Nach Brand: Große Solidarität mit der „Wilden Horde“ – auch FC-Profis und Thomas Kessler spenden

Fans des 1. FC Köln fahren nicht mit nach München
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Nach Brand: Große Solidarität mit der „Wilden Horde“ – auch FC-Profis und Thomas Kessler spenden

Bei dem Brand in Köln-Bickendorf am Samstagvormittag wurden Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ zerstört. Aktuell läuft ein Spendenaufruf und das zum Glück erfolgreich. Auch mit Unterstützung von Vertretern des 1. FC Köln: Spender unterstützen „Wilde Horde“.

Nach dem verheerenden Brand in Köln-Bickendorf ist mittlerweile klar, dass die Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ massiv betroffen sind. Noch am Samstag wurde auf dem Online-Portal gofundme.com eine Spendenaktion gestartet und die Ultra-Gruppierung erhält viel Unterstützung. Und das auch von Vereinsvertretern.

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Die Ultras befanden sich bereits auf dem Weg nach München als sie die Nachricht von dem Feuer in Bickendorf erreichte. Dort war in einer Werkstatt ein Feuer ausgebrochen und das mit verheerenden Folgen. Auch für die „Wilde Horde“.  Das Hauptquartier der Ultra-Gruppierung wurde durch ein Übergreifen der Flammen mindestens in Teilen zerstört. Die Statik soll betroffen sein. Für viele Mitglieder aber viel schlimmer: Zahlreiche Erinnerungen wie Fotos, Banner, Fahnen usw. wurden bei dem Brand vernichtet. Ob es in Bickendorf einen Neuaufbau gibt, erscheint aktuell eher unwahrscheinlich, denn der Schaden soll sich laut Medienberichten auf 50.000 bis 70.000 Euro belaufen. Im Laufe des Samstags wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Auf der Online-Plattform gofundme.com kann gespendet werden.

Brandherd liegt wohl in einer Werkstatt

Dazu heißt es von der „Wilden Horde“:

„Heute ist der Raum von Kölns größter Ultrasgruppe und damit ein Stück Kölner Fangeschichte durch einen Brand zerstört worden! In diesem Raum steckten Herzblut, Arbeit, Erinnerungen, Geschichten und Gemeinschaft. Vieles davon ist innerhalb weniger Stunden verloren gegangen! Jeder Euro hilft beim Wiederaufbau, beim Ersetzen von zerstörtem Material und dabei, wieder aufzustehen. Für die Horde, für die Kurve, für Köln.“

Dem Aufruf sind bereits zahlreiche Spender gefolgt. Am Montagvormittag hatten schon mehr als 2100 Unterstützer finanziell geholfen, insgesamt sind mehr als 95.000 Euro zusammengekommen. Unter den Spendern befinden sich auch einige prominente Namen. So Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler, der privat 1948 Euro überwiesen hat. Das bestätigte der Verein auf Anfrage vom come-on-fc. Die FC-Profis haben derweil über den dritten Torwart und Kassenwart der Mannschaftskasse Matthias Köbbing ebenfalls 2500 Euro überwiesen. Auch Unternehmer wie Wilke Stromann, der als Präsidentschafts-Kandidat im vergangenen Sommer aufgestellt war, oder Lionel Souque sowie Ex-Vize-Präsident Carsten Wettich spendeten bereits. Weitere Solidarität erfuhren die Ultras in den Sozialen Medien. In den Kommentaren gab es viel Support. „Wir sind in Gedanken bei euch“, schrieb ein User.

Auch in der Allianz-Arena wurden Banner aufgehangen, die die „Wilde Horde“ aufmunterten. Es gibt aber auch Kritik an den Gruppierungen generell. Nicht alle User sind mit den Aktivitäten der Ultra-Szene einverstanden, doch der Großteil der Anhänger fühlt mit.


Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist

Said El Mala nach dem Anschlusstreffer gegen die Bayern
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Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist

Für ein paar Minuten sorgte Said El Mala für Hoffnung bei den Geißböcken. Die Niederlage konnte der Offensivspieler aber nicht anwenden, dafür aber mächtig Eigenbewerbung betreiben. Öffnet der Bayern-Treffer die WM-Tür für Said El Mala?

Einmal mehr hat Said El Mala sein Können unter Beweis gestellt. Nun muss sich entscheiden, ob das für die WM in vier Wochen reicht.

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Als Marius Bülter und Joel Schmied die Tür in der Kölner Mauer öffneten und damit Harry Kane die 2:0-Führung nach bereits 13 Minuten ermöglichten, schwante den FC-Fans bereits Böses. Eine bittere Klatsche beim FC Bayern München zeichnete sich früh ab, die Hoffnung auf Wiedergutmachung nach dem bitteren 1:3 gegen Heidenheim würde es sicher nicht geben. Zumindest für wenige Minuten flammte Hoffnung auf. Und natürlich Dank Said El Mala. Der Offensivspieler luchste Jamal Musiala wenige Meter vor der Mittellinie den Ball ab und nahm Tempo auf. Verfolgt von vier Bayern drang der 19-Jährige in die Box ein und überwand den wohl bald wieder Nationaltorhüter Manuel Neuer mit einem satten Flachschuss ins lange Eck. Die deftige Niederlage konnte der Kölner Shootingstar nicht abwenden, El Mala konnte aber ordentlich Eigenwerbung betreiben – und zwar für die Nationalmannschaft.

„Es war ein typisches Said-Tor“

Bekanntlich will Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag seinen vorläufigen WM-Kader bekannt gegeben. Und El Mala zeigte einmal mehr, warum er eigentlich ein Kandidat für das Endturnier in den USA, in Mexiko und Kanada sein könnte. „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben“, sagte FC-Kapitän Marvin Schwäbe, der direkt eine Empfehlung für seinen Mannschaftskollegen aussprach. “Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“ Tatsächlich zeigte El Mala mit seiner unbekümmerten Aktion, welchen Part er in der DFB-Elf – vielleicht dann in einer Jokerrolle – übernehmen könnte.

