Seit vier Spielen ungeschlagen: Frauen des 1. FC Köln reisen selbstbewusst zum Tabellenführer

Jubel bei den Frauen des 1. FC Köln
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Seit vier Spielen ungeschlagen: Frauen des 1. FC Köln reisen selbstbewusst zum Tabellenführer

Es war ein bitteres Ende nach einem starken Auftritt: Die FC-Frauen haben den verdienten Derby-Sieg gegen Leverkusen verpasst, gaben eine 2:0-Führung noch her. Der Aufwärtstrend des Teams ist aber klar erkennbar. Die Frauen des 1. FC Köln gehen selbstbewusst ins Bayern-Duell.

Die Mannschaft von Britta Carlson kann am Sonntag gestärkt beim amtierenden Meister und Spitzenreiter Bayern München antreten. Die Frauen des 1. FC Köln gehen selbstbewusst ins Bayern-Duell.

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Im ersten Moment nach dem Schlusspfiff war für Stolz noch kein Platz in den Köpfen der Kölnerinnen. Zu enttäuscht richteten sie die Blicke zunächst Richtung Boden, konnten nicht fassen, dass sie trotz einer starken Leistung und verdienten 2:0-Führung am Ende nur mit einem Zähler den Platz verlassen müssen. Insbesondere die Art und Weise des Ausgleichs in der 89. Minute war bitter, weil die Entstehung vermeidbar war. Kölns Schlussfrau Irina Fuchs wollte einen Ball in die Spitze weit vor ihrem Tor klären, doch der Ball geriet zu kurz und landete beim Gegner. Katharina Piljic nutzte die Chance und schlug den Ball aus dem Mittelkreis in hohem Bogen ins verwaiste Tor zum 2:2-Endstand.

„Ich mache ihr da überhaupt keinen Vorwurf“

Kölns Trainerin Britta Carlson stellte sich nach dem Abpfiff vor ihre Torfrau: „Sie geht da raus und wenn sie das mit Überzeugung klärt, ist das vollkommen in Ordnung. Sicherlich kann man darüber streiten, ob sie da überhaupt hingehen muss, es war ja eine Zwei-gegen-Zwei-Situation. Aber ich mache ihr da überhaupt keinen Vorwurf, sie ist 20 Jahre alt, wurde jetzt hier von Null auf Einhundert reingeschmissen und macht das sehr ruhig, sehr souverän. Sie zeigt eine super Leistung und wir wissen als Team, dass das überhaupt kein Problem ist, dass so etwas mal passiert.“

Eigentlich hätte ihr Team das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden haben können: „Wir hatten vorne genug Chancen, das 3:0 zu machen“, haderte Carlson mit dem Ertrag ihrer Mannschaft. Unabhängig davon fand die Trainerin jedoch lobende Worte für ihre Mannschaft: „Wir sind der gefühlte Derby-Sieger. Ich habe gesagt: Ihr dürft enttäuscht sein über das Ergebnis, aber nicht über das Spiel. Das sollte man schon differenziert betrachten. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft, wie sie heute agiert hat.“

Haben uns „ein bisschen Respekt erarbeitet“

Die Kölnerinnen haben damit innerhalb von elf Tagen zweimal eine starke Leistung gegen eine Mannschaft gezeigt, die selbst in Richtung Top 3 der Bundesliga schielt. Der Aufwärtstrend beim 1. FC Köln ist damit unverkennbar. Die Mannschaft ist wettbewerbsübergreifend aktuell sogar seit vier Pflichtspielen ungeschlagen. „Wir haben uns jetzt in der Liga auch schon ein bisschen Respekt erarbeitet über die Art und Weise, wie wir spielen. Gegen den Ball ist es schon sehr gut und auch im Ballbesitz wird es immer besser“, hob auch Carlson am Donnerstagabend hervor.

Viel Zeit zur Erholung hat das Team aber nicht: Schon am Sonntag-Nachmittag (16 Uhr) sind die FC-Frauen in der Bundesliga wieder gefordert, dann beim amtierenden Deutschen Meister und aktuellen Tabellenführer Bayern München. Die Kölnerinnen reisen nach den jüngsten Auftritten mit Selbstbewusstsein an die Isar. Das ließ auch die Trainerin durchblicken. Angesprochen auf das Ziel für Sonntag entgegnete Carlson: „Etwas zu holen, zu punkten.“ Und nach den jüngsten Auftritten wäre es dem FC auch durchaus zuzutrauen.


