Lange Zeit tun sich die Kölner beim Drittligisten aus Würzburg extrem schwer. Dann nimmt einer das Zepter des Handelns in die Hand: Mit einem Doppelpack dreht der 23-jährige Isländer die Partie für das Team von René Wagner, das nochmal mit einem blauen Auge davongekommen ist. Es geht also weiter für den 1. FC Köln: Isak Johannesson wird erneut der Pokal-Held.
Man möchte fast sagen: Er hat es schon wieder getan. Durch die Tore von Isak Johannesson stehen die Kölner in der zweite Runde des DFB-Pokals und haben einen Sieg gegen Würzburg eingefahren.

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Aus Würzburg berichtet Elias Schnaubelt für come-on-fc.com
Einfach mal wieder souverän die erste Runde des DFB-Pokals überstehen, ein Traum für viele FC-Fans, der auch dieses Mal nicht in Erfüllung ging. Wie schon in den vergangenen Spielzeiten bekleckerten sich die Kölner zum Saisonauftakt nicht gerade mit Ruhm. Dabei lieferte vor allem die nicht erkennbare Spielidee Grund zur Sorge. Als die Würzburger Kickers zu allem Überfluss auch noch in Führung gingen und wenig Chancen zuließen, zeichnete sich die Katastrophe bereits am Horizont ab. Jedoch weigerte sich Isak Johannesson, dieses Schicksal zu akzeptieren. Im Stile eines Mittelstürmers besorgte der 23-Jährige den Ausgleich, bevor er das Spiel mit einem wunderschönen Schlenzer vollends zu Gunsten des FC drehte. Nicht, ohne zu zittern und mit einer Prise Aluminiumglück, überstanden die Geißböcke die nachfolgende Drangphase und schleppten sich erfolgreich bis zum Schlusspfiff.
Isak Johannesson wird erneut der Kölner Pokal-Held
Matchwinner Johannesson fand nach der Partie relativierende Worte: „Wir hatten eine gute erste Halbzeit, das Tor war ein bisschen unglücklich. Aber wir hatten gute Chancen. Wir sind sehr glücklich, dass wir in die nächste Runde gekommen sind.“ Dabei hätte der Abend ohne Johannesson ziemlich bitter für den 1. FC Köln enden können, denn auch bis zum Ausgleich bahnte sich ein Treffer nicht unbedingt an. Dass der Isländer aber immer für große Pokalmomente gut sein kann, stellte der Nationalspieler bereits in der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis. In der ersten Runde des DFB-Pokals traf man vor einem Jahr auf den Angstgegner Jahn Regensburg. Viele hatten die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok nach einer überzeugenden Vorbereitung inklusive eines beeindruckenden 4:0-Erfolgs gegen Atalanta Bergamo hoch auf dem Zettel. Allerdings verlangte der Drittligist den Kölnern alles ab und führte bis spät in die Nachspielzeit mit 1:0.
In Minute 90+6 glich Eric Martel aus, bevor Johannesson in Minute 90+9 den erlösenden Siegtreffer erzielte. Damals wie heute manifestierte sich der Isländer als Retter in höchster Not, der liefern kann, wenn es darauf ankommt. Folgerichtig wurde er nach seinem Doppelpack gegen die Würzburger Kickers zum Man-of-the-match gekürt. Dabei könnte diese Auszeichnung den Mittelfeldspieler nun vor logistische Aufgaben stellen: „Die Trophäe kommt vielleicht in Island ins Wohnzimmer, genau weiß ich das noch nicht.“ Bestimmt wird der 23-Jährige einen schönen Platz dafür finden, im besten Fall kommen in dieser Saison noch weitere Trophäen dazu.
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Findet Isak Johannesson unter René Wagner seine Position?
Zu Beginn der vergangenen Spielzeit wechselte Johannesson als einer der besten Spieler der zweiten Liga von Fortuna Düsseldorf zum Nachbarn nach Köln. Für eine Ablöse von 5,5 Millionen Euro sicherten sich die Kölner die Dienste eines Spielers, der soeben elf Tore und sechs Vorlagen in der 2. Bundesliga aufgelegt hatte. Gerade durch den persönlich erfolgreichen Einstand gegen Regensburg erhoffte man sich beim FC einen vergleichbaren Output des Mittelfeldspielers. Unter Lukas Kwasniok konnte Johannesson allerdings nie sein volles Können unter Beweis stellen, am Ende standen lediglich sechs Torbeteiligungen in Liga und Pokal. Dabei stellt sich aber auch die Frage, ob der Isländer auf seiner bessten Position eingesetzt wurde. Während er bei Düsseldorf noch häufig als offensiver Achter, manchmal sogar als Zehner, auflaufen durfte, spielte er beim FC häufig einen Part auf der Doppel-Sechs. Dabei ging viel seines offensiven Potenzials verloren, während gleichzeitig seine Schwachpunkte im Defensivspiel sichtbar wurden.
Im 4-2-3-1-System von René Wagner existiert nun die Rolle des Spielers hinter den Spitzen. Da man mit Ellyes Skhiri kürzlich einen weiteren Sechser verpflichtete, könnte sich eine offensivere Positionierung von Jóhannesson als interessantes Gedankenspiel entpuppen. Mehr Freiheiten nach vorne und weniger Aufgaben in der Defensive könnten den Mittelfeldmann maximieren. Dann könnten die FC-Fans schon bald den Spieler bestaunen, der einst die 2. Bundesliga mit seinem Spielwitz verzaubert hat.
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Ich lese euch wirklich gerne, aber war gestern niemand von euch in WÜ?
Oder wart ihr die ganze Vorbereitung nicht einmal beim FC?
Frage nur, weil ihr es geschafft habt ein Bild von ihm im Hummel Trikot zu posten.
Das geht doch besser?
Ansonsten macht weiter so
All the best
Peter
Hi Peter,
ja, wir waren gestern im Stadion. Wir waren auch bei der gesamten Vorbereitung, inklusive Trainingslager. Wir wissen natürlich auch, dass der FC mittlerweile in Adidas-Trikots spielt. Ist uns nichts entgangen. Wir hatten aber keinen eigenen Fotografen vor Ort, sondern sind da auch auf das Angebot der Agenturen angewiesen, die mit uns zusammen arbeiten. In dem Bericht geht es ja darum, dass er auch letztes Jahr schon getroffen hat. Da spielte der FC noch in Hummel. Auch, wenn es nicht vom Pokal-Spielt ist, haben wir es für passend gehalten. Deine Gesichtspunkt ist aber auch verständlich.
LG
Simon