Zumal der Kölner Top-Torjäger bei seinem Treffer eine erstaunliche Abgeklärtheit vor dem Tor bewies, überlegt einschob. Überhaupt hat sich El Mala offenbar noch einmal weiterentwickelt. Auch René Wagner hatte zuletzt betont, dass der 19-Jährige nun durch weitere Rollen noch flexibler einsetzbar sei. “Ich weiß, dass Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr in dieser Saison schafft, die Dinger reinzumachen, weil er diese Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben“, sagte René Wagner, bei dem der Shootingstar uneingeschränkter Stammspieler wurde. Das war bekanntlich eine Forderung des Bundestrainers. Nun also wieder die Hoffnung auf die WM. Mit 13 Toren ist der Stürmer ohnehin der zweitgefährlichste deutsche Torjäger der Bundesliga. Kein Wunder, dass es nach wie vor zahlreiche Interessenten für El Mala gibt.


„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München

René Wagner vor dem Spiel gegen den FC Bayern
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„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München

Mit der deftigen 1:5-Niederlage gegen dei Bayern hat sich der FC am Samstagnachmittag in die Sommerpause verabschiedet. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.

Das Duell gegen den Rekordmeister hatte FC-Trainer René Wagner bereits im Vorfeld als ein Schwieriges ausgemacht. Dass der FC allerdings fünf Gegentore kassiert, ist nicht gerade eine Bewerbung für den Coach und wird die Trainerdiskussion noch einmal mächtig anfachen.


come-on-fc.com berichtet live aus der Allianz Arena in München

„Das ist eine andere Liga“

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

„Das Gefühl wäre bestimmt besser, wenn wir die letzten beiden Spiele besser gestaltet hätten – speziell Heidenheim. Heute Bayern, das ist eine andere Liga. Aber, wir haben unser Saisonziel erreicht und die Klasse gehalten. Mit jeder Saison, die du mit Köln in der Bundesliga spielen kannst, kannst du auch ehrgeiziger werden. Wir haben uns – auch während der Spielzeit – extrem entwickelt und haben für nächstes Jahr die Ambitionen, uns weiter zu verbessern und wieder die Klasse zu halten.“

„Es ist während einer Saison vor allem der Kopf, der immer schwerer wird, wenn du immer gegen den Abstieg spielst. Wir haben das aber trotzdem gut gemeistert. Wir haben in den wichtigen Spielen gut performt, die Punkte geholt, die Klasse gehalten. Jetzt gilt es, den Kopf frei zu machen, sich zu erholen. Zurück in die Heimat und in Urlaub gehen und dann wieder mit frischen Beinen und einem frischen Kopf ans Geißbockheim zu kommen und zu arbeiten.“

Zur Trainerfrage: „Mein Gefühl ist da überhaupt nicht relevant. Wir haben auch mit René in jedem Spiel alles reingehauen. Wir haben – egal bei welchen Coach – eine extreme Moral. Jetzt ist es an Kess, die Planung anzugehen.“

Schmieds persönliches Saisonfazit: „Ich bin ganz gut in die Saison gestartet, die zweite Hälfte war ein bisschen harzig mit den muskulären Problemen. Ich bin extrem dankbar, dass ich am Ende wieder fit war. Das gibt einem viel Energie, um in der neuen Saison anzugreifen.“

“Heute können wir uns einige Dinge vom Gegner anschauen. Trotzdem hat man auch den Ehrgeiz, da mitzuhalten. Es gibt aber Situationen, die sind einfach so gut, die kannst du nicht verteidigen. Es macht aber trotzdem Spaß, sich mit dem Besten zu messen. Ich als Verteidiger nehme viel mit: Die Aktivität, auch wenn die Spieler nicht am Ball sind, von Díaz zum Beispiel. Der kommt, macht eine Gegenbewegung und ist unberechenbar. Das kann ich dann auch unseren Offensivspielern mitgeben, denn das ist unglaublich schwierig zu verteidigen. Auch die Ruhe am Ball von Tah und Upamecano ist einfach beeindruckend.“


„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“

René Wagner beim Spiel gegen Union Berlin

Rene Wagner

„Die ersten 20 Minuten haben sich angefühlt, wie so ein Spiel gegen Bayern anfangen kann. Wir haben es nicht geschafft gegen den Ball Mut zu entwickeln. Das erste Tor ist zu einfach. Das müssen wir besser verteidigen. Mit dem 2:1 bekommen wir dann ein bisschen Mut und sehen dann zehn Minuten vor der Pause, dass wir Fußball spielen können. Wir kommen aus der Halbzeit, haben dann ein wenig umgestellt. Die Jungs haben versucht, mit vollem Mut nach vorne zu spielen, Bälle zu gewinnen. Trotzdem ist die Qualität von München an so einem Tag unfasbbar. So kommt ein 5:1 zu Stande.“

“Am Ende sind wir zufrieden, dass wir in der Liga geblieben sind. Das war die Aufgabe. Wir hatten noch zwei, drei andere Aufgaben, die wir lösen mussten. Das haben wir angeschoben. Am Ende haben wir gute Leistungen gebracht, wir haben aber auch Spiele gehabt, wo wir nicht zufrieden sein können. Das haben wir intern angesprochen. Dann gibt es in so einer Saison immer ein wenig Auf und Ab, für eine Mannschaft, die neu in der Liga ist. Dafür sind wir drin geblieben.“

“Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins. Ich muss mit Thomas mal sprechen. Der Stand ist der gleiche wie vor dem Spiel. Ich habe noch gar nichts gehört.“

„An meinem Gefühl ändert sich nichts. Ich glaube, dass wir die Arbeit bewerten, die wir mit der Mannschaft zusammengetragen haben. Das Ergebnis hier in München ist natürlich nicht toll. Wir freuen uns nicht über ein 5:1. Das ist logisch. Wir müssen das sauber und sachlich einordnen. Das werden wir schaffen. Dann muss der Verein die Entscheidung treffen.“

„Wir haben uns vorgestellt, wie es wäre, Meister zu werden. Man merkt, dass die Bayern es nicht zum ersten Mal machen.“

“Ich weiß, das Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr schafft, die Dinger reinzumachen, weil er die Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben.“

