Arian Römers wird künftig nicht mehr für den FC spielen
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Drei Talente verlassen den 1. FC Köln ablösefrei – Warum nicht jeder Youngster gehalten werden kann und soll

Nach der Niederlage im Endspiel um die deutsche Meisterschaft gibt es Personal-Entscheidungen bei den Geißböcken. Drei Spieler verlassen die Kölner U19 – und das einmal mehr ablösefrei. Doch nicht bei allen, hat sich der FC um Vertragsverlängerungen bemüht. Drei Talente der U19 verlassen den 1. FC Köln ablösefrei.

Zahlreiche ehemalige Nachwuchsspieler der Kölner haben den Sprung zu den Profis in anderen Vereinen geschafft. Besonders Spieler wie Florian Wirtz oder Yann Bisseck schmerzen, aufgrund ihrer beeindruckenden Entwicklung. Doch es gibt auch zahlreiche Gegenbeispiele.

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Die Enttäuschung war nach dem Schlusspfiff am Sonntag in Sinsheim verständlicherweise groß. Die Titelverteidigung war das Ziel, ein guter zweiter Platz nach einer starken Saison konnte die U19 des 1. FC Köln da nicht zufriedenstellen. Und nur einen Tag später zeichneten sich bereits personelle Veränderungen ab, die ebenfalls nicht allen im Kölner Umfeld schmecken. Denn der FC wird einmal mehr einige seiner Talente verlieren – und das ablösefrei. Jason Ponente-Ramirez hat bereits beim Karlsruher SC unterschrieben. Der Transfer wurde am Montagmittag publik gemacht. Am Abend verabschiedete sich dann ein weiterer Spieler via Instagram. Auch Arian Römers wird künftig nicht mehr den Geißbock auf der Brust tragen. „In diesen Jahren durfte ich nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch wachsen. Danke an alle Trainer, Mitspieler, Betreuer und Fans für diese besondere Zeit. Der FC wird immer ein Teil von mir bleiben“, schrieb Römers auf Instagram.

Verträge laufen aus

Mit Alessandro Puzzo verlässt ein drittes Talent die Geißböcke in diesem Sommer. Auch der Vertrag des 18-Jährigen läuft aus und wird nicht verlängert. Es wird nicht lange dauern, bis die Sorge vor einer weiteren vermeintlichen Talenteflucht unter den Fans die Runde macht. Der Begriff geistert schon seit einigen Jahren rund um das Geißbockheim. Und er ist aufgrund der Causa Florian Wirtz mit einer erstaunlich großen Fallhöhe und offenbar mit viel Emotionalität verbunden. So sorgt der ablösefreie Abgang der Nachwuchsspieler fast schon obligatorisch dafür, dass eine ganze Liste an Talenten herhalten muss, die den Verein verlassen haben und nun nach höherem streben. Yann Bisseck, der gerade von den Bayern umworben wird zum Beispiel, 40 Millionen Euro werden das als mögliche Ablöse genannt. Jens Castrop, der gegen den FC, aber für Gladbach einen Sahnetag in der vergangenen Spielzeit erwischte und nun mit Südkorea zur WM fährt.

Dabei handelt es sich wahrlich nicht um ein rein kölsches Phänomen. Nur ein niedriger einstelliger Prozentsatz schafft es aus dem Juniorenbereich in die Profimannschaft. Und das von Jahr zu Jahr für jeden Jahrgang. Soll heißen: Nur wenige Prozent aus dem jüngsten Jahrgang schaffen den Sprung in den nächsthöchsten. Von dort geht später ein ähnlich großer Anteil an Spielern den nächsten Schritt. Tatsächlich schaffen nur drei Prozent der in NLZs ausgebildeten Spieler auch den Sprung zu den Profis. Insofern kann der Verein gar nicht allen Spielern einen perfekten Weg in die Profiabteilung aufzeigen – und das nicht nur beim FC. Gibt es in der U21 etwa eine zu starke Konkurrenz für die Nachwuchskräfte, ist das Ende des gemeinsamen Weges die logische und folgerichtige Konsequenz. Ein Verein hat sicherlich nicht die Aufgabe, junge Spieler durch schwierige Zeiten zu manövrieren. Und bei allen Wirtz, Bissecks und Co. gibt es eben auch die anderen Beispiele.

„Das ist definitiv eine große Geschichte“

Ein Meiko Wäschenbach hatte enorme Anlaufschwierigkeiten, bevor er seine ersten Einsätze beim KSC sammelte. Justin Diehl wartet beim VfB Stuttgart noch immer auf seinen Durchbruch und auch Justin von der Hitz blieb beim Club bislang hinter den eigenen Einsatzzeit-Erwartungen zurück. Der Sprung in den Profibereich ist dann doch mitunter größer, als es der ein oder andere Berater seinen Schützling wissen oder glauben lässt. Nicht selten war jedenfalls die Rede davon, dass der vom Verein aufgezeigte Weg nicht den Wünschen oder Planungen der Youngster entsprach. Es ist eine komplizierte Gemengelage, bei der unterschiedliche Parteien unterschiedliche Ziele verfolgen. „In der Vergangenheit war es leider viel zu häufig so, dass wir Spieler im falschen Moment vom Hof haben gehen lassen. Das ist definitiv eine große Geschichte, die ich mir anheften lasse. Wir wollen die Spieler halten. Das klappt nicht immer“, hatte Thomas Kessler im vergangenen Sommer gesagt.

Das klappt nicht immer, soll aber auch nicht immer klappen. Im Fall von von der Hitz in der vergangenen Spielzeit oder nun Ponente-Ramirez hätte man die Akteure gerne gehalten. Auch in der Zukunft wird es weitere Abgänge zu geben. Abgänge, die schmerzen würden. David Fürst soll beispielsweise auf der Liste von italienischen Clubs stehen. Spätestens dann wird es wieder Diskussionen geben.


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