. Ob ihm das aber zu mehr Spielzeit in den Pflichtspielen verhilft, ist fraglich. Ist Huseinbasic ein Leidtragender des neuen Konkurrenzkampfes?

Als Denis Huseinbasic im Oktober im Testspiel gegen Reusrath zur Halbzeit eingewechselt wurde, hatte der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln eigentlich wenig Grund zu meckern. Klar wäre auch er sicherlich gerne gegen den Bezirksligisten von Beginn an aufgelaufen. Doch, dass er nicht in der Startformation gestanden hatte, lag auch an der ordentlichen Spielzeit, die der 22-Jährige zuvor in den Pflichtspielen gesammelt hatte. Denn seit der Länderspielpause im September hatte Huseinbasic bis zu diesem Zeitpunkt immer in der Startelf gestanden. Das sollte nach dem erstaunlich schnellen Aufstieg vom Regionalliga-Kicker zum Bundesliga-Torschützen in der Vorsaison eigentlich nicht überraschen. Eigentlich, denn trotz guter Vorbereitung verlief die aktuelle Saison alles anderes als gut für den Kölner Youngster.
Harter Konkurrenzkampf im Zentrum
Dass Huseinbasic nämlich im Spätsommer und Frühherbst durchaus Einsatzminuten einsammelte, lag vor allem an der Verletzung des Stammsechsers Eric Martel. Eigentlich war Huseinbasic in dieser Spielzeit bislang nur zweite Wahl. Und seine Auftritte in den Spielen von Beginn an dienten auch nicht wirklich der Werbung in eigener Sache. Und so überraschte es nicht, dass Martel nach seiner Genesung wieder in die Stammformation rotierte. Ein Jahr zuvor erlebte der Mittelfeldspieler ein wahres Fußballmärchen. Als Regionalliga-Spieler gekommen, avancierte der damals 21-Jährige zu einem Hoffnungsträger, erzielte Tore gegen Gladbach und Augsburg, wirkte unbeschwert, leichtfüßig. Huseinbasic überzeugte so sehr, dass auch der DFB auf den Mittelfeldspieler aufmerksam wurde und ihn für die U21 nominierte. Für 50.000 Euro verpflichtet, schoss der Marktwert in die Höhe, wird von Gool.ai aktuell noch auf über eine Millionen Euro berechnet.
Nach der starken Hinrunde kam Huseinbasic zur Rückrunde nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus. Und schon wuchsen die Gerüchte über einen vorzeitigen Wechsel. „Ich glaube, dieses Nach-Oben-Schießen und dann ein Star sein, liegt Denis nicht. Er nimmt die Situation sehr gut an, ist sehr ehrgeizig. Er ist nicht immer einverstanden, wie meine Entscheidungen sind – aber das siehst du ihm nie an“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart damals. Huseinbasic ist eins der Paradebeispiele für seine Fähigkeiten als Entwickler. Nur, dass ihm aktuell der Konkurrenzkampf einen Strich durch die Rechnung macht. Und das liegt nicht nur an der Rückkehr von Eric Martel. Während sich Steffen Baumgart über den breiteren Kader, über die Rückkehr der Langzeitverletzten und Hoffnungsträger Mark Uth und Jan Thielmann freut, scheint Huseinbasic ein Opfer der Genesung zu sein. Und das ist kein Wunder, schließlich macht das Überangebot im Zentrum auch nicht vor Spielern wie Dejan Ljubicic halt.
Scorerpunkt gegen Gladbach
So kam der 22-Jährige in den vergangenen beiden Spielen gar nicht mehr zum Einsatz, saß immerhin noch auf der Bank. Beim 0:6-Debakel gegen Leipzig spielte der Mittelfeldspieler immerhin 20 Minuten, in der Woche zuvor im Derby gegen Gladbach wurde Huseinbasic zwei Minuten vor Spielende eingewechselt. Immerhin reichten die Sekunden noch zur Vorarbeit für einen Treffer von Luca Waldschmidt. So freute sich der Youngster am Mittwochabend gegen Porz über einen Einsatz von der ersten Minute an und über zwei Tore. Wann er die nächste Chance dazu bekommt, muss sich bei der starken Konkurrenz erst zeigen.
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