Zu Said El Malas Verletzung: „Er hat ein wenig gespürt. Aber es klang nicht schlimm.“

„Das 1:0 müssen wir besser verteidigen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir mit Mut in Spiele gehen. Das haben wir die ersten 20 Minuten nicht getan. Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Da waren wir gegen den Ball nicht aktiv genug. Wir haben es dann mit Dauer der ersten Halbzeit besser gemacht. Die Jungs müssen lernen, dass wir gegen Top-Mannschaften mitspielen können. Die Jungs müssen von der ersten Minute an gierig auf den Ball sein.“



„Es war ein typisches Said-Tor“

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe

Marvin Schwäbe

“Wir haben unser Minimalziel, den Klassenerhalt, zwei Spieltage vor Saisonende erreicht. Dass wir vom ersten bis zum letzten Spieltag fighten müssen, war uns bewusst. Es war keine einfache Saison. Wir hatten die ein oder andere Periode, in der wir hart kämpfen mussten. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Dass 32 Punkte nicht der Maßstab sein sollten, ist allen klar. Dementsprechend geht es darum, für die kommende Saison eine schlagkräftige Truppe zusammen haben.
Das entscheiden wir nicht, das entscheide ich nicht. Grundsätzlich muss ich sagen, er (René Wagner, Anm. der Red.) hat in den letzten Wochen einen guten Job gemacht, hat eine gute Kommunikation gefunden, hat an den richtigen Stellschrauben gedreht. Wir sind auch selbstbewusst aufgetreten. Wir haben auch gute Spiele gezeigt, wenn die Ergebnisse ausgeblieben sind. Ich habe mich klar positioniert, dass er einen guten Job gemacht hat.“

Zu Said El Malas Treffer: „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben.“

“Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“

“Wir haben heute und letzte Woche gesehen, dass kleine Fehler auf dem Niveau knallhart bestraft werden. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, sonst reicht es nicht.“

„Jeder ist ambitioniert und will so gut und so hoch spielen, wie es nur geht. Ich habe auch Ambitionen, natürlich am liebsten mit dem FC und im kommenden Jahr mit zehn Punkten mehr, dass wir vielleicht am Ende auch mal davon träumen dürfen, weiter oben mitzuspielen, um die internationalen Plätze zu erreichen. Da arbeiten wir hin.“

“Wir hatten dieses Jahr eine gute Truppe. Gerade vor dem Winter wurden wir auch durch Verletzungen enorm aus der Bahn geworfen, gerade in der Defensive mit Hübi, Joel und Heintzi. Das hat nicht für eine stabile Mannschaft gesprochen, wenn man immer die Positionen ändern muss. Das macht es nicht einfacher. Nach einem Aufstieg geht es erstmal ums Überleben. Was nächste Saison ist, das sehen wir dann.“

Zu seiner Zukunft: „Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl in Köln und bin froh, hier zu sein. Ich kann mit das definitiv auch noch länger vorstellen. Wann der Zeitpunkt kommt, dass Gespräche stattfinden, das warten wir mal ab. Ich mache die Türe auf, aber das liegt nicht in meiner Hand.“


Zwar selten, aber es gab Siege des 1. FC Köln gegen die Bayern – ein Blick in die jüngere Vergangenheit

Milivoje Novakovic jubelt nach dem letzten Bayern-Sieg des FC im eigenen Stadion
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Zwar selten, aber es gab Siege des 1. FC Köln gegen die Bayern – ein Blick in die jüngere Vergangenheit

Auf dem Papier scheint die Ausgangslage vor dem Spiel der Kölner gegen die Bayern aussichtslos. Doch der FC will sich mit einer guten Leistung in die Sommerpause verabschieden. Und es gibt Mutmacher: Diese Erfolge konnte der 1. FC Köln gegen Bayern München in der jüngeren Vergangenheit feiern.

Es ist noch nicht lange her, da schien die Chance auf den ersten Dreier gegen den FC Bayern seit 2011 groß. Am 17. Spieltag brachte Linton Maina in der 41. Minute das Stadion zum Beben. Nach Ballgewinn am eigenen Strafraum marschierte der Offensivspieler mit der Kugel bis zum gegnerischen Strafraum und brachte den FC mit einem strammen Abschluss aus rund 16 Metern in Führung. Die Euphorie verflog jedoch schnell und der deutsche Rekordmeister glich in Person von Serge Gnabry nicht einmal fünf Minuten später per Traumtor aus. Auch dieses Spiel ging trotz einer sehr starken und engagierten Leistung verloren. Die Münchener gewannen durch Tore von Min-Jae Kim (71. Minute) und Lennart Karl (84. Minute) schlussendlich mit 3:1. Ein Ergebnis, das gegen die Bayern größtenteils zur Normalität geworden ist.

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Von Erik Stalleicken

Wenn der 1. FC Köln auf die Bayern trifft, sind die Rollen meistens klar verteilt. Vor allem in den vergangenen Jahren. Von 108 Spielen gegen die Münchener gewannen die Domstädter 24 Partien. Die Bilanz nach der Jahrtausendwende sieht fast schon verheerend aus. Seit 2000 stehen aus 37 Spielen zwei Siege und acht Unentschieden zu Buche. Die übrigen 27 Aufeinandertreffen gingen allesamt verloren.

Viel Einsatz, viel Leidenschaft, wenig Ertrag

So auch die bisherigen beiden Spiele diese Saison. Ende Oktober empfingen die Geißböcke den Favoriten aus München zur zweiten Runde des DFB-Pokals. Der FC begann sehr engagiert. Jeder gewonnene Zweikampf wurde lautstark von Spielern und Fans gefeiert. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok schien heiß zu sein, den großen Favoriten zu ärgern und erwiesen sich als ebenbürtiger Gegner. Mit dem Kopfballtor zum 1:0 von Ragnar Ache nach Ecke von Isak Johannesson, brachen nach 30 Minuten alle Dämme in Müngersdorf. Doch die Party-Crasher aus der bayrischen Landeshauptstadt ließen nicht lange auf sich warten. In der 36. Minute traf Luis Diaz zum 1:1-Ausgleich. Das Schiedsrichterteam rund um Tobias Welz übersah dabei eine klare Abseitsposition des Kolumbianers. Nur zwei Minuten später traf Harry Kane zum 1:2 und brachte die Gäste noch vor der Halbzeit in Führung. Das Spiel ging am Ende mit 1:4 verloren.

