Bitteres Pokal-Aus: Der 1. FC Köln schnuppert 35 Minuten an der Überraschung

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln
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Bitteres Pokal-Aus: Der 1. FC Köln schnuppert 35 Minuten an der Überraschung

Eine gute halbe Stunde schnupperte der FC an der Pokal-Überraschung. Dann schlug der Rekordmeister erbarmungslos zu. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern 1:4 und verabschiedet sich aus dem Pokal.

Der FC hat die große Pokal-Überraschung am Ende doch deutlich verpasst. Eine starke erste halbe Stunde reichte den Geißböcken nicht, um den Bayern gefährlich zu werden. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Bayern 1:4. Die Führung durch Ragnar Ache drehten Luis Diaz, Harry Kane (2) und Michael Olise.

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Kölns Trainer Lukas Kwasniok änderte seine Startelf im Vergleich zur 0:1-Bundesliga-Niederlage vier Tage zuvor in Dortmund auf vier Positionen. Marvin Schwäbe, der schwer verletzte Timo Hübers, Cenk Özkacar und Denis Huseinbasic wurden durch Ron-Robert Zieler, Joel Schmied, Tom Krauß und Ragnar Ache ersetzt. Stadionsprecher Michael Trippel sorgte für den ersten Gänsehaut-Moment des Abends, als er vor dem Spiel bei der Mannschaftsaufstellung auch den Namen von Timo Hübers aufrief. Die FC-Fans sorgten derweil zum Einlauf der Mannschaften vor dem Spiel für den passenden atmosphärischen Rahmen mit ihrer Römer-Choreo über die gesamte Südkurve. Es lag eine knisternde Stimmung in der Luft, die Kölner glaubten an die Pokal-Sensation gegen die scheinbar übermächtigen Bayern.

Ache bringt den FC in Führung

Die Gastgeber brauchten im Hexenkessel Müngersdorf zunächst noch einige Minuten, um ins Spiel zu finden, traten dann aber selbstbewusst auf. Und die erste zwingende Torchance gehörte sogar dem FC: Nach einer Ecke von Jakub Kaminski landete eine Kopfball-Abwehr bei Isak Johannesson. Dessen strammer Schuss wurde jedoch vom Ex-Kölner Jonas Urbig im Bayern-Tor mit Mühe über die Latte gelenkt (11.). Und der FC blieb weiter mutig: Urbig musste sich bei Ragnar Aches Kopfball erneut strecken, parierte aber stark (16.). Kurz danach hatten auch die Gäste ihre erste gute Gelegenheit, doch Harry Kane köpfte freistehend nach einer Flanke von Luis Diaz am Kölner Tor vorbei (18.). Und Kane kam direkt nochmals zum Kopfball-Abschluss, nachdem Sebastian Sebulonsen eine hohe Hereingabe unglücklich genau auf den Bayern-Stürmer verlängerte. Ron-Robert Zieler packte jedoch sicher zu (21.).

Nach dieser kleinen Drangphase der Gäste schüttelten sich die Geißböcke jedoch und traten wieder aufs Gaspedal. Der Funke sprang aufs Publikum über. Der Lohn eines engagierten Auftritts: Nach einer Ecke von Johannesson von der linken Seite stieg Ragnar Ache im Zentrum am höchsten und köpfte den Ball zum 1:0 ins Tor (31.). Müngersdorf explodierte in diesem Moment und verwandelte sich in ein Tollhaus – untermalt von roten Bengalos in der Südkurve. Die Freudenstimmung hielt jedoch nicht lange: Zieler konnte einen Schuss von Josip Stanisic nur nach vorne abklatschen lassen und Luis Diaz staubte zum 1:1 ab (36.). Bitter: Diaz hatte beim Schuss zunächst klar im Abseits gestanden und griff dann aktiv ins Spielgeschehen ein. Einen VAR gibt es im DFB-Pokal jedoch erst ab dem Achtelfinale und so wurde der Treffer nicht zurückgenommen.

Kane mit Doppelpack

Und die Bayern drehten die Partie aus dem Nichts komplett: Harry Kane schüttelte nach Zuspiel von Michael Olise am Fünfer Eric Martel ab und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel und aus der Drehung zum 1:2 ins lange Eck und crashte damit vorerst die Kölner Party vollends (38.). Der Doppelschlag entpuppte sich auch als sportlicher Wirkungstreffer, denn die Geißböcke fanden bis zur Halbzeit nicht mehr in ihr selbstbewusstes Spiel zurück. Die Hausherren versuchten sich zu Beginn der zweiten Hälfte langsam zurück in die Partie zu kämpfen, als Luis Diaz dem FC den wohl endgültigen Knockout hätte verpassen müssen. Der Münchener schoss jedoch frei auf Zieler zulaufend überhastet und unplatziert deutlich am Kölner Tor vorbei (52.). Kurz darauf war es jedoch Martel, der dem FC wieder Leben einhauchte. Urbig wehrte den strammen Schuss aus spitzem Winkel jedoch zur Ecke ab (56.).

Und dann passierte es aber doch: Harry Kane stieg nach einer Ecke von Joshua Kimmich im Fünfer am höchsten und köpfte zum 1:3 ein (64.). Hierbei machte auch Zieler keine gute Figur, der Keeper flog am Ball vorbei. Mit diesem Gegentreffer war die Partie letztlich vorentschieden. Im einsetzenden Regen setzte sich mit zunehmender Spieldauer die Qualität der Gäste durch. Olise vollendete einen mustergültigen Konter nach Querpass von Diaz im Sechzehner mühelos zum 1:4 (72.). Den lange Zeit leidenschaftlichen Kölnern fehlten am Ende die Mittel und vielleicht auch die Kräfte, um noch einmal Nadelstiche nach vorne zu setzen – vom Pfostenschuss des eingewechselten Linton Maina einmal abgesehen (86.). Unterm Strich setzte sich der Favorit an diesem Abend verdient durch. Die Kölner können sich jedoch erhobenen Hauptes aus dem DFB-Pokal verabschieden.

