Keiner hat in der Saisonvorbereitung beim 1. FC Köln mehr Tore geschossen als Marius Bülter. Beim Pflichtspielauftakt in Würzburg stand der Stürmer über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz, überzeugen konnte er dabei allerdings nicht. Auch in der Saisonvorbereitung im letzten Sommer war die Situation ähnlich. Bülter trifft in Testspielen regelmäßig, wenn es zählt, überzeugt er nicht immer.
Als Marius Bülter im Sommer 2025 zum 1. FC Köln gewechselt ist, hätte sein Einstand kaum besser verlaufen können. Nach einer guten Vorbereitung köpfte der Stürmer den FC in Mainz am ersten Spieltag zum Sieg und auch bei seinem Heimdebüt gegen Freiburg eine Woche später gelang ihm ein Treffer. Diese Form konnte Bülter allerdings nicht lange halten und bewegte sich während der Saison stets zwischen Startelf und Bankplatz. Ein vergleichbares Schicksal könnte dem 33-Jährigen auch in dieser Spielzeit wieder bevorstehen.

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Beim Pflichtspielauftakt in Würzburg konnten viele Kölner Spieler nicht überzeugen. Einer der unauffälligsten an diesem Tag war Marius Bülter. Nach einer starken Vorbereitung durfte er verdientermaßen von Anfang an ran, konnte das in ihn gesetzte Vertrauen aber nicht rechtfertigen. Zu keinem Zeitpunkt fand er in die Partie und seine abgefälschte Flanke vor dem Ausgleich blieb seine einzige nennenswerte Aktion an diesem Montagabend.
Welche Rolle hat Marius Bülter beim 1. FC Köln?
Bülter zählt zu den erfahrensten Spielern im Kölner Kader. Mit seinen 33 Jahren hat der Offensivmann bereits einiges erlebt und für verschiedene Vereine gespielt. Er gilt als laufstark und fleißig gegen den Ball und gibt immer alles auf dem Platz. Sportlich könnte die Luft für den Routinier in diesem Jahr aber dünn werden, insbesondere wenn er seine Leistung nicht auf den Rasen bekommt. Bülter kann sowohl auf der Position des Mittelstürmers, der hängenden Spitze, als auch des Linksaußen agieren.
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Gleichzeitig ist die Konkurrenz im Kader auf all diesen Positionen groß. Im Sturmzentrum ist Ragnar Ache gesetzt. Als sein Ersatzmann wurde im Sommer Thijs Dallinga aus Bologna verpflichtet. Zudem interpretiert Bülter die Position nicht als klassischer Strafraumstürmer, sondern eher als ein mobiler Mann, der in unterschiedlichen Räumen auftaucht. Für die Position hinter der Spitze, auf der Bülter in Würzburg zum Teil agierte, steht Luca Waldschmidt als Konkurrent parat. Aktuell laboriert dieser an einer Muskelverletzung, ein längerfristiger Ausfall ist allerdings nicht zu erwarten. Außerdem soll mit Mikey Moore noch ein hochtalentierter Offensivspieler verpflichtet werden, der flexibel eingesetzt werden kann und vermutlich in der internen Rangordnung über Bülter anzusiedeln ist. Auf der Position auf dem linken Flügel führt kein Weg an der neuen Kölner Nummer zehn Said El Mala vorbei. Mit Reigan Heskey steht zudem ein spannender junger Spieler als Ersatz bereit und drängt auf Einsatzminuten.
Bülters Aussichten für die Saison 2026/27
Marius Bülter hat eine Rolle im FC-Kader, die über das Sportliche hinausgeht. Mit seiner Mentalität und seiner Erfahrung bringt er stets neue Energie in die Offensive und kann auch mit wichtigen Treffern Verantwortung übernehmen. Je nach Spielstand und Ausgangslage kann es genau das sein, was die Mannschaft braucht. Obwohl die Startelfeinsätze von Bülter in dieser Saison überschaubar ausfallen könnten, stellt er dennoch stets eine Waffe von der Bank dar. Eine Waffe, die nicht immer gebraucht wird – über die man in Köln aber dennoch froh sein dürfte.
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Bülter hat kein Bundesligaformat. Es kann sein, dass er mal etwas trifft. Aber grundsätzlich fehlt es an Geschwindigkeit, Kraft, Entschlossenheit und wahrscheinlich an Verstand.
Das ist ein hartes Urteil, weil er wahrscheinlich ein netter Kerl ist. Aber das Spiel hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Bülter kommt aus der alten Zeit. Als der Ball noch eine Scheibe war. Manche schaffen den Transfer. Wie Skihri. Andere verharren in ihrer Mittelmäßigkeit.
Das wird sich zeigen. Es ist etwas anderes in der Vorbereitung ein paar coole Moves zu machen oder in der Liga, um Punkte zu spielen.
Das zeigte sich schon im letzten Jahr. Es braucht andere Typen in dieser rauen Welt. Entweder mit großer Klasse wie El Mala oder Pusey oder mit riesen Einsatz wie Kraus, mit Laufpendum wie Skihri, mit Kraft wie Kolosso oder mit Instinkt wie Waldschmidt zu besten. Alles andere hat keine Chance. Bülter wird keine Hilfe sein. Man wartet immer auf eine konstant gute Leistung, aber es bleibt Stockwerk.
Es wird vermutlich einige Wochen dauern, bis man sich traut, es klar zu sehen.
Viele Grüße