Das Ligaspiel Mitte Januar verlief ähnlich. Auch hier waren die Geißböcke sehr aktiv und erarbeiteten sich viele Chancen und gingen verdient mit 1:0 in Führung. Auch in diesem Spiel konnte man die Führung nicht mit in die Kabine nehmen. Nicht einmal fünf Minuten später stand es schon wieder 1:1. Auch dieses Spiel drehte der Rekordmeister und gewann mit 3:1 in Köln.

Siege mit Kultcharakter

Die Partie vom 21. Februar 2009 am 21. Spieltag stellt eines der wenigen erfolgreichen Gastspiele in München dar. Obwohl beide Mannschaften zu diesem Zeitpunkt lediglich 13 Punkte trennten, wurden dem Aufsteiger rund um einen 20-jährigen Daniel Brosinski und Fanlieblinge wie Faryd Mondragon und Fabrice Ehret vor dem Spiel nicht gerade hohe Chancen auf Punkte ausgerechnet. FC-Legende Christoph Daum schien jedoch die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben. Die Domstädter starteten stark in die erste Halbzeit. In der 13. Minute köpfte Miroslav Klose eine Flanke aus dem Halbfeld ins Tor der Kölner. Der Treffer zählte jedoch fälschlicherweise wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht.

In der 22. Minute traf „DJ-Ehret“ dann zur 1:0-Führung für die Kölner und versetzte die mitgereisten Kölner in Ekstase. Nur zwölf Minuten später stand Debütant Brosinski völlig blank im Münchener Strafraum und erhöhte auf 2:0 für die Gäste. Die Münchener Fans begleiteten ihre Mannschaft mit Pfiffen in die Halbzeit. Zwar verkürzte Daniel Van Buyten in der 85. Minute noch auf 1:2, dennoch brachte der FC unter anderem dank eines bärenstarken Faryd Mondragon das Ergebnis ins Ziel. Dieser 2:1-Sieg ist bis dato der letzte Sieg des 1. FC Köln in München.

Beim Heimspiel knapp zwei Jahre später erschien die Kölner Ausgangslage wesentlich dramatischer. Nach 20 Spielen stand man mit 19 Punkten auf Relegationsrang. Am 21. Spieltag kam nun also der amtierende Meister aus München. Für die Bayern ging es zu diesem Zeitpunkt nur noch um die Qualifikation für die Königsklasse, da Borussia Dortmund mit 14 Punkten Vorsprung bereits enteilt war. Dennoch hieß es amtierender Doublesieger gegen Abstiegskandidaten. So verlief auch die erste Halbzeit. Die Münchener führten nach 45 Minuten hochverdient durch Tore von Mario Gomez und Hamit Altintop mit 2:0. Nach der Halbzeitpause wirkten beide Mannschaften wie ausgetauscht.

Der FC erspielte sich mehr und mehr Chancen. Christian Clemens verkürzte in der 55. Minute schließlich auf 1:2. Kurz danach begann der Auftritt des Milivoje Novakovic. „Nova“ traf zunächst zum 2:2 Ausgleich in der 62. Minute und erzielte in der 73. Minute den 3:2-Endstand. Die 50.000 Zuschauer im Stadion konnten ihren Augen nicht trauen. Die Bayern hatten einen sicher geglaubten Sieg beim Tabellen-16. der Bundesliga kläglich aus der Hand gegeben und den Geißböcken so neues Leben im Abstiegskampf eingehaucht. Am Ende der Saison landete man auf dem zehnten Platz.

Lange Durststrecke

In der Saison 2022/23 scheiterte der FC zuletzt haarscharf an der Sensation. Die Geißböcke konnten die 1:0-Führung aus der vierten Minute bis in die Nachspielzeit verteidigen ehe Joshua Kimmich kurz vor Schluss mit einem unhaltbaren Distanzschuss das verdiente 1:1 erzielte. Seit 2011 wartet man in der Domstadt also vergeblich auf einen Dreier gegen den Rekordmeister. Doch auch wenn die Siege lange zurückliegen, zeigen sie, dass die Bayern nicht unantastbar sind.

Kein bedeutungsloses Spiel

Auch wenn es auf dem Papier relativ egal erscheint, wie dieses Spiel ausgeht, dürfte ein positives Ergebnis besonders für zwei Akteure wichtig sein. Für René Wagner geht es schließlich um seinen Job. Nach dem desolaten Auftritt gegen Heidenheim sind die kritischen Stimmen gegenüber seiner Person deutlich lauter geworden. Mit einem Punktgewinn in München könnte er diese Zweifel sicherlich eindämmen und seine Chancen auf eine Festanstellung deutlich verbessern.

Ähnliches gilt für Said El Mala. Der Youngster zeigte gegen Heidenheim definitiv nicht seine beste Leistung. Mit einem auffälligen Spiel in München könnte er den schwachen Auftritt gegen Heidenheim vergessen machen und somit seine Chancen für eine WM-Teilnahme noch einmal erhöhen. Nagelsmann forderte nach seiner Nicht-Nominierung in der letzten Länderspielpause, dass El Mala unumstrittener Stammspieler in Köln werden müsse. Dies ist ihm mittlerweile gelungen und so hätte Nagelsmann im Falle einer guten Leistung in München wenig Gründe den Offensivmann nicht zu nominieren. Der 19-Jährige kommt in dieser Saison auf zwölf Tore und fünf Assists. Vielleicht ist das Antrieb genug um zum ersten Mal seit über 15 Jahren wieder ein Pflichtspiel gegen die Bayern zu gewinnen und somit die Saison gelungen abzuschließen.

