Der Klassenerhalt ist geschafft, die Saison beendet, Fragen bleiben. Gerade in den vergangenen Spielen überzeugte der FC nicht. Und so scheint die kolportierte Beförderung von René Wagner fraglich. Oder vielleicht auch eben nicht? Ein Kommentar zur Trainerfrage beim 1. FC Köln.
Ein Treuebekenntnis sprach Thomas Kessler seinem Interimstrainer am Samstagabend nicht aus. Dennoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass der FC in die kommende Spielzeit mit René Wagner startet. So oder so – eine Entscheidung sollte möglichst bald fallen.

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Auch nach der bitteren 1:5-Niederlage beim Rekordmeister präsentierte Thomas Kessler noch nicht die von vielen Fans erhoffte Antwort auf die Frage nach dem kommenden Trainer. Ehrlicherweise hätte es in München auch viel gebraucht, ein sportliches Resultat in dieser Angelegenheit zu finden. Man wolle sich jetzt zusammensetzen und analysieren, so der Tenor des Geschäftsführers. Bei vielen Fans reichte die Analyse als Zuschauer, um ein Urteil zu fällen. Das Spiel gegen die Bayern solle gar nicht so ins Gewicht fallen, Kessler will auf das Gesamte blicken. Es ist eine Analyse, die schnell zu Ergebnissen führen muss. Denn bei der Kaderplanung für die kommende Spielzeit ist die Position des Trainers wohl keine unwichtige. Das weiß man auch in den Gremien und da herrscht wohl nicht die absolute Klarheit. Das hat Gründe.
Uneinig in der Trainerfindung?
Nach dem 32. Spieltag wurde bereits die sichere Beförderung des aktuellen Interimstrainers kolportiert. Tatsächlich ist Kessler ein Befürworter des Coachs. Der Ex-Keeper hat den gebürtigen Dresdner zurück nach Köln geholt und ihn anschließend auch zum zwischenzeitlichen Cheftrainer befördert. Kessler ist von Wagner als Coach überzeugt, schätzt die Akribie, die Kommunikation, die Expertise. Und dennoch gab es auch zwei Spieltage vor dem Saisonende noch Vorbehalte in Köln. Am Geißbockheim malte man sich sicherlich aus, wie die Situation sein würde, wenn die beiden finalen Begegnungen nicht den Erwartungen entsprechen. Nach dem desolaten Auftritt gegen Heidenheim blieb zudem die Frage, welche Leistung der FC bei den Bayern auf die Platte hätte bringen können oder müssen, um die Entscheidung so oder so zu beeinflussen. Dass dem FC in der Anfangsphase der Mut gefehlt habe – wie es René Wagner erklärte -, war nicht von der Hand zu weisen, fällt aber auch in den Aufgabenbereich des Trainers.
Es wirkt ein wenig wie ein Eiertanz um die so wichtige Position der kommenden Mannschaft. Doch das ist dann auch irgendwie verständlich – zumindest aus Sicht des FC. Die Kölner Verantwortlichen befinden sich in einer schwierigen Situation. Eigentlich ist man von Wagner absolut überzeugt, glaubt an die Fähigkeiten des 37-Jährigen. Doch diesen Glaube gab es im vergangenen Sommer auch bei Lukas Kwasniok, der bekanntlich nicht mehr auf der Bank der Kölner sitzt. Auf der anderen Seite sprechen die Ergebnisse und die Leistungen nicht für den aktuellen Interimstrainer. Sechs Punkte aus sieben Spielen, nur ein Sieg in dieser Phase – und den in Überzahl – das klingt nicht nach einer hervorragenden Bewerbungsbilanz.
Kredit schon verspielt?
Es ist leicht zu sagen, Wagner habe mit dem FC die Klasse gehalten, das Saisonziel erreicht und daher die Beförderung verdient, wenn auf der anderen Seite sein Vorgänger Lukas Kwasniok im Schnitt mehr Punkte holte – wenn auch über einen längeren Zeitraum – und ebenfalls nie unter dem Strich gestanden hat. Bei vielen Fans hat der aktuelle Coach seinen Kredit schon verspielt, obwohl der Dresdener eine Mannschaft übernahm, die er nicht mit geformt hat und wenig Zeit zum Drehen an den richtigen Stellschrauben hatte. Unbelastet würde Wagner nicht in die neue Saison gehen. Es ist also auch ein Abwägen der FC-Bosse zwischen der Gefahr, „Siehste“ gesagt zu bekommen, wenn der Start in die Hose geht, eine Reaktion nötig sein wird und dem „Siehste“ zu sagen, wenn Wagner genauso früh beweist, welche Trainer-Qualität in ihm steckt.
So oder so ist davon auszugehen, dass die Entscheidung bald fällt. Und das ist gut so – ein unnötig langer Eiertanz bringt keinem was. Am wenigsten sicherlich René Wagner, dessen Position mit jedem Tag Ungewissheit geschwächt wird.

Wir haben in diesem Sommer mehr Baustellen als im Aufstiegs Jahr. Zugegeben die vielen Verletzungen waren nicht hilfreich,aber unterm Strich haben viele Spieler ihr Niveau nicht dauerhaft erreicht. Wie zum Beispiel Martel, Thielmann ( einer der schwächsten Spieler) oder Waldschmidt,nur um drei zu nennen. Man hält in Köln zu lange an den falschen Spielen fest und vergrault dadurch vielversprechende Talente. Ich hätte uns mehr Mut gewünscht. Mit viel mehr Talenten spielen, vielleicht auch wieder Absteigen,aber im Endeffekt eine eingespielte und Starke Mannschaft aufbauen. Beispiele gibt es genug. Wie zum Beispiel Freiburg. Man unterstützt den Trainer,auch beim Abstieg,vertraut den Talenten und kauft gezielt erfahrene Spieler ein . Das Resultat spricht für sich. Köln hätte damals Baumgartner unterstützen müssen und nicht zum Teufel schicken. Jeder macht Fehler, In Köln Trainer zu sein,ist körperlich und mental anstrengend. Doch mit der richtigen und ehrlichen Unterstützung, könnten wir es schaffen, einen Trainer lange zu halten. Aber lieber fallen wir in Aktionismus und handeln nach dem Motto. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Hinzu kommt, warum gehen Spieler lieber zum HSV oder Mainz,nur um zwei zu nennen. Vielleicht weil sie keine instabile Führungsetage haben wollen.
Was bringt es denn an einem Trainer festzuhalten, der den Verein in die zweite Liga befördert?
Die ganzen Talente auf die man setzt um etwas aufzubauen sind nach dem Abstieg schnell weg zu Vereinen die nicht abgestiegen sind.