Am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen den Hamburger SV auf dem Programm.

1. FC Köln: Zieler – Lund, Martel, Schmied – Kaminski, Krauß (73. Kainz), Johannesson, Sebulonsen – El Mala (65. Huseinbasic), Ache, Bülter (65. Özkacar); Tore: 1:0 Ache (31.), 1:1 Diaz (36.), 1:2, 1:3 Kane (38., 64.), 1:4 Olise (72.); Gelbe Karten: El Mala


DFB-Pokal Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München: Olise trifft – 1:4

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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DFB-Pokal Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München: Olise trifft – 1:4

Am Mittwochabend steht für den FC die zweite Runde im DFB-Pokal auf dem Plan. Dabei haben die Geißböcke ausgerechnet den FCB zu Gast. Ob der aktuellen Form des Gegners eine fast unmögliche Aufgabe. Dennoch versucht der FC zu überraschen: Alle Informationen gibt es im DFB-Pokal Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.

Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany ist am Mittwochabend zu Gast im RheinEnergieSTADION. Die Kölner wissen um die schwere Aufgabe, die ihnen bevorsteht: Alle Informationen gibt es im DFB-Pokal Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker der DFB-Pokal-Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München. Der FC empfängt am Mittwochabend die Mannschaft von Vincent Kompany. FC-Trainer Lukas Kwasniok weiß um die Stärken des Gegners: „Gegen die Bayern ist es immer schwierig. Aktuell, so gut wie unmöglich. Das ist die Wahrheit, weil sie unglaublich gut sind“, schätzt Kwasniok ein, steckt den Kopf aber nicht in den Sand: „Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die bereit ist für die nächste Schlacht. Wir sind kein Team, das sagt, wir haben keine Chance.“



Offensivpower, Dominanz und stabile Defensive: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayern München

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Offensivpower, Dominanz und stabile Defensive: Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayern München

In der 2. Runde des DFB-Pokals hat der FC ein schweres Los gezogen. Mit den Bayern treffen die Geißböcke auf einen dominanten Gegner mit Offensivpower und stabiler Defensive. Das erwartet den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Bayern München.

Am Mittwochabend steht das nächste „Kracher-Spiel“ an für die Mannschaft von Lukas Kwasniok. Das erwartet den 1. FC Köln im DFB-Pokal gegen Bayern München.

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Form: Der FC Bayern blickt auf eine bislang fehlerfreie Saison zurück. Bereits im ersten Spiel im Supercup gegen den VfB Stuttgart fuhren die Bayern ihren ersten Titel ein. In der Liga belegen die Münchener mit acht Siegen aus acht Spielen sowie einem Torverhältnis von 30:4 souverän den ersten Platz. Auch in der Champions League grüßt das Team von Trainer Vincent Kompany von oben. Nach den Siegen gegen Chelsea, Pafos und Brügge stehen die Münchener dort punktgleich mit Tabellenführer PSG auf dem zweiten Platz. Im Pokal war der FC Bayern in der ersten Runde beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Gegen den Gastgeber aus Hessen lag Bayern mit 2:0 vorn, kassierte innerhalb weniger Minuten jedoch zwei Gegentreffer und setzte sich am Ende dann durch einen Treffer von Harry Kane knapp durch. Aktuell ist der FCB auf Rekordjagd. 13 Siege zum Auftakt einer Saison gelangen lediglich dem AC Milan im Jahr 1992.

Power im Angriff und starke Abwehr

Offensivpower: Der FC Bayern stellt aktuell die beste Offensive der Bundesliga. In den ersten acht Spieltagen erzielten die Münchener 30 Tore. Überdies kommen noch zwölf weitere Tore in der Champions League, zwei Treffer im Supercup sowie drei Tore im Pokal aufs Konto der Rot-Weißen. Im Durchschnitt gelingen dem FCB 3,6 Treffer pro Partie. Auch in Sachen Torschüsse sind die Bayern mit 153 Versuchen die Spitze der Liga.

Starke Defensive: Mit lediglich vier Gegentoren stellt der FC Bayern die beste Defensive der Bundesliga. Auch in den fünf Pflichtspielen in den drei anderen Wettbewerben kassierten die Jungs von Trainer Vincent Kompany nur fünf Treffer des Gegners. Allgemein bekommt der FCB lediglich rund 0,7 Gegentore.

Laufstark: In der bisherigen Bundesligasaison legten die Profis des FC Bayern bereits 974,6 Kilometer zurück. Keine andere Mannschaft lief bislang mehr als Bayern. Auch bei den intensiven Läufen gehört der Rekordmeister mit 5669 zur Spitze der Liga. In dieser Statistik sind nur Hoffenheim (5910) und St. Pauli (5710) besser als der FCB.

Im Fokus: Lennart Karl

Standardstark: Der FC Bayern konnte in dieser Saison bereits sieben Treffer nach Standardsituationen erzielen. Darunter waren vier Strafstöße, die Harry Kane alle verwandelte. Auch bei den gegnerischen Standards zeigt sich der FCB sehr robust und kassierte aus solchen Situationen noch keinen Gegentreffer.

Ruhe am Ball: Das Team von Trainer Vincent Kompany hat mit 60 Prozent Ballbesitz den höchsten Ballbesitzanteil aller Bundesligisten. Auch bei der Passquote ist der FCB der Primus der Liga. So bringen die Bayern-Profis 90,3 Prozent aller Pässe zum Mitspieler.

Im Fokus: Lennart Karl gehört zu den Entdeckungen der noch jungen Saison. Der 17-Jährige rückte in der Sommervorbereitung ins Team von Kompany und zeigte bereits in den Testspielen, was in ihm steckt. In dieser Saison kommt der Offensivspieler wettbewerbsübergreifend auf bislang elf Einsätze. Nachdem Karl bereits einen Assist bei den Profis gesammelt hatte, feierte der deutsche U17-Nationalspieler im Spiel gegen Brügge seinen Premierentreffer für den FCB. Am vergangenen Samstag erzielte Karl beim Spiel in Mönchengladbach auch direkt seinen ersten Bundesligatreffer. Der Linksfuß zeichnet sich durch sein Tempo, seinen Abschluss sowie sein Dribbling aus. Mit dem 17-Jährigen haben die Münchener wieder einen Youngster aus dem eigenen Nachwuchs, der dem Verein aber auch den Fans in den nächsten Jahren eine Menge Freude bereiten dürfte.