Räume der „Wilden Horde“ von Brand betroffen: 1. FC Köln muss in München auf Teile der Ultras verzichten

Fans des 1. FC Köln fahren nicht mit nach München
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Räume der „Wilden Horde“ von Brand betroffen: 1. FC Köln muss in München auf Teile der Ultras verzichten

Ausgerechnet im letzten Spiel der Saison müssen die Geißböcke wohl ohne Teile ihrer aktiven Fanszene auskommen. Grund ist offenbar ein Brand in Köln-Bickendorf. Von den Auswirkungen sind anscheinend auch Fangruppierungen des 1. FC Köln betroffen: Ultras reisen nicht mit nach München.

Im letzten Saisonspiel erhalten die Kölner nicht den kompletten Fan-Support. Teile der aktiven Fanszene haben nach Informationen von come-on-fc.com die Reise nach München abgebrochen und kehren nun wieder nach Köln zurück. Grund ist offenbar der Brand in Bickendorf, bei dem wohl auch Räumlichkeiten der aktiven Fanszene betroffen sind.

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In Köln-Bickendorf ist am Samstagvormittag ein Feuer in einer Werkstatt ausgebrochen. Die Warnapp Nina löste aus. Die Feuerwehr gab bekannt: „Durch einen Brand kommt es im Bereich Bickendorf, Vogelsangerstraße und angrenzenden Bereichen zu Geruchsbelästigung und Rauchausbreitung“. Mehrere Löschzüge sind im Einsatz. Die Feuerwehr warnt vor Geruchsbelästigung und Rauchverwirbelungen. Die Anwohner sollen Türen und Fenster geschlossen halten und Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten. Die Feuerwehr appelliert das Gebiet möglichst zu meiden. Der Brandort soll sich in der Nähe von Schrottplätzen befinden. Und offenbar auch in der Nähe von Räumlichkeiten der Kölner Ultras  „Wilde Horde 1996“. Diese haben ihre Zentrale in der Nähe der betroffenen Werkstatt. Offensichtlich sind auch jene Räumlichkeiten der Anhänger vom Feuer betroffen. Die Zentrale wurde von dem Feuer weitestgehend zerstört.

Brandherd liegt wohl in einer Werkstatt

Nach Informationen von come-on-fc.com sind daher die Busse, die sich auf der Reise nach München befunden haben, bereits umgekehrt. Rund 7500 Fans begleiten den FC zum letzten Saisonspiel beim Rekordmeister. Eigentlich sollte der volle Support dem Team in München gelten. Aus dem letzten Saisonspiel wird jetzt nichts mehr. Nach Informationen dieser Redaktion soll der Brand nichts mit anderen Fangruppierungen zu tun haben. Die Ursache könnte eher im Zusammenhang mit Schweißarbeiten in der Werkstatt stehen. Laut der Feuerwehr Köln ist der Notruf um 9:31 Uhr eingegangen. Die Löscharbeiten laufen in Bickendorf auf Hochtouren. Die Rauchwolke ist von Weitem zu sehen, auch andere Kölner Stadtteile melden einen intensiven Geruch.

Der FC spielt um 15:30 Uhr in München. Für die Geißböcke kann es jeweils einen Platz nach oben oder unten gehen.


Keine Frage des Vertrags, nur des Leistungsprinzips: Rav van den Berg ist weiter hinten dran – „Er kennt die Gründe“

Rav van den Berg vom 1. FC Köln
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Keine Frage des Vertrags, nur des Leistungsprinzips: Rav van den Berg ist weiter hinten dran – „Er kennt die Gründe“

Seit fünf Begegnungen gab es keinen Einsatz mehr für den Niederländer. Denn aktuell reiht sich der Abwehrspieler unter FC-Trainer René Wagner in der zweiten Reihe ein. Und die Konkurrenz ist groß beim 1. FC Köln: Rav van den Berg blieb zuletzt ohne Einsatzzeit.

So wirklich zufrieden wird der 21-Jährige aktuell wohl nicht sein. Denn Rav van den Berg muss sich unter René Wagner hinten anstellen.

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Ein wenig verwundert hatte die Maßnahme schon. Nachdem Jahmai Simpson-Pusey den Beginn des Anschwitzens vor dem Duell gegen den 1. FC Heidenheim verpasst hatte, wurde der Innenverteidiger für die Begegnung gegen den damaligen Tabellenletzten aus dem Kader gestrichen. Angesichts der Worte von René Wagner nur wenige Tage zuvor keine große Überraschung. Der Coach hatte angekündigt, dass es seine Aufgabe sei, selbst im Falle des sicheren Klassenerhalts, die Spannung in der Mannschaft hochzuhalten, das Duell also dennoch komplett ernst zu nehmen. Die Disziplinlosigkeit des Engländers konterkarierte die Vorgabe des Trainers. Die Verwunderung löste möglicherweise dann Plan B aus. Denn René Wagner wählte als Ersatz Joel Schmied, der erst eine Woche zuvor sein Comeback nach langer Verletzung gegeben hatte, Rav van den Berg saß erneut 90 Minuten lang auf der Bank.

Kein Einsatz in den vergangenen fünf Spielen

Der U21-Nationalspieler der Niederlande hat unter Wagner einen schweren Stand. Gegen Frankfurt lief der Innenverteidiger noch 90 Minuten auf, seitdem gar nicht mehr. Fünf Spiele in Folge spielte van den Berg keine Rolle, nicht eine einzige Minute. Und das, obwohl der 21-Jährige der teuerste Abwehrspieler ist, den die Kölner je verpflichtet haben. Acht Millionen Euro ließ sich der FC den Niederländer kosten. Auch, weil van den Berg als eins der größten Abwehrtalente des Nachbarlandes gilt. Mittelfristig sieht sich der Innenverteidiger in der Premier League, der FC ist eine Durchgangsstation. Aber eine, die der Verein gerne akzeptieren wird, wenn denn am Ende des Tages die Ablöse stimmt. Dafür benötigt es Spielzeit, die der Spieler zuletzt eben nicht mehr bekam. Und so kamen erste Spekulationen auf, es könne im Fall van den Berg auch um den Vertrag des Akteurs gehen.