„Braucht noch ein bisschen Zeit“: Carlson sieht gute Ansätze bei Müngersdorf-Auftritt der FC-Frauen

Britta Carlson, Trainerin der Frauen des 1. FC Köln (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images for DFB)
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„Braucht noch ein bisschen Zeit“: Carlson sieht gute Ansätze bei Müngersdorf-Auftritt der FC-Frauen

Es war ein bemerkenswerter Nachmittag im Rhein-Energie-Stadion: 35.711 Zuschauer feierten ein Fußball-Fest beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen Bayern München. Rein sportlich waren die 90 Minuten aus Kölner Sicht jedoch eher ernüchternd. Trainerin Britta Carlson sah gute Ansätze bei den Frauen des 1. FC Köln gegen Bayern– und erklärte ihre Personal-Entscheidungen.

Die 0:3-Niederlage gegen die FC-Frauen am Sonntagnachmittag war sportlich gesehen ernüchternd, wenn auch erwartbar. Dennoch: FC-Trainerin Britta Carlson sah gute Ansätze bei den Frauen des 1. FC Köln gegen Bayern.

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Der Ausflug der FC-Frauen vom Geißbockheim nach Müngersdorf war einmal mehr ein Fußballfest. Bei frühlingshaften Temperaturen durften die 35.711 Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion von den Verantwortlichen zweifellos als voller Erfolg verbucht werden. Der Bayern-Trainer Alexander Straus äußerte sich nach der Partie anerkennend: „Es war eine fantastische Atmosphäre. Die Stadt und der Verein können sehr stolz darauf sein. Die Spielerinnen brauchen das und haben es verdient, solche Erlebnisse zu haben. Ich hoffe, es gibt mehr davon.“ Eine Fortsetzung in der Saison 2025/26 dürfte nach diesem Nachmittag als gesichert gelten. Rein sportlich war der Nachmittag jedoch ernüchternd. Die Kölnerinnen waren diesmal weit davon entfernt, einen ähnlichen Coup wie beim 0:0 gegen Wolfsburg landen zu können.

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„Das nehme ich mit auf meine Kappe“

Dafür war das Team in der ersten Hälfte auf der rechten Abwehr-Seite zu anfällig, wo Carlotta Imping mit der Nationalspielerin Klara Bühl überfordert war und die beiden vorentscheidenden Münchener Treffer entstanden. „Das nehme ich mit auf meine Kappe“, äußerte die Trainerin Britta Carlson hinterher, „das ist eine junge Spielerin, die jetzt in der besonderen Atmosphäre vielleicht noch nicht ganz so stark war, wie sie es in den letzten Spielen gezeigt hat, was auch vollkommen okay ist. Das ist eine Erfahrung, das tut im ersten Moment weh, aber ich glaube, das wird sie auch weiterbringen.“ Mit Sylwia Matysik startete eine gelernte Rechtsverteidigerin im Abwehr-Zentrum: „Ich hatte sie bewusst in die Innenverteidigung gestellt wegen der Körpergröße, wegen des Tempos“, begründete Carlson ihre Entscheidung.

Celina Degen saß zwar wieder auf der Ersatzbank, sei jedoch noch keine Option für die Startelf gewesen: „Sie hatte erst zwei Trainingseinheiten nach einem doppelten Bänderriss absolviert. Das war ein Tick zu früh zu starten.“ Mit Blick auf das gesamte Spiel konstatierte Carlson: „Es war ein auch in der Höhe verdienter Sieg für die Bayern. Was mir gefallen hat: Nach dem frühen Gegentor sind wir nicht eingebrochen. Die Spielerinnen haben alles gegeben und sich bis zum Ende durchgebissen. Man sieht im Ballbesitz unsere Ansätze, aber es braucht noch ein bisschen Zeit. Aber ich bin happy, dass wir auch gegen den FC Bayern versuchen zu spielen. Es fehlt dann der letzte Pass oder die Durchsetzungsfähigkeit im Eins-gegen-Eins, wo die Bayern aber auch Weltklasse besetzt sind.“

Die Kölner Torflaute setzte sich gegen Bayern fort – auch wenn ein Ende der Serie just gegen Bayern München kaum erwartet werden konnte. Unter Carlson ist der FC weiter ohne eigenen Treffer, wartet insgesamt seit 367 Minuten auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Am Samstag-Nachmittag bei der TSG Hoffenheim soll es aber endlich soweit sein.