Klares System

Formation: Trainer Vincent Kompany lässt seine Mannschaft in einem 4-2-3-1-System auflaufen. Dabei ist Manuel Neuer normalerweise im Kasten des Rekordmeisters gesetzt. Vor dem ehemaligen Welttorhüter bilden Jonathan Tah und Dayot Upamecano die Innenverteidigung. Auf der linken Außenverteidigerposition hat sich nach der Verletzung von Alphonso Davies Konrad Laimer etabliert. Rechts kam in den vergangenen Wochen überwiegend Sacha Boey zum Einsatz. In der Mittelfeldzentrale hat Joshua Kimmich seinen Platz sicher. Neben dem deutschen Nationalspieler wechseln sich meist Tom Bischof, Leon Goretzka und Aleksandar Pavlović ab.

Auf den offensiven Außenbahnen sind Luis Diaz links und Michael Olise rechts gesetzt. Variabel sind die Münchener auf der Zehner-Position sowie in der Spitze. Jedoch geht eine Position immer an Kane, der mal als Stürmer und mal als Zehner eingesetzt wird. Spielt der Engländer auf der Zehn, übernimmt Nicholas Jackson die Position des Stürmers. Im anderen Fall agierte Serge Gnabry vor seiner Verletzung auf der Position hinter der Spitze.

Kwasniok über die Bayern: „Aktuell, so gut wie unmöglich„

Lukas Kwasniok über den FCB: „Gegen die Bayern ist es immer schwierig. Aktuell, so gut wie unmöglich. Das ist die Wahrheit, weil sie unglaublich gut sind. Fußballinhaltlich, aber eben auch was die Bereitschaft angeht, habe ich ganz selten so eine Topmannschaft gesehen, die bereit ist, so viel zu investieren. Ich glaube, sie haben Großes vor diese Saison und haben gesehen, wie Paris es letztes Jahr auch gemacht hat. Es wird extrem schwer. Es gibt ganz wenige Teilbereiche, in denen du eine völlig überlegene Mannschaft auf dein Niveau hieven kannst. Da muss ganz viel zusammenkommen. Du brauchst einen herausragenden Torhüter, mehr als nur dieses Quäntchen Glück und einen schlechten Tag der Bayern. Du brauchst die Fans über 90, vielleicht auch über 120 Minuten und die gleiche Aufopferungsbereitschaft wie in Dortmund. Ich glaube, wir haben eine Mannschaft, die bereit ist für die nächste Schlacht. Wir sind kein Team, das sagt, wir haben keine Chance. Es geht um die Taten auf dem Platz, und dann wächst der Glaube, wie beispielsweise durch einen Zweikampf, minimal.“

Kompany lobt den FC

Vincent Kompany über den FC: „Es ist sehr deutlich, was der FC bisher sehr gut gemacht hat. Erst einmal muss man schätzen, was sie in der Verteidigung machen. Sie betreiben eine intensive Boxverteidigung, was ich als ehemaliger Innenverteidiger auch mag. Ich glaube, dass sie die Räume immer sehr schnell schließen, damit man nicht viel Raum beim Abschluss bekommt. Auch die Flankenverteidigung ist beim FC wichtig. Der FC ist unglaublich gefährlich beim Kontern und hat damit Mannschaften auch schon wehgetan. Neben der Boxverteidigung hat der FC auch einen guten Mittelblock. Dass der FC morgen an seine Chance glaubt, ist vollkommen normal. Sie spielen zu Hause. Wir nehmen viel Motivation und Hunger mit in den Pokal und haben auch unsere Stärken.“

Mögliche Aufstellung Bayern: Urbig – Stanisic, Tah, Upamecano, Laimer – Pavlovic, Kimmich – Olise, Gnabry, Diaz – Kane

Ausfälle beim FC Bayern: Vincent Kompany muss in Köln auf Manuel Neuer (Rotsperre), Alphonso Davies (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Jamal Musiala (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch) und Hiroki Ito (Mittelfußbruch) verzichten.


Chance für den 1. FC Köln? Der FC Bayern München und der Pokalfluch

Enttäuschte Gesichter bei den Spielern des FC Bayern München nach dem Pokal-Aus gegen Leverkusen
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Chance für den 1. FC Köln? Der FC Bayern München und der Pokalfluch

Gegen den übermächtigen FC Bayern München scheinen die Geißböcke eigentlich keine Chance zu haben. Doch vielleicht gibt es dann doch so etwas wie Hoffnung für den 1. FC Köln: Der Pokalfluch der Bayern.

Geht es nach der reinen Statistik werden die Kölner am Mittwochabend im Pokal keine Schnitte gegen die Münchner bekommen. Und doch ist da ein wenig Hoffnung für den 1. FC Köln: Denn da ist noch der Pokalfluch der Bayern.

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Die Dominanz des FC Bayern München in den vergangenen Jahren ist dann doch auch beeindruckend. Seit 2010 hat es genau drei Deutsche Meister in der Fußball-Bundesliga gegeben. Borussia Dortmund holte in den 16 Jahren zwei Mal den Titel, Leverkusen bekanntlich ein Mal. Alle anderen Meisterschaften gingen Richtung Säbener Straße. Insofern erscheint es nur folgerichtig, dass die Münchner immer als Favorit in ein Duell gehen. So auch im Pokalspiel am Mittwochabend. Nur hat die Dominanz da in den vergangenen Jahren erheblich gelitten. Zwar ist der FCB mit 20 Pokalsiegen eben auch der Rekordhalter im Cup, in den vergangenen fünf Jahren war für die Bayern aber immer recht schnell Schluss.