Fakt ist, es sind Bonuszahlungen mit dem abgebenden Verein FC Middlesbrough vereinbart worden. Oft beinhalten diese eine bestimmte Anzahl an Spielen und möglicherweise hat van den Berg diese noch nicht erreicht. Aktuell steht der Abwehrspieler bei 14 Einsätzen. Dieser Idee schob Wagner schon in der Vorwoche einen Riegel vor. Er höre das zum ersten Mal, betonte der Trainer. Und tatsächlich wäre eine solche Maßnahme für eine Mannschaft, die sich zu diesem Zeitpunkt noch mitten im Abstiegskampf befunden hat, doch schon mindestens riskant. „Joel hat die Woche zuvor einen Einsatz bekommen, weil Rav da Probleme mit dem Oberschenkel hatte. Und da war es für uns logisch, dass Joel die Chance bekommt“, so Wagner. „Das war in dem Moment die Reihenfolge.“

„Er kennt die Gründe“

Und auch generell ist der Niederländer in der Reihenfolge eher in der zweiten Garde. „Rav war in der Viererkette auf der rechten halben Position hinter Jahmai. So ist es mit ihm auch kommuniziert und es liegt an ihm, daran zu arbeiten, dass er da vorbeikommt“, erklärte der Coach. „Rav und ich sind da klar in der Kommunikation. Er kennt die Gründe, warum Jahmai aktuell die Nase vorne hatte und für das Spiel gegen München haben kann. Dann geht es darum, dass er im Sommer gut arbeitet, um wieder zurückzukommen und um seine Position dann kämpft.“ Der Trainer erklärte ebenfalls am Donnerstag, dass Simpson-Pusey wieder voll zur Verfügung stehe und somit auch eine Startelf-Option für die Begegnung gegen die Bayern sei. Das muss sich der Niederländer wiederum erarbeiten.

Zwei Rückkehrer und ein Ausfall – So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München starten

René Wagner auf der PK vor dem Spiel gegen Union Berlin
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Zwei Rückkehrer und ein Ausfall – So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München starten

Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast in der bayrischen Landeshauptstadt. Gegen den FCB kehren zwei Profis in den Kader der Geißböcke zurück, es gibt allerdings auch einen Ausfall. So könnte der 1. FC Köln bei Bayern München beginnen.

Beim letzten Saisonspiel für die Geißböcke in München reist der 1. FC Köln nahezu mit der vollen Kapelle an. Im Vergleich zur Pleite gegen Heidenheim werden gegen den FCB zwei Profis in den Kader der Kölner zurückkehren. Auch die Leistung gegen den FCH würde René Wagner Anlass für Wechsel geben. Auf einer Position wird der Trainer im Vergleich zur Vorwoche aber definitiv umstellen müssen.

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Der 1. FC Köln muss beim Saisonfinale in München auf die drei Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers und Ragnar Ache sowie Tom Krauß verzichten. Im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Heidenheim kehren zudem Jahmai Simpson-Pusey und Eric Martel in den Kader der Kölner zurück. Während Martel die Partie gegen den FCH aufgrund einer Gelbsperre verpasste, wurde Simpson-Pusey von Wagner aus disziplinarischen Gründen aus dem Spieltagskader gestrichen. Durch die Rückkehr der Beiden kann der FC beim Deutschen Meister nun fast aus dem Vollen schöpfen. Die Leistung gegen Heidenheim ließe aber Wechsel in der ersten Elf in Erwägung ziehen.

Wechsel im Mittelfeld

Zwischen den Pfosten startet obligatorisch Marvin Schwäbe. Vor dem Schlussmann werden Sebastian Sebulonsen als Rechtsverteidiger und Cenk Özkacar als linker Innenverteidiger beginnen. Bei den anderen beiden Positionen gibt es jeweils ein Duell auf Augenhöhe. Den zweiten Platz in der Innenverteidigung machen Joel Schmied und Jahmai Simpson-Pusey unter sich aus. Die Wahl wird wohl auf „JSP“ fallen. Auf der Linksverteidigerposition dürfte Alessio Castro-Montes für den gegen den FCH erneut unglücklich wirkenden Kristoffer Lund beginnen. Im zentralen Mittelfeld hat Wagner mit Eric Martel und Isak Johannesson aufgrund des Ausfalls von Tom Krauß seine Kandidaten für die zwei Positionen gefunden.

In der Offensive dürften trotz mäßiger Leistung gegen Heidenheim wieder Said El Mala und Jakub Kaminski das Vertrauen von Wagner erhalten. Ebenso hat sich Marius Bülter mit jeweils einem Treffer in den vergangenen beiden Partien gegen Union Berlin und den FCH und auch sonst ordentlichen Auftritten einen kleinen Vorteil im Duell mit Luca Waldschmidt erarbeitet. Auch spricht gegen Bayern für Bülter, dass er im Vergleich zu seinem Konkurrenten besser anläuft. Bei der verbliebenen Position ist die Sache jedoch noch vollkommen offen. Linton Maina blieb am vergangenen Spieltag sehr blass und dürfte aus der ersten Elf rutschen. Hier ist Jan Thielmann der heißeste Kandidat auf den dann freien Platz. Allerdings könnte Wagner auch Waldschmidt aufbieten, ihn neben Bülter in die Spitze stellen, El Mala nach links und Kaminski auf die rechte Seite rücken.

So könnte der FC beim FC Bayern München beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes ist einer der Gewinner des Jahresauftakts

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey wird dem FC wieder fehlen

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

Isak Johannesson

Wie geht es weiter mit Eric Martel?

Eric Martel

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Jan Thielmann vom 1. FC Köln

Jan Thielmann

Jakub Kaminski darf auf die WM hoffen

Jakub Kaminski

Marius Bülter nach seinem Treffer gegen Mainz

Marius Bülter



Mit Glück gegen den Rekordmeister: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten

Jahmai Simpson-Pusey im Zweikampf mit Harry Kane
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Mit Glück gegen den Rekordmeister: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten

Wenn der 1. FC Köln am letzten Spieltag der Bundesligasaison am Samstag beim FC Bayern München antritt, steht für beide Mannschaften sportlich nichts mehr auf dem Spiel. Die Münchner haben sich bereits vorzeitig zum Deutschen Meister gekrönt und auch die Kölner haben das Saisonziel Klassenerhalt einen Spieltag vor Schluss erreicht. Dennoch dürfte die Partie in der bayrischen Allianz Arena alles andere als bedeutungslos werden: So will der 1. FC Köln gegen Bayern München punkten.

