Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

Die Kandidatenteams zur FC-Wahl
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Nach Wirbel um Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: Das sagt Rechtsexperte Professor Alexander Scheuch

In drei Wochen wird beim 1. FC Köln ein neues Präsidium gewählt. Zuletzt gab es Wirbel um eine öffentliche Wahlempfehlung des Kölner Beirats, dem daraufhin fehlende Neutralität und eine Beeinflussung der Wahl vorgeworfen wurde. Viel Wirbel um die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein.

Viel Wirbel gab es unter der Woche über die Wahlempfehlung beim 1. FC Köln: So schätzt ein Jurist die Lage ein. Wir haben mit Professor Dr. Alexander Scheuch gesprochen.

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Der Wahlkampf um das Präsidentenamt beim FC geht so langsam auf die Zielgerade und die Bandagen werden ganz offensichtlich härter. Unter der Woche sprach der Beirat des 1. FC Köln eine Wahlempfehlung aus und sorgte damit gerade bei den nicht empfohlenen Teams für Irritation – zumindest folgte die Antwort vom Team Adenauer recht schnell. „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahl-Empfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird“, hieß es in einem Statement und weiter: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahl-Empfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen.“

Hätte der Beirat die Empfehlung aussprechen dürfen?

Auch Professor Dr. Alexander Scheuch war von der Empfehlung grundsätzlich überrascht. „Dass es noch eine Empfehlung des Beirats geben würde, hatte ich so konkret nicht auf dem Schirm. Welche Gremien bei der Wahl des Vorstands ein Vorschlagsrecht haben, eine Empfehlung abgeben oder sonst wie involviert sind, ist von Verein zu Verein sehr unterschiedlich“, sagt der Jurist, der einst selbst in der Rechtsabteilung der Kölner tätig war. „Der FC verfügt über relativ viele Gremien, sodass sich die Frage, wer hier wann wie aktiv werden muss oder darf eher stellt, als bei anderen Clubs.“ Und dieses Thema treibt offenbar nicht nur die Teams um. Auch in den Sozialen Medien wird über das Thema diskutiert. Vor allem eine Frage: Hätte der Beirat die Empfehlung überhaupt aussprechen dürfen?

„Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn dass ein Verein bei der Vorstandswahl in gewissem Maß auf Chancengleichheit und damit auch auf Neutralität achten muss, ist sicher so“, sagt Scheuch. So dürften beispielsweise Namen auf Stimmzetteln nicht unterschiedlich groß oder dick geschrieben sein. „Was Empfehlungen im Vorfeld zur Wahl angeht, ist das aber schwieriger zu beurteilen. Der Mitgliederrat hat ja zum Beispiel ausdrücklich die Aufgabe, ein Team vorzuschlagen. Hinter diesen Vorschlag muss er sich dann natürlich auch stellen dürfen“, so der Experte weiter. Werbung dürfe er insofern durchaus machen. „Der Beirat hat hingegen primär die Aufgabe, den Vorstand zu beraten. Dazu gehören erstmal keine Wahlempfehlungen. Aber selbstredend hat der Beirat ein Interesse, dass Personen gewählt werden, mit denen er gut zusammenarbeiten kann.“

„Das wird auch das Ziel gewesen sein“

Und Scheuch weiter: „Die Satzung sagt auch, dass der Beirat den Verein und dessen Ansehen fördern soll. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, dass eine halbwegs zurückhaltend formulierte Empfehlung für eine solche Wahl zu seinen Aufgaben zählt.“ Und es gibt noch einen anderen Aspekt: „Beim FC kommt dazu, dass der Mitgliederrat laut Satzung vor seinem Wahlvorschlag auch den Beiratsvorsitzenden anhören muss. Insofern ist der Beirat also selbst ein Stück weit in die Auswahl involviert. Auch das ist ein Argument dafür, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen darf. Ich will aber nicht verhehlen, dass es bei einer so wenig konkreten Grundlage in der Satzung auch Argumente für die Gegenmeinung gibt“, sagt Scheuch.

