Said El Mala bleibt in Köln und die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Und falls es irgendjemanden noch nicht bewusst war: Es gibt schon längst wieder ein Gesicht des 1. FC Köln: Außergewöhnlich viel Trubel um Said El Mala.
Dem FC ist mit dem Verbleib und der Vertragsverlängerung von Said El Mala ein Masterpiece gelungen und das auf mehreren Ebenen. Die PR-Maschinerie läuft jedenfalls, die Fans sind begeistert und es gibt eine spezielle Aktion der Geißböcke.
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Die Bombe platzte um 19 Uhr, sie wurde um 19:30 mit einem ordentlichen Nachbeben komplettiert. Da verkündete der FC die Vertragsverlängerung ihres Shootingstars und löste eine Lawine im Netz aus. Und der Verein tat auch viel dafür, dass die Welle um Said El Mala nicht abebbte. Schon am Abend wurde die Stadt mit Werbeplakaten ausgestattet, darauf der Youngster im neuen Auswärtstrikot und dem Schriftzug: „Die 13 geht, die 10 bleibt“. Flankiert wurde die Meldung von zahlreichen Videos, die der Club über die Sozialen Medien spielte. Mal gezogen von Spiderman, mal mit dem „El Mala“-Song, mal als Torschütze – El Mala ist omnipräsent. Interessant war ein Video, in dem Lukas Podolski seinen Nachfolger mit der Nummer 10 während des Unterschrift-Vollzugs anrief und beglückwünschte. El Mala bedankte sich höflich und betonte später in einem Interview, wie sehr er Prinz Poldi achte.
Positive Reaktionen, Kessler wird gelobt
Das Rad, an dem die Kölner drehten, war also ein großes, viele Menschen müssen in den Plan involviert gewesen sein. Die Verkündung am Abend war alles andere als ein Schnellschuss. Auch das ist ein wahres Masterpiece, denn als die Bombe um 19:30 Uhr platzte, hatte den Verbleib kein Medium selbst recherchiert, kein Medium den Paukenschlag enthüllt und es war an keiner Stelle durchgesickert. Und das, obwohl der Apparat, mit dem die Vertragsverlängerung ausgespielt wurde, ein beachtlich großer war. Und das gilt eben auch für die Reaktionen. Im Netz überschlugen sich die Kommentare – und das nahezu ausschließlich positiv. Vor allem Thomas Kessler, der zuletzt auch an verschiedenen Stellen kritisiert wurde, war das Ziel eines Großteils der Lobeshymnen. Tatsächlich hat Thomas Kessler den Deal offenbar fix gemacht. El Mala wird weiterhin das Trikot tragen.
Das mit der Nummer 10 und für alle die, die sich bereits ein Adidas-Trikot mit der „13“ gekauft haben, hat der FC eine Umtausch-Aktion vorbereitet. Bis Ende September können betroffene Fans, ihr Jersey zurückschicken und ein neues bestellen. Und natürlich haben sich mittlerweile auch die ersten Experten zu Wort gemeldet. So unter anderem Pierre Littbarski im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das ist ein ganz wichtiges Signal, ein Anschub für den Verein. Sein zweites Jahr in der Bundesliga wird nicht einfach. Aber man kann nicht nur mit Emotionen rechnen, sondern auch mit Zahlen: 13 Tore und fünf Vorlagen sind Fakten, die dem FC im Abstiegskampf absolut helfen“, sagte der Weltmeister von 1990. „Das Gesamtpaket stimmt: Said ist ein ehrlicher Junge, fleißig und er liebt die Fans. Er hat das Herz am rechten Fleck. Das passt sehr gut zur Zehn. Er hat sich die 10 auf dem Rücken verdient.“
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Wer nun glaubt, dass diese Aktion kurzfristig und spontan innerhalb eines Tages über die Bühne gegangen ist, sollte sich die Komplexität vor Augen führen.
Vermutlich wurde der Plan noch während des Dortmunder Werbens angegangen und DAS ist die perfekte Replik auf das gelbschwarze Gebaren.