Während es für die Rheinländer um Coach René Wagner darum geht, sich mit einer engagierten Leistung aus der Spielzeit zu verabschieden, wollen die Münchner Bayern sicher noch einmal sportlich die Muskeln spielen lassen, ehe man im Anschluss die Meisterschale in die Höhe streckt.

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Vor der letzten Herausforderung in dieser Saison fahren die Kölner mit einer Mischung aus Erleichterung, Realismus und Hoffnung in die Allianz Arena nach München. Wenngleich die Partie sportlich für keine der beiden Teams mehr eine wirkliche Relevanz darstellt, geht es für die Kölner um Coach René Wagner darum, sich möglichst mit einer ordentlichen Leistung aus der Saison zu verabschieden. Dass die Rollen vor dem Duell mit dem bereits feststehenden Deutschen Meister aber ziemlich klar verteilt sind, daran ließ FC-Trainer Wagner auf der Spieltags-Pressekonferenz im Vorfeld keinen Zweifel. „Wir werden alles reinhauen und wollen eine gute Leistung bringen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man in München gewinnen kann, wenn man eine gute Leistung bringt. Wenn man Glück hat gegen Bayern, dann lassen sie einen nah dran und wenn man ganz viel Glück hat, dann kann man auch mal ein Spiel gewinnen in München oder auch zuhause.“

Schlechte Bilanz trotz durchaus guter Leistungen gegen den FCB

Erinnerungen weckte der Coach auf der PK an die letzten Begegnungen mit dem Rekordmeister, wo der FC trotz einer jeweils „guten Leistung, wie wir sie in der Hinrunde oder im DFB-Pokal gezeigt haben“, mit 1:3 und 1:4 verlor. Gerade deshalb sei die mentale Herausforderung für seine Spieler enorm. „Du musst Gas geben ohne Ende, mit der Hoffnung, nah dran zu sein an einem Unentschieden oder mit ganz viel Glück an einem Sieg. Wenn aber alles normal läuft und man bringt eine super Leistung, schlagen sie einen trotzdem.“ Gegen die Geißböcke spricht außerdem die Bilanz: Die Kölner konnten keines der letzten 22 Duelle mit dem Bundesliga-Rekordmeister für sich entscheiden und warten seit vier Partien auf einen Ligasieg, umso größer ist die Sehnsucht also nach einem Erfolg gegen den deutschen Branchenprimus.

Dass die Münchner mit Blick auf das anstehende Pokalfinale in der kommenden Woche gegen den VfB Stuttgart derweil eine B-Elf ins Rennen schickt, glaubt Wagner nicht. „Wir glauben, dass die Bayern mit ihrer besten Mannschaft auflaufen werden. Wenn ich der Trainer in München wäre, würde ich die beste Mannschaft aufs Feld stellen, um mich so auf das DFB-Pokalfinale vorzubereiten.“ Gerade unter Cheftrainer Vincent Kompany habe man beim FCB nie wirklich das Gefühlt, „die Mannschaft will in irgendeiner Art und Weise etwas wegspielen. Ich glaube nicht, dass die Münchner mit dem Pokalfinale die Woche darauf irgendeinen Grund haben, jemanden zu schonen. Wir bereiten uns also auf die stärkste Mannschaft vor.“ Neben dem bereits pulverisierten Liga-Torrekord wollen die Münchner sich mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln einstimmen auf die Übergabe der Meisterschale im Anschluss an die Partie vor heimischem Publikum in der Allianz Arena.

Martel ersetzt Krauß im Mittelfeld

Personell muss der FC gegen die Bayern auf Mittelfeldmotor Tom Krauß verzichten, der aufgrund von Knieproblemen gar nicht erst nach München mitfahren wird. Für ihn wird aller Voraussicht nach Rückkehrer Erik Martel in die erste Elf rücken, der nach Gelbsperre wieder zur Verfügung steht. In der Innenverteidigung ließ Wagner zudem durchblicken, dass wohl auch Jahmai Simpson-Pusey nach seinem Ausfall aus disziplinarischen Gründen im Vorfeld der Partie gegen den 1. FC Heidenheim (1:3) wieder auflaufen wird. Er habe laut Coach „aktuell die Nase“ vorn im Vergleich mit Innenverteidigerkonkurrent Rav van den Berg. Auf dem Weg nach vorne sollen wie zuletzt eigentlich immer Senkrechtstarter Said El Mala und Leistungsträger Jakub Kaminski für Gefahr sorgen.

Gerade El Mala könne „mit seiner Qualität im Umschalten und mit seiner Qualität, Tiefe hinter der Kette anzubieten für jeden Kader ein wichtiger Spieler sein“ und soll diese Qualitäten möglichst auch gegen den Rekordmeister wieder unter Beweis stellen. Mit aktuell zwölf Toren und fünf Vorlagen ist der gebürtige Krefelder nach wie vor Kölner Topscorer. Eine weitere Torbeteiligung könnte trotz der fehlenden sportlichen Relevanz der Partie eine mögliche Ablöse bei einem etwaigen Sommerabgang des Juwels noch einmal in die Höhe schießen lassen. Zuletzt soll Medienberichten zufolge der Premier-League-Club FC Brentford sein Interesse bekundet haben.

Unabhängig von der Personalie El Mala ist die Partie für den 1. FC Köln eine gute und zugleich auch die letze Gelegenheit, sich nach dem geschafften Klassenerhalt mit einer guten Leistung gegen die stärkste Mannschaft des Landes von den eigenen Fans zu verabschieden. Die Münchner werden vor der anschließenden Meisterfeier allerdings sicher etwas dagegen haben und wollen sich mit einem Sieg sowohl die Stimmung vergolden als auch Selbstvertrauen tanken, ehe man in der kommmenden Woche im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart nach dem Double greift.