Unterm Strich steht dennoch der vom Team Adenauer öffentlich geäußerte Vorwurf, dass der Beirat in die Wahl eingegriffen habe. Es bleibt ein Geschmack. „Eingegriffen hat er sicherlich. Das wird auch das Ziel gewesen sein“, sagt Scheuch. „Wenn der Beirat davon ausginge, seine Empfehlung sei ohnehin wirkungslos, hätte er sie nicht ausgesprochen. Die Frage ist allerdings: Durfte er eingreifen? Dafür sehe ich, wie gesagt, einige ganz ordentliche Argumente. Eindeutig ist die Lage aber nicht. Ich hoffe, dass der Beirat Für und Wider gut abgewogen hat, bevor er die Empfehlung ausgesprochen hat.“


Zwischen Frust, Unmut und Zuversicht – Wahlempfehlung beim 1. FC Köln sorgt für Wirbel

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Zwischen Frust, Unmut und Zuversicht – Wahlempfehlung beim 1. FC Köln sorgt für Wirbel

Der Kampf um die Spitze der Geißböcke geht in die heiße Phase und wird immer schärfer. Der Beirat des 1. FC Köln hat sich nach einem Gespräch mit den Kandidaten am Mittwoch für das „Team FC” ausgesprochen. So kurz vor der Vollversammlung erhitzt das einige Gemüter im Wahlkampf um die Spitzenpositionen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.

Den Vorstands-Aspiranten bleiben noch gut drei Wochen, um die Stimmen der FC-Mitglieder bei der Vollversammlung am 27. September für sich zu gewinnen. Je näher der Stichtag rückt, desto mehr scheint sich der Wahlkampf zuzuspitzen. Dazu passt auch die Empfehlung des Beirats des 1. FC Köln. Das Gremium stellt sich hinter das „Team FC“ für die Vorstandswahlen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.

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Von Hendrik Broschart und Simon Bartsch

Bei den diesjährigen Vorstandswahlen des 1. FC Köln treten zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins drei Teams gegeneinander an. Damit einher geht dann auch ein handfester Wahlkampf um die Vorstandspositionen, der nun, knapp drei Wochen vor der Wahl, erheblich an Fahrt aufzunehmen scheint. Am Mittwochnachmittag empfing der FC-Beirat die Teams um die drei Spitzenkandidaten Wilke Stroman, Sven-Georg Adenauer und Jörn Stobbe zu Gesprächen, von denen man sich auf Seiten des Beirates erhoffte, die Kandidaten und ihre Positionen zu zentralen Themen rund um den 1. FC Köln noch ein wenig genauer kennenzulernen.

Nach dem Gespräch veröffentlichte der Beirat, dem unter anderem Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Klaus Behrenbeck, Michael Mronz, Lionel Souque und Dr. Nicole Grünewald angehören, schließlich eine Stellungnahme, in der er seine Unterstützung für das „Team FC“ aussprach. Aus Sicht des Vereinsorgans bringe das Trio “die besten Voraussetzungen [mit], um den 1. FC Köln als Vorstand in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.

Irritation bei Team Adenauer

Ein wohl eher ungewöhnlicher Schritt, der auch nicht überall gut ankam. In einem offiziellen Statement kritisierte Sven-Georg Adenauer die Entscheidung des Beirats, öffentlich Stellung zu beziehen, nun am Donnerstag deutlich. Demnach sei diese Maßnahme den Kandidaten gegenüber nicht vorab kommuniziert worden: „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahlempfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird.“ Das ist nach Informationen von come-on-fc.com nicht möglich gewesen, weil sich der Beirat erst nach dem Gespräch und nachdem sich offenbar ein nahezu einheitliches Bild für ein Team abzeichnete zu diesem Schritt entschieden hat. Zudem sind wohl alle Teams über die Empfehlung informiert worden, bevor der Beirat die Empfehlung via FC öffentlich gemacht hat und die Kandidaten haben die Nachricht nach Informationen von come-on-fc.com auch sehr sachlich aufgenommen.

Einstimmig ist das Pro für das Team FC aber auch nicht verlaufen, immerhin war in der Mitteilung die Rede von einer „deutlichen Mehrheit“. In seiner Stellungnahme geht Adenauer noch weiter und bezichtigt den Beirat eines erheblichen Eingriffs in den Wahlkampf: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahlempfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen“, heißt es in dem Statement. Tatsächlich steht in der Satzung weder etwas davon, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen soll oder darf noch, dass es ihm untersagt ist. Dennoch bleibt mindestens ein Geschmack.