Bitteres Aus gegen Gladbach

2020/21: In der Saison nach dem zwanzigsten Triumph im DFB-Pokal musste der FC Bayern schon früh die Segel streichen. Nach einem Sieg gegen den damaligen Viertligisten Düren reiste der FCB in der zweiten Runde nach Kiel. In einem hitzigen Spiel gingen die Münchener gleich zweimal in Führung, kassierten in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer und mussten nach einer eher ereignisarmen Verlängerung ins Elfmeterschießen. Hier trafen bei beiden Teams jeweils die ersten sieben Schützen. Beim achten Versuch der Münchner scheiterte Bayern-Mittelfeldspieler Marc Roca am Kieler-Schlussmann. Somit hatte Fin Bartels die Chance, den FCB mit seinem Elfmeter aus dem Wettbewerb zu schießen. Und diese Möglichkeit ließ sich der ehemalige Bremer auch nicht entgehen und verwandelte seinen Strafstoß sicher.

2021/22: Auch in der darauffolgenden Spielzeit gab sich Bayern in der ersten Runde keine Blöße und setzte sich mit 12:0 gegen den Bremer SV durch. In der zweiten Runde musste der FCB dann nach Mönchengladbach. Dieser Abend sollte für die Münchner jedoch richtig bitter werden. Bereits nach wenigen Minuten führten die Gladbacher durch einen Treffer von Manu Kone. In der Folge war es dann Manuel Neuer, der mit einigen Paraden seine Mannschaft im Spiel hielt. Allerdings konnte der Keeper nicht alles verhindern. Noch vor der Pause erhöhte die Borussia durch einen Doppelpack von Ramy Bensebaini auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel ging der Horror für die Rot-Weißen dann weiter. Anstatt selbst auf die Anzeigetafel zu kommen, fingen sich die Münchner durch Breel Embolo noch zwei weitere Gegentreffer. Somit musste der FCB durch die 0:5-Niederlage in Gladbach bereits das zweite Mal in Folge frühzeitig das Ausscheiden aus dem Pokal hinnehmen.

Nur ein Mal in der Runde der letzten Acht

2022/23: Nach zwei Zweitrunden-Pleiten wollte der FCB es in dieser Spielzeit besser machen. Nach einem 5:0-Sieg gegen Viktoria Köln setzte sich Bayern in der zweiten Runde mit 5:2 beim FC Augsburg durch. In der dritten Runde ließen die Münchener in Mainz nichts anbrennen und zogen mit einem 4:0-Erfolg souverän ins Viertelfinale ein. Dort empfing der FCB den SC Freiburg und ging durch Dayot Upamecano früh in Führung. Kurz vor der Pause erzielte dann Nicolas Höfler mit einem Traumtor den Ausgleich für die Gäste. In der zweiten Halbzeit waren die Münchner die deutlich bessere Mannschaft, verpassten es jedoch, eine ihrer Chancen zu nutzen. In der 90. Minute bekamen die Freiburger dann einen Handelfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Lukas Höler sicher und führte die Freiburger dadurch ins Halbfinale.

2023/24: In der zweiten Saison unter Thomas Tuchel setzten sich die Bayern zunächst mit 4:0 bei Preußen Münster durch. In der zweiten Runde musste der FCB dann zum Drittligisten Saarbrücken. Thomas Müller brachte die Münchener mit 1:0 in Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Patrick Sontheimer den Ausgleich für den Underdog. Nach dem Seitenwechsel hatte der FCB deutlich mehr Ballbesitz, erspielte sich jedoch kaum nennenswerte Torchancen. So kam es, wie es kommen musste. In der sechsten Minute der Nachspielzeit wagten sich die Saarbrücker nach vorn und erzielten in Person von Marcel Gaus den Siegtreffer. Somit mussten die Münchener bereits das dritte Mal in vier Jahren in der zweiten Runde die Segel streichen.

2024/25: Vincent Kompany blickt auf eine bislang enttäuschende Pokalhistorie mit den Bayern zurück. In seinem ersten Jahr als Bayern-Coach setzte sich seine Mannschaft sowohl in Ulm als auch in Mainz zunächst mit 4:0-Toren durch. Im Achtelfinale bekamen es die Münchener dann mit dem Vorjahressieger Bayer Leverkusen zu tun. Gegen die Werkself war Bayern die bessere Mannschaft und war drauf und dran, in Führung zu gehen. Nach einem Foulspiel an Jeremie Frimpong sah Manuel Neuer in der 17. Minute die Rote Karte und stellte seine Mannschaft vor eine Mammutaufgabe. Bayern blieb jedoch sehr aktiv und spielbestimmend, allerdings ohne die größte Gefahr auszustrahlen. Mitten in der zweiten Hälfte kam dann der Nackenschlag für den Rekordpokalsieger. Nach einer Hereingabe brachte Nathan Tella Leverkusen mit 1:0 in Führung. Davon erholte sich München nicht mehr und musste am Ende das Ausscheiden im Achtelfinale hinnehmen.


Wie sieht die Defensive aus? So könnte der 1. FC Köln spielen

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Wie sieht die Defensive aus? So könnte der 1. FC Köln spielen

Für den 1. FC Köln steht wenige Tage nach der 0:1-Niederlage in Dortmund das Heimspiel gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal auf dem Programm. Im Vergleich zum Spiel beim BVB muss FC-Coach Lukas Kwasniok seine Startelf jedoch auf mindestens einer Position verändern. So könnte der 1. FC Köln im Pokal gegen die Bayern spielen. 

Auch Tage nach der Niederlage in Dortmund sitzt der Schock über Timo Hübers Verletzung noch tief. Nach dem Ausfall des Innenverteidigers muss sich Kwasniok einen neuen Plan gegen den FCB zurecht legen. So könnte der 1. FC Köln im Pokal gegen die Bayern spielen.

