Said El Mala vom 1. FC Köln im Duell gegen Bayer Leverkusen
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Said El Mala, der 1. FC Köln und der Domino-Effekt: Das Warten auf den ersten Stein

Nach der Brentford-Absage ist nicht gesagt, dass Said El Mala beim FC bleibt. Sollte das passende Angebot reinflattern, wird man in Köln erneut „gesprächsbereit“ sein. Konkrete Interessenten gibt es nicht. Doch fällt der erste Domino-Stein könnte es schnell gehen. Bei Chelsea könnte ein solcher Stein schon bald kippen.

Zum FC Brentford wollte der Kölner Offensivspieler nicht. Der Wunsch nach England zu wechseln, soll aber schon noch vorhanden sein. Wie geht es weiter mit Said El Mala?

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Er galt schon ziemlich früh als beeindruckendes Talent. Experten lobten seine Schnelligkeit, seine Dynamik, seine unvorhersehbaren Dribblings, den direkten Weg zum Tor, doch bei der WM in den USA, in Mexiko und Kanada schaut der Linksaußen nur zu. Alejandro Garnacho konnte in der vergangenen Spielzeit eher selten überzeugen. Der Argentinier wurde nicht berücksichtigt – keine WM, kein großes Schaufenster, stattdessen Urlaub, während andere die WM spielen. Davon kann Said El Mala auch ein Lied singen. Allerdings wird sich der Kölner vielleicht noch ein wenig mehr ärgern, denn dessen Leistungen hätten ihm durchaus das Endturnier ermöglichen können. Garnacho erlebte dagegen eine Saison zum Vergessen. In 24 Spielen erzielte der Linksaußen für den FC Chelsea gerade einmal einen Treffer, bereitete vier vor. Der 21-Jährige war vor einem Jahr für 46 Millionen Euro von Manchester United nach Chelsea gewechselt. Damals wurde der Marktwert des Spielers wie jetzt bei El Mala auf 45 Millionen Euro geschätzt.

Es werden sicher noch Angebote folgen

Sollte der FC Chelsea bei dem Kölner Youngster Ernst machen, wären die Werte und Kosten wohl verdammt ähnlich. Tatsächlich denkt man bei den Blues über einen Verkauf des Argentiniers nach. Und nicht nur das, Manchester wiederum hofft auf ein baldiges Zeichen aus London, zum einen, weil man sich bei den Red Devils dann über eine Weiterverkaufsgebühr freut, vielleicht aber auch, weil man sich eine Rückkehr des Spielers durchaus vorstellen kann. Bei allen Parallelen könnte die Story von El Mala und die von Garnacho genau hier die nächste Verknüpfung bekommen. Denn Chelsea soll dem Vernehmen nach nach einem Linksaußen suchen. Schon vor Wochen hatte die Bild berichtet, dass die Blues ein Auge auf den Kölner Spieler geworfen haben. Es gab sogar das Gerücht, dass die beratende Mutter Sabrina El Mala nun auf ein konkretes Angebot der Londoner warte, darauf „zockt“. Ob tatsächlich ein Interesse besteht, ist unklar. Denn beispielsweise „Sky“ hatte berichtet, dass Chelsea nicht an dem Offensivspieler interessiert sei.

FC hält an 50 Millionen Euro fest

In englischen Medien wird die Verbindung auch genannt, allerdings ohne konkrete Quellen. Dass es weiterhin Interesse aus England gibt, ist aber sehr wahrscheinlich. „Es hat jetzt einen ersten Vorstoß im Juni gegeben. Der Markt für Said ist aber sehr viel größer, als dieser eine Vorstoß“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff unlängst. Man geht also durchaus davon aus, dass weitere Angebote auf den Tisch flattern. Auch aus England. Aber auch von Chelsea? Zumindest ist das Beispiel Garnacho ein gutes für Domino-Effekte, die es im Laufe des Sommers noch geben wird. Grundsätzlich ist der englische Transfermarkt strukturell ein anderer. Große Deals in der Premier League passieren selten im Juni. Die meisten Klubs denken, planen, sondieren — aber konkrete Angebote und Vollzugsmeldungen häufen sich traditionell erst im Juli und August, nicht selten sogar kurz vor dem Deadline Day. Es kann also noch viel passieren. Sollte Chelsea Garnacho erwartungsgemäß wieder verkaufen, wird das Thema El Mala möglicherweise ein großes. Mitunter erst spät im Transfersommer.

Will Chelsea El Mala?

Für den 1. FC Köln heißt das: Warten. Es ist kein passives Warten, aber ein Warten ohne schnelle Handhabe. Denn anders als bei Jakub Kaminski, wo eine Ausstiegsklausel den Prozess klar definiert, liegt bei El Mala die Macht beim FC. Thomas Kessler hat mehrfach signalisiert, dass man unter 50 Millionen Euro nicht verkauft — und daran hält der FC fest. Dass ein Bundesligist so viel Geld auf den Tisch legt, ist nahezu ausgeschlossen. Die Kölner befinden sich in einer starken Position. Aber eine starke Position nützt wenig, solange niemand auf der anderen Seite des Tisches sitzt. Immerhin kann man sich beim FC auch vorstellen, dass der Spieler bleibt.

Ob Chelsea wirklich ein Angebot vorlegt, ist offen. Allerdings soll Kenan Yildiz bei den Londonern hoch im Kurs stehen. Tatsächlich sucht der Club angeblich einen variablen Spieler, der auch hinter den Spitzen und auf Rechtsaußen für Gefahr sorgt. In dieser Hinsicht würde Yildiz besser passen als El Mala. Doch der Türke steht auch bei anderen englischen Clubs wie Arsenal auf dem Zettel. Auch dort könnte ein einzelner Dominostein eine Kette auslösen und El Mala zum Thema bei den Blues werden. Garnacho ist es wohl nicht mehr.


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