Said El Mala vom 1. FC Köln im Duell gegen Bayer Leverkusen
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„Natürlich hätte das großen Einfluss“ – Ulf Sobek zur Bedeutung des möglichen El-Mala-Transfers

Die Kaderumstrukturierung ist beim FC in vollem Gange. Vor allem auf der Abgangsseite stehen schon sechs Kandidaten fest. Bei den Zugängen hängt viel vom Ausgang eines möglichen Verkaufs des Kölner Shootingstars ab beim 1. FC Köln: Das sagt Ulf Sobek zum möglichen El-Mala-Transfer.

Die Nachrichten über das Interesse verschiedener Clubs samt möglicher angebotener Summen sind schon seit Wochen ein heißes Thema rund um den 1. FC Köln. Kein Wunder, denn von der Entscheidung im El-Mala-Poker hängt auch die weitere Kaderplanung von Geschäftsführer Sport Thomas Kessler ab.

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Am Donnerstag vermeldete der FC gleich zwei wichtige Personal-Entscheidungen. Tom Krauß hat einen Vertrag bis 2029 unterschrieben, die Kaufpflicht greift, der 24-Jährige wird also erwartungsgemäß auch weiterhin für die Kölner auflaufen. Im Gegensatz zu Kristoffer Lund, der wiederum mitgeteilt bekommen hat, dass die Kölner die Kaufoption nicht ziehen werden. Der Kader nimmt also weiter Konturen an. Das aber vornehmlich auf der Abgangsseite. Bei den Zugängen haben die Geißböcke noch nicht so viel zu vermelden. Das liegt auch an der unklaren Situation um Said El Mala. Der Offensivspieler ist heiß begehrt, doch die Kölner haben eine klare Preisvorstellung. Und sollte die nicht annähernd erreicht werden, werden die FC-Bosse keinen Grund sehen, das Kölner Talent frühzeitig abzugeben. El Mala hat noch Vertrag bis 2030 und es gibt keine Ausstiegsklausel, die Kölner haben die Hand auf dem Deal.

13 Tore und fünf Assists

Immerhin erklärte Thomas Kessler unlängst, dass er durchaus gesprächsbereit sei, nachdem ein offenbar doch interessantes Angebot für den Youngster auf dem Tisch läge. Die Wahrscheinlichkeit erscheint recht groß, dass die Offerte aus dem Westen Londons kommt. Der FC Brentford soll ein Paket in Höhe von 45 Millionen Euro geschnürt haben. Laut englischen Medien wartet Brentford nun auf eine Reaktion aus Köln. Allerdings berichtet die „Bild“, dass ein Zeitlimit von den Bees gesetzt wurde. Auf die Kölner Verantwortlichen steigt der Druck und das in doppelter Hinsicht. Denn eigentlich bräuchte der FC Klarheit, wenn er sich auf Spielersuche macht. „Natürlich hätte das aber einen großen Einfluss darauf, in welchen Regalen man einkaufen könnte. Kleinere Sachen kann man jetzt schon machen, für den Rest müssen wir schauen, wie sich das entwickelt“, sagte FC-Vizepräsident Ulf Sobeck am Donnerstag. Eine Entscheidung über Abgang oder Verbleib ist noch nicht gefallen.

Fakt ist: Der Verkauf von El Mala würde den Kölnern auf dem Transfermarkt einen ganz anderen Spielraum geben. Schon vor knapp zwei Wochen hatte Geschäftsführer Philipp Türoff erklärt, dass man einen Großteil der Transferlöse wieder ins Sportliche reinvestieren könne. „Wenn man einen Transfer realisiert, hätte man mehr Geld zur Verfügung, müsste aber die Torquote verbindlich einkaufen“, sagte nun Sobek. Heißt: Die Kölner müssten also adäquaten Ersatz verpflichten. Denn der 19-Jährige war mit seinen 13 Toren und fünf Assists eine Art Lebensversicherung der Geißböcke im Abstiegskampf. Einen Eins-zu-Eins-Ersatz in ähnlichem Alter, mit ähnlichen Fähigkeiten wird der FC sicherlich nicht so einfach finden. Dafür war die Entwicklung des Youngsters in der abgelaufenen Saison zu beachtlich, einmalig. Und doch ist der finanzielle Aspekt eines Abgangs am Ende wohl ein ausschlaggebender.

Zwar kehren Kristoffer Lund und Cenk Özkacar, voraussichtlich auch Felipe Chavez, dem Verein den Rücken. Doch die Verpflichtungen von Tom Krauß und Jakub Kaminski kosten den Verein schon rund neun Millionen Euro. Sollte der FC die Kaufoption bei Jahmai Simpson-Pusey ziehen, kämen noch einmal acht Millionen dazu. Für weitere Verpflichtungen blieben also nicht die ganz großen Summen. In Köln wartet man laut „Sky“ darauf, dass Brentford das Angebot noch einmal nachbessert. Die kolportierte Wunschmarke von 50 Millionen Euro ist nicht mehr weit.


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