Vorwürfe gegenüber Jörn Stobbe

Damit nicht genug: Adenauer feuerte schließlich auch gegen das vom Beirat befürwortete „Team FC“: „Wir empfehlen dem Beirat dringend über die jeweiligen 45-minütigen Gespräche hinaus die bisherigen Aktivitäten des Teams Stobbe bei anderen Vereinen zu recherchieren, um sich ein vollständigeres Bild zu verschaffen und den Vorschlag zu überdenken“, heißt es weiter. Adenauer spielte womöglich damit auf die Tätigkeit Stobbes bei den Kickers Offenbach und dem Hamburger SV als potenzieller Investor an.


Für Stobbe, Alvermann und Sobeck selbst ist die Rückendeckung des Beirats ein Grund zur Freude. Auf Anfrage von come-on-fc.com begrüßte das Team die Entscheidung des Gremiums: „Wir freuen uns, dass wir nach der Nominierung durch den Mitgliederrat nun auch den Beirat des 1. FC Köln von unseren Inhalten und Zielen überzeugen konnten“, heißt es in einem Statement. Das Team FC geht auf die Vorwürfe des Team Adenauers nicht ein und besteht auf die Urteilsfähigkeit des Beirats: „Der Beirat hat alle drei Teams eingehend geprüft und befragt und ist zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass wir als Team FC die besten Voraussetzungen mitbringen, um den 1. FC Köln als Vorstandsteam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Unbeirrt von Adenauers Breitseite will das Team FC alle Augen auf die Wahlen Ende September richten: „Wir bedanken uns für das Vertrauen und die intensiven Gespräche. Nun wollen wir bei der Mitgliederversammlung am 27. September auch die Mitglieder überzeugen.“

Das Team um Wilke Stroman wird sich nach Informationen von come-on-fc.com zu dem Kontext sicher in einem aus ihrer Sicht passenden Moment äußern.



Vor der Vorstandswahl: Beirat spricht Empfehlung aus

Dr. Klaus Behrenbeck ist Vorsitzender des Beirats
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Vor der Vorstandswahl: Beirat spricht Empfehlung aus

Ende September wird beim FC ein neuer Vorstand gewählt. Gleich drei Teams stehen zur Auswahl bei der Vorstandswahl: Der Beirat des 1. FC Köln gibt eine Empfehlung ab.

In ein paar Wochen wird gewählt beim FC. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung für die Vorstandswahl: Der Beirat des 1. FC Köln gibt eine Empfehlung ab. Das Gremium spricht sich für das „Team FC“ aus.

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Am 27. September ist die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln. Auf dieser wird auch ein neuer Vorstand gewählt. Dabei haben sich drei Teams aufstellen lassen. Nun gibt der Beirat des FC eine Wahlempfehlung: Das Gremium spricht sich für das „Team FC“ aus. Dieses besteht aus Jörn Stobbe, Prof. Dr. Ulf Sobek sowie Dr. Jörg Alvermann. Aus Sicht des Vereinsorgans bringt das Trio “die besten Voraussetzungen [mit|, um den 1. FC Köln als Vorstand in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.

Intensiver Austausch mit allen Teams

Bevor der Beirat seine Empfehlung abgab, habe er sich intensiv mit den verschiedenen Teams auseinandergesetzt. Am vergangenen Mittwoch fand außerdem ein Treffen statt, um sich ein Bild von den Kandidierenden zu machen. Dabei hatte das Gremium einen gewissen Fokus gesetzt: „Der Beirat hat in diesem Dialog vor allem die zentralen Aspekte für die erfolgreiche Zukunft des Vereins in den Blick genommen, insbesondere die strategischen und finanziellen Perspektiven des Clubs, den nachhaltigen Erfolg der Profi-Teams und der Nachwuchsarbeit, die Aussichten bzgl. Geißbockheim und Stadion, das Verständnis von Mitgliedschaft und Gremien sowie die Bedeutung des sozialen Engagements in Stadt und Region. Darüber hinaus waren auch die persönlichen Hintergründe, Erfahrungen und spezifischen Fähigkeiten der jeweiligen Teammitglieder für den Beirat von Belang.“

Insgesamt begrüßt es das Gremium, dass sich gleich drei Teams um den Vorstand bewerben. Das spreche für das „hohe Engagement der Mitglieder für den Verein und das lebendige Demokratieverständnis des Clubs.“ Außerdem ruft es die Mitglieder dazu auf, „in großer Zahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und so aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Vereins mitzuwirken“.  Der Beirat selber, der den Vorstand berät, setzt sich aus Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und der Wirtschaft zusammen. Ihm gehören beispielsweise Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Klaus Behrenbeck, Michael Mronz, Lionel Souque und Dr. Nicole Grünewald an.