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Beim Pokal-Heimspiel gegen die Bayern muss FC-Coach Lukas Kwasniok bekanntermaßen auf Abwehrchef Timo Hübers verzichten. Sportlich und menschlich ein besonders bitterer Ausfall für den FC. Hübers ist nach Luca Kilian und Rav van den Berg schon der dritte Innenverteidiger, der lange fehlen wird. Hinter einem weiteren Abwehrspieler steht noch ein Fragezeichen. „Cenk hat ein paar Knie-Themen. Wir haben ihn jetzt noch einmal ins MRT geschickt, um einfach auf Nummer sicher zu gehen. Er hat die letzten Tage trainiert, das ging schon. Ich gehe davon aus, dass er morgen im Kader sein wird, aber wir müssen noch abwarten“, so der FC-Trainer über Özkacar, der in Dortmund angeschlagen ausgewechselt wurde.

Wie sieht die Innenverteidigung aus?

Wie Kwasniok seine Defensive gegen den FC Bayern letztlich formatieren wird, ließ der 44-Jährige noch nicht durchblicken, gab aber dennoch kleine Hinweise: „Wir haben nach wie vor genug Spieler. Wenn sich die Ausfälle auf einer Position ein wenig summieren, dann musst du kreativ werden. Ich freue mich immer auf die Challenge, neue Ideen zu finden“, so der Coach. „Gegen die Bayern brauchst du Spieler, die die Box gut verteidigen, aber auch Spieler, die aktiv sind und Eier haben, rauszuverteidigen. Ich glaube, wir haben genug Alternativen, Jungs, die die Physis haben rauszuverteidigen, um auch den sich fallen lassenden Stürmern folgen zu können. Deswegen sind das jetzt auch keine klassischen Innenverteidiger, die wir für das Spiel morgen benötigen“, so Kwasniok weiter.

Wieder zurück in die Startelf kommen dürfte Joel Schmied, der in Dortmund lediglich 20 Minuten zum Einsatz gekommen war. Zudem könnte auch Tom Krauß wieder in der Startelf stehen. Der ehemalige Leipziger zeichnet sich durch seine intensive Spielweise aus und dürfte insbesondere für das Hinausrücken wichtig werden. Der dritte Platz in der Dreierkette ist offen. Präferiert der FC-Trainer einen Linksfuß, werden entweder Dominique Heintz oder Cenk Özkacar beginnen, wobei Heintz wohl die Nase vorn hätte. Dann dürften Heintz links, Krauß zentral und Schmied rechts auflaufen. Entscheidet sich Kwasniok jedoch gegen einen Linksfuß, könnte Eric Martel auf die zentrale Position in der Dreierkette rücken und Krauß die linke Innenverteidigerposition übernehmen.

Weitere Positionen sind gesetzt

So offen wie die Frage in der Dreierkette, so klar sind wohl die anderen Positionen. Lediglich bei der Besetzung des zentralen Mittelfeldes gibt es ein Fragezeichen, das hauptsächlich mit der Besetzung der Dreierkette zusammenhängt. Sollte Martel in der Abwehr beginnen, dürften dort wie in Dortmund Denis Huseinbasic und Isak Johannesson starten. Rückt Martel jedoch eine Position nach vorn, würde voraussichtlich Huseinbasic auf der Bank bleiben. Im Tor wird Ron-Robert Zieler stehen, der von Kwasniok vor Saisonbeginn als Pokalkeeper festgelegt wurde. Auf den beiden Schienenpositionen sind Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen gesetzt.

Für die Offensive gestand Kwasniok eher unüblich: „Said wird morgen beginnen.“ Die anderen beiden Positionen werden wohl wie auch in Dortmund Marius Bülter und Jakub Kaminski bekleiden. Möglich ist jedoch auch, dass Kwasniok einem oder sogar beiden eine Pause gibt und zunächst Luca Waldschmidt, Ragnar Ache oder Linton Maina das Vertrauen von Beginn an schenkt.

Oder doch die Systemumstellung auf eine Viererkette?

Wenn Viererkette, dann wären Lund und Sebulonsen auf den Außen sowie Schmied und Krauß in der Mitte die ersten Kandidaten. Auf der Sechs könnte dann Martel neben Huseinbasic beginnen und Johannesson eine Position weiter nach vorn rücken. El Mala würde dann über die linke und Kaminski über die rechte Außenbahn kommen, während Bülter die klare Spitze wäre.

So könnte der FC gegen die Bayern spielen

Ron-Robert Zieler im Test gegen Fortuna Köln

Ron-Robert Zieler

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Denis Huseinbasic rotierte gegen Freiburg in die Startelf

Denis Huseinbasic

Isak Johannesson

Kristoffer Lund

Jakub Kaminski im Testspiel gegen Fortuna Köln

Jakub Kaminski

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg

Said El Mala

Marius Bülter fällt weiterhin angeschlagen aus

Marius Bülter



Nach der Statistik hat der 1. FC Köln keine Chance, diese muss der FC aber nutzen

Eric Martel gegen den FC Bayern München
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Nach der Statistik hat der 1. FC Köln keine Chance, diese muss der FC aber nutzen

Nach den nackten Zahlen brauchen die Kölner am Mittwochabend gegen den FC Bayern eigentlich gar nicht antreten. Zu eindeutig ist die Bilanz, zu klar die Dominanz der Münchner in der Liga. Und doch gibt es nur eine Marschroute: Der 1. FC Köln muss seine nicht vorhandene Chance gegen den FCB nutzen.

Den FCB ärgern und überraschen will Lukas Kwasniok mit seiner Mannschaft sicherlich. Die Aufgabe ist allerdings wahrlich keine leichte am Mittwochabend. Der 1. FC Köln muss seine nicht vorhandene Chance gegen den FCB nutzen.

