Drei Wochen vor dem Bundesligastart klaffen im Kölner Kader noch große Lücken. Während Thomas Kessler Kandidaten sondiert, drängt die Zeit. 1. FC Köln: Hier muss Kessler noch nachlegen
Wenige Wochen vor Saisonstart gibt es beim Kaderumbau des FC noch einiges zu tun. Wo besteht Handlungsbedarf bei den Domstädtern?

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.
Nach einer quälend langen Sommerpause läutete die offizielle Saisoneröffnung am vergangenen Samstag den Start der Geißböcke in die neue Spielzeit ein. Nur noch wenige Wochen vergehen, bis im RheinEnergieStadion wieder Bundesligafußball gespielt wird. In einer Woche steht die Generalprobe der Kölner an: Im Test gegen Copa del Rey Sieger Real Sociedad San Sebastián treffen die Domstädter auf das Team von Coach Pellegrino Materazzo. Am 28. August folgt dann das erste Pflichtspiel der Saison. Im DFB-Pokal trifft die Mannschaft von Cheftrainer René Wagner in der ersten Runde auf die Würzburger Kickers. Für Sportgeschäftsführer Thomas Kessler stehen damit Wochen der Wahrheit an. An ihm liegt es, Wagner rechtzeitig ein wettbewerbstaugliches Team zusammenzustellen.
Die fehlende Achse
Bislang hat der FC fünf neue Spieler unter Vertrag genommen (Stand: 3. August 2026): Innenverteidiger Luka Lochoshvili, Linksverteidiger Gideon Mensah, Mittelfeldspieler Paul Okon-Engstler, Linksaußen Reigan Heskey sowie Torwart Martin James. Gleichzeitig muss der Verein bereits mehrere Abgänge verkraften. Besonders schmerzhaft wiegen die Abschiede von Jakub Kaminski, dem zweitbesten Scorer der vergangenen Saison, und Schlüsselspieler Eric Martel. Beide waren in der abgelaufenen Spielzeit gesetzt und wichtige Faktoren im Kampf um den Klassenerhalt. Hinzu kommt, dass in der Personalie Said El Mala noch längst nichts entschieden ist. Ob der 19-Jährige über den Sommer hinaus in Köln bleibt, steht weiterhin in den Sternen.
Blickt man auf den aktuellen Kader, zeigt sich eine Achse, die Kessler bis zum Saisonstart noch neu besetzen muss. Sie beginnt beim Linksverteidiger. Mit dem von AJ Auxerre verpflichteten Gideon Mensah steht zwar ein neuer Stammspieler bereit, für die Position wird aber noch ein gleichwertiger Konkurrent gesucht. Im Zentrum wartet die nächste Baustelle. Um das Mittelfeldensemble aus Tom Krauß, Isak Johannesson und Neuzugang Paul Okon-Engstler (kam vom Sydney FC) zu vervollständigen, fehlt weiterhin ein zusätzlicher Sechser. Ganz vorne braucht Topstürmer Ragnar Ache, der in der abgelaufenen Saison immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, endlich einen echten internen Herausforderer. Und sollte sich Said El Mala tatsächlich für einen Wechsel entscheiden, benötigt Wagner zusätzlich einen Akteur, der dessen Rolle auf dem Flügel oder im Zentrum übernehmen kann.
Die Gerüchteküche brodelt weiter
Marcel Regula vom polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin bleibt nach wie vor ein Kandidat für einen Wechsel in die Domstadt. Das Team aus der Ekstraklasa verlangt für den offensiven Mittelfeldspieler rund acht Millionen Euro. Aber: Laut Medienberichten soll das Talent um jeden Preis verkauft werden. Beim FC setze man nun auf das Prinzip Abwarten, zumal schon einige Interessenten abgesprungen seien. Das zeigt aber auch die Gefahr. Denn dem Vernehmen nach gibt es noch zahlreiche Interessenten. Vor allem englische Vereine dürften vor der hohen Ablöse nicht zurückschrecken. Konkretes Interesse der Geißböcke wurde in den vergangenen Tagen auch am Brasilianer Vini Souza kolportiert. Ein erstes Kölner Angebot für den Abräumer soll sein derzeitiger Arbeitsgeber, zweitligist VfL Wolfsburg, allerdings ausgeschlagen haben. Am Sonntagabend berichtete der Transferjournalist Fabrizio Romano von einer Annäherung zwischen dem 1. FC Köln und Mikey Moore von den Tottenham Hotspurs. Der FC stehe kurz vor der Leihe des englischen Talents.
Nur drei Wochen bleiben Thomas Kessler, um seine Mannschaft bis zum ersten Pflichtspiel mit den nötigen Verstärkungen auszustatten. Der August wird für den Funktionär einmal mehr zur Zerreißprobe.

Und wenn er El Mala wirklich verkauft, öffnet er eine noch größere Baustelle, die er nie mehr schließen kann.
Mein Glaube war, nach Keller wird alles besser.
Habe mich wohl getäuscht.
Noch keine Pflichtspielminute 2026/27 und schon alles schlecht reden. Lächerlich.
Wo wird in dem Artikel denn was schlecht geredet?
Denke die offenen Baustelle sind offensichtlich.
In wie fern hast du dich getäuscht?
Hast du geglaubt das Kessler innerhalb von 3 Wochen mal eben 6-7 Top-Verstärkungen aus dem Hut zaubert?
Abwarten was noch passiert.
Hauptsache am Ende kommen nicht so wahnsinnige Transfers wie zb. Rondic zu stande.