Gute Erinnerungen, schlechte Erinnerungen: Ein letztes Mal Deniz Aytekin – und das mit dem 1. FC Köln

Schiedsrichter Denz Aytekin mit Florian Kainz und Marvin Schwäbe
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Gute Erinnerungen, schlechte Erinnerungen: Ein letztes Mal Deniz Aytekin – und das mit dem 1. FC Köln

Am 34. Spieltag steht für die Kölner das letzte Spiel der Saison an, für den Unparteiischen wird es das letzte seiner Karriere. Schiedsrichter Deniz Aytekin pfeift am Samstag die Begegnung des 1. FC Köln beim FCB.

Mit der Begegnung der Geißböcke beim FC Bayern München endet am Samstag eine lange Karriere. Deniz Aytekin wird ein letztes Mal eine Begegnung der Geißböcke leiten. Die Erinnerungen sind nicht alle gut.

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Die Szene war schon besonders, der Anlass aus Kölner Sicht bitter. Der FC hatte gerade das Auswärtsspiel beim SC Freiburg 2:3 verloren. Unglücklich, mit einem Treffer in der Nachspielzeit. Bitter waren aber die Folgen. Denn nach der Pleite stand der Abstieg nach der Spielzeit 2017/18 fest. Deniz Aytekin ließ es sich nicht nehmen, den enttäuschten Dominique Heintz zu trösten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Schiedsrichter bei vielen Spielern einfach beliebt ist. Am Samstagabend könnte es zumindest in der Theorie die Revanche geben. Denn Deniz Aytekin beendet seine Karriere und das mit dem Spiel der Geißböcke beim FC Bayern München. Möglicherweise wird es also warme Worte von Heintz Richtung Schiedsrichter geben.

Kainz trifft doppelt, nur zählt es nicht

Es wird bereits die 32. Begegnung die Aytekin mit FC-Beteiligung leitet. Die erste liegt bereits 17 Jahre (!) zurück. Im November 2008 pfiff der Schiedsrichter die Begegnung der Geißböcke gegen Hoffenheim. Damals unterlag der FC im eigenen Stadion 1:3. Kevin McKenna sah die Rote Karte, den Kölner Treffer erzielte Petit mit einem direkt verwandelten Freistoß. Der Platzverweis gegen den Abwehrspieler ist bis heute der einzige, den Aytekin einem Kölner Spieler gönnte. Dagegen schickte der Unparteiische drei Gegner der Geißböcke frühzeitig zum Duschen. Der 47-Jährige sprach den Kölnern in der Zeit sieben Elfmeter zu. Und drei davon in Rheinischen Derbys. Im letzten dann aber auch zwei für die Fohlen.

Die Gesamtbilanz unter Aytekin ist leicht negativ. Von den 31 Begegnungen gewannen die Kölner elf, verloren 14. 2021 leitete der Schiesrichter das Relegations-Rückspiel gegen Holstein Kiel, bei dem sich der FC 5:1 durchsetzte und noch den Bundesliga-Klassenerhalt sicherte. Kurios: Der 47-Jährige pfiff bis heute erst neun Mal den FC Bayern München, darunter zwei Mal das Spitzenspiel zwischen dem Rekordmeister und Borussia Dortmund.

Trotz Hegering-Comeback vor starker Kulisse: Frauen des 1. FC Köln verlieren Heimspiel gegen effiziente Bayern

Marina Hegering für den 1. FC Köln
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Trotz Hegering-Comeback vor starker Kulisse: Frauen des 1. FC Köln verlieren Heimspiel gegen effiziente Bayern

Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben sich wie erhofft teuer verkauft, doch am Ende waren sie gegen den alten und mutmaßlich auch neuen Deutschen Meister machtlos: Die Frauen des 1. FC Köln verloren das Heimspiel gegen ein effizientes Bayern München mit 0:3 (0:3).

Ein Lichtblick im Heimspiel gegen die Bayern war das Comeback von Marina Hegering nach der Pause. In der zweiten Hälfte des Duells fingen sich die FC-Frauen keinen Gegentreffer mehr ein.

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Die Kölnerinnen kehrten mit vier Spielen in Folge ohne Sieg vor der Länderspielpause auf die Bundesliga-Bühne zurück. Diese Serie konnten sie wie befürchtet gegen den Branchen-Primus aus München nicht durchbrechen. Dennoch schlugen sich die Kölnerinnen achtbar, gaben auch trotz eines klaren 0:3-Rückstands zur Pause nicht auf. Nach vorne fehlte es aber an zündenden Ideen gegen einen starken Gegner.

Vorentscheidung vor der Pause

Beide Teams begegneten sich dabei in der ersten Viertelstunde auf Augenhöhe, was ein Verdienst des gastgebenden Außenseiters war. Die Kölnerinnen liefen den Gegner hoch an und setzten diesen so unter Druck. Bitter war daher die Entstehung des Rückstands zu diesem Zeitpunkt: Ein Münchener Befreiungsschlag landete bei Pernille Harder, die frei aufs Tor zulief, Irina Fuchs keine Chance ließ und zum 0:1 einschob (21.).

Und Harder legte noch einen Treffer nach, als sie im Strafraum an den Ball kam, Celina Degen aussteigen ließ und zum 0:2 einschoss (29.). Bitter für den FC: Arianna Caruso steckte die Kugel bei einem Konter durch zu Linda Dallmann, die zum 0:3 einnetzte (38.). Damit war die Partie schon zur Halbzeit vorentschieden.

Kölns Trainerin Britta Carlson brachte zur zweiten Hälfte ihre Kapitänin Marina Hegering – und zumindest in der zweiten Hälfte blieben die Kölnerinnen ohne Gegentor. Die Versuche, eigene Torchancen zu erspielen, versandeten jedoch angesichts der starken FCB-Defensive. Irina Fuchs verhinderte zweimal stark den vierten Gegentreffer (62.). Für die FC-Frauen geht es am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim 1. FC Nürnberg weiter.

1. FC Köln: Fuchs – Gerhardt, Degen (46. Hegering), Bohnen, Agrez, Donhauser – Zawistowska (56. Imping), Vogt, Feiersinger – Bremer (57. Achcinska), Jessen (74. Elsen). Tore: 0:1/0:2 Harder (21./29.), 0:3 Dallmann (38.). Zuschauer: 4104.