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Dass Lukas Kwasniok ein Flutlichtspiel vor ausverkauften Haus und gegen die Creme de la Creme des deutschen Fußballs nicht als Highlight-Spiel ansieht, hat einen ganz einfachen Grund: Der Kölner Trainer erwartet einfach eine beeindruckende Dominanz des Gegners. „Ich glaube, gegen die Bayern ist tatsächlich immer schwierig und aktuell so gut wie unmöglich. Das ist die Wahrheit, weil sie einfach unglaublich gut sind“, sagte der 44-Jährige. Highlight-Spiele sind für Kwasniok die Begegnungen gegen Mannschaften, in denen er sich wichtige Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt ausrechnet. Also die folgenden Partien gegen den Hamburger SV am kommenden Sonntag oder dann das Derby gegen Mönchengladbach vor der nächsten Länderspielpause. Das Bayern-Duell wird natürlich dennoch ein Highlight für den 44-Jährigen, ein Kracher-Spiel, vielleicht die Kür, bevor dann schon wieder die Pflicht in der Liga ansteht.

Nur vier Siege in 30 Jahren

Natürlich will der Kölner Coach auch den großen Gegner von der Säbener Straße ärgern, überraschen. Doch ist die Hürde gegen den FCB schon eine besonders hohe. Wenn es nach dem Papier geht, haben die Kölner am Mittwochabend nicht den Hauch einer Chance. Der FC Bayern scheint in dieser Spielzeit die Liga noch ein wenig mehr zu dominieren, als in den vergangenen Jahren. Der FC Bayern hat wettbewerbsübergreifend alle 13 Pflichtspiele in dieser Saison gewonnen. Zudem ist der Rekordmeister mit acht Siegen und einer Torbilanz von 30:4 in diese Spielzeit gestartet. Das ist der beste Saisonauftakt nach acht Spieltagen der Bundesliga-Historie. Die Münchner führen zahlreiche Statistiken der Liga souverän an. Von den meisten Toren, den meisten Torschüssen, dem höchsten xGoals-Wert bis hin zu den wenigsten Gegentoren, den wenigsten Schüssen aufs eigene Gehäuse und dem niedrigsten XGoals-Wert den Gegner.

Zudem ist die Bilanz der Geißböcke gegen den FCB auch alles andere als erfreulich. Der letzte Sieg bei den Bayern liegt 16 Jahre zurück, der vorletzte 27 Jahre. Damals hießen die Kölner Torschützen noch Daniel Brosinski und Fabrice Ehret sowie Khodadad Azizi und Markus Münch. Seit 30 Jahren gab es genau vier Pflichtspielsiege für Köln. In den Knochen steckt dem FC wohl auch noch die 0:8-Klatsche beim letzten Pokal-Aufeinandertreffen 2003. Überhaupt haben die Geißböcke erst eins von sechs Pokalspielen gegen den FCB gewinnen können. Das sogar mit 5:1 – allerdings 1972. Es gibt also in der Tat nur wenige Zahlen, die dem FC für das Pokalspiel am Mittwochabend Hoffnung machen können. Es gibt aber durchaus positive Beispiele für die ganz großen Überraschungen.

„In einem Spiel ist vermeintlich alles möglich“

„Wir sind jetzt kein Team, das dann von vornherein sagt, wir haben keine Chance“, so Kwasniok. „Zur Wahrheit gehört eben auch, die Bayern haben sicherlich in den vergangenen Jahren nicht ganz so im DFB Pokal performt und in einem Spiel ist vermeintlich alles möglich.“ Tatsächlich ist der FC Bayern in der Vergangenheit gerne im Pokal gestolpert. Seit 2020 hat der Rekordpokalsieger den Cup nicht mehr nach München geholt. Sensationelle Niederlagen gab es unter anderem gegen Aachen, Homburg, Weinheim oder Verstenbergsgreuth. Vor zwei Jahren war ebenfalls in der 2. Runde gegen Saarbrücken Schluss und auch im aktuellen Wettbewerb hat sich der FCB nicht so wirklich mit Ruhm bekleckert. München setzte sich nur knapp mit 3:2-Toren und einem Treffer in der Nachspielzeit gegen Wehen Wiesbaden durch. Der FC wird also versuchen, seine Chance zu nutzen. Eine Chance, die die Kölner eigentlich gar nicht haben.


Genau ein Jahr nach der Ausbootung beim 1. FC Köln: Für Jonas Urbig schließt sich ein Kreis

Jonas Urbig trifft nun mit dem FC Bayern München auf den 1. FC Köln
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Genau ein Jahr nach der Ausbootung beim 1. FC Köln: Für Jonas Urbig schließt sich ein Kreis

Genau ein Jahr nach seiner Ausbootung kehrt das Kölner Talent nach Köln zurück – nur in anderer Rolle: Jonas Urbigs besondere Rückkehr zum 1. FC Köln. Der ehemalige U21-Keeper soll nun dem Rekordmeister gegen den FC helfen.

Vor einem Jahr war er plötzlich nur noch die Nummer zwei beim FC. Nun wird er gegen die Geißböcke auflaufen und das im Trikot des FC Bayern München. Jonas Urbigs besondere Rückkehr zum 1. FC Köln

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So ein wenig dürfte sich für Jonas Urbig am Mittwochabend ein Kreis schließen. Als der 1. FC Köln dann nämlich vor genau einem Jahr zur zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Holstein Kiel auflief, da sah sich die damalige Kölner Nummer eins auf der Bank wieder. Und das nicht etwa als Pokal-Keeper, vielmehr war das junge FC-Talent etwas überraschend ausgebootet worden. Überraschend, weil Urbig vor der Saison mindestens genauso unerwartet zur neuen Nummer eins im Kölner Kasten ernannt worden war. Marvin Schwäbe hatte seinen Stammplatz im FC-Tor plötzlich verloren. Von außen eine seltsame Entscheidung. Möglicherweise mit einem Versuch, Urbig unbedingt halten zu wollen, zu erklären. An jenem 29. Oktober kehrte Schwäbe zurück in den Kasten und der Routinier gab diese Position auch nicht mehr her.

Unerwartet viele Spiele für Jonas Urbig

Schon damals ploppten die ersten Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern München auf. Dieser erfolgte bekanntlich im vergangenen Winter. Seitdem ist Urbig zwar weiterhin die Nummer zwei, aber eben an der Säbener Straße beim international spielenden Rekordmeister. Und da Manuel Neuer im Pokal noch gesperrt ist, wird der 22-Jährige am Mittwochabend an alte Wirkungsstätte zurückkehren. Nach seinem Wechsel nach München musste sich der Frechener erst einmal in Geduld üben. Eine Entwicklung, die wohl abzusehen gewesen ist. Doch der Kaltstart kam schneller als gedacht. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League verletzte sich Manuel Neuer nach rund einer Stunde. Urbig musste ohne Spielpraxis gegen Leverkusen sofort da sein, machte seine Sache ordentlich und half dabei mit, das 3:0 über die Zeit zu bringen.

Wenige Tage später feierte der gebürtige Euskirchener dann sein Bundesligadebüt. Dieses verlief jedoch nicht optimal. Nach einer 2:0-Führung verlor der FCB am Ende noch mit 2:3 gegen den VfL Bochum. Im Anschluss an diese Partie sammelte Urbig sieben weitere Bundesligaspiele sowie drei weitere Einsätze in der Königsklasse. Kurios: Da Urbig in der Hinrunde für den FC auflief und in der Rückrunde beim FCB im Kader stand, war Urbig am Ende der vergangenen Saison nicht nur deutscher Meister, sondern auch Zweitligameister. Und ähnlich viele Einsätze erhoffte sich der Keeper auch in dieser Spielzeit. Da die Münchner Urbig gern bei der Klub-WM dabeihaben wollten, verzichtete der Torwart im Sommer auf die U21-EM. Allerdings kam der 22-Jährige in den USA auf keinen Einsatz und verpasste so die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln.

Urbig mit „gutem Gefühl“ nach Köln

Ähnlich mau sieht es auch in dieser Saison aus. Neben dem Einsatz in der ersten Runde des Pokals in Wiesbaden stand Urbig lediglich am vergangenen Samstag beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach im Kasten der Münchener. Durch den Einsatz in Gladbach sollte der 22-Jährige Spielpraxis sammeln, um für das Pokalspiel in Köln bereit zu sein. Gegen Gladbach merkte man Urbig zu Beginn des Spiels die fehlende Spielpraxis an. In der letzten Situation des Spiels hatte Urbig sogar Glück, dass ihm der Ball zunächst an den Oberschenkel, erst anschließend an den Arm sprang und Gladbachs Kevin Stöger noch mehrere Meter vom Schlussmann entfernt war. Nach dem 3:0-Sieg gegen die Borussia, den Urbig selbst als „kleinen Derbysieg“ bezeichnete, sagte der Keeper, dass er mit einem „guten Gefühl“ nach Köln zurückkehre.

Das gute Gefühl werden ihm die FC-Spieler am Mittwoch auf jeden Fall nehmen wollen. Ein Duell gegen Marvin Schwäbe gibt es bekanntlich nicht. Exakt ein Jahr nach der Rückkehr in den Kölner Kasten sitzt die aktuelle Nummer eins nur auf der Bank. Denn Lukas Kwasniok setzt im Pokal auf Ron-Robert Zieler.


Große Hürde für den 1. FC Köln: Angeschlagene Defensive trifft auf brutale Offensive

Eric Martel verteidigt im November 2023 gegen Harry Kane.
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Große Hürde für den 1. FC Köln: Angeschlagene Defensive trifft auf brutale Offensive

Mit dem Ausfall von Timo Hübers bricht dem FC eine Konstante in der Abwehrreihe weg. Die muss am Mittwoch aber dringend kompensiert werden. Denn mit dem FCB kommt Offensivpower pur zum 1. FC Köln: Ausgedünnte Defensive der Kölner empfängt die brutale Offensive der Bayern.

Auch nach dem 0:1 gegen Borussia Dortmund wartet eine schwere Aufgabe auf den 1. FC Köln: Die ausgedünnte Kölner Defensive empfängt die brutale Offensive der Münchner.

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Nicht viele Fans hatten sich am ersten Tag nach den Herbstferien ans Geißbockheim zum Trainingsauftakt der Kölner vor dem Bayern-Spiel verirrt. Die, die gekommen waren, stellten erleichtert fest, dass Cenk Özkacar wohl tatsächlich nur unter einem „Ganzkörperkrampf“ gelitten hatte, als er sich im Duell gegen den BVB nach einer knappen Stunde auswechseln ließ. Die Einheit am Montag beendete der Türke auch etwas früher, ein Einsatz am Mittwoch ist aber nicht gefährdet. Und so wird Lukas Kwasniok gegen den Rekordmeister am Samstag dann doch drei Innenverteidiger aufstellen können. Ob der Kölner Coach das auch tut, scheint eher unwahrscheinlich. Eher wird Eric Martel nach seinem soliden Auftritt gegen Serhou Guirassy und Co. die Chance erhalten, seine Klasse gegen Harry Kane und Co. unter Beweis zu stellen.

Bayern in der Offensive das Nonplusultra

Dennoch wiegt die Verletzung von Timo Hübers natürlich schwer. Der Innenverteidiger ist auch in dieser Spielzeit alles andere als fehlerfrei gewesen, doch Hübers war durchaus eine Konstante in der Kölner Hintermannschaft. Es wird tatsächlich schwer, im Kölner Kader aktuell einen adäquaten Ersatz für den Langzeitverletzten zu finden. Nach den Verletzungen von Rav van den Berg und Timo Hübers geht der FC in der letzten Kette schon ersatzgeschwächt in die Begegnung gegen den Rekordmeister. Zwar ist Martel in der Innenverteidigung eine starke Alternative, nur ist der 23-Jährige dann nicht Eins-zu-eins im zentralen Mittelfeld zu ersetzen. Und das ausgerechnet gegen die Bayern. Denn mit dem Rekordmeister kommt die absolute Offensivpower der Liga nach Köln.

Noch nie zuvor hat ein Bundesligist nach acht Spieltagen 30 Tore auf dem Konto gehabt. Der FCB trifft im Schnitt also pro Spiel mehr als drei Mal. Auf Platz zwei folgt Frankfurt mit 21 Treffern. Der Rekordmeister gab zudem 150 Torschüsse ab, Stuttgart folgt mit 130, der FC kommt auf 94. Der xGoals-Wert liegt bei 21 und damit die Effizienz bei +9. Keine Mannschaft hat mehr Ballbesitz, keine Mannschaft kommt auf mehr Pässe, keine auf eine erfolgreichere Quote und keine Mannschaft trifft öfter aus dem Spiel. Dazu kommen die Bayern bereits auf 23 Großchancen, die Geißböcke auf sieben. Alleine zwölf Tore hat Harry Kane schon in der Liga erzielt und damit doppelt so viele wie der direkte Verfolger Jonathan Burkardt. Insgesamt trugen sich aber schon zehn unterschiedliche Torschützen in die Goalgetterliste ein.

Immerhin gehört die Kölner Defensive zu den besseren der Liga. Erst drei Gegentore hat der FC aus dem Spiel heraus gefangen. Einzig der FC Bayern München kann da mithalten. Mit insgesamt elf Gegentoren gehören die Geißböcke auch noch zum oberen Tabellendrittel. Ob die Statistik dem Pokalspiel stand hält, wird sich dann am Mittwochabend zeigen.


Trotz Jessens Führungstor: FC-Frauen gehen in München nach der Pause unter

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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Trotz Jessens Führungstor: FC-Frauen gehen in München nach der Pause unter


Die FC-Frauen schnupperten beim amtierenden Meister und Tabellenführer bis kurz vor der Pause an einer Sensation. In der zweiten Hälfte setzte sich die Qualität von Bayern München jedoch äußerst deutlich gegen den 1. FC Köln: Deutliche Niederlage gegen Bayern München

Ein überzeugender Auftritt der Frauen des 1. FC Köln in der ersten Halbzeit entwickelte sich im weiteren Spielverlauf zu einer klaren Angelegenheit: Deutliche Niederlage gegen Bayern München

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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre Startaufstellung im Vergleich zum 2:2 drei Tage zuvor gegen Leverkusen auf drei Positionen: Celina Degen, Carlotta Imping und Anna-Lena Stolze ersetzten Laura Donhauser, Martyna Wiankowska und Weronika Zawistowska. Das Spiel begann mit zwei identischen Szenen auf beiden Seiten: Zunächst landete ein Heber aus der Distanz von Bayerns Linda Dallmann nur an der Latte des Kölner Tores (4.). Und nur wenige Sekunden später lupfte Stolze den Ball aus der zweiten Reihe gefährlich auf das Münchener Tor, die Torfrau Maria-Luisa Grohs lenkte mit Mühe über den Querbalken (4.).
Anna Gerhardt servierte die Ecke im Anschluss von der rechten Angriffsseite auf den ersten Pfosten, wo Sandra Jessen zum 0:1 einköpfte (5.). Hier sah Grohs wiederum nicht ganz so glücklich aus.

FC kratzte an Sensation

Köln blieb auch in der Folge mutig und selbstbewusst. Bayern hatte zwar mehrheitlich den Ball, doch die FC-Frauen standen sicher und ließen keine gefährlichen Torchancen des amtierenden Meisters zu. Dabei mussten die Gastgeberinnen früh auf ihre Nationalspielerin Lena Oberdorf verzichten, die nach einem Zusammenprall mit Adriana Achcinska mit dick bandagiertem Knie ausgewechselt werden musste (23.). Erst in der üppigen Nachspielzeit gelang dem Favoriten doch noch der Ausgleich: Ausgerechnet die Kapitänin Marina Hegering verpasste eine Hereingabe in den Kölner Sechzehner. Momoko Tanikawa, die für Oberdorf eingewechselt wurde, ließ noch die heranstürmende Sara Agrez aussteigen und schlenzte den Ball zum 1:1 ins Tor (45.+6).

Bayern drehte nach der Pause auf

Carlson wechselte zur zweiten Hälfte, brachte Ella Touon für Carlotta Imping. Doch das verhinderte nicht, dass die Gastgeberinnen nun aufdrehten. Und folgerichtig fiel der schnelle Führungstreffer: Klara Bühl schlug eine Ecke in den Sechzehner und Magdalena Eriksson köpfte in der Mitte zum 2:1 ein (53.).

Bayern hielt das Tempo hoch – und legte einen weiteren Treffer nach: Lea Schüller konnte im Sechzehner fast von der Grundlinie unbedrängt zurücklegen und die ebenfalls blanke Kapitänin Georgia Stanway schob mühelos zum 3:1 ein (60.). Und es wurde noch bitterer für den FC: Stanway schlug eine Flanke aus dem Mittelfeld hoch in den Strafraum. Sara Agrez ließ Stine Pedersen aus den Augen, die freistehend zum 4:1 einköpfte (71.).

Kurz vor Schluss gab es sogar noch einen Strafstoß für Bayern: Marina Hegering versetzte ihrer Gegenspielerin Pernille Harder im Sechzehner zwar einen leichten Stoß im Zweikampf, allerdings ging Harder auch sehr leicht zu Boden. Die Gefoulte selbst trat vom Punkt an und verwandelte sicher zum 5:1 (84.). Am Ende waren die Kölnerinnen mit diesem Ergebnis sogar noch gut bedient. Für den 1. FC Köln geht es nach der Länderspielpause am 31. Oktober (18:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter.

FC Köln: Fuchs – Degen (81. Bohnen), Hegering, Agrez, Gerhardt (65. Leimenstoll) – Vogt, Feiersinger – Imping (46. Touon), Achcinska (65. Bremer), Stolze (65. Andrade) – Jessen. Tore: 0:1 Jessen (5.), 1:1 Tanikawa (45.+6), 2:1 Eriksson (53.), 3:1 Stanway (60.), 4:1 Pedersen (71.), 5:1 Harder (84